Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Meine Gedanken auf Twitter 20/04/2018

Man sollte immer in der mittleren Linie sein und sich nicht von seinen Launen leiten lassen. Das ist möglich, wenn ich an dem Ziel festhalte. Meine Laune bestimmt, wie zielgerichtet die Zustände sind, die ich durchlaufe. Ich bin nicht wie ein Kind, das für Launen anfällig ist.

Die Rückkehr des Volkes Israel in sein Land. Wir feiern, dass wir und die Menschheit die Möglichkeit bekommen haben, eine neue Entwicklung zu beginnen. Wir sollten uns das selber und der ganzen Welt zeigen. Das ist das richtige Fest, die Zukunft und nicht gut überstandene Leiden.

Bei der Feier des 70. Jahrestages von Israel haben wir uns an unsere Geschichte erinnert. Ich würde das Jubiläum nicht mit der Vergangenheit verbinden, sondern mit der Zukunft. Dabei zeigen wir, dass der Staat Israel ein Symbol der neuen Menschheit ist, ein Symbol der Verbindung in der Offenbarung des Schöpfers, ein Ziel für alle.

Wenn wir uns auf das Ziel ausrichten, auf die Übereinstimmung mit dem Schöpfer, fühlen wir uns in schlechten wie in guten Zeiten in etwa auf demselben Niveau und werden nicht von Launen geleitet, weil das Wichtigste das Ziel ist. Und Veränderungen sind gut für das Erreichen dieses Ziels. So schreiten wir in der mittleren Linie voran!

Wir wünschen uns den Staat Israel nicht nur für Juden, sondern für die ganze Menschheit, damit wir sie nach dem Prinzip „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ aufbauen können. Wir haben in unserem Volk einen Samen und einen Plan zu seiner Realisierung, daraus könnten solche Zivilisationen erwachsen.

Die wichtigsten Kräfte der spirituellen Entwicklung sind Neid und Scham. Scham empfindet man nicht für die Eigenschaften, die man vom Schöpfer bekommen hat, sondern für die, die man korrigieren muss. Und Neid empfindet man gegenüber den besten Eigenschaften der anderen, die man sich ebenfalls aneignen möchte. Die beiden Eigenschaften schreiben wir der Notwendigkeit der Verbindung zu, um die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu erreichen.

Die Unabhängigkeit ist die Erkenntnis der kompletten Abhängigkeit Israels und der Völker der Welt voneinander. Das Verständnis der Unabhängigkeit liegt in der Unabhängigkeit vom eigenen Egoismus, indem man den Hass in Liebe verwandelt. Man macht das mithilfe des Lichtes des Schöpfers, indem man dieses Licht durch sich hindurch zu allen Völkern leitet.

 

Kabbala Akademie auf Twitter

Die Umerziehung der Erwachsenen

Frage: Wie soll die Struktur der Integralen Erziehung aussehen? Wie können wir uns mit der Erziehung der Erwachsenen beschäftigen?

Meine Antwort: Natürlich muss man den erwachsenen Menschen erziehen, aber die größte Zuwendung muss man der Erziehung der Kinder widmen, weil es sehr schwer ist, die Erwachsenen zu ändern.

Einerseits spüren sie die Verdorbenheit der heutigen Gesellschaft, in der sie leben und würden sie gerne ändern. Andererseits bedeutet, die Gesellschaft zu ändern, den Menschen zu ändern. Und das ist sehr kompliziert. Aber indem wir uns um unsere Kinder kümmern, d.h.um diejenigen, die uns am Herzen liegen, werden wir uns dabei selber ändern.

Wir alle sind Eltern. Indem wir uns um den Aufbau einer völlig anderer Gesellschaft für unsere Kinder kümmern werden, wie man sagt:“ wenn nicht wir, dann wenigstens unsere Kinder!“, indem wir uns um die nächste Generation kümmern und sie erziehen, werden wir uns dabei gleichzeitig mit unserer eigenen Umerziehung beschäftigen.

Replik: Sollte dann in einen Erwachsenenkurs auf jeden Fall ein Kurs für die Vorbereitung von Kindererziehern integriert sein?

