Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Verbreitung'

Worte, die aus dem Herzen kommen

Frage: Es wurde gesagt, dass  Israel die Zeit beschleunigt. Wie können wir das effektiver und produktiver machen? Mithilfe der Verbreitung? Der Absichten? Der inneren Analyse?

Antwort: Mit dem Weg der inneren Arbeit und äußeren Verbreitung. Die innere Arbeit ist die Verbindung zwischen uns. In der Verbreitung müssen wir unsere Botschaft noch verständlicher machen, für uns und auch für die Anderen.

Wenn der Mensch selber nicht weiß worüber er spricht, soll er lieber schweigen. Er wird anderen bestimmt keinen Nutzen bringen. In diesem Fall wirken unsere Worte wirklich nicht, sie fliegen in ein Ohr rein und aus dem anderen Ohr heraus. Das hängt damit zusammen, dass sie nicht mit dem Herzen verbunden sind.  Wir „schwadronieren“ nur, wir sind noch nicht in unseren Empfindungen und Verlangen (dieser Worte) eingetaucht. Das, was wir gehört oder gelesen haben, das sprechen wir auch aus.

Wenn du dich in deine Worte einbringst, in deinen inneren Wunsch, wenn sie aus diesem Verlangen ausgehen, damit sie sich danach in die Form der Formulierung einkleiden und beim Zuhörer ankommen, dann verbreitet sich diese Kette von deinem Verlangen zu anderen. Dem ist so, weil das Verlangen die Grundlage der Schöpfung ist. Wenn aber deine Worte ihren Anfang aus dem Höheren nehmen und ihre Wurzeln nicht bis zum Haupt greifen, dann kommen sie auch auf der anderen Seite nicht zum Ziel. Dann verschwinden sie ohne in einem Menschen einen Abdruck zu hinterlassen.

Genau deswegen ist unsere Verbreitung so schwach.

Frage: Wie können wir dann erreichen, dass unsere Worte direkt aus dem Verlangen fließen, aus dem Herzen?

Antwort: Du hast es dir selbst beantwortet, sie müssen aus dem Herzen heraus kommen, vom Herzen zum Herzen. Wenn du nicht das fühlst, worüber du sprechen willst, sag lieber nichts. Wenn du aber fühlst, wird sogar jeglicher Unsinn funktionieren. Weil darin das Gefühl brennt, die Aufmunterung, und dein Gegenüber wird dabei die ausgehende Wärme verspüren. „der Mensch kann sich vielleicht nicht ausdrücken, aber er lebt darin“, er wird nachdenken. Das wahre Gefühl wird geachtet und die leeren Worte lassen die Menschen gleichgültig, egal wie laut sie ausgesprochen werden.

 

Aus dem Unterricht „Die Willensfreiheit“ 

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Und Mein Haus wird „Haus des Gebets“ für alle Völker der Welt genannt

(..) Sondern ihr sollt nach der Stätte fragen, die der Herr, euer Gott, aus allen euren Stammesgebieten auswählen wird, indem er dort seinen Namen anbringt. Nach seiner Wohnung sollt ihr fragen und dorthin sollst du ziehen. (Tora, Dewarim, Re’eh, 12:5)

Eine gemeinsame Seele wird auf 12 Stämme geteilt, weil sie aus dem 4-buchstäbigem Namen des Schöpfers besteht: „jud-kej-waw-kej“ (so genanten HAWAJA), und jeder dieser Buchstaben beinhaltet 3 Linien: Die rechte, die linke und die mittlere. Vier mal drei macht zwölf Teile, d.h. zwölf Stämme, zwölf Arten der möglichen Arbeit an der Korrektur des Wunsches, die zusammen in ein großes Ganzes verbunden werden sollen.

Dieser Ort, wo alle zwölf Stämme arbeiten, soll den Namen „Dritter Tempel“ tragen – das Haus des Schöpfers. Denn da, wo egoistische Wünsche, Erwartungen und das Streben der ganzen Menschheit sich verbinden, befindet sich der Schöpfer. Wie gesagt wird: „Und Mein Haus wird Haus des Gebets für alle Völker der Welt genannt“.

