Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Spitze des Fadens

Frage: Die Kabbalisten berichten über die Eigenschaft des Gebens. Ich empfinde jedoch diese Eigenschaft nicht. Ich habe nicht mal den Anfang des Fadens …

Meine Antwort: Wenn du das Bedürfnis nach der Eigenschaft des Gebens entwickelst, dann wirst du auch begreifen, was sie ist. Wenn du versuchst, deinem Freund mit der Eigenschaft des Gebens zu begegnen, dann wirst du sehen, dass du keinerlei solcher Verlangen empfindest. Diese Erfahrung wird dir das Verständnis über die Wichtigkeit der Eigenschaft des Gebens geben. Dann wirst du vermuten können, woran es dir mangelt.

Ich will die Einheit mit den Freunden erreichen. Sie sind miteinander vereint und ich bin von ihnen getrennt. Eigentlich will ich keine Verbindung, ich bin dazu unfähig, ich vergesse sie. Der Funke meines Verlangens erlischt und nur unter den Freunden kann ich ihm wieder Leben verleihen, selbst wenn ich mich aufgrund der Scham mit ihnen verbinde.

Ich nähere mich ihnen an, arbeite in der Gruppe und beginne zu verstehen, wie sehr es mir an der Liebe fehlt. Meine Bemühungen schaffen allmählich das Bild der Eigenschaft des Gebens. Ich denke über die Vorteile nach und bereite auf diese Weise das Gefäß, das Verlangen vor. Dieses Verlangen ist noch nicht echt, aber meine Bemühungen ziehen das höhere Licht heran, welches meinem Verlangen entspricht. Es kommt aus der Vollkommenheit, aus der Unendlichkeit und erreicht diese Welt. Ich versuche mein Glück und gleiche darin einem Kind, das etwas unwissend macht. Aber diese Anstrengungen sind wichtig, denn das Licht leistet seine Arbeit. Und es ermöglicht mir, zu der Eigenschaft des Gebens aufzusteigen.

Auszug aus dem Unterricht zu dem “Vorwort zur Lehre der Zehn Sefirot”, 02.02.2012

Zu der Liebe durch die Barrikaden des Hasses

Wenn ich den Freunden gegenüber gleichgültig bin und mich nichts stört, dann ist das ein Zeichen dafür, dass ich noch nicht damit begonnen habe, den Hass zu enthüllen, geschweige denn die Liebe. Wenn ich jedoch bereits Abstoßung ihnen gegenüber empfinde, dann ist das der Einfluss des höheren Lichts, welches beginnt, mich anzuleuchten und mir meinen bösen Trieb, meinen Egoismus zu zeigen.

Nicht jeder ist zu einer solchen Arbeit bereit: es kann sein, dass der Mensch sich mit den anderen verbindet und sich dabei gut und angenehm fühlt, er findet es interessant, zusammen mit allen anderen in die Wüste zu gehen, sie zu umarmen, und empfindet keinen Hass. Der Hass kann nur durch das Licht, das zur Quelle zurückführt, enthüllt werden.

Du wunderst dich, dass es eine solche Richtung zur Quelle geben kann?! Ja, das ist der Weg zur Quelle.

Das Wichtigste ist, nicht daran zu verzweifeln, dass du einen solchen Hass enthüllst, der dich abstößt, und nicht zu rufen: „Wo ist denn nun mein Vorankommen? Was ist das für eine Belohnung für all meine Anstrengungen?” Wenn zu trotz allem weitergehst und dich mit den Freunden verbinden willst, weil es keinen Ausweg gibt und weil die Kabbalisten es so empfehlen, wenn du dich beugst, dann begreifst du, dass das Geben, die Enthüllung des Schöpfers nur durch Verbindung erreicht werden kann. Doch du erkennst, dass du selbst nicht in der Lage bist, dich zu verbinden, und begreifst dann, dass die Verbindung nur durch das umgebende Licht möglich ist.

Der Hass zu Freunden kommt ebenfalls vom Licht - jedoch ohne unsere vorausgehende Bitte. Das ist die Enthüllung des Bösen. Und zu dessen Korrektur müssen wir uns bereits zielgerichtet an die höhere Kraft wenden und sie bitten, sich zu zeigen, um uns die Möglichkeit zu geben, uns mit den anderen zu verbinden.

Auf diesem Weg gibt es viele Aufstiege, Abstiege, Enttäuschungen, eine lange Zeit der Hilflosigkeit, in der du nicht imstande bist, weder zu einer Seite noch zur anderen zu neigen. Wir werden absichtlich zermürbt, bis das höhere Licht endlich hilft und du beginnst, die Freunde zu schätzen. Und hier muss noch geklärt werden, ob du sie einfach so schätzt oder weil du den Schöpfer schätzt.