Meine Antwort: Unbedingt! In diesen Kurs sollten Interaktionen integriert werden -zwischen Eheleuten, zwischen Mensch und Gesellschaft, Mensch und Vorgesetztem, und Untergeordnetem, mit Kindern (Erziehung der Kinder).

Der Mensch muss integral mit allen verbunden sein.

 

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Kriminelle Viertel in Finnland

Replik: Das finnische Polizeipräsidium ist zu dem Entschluss gekommen, dass viele Gebiete zu kriminellen Vierteln werden, wenn sie die Grenze zu Russland (durch welche ständig Migranten einsickern) nicht schließen.

Finnland schlägt Alarm. Während Österreich die Grenzen zu schließen beginnt, zögert Finnland noch damit. Das ist ein demokratisches Land, wo alle in Ruhe leben. Das Glücksgefühl der Menschen in diesem Land belegt einen der ersten Plätze in der Welt. Die Menschen fühlen sich dort wohl.

Meine Antwort: Das spielt keine Rolle. Die Menschheit muss etwas aus der Evolution der Geschichtsperioden lernen: wirtschaftliche, politische, kulturelle, wissenschaftliche, familiäre Perioden und so weiter. Deswegen kann es hierfür keine eindeutige Lösung geben.

Die Menschen müssen ihre Einstellung zur Welt, zum Leben, zu sich selber, zur Umgebung, zu allem ändern. Das ist nicht einfach. Sie sollten verstehen, dass man unbedingt das integrale Paradigma ändern muss. Bis dahin kann man nichts machen!

Die Welt soll mithilfe der integralen Umerziehung zu einem Ganzen werden, weil keiner Recht oder Unrecht hat und keiner schuldig ist! Dahin muss die gesamte Menschheit kommen und zwar jeder auf seinem Niveau, jeder in seinem steckengebliebenen Mittelalter, Kapitalismus, Sozialismus oder Kommunismus, egal wie.

Wir alle müssen uns angleichen und zu einem gemeinsamen Nenner kommen. Dafür brauchen wir aber eine sehr ernsthafte Erschütterung und Umerziehung.

Der gemeinsame Nenner ist der Zustand, wo wir nach der richtigen Erziehung bereitwillig damit einverstanden sind, nicht für unsere Körper, sondern für unsere Seelen zu existieren. Wir werden auf unserer kleinen Erde dafür leben, uns nur mit dem Nötigsten zu versorgen, rational und auf gute Weise. Die gesamte verbleibende Zeit werden wir uns der höheren, spirituellen, menschlichen Entwicklung widmen.

Die Kultur besteht dann in der Verbindung zwischen uns, die Erhebung in eine neue Dimension. Darüber wird in allen Religionen gesprochen, auch in der Kabbala, und das wird durch die zwischenmenschliche Annäherung erschaffen. Wir sind verpflichtet, dahin zu kommen.

Es ist sehr schwer zu sagen wie weit wir heute davon entfernt sind. Es geschieht aber immer auf diese Weise, dass der Umschwung als Sprung aus dem diametral entgegengesetzten Zustand erfolgt. Erst dann beginnt er sich zu offenbaren, wird begriffen und angenommen.

Hoffen wir, dass auch die vereisten nördlichen Länder erkennen, dass es keine andere Alternative gibt.

 

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Bildung in der Gesellschaft der Zukunft

Frage: Wie soll das Bildungsumfeld in der Gesellschaft der Zukunft aussehen?

Antwort: Es wird nur aus Zehnern bestehen müssen, in denen Menschen lernen, sich miteinander zu verbinden und alle Probleme zu lösen und alle Themen gemeinsam zu studieren.

Frage: Die klassische Struktur des Bildungssystems besteht aus Schülern, Lehrern und dem Thema des Studiums. Wie passen diese drei Komponenten in das Konzept der Zehn?

Antwort: Der Lehrer ist der Organisator, der den Schülern eine bestimmte Anzahl von Fragen stellt und ihnen ein bestimmtes Maß an Informationen gibt. Die Schüler müssen dann mit Hilfe dieser Informationen und ihrer Verbindung die Fragen lösen.