Von dem vorherigen Tempel wird das nicht gesagt, denn dieser vorläufige musste zerstört werden und wird als Dritter Tempel, der in unseren Herzen gebaut wird, rekonstruiert. Wir fangen erst an, diese Idee in der ganzen Welt zu verbreiten. Aber der Anstoß dafür ist bereits gegeben. Wir sind schon in diese Richtung „losgefahren“.

Als ich jung und bei meinem Lehren war, schien mir, dass es gleich passieren wird, aber jetzt verstehe ich, dass man kontinuierlich voranschreiten und arbeiten muss. Denn Kabbalisten arbeiteten daran seit Jahrtausenden, und gerieten deswegen nie in Panik, noch in Depression, noch in Verzweiflung.

Sie wussten, dass sie das eigenen Steinchen in das Gesamtbild legen müssen: Mehr und mehr Menschen anzuziehen, zu erzählen, zu zeigen, sie irgendwie zu formen und sie auf den Weg zu führen, wo wir in unserem gemeinsamen Herz den einheitlichen Schöpfer offenbaren.

Wir leben in einer wunderbaren Zeit, in der der Übergang von der absoluten Verborgenheit der Höheren Welt hin zu ihrer Enthüllung erfolgt! Wir fangen an, in der Welt darüber zu reden, erarbeiten die Methodik ihrer Offenbarung und werden sie überall verbreiten – bei uns wie auch bei den Völkern der Welt.

Natürlich brauchen wir dafür Zeit. Ich hoffe, dass meine Schüler eigene Schüler haben werden, die diese Arbeit fortführen werden – da bin ich mir absolut sicher. Aber wann es sich verwirklicht, ist von unserer Beharrlichkeit abhängig.

Aus dem TV-Programm „Geheimnis des ewigen Buches“ , 30.06.2016

Ein Schmetterling auf dem Berg Sinai

Frage: Der gesellschaftliche Zerfall, den wir in Israel und im Rest der Welt erleben, erinnert an die Geburt eines Schmetterlings. Zuerst entsteht die Raupe, die eine Zeit lang lebt, sich von  Pflanzen ernährt und glücklich ist. In einem bestimmten Moment hat diese Raupe aber ihren Endpunkt erreicht und sie kann sich nicht mehr selbst füllen. Dann entsteht ein Kokon, der einen Zustand der Dunkelheit durchläuft. In diesem Kokon, in dem sich die Raupe verbirgt, beginnt ein Prozess des Zerfalles.

Die Raupe hört auf, in ihrer bisherigen Form zu existieren. Wissenschaftler haben bewiesen, das die Gene zur Verwandlung in eine vollständig andersartige Kreatur bereits in der Raupe angelegt sind. Nach einer Periode des Chaos und der Zerstörung alter Elemente schlüpft aus dem Kokon ein wunderschöner Schmetterling; ein geflügeltes Wesen, das viel entwickelter ist. Kann es sein, das wir uns momentan in dem Kokon-Stadium befinden und deshalb  wahrnehmen, wie alles um uns herum aus der Balance ist?

Antwort: Genau so ist es, aber um ein wunderschöner Schmetterling zu werden, müssen wir uns verändern. Diese Veränderungen können wir entweder auf angenehme Weise, einfach und schnell durchmachen, in dem wir uns miteinander verbinden oder durch Krieg, Zerwürfnis und schreckliche Probleme, die uns zwingen werden uns zu verbinden. Wir können durch diesen Prozess aktiv oder passiv gehen.

Kommentar: Im Endeffekt werden wir uns früher oder später, mit oder ohne Krieg miteinander verbinden.

Antwort: Ja aber es gibt hier einen großen Unterschied. Jetzt wird es keinen normalen Krieg geben, sondern einen Nuklear-Krieg.

