Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Sohar'

Ist die Welt in mir oder außerhalb von mir?

Frage: Es ist allen bekannt, dass das Buch Sohar über die Wahrnehmung der Realität beim Menschen spricht. Dort steht, dass der Mensch eine kleine Welt ist. Das heißt, die ganze Welt ist innerhalb des Menschen. Wenn alles in mir ist, wie kann es sein, dass sich jemand in meine Realität von außen einmischt und mir sogar schaden kann?

Antwort: Es gibt ihn nicht außerhalb von dir. Er ist in dir. Du bist so angeordnet, dass antagonistische Eigenschaften und Kräfte innerhalb von dir existieren. Aber da du den Zustand der inneren Harmonie noch nicht erreicht hast, und anstatt alles Negative in dir als eine schlechte, innere Verbindung zu sehen, als Gegenteil, als Antagonismus der Eigenschaften und Kräfte, siehst du es von außen.

Und alles ist dazu da, damit du dich selbst innerlich korrigieren kannst. Man zeigt dir genau die Defekte von außen, damit dir klarer wird, was du in dir korrigieren sollst. Schließlich empfindest du es nicht in dir selbst.

Frage: Das heißt, idealerweise  wäre es gut, wenn ich das alles innerlich empfinden könnte?

Antwort: Könntest du es in dir selbst korrigieren, dann würdest du außen das Licht der Unendlichkeit, die Eigenschaft der Liebe sehen.

 

Aus dem russischen Unterricht, 12.02.2017

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Alle Korrekturen sind nur in den Höheren Welten

Kommentar: Die Wahrheit ist, dass im Buch Sohar überhaupt nichts über unsere Welt gesagt wird, sondern nur von den Höheren Welten. (das Buch Sohar, „Wajetze“)

In unserer Welt gibt es keine Veränderungen, wir können nichts dagegen tun, darum ist es unnötig darüber zu reden. Wir sehen, wie wir gegen die Wand treten, versuchen etwas zu lösen, aber in der Tat können wir nichts in dieser Welt ändern.

Alle Lösungen gibt es nur auf der Höheren Ebene. Und unserer Welt ist der Ort, an dem wir uns für den Eintritt auf die nächste Stufe vorbereiten, auf die Stufe der Höheren Welt.

Unsere Aufgabe ist es, dies zu erreichen und damit zu arbeiten. Deshalb gibt es in unserer Welt keine Korrekturen. Alle Korrekturen sind nur in den Höheren Welten.

 

Aus der Lektion in Russisch, 12.02.2017

[#212144]

Das Universum ist in einem Menschen

Frage: Warum schuf der Schöpfer so viele Sterne? Oder ist das nur eine Illusion? Was sind die Grenzen des Universums?

Antwort: Vor sechzig Jahren, als ich ein Student war, lernte ich, dass das Universum grenzenlos ist, dass es nicht erschaffen wurde, und dass es vor unzähligen Jahren erschienen und Zeit ebenfalls unendlich ist.

Heutzutage sind Wissenschaftler zu der Erkenntnis gekommen, dass sowohl das Universum als auch die Zeit endlich sind, aber diese Information ist für uns letzten Endes nicht nützlich; das sind nur Hypothesen. Plötzlich werden Galaxien entdeckt, die zu diesen in Beziehung stehen; der Weltraum, den wir früher entdeckt hatten, war nur noch wie ein kleiner Punkt und deshalb ist die Beteiligung an dieser Forschung absolut nutzlos. Astronomen, Kosmologen und viele andere Wissenschaftler sind mit ihren mathematischen Kalkulationen an der Erforschung dieses Universums beteiligt, dennoch verstehen sie dieses System nicht ernsthaft.

Frage: Warum sind immer mehr Galaxien von ihnen entdeckt worden? Wie nützlich ist dieses Wissen?

Antwort: Dieses Wissen gibt uns ein Gefühl von Verlangen, die sich konstant ausweiten und innerhalb derer wir die äußere Welt empfinden.

In der „Einführung ins Buch Sohar“ steht, dass wir alles, was wir außerhalb von uns fühlen, tatsächlich innerhalb von uns finden. Das ist so angelegt, damit wir fähig sind, die Struktur der Schöpfung zu verstehen, die in uns zu finden ist. Ich fühle nicht, was innerhalb von mir zu finden ist. Im Gegenteil, alles was sich außerhalb von mir ausbreitet, entzweit sich scheinbar von mir. Daher kann ich es schon unterscheiden und davon lernen, weil es weit von mir entfernt ist und ohne eine Verbindung zu mir zu existieren scheint. Eine Illusion wurde für mich erschaffen, dass es nicht meins ist und darum kann ich es objektiver zuordnen, als wenn es innerhalb von mir wäre.