Zuerst üben sie sich miteinander zu verbinden. Nehmen wir an, sie müssen ein Thema in Physik studieren. Bevor sie anfangen zu lernen, verbinden sie sich miteinander, so dass sie zu einer Einheit mit einem Wunsch und einem Geist werden. Sie können dann anfangen, Physik richtig zu studieren.

Natürlich werden sie das Thema nun auf eine völlig neue Art erleben.

Frage: In den Gruppen gibt es normalerweise Unterscheidungen: einer schreibt besser, ein anderer liest besser usw. Sind Unterscheidungen im Zehner erlaubt für das Erreichen des  gemeinsamen Ziels?

Antwort: Natürlich. Das steht sogar im Buch Sohar geschrieben. Der eine liest, der andere schreibt, der dritte diskutiert, der vierte bereitet Lösungen, Auszüge, Zitate usw. vor. Die Fähigkeiten jeder Person werden zu einem einheitlichen Ganzen zusammengeführt.

Außerdem wird niemandem vorher gesagt, was zu tun ist. Es gibt keine festgelegten Grenzen oder bestimmte zugewiesene Rollen. Allein durch ihre Verbindung finden die Schüler ihren individuellen Platz für den maximalen Beitrag zur Gruppe.

Frage: Legen Sie Wert auf Wissen?

Antwort: Die neue Ebene des Wissens ist kein egoistisches Wissen, sondern das was aus dem offenbarten, ganzheitlichen, spirituellen System gewonnen wird. Dieses Wissen übersteigt die Grenzen von Einsteins Theorie.

Frage: Also, es gibt zehn Studenten, die das Problem kennen, das sie lösen müssen. Formulieren sie das Ziel selbst, entscheiden welche Fähigkeiten benötigt werden, um dieses Ziel zu erreichen, delegieren sie Aufgaben und bewegen sich auf dieses Ziel auch durch gemeinsame Entscheidungen zu?

Antwort: Sie müssen alle Probleme nur aus ihrer Einheit lösen. Sie werden einen neuen Geist haben, neue Empfindungen, neue Verbindungen – eine Zehn als gemeinsame Struktur.

Innerhalb dieser Struktur der Verbindung, nennen Sie es „Matrix“ oder „Parzuf“, werden sie die Lösung für jede Frage finden: technische, biologische Fragen, was auch immer. Andere Methoden zum Finden von Lösungen existieren nicht.

 

Aus KabTVs „Die Letzte Generation“ 17.8.17

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Im Kreislauf der Seelen

In der „Einführung zum Buch aus dem Mund eines Weisen“, schreibt Baal HaSulam: Es ist von Büchern und Autoren bekannt, dass das Studium der Weisheit der Kabbala ein absolutes Muss für jeden Menschen aus Israel ist….Wenn man studiert… aber nicht die Weisheit der Kabbala gelernt hat, muss man in diese Welt reinkarnieren, um die Geheimnisse der Tora und die Weisheit der Wahrheit zu studieren…

„Du kannst daher die absolute Notwendigkeit für jeden aus Israel sehen, wer immer er auch sein mag, sich mit der Innerlichkeit der Tora und ihren Geheimnissen zu beschäftigen. Ohne dies wird die Absicht der Schöpfung in ihm nicht vollendet werden. „Das ist der Grund, warum wir von Generation zu Generation in unsere gegenwärtige Generation reinkarnieren. Sie sind die restlichen Seelen, bei denen die Absicht der Schöpfung nicht vollendet wurde, da sie die Geheimnisse der Tora in den vergangenen Generationen nicht erlangt haben“.

Es ist unsere Pflicht, diese letzte Anstrengung zu unternehmen und die Weisheit der Kabbala, die Methode der Korrektur der Seelen, die zu dieser Zeit in unsere Welt hinabsteigt, zu verbreiten. Es sind die kleinsten, niedrigsten und unbedeutendsten Seelen, die wegen ihrer Geringfügigkeit das größte Licht nach der Korrektur aussenden.

