Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Talmud Esser HaSefirot'

Zwei Inkarnationen einer großen Seele

Baal HaSulam ist der größte Kabbalist unserer Zeit. Es ist sehr schwierig, über so eine gewaltige Kraft zu sprechen, weil wir nicht wirklich verstehen, was es bedeutet, ein Kabbalist zu sein. Er lebt Seite an Seite mit uns und gleichzeitig in einer anderen Welt. Ein Kabbalist lebt tatsächlich in zwei Welten.

Für einen Kabbalisten gibt es da keine Verwirrung. Er sieht die obere Welt und die untere Welt. Aber was ihn am meisten interessiert, ist ihre gegenseitige Abhängigkeit: wie ist es möglich, Korrekturen der unteren Welt in der oberen Welt zu machen, und zwar so, dass diese wiederum die untere Welt beeinflussen und unsere Welt sich auf die Stufe der Oberen erhebt. Das ist die Aufgabe eines jeden Kabbalisten.

Ein Kabbalist tritt hervor aus diesem Wunsch, der ihn im allgemeinen System der Seele als „Adam“ charakterisiert. Jeder von uns hat eine unterschiedliche Wurzel. Sie wird als „Referenzpunkt“ oder „Punkt im Herzen“ bezeichnet. Und aus diesem Grund enthüllt jeder die obere Welt auf seine eigene, einzigartige Weise.

Alle Punkte im Herzen enthüllen jedoch dieses System auf relativ ähnliche Art und Weise. Gleichwohl hatten all jene, die vor Baal HaSulam schrieben, sehr schwere Voraussetzungen, um zum Beispiel einen Kommentar zum Buch Sohar zu schreiben.

Und vor dem Erscheinen des Buches Sohar war niemand in der Lage, irgendetwas zu schreiben, was dem auch nur ähnlich ist, trotz der Tatsache, dass viele Kabbalisten gelehrter waren als Rabbi Shimon. Sie konnten etwas nicht einfach so beschreiben wir er.

Das heißt, in der Kabbala gibt es viele solche Bedingungen: du kannst groß sein, ein spirituelles Genie, aber du kannst überhaupt nichts beschreiben, du bist einfach nicht dazu in der Lage.

Aber Baal HaSulam hatte diese beiden Eigenschaften. Das ist erstaunlich! In der ganzen Geschichte der Kabbala gab es praktisch keinen Kabbalisten mit einer solchen Fähigkeit.

Moses war der größte Kabbalist, und auch die Fünf Bücher, die er auf so eine Art und Weise und in einer derartigen Sprache geschrieben hat, dass jedermann sie so interpretieren kann wie er will.

Und was von dem Ari in seiner Arbeit Der Baum des Lebens geschrieben wurde, kann überhaupt nicht verstanden werden; hier ist eine klare Erlangung der spirituellen Welt notwendig für jemanden, der zumindest beginnt zu verstehen, worüber er spricht. In diesem Buch werden reine physikalische Daten dargelegt, genauso wie in irgendeinem Physikbuch.

Als der Ari zu lehren begann, war deshalb der einzige  der fähig war ihn wertzuschätzen, ein Kabbalist seiner eigenen Zeit, der Ramak. Er schickte auch alle anderen Studenten zum Ari, indem er betonte, dass dieses Material etwas Neues ist. Aber weder sie noch er waren in der Lage, das System vom Ari zu verstehen, auch nicht bis zu dem Tag als er starb. Und deshalb gehörte der Ramak zu der vorherigen Generation der Seelen, jenen, die vor dem Ari auf die Welt kamen.

Deshalb sagt Baal HaSulam freimütig: „Alles was ich erlangt habe, habe ich erlangt, indem ich der Seele Ari´s gefolgt bin, die sich in mir inkarniert hat“, mit anderen Worten, er war die nächste Inkarnation des Ari. Was damit hier gemeint ist, ist nicht der physische Körper, da er nicht existiert und auch nicht unsere Welt. Das Einzige was existiert, ist der zerschmetterte, verstreute Wunsch in einem enormen egoistischen Raum.