Frage: Spiegelt die Entdeckung eines unendlichen Universums die Unendlichkeit in mir?

Antwort: Sicher. Mein inneres Verlangen zu wachsen, enthüllt das scheinbar expandierende Universum.

Frage: Heißt das, dass ein Kabbalist in sich selbst hineinschauen und sagen kann: “Dieser Stern ist mein Verlangen?“

Antwort: Das ist exakt richtig: das ist genau der Weg, wie wir über die Sonne, den Mond, die Erde und alle Planeten im Sonnensystem sprechen. Ein Kabbalist kann beispielsweise einen „Mond“ innerhalb von sich entdecken, der der Charakter von Bina ist, der Charakter des Gebens, der durch das Or Choser (reflektierte Licht) von der Sonne scheint. Die Sonne ist der Charakter von Keter, und die Erde ist der Charakter von Malchut. Wir können diese Charaktere nicht innerhalb von uns bestimmen, weil alles außerhalb von uns gefunden wird, so dass wir sie bestimmen und von ihnen lernen können, aber tatsächlich lernen wird über uns selbst.

Frage: Was gibt uns ein Mensch? Letztendlich haben die Menschen seit tausenden von Jahren die Sonne und den Mond betrachtet und waren unfähig festzustellen, dass diese himmlischen Körper den Charakter des Gebens und Empfangens in ihnen verkörpern.

Antwort: Sie hatten kein Bedürfnis nach diesem Wissen und deshalb haben sie es nicht verstanden, aber wenn Menschen diese Charakteristiken innerhalb von sich entdecken, werden sie es erkennen, – durch ihre Verbindung mit den Objekten des solaren und räumlichen Systems – dass diese Objekte tatsächlich eine ungeheure Zahl von Verlangen verkörpern, die innerhalb von ihnen gefunden werden.

Frage: Das bedeutet, dass diese Billionen Sterne, jeder einzelne von ihnen ein einzelnes Verlangen ist. Gibt es einen Namen für jedes Verlangen so wie für jeden Stern?

Antwort: Ja. Zum Beispiel, Chochma von Keter von Bina, etc. ist ein sehr langer Ausdruck, der genau den Namen des einzelnen Verlangens ausdrückt.

Frage: Wie entdeckt ein Kabbalist diese Verlangen in sich und was macht er mit ihnen?

Antwort: Ein Kabbalist braucht nur eine einzige Sache mit den Verlangen tun: zusammensammeln und dem Schöpfer übergeben. Er muss nicht mit jedem einzelnen Verlangen arbeiten. Unsere Korrektur ist sehr einfach. Ich muss mich oder meine Verlangen nicht ändern, sondern nur meine Absicht bezüglich des Schöpfers ist wichtig, und das hängt von der Wichtigkeit ab, die ich dem Schöpfer in mir zuschreibe. Daher ist die Hauptsache, die Vorstellung des Schöpfers in meinen Augen zu entwickeln.

Frage: Wie ist es zu erklären, dass Verlangen entstehen und wie von selbst hochkommen und liegt es nur an mir, mich mit ihnen in der richtigen Absicht zu verbinden?

Antwort: Ja, sicher. Aber es hängt schon auch von der Gruppe ab, vom Studium und wie bereit du bist, dich zu erheben und dich innerhalb von dir mit ihnen zu verbinden.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 19.03.2017

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Die Struktur des Buches Sohar

Frage: Wie ist das Buch Sohar strukturiert?

Meine Antwort: Das Buch hat viele Teile, unter anderem ein Vorwort. Das Buch selber ist in drei Kapitel aufgeteilt, wie die Tora. Das Buch Sohar ist der Kommentar zur Tora.

Die Tora beschreibt alle möglichen Zustände von allen  höheren spirituellen Welten.  Das Buch Sohar beschreibt dasselbe, und steht den Kommentaren der Kabbalisten am nächsten. Das Buch offenbart das für die ganze Menschheit.

Die Tora ist nicht dafür geeignet, um den Menschen die Höhere Welt zu offenbaren, sie ist lediglich eine Auflistung der spirituellen Zustände. Das Buch Sohar dagegen hilft die Höhere Welt zu offenbaren.

