Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Krieg gegen Amalek

Sohar, Beshalach: „Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker. Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben ihn unter Mose und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, sodass seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging.

Die Rechte bedeutet Chessed (Eigenschaft der Barmherzigkeit), und das Wichtigste, das wir brauchen, ist das Licht Chassadim. Es muss in uns herrschen, denn gerade dieses Licht verbindet uns miteinander. Er herrscht in unserem Kli, es deckt sich mit der Absicht des Gebens. Und durch die Absicht des Gebens kann sich das Licht ins Kli Chochma – die Anwesenheit des Schöpfers – einkleiden. 04Aber vor der Enthüllung des Schöpfers müssen wir die Gleichheit der Form mit Ihm erreichen. Das tut gerade das Licht Chassadim – das Licht des Gebens und der Barmherzigkeit (Chessed), das wir durch MaN erreichen müssen.

Deshalb besteht der ganze Krieg von Moses gegen Amalek (Amalek ist ein Akronym für die Worte Um des Empfangens willen – „Al Men At LE Kabel“) darin, dass Moses zuerst das Licht der Barmherzigkeit fordert – die Kraft Chassadim – die Kraft von Aron, der ihn von der rechten Seite unterstützt. Dann beginnt Moses seine schwere Arme, die „Hände des Glaubens“ heißen, hochzuheben. Warum sind sie schwer? Weil sein Verlangen zu genießen groß ist und wegen Amalek ständig wächst.

Sobald im Menschen wieder das Verlangen zu genießen erwacht, sinken seine Arme – die Symbole des Gebens – wieder nach unten und die Absicht „um zu empfangen“ gewinnt. Also muss man die Arme von Moses stützen. Deshalb treten gegen Amalek die höhere Kräfte auf: Die Rechte – Aron und die Linke – Hur, und von Oben kommt das Licht und kleidet sich in das Verlangen des Menschen, der durch den Glauben (das Licht Bina) korrigiert wurde. Dann gelingt es Moses, seinen Egoismus (=Amalek) zu besiegen.

So geschieht es in vielen Situationen in unserer Arbeit, das Verlangen zu genießen wächst und wir müssen dagegen ankämpfen.

Aus dem Soharunterricht, 15.11.2010

Und ihr sollt euch über alle eure Bestrebungen freuen

In der Tora steht geschrieben: „Und ihr sollt euch über alle eure Bestrebungen freuen…“ (Deuteronomium, 12:7).

Die Hände repräsentieren die egoistischen Wünsche eines Menschen, die die ganze Welt besitzen wollen. Wenn wir aber mit unseren egoistischen Händen altruistisch handeln, indem wir altruistische Absichten für unser Handeln schaffen, dann können wir in Heiligkeit den Schöpfer aufnehmen. Wir können Ihn dann wahrnehmen, Ihn offenbaren, uns Ihm annähern, mit Ihm in Kontakt treten, uns anheften und in die Qualität des Gebens eintreten.

Es steht geschrieben: „Freut euch in all euren Anstrengungen“, denn „freuen“ ist die Offenbarung des Schöpfers. Wir enthüllen Ihn in unseren korrigierten, richtig angesammelten Wünschen. Der Schöpfer kommt aus dem, was wir zwischen uns und unseren zerbrochenen Teilen zusammensetzen können.

Mit anderen Worten gibt uns die gewisse Beschaffenheit der Verbindung zwischen uns ein entsprechendes Bild des Gebens und der Liebe. Das wird „der Schöpfer“ genannt. Eine andere Beschaffenheit gibt uns ein anderes Bild von Ihm. Daher wird im Buch Sohar und anderen Quellen geschrieben, dass der Schöpfer zwischen uns in unterschiedlicher Gestalt aufgedeckt wird. Diese Bilder sind nicht materiell.

Aus Kab TV „Geheimnisse des ewigen Buches“ 30/6/16

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Während der Brautnacht

Vorwort zum Buch „Sohar“, Kapitel “Während der Brautnacht“: “Die Tage des Exils werden „Nacht“ genannt, denn dies ist die Zeit der Verhüllung seines Antlitzes vor den Kindern Israels. Zu dieser Zeit dominieren all die Kräfte der Trennung zwischen den Knechten und dem Schöpfer, und jetzt, genau zu dieser Zeit verbindet sich die Braut mit ihrem Gemahl – durch Tora und Mizwot der Gerechten, die zu dieser Zeit als diejenigen angesehen werden, welche die Tora einhalten.”.