Israel, die Tora und der Schöpfer müssen sich immer zu einem Ganzen verbinden - dann lässt es dich in die richtige Richtung zielen. Israel (du selbst) ist voller Hass, die Tora ist das höhere Licht, das dich zur Quelle zurückführt und dir hilft, über dem Hass die Liebe aufzubauen. Und dann, in der mittleren Linie, indem du die rechte und die linke Linie richtig verbindest, enthüllst du den Schöpfer und alles verschmilzt sich zu einem Ganzen.

Das ist die Richtung unserer Arbeit.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 31.01.2012

Gerechtfertigte Kritik oder Verbrechen?

Frage: Wie können wir gerechtfertigte Kritik von dem Verbrechen in Bezug auf die Liebe zu Freunden unterscheiden?

Meine Antwort: Wir müssen versuchen, alles genauestens zu klären. Doch die ganze Klärung sollte von einer einzigen von Anfang an festgelegten Bedingung ausgehen, das heißt, der Anfang und das Ende müssen in einem Punkt zusammenkommen, und zwar, dass wir diese Klärung im Interesse des gemeinsamen korrigierten Gefäßes/Verlangens durchführen.

Diese Bedingung muss unbedingt vorhanden sein, und dazwischen können Klärungen stattfinden. Jede Auseinandersetzung ist ein Zusammenstoß, ein Kampf, ein Streit. Jede Überprüfung besteht darin, dass du verschiedene, ungleiche, einander entgegengesetzte Materialien verbindest und prüfst, worin sie sich unterscheiden. Die Analyse beruht immer auf dem Vergleich zweier Gegensätze - wie sehr und worin sie einander widersprechen.

Bei einer noch tieferen Analyse bedeutet das die Überprüfung jeder Eigenschaft in Bezug auf das Schlangengift, das „steinerne Herz”, den wahrhaft bösen Trieb. Auf diese Weise verlaufen alle Überprüfungen, selbst wenn es uns nicht bewusst ist, doch sie alle finden in Bezug auf das egoistische „Netto”-Verlangen, den riesigen Egoismus, statt; denn in Bezug auf das Licht können wir nichts messen.

Aus diesem Grund kann es in den Gruppen zu Auseinandersetzungen, zu Streitereien kommen - doch jede Klärung muss unbedingt mit dem Punkt beginnen, der uns vorankommen und aufbauen lässt. Wie geschrieben steht: „Die Ohrfeige eines Greises bringt den Bau voran”.

Wir sind bereit, alles zu klären und das Unbrauchbare zu zerstören (wie geschrieben steht: gerade die „Ohrfeige” eines Greises), und das wird den Aufbau vorantreiben, es wird dazu beitragen, endlich die richtige Verbindung zu erreichen. Doch richtig muss sowohl der allererste als auch der letzte Punkt sein.

Woher sollen wir wissen, welche Handlungen richtig sind? Richtig sind jene Handlungen, die auf das allgemeine Wohl, auf das Wohl von allen gerichtet sind.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 02.02.2012

Über dem schwarzen Abgrund

Wie kann man sich einen höheren Zustand vorstellen, in welchem der Schöpfer dir offenbart, dass Er alle deine Feinde liebt und alle hasst, die dich lieben, einschließlich deiner selbst? Es scheint so zu sein, als ob Er ganz und gar nicht das Gute tut, und es nichts Schlechteres gibt als Ihn . Vor dir stehen der Pharao, Bilam, Balak, Amalek und Hitler in einem einheitlichen Äußeren, und du weißt, wie sie zu überwinden sind. Denn alles kommt vom Schöpfer, wenn auch auf indirektem Weg.

Je weiter wir auf dem Weg der Liebe vorankommen, desto schwieriger werden die Hindernisse auf unserem Weg. Du überwindest sie, und “der Engel des Todes” wird in deinen Augen “zum heiligen Engel”.

Frage: Ich verstehe diesen Zustand nicht. Denn der Schöpfer wird im Endeffekt wie der Gute und Gutes Tuende wahrgenommen. Werde ich dennoch die Leiden von anderen und die eigenen Leiden der Vergangenheit sehen?