Die Tora erzählt über alle Tiefen der Weltlenkung, also über die Höhere Welt in all ihren Einzelheiten. Das Buch Sohar aber ist ein Kommentar, welcher uns das erklärt, was in der Tora gesagt wurde, aber in einem übertragenen Sinne. Deswegen kann das Buch nur der Kabbalist verstehen.

Nichts desto trotz ist dieses Buch näher an den Menschen und dank diesem Buch beginnen wir zu begreifen, worüber in der Tora geschrieben wurde.

 „Das Vorwort zum Buch Sohar“ ist ein kompletter Band. Er erzählt von den grundlegenden Systemen der Lenkung unserer Welt. Dort sind die Artikel gesammelt und jeder von ihnen beschreibt ein bestimmtes System der Lenkung, einen bestimmten Knotenpunkt, eine Anleitung unserer Welt.

Im Buch Sohar gibt es auch einzelne Artikel wie „Idra Zuta“, „Idra Raba“, welche in den Kapiteln dieses Buch geschrieben stehen, weil sie eine mehr innerliche Vertiefung in das System darstellen.

Das ist genauso wie in unserer Welt. Nehmen wir an, ich studiere die Struktur des Autos, genauer gesagt die Kraftstoffanlage. In diesem Studienteil erlerne ich gesondert den Anlassvergaser, gesondert die Vorbereitung der Brennlösung im Motor und so weiter. Das heißt, dass die Arbeiten der gesonderten Systeme in einem separaten Studienblog stehen.

Genau dasselbe steht in den Artikeln des Buches Sohar: „Idra Zuta“, „Safra de-znijuta“ und anderen.

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Der Krieg gegen Amalek

Sohar, Beshalach: „Solange Mose seine Hand erhoben hielt, war Israel stärker; sooft er aber die Hand sinken ließ, war Amalek stärker. Als dem Mose die Hände schwer wurden, holten sie einen Steinbrocken, schoben ihn unter Mose und er setzte sich darauf. Aaron und Hur stützten seine Arme, der eine rechts, der andere links, sodass seine Hände erhoben blieben, bis die Sonne unterging.

Die Rechte bedeutet Chessed (Eigenschaft der Barmherzigkeit), und das Wichtigste, das wir brauchen, ist das Licht Chassadim. Es muss in uns herrschen, denn gerade dieses Licht verbindet uns miteinander. Er herrscht in unserem Kli, es deckt sich mit der Absicht des Gebens. Und durch die Absicht des Gebens kann sich das Licht ins Kli Chochma – die Anwesenheit des Schöpfers – einkleiden. 04Aber vor der Enthüllung des Schöpfers müssen wir die Gleichheit der Form mit Ihm erreichen. Das tut gerade das Licht Chassadim – das Licht des Gebens und der Barmherzigkeit (Chessed), das wir durch MaN erreichen müssen.

Deshalb besteht der ganze Krieg von Moses gegen Amalek (Amalek ist ein Akronym für die Worte Um des Empfangens willen – „Al Men At LE Kabel“) darin, dass Moses zuerst das Licht der Barmherzigkeit fordert – die Kraft Chassadim – die Kraft von Aron, der ihn von der rechten Seite unterstützt. Dann beginnt Moses seine schwere Arme, die „Hände des Glaubens“ heißen, hochzuheben. Warum sind sie schwer? Weil sein Verlangen zu genießen groß ist und wegen Amalek ständig wächst.

Sobald im Menschen wieder das Verlangen zu genießen erwacht, sinken seine Arme – die Symbole des Gebens – wieder nach unten und die Absicht „um zu empfangen“ gewinnt. Also muss man die Arme von Moses stützen. Deshalb treten gegen Amalek die höhere Kräfte auf: Die Rechte – Aron und die Linke – Hur, und von Oben kommt das Licht und kleidet sich in das Verlangen des Menschen, der durch den Glauben (das Licht Bina) korrigiert wurde. Dann gelingt es Moses, seinen Egoismus (=Amalek) zu besiegen.

So geschieht es in vielen Situationen in unserer Arbeit, das Verlangen zu genießen wächst und wir müssen dagegen ankämpfen.

Aus dem Soharunterricht, 15.11.2010

Und ihr sollt euch über alle eure Bestrebungen freuen

In der Tora steht geschrieben: „Und ihr sollt euch über alle eure Bestrebungen freuen…“ (Deuteronomium, 12:7).