Frage: Und wenn wir uns nicht verbinden?

Antwort: Das kann nicht sein. Es ist bereits in unseren Genen angelegt, wie bei der Raupe, die am Ende ein wunderschöner Schmetterling wird.

Wir haben die Gene, die von uns fordern, die gesamte Welt zur Korrektur zu bringen und die gesamte Menschheit trägt dieses innere Programm in sich. Wir müssen dies nur nach draußen tragen. Wir haben zwei Möglichkeiten, eine Gute und eine Schlechte. Die Schlechte wird über Kriege und Leiden und die Positive durch die Anwendung der Weisheit der Kabbala durchgeführt. Wir müssen uns aus freien Stücken um die Verbindungen zwischen uns bemühen, um dadurch die Kraft anzuziehen, das Licht, welches uns korrigiert. Es steht geschrieben: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen, ich habe die Thora als Gewürz hinzugefügt, damit das Licht im Inneren korrigiert.“

Frage: Sie sprechen über die Thora, also geht es jetzt um Religion?

Antwort: Nein. Thora ist das Licht, die Kraft die wir innerhalb der Kreise enthüllen und die uns zusammenhält.

Die korrigierende Kraft nennen wir Thora. Es ist kein religiöses Konzept. Es handelt sich nicht um ein Buch, oder ein Pergament auf dem Buchstaben geschrieben stehen, sondern eine Innere Kraft. Die egoistische Grundlage unseres Wesens lässt nicht zu, das wir uns miteinander verbinden, während die Thora, das höhere Licht, die Kraft ist, die den bösen Trieb korrigiert. Die Werkzeuge für die Korrektur des Bösen Triebs werden nur von denjenigen gefühlt, die versuchen sich zu verbinden, und merken, dass es nicht gelingt. Als würde unsere gesamte Nation in einem Kreis sitzen, acht Millionen Menschen, die nur eine gemeinsame Sorge haben: Die Erkenntnis, dass sie es nicht schaffen, sich zu verbinden.

Es ist eine Tatsache, dass die Gesellschaft ohne Druck von außen in dem Zustand des Verfalls und der Trennung verbleiben würde.

Unsere Aufgabe ist es, aus dem Zustand 1 in den Zustand 2 zu kommen. Zustand 1 ist unser gegenwärtiger Zustand, der Verwirrung und Unsicherheit und der einen Mangel an Zukunftsperspektiven in sich trägt. Dies ist ein Resultat der fehlenden Verbindungen zwischen Menschen, die auf unsere egoistische Natur zurückzuführen sind.

Es gibt zwei Möglichkeiten, Zustand 2 zu erreichen. Der richtige Weg ist derjenige, den uns die Kabbalisten zeigen. Sie sagen, dass wir uns nur entwickeln können, wenn wir uns miteinander verbinden. Wenn wir miteinander in Kreisen sitzen und darüber diskutieren, wie man „wie ein Mensch in einem Herzen“ sein kann, werden wir sehr schnell erkennen, wie sehr uns dieses Ansinnen wiederstrebt. Der Widerstand, den wir gegen die Verbindung fühlen, wird der böse Trieb genannt.

Der böse Trieb wird einem Menschen nicht im normalen Leben enthüllt, wenn er anderen respektlos begegnet, sondern nur, wenn er den tiefen Wunsch hat, sich mit anderen zu verbinden. Erst dann sieht er, dass es diese Verbindung gar nicht will und fühlt sich davon abgestoßen, obwohl er sehr genau versteht, dass er Verbundenheit gegen seinen natürlichen Widerstand erreichen muss.

Wir fühlten dies während der letzte Militäraktion „xxx“,  da wir nur durch den Druck von außen in der Lage waren, uns zu verbinden. In dem Moment, als der Druck nachließ, kehrten wir sofort zu unserem ursprünglichen Zustand zurück und begannen zu kämpfen und  zu streiten. Also was können wir tun?

Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns zu verbinden! Was uns momentan fehlt, ist das Bewusstsein darüber, dass wir Verbindung brauchen. Wir müssen das großflächig verbreiten und allen erklären, dass unser Wohl, unsere Zukunft, von der Verbundenheit der Nation abhängt und wir sonst ein Desaster zu erwarten haben.

Wenn wir entdecken, dass wir uns zwar verbinden wollen, aber nicht können, brauchen wir die Thora als Werkzeug für die Verbindung. Dies bedeutet, dass wir uns am Fuße des Berges Sinai dem Berg des Hasses befinden. Wir wollen Einheit und Verbundenheit erlangen, aber wir sind dazu nicht im Stande, weil uns ein riesiger Berg des gegenseitigen Hasses trennt und davon abhält.

Dann sind wir des Empfangens der Thora würdig geworden, welches die Enthüllung der Kräfte bedeutet, die in der Lage sind, uns zu verbinden. Dies bedeutet, dass das Licht der Thora korrigiert. Es ist eine Kraft der Verbindung, der Liebe und des Lichtes. Wenn wir diese Kraft enthüllen, fühlen wir Nähe, positive Abhängigkeit und gegenseitige Verbindung zwischen uns.

Frage: Wo können wir diese Kraft finden?

Antwort: Diese Kraft liegt in der Natur verborgen. Jetzt befindet sie sich auch schon unter uns, aber wir können sie nur in dem Ausmaß entdecken, in dem wir versuchen uns zu verbinden. Das ist die eigentliche Bedeutung der Thora. Wenn Kabbalisten sich in einer Gruppe verbinden, enthüllen sie den Schöpfer, welcher die höhere Kraft der Verbindung ist.

Frage: Können auch Menschen, die nicht religiös sind, mit diesen Kreisen arbeiten?

Antwort: Die Kreise sind für jeden passend, nicht nur für nicht religiöse Menschen, sondern auch für alle Menschen. Letzten Endes muss Israel ein Licht für die anderen Nationen werden und allen die Weisheit der Verbindung beibringen und jedem enthüllen, dass der Schöpfer die höhere Natur ist.

Während des letzten Krieges waren es eigentlich die Frauen und Mütter, die ihre Stimme für die Verbindung und die Einheit der Nation erhoben haben.

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Aus dem Programm, „Ein neues Leben“ 02/9/2014

 

Wer bist du, Volk Israel?

Immer wieder werden wir unter Druck gesetzt und bedroht; das erweckt von Neuem Gefühle von Angst, Hilflosigkeit und Sinnlosigkeit. Als Teil meines Volkes frage ich mich, was der Zweck dieses unendlichen  Weges sein mag, den wir Juden durchlaufen müssen. Aus welchem Grund  sind wir nicht in der Lage, dem Leid zu entrinnen? Warum nimmt diese  Tortur kein Ende, die sich in jeder Generation zu wiederholen scheint?

Lesen Sie den gesamen Text hier : Wer bist du, Volk Israel

Die Quantenwahrnehmung der Welt

Der Mensch muss die ganze Welt, alle ihre Bedürfnisse und Wünsche, die ganze  Malchut der Welt der Unendlichkeit an sich anheften. Zuerst ziehen wir die uns nahen Teile an, das heißt jene, die ähnliche Ansichten haben und bereit sind, sich mit anderen zu verbinden: “Möge jeder seinem Nächsten helfen.”

Danach wenden wir uns dann den immer ferneren Teilen zu,  das heißt jenen, die weder unsere Anschauungen teilen, noch danach streben, sich miteinander zu verbinden oder das Ziel der Schöpfung zu enthüllen.

Verbreitung beginnt mit dem Erfassen der Verlangen der Allgemeinheit. Diese erscheinen uns vermeintlich winzig, primitiv und materiell. In der Verbindung des unteren  und des  oberen Parzuf trägt der untere ein kleines Verlangen. Dennoch  betrachtet der höhere Parzuf das Verlangen des unteren  aufrund der großen Liebe, die er für ihn empfindet, als etwas sehr wichtiges und essentielles.  Somit kann der höhere  große Arbeit leisten, um die Verlangen  des niedrigeren Teiles zu stillen.