Meine Antwort: Du siehst alle Leiden, die es in der Realität nur gibt. Ein schreckliches Bild enthüllt sich vor deinen Augen: Ungeheuere Qualen, kein bisschen Genuss, keine Möglichkeit zur Erholung, nur ununterbrochener Schmerz. Das Leid ist überall, wo es nur sein kann. Das Verlangen nach Genuss ist absolut leer . Nicht nur hier und dort, nicht nur von Zeit zur Zeit, sondern in ständiger Qual.

Dieser Zustand wird das “Leuchten der Schechina” genannt. Über diesem kaum erträglichen Zustand enthüllst du Ihn als den Guten und den Gutes Schaffenden. Denn wie sonst kannst du Ihn enthüllen? Denn jetzt enthüllst du Ihn lediglich in deinen egoistischen Verlangen. Erst wenn du die ganze Tiefe des schwarzen Abgrundes deines Egos enthüllst, wird Er sich in deinen altruistischen Verlangen offenbaren, die auf die Eigenschaft des Gebens ausgerichtet sind.

Außerdem wirst du feststellen, dass Er zu den Bösen gütig und zu den Guten gemein ist. So wird es in deinen Augen erscheinen.

Unsere Arbeit besteht darin, sich über das Verlangen zu genießen zu erheben. Wenn du siehst, dass eine Handlung des Schöpfers der Eigenschaft des Gebens nicht entspricht, dann wisse, dass diese Handlung dir als das Hindernis offenbart wird, über welches du dich jetzt erheben musst.

Frage: Was wird mir nach diesem Aufstieg offenbart?

Meine Antwort: Das Verlangen zu genießen, das allgemeine Gefäß von Malchut de Ein Sof (der Welt der Unendlichkeit), welches ganz leer ist. Finsternis, Schmerz, Verzweiflung und Angst sind deine Empfindungen, die schrecklichen Leiden des Hiobs. Und du füllst diesen Zustand mit dem Licht Chassadim und der Liebe aus.

Frage: Werde ich nach der Korrektur das Gute trotz der sich offenbarenden Finsternis empfinden? Und wenn ich einen Blick auf die Vergangenheit werfe? Was werde ich sehen? Habe ich gelitten oder nicht?

Meine Antwort: Das ist dann schon die nächste Stufe, die du einnehmen sollst. Wenn du das Ende der Korrektur erreichen wirst, dann wird sich offenbaren, dass du das Gute immer empfunden hast.

Frage: Was sind es für Leiden, die ich jetzt ertragen muss?

Meine Antwort: Jetzt bist du nicht derjenige, der das Ende der Korrektur erreichen wird. Am Ziel wirst du dich mit dem jetzigen Zwischenzustand nicht gleichsetzen können. Die hinterlassenen Empfindungen sind nicht du selbst.

Frage: Was bin ich jetzt?

Meine Antwort: Du bist etwas Virtuelles.

Frage: Warum sind dann die gegenwärtigen Empfindungen überhaupt nötig?

Meine Antwort: Du erprobst sie, um dich vorzubereiten und tust alles, was in deiner Kraft steht. Es steht geschrieben: “er hat gearbeitet und hat gefunden”. Du bereitest dich vor, bis du eines Tages tatsächlich finden wirst, das heißt, du erreichst den Aufstieg über den Machsom. Solange dies nicht geschehen ist, gibt es dich nicht.

Auszug aus dem Unterricht nach dem “Vorwort zur Lehre der Zehn Sefirot”, 30.01.2012

Der Krieg um das Nadelöhr

Frage: Wie ist in der Arbeit der Eingang in die Spiritualität durch das “Nadelöhr” zu finden?

Meine Antwort: Dieser Eingang ist genauso eng, wie “ein Nadelöhr”, weil wir anhand unserer gemeinsamen Bemühungen versuchen, über die Selbstsucht hinaufzusteigen, es ist das Streben zum gegenseitigen Geben. Und diese Arbeit erfolgt trotz dem Hass und der Trennung, trotz der egoistischen Beziehung gegenüber den Freunden.

Und diese Beziehung soll bleiben, aber wir sollen sie lieben lernen, weil das die Enthüllung des Pharaos ist, der sich in uns verbirgt. Er soll in unserem Inneren immer anwesend sein. Beide diese Ebenen sollen parallel zueinander existieren.

Und je weiter wir vorwärts gehen werden, desto mehr wird die Selbstsucht in uns hoch kommen. Und wir sollen jedesmal darüber mit dem noch größeren gegenseitigen Verlangen des Gebens, der Liebe und der Verbindung hinaufsteigen. Und so werden wir mit ihr wieder und wieder kämpfen.