Der Punkt im Herzen, spirituelles Erwachen an den Tagen des „Exils“ bedeutet, dass in 6000 Jahren, nur etwas aus der Dunkelheit, aus dem Gefühl des „Exils“ heraus erwächst. Wir müssen jedes Mal die Dunkelheit ins Licht umwandeln, bis wir nach sechs Arbeitstagen den siebten Tag des siebten Jahrtausends erreichen, an dem alles im Licht ist.

Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, jeden Zustand als die Dunkelheit der Nacht anzusehen, welches wir in den Tag umwandeln. Wir bestimmen, ob der gleiche Zustand das gleiche Gefühl Tag und nicht Nacht ist.

Bezüglich unseres Egoismus, dem Verlangen zu empfangen erscheint uns dies als Dunkelheit, aber in Bezug auf das Verlangen zu geben als Erfolg, als Licht. [135587]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch „Sohar“, 21/05/14

Das Ziel des Lebens erreichen

Frage: Wie können wir uns davor schützen, beim Lesen des Sohar nicht in das materielle Verlangen abzusteigen?

Antwort: Das Studium der Tora bedeutet, ich ziehe das Licht an, das zur Quelle zurückführt,  so wie geschrieben steht: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen und schuf die Tora als Gewürz.“

Wenn ich fühle, dass ich den bösen Trieb in mir trage, mich von ihm befreien will, aber weiß, dass ich keine Chance habe, dies auch nur in irgendeiner anderen Art und Weise zu tun, als mit den Freunden zusammen zu studieren -, dann erreiche ich diesen Zustand, in dem ich das Licht anziehe, das zur Quelle zurückführt. Das ist, was man die Ausübung der Tora nennt.

Das heißt, um die Tora zu befolgen, benötigt man ein großes inneres Verlangen danach, sich selbst zu korrigieren – sonst nichts. Es wird einem nichts anderes dabei helfen, weder von einem Arzt verschriebene Medizin, noch Fitness oder aber besondere Fähigkeiten. Es liegt jenseits menschlicher Macht. Ich allein bin nicht in der Lage, das zu tun.

In diesem Zustand dann fange ich an, den Sohar zu studieren, womit ich natürlich erwarte, dass der böse Trieb sich dadurch in mir korrigieren wird. Vielleicht ist dies derzeit nicht der böse Trieb, aber im Moment denke ich so.

Was ist der böse Trieb? – Es sind  alle möglichen Verlangen, die mich daran hindern, die Korrektur zu erreichen.  Die Tora besagt – wenn du diese Verlangen nicht korrigierst, wird das Ziel der Schöpfung nicht erreicht.

Und solche Verlangen, die mich daran hindern, das Ziel der Schöpfung zu erreichen, bezeichne ich als böse. Ich vernichte sie nicht, sondern  erwarte, dass die Tora sie korrigiert. Wie – ich weiß es nicht. Denn es steht geschrieben: „Das Licht, was zur Quelle zurück führt.“ Das heißt, diese Verlangen bleiben, die werden nur umgewandelt.

Frage: Was muss ich tun, damit ich an meinen Fähigkeiten verzweifele?

Antwort: Man muss so viel wie möglich versuchen. Alles, was in deiner  Macht steht – tue  es. Du sollst  überprüfen, was dich daran hindert, die Spiritualität, das  Ziel des Lebens,  zu erreichen. Was ist der Sinn des Lebens? – entweder  erreichst du  diesen Zustand am Ende deines Lebens, oder schon davor  und gehst den Weg weiter.

Du siehst dein Leben nicht, als etwas Einzigartiges und unwiederholbares  an. Du siehst, dass dieses Leben – nur ein kurzes Fragment deiner Existenz ist, und in diesem  Abschnitt möchtest du einen Zustand erreichen, mit dem du in die nächste Stufe  eintreten willst.  Das bedeutet  den Sinn des Lebens, den Sinn der Schöpfung zu erreichen. Zu diesem Zweck existieren wir hier, diese Jahrzehnte.

Jeder kann das erreichen. Was hindert uns daran? – Das muss man herausfinden und erkennen, dass um diesen  Zustand zu erreichen, was  über diesem Leben existiert,  kann man nur unter der Bedingung, wenn man das Verlangen zu geben erlangt.