Hier wirkt das Gesetz der umgekehrten Beziehung von Verlangen und Licht. Deshalb sind es die niedrigsten Verlangen, welche in unserer Welt existieren, die das größte Licht ausstrahlen, so dass alle Seelen korrigiert, verbunden und einen gemeinsamen Lichtimpuls erhalten, durch den alle vereinigt werden.

Frage:  Sind die Seelen, die sich in unserer Welt verbreiten, immer die gleichen Seelen?

Antwort: Nein. Manchmal gibt es auch Erneuerungen und Konjugationen, ihre gegenseitige Verschmelzung und die Teilung von Seelen. Es ist sehr kompliziert, wie in einem lebendem Organismus: Zellen, Flüssigkeiten und Systeme ersetzen und transformieren sich ständig gegenseitig.

Dies kann nur in Gefühlen erfasst werden. Wenn man das ganze System enthüllt, sieht man was darinnen geschieht. Es kann nur offenbart werden, wenn ein Mensch versucht sich das vorzustellen, und das alles was darin stattfindet, vom Schöpfer kommt.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 29.10.17

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Die Erfindungen über die Kabbala

Frage: In Wikipedia steht geschrieben, dass die Kabbala (vom Wort „das Empfangen“, „das Annehmen“, „ die Saga“) eine religiös-mystische, esoterische Bewegung im Judaismus ist. Was können Sie dazu sagen?

Meine Antwort: Die Kabbala ist eine Wissenschaft, die von jenen Menschen studiert wird, die die höhere Welt fühlen und sie haben ihre Offenbarung nicht mit Hilfe von mystischen Handlungen, sondern mit Hilfe von bestimmten inneren Handlungen in sich selber erreicht. Diese Menschen erlernen die Gesetze des höheren Aufbaus, der höheren Kräfte, die sich auch jetzt um uns herum befinden. Wir spüren sie nicht, aber die Kabbalisten offenbaren sie.   

Diese Kräfte heißen höhere Kräfte, weil sie in der Sphäre des Gebens existieren, das sind die Kräfte der Eigenschaft des Gebens und nicht der Eigenschaft des Empfangens. Deswegen deuten und definieren wir sie so.  

In der Kabbala gibt es nichts Religiöses, Mystisches oder Esoterisches. Die Kabbala ist eine reine Wissenschaft. So haben die alten Philosophen, die diese Weisheit bei den Kabbalisten im antiken Israel gelernt haben, über sie geschrieben, genau wie die Wissenschaftler im Mittelalter und bis zu unserer Zeit.  

Diese Wissenschaft hat keine Verbindung zum Judentum. Das Judentum ist viel später entstanden. Es ist aus der Kabbala entstanden und stellt die Anwendung der Kabbala bei den alltäglichen Handlungen in unserer Welt dar.

Die Menschen, die in unserer Welt eine Beziehung mit dem Schöpfer „aufnehmen“ wollen, haben aus der Kabbala rein äußerliche Beschreibungen entnommen und haben daraus ihre Religion erschaffen. So wurde die spirituelle Lehre durch den wachsenden Egoismus die Grundlage des Judaismus und anderer Religionen.

Kommentar: In Wikipedia steht geschrieben, dass die Kabbala im XII. Jh. entstanden ist.

Meine Antwort: Das ist auch falsch. Die Kabbala ist vor fast 5777 Jahren entstanden. Dieses Datum feiern wir als das jüdische Neujahrfest.

Die Entstehung von Adam und seiner Offenbarung des Gesetzes der Natur, innerhalb welchem wir uns befinden, deutet auf die Geburt der Wissenschaft der Kabbala hin. Da beginnt auch unsere Zeitrechnung.

Ab dem XII. Jh. aber beginnt die Verbreitung der Kabbala, welche bis ins XVI. Jh. als ihre offizielle Offenbarung für alle anhält.