In diesem Raum gibt es Tropfen wie Rosinen in einem Kuchen, die eine Neigung zur Einheit haben, zur Verschmelzung mit dem Schöpfer. Aber wir fühlen diese Neigungen nicht, weil wir in einem Ozean von Egoismus leben, wir sitzen in diesem Teig, und deswegen fühlen wir unser Ego noch nicht mal. Jede „Rosine“, jeder Punkt im Herzen, unterzieht sich ständig allen möglichen Korrekturen.

Baal HaSulam ist im Endergebnis zu dieser selben „Rosine“ geworden, die der Ari war, diese selbe Seele, die der Ari war, und der seine Arbeit fortsetzte. Das nennt man eine „Inkarnation“. Mit anderen Worten, es handelt sich nicht um eine getrennte Seele, sondern um diese selbe Seele, die seine Arbeit fortsetzt, nur unter anderen Bedingungen, in einer anderen Generation.

Und was ist mit „Generation“ gemeint? Es ist nicht das was uns in unserer Welt passiert. Wenn viele Punkte im Herzen, Embryos einer Seele, auch wenn sie sich ständig verändern während sie noch in einer falschen Art der Verbindung untereinander leben, sich selbst vorstellen, unsere Welt scheinbar zu erfahren.

Deshalb ist es äußerst wichtig, dass wir nicht über diese Welt nachdenken, die sich uns durch unser System der fünf tierischen Sinne zeigt, sondern stattdessen über das, was durch den Punkt im Herzen geschieht.

Frage: Wenn eine Seele reinkarniert, bleibt dann die Individualität erhalten?

Antwort: Die Seele beschäftigt sich mit verschiedenen äußeren Bedingungen. Der Ari brachte den Baum des Lebens in unsere Welt. Als dieser selbe Ari das nächste Mal kam, wurde er Baal HaSulam genannt und der brachte den Talmud Eser Sefirot in unser Leben.

Frage: Anders gesagt, er erhielt dieselbe spirituelle Stufe der Erlangung wie der Ari?

Antwort: Sogar noch größer.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 10/16/16

[214143]

Malchut und Bina symbolisieren Salz- und Süßwasser

Frage: Was ist die spirituelle Wurzel vom Süßwasser? Wie unterscheidet sie sich von der Wurzel der Salzseen?

Antwort: Das Salz stellt Malchut dar, das Wasser entspricht Bina. Die Verbindung zwischen Malchut und Bina, das heißt der Aufstieg von Malchut zu Bina oder der Abstieg von Bina zu Malchut, gebiert das Leben. Dies ist die Differenz zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Leben.

Salzwasser ist Bina, die besondere Eigenschaften von Malchut erhalten hat. Auf der Erde herrscht Salzwasser vor und es gibt sehr wenig Süßwasser. Grundsätzlich wird Salzwasser über Filter entsalzt oder Salz fällt durch Verdampfung aus und so weiter. Im Allgemeinen gibt es viele Arten von Systemen, die Eigenschaften von Bina und Malchut ausgleichen.

Frage: Wenn wir die Geographie Israels ansehen, stellen wir fest, dass es auf seinem Gebiet Süßwasser gibt, den See Genezareth und Salzwasser, das Tote Meer …

Antwort: Ja, sie sind einander völlig entgegengesetzt. Der See Genezareth speist sich aus den Quellen, die von dem Berg Hermon kommen, von den Gletschern, von Tauwasser und Regenwasser.

Das Tote Meer ist der tiefste Punkt in der Welt, das in einer mit Salz bedeckten Bodenvertiefung liegt. Der Salzgehalt des Meeres ergibt sich aus dem Wasser, das das Salz aus der Erde ausschwemmt. Selbst das Süßwasser aus dem Genezareth, das in es reinfließt, wird salzig.

Somit hat das Salzwasser des Toten Meeres einen anderen Ursprung und Zusammensetzung als das Salzwasser der Ozeane.

Dies ist eine ganz besondere Physik in dieser besonderen geographischen Lage.

Aus der Lektion in Russisch, 14.08.2016.