Das Verlangen zu geben findet mittels der Ausführung  der Tora,  unter bestimmten Bedingungen, statt, so wie  die Verbindung  in der Gruppe, die  Verbreitung usw..  In der Tat besteht  unsere Welt aus dem Verlangen zu empfangen, und das ist ein vorübergehender Zustand. Um den höheren Zustand zu erreichen, müssen wir das Verlangen zu geben erlangen. [131006]

Auszug aus dem Unterricht vom Sohar, 25.03.2014

„Betrübtes Herz“

Das Buch Sohar. Kapitel „Wajechi“, Punkt 9: „Und Ich bin unter den Betrübten, und mit denen, die niedergeschlagen sind, um den Geist des Niedergeschlagenen zu beleben und das Herz des Betrübten zu beleben.“

„Das Herz des Betrübten“ ist Jakob, da unter dieser Stufe von Achoraim [Rückseite] die Vorhersagen und der Segen auf ihn in Ägypten herunter kamen. Ägypten wird als Achoraim bezeichnet. Das ist der Grund dafür, warum sein Herz schwermütig wurde.

Frage: Was bedeutet „betrübtes Herz“ in der spirituellen Arbeit?

Antwort: „Das betrübt Herz“ ist ein Verlangen mit dem ich nichts machen kann. Es befindet sich vor mir, wie die gewisse Barriere, wie das gewisse Hindernis, welches ich nicht beseitigen kann.

Wenn ich es nicht aus dem Weg entferne, dann werde ich nichts erreichen, „der Tod wird besser, als ein solches Leben sein“.

Dieser Zustand ist wünschenswert, denn ich brauche darin die Barmherzigkeit des Schöpfers. [130820]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 25/03/14

Welches „Wunder“ erwarten wir?

Wenn wir, das Buch Sohar zu lesen beginnen, dann sollen wir vor allem verstehen, wofür wir dieses Buch lesen. Wenn es sich um „das wunderbare Mittel“ (Sgula) handelt, welches „Wunder“ erwarten wir dann noch? „Das wunderbare Mittel“ bedeutet „über meine Vernunft“, es hilft mir, obwohl ich es nicht verstehe. Es hilft mir dort, wo ich mir selbst nicht helfen kann.

Nachdem der Mensch an den eigenen Kräften verzweifelt und erkennt, dass ihm nichts mehr helfen kann, um das Wichtigste in seinem Leben zu erreichen, so kommt er zur wahren Bitte, zum Gebet, zum Schrei. In diesem Fall kann der Sohar ihm helfen.

Deshalb sollen wir immer wieder klären, welches Hauptziel wir mit Hilfe des Sohars erreichen wollen. Das Buch Sohar ist nur für die Erreichung dieses Ziels vorbestimmt.

Wenn wir während des Lesens klären, was das Buch in uns ändern soll, dann ist ein solches Vorangehen das wahre Studium der Wissenschaft der Kabbala. [130824]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 25/03/14

Riesiger Unterschied

Frage: Welcher Unterschied liegt zwischen dem Greis, welcher die Mängel heraussucht, und dem Dummen, der an sich selbst nagt?

Antwort: Der Dumme, der sich mit der Selbstkritik beschäftigt, bewegt sich nicht vorwärts, sondern sitzt und leidet, weil ihn die eigene Selbstsucht aufisst.

Der Weise, der niedergebeugt ist und eigene Mängel analysiert, mit deren Hilfe er weiter hinaufsteigen kann, arbeitet ständig und steigt höher hinauf. Der Unterschied ist riesig. [127670]

Auszug aus dem russischen Unterricht, 10/02/14

Die aktuelle Aufgabe

Frage: Worin besteht unsere Aufgabe heute?

Antwort: Unsere Aufgabe besteht darin, die ganze Zeit daran zu denken, wie wir jede Sekunde gemeinsam mit allen Freunden die spirituelle Gebärmutter und das Embryo bilden – das heißt den Zustand der Schwangerschaft.

Man muss für sich klären, welche Absichten, Bemühungen, welche Art der Verbindung zwischen uns erforderlich sind, um den mütterlichen Schoss zu bilden, wonach wir das Embryo bilden können.