Die Selbstsucht und das Geben werden sich von einander niemals trennen. Bis zum Ende der Korrektur wird dieser Krieg des Schöpfers und des Amalek fortdauern.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 30.01.2012

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus dem Morgenunterricht vom 01.02.12

* Einen Mangel nach geben zu besitzen, ist die Fähigkeit, geben zu können. Und wenn ich in so einer Form existiere, so wird es mir niemals an etwas fehlen, da über das Licht des Genusses vom Geben, Chasadim, keine Einschränkung gemacht wurde, und so kann ich mich in ständigen Genuss befinden, den Schöpfer als gut und gütig wahrnehmend. Und so gelangt man zu Ejn Sof - Ejn Sof Fülle, Erfüllung der Gefäße. All das resultiert aus der Veränderung der Wahrnehmung eines Menschen, der alles als gut und gütig betrachtet.

*Wir müssen versuchen, uns mit unseren Freunden Zahnrädern gleich, zu verbinden, im gegenseitigen Geben, sodass wir zuerst eine Verbindung untereinander aufbauen und dann im weiteren Entwicklungsverlauf wir uns sogar in eine Richtung drehen. Und wenn wir damit beginnen, uns in eine Richtung zu bewegen, so werden wir Hilfe von einer äußeren Kraft benötigen, die diese Handlung mit uns ausführt, da wir ohne diese Kraft uns nicht bewegen werden können. Und dann werden wir sie bitten, dass sie alle Zahnräder gemeinsam bewegt.

*Wenn es irgendeinen Defekt, in Teilen des Kli gibt, so ist das gesamte Kli defekt, und alle tragen für das Geschehene die Schuld…das gesamte Kli muss sich um die Heilung all seiner Teile sorgen. Kein Teilchen kann sich sicher sein, ob es keine Krisen durchmachen wird - alle werden dies durchmachen, jedoch wenn alle sich darum sorgen, dies zu heilen - zuerst gedanklich und danach mehr in physischer Form, dann kommt es zur Heilung.

*Wenn der Mangel ist, den Nächsten zu fühlen, und man ihm beschenkt, so hat der Nächste bereits einen Teil von Dir. Und jetzt musst du in ihm die Fähigkeit erschaffen, dir zurückgeben zu können, um ihm die Möglichkeit zu geben, die Scham zu überwinden - ansonsten wird in ihm Hass dir gegenüber entstehen. Freunde sind Gleichgesinnte, und dort wo es keine Gleichheit gibt, kann auch keine Liebe entstehen. Der Schöpfer macht das Gleiche mit uns - wenn er uns nur schenken würde, hätten wir ihm gehasst. Jedoch andersrum gelangen wir dazu ihm zu rechtfertigen und zu verstehen.

Wir bereiten uns gemeinsam auf die Versammlung in Arava vor

*Wir müssen uns täglich selbst die Frage stellen ob wir Tag für Tag mehr verstehen, was der Zweck der Vorbereitung auf die Erlösung ist, das Kli, welches wir vorbereiten müssen, um aus der Wüste auszuziehen - ob wir einen Mangel danach haben. Dieser Mangel sollte aus 2 Teilen bestehen: Aus Malchut, dem Mangel, dass es mir fehlt, und aus Keter, dass ich diesen Mangel respektiere. Das, was wir brauchen, ist der Massach und Or Choser - die Fähigkeit zu Geben….und der Massach und Or Choser werden mittels Awiut geschaffen, und ohne Awiut existieren diese nicht. Deshalb kann es Liebe ohne Hass nicht geben, genauso wie es Awiut ohne dazugehörige Überwindung nicht gibt.

Deswegen, sobald wir zur Attacke schreiten, müssen wir überprüfen, ob wir wirklich unser Ego enthüllt haben, diesen Willen zu empfangen, den wir attackieren müssen…

Vorbereitung auf die Morgenlektion

Frage eines Schülers: Auf welche Weise bittet man während des Soharstudiums?

Rav: es ist bereits zu spät, warum stellst du mir diese Frage erst jetzt?! Woran hast du vorhe gedacht?!

Schüler: ich bin mit einem Mangel von zuhause gekommen und denke bereits einige Tage daran, lasse ihn in mir kochen, verändere ihn jedes Mal ein bisschen, komme an beim Sohar und weiß, nicht
was ich tun soll.

Rav: Warum?

Schüler: Es scheint….

Rav: Nein, das, was du im Sohar liest, soll keinen Einfluss haben. Es ist unwichtig, was auf den Seiten geschrieben steht. Du bist jetzt da, um zu bitten. Denn der Unterricht ist eine Möglichkeit, die man dir gibt, um an eine wichtige Person heranzutreten [in sie hereinzutreten, wörtlich] und zu bitten.
Das heißt du trittst sein Zimmer, um um etwas zu bitten und fragst „worum soll ich bitten”? So ist es? So ist der Weg der Welt?