Auf diese Weise binde ich die ganze Welt an mich an.  Es wird gesagt, dass die ganze Welt geschaffen ist, um mir zu dienen. Aber   die Menschen verstehen diese Tatsache nicht,  noch  denken sie  so- im Gegenteil, sie stoßen mich sogar ab und hassen mich.  Dies sollte letztlich aber nicht  von Bedeutung für mich sein.  Ich akzeptiere ihre Verlangen und verstehe, dass ich sie nicht so behandeln kann, wie sie mich.

Ich kann nicht sitzen und warten, bis sie infolge von  Leiden und Kriegen klüger werden. Das wäre der falsche Weg und mit Liebe zum Nächsten unvereinbar. Wenn ein Mensch so denkt, bedeutet dies, dass er noch an sich selbst arbeiten muss. Deswegen müssen wir versuchen, uns mit den Menschen in beliebigen Situationen zu verbinden.

Das ist wie in einer Familie, in der es  einen starrköpfigen, nichtsnutzigen Sohn gibt, der nicht  auf seine Eltern hört und absichtlich alles falsch macht. Ungeachtet dessen ist es aber immer noch ihr Sohn, und sie müssen sich um ihn kümmern. Nach diesem Muster haben wir mit der Welt zu verfahren,  die immer verbitterter wird und die Hoffnung verliert, weil sie nicht versteht, was als nächstes zu tun ist.

Es ist eine Enthüllung der wahrhaften Natur der Menschen,  jener, die sich selbst nicht als gut, außergewöhnlich, besonders, klug oder stark wahrnehmen, sondern jener, die sich eher schwach, verrückt fühlen und nicht wissen, was in der Welt um sie herum  vorgeht. Die Welt zerfällt und sinkt tiefer und tiefer; nichts mehr interessiert die Menschen  außer die einfachsten, primitivsten Füllungen, wie Nahrung oder Sex.

Wohin haben sich unsere frühere Kultur, Weltraumprogramme, hohe Bestreben, die Achtung vor den Gelehrten, den Weisen, den Kulturschaffenden, der Bildung, wie es vor 50 Jahren gewesen ist, verflüchtigt? Es ist nichts geblieben. Die Menschheit erscheint wie eine Horde von Tieren.

Die Menschen sind unfähig, sogar ihre geringsten  Bedürfnisse   zu erfüllen und leiden. Laut Statistik ist das materielle Wohlergehen heute dutzende Male höher als vor hundert Jahren, wobei  gleichzeitig  Depression, Verzweiflung und ein Gefühl der Entbehrung ständig wachsen. Letztendlich stehen diese Dinge nicht direkt mit materiellem Wohlstand im Zusammenhang.

Schwierigkeiten werden uns gegeben, um an ihnen zu arbeiten – das sollte uns klar sein. Unsere Wahrnehmung der Welt ist höchst  “Quantum”. Zwischen der Aufgabe,  die jeder von uns zu erfüllen hat, gibt es eine große  Diskrepanz: einerseits verfügt nur er allein und nicht alle anderen über die Freiheit der Wahl  und andererseits die Tatsache,  dass das für jeden gilt.  Und weil die ganze Welt von ihm abhängt, existieren alle, nur um ihm zu dienen. [136121]

Auszug aus der Vorbereitung zur Lektion 28.05.2014

Am Wendepunkt der Geschichte

Wir begehen jetzt die Handlung, die das Zerbrechen korrigiert, so wie es niemals  zuvor in der Geschichte vorkam. Stellt euch vor, wofür diese Arbeit wichtig ist. Das Zerbrechen, die Sünde am Baum der Erkenntnis – geschah, um die Verlangen zu vermischen und um den empfangenen Wünschen, die sich dem Ziel der Schöpfung nähern, dies zu ermöglichen.