[#200287]

ALL AS ONE! Kabbalah-Kongress, 21.-23. Februar 2017, Tel Aviv

Für weitere Informationen klicken Sie hier oder hier.

Wie erlangen wir die Weisheit der Kabbala?

Frage: Ein Mensch kann durch seinen Intellekt auf logische Weise in den regulären Wissenschaften alles erreichen. Die Weisheit der Kabbala sagt uns, dass ein Mensch alles über seine Empfindungen erreichen soll, ohne sich Bildnisse zu schaffen. Wie können wir zu Beginn des Studiums die Weisheit der Kabbala begreifen? Wie können wir die Zeichnungen, Definitionen, Informationen erlernen, sie als normale Wissenschaft begreifen und logische Verbindungen in unserem Verstand herstellen?

Meine Antwort: Im Abschnitt 155 der „Einführung zum Studium der Zehn Sefirot“ wird gesagt, dass Kabbalisten ihre Bücher so schrieben, dass während sie diese vorlasen, die Studenten erweckt wurden und dabei das gewisse Licht auf sie überging.

Sie müssen nichts verstehen, sie sind auch gar nicht in der Lage, etwas zu verstehen, da sie noch nichts enthüllt haben. Weil sie das höhere Licht anziehen, beginnen sie langsam, sich zu verändern. Diese Änderung baute in ihnen verschiedene Kenntnisse auf. Wie Zellen in einer Honigwabe, zehn Reihen hoch, zehn Reihen darüber, zehn Reihen runter, nur im N-dimensionalem Raum. Das macht 620 Honigwaben für jede Empfindung.

Das ist ein ernsthaftes und interessantes System in der Psychologie der Seele eines Menschen. Der Bestandteil der wahren Erkenntnis wird „Seele“ genannt. Der Mensch geht seinen Wurzeln entgegen, um zu klären, „Wer bin ich? Wo bin ich? Wer hat mich erschaffen?“

Auf diese Weise verdeutlicht er, wie er während des Studiums handeln und den Plan der Schöpfung erforschen kann, in welchen er eingebunden ist. Wohin wird er geführt? Wird er in der Lage sein, dies auf beste Weise umzusetzen? Kann er seine Entwicklung beschleunigen, den Endpunkt verändern und so weiter? Studium und Forschung der Zukunft werden hier einen Platz einnehmen. Wenn ein Mensch die Kette der Veränderungen in sich versteht, dann wird er ein Kabbalist.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht vom 28/2/16

(182811)

Die Generation, mit der wir zu tun haben

Das Niveau der Generationen wird herabgesetzt, und zwar bis zur letzten Stufe in unserer Generation, dort wo die Weisheit verachtet wird, die Arbeit für den Schöpfer keine Pflicht ist und Niemand einen Mangel in der Abwesenheit des Schöpfers empfindet. So ist eben unsere Generation, mit der wir zu tun haben.

Baal HaSulam, „Wunderbare Eigenschaft des Gedächtnisses“

Aus den Worten des “Sohar” wird Folgendes geklärt. Es gibt einen Schwur, dass das Licht der Gnade und Liebe in der Welt nicht erwachen wird, bevor nicht die Taten des Volkes Israel in der Torah und in den Geboten statt mit der Absicht, eine Belohnung zu erhalten, endlich mit der Absicht, dem Schöpfer Genuss zu schenken, erfolgt. Das Geheimnis der Beschwörung ist: „Ich beschwöre euch, Töchter Jerusalems“ (Hoheslied, 5:8). Es hängen die andauernden Exile und Leiden, die wir erdulden, von uns ab und warten auf unsere Entscheidung, bis wir letztlich der Arbeit in der Tora und den Geboten Lishma gewürdigt werden. Nur wenn wir das verdienen, wird dieses Licht der Liebe und Gnade erwachen, durch dessen wunderbare Eigenschaft die Worte verwirklicht werden: „Und es ruht auf ihm der Geist der Weisheit und des Verständnisses“. Und dann werden wir der vollkommenen Erlösung würdig. [122642]

Baal HaSulam, Einführung zum TES, Punkt 36

Der letzte Tropfen

Frage: Was ist „Sеа“ – das notwendige Maß an Bemühungen, nach denen der Mensch die spirituelle Welt empfindet? Wer bestimmt dieses Maß? Nach welchen Merkmalen kann man prüfen, dass er dieses Maß erfüllt hat?