Folglich ist der einzig richtige Punkt in Wikipedia, dass die grundlegende Verbreitung der Kabbala im XVI. Jh. angefangen hat. Alles andere ist erfunden, weil die Kabbala keine Philosophie, keine Mystik, keine Religion und kein Judaismus ist. Dabei verwirren sich absolut alle, die religiösen Juden eingeschlossen. Sie erklären die Kabbala zu einem Teil ihrer Religion.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 1/22/17

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Das Instrument des Einflusses auf den Menschen

Aufklärungsarbeit ist die Beschäftigung der Menschen für die Verbreitung oben beschriebener (altruistischer) Prinzipien in der Gesellschaft. (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“).

Agitation und Propaganda sind sehr wichtige Instrumente des Einflusses auf den Menschen, auf seine Psychologie, auf sein Unterbewusstsein. Die Propaganda muss aber über viele Kanäle laufen: TV, Kino, die Verbreitung, die Ausbildung in den Schulen und anderen Bildungsinstituten. Die Agitation ist eine sehr breite Massenbewegung von den Lehrern zu ihren Schülern.

Kommentar: Baal HaSulam schreibt, dass man für die Aufklärung alle möglichen Spezialisten beschäftigen kann.

Antwort: Natürlich. Unter Aufklärung versteht man, dass du dich mithilfe aller möglichen alternativen Wege dem Menschen annäherst, damit seine Weltanschauung geändert wird.

Frage: Das heißt, dass der beschäftigte Agitator nicht auf dem niedrigen Niveau dieser Anschauungen sein muss?

Antwort: Das können Artisten, Preisträger (z.B. ein Nobelpreisträger) erledigen. Welche Rolle spielt das Wer und Was, wenn sie auf einfache Menschen Einfluss nehmen können?

Ich kann auf einen einfachen Menschen keinen Einfluss nehmen. Er nimmt mich nicht wahr. Wenn eine berühmte Persönlichkeit dagegen auftritt und zwischen den Anekdoten auf der Bühne manchmal etwas sagt, kann es sein, dass das bei den Menschen einen guten Eindruck hinterlassen wird.

Frage: Welche Beschränkungen haben die Agitatoren?

Antwort: Praktisch keine. Weil sie mit den Massen auf allen Niveaus der Entwicklung arbeiten sollen. Außerdem machen wir das für ihr Wohl. Deswegen kann man alle Mittel nutzen, nur damit wir sie retten können.

Frage: Heißt das, dass ihre Treffen mit Wissenschaftlern und Schauspielern von dem Grundgedanken der Wissenschaft der Kabbala geleitet werden?

Antwort: Ja. Wenn sie mir ein paarmal zustimmen, wird es im Gedächtnis der Menschen bleiben. Auf diese Weise werden wir in unserer Verbreitung voranschreiten.

Frage: Wo liegen die Grenzen der Aufklärung?

Antwort: Wenn ein Mensch sich für die systematischen Unterrichte bei uns einschreibt, bedeutet das, dass der Agitator diesen Menschen dem Lehrer übergibt.

Aufklärung und Propaganda sind Methoden, um den Menschen zu überzeugen, dass er das braucht. Er kann überhaupt nicht verstehen worüber gesprochen wird. Du hast ihn aber überzeugt sich für die systematischen Unterrichte einzuschreiben und er hat es gemacht. Das ist die Aufklärung.

Natürlich braucht man hier ein Einverständnis von dem Menschen. Es gibt aber solche Aspekte, mit denen du ihn überzeugst. Er braucht das für sein eigenes Wohl, er wird nicht enttäuscht sein. Du erklärst ihm, dass er dafür zwei Stunden in der Woche opfern muss und so weiter.

Kommentar: Nehmen wir an, die Agitatoren haben den Menschen animiert und er ist gekommen, um zu erfahren wie er sich besser in dieser Welt positionieren kann. Hier spricht man aber von etwas ganz anderem. Er wird enttäuscht sein.

Antwort: Die Gespräche, wie man sich in dieser Welt etabliert, gehören nicht zur Kabbala, sondern zur Psychologie und Philosophie.

Die Kabbala ist die Offenbarung der höheren Kraft. Damit beschäftigen sich keine Psychologen und keine Philosophen.

Frage: Wie soll sich der Lehrer verhalten?