Schüler: ich frage nicht „wonach” sondern „wie”.

Rav: Das musst du noch machen, bevor du eintrittst. Wozu bist du hergekommen?! Jetzt verstehst du, warum wir einander gleich sind??

*Wenn wir beim Lesen, nicht an die Handlung des Lichtes denken, welches auf uns Einfluss hat, so befinden wir uns in einem sehr langsamen oder sogar negativen Entwicklungsprozess. Aber wenn wir die richtige Absicht hinzufügen, so entwickelt uns das Licht, das zur Quelle zurückführt, von der Selbstliebe zur Nächstenliebe, und uns werden die Augen geöffnet.

Verbreitung/Der Mensch in einer integralen Welt

*Bei den Kabbalisten, wird die Größe nicht anhand des Erlangens hoher Stufen der Leiter gemessen, sondern darin, wie sehr sie zum Volk herabsteigen.

*Es ist einfach eine Lüge und ein großer Fehler, den gleichen Kurs fortzusetzen, den die Menschheit die letzten Jahrhunderte gegangen ist - je mehr wir produzieren, desto mehr entwickelt sich die Gesellschaft. Wir müssen uns nur zu einer Sache hin entwickeln - Möglichkeiten zu entwickeln und zu schaffen um uns das physische Leben zu erleichtern, und nicht ein mehr an Kleidung, Produkten, Behausung, Heizung, Warmwasser, Sicherheit usw. - und das, solange wir nicht die Welt zu einer gleichmäßigen Verteilung und sozialen Gerechtigkeit gebracht haben. Zuerst müssen wir von der Natur lernen - die Natur fordert Gleichgewicht von uns - das bedeutet, ich lebe ein normales Leben und decke meine Grundbedürfnisse mit nicht mehr, als diese Welt tragen kann. Und die übrige Zeit soll der Mensch seinem spirituellen Aufstieg widmen, da unsere nächste Stufe in der Verbindung miteinander liegt und der Erlangung der Stufe des Höheren, dem Gleichgewicht mit dem gesamten, integralen System.

*Bezugnehmend zur Entlassungswelle, welche jetzt beginnt: die Menschen werden aufhören zu arbeiten, da sie aufhören werden, Dinge zu produzieren, nach denen es keinen Bedarf gibt. Dinge die man logischerweise braucht, bleiben erhalten, und alles andere wird verschwinden. Man muss darin das wirkende Naturgesetz beobachten - auf so eine Weise wird die Evolution unserer Weiterentwicklung uns dazu überreden, verpflichten, uns von allen Dingen zu trennen, an denen es keinen Bedarf in unserem Leben gibt. Das ist das Gesetz der menschlichen Entwicklung, welche die Menschheit zu einer neuen Weltordnung, unabhängig von derer Regierungen in den Ländern, bringen wird. Und in dieser Phase wird die Öffentlichkeit über das Leben in einer neuen Welt, lernen müssen.

*Die Menschen, die heute in Statistik der Entlassungen fallen, sind nicht entlassen - sie befreien sich von der Sklaverei, an der es keinen Bedarf gibt, die der Umwelt nur schadet, etc. Einfach so etwas zu produzieren und dann wegzuschmeißen, damit Tycoone noch weitere Nullen auf ihren Konten verzeichnen können. Und auch unser Erdball kann nicht so weiter existieren, wie wir ihn verschmutzen. Deshalb müssen wir aufhören, unsere Entwicklung in Prozenten zu messen, China hat 10% Wachstum - das ist keine Entwicklung, bald werden wir sehen, was für eine Luftverschmutzung dort herrschen wird und noch mehr Probleme aufkommen. Es gibt nichts Beneidenswertes in China, und die Welt denkt, dass China auf dem aufsteigenden Ast sitzt und sich entwickelt. Worin besteht die Entwicklung? Indem ihr diesen ganzen Mist produziert? Wie viele Tonnen an Müll entstehen aus diesen Produktionen, es ist bereits nicht mehr möglich in Beijing zu atmen, und man kann dort nichts mehr anpflanzen. Und wenn man aufhören wird, dort zu kaufen, wird es keinen Aufstand geben, sondern die Menschen dort werden anfangen, sich gegenseitig aufzufressen.