Antwort: Das Maß der Bemühungen (Sеа) klärt sich entsprechend den spirituellen Stufen. Es existieren 125 Stufen der Übereinstimmung des Lichts mit dem Verlangen und es gibt die Übergangsbedingung von einer Stufe auf die andere. Auf der Stufe dieser Welt gleicht alles Unbelebte einer Pflanze, alle Pflanzen – einem Tier, und alle Tiere – einem Menschen. Auf der nächsten Stufe sind alle Menschen einem unbelebten spirituellen Element äquivalent, alles Unbelebte ist einer Pflanze äquivalent usw..

Aber wie können wir solche Übereinstimmung erlangen, um uns einem Element der höheren Stufe gleichzumachen? Der Schöpfer organisiert und arrangiert unsere Gruppe auf diese Weise, bereinigt sie von allen Menschen, die Ballast in ihr sind,  und belässt alle anderen in solcher Form, wie wir sie  jetzt haben.  Unter uns  verbleiben auch Menschen, die nicht auf die Ratschläge bezüglich unserer Arbeitsweise hören, das Wichtigste ist aber,  dass alljene die hören, sich zu einem Ganzen verbinden.Das  ist, was als “die gesamte unbelebte Stufe entspricht einer belebten” bezeichnet wird.

Wenn wir versuchen, uns in ein Ganzes  zu vereinigen, dann wirkt wirklich das höhere Licht auf uns ein und verbindet uns anhand der inneren Verbindung. Und dann steigen wir auf die nächste Stufe auf. [120991]

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum TES“, 27/09/13

Das Buch, das die Größe Seiner Schöpfung offenbart

Frage: Warum muss man „Talmud Esser HaSefirot“ studieren, warum genügt es nicht, das Buch Sohar zu lesen, um das Licht heranzuziehen, das zur Quelle zurückführt?

Meine Antwort: Gefällt dir etwa nicht, solche Klärungen vorzunehmen? Beeindruckt dich die Größe des höheren Systems nicht, das wir besprechen und studieren? Begeistert dich das Beispiel der Menschen nicht, die solche hohen spirituellen Stufen begriffen und das ganze Universum geöffnet haben?

Wir wissen nicht, was in unserem Leben im nächsten Augenblick geschehen wird. Aber es waren die Menschen in unserer Welt, die die ganze Realität vom Anfang bis zum Ende, alle ihre Details und Gesetze, durchblickten. Für sie existierte die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft nicht, alles war offen, es gab nichts, was verborgen blieb.

Wenn du die Struktur des Universums studierst, begreifst du eigentlich die Handlungen des Schöpfers. Denn es ist gesagt: „Nach Deinen Handlungen werden wir Dich begreifen“.

Auszug aus dem Unterricht nach „Talmud Esser HaSefirot“, 01.09.2011

Womit kann ich den Schöpfer erfreuen?

Eine Frage: Wie sollten wir uns nach dem Kongress auf die Morgenlektion vorbereiten?

Meine Antwort: Wir bitten um die Enthüllung des Lichtes, das in unserer gemeinsamen Kraft, in unserem Verlangen eingeschlossen ist. Wir suchen die Enthüllung des Lichtes!

Ich weiß nicht, was das umgebende Licht ist. Umgebende, innere, äußere, Nekudot (Vokalzeichen), Taamim (Geschmäcker), ich unterscheide nicht zwischen ihnen und weiß nur eins, wenn wir es schaffen, uns ein bisschen zu verbinden, dann können wir das Licht welches im Inneren dieser Vereinigung verborgen ist, enthüllen.

Deshalb übe ich Druck auf unsere gemeinsame Vereinigung aus, wie ich sie mir vorstellen kann, , um das Licht dort zu enthüllen. Was bedeutet Licht? Die Eigenschaft des Gebens! Ich möchte die Eigenschaft des Gebens zwischen uns enthüllen.