Antwort: Der Lehrer soll sehr geschmeidig aber auch sehr überzeugend erklären, dass es einen großen Unterschied zwischen der Kabbala und den Mythen über die Kabbala gibt, dass es für die Menschen hier so angenehm sein wird, dass sie zuhause und mit Mitarbeitern darüber reden werden.

Der Lehrer erklärt, dass ein sehr besonderes, erhabenes Ziel existiert. Ihr werdet anfangen zu sehen, zu fühlen und euch mit der höheren Kraft zu unterhalten, so wie ihr euch untereinander unterhaltet. Diese Kraft ist ihr „Boss“, aber ihr habt zu ihr den Zugang. Ihr könnt euch an sie wenden und diese höhere Kraft wird sich an euch wenden.   

Ihr könnt diese Kraft alles fragen, von ihr erfahren, Erklärungen von ihr bekommen, was mit euch geschieht und geschehen wird. Also ihr werdet anfangen eine beiderseitige Kommunikation mit der höheren Kraft einzugehen, mit der Kraft, von welcher alles abhängt.

Alle anderen Methoden dienen nur der Verschönerung unseres verwirrenden Lebens. Hier aber ist es umgekehrt. Das Leben wird klarer und klarer. Ihr lokalisiert präzise alle Probleme und könnt sie lenken. Ihr werdet zum Partner der höheren Kraft.

Wenn aber der Mensch sich mehr für die anderen Methoden interessiert, schaltet er sich damit wieder in denselben Wirbel von unnützen Handlungen ein. Aber das ist die freie Wahl von jedem Einzelnen. Er muss nur wissen, was sich hier und dort abspielt.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“  10.07.2017

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Bis zum letzten Atemzug der Gesellschaft Nutzen bringen

Frage: Wenn ein Mensch durch seine Errungenschaften weltweit bekannt wurde, befreit es ihn von der Todesangst?

Antwort: Ich denke nicht, dass es einen Menschen gibt, der keine Angst vorm Sterben hat, wenn er versteht, dass der Tod ein Ende bedeutet. Nur die Tiere haben keine Angst vor dem Tod. Sie haben nur die instinktive Angst der Selbstverteidigung vor dem, was ihnen Schaden zufügen könnte und sie leben nach diesem Instinkt.

Die Menschen dagegen haben Angst vor dem Tod, da sie ein Vorstellungsvermögen und Empfindungen haben, sie können auch vom Geschehen lernen.

Deswegen wissen sie, dass das Leben ein Ende hat. Der Mensch, der früher mein Freund war, ist jetzt tot und von ihm bleibt nichts außer dem unbelebten Körper, welchen der Geist des Lebens verlassen hat. Es bleibt mir nichts anderes übrig als ihn zu begraben und ich verstehe, dass dasselbe auch mir widerfährt.

Das Empfinden des Verlierens des Lebens ist eine einmalige Erfahrung. Einerseits sind wir verpflichtet unter Umständen in einen Kampf zu ziehen, in dem wir sterben könnten. In diesem Fall aber haben wir die Möglichkeit unsere Angst vor dem Tod zu überwinden.

Wir fliegen ins All und setzen unser Leben dem Risiko in verschiedenen gefährlichen Situationen aus. Wir machen das nicht weil wir dazu gezwungen werden, sondern aus einem inneren Drang heraus. Es gibt einen gewissen Reiz die Grenze von Leben und Tod zu fühlen. Das ist eine bekannte psychologische Erscheinung.

Der Mensch ist so aufgebaut, dass die Meinung der Gesellschaft ihn zu Heldenmut verpflichtet und in die verschiedensten Situationen lenkt. Im Alter ängstigt der Tod uns sehr und ruft ein Gefühl der Verzweiflung, Hilflosigkeit und versteckter Angst hervor. Der Mensch versucht diese Angst zu unterdrücken. Dabei hilft ihm der Aufenthalt unter Menschen, im Fluss des Lebens.

Das Schlimmste, was wir für ältere Menschen tun können ist, sie in ein Altersheim zu stecken, in eine geschlossene Gesellschaft von genauso alten Menschen wie sie selbst sind. Wir denken, dass es gut und gemütlicher für sie sein würde. Aber das ist schlecht für jeden Menschen. Der ältere Mensch muss sich in der normalen Gesellschaft befinden, unter jungen und reifen Menschen, die voller Lebenskraft sind.