Denn gerade die empfangenen Verlangen sind die wahren Gefäße. Das Verlangen zu genießen ist die Grundlage der Schöpfung. Wir begehen im ganzen Universum die erste Handlung, beim Abstieg der Welten von oben nach unten, und in der Bildung dieser Welt, dieses Universums, in der ganzen Evolution der Schöpfung auf der Oberfläche der Erdkugel und in der Geschichte der Menschheit. Erst jetzt fängt die Korrektur des Zerbrechens und der ganzen Verbreitung, von oben nach unten an.

Wir befinden uns im Wendepunkt, von dem wir, von unten nach oben auf zu steigen beginnen. Dieser Aufstieg erfolgt dank der Verlangen Galgalta-Ejnaim nicht, da sie schon während des Ersten Tempels korrigiert waren. Jetzt beginnen sie die Verlangen АCHa“P zu korrigieren

Nachdem wir unser АCHa“P (das materielle Volk Israels), welches der G“E gehört, korrigieren, werden zehn verlorene israelische Stämme offenbart. Anschließend wird die neue Arbeit mit ihrer Teilnahme erfolgen. [136632]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabash, 05/06/14

Summarische Klärung

Frage: Kann man denn sagen, dass ein Seminar eine Diskussion ohne Streit ist?

Antwort: Ein Seminar ist „die summarische Klärung“, bei der jeder seine Meinung ergänzt, damit die Antwort, das Problem, das Ereignis durch die Kraft der Vereinigung gelöst wird.

Es gibt zu jedem beliebigen Problem den Schlüssel, welcher die Weisheit der Mehrheit heißt, das heißt, dass man infolge der Mittelung der großen Anzahl der Antworten die sachgemäße Entscheidung erhält, wobei alle Antworten falsch sein könnten. Lasst uns also unsere Probleme mit Hilfe der Weisheit der Mehrheit, der Weisheit der Gruppe lösen.

Wenn wir nicht miteinander  streiten, sondern unser Wissen, unsere Empfindung, unsere Einheit summieren, dann beginnen wir auf einmal, die besondere Erscheinung innerhalb unserer Vereinigung zu offenbaren. Folglich klären wir die Problemfrage auf.

Die Vereinigung befindet sich über uns und gibt uns deshalb die zusätzliche Weisheit, IQ. Angenommen es hätte jeder einen IQ von 100, in der Summe von fünf Menschen ergäbe dies 500, infolge unserer Vereinigung – 1000. So arbeitet die Vereinigung der Menschen. Es existieren die empirischen Bestätigungen der kollektiven Intelligenz.

Frage: Entsteht die Weisheit der Mehrheit nur bei der guten Verbindung während des Seminars, oder sind Streiterein doch noch zulässig?

Antwort: Die Weisheit der Mehrheit kann bei den Streiterein niemals sichtbar werden, da so die Vereinigungen der Meinungen nicht zustande kommt. Nur wenn sich alle Meinungen verbinden, wird die höhere Meinung erreicht.

Bei den Streiterein wird das Einverständnis zwischen den Menschen nicht erreicht. Es wird jemand aus verschiedenen Gründen gebändigt, aber er ergänzt dich nicht. Bei dem Seminar ergänzen wir einander. [136114]

Auszug aus der Vorbereitung zum Unterricht, 28/05/14

Die unbesiegbare Waffe der Güte

Frage: Wie kann man dem breiten Publik erklären, dass man innerhalb der Vereinigung die Kraft empfinden kann, die uns die Empfindung des Lebenssinnes gewährleistet?

Antwort: Den Sinn des Lebens empfindet man in der Vereinigung, innerhalb welcher die höhere Kraft der Natur offenbart wird. Die ganze Natur ist gebend, und deshalb ist mit dieser Kraft des Gebens das ganze Universum geschaffen.

Nach der Großen Explosion, gilt im Universum nur eine Kraft, die des Gebens, deren Folge wir sind. Wenn wir lernen, mit dieser Kraft auszukommen, dann werden wir ein schöneres Leben erlangen.