Außerdem muss man verstehen, welche Distanz zwischen Gebärmutter und dem Embryo existieren soll und wie es immer mehr wachsen kann? Durch diesen Unterschied klärt sich der Einfluss des umgebenden Lichts auf uns: je erhobener der Höhere in meinen Augen ist und je niedriger ich mir selbst vorkomme, desto stärker wirkt  das Licht auf mich ein, das zur Quelle zurückführt.

Innerhalb des umgebenden Lichts gibt es Sefirot und eine Menge von Lichtern, die, auf uns einwirkend, uns verschiedene Formen verleihen. Von vornherein verwenden wir das rohe, ungeformte Verlangen als Material. Es gleicht unserem materiellen Körper, der sich aus den Stammzellen entwickelt, die dann beginnen, sich untereinander zu verbinden und verschiedene konkrete Organe zu bilden: Hände, Beine, Gehirn, Herz, Leber, Lungen.

Sie beginnen, die kompliziertesten Vereinigungen zu bilden und von der Mutter verschiedene Funktionen, die Typen der Arbeit zu übernehmen, um eigenständig für den Organismus zu sorgen. Zuerst versorgte nur die Mutter das Embryo mit dem Blut, und jetzt beginnt sein Herz zu schlagen, und so reihen sich in die Arbeit alle Organe außer den Lungen ein. Das Embryo beginnt wie ein lebendiger Organismus zu funktionieren. Nur einige Systeme funktionieren noch nicht. Wir werden später lernen, warum diese erst nach der Geburt aktiviert werden.

Es ist schon von der Forschung bewiesen, dass das Embryo die Welt durch das mütterliche Fleisch wahrnimmt. Außen schaltet man das Licht ein, und das Embryo reagiert darauf. Erinnerst du dich denn nicht, wie du die Augen zugemacht hast als du im Bauch der Mutter warst?

Deshalb darf man die Stufe des Embryos nicht vernachlässigen, denkend, dass es die einfache Annullierung ist. Alles hängt davon ab, auf welche Stufen ich mich erhebe und somit viele Nuancen der Wahrnehmung verspüre. Bei mir kommt das Licht der Unendlichkeit an, in mir erwachen verschiedene Stufen des Verlangens (von 0 – bis 4). Und in dem Maß, in welchem ich mein eigenes Verlangen annulliere, um innerhalb des Embryos zu bleiben, erlange ich die Wechselwirkung mit dem höheren unendlichen Licht in jedem winzigen Detail.

Außer der Atmung, die sich zur Stufe Bina verhält, beginnen alle übrigen Stufen, noch vor der Geburt zu arbeiten. Das Embryo ist ein sehr weiser Zustand, die Grundlage der gesamten weiteren Entwicklung aller Stufen. Alles fängt mit dem unbelebten Niveau (Embryo) an. [127349]

Auszug aus dem Unterricht nach „dem Vorwort zum Buch Sohar“, 12/02/14

Die Treppe zum schönen Gipfel

Sohar-Kongress – 2014. Lektion 1

Aus dem Artikel von Baal HaSulam „Vorwort zum Buch Sohar“: „Ich habe diese Kommentare „Sulam“ (Leiter) genannt, um zu zeigen, dass ihre Bestimmung einer Leiter gleicht.

Wenn vor dir ein schöner Gipfel zu sehen ist, dann fehlt es nur an einer Leiter, um dahin hinaufzusteigen, und alle Schätze der Welt  in Händen zu halten”

Wir beginnen unsere Arbeit mit der Bildung einer Gruppe aus zehn Menschen, die  eins werden wollen. Wenn wir diese zehn zu einem Menschen transformieren, dann beginnen wir, innerhalb dieser Verbindung die höhere Kraft zu offenbaren.

Danach beginnen wir, weitere äußere Kreise zu organisieren. Wir müssen diese Menschen so einschließen, dass sie sich auch als ein Ganzes verbinden.

Nach unserer Verbindung auf dem ersten Niveau, offenbaren wir das Licht Nefesh. Durch die Vereinigung im äußeren Kreis offenbaren wir das Licht Ruach.  Ruach offenbart sich aber  dann im innersten Kreis, wenn Nefesh in den äußeren Kreis übergeht.

Wenn wir in der Lage sind, uns an weitere äußere Kreise anzubinden, dann offenbaren wir im äußersten Kreis Nefesh, im mittleren – Ruach und im inneren – Neshama. (Angenommen, im ersten Kreis waren 10, im zweiten – 100, im dritten – 1000 Menschen.) Und so weiter, bis zum Licht Chaya und Yechida. Somit hängt unser Aufstieg also von der Ausweitung der äußeren Kreise ab.