Indem wir alle alten Menschen an einem Ort versammeln, schaden wir ihnen, egal welch gute medizinische Fürsorge sie auch dabei haben.

Frage: Wie sieht Ihrer Meinung nach das Leben des alten Menschen im Idealfall aus?

Meine Antwort: Ich denke, dass es notwendig für einen Menschen wäre bis zum letzten Tag seines Lebens, je nach seinen Kräften zu arbeiten, um auch so noch Nutzen für die Gesellschaft zu bringen. Es kann sein, dass er nicht laufen kann, sondern nur sitzen, er kann aber dabei irgendeine machbare Arbeit tun. Alle werden ihn dafür loben und er wird wissen, dass er geehrt wird und er wird so weitermachen bis zu seinem letzten Tag.

Frage: Wie kann ein Mensch die psychologische Angst vor dem bevorstehenden Tod überwinden?

Meine Antwort: Ich denke, dass ein Mensch mit seiner Arbeit so integriert und beschäftigt sein sollte, dass er bis zur letzten Sekunde seines Lebens fühlt, dass er Nutzen für die Gesellschaft bringt. Ich rede nicht von solchen Greisen, die nichts mehr sehen oder hören können. Solange der Mensch die Kraft hat, obwohl auch eingeschränkt, kann er großen Nutzen in der Verbreitung der integralen Erziehung bringen. Wenn er sich in die Gemeinschaft der jungen Menschen integriert, wird er ihnen einen großen Nutzen bringen und sie wiederum ihm.

Mit der Lehre der „Weisheit der Verbindung“ verbinden wir Menschen unterschiedlichen Alters in den Gruppen. Wir versuchen für jedes Alter mit der Methode der Verbindung eine Möglichkeit anzubieten sich auch gegenüber anderen Altersgruppen auszudrücken. Dabei bringen wir Nutzen, sowohl für die alten, wie auch für die jungen Menschen. Die alten Menschen können Jüngere lehren und unterstützen, um sich auf diese Weise zu festigen und sich somit an den Tropf des Lebensgeistes anzuheften.

 

Aus dem 354. Gespräch über „Neues Leben“

[#137249]   

Worte, die aus dem Herzen kommen

Frage: Es wurde gesagt, dass  Israel die Zeit beschleunigt. Wie können wir das effektiver und produktiver machen? Mithilfe der Verbreitung? Der Absichten? Der inneren Analyse?

Antwort: Mit dem Weg der inneren Arbeit und äußeren Verbreitung. Die innere Arbeit ist die Verbindung zwischen uns. In der Verbreitung müssen wir unsere Botschaft noch verständlicher machen, für uns und auch für die Anderen.

Wenn der Mensch selber nicht weiß worüber er spricht, soll er lieber schweigen. Er wird anderen bestimmt keinen Nutzen bringen. In diesem Fall wirken unsere Worte wirklich nicht, sie fliegen in ein Ohr rein und aus dem anderen Ohr heraus. Das hängt damit zusammen, dass sie nicht mit dem Herzen verbunden sind.  Wir „schwadronieren“ nur, wir sind noch nicht in unseren Empfindungen und Verlangen (dieser Worte) eingetaucht. Das, was wir gehört oder gelesen haben, das sprechen wir auch aus.

Wenn du dich in deine Worte einbringst, in deinen inneren Wunsch, wenn sie aus diesem Verlangen ausgehen, damit sie sich danach in die Form der Formulierung einkleiden und beim Zuhörer ankommen, dann verbreitet sich diese Kette von deinem Verlangen zu anderen. Dem ist so, weil das Verlangen die Grundlage der Schöpfung ist. Wenn aber deine Worte ihren Anfang aus dem Höheren nehmen und ihre Wurzeln nicht bis zum Haupt greifen, dann kommen sie auch auf der anderen Seite nicht zum Ziel. Dann verschwinden sie ohne in einem Menschen einen Abdruck zu hinterlassen.

Genau deswegen ist unsere Verbreitung so schwach.