Wir erkennen, dass das Leben dazu dient, das Material zu beleben. Wenn wir verstehen würden, wie man an diese Kraft angeheftet wird, dann würden wir wahrhaftig ewig leben. Wir hätten nicht nur unsere Lebensjahre vermehrt, unsere heutige Medizin lässt es sogar zu, dass wir 200 Jahre alt werden können, sondern wir hätten auch erkannt, dass darin kein Sinn besteht.

Wir können die grenzenlose Existenz unter der Bedingung erreichen, dass wir uns dieser Kraft des Gebens annähern. Man kann sich ihr nur dann annähern, wenn man die physischen Gesetze der Ähnlichkeit erfüllt.

Dafür haben wir nur ein Mittel, was unserer Natur widerspricht: vereinigt zu werden, sich zu verbinden. Deshalb entsteht die Krise, um uns zu zwingen, vereinigt zu werden. Wir können dem Schlag zuvorkommen, indem wir selbst vorankommen und vor dem Eintritt  des Schlages die Vereinigung erreichen, nicht abwartend, bis sich die böse Kraft uns nähern wird.

Die Wärme, die wir innerhalb unserer Vereinigung während des Seminars empfunden haben, ist nicht nur einfach angenehm, sondern verfügt über die Kraft, eine Menge der Probleme in unserem Leben zu heilen. Wir können diese Wärme überall empfinden: in unseren Beziehungen miteinander, im Geschäft, auf der Arbeit, in der Familie, beim Umgang mit den Kindern.

Wir können diese Wärme in die Schulklassen, in den unsere Kinder lernen, einbringen, sie auf der Arbeit, auf der Straße, in die Regierung, in die ganze Welt verbreiten, um die Menschen uns gegenüber freundlich zu stimmen. Wir können mit dieser Kraft arbeiten und daraus eine gute Waffe, das universelle Medikament machen, das alle weltweiten Geschwüre heilt.

Man kann den Menschen versprechen, dass wir ihnen demnächst demonstrieren, wie diese Kraft der Vereinigung unsere Beziehungen mit den Kindern heilt. Jeder, der  jetzt schon eine befriedigende Beziehung zu den Kindern hat, wird diese verbessern wollen und zustimmen. Wir beenden unser Treffen und geben ihnen einerseits Reshimo de-itlabschut, die Empfindung der Wärme, und andererseits Reshimo de-awijut, ein wenig Hunger und Appetit, bis zu unserem nächsten Treffen mit. [135572]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Brief von Rabash, 20/05/14

Auserwählt um dem Schöpfer und der Schöpfung zu dienen

Das gesamte große Gefäß der Seele zerbrach in die Teile, unter denen es die hellen Verlangen gab, die den Eigenschaften des höheren Lichtes nahe waren. Ihnen fiel es sehr leicht, aufgeweckt zu werden, deshalb stiegen sie sofort auf und folgten Abrahams Ruf, mit ihm, Babylon zu verlassen.

Sie sind eben Israel, das uns heute sehr egoistisch dargestellt wird, weil es schon den Weg der spirituellen Entwicklung zurückgelegt hat. Aber in Wirklichkeit ist dieses Verlangen sehr hell und ist direkt mit den Gefäßen Galgalta-we Ejnaim verbunden.

Und der übrige Teil des allgemeinen Verlangens verhält sich zu den Völkern der Welt, wo je nach deren Korrektur das Licht Chochma erreicht wird. Sie sind das eigentliche Ziel der Schöpfung, und Israel hilft ihnen nur, indem es zum Adapter wird.

Frage: Hat der Schöpfer diese hellen Verlangen zum Opfer gewählt?

Antwort: Einerseits gibt es darin die Selbstaufopferung, aber andererseits ist Israel ein eigenartiges Volk, weil es der ganzen übrigen Welt dient. Alles hängt nur davon ab, wie du diese ehrenvolle Mission wahrnimmst: ob du das Dienen dem Schöpfer und der ganzen Welt als ein ehrenvolles Privileg oder Strafe ansiehst?