*Wir müssen verstehen, dass wir keine andere Wahl haben, als unseren Konsum maximal zu halten. Und den tausenden von neuen Arbeitslosen müssen wir Orte und Lernprogramme zur Verfügung stellen, in denen sie lernen, wie das Leben in einer neuen Welt ist. Und der Staat soll den Arbeitslosen nur unter der Voraussetzung Geld geben, dass er das neue Lernprogramm verwendet.

Mit wem soll ich in die Attacke gehen?

Frage: Was kann ich auf dem Kongress in der Arava erreichen?

Meine Antwort: Du erreichst das, was du willst, worauf du dich vorbereitest. Vielleicht wirst du dich darauf vorbereiten, die Arbeit der Feldküche zu würdigen?

In unserer Einheit wollen wir zum wahren Verlangen kommen - und mit der entsprechenden Bestrebung müssen wir zum Kongress fahren. Das muss uns bis ins Innerste klar sein.

Frage: Sollten wir uns eine Bedingung stellen, die wir vor dem Kongress erfüllen müssen? Würde uns das helfen, das richtige Verlangen zu klären?

Meine Antwort: Natürlich. Können wir etwa ohne Vorbedingungen auskommen? Heute können wir ohne Vorbereitungen nicht handeln. Wer sich nicht vorbereitet, sollte nicht hinfahren. Denn dadurch stellt er sich selbst und den Freunden ein Bein - und wird spirituell bestraft, wie ein Narr, der ein Loch ins gemeinsame Boot bohrt. Jeder soll sich über die Geschehnisse im Klaren sein, jeder hat Zeit, sich selbst entsprechend den Bedingungen, die ihr stellt, zu korrigieren.

Diese Bedingungen sollen jedem, den ihr für geeignet zur Attacke haltet, vorgelegt werden. Denkt also darüber nach, wen ihr mitnehmen solltet und wen nicht. Macht eine Namensliste. Als Kriterium sollte hier nicht das Wissensvolumen oder die Studienjahre, sondern die Intensität des Verlangens dienen: wie sehr der Mensch helfen will und kann.

Auf einem Schiff muss jeder seine Verpflichtungen erfüllen: vom Kapitän bis zum letzten Schiffsjungen. Die Frage ist nur, wie sehr alle auf das Ziel gerichtet sind.

Frage: Was ist das für eine spirituelle Bestrafung?

Meine Antwort: Wenn ich die Freunde durch meine unkorrekte Teilnahme im Stich lasse, werde ich natürlich dafür bestraft. Der Schaden, den ich zufüge, wird als Bumerang zu mir zurückkehren.

Genauso werde ich die Belohnung durch meine Freunde bekommen können, wenn ich zusammen mit ihnen voranschreite und Kraft, Ausrichtung, Versorgung, Hilfe von ihnen beziehe und lediglich eine Kleinigkeit von mir selbst hinzufüge. Genauso kann ich in unserer Welt meinen Lohn gegen Tausende von Waren und Dienstleistungen tauschen, die die anderen für mich zur Verfügung stellen. Indem ich mich mit ihnen verbinde, versorge ich mich mit allem Nötigen für ein schönes Leben. In der Spiritualität ist es genauso: in irgendeiner entfernten Schiffsecke verrichte ich gewissenhaft meine Arbeit - und komme zusammen mit allen anderen im Zielhafen an. Hätte ich etwa alleine den Ozean überqueren können?

Frage: Wie kann ich prüfen, ob ich zum Kongress bereit bin?

Meine Antwort: Frag deine Freunde überall auf der Welt, was für sie Vorbereitung bedeutet? Ihr müsst es selbst aufschreiben, damit jeder sich selbst prüfen kann, unabhängig davon, ob er physisch kommt oder virtuell teilnimmt. Dabei sollten Frauen und Männer es getrennt voneinander aufschreiben und dann besprechen und die getroffenen Entscheidungen genauestens befolgen.

Das Wichtigste ist das Verlangen, wir brauchen nichts anderes. Die Rede ist also von der Klärung des Verlangens oder aber der Hindernisse auf dem Weg zum Verlangen: welche davon brauche ich, um sie mitzunehmen, zu verschärfen und zur Korrektur zu bringen?

Frage: Für wen soll ich während des Unterrichts um das Verlangen bitten: für mich selbst oder für alle?

Meine Antwort: Es steht geschrieben: „Wer für den Freund bittet, wird der Antwort als erster würdig”. Wenn du aber bittest, um den anderen zuvorzukommen, bekommst du keine Antwort. Denn das ist kein Gebet mehr für den Freund.