Frage: Wie können wir dann erreichen, dass unsere Worte direkt aus dem Verlangen fließen, aus dem Herzen?

Antwort: Du hast es dir selbst beantwortet, sie müssen aus dem Herzen heraus kommen, vom Herzen zum Herzen. Wenn du nicht das fühlst, worüber du sprechen willst, sag lieber nichts. Wenn du aber fühlst, wird sogar jeglicher Unsinn funktionieren. Weil darin das Gefühl brennt, die Aufmunterung, und dein Gegenüber wird dabei die ausgehende Wärme verspüren. „der Mensch kann sich vielleicht nicht ausdrücken, aber er lebt darin“, er wird nachdenken. Das wahre Gefühl wird geachtet und die leeren Worte lassen die Menschen gleichgültig, egal wie laut sie ausgesprochen werden.

 

Aus dem Unterricht „Die Willensfreiheit“ 

[#63604]

 

Und Mein Haus wird „Haus des Gebets“ für alle Völker der Welt genannt

(..) Sondern ihr sollt nach der Stätte fragen, die der Herr, euer Gott, aus allen euren Stammesgebieten auswählen wird, indem er dort seinen Namen anbringt. Nach seiner Wohnung sollt ihr fragen und dorthin sollst du ziehen. (Tora, Dewarim, Re’eh, 12:5)

Eine gemeinsame Seele wird auf 12 Stämme geteilt, weil sie aus dem 4-buchstäbigem Namen des Schöpfers besteht: „jud-kej-waw-kej“ (so genanten HAWAJA), und jeder dieser Buchstaben beinhaltet 3 Linien: Die rechte, die linke und die mittlere. Vier mal drei macht zwölf Teile, d.h. zwölf Stämme, zwölf Arten der möglichen Arbeit an der Korrektur des Wunsches, die zusammen in ein großes Ganzes verbunden werden sollen.

Dieser Ort, wo alle zwölf Stämme arbeiten, soll den Namen „Dritter Tempel“ tragen – das Haus des Schöpfers. Denn da, wo egoistische Wünsche, Erwartungen und das Streben der ganzen Menschheit sich verbinden, befindet sich der Schöpfer. Wie gesagt wird: „Und Mein Haus wird Haus des Gebets für alle Völker der Welt genannt“.

Von dem vorherigen Tempel wird das nicht gesagt, denn dieser vorläufige musste zerstört werden und wird als Dritter Tempel, der in unseren Herzen gebaut wird, rekonstruiert. Wir fangen erst an, diese Idee in der ganzen Welt zu verbreiten. Aber der Anstoß dafür ist bereits gegeben. Wir sind schon in diese Richtung „losgefahren“.

Als ich jung und bei meinem Lehren war, schien mir, dass es gleich passieren wird, aber jetzt verstehe ich, dass man kontinuierlich voranschreiten und arbeiten muss. Denn Kabbalisten arbeiteten daran seit Jahrtausenden, und gerieten deswegen nie in Panik, noch in Depression, noch in Verzweiflung.

Sie wussten, dass sie das eigenen Steinchen in das Gesamtbild legen müssen: Mehr und mehr Menschen anzuziehen, zu erzählen, zu zeigen, sie irgendwie zu formen und sie auf den Weg zu führen, wo wir in unserem gemeinsamen Herz den einheitlichen Schöpfer offenbaren.

Wir leben in einer wunderbaren Zeit, in der der Übergang von der absoluten Verborgenheit der Höheren Welt hin zu ihrer Enthüllung erfolgt! Wir fangen an, in der Welt darüber zu reden, erarbeiten die Methodik ihrer Offenbarung und werden sie überall verbreiten – bei uns wie auch bei den Völkern der Welt.

Natürlich brauchen wir dafür Zeit. Ich hoffe, dass meine Schüler eigene Schüler haben werden, die diese Arbeit fortführen werden – da bin ich mir absolut sicher. Aber wann es sich verwirklicht, ist von unserer Beharrlichkeit abhängig.

Aus dem TV-Programm „Geheimnis des ewigen Buches“ , 30.06.2016