Baal HaSulam bezeichnete dies in seinem Kommentar als „Leiter“. Denn je weiter wir voranschreiten und je mehr neue Freunde wir in uns aufnehmen, desto höher steigen wir die Leiter hinauf und verstärken unsere Verbindung. So verwandeln wir uns in ein größeres Gefäß, in dem sich das ganze Licht NaRaNChaY in unseren Gefäßen Keter, Chochma, Bina, Seir Anpin, Malchut offenbart. Das Licht und die Gefäße werden zusammen in ein Ganzes vereinigt und mit dem Schöpfungsziel verbunden.

Jede dieser fünf Stufen, dieser fünf Kreise teilt sich auf fünf und noch weitere fünf auf,  so dass das Licht NaRaNCHaY de-NaRaNChAY de-NaRaNChaY  –  insgesamt 125 Stufen –  entsteht. Deshalb erklären alle Kommentare für das gesamte Buch Sohar, über seine ganze Größe bis zum Ende der Korrektur,  wie man mit Hilfe der Vereinigung aller offenbarten Verlangen auf  spirituelle Höhen hinaufsteigt. Gerade deshalb hat Baal HaSulam diesen Kommentar „Leiter“ genannt. [127123]

Auszug aus der 1. Lektion des Kongresses „Sohar – 2014“, 05/02/14

Tore des Begreifens der Weisheit

Buch Sohar. Das Vorwort. Artikel „Zwei Punkte“, Punkt 121:…Das ist die Bedeutung der Schlösser an den Toren. Zuerst trennen wir uns vom Schöpfer, all die vielen Widersprüche über Seine Einzigartigkeit, welche wir in dieser Welt schmecken. Dennoch, wenn man sich anstrengt die Tora und die Gebote mit Liebe einzuhalten, mit unserer Seele und Kraft, wie uns geboten ist—unserem Erschaffer Zufriedenheit zu geben—beeinflussen uns all jene Kräfte der Trennung nicht, irgendetwas von der Liebe zum Schöpfer mit unseren ganzen Seelen und unserer ganzen Kraft abzuziehen. Vielmehr wird in diesem Zustand jeder Widerspruch, den wir überwunden haben, zu einem Tor für die Erlangung Seiner Weisheit.

Frage: Was bedeutet „jeder Widerspruch, den wir überwunden haben, wird zu einem Tor für die Erlangung Seiner Weisheit“? Was bedeutet „Widerspruch“?

Antwort: Ein Widerspruch ist etwas, was du zwischen jenem und diesem lösen kannst. Der Widerspruch bedeutet, dass ich nicht sehen, nicht dem zustimmen, und nicht verstehen kann, wie so etwas in der Welt geschieht. Er kann mit Seiner Einzigartigkeit, mit „Es gibt niemanden außer Ihm“, mit dem Guten und das Gute schaffende nicht verbunden werden, es kommt nicht zusammen.

Ich bekomme die Schläge von verschiedenen Seiten, ob es richtig oder falsch ist – ist mir nicht bekannt, ich soll sie aber rechtfertigen. Wenn mir klar wäre, dass dies die Strafe ist und ich für das andere Verhalten die Belohnung bekommen hätte, dann ginge es noch, aber es entspricht nicht meiner Logik. Wie gesagt wird: „dem Gerechten geht es schlecht“. Was kann man tun?…

Diese Zustände heißen „Widersprüche“ – die Widersprüche in der Höheren Lenkung.

Frage: Was macht der Gerechte, dem es schlecht geht?

Antwort: Der Gerechte rechtfertigt den Schöpfer, obwohl es ihm schlecht geht.

Frage: Aber das Schöpfungsziel – ist doch der Schöpfung einen Genuss zu bereiten. Wie wird es ihm helfen, wenn ihm schlecht ist, und er den Schöpfer rechtfertigt?

Antwort: Offenbar, geht es ihm gut. Es ist richtig, dass in ihm Böses ist.. Es ist richtig, dass er deswegen leidet. Aber es stimmt auch, dass er den Schöpfer rechtfertigt. Und deshalb heißt er „Gerechter“. [125828]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar. 13/01/14