Frage: Das letzte Mal vor der Fahrt in die Wüste wurde uns die Möglichkeit zur Überwindung geboten. Diesmal müssen wir ein solches Verlangen selbst in uns entfachen. Wird uns dieses Minimum reichen?

Meine Antwort: Heute wird von euch viel mehr gefordert. Damals habt ihr eine gewisse Enthüllung erwartet, wir haben aber nicht darüber gesprochen, was genau sich enthüllen soll. Und jetzt sprechen wir darüber: Wir müssen das Verlangen, den Mangel enthüllen. Ich brauche nichts außer diesem Verlangen.

Worauf ist es denn gerichtet? Auf die Enthüllung des Schöpfers? Nein. Es ist auf das Geben gerichtet. Keiner von uns hat das Verlangen zu geben - und wir wollen, dass es sich in allen enthüllt. Denn das mich erfüllende Verlangen zu geben ist eben das Licht. Ich freue mich darauf, geben zu wollen, und ich brauche nichts anderes. Selbst wenn der Schöpfer mir keine Möglichkeit zu geben gibt, das Verlangen an sich erfüllt mich und bereitet mir Genuss.

Und später beginnen wir, Details zu erkennen - auf den Berg zu steigen, auf dem der königliche Palast steht.

Dem ist nichts hinzuzufügen. Wir haben die Möglichkeit, das richtige Verlangen zu erreichen, welches auch zur Erfüllung wird. Mehr brauchen wir nicht.

Auszug aus dem Unterricht nach der Einführung zu Talmud Esser ha Sefirot, 29.01.2012

Die Suche nach dem Höheren

Die ganze Arbeit des Menschen, der seinen spirituellen Weg begonnen hat, besteht in der Suche nach dem Höheren. Die gesamte Weltordnung ist so erschaffen, dass es den Höheren und den Niedrigeren gibt und nichts anderes. Und jene große Welt, die uns scheinbar umgibt, die höheren Welten und diese Welt - sind in Wirklichkeit die inneren Verlangen des Menschen selbst, die ihm nur als äußerlich erscheinen.

In der Realität existieren nur der Höhere und der Niedrigere - die Reihenfolge der spirituellen Stufen, die sich von oben nach unten erstrecken. Und diese Stufen der Welten existieren nicht an und für sich allein, sondern befinden sich in uns. In dem Maße, in dem wir uns entwickeln, enthüllt sich uns ein immer größerer Teil unseres Verlangens, der sich mit der Wahrnehmung des Universums füllt, und das wird als unsere nächste Stufe bezeichnet.

Das heißt, die ganze spirituelle Leiter befindet sich im Inneren des Menschen, der entlang dieser Stufen wächst und sich auf diese Weise wahrnimmt - als jemand, der immer mehr begreift, empfindet und wählt.

Wer sind sie nun, der Höhere und der Niedrigere - die einzigen, die im Universum existieren? Der Höhere bin ich in meinem nächsten, zukünftigen Zustand. Und der Niedrigere bin ich, wie ich heute existiere.

Der höhere, zukünftige Zustand ist der, in dem ich dem Schöpfer mehr entspreche. Denn alle meine Zustände, von hier und weiter bis zum vollkommenen Zustand, beinhalten immer größere Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, mit den Stufen des Menschen, der dem Höheren ähnlich ist.

Alles ist immer in zehn Sefirot unterteilt - das ist die volle Portion, die vollständige Veränderung meiner Verlangen, von einem „ganzheitlichen” Zustand zum nächsten (von Yechida zu Yechida). Diese minimale abgeschlossene Veränderung von mir wird als Stufe bezeichnet.

Die Stufe des Höheren in Bezug auf die Stufe des Niedrigeren ist wie der Schöpfer in Bezug auf das Geschöpf. Und wenn ich zur höheren Stufe aufsteige, d.h. mich dem Schöpfer in den Eigenschaften angleiche, werde ich wie Er, und jene höhere Stufe, die sich mir in diesem Augenblick enthüllt, ist der Schöpfer (Bore), was bedeutet „komme und siehe”. Denn ich bin dorthin aufgestiegen und „sehe”, also empfange das Licht Chochma in meine spirituellen Gefäße.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 27.01.2012

Theater ohne Statisten

Frage: Es fällt uns schwer, einander durch äußere Handlungen zu erwecken, und die inneren entgleiten uns. Was sollen wir tun?

Meine Antwort: Es ist so, dass jeder von euch einschläft und verzweifelt. Das ist natürlich und wird so weiter gehen, bis ihr spürt, dass jeder von den anderen abhängt und für die anderen sorgen muss. Ich muss begreifen, dass mein Verlangen von dir und dein Verlangen von mir abhängt. Erst dann werden wir zum wahren Verlangen kommen.