Es gibt ein gemeinsames Verlangen, in dem alle Verlangen versammelt sind, alle unsere Punkte in Herzen, und ich möchte das dort ruhenden Licht offenbaren, das Licht der Einigkeit, der Bürgschaft und der Liebe.

Ich unterscheide darin noch keine Stufen, sondern möchte nur die Spiritualität, das Licht, die gegenseitige Eigenschaft des Gebens, welches als Schöpfer erscheint, offenbaren um Ihm Genuss zu bereiten.

Als ob ich ein kleines Kind habe und denke, wie kann ich es erfreuen, was kann ich kaufen, welches Geschenk kann ich machen? Ich denke darüber nach, sorge mich darum…

So verhalte ich mich dem Schöpfer gegenüber, möchte Ihn in der Vereinigung zwischen uns offenbaren. Deshalb ist die Vereinigung eine Stelle, wo ich den Schöpfer und den Zustand, in welchem ich Ihm den Genuss verschaffe, offenbaren kann.

Aus einem Unterricht über den Artikel, „Einführung zu der Lehre der Zehn Sfirot“, 10.12.2010

Zum Kabbalalernzentrum

Euer Ehren, „Umgebendes Licht“

Es heißt, der Mensch soll kein Wort ohne Absicht aussprechen. Das nennt sich „entferne dich von der Lüge“.

„Lüge“ bedeutet, dass du deinem egoistischen Verlangen und nicht dem Verlangen zu geben folgst.

Alles, was wir tun müssen, ist also, uns auf den Morgenunterricht vorbereiten und ständig an das Licht, das zur Quelle zurückführt, denken, wenn wir schon allein von ihm abhängen!

Stell dir vor, wir sind alle zum Tode verurteilt worden. Es gibt jedoch eine Möglichkeit, gerettet zu werden. Du hast gerade festgestellt, dass im Gerichtssaal ein gewisses „Umgebendes Licht“ anwesend ist – jemand, der den Namen Licht und den Nachnamen Umgebendes trägt und dich vor dem Tod retten kann.

Du denkst ständig nach: „Wie kann ich mich an ihn wenden? Wie kann ich ihn bestechen, damit er den Urteil ändert?“

Genau so musst du dich bei der Vorbereitung auf den Unterricht verhalten.

Aus dem Unterricht nach dem „Talmud Esser haSefirot“ vom 10.12.2010

Wenn man die Gesichter der Kabbalisten anschaut

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Kabbalist, der „Die Lehre der Zehn Sfirot“ liest, einen riesigen spirituellen Genuss empfindet, warum sieht man ihm das gar nicht an? Warum scheinen Sie so ruhig zu sein?

Meine Antwort: Was wollen sie denn sehen, irgendwelche äußerlichen Emotionen des Kabbalisten? Klar, wir sind daran gewöhnt, dass man den Menschen ansehen kann, was sie gerade empfinden. Aber es ist ganz anders, wenn es sich um den wahren spirituellen Eindruck handelt.

Es handelt sich nämlich darum, dass Sie bis jetzt den spirituellen Eindruck entweder in Form des umgebenden Lichtes in ihre egoistische Kelim bekamen, oder nur die kleine Einblendung im vorbereiteten Gewand Chassadim, dank dem Schirm des Höheren.

Deshalb fühlten Sie dieses Licht nicht oder empfanden es in Form eines materiellen Genusses, weshalb man Ihre Eindrücke von außen bemerken konnte.

Aber im Menschen, der den spirituellen Genuss vom Geben bekommt, wird es keinesfalls äußerlich sichtbar! Weil er diesen riesigen Genuss innerhalb des Gewandes wahrnimmt, welches mittels der Höheren Kraft geschaffen ist. Und sie verschließen einander – das direkte Licht kleidet sich in den Wunsch ein, der verringert ist. Und deshalb ist es äußerlich unsichtbar.

Aus demselben Grund empfindet ein gewöhnlicher Mensch die spirituelle Welt nicht…

Aus einem Unterricht über  „Die Lehre der Zehn Sfirot“ „, 6.12.2010