Du bist auf diese Welt gekommen, um allen Völkern der Welt und mit ihnen dem Schöpfer zu dienen. Du besitzt die hellen Verlangen, die zuerst aufwachen und zur Vereinigung vorbereitet sind. Darin gibt es die vorläufige Bereitschaft zur Korrektur, „nach dem Recht der Urväter“, weil sie die spirituellen Zustände schon empfunden haben, die in ihnen verborgen geblieben sind und deshalb wieder aufwachen können.

Das alles erfolgte, um das Licht zu anderen Völkern hinzuführen und dabei zu helfen, in ihnen das Vorhaben der Schöpfung zu verwirklichen. Das Ziel ist, die schwersten Verlangen zu erreichen. Dieses Auserwähltsein dient somit dieser besonderen Mission.

Israel dient dem Schöpfer und der Schöpfung, indem es sich in der Mitte zwischen ihnen in Form einer Brücke, eines leitenden Mediums befindet. Man muss diese Mission akzeptieren, weil ihre Erfüllung sowieso von oben erzwungen wird. Es ist somit vergeblich, mit dem Programm der Schöpfung zu kämpfen, und je schneller Israel es verstehen wird, desto weniger werden es und die ganze Welt leiden. [135410]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Gabe der Tora“, 19/05/14

Der lange Weg zur Vereinigung

Frage: Warum hat der Schöpfer ein Volk für die besondere Rolle auserwählt und ist dieses Auserwähltsein mit der Religion verbunden?

Antwort: Die echte Religion ist die Nächstenliebe sowie die Liebe zu sich selbst. Die Erfüllung dieser Regel strebte Abraham im altertümlichen Babylon an, als er die Menschen um sich versammelte, die Israel hießen, was „direkt zum Schöpfer“ bedeutet.

Nur der Teil der Babylonier ist ihm gefolgt, der über ein großes Maß an gebendem Verlangen verfügte. Bei den Übrigen war das empfangende Verlangen stärker ausgeprägt. Diese Teilung war beabsichtigt, damit sie die Möglichkeit hatten, sich gegenseitig zu helfen.

In erster Linie werden die gebenden Verlangen korrigiert, um spirituell höher aufsteigen zu können. Als Abraham sie um sich versammelt hatte, besaßen sie nichts. Deshalb empfanden sie zunächst die Verbitterung des Herzens, das heißt sie stiegen nicht auf, sondern sind noch tiefer gefallen.

Nach dem Auszug aus Babylon, stiegen sie hinab nach Ägypten, zogen hinaus und stiegen zum Erhalt der Tora wieder hinauf. Anschließend durchquerten sie die Wüste, errichteten den Ersten Tempel und sind wiederum gefallen. Danach stiegen sie noch einmal bis zur Höhe des Zweiten Tempels hinauf und sind wieder auf das äußerste materielle Niveau gefallen, um die Vereinigung mit den übrigen Völkern zu erreichen und sich zur endgültigen Korrektur der Welt vorzubereiten.

Seit ihrem Auszug aus Babylon  besteht dieser gesamte Prozess in einer immer größer werdenden  Vereinigung. Darin unterrichtete Abraham die Menschen.. Aber jedes Mal, wenn sie sich verbinden wollten, haben sie einen immer größeren Abstieg empfunden.

Durch das auf sie einwirkende Licht  konnten sie in die Tiefen der eigenen Selbstsucht hinabsteigen und entfernten sich dadurch vom Geben und vom Licht.

Den Unterschied (delta) des Zustandes beim Auszug aus Ägypten und dem Zustand beim Auszug aus Babylon, auf dem sie hätten bleiben können, empfinden sie nur durch das einwirkende Licht.

Dieser Unterschied beschreibt den Abstand zwischen dem Licht und unserem Egoismus. [135413]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Gabe der Tora“, 19/05/14