Heute sucht ihr nach diesem Verlangen persönlich, individuell und nicht gemeinsam. Jeder denkt darüber nach, wie er den eigenen Mangel vergrößern kann, und das ist falsch. Es wird dir nicht gelingen, im Gegenteil, du wirst in den Schlaf verfallen und auf die Nachsicht von Oben hoffen. Es kann nichts anderes geben, solange der Mensch nur mit eigenen Berechnungen beschäftigt ist. Niemand kann allein auch nur den geringsten Kontakt mit der Spiritualität herstellen, denn sie ist ihm vollkommen entgegengesetzt. Wir können uns die ganze Tiefe dieses Abgrunds noch nicht vorstellen.

Wir haben jedoch die Möglichkeit, einen Sprung zu machen, die Entfernung zwischen uns und der spirituellen Welt zu verkürzen. Und das hängt von der Gruppe ab, davon, wie wir in ihr spielen, und zwar ein solches Spiel spielen, dem wir einfach nicht entkommen können. Die Freunde müssen mir ständig ihre Entourage, ihre permanente Bühnenpräsenz demonstrieren: Wir sind in jedem Bild, in jedem Akt zusammen auf der Bühne. Keine anderen Mittel werden mir sonst helfen.

Es steht geschrieben: „Ein Held wird nicht gerettet durch eigene Kraft”. Dafür ist die Kraft des Schöpfers nötig, und diese kann nur durch die Gruppe hervorgerufen werden. Wir müssen in diese Richtung denken und wie im Theater spielen. Wir müssen dieses Theaterstück aufbauen, an dem sich alle ausnahmslos beteiligen werden. In unserer Theateraufführung bürgen wir füreinander, zeigen Teilnahme, Aufmerksamkeit, Bedürfnis jedes einzelnen nach allen und aller nach jedem einzelnen. Denn anderenfalls werden wir nicht aus Ägypten ausziehen können.

Wenn ihr daran arbeitet und auf diesem Wege mit einigen Hindernissen konfrontiert werdet, werden wir in die Arava fahren können. Denn wir werden etwas haben, womit wir fahren können, wir werden das Leiden des gesamten Kli haben, das nicht in der Lage ist, sich zu verbinden. Darüber steht geschrieben: „Und die Söhne Israel schrien auf vor ihrer Arbeit”. Für ihren Egiosmus haben sie die wunderschönen Städte Pitom und Ramses errichtet, doch sich selbst haben sie in den unglückseligen Städten wiedergefunden, die sie nicht aus dem Exil ausziehen lassen drohten.

Auszug aus dem Unterricht nach der Einführung zu Talmud Esser ha Sefirot, 26.01.2012

Ich baue die Fabrik zur Herstellung meiner selbst

Die ganze Arbeit besteht darin, die eigene Umgebung aufzubauen, denn du kannst dich selbst nicht aufbauen. Und das ist das, was wir heute für die Menschheit errichten müssen.

Wenn ich mich selbst korrigieren muss, wie soll ich das tun? Ich muss einfach eine solche Umgebung um mich selbst errichten: Massenmedien, Bildungssystem - und ich werde ein Produkt dieser Umgebung sein.

Doch allein schon dadurch, dass ich sie aufbaue, korrigiere ich mich. Denn bereits beim Aufbau beginne ich zu spüren, wie sie aufgebaut werden soll - in welcher Form ich existieren soll und wie die Umgebung, die einen Einfluss auf mich ausüben wird, dementsprechend aussehen soll; wie ich sie jetzt aufbauen soll, damit sie eine Form annimmt, die einen Einfluss auf mich ausüben und mich so werden lassen wird, wie ich sein soll.

Das heißt, wir schließen uns bereits beim Aufbau dem erschaffenden Verstand an und begreifen, was der Schöpfer mit dieser Zerstörung bezweckte, warum Er für uns diese Ziegelsteine, dieses Holz und dieses Metall vorbereitet hat - und wie wir dieses Haus bauen müssen. Dadurch fangen wir an, Ihn zu enthüllen.

Es ist so, als würde ich die Umgebung aufbauen, damit diese mich korrigiert und ich in korrigierter Form in sie eingebettet werde und dann… Und doch ist es anders. Allein dadurch, dass ich die Umgebung aufbaue, beginne ich den Schöpfer zu erkennen.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Vorwort zum Buch Sohar, 20.01.2012