Die Hände repräsentieren die egoistischen Wünsche eines Menschen, die die ganze Welt besitzen wollen. Wenn wir aber mit unseren egoistischen Händen altruistisch handeln, indem wir altruistische Absichten für unser Handeln schaffen, dann können wir in Heiligkeit den Schöpfer aufnehmen. Wir können Ihn dann wahrnehmen, Ihn offenbaren, uns Ihm annähern, mit Ihm in Kontakt treten, uns anheften und in die Qualität des Gebens eintreten.

Es steht geschrieben: „Freut euch in all euren Anstrengungen“, denn „freuen“ ist die Offenbarung des Schöpfers. Wir enthüllen Ihn in unseren korrigierten, richtig angesammelten Wünschen. Der Schöpfer kommt aus dem, was wir zwischen uns und unseren zerbrochenen Teilen zusammensetzen können.

Mit anderen Worten gibt uns die gewisse Beschaffenheit der Verbindung zwischen uns ein entsprechendes Bild des Gebens und der Liebe. Das wird „der Schöpfer“ genannt. Eine andere Beschaffenheit gibt uns ein anderes Bild von Ihm. Daher wird im Buch Sohar und anderen Quellen geschrieben, dass der Schöpfer zwischen uns in unterschiedlicher Gestalt aufgedeckt wird. Diese Bilder sind nicht materiell.

Aus Kab TV „Geheimnisse des ewigen Buches“ 30/6/16

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Während der Brautnacht

Vorwort zum Buch „Sohar“, Kapitel “Während der Brautnacht“: “Die Tage des Exils werden „Nacht“ genannt, denn dies ist die Zeit der Verhüllung seines Antlitzes vor den Kindern Israels. Zu dieser Zeit dominieren all die Kräfte der Trennung zwischen den Knechten und dem Schöpfer, und jetzt, genau zu dieser Zeit verbindet sich die Braut mit ihrem Gemahl – durch Tora und Mizwot der Gerechten, die zu dieser Zeit als diejenigen angesehen werden, welche die Tora einhalten.”.

Der Punkt im Herzen, spirituelles Erwachen an den Tagen des „Exils“ bedeutet, dass in 6000 Jahren, nur etwas aus der Dunkelheit, aus dem Gefühl des „Exils“ heraus erwächst. Wir müssen jedes Mal die Dunkelheit ins Licht umwandeln, bis wir nach sechs Arbeitstagen den siebten Tag des siebten Jahrtausends erreichen, an dem alles im Licht ist.

Deshalb besteht unsere ganze Arbeit darin, jeden Zustand als die Dunkelheit der Nacht anzusehen, welches wir in den Tag umwandeln. Wir bestimmen, ob der gleiche Zustand das gleiche Gefühl Tag und nicht Nacht ist.

Bezüglich unseres Egoismus, dem Verlangen zu empfangen erscheint uns dies als Dunkelheit, aber in Bezug auf das Verlangen zu geben als Erfolg, als Licht. [135587]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch „Sohar“, 21/05/14

Das Ziel des Lebens erreichen

Frage: Wie können wir uns davor schützen, beim Lesen des Sohar nicht in das materielle Verlangen abzusteigen?

Antwort: Das Studium der Tora bedeutet, ich ziehe das Licht an, das zur Quelle zurückführt,  so wie geschrieben steht: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen und schuf die Tora als Gewürz.“

Wenn ich fühle, dass ich den bösen Trieb in mir trage, mich von ihm befreien will, aber weiß, dass ich keine Chance habe, dies auch nur in irgendeiner anderen Art und Weise zu tun, als mit den Freunden zusammen zu studieren -, dann erreiche ich diesen Zustand, in dem ich das Licht anziehe, das zur Quelle zurückführt. Das ist, was man die Ausübung der Tora nennt.

Das heißt, um die Tora zu befolgen, benötigt man ein großes inneres Verlangen danach, sich selbst zu korrigieren – sonst nichts. Es wird einem nichts anderes dabei helfen, weder von einem Arzt verschriebene Medizin, noch Fitness oder aber besondere Fähigkeiten. Es liegt jenseits menschlicher Macht. Ich allein bin nicht in der Lage, das zu tun.

In diesem Zustand dann fange ich an, den Sohar zu studieren, womit ich natürlich erwarte, dass der böse Trieb sich dadurch in mir korrigieren wird. Vielleicht ist dies derzeit nicht der böse Trieb, aber im Moment denke ich so.

Was ist der böse Trieb? – Es sind  alle möglichen Verlangen, die mich daran hindern, die Korrektur zu erreichen.  Die Tora besagt – wenn du diese Verlangen nicht korrigierst, wird das Ziel der Schöpfung nicht erreicht.

Und solche Verlangen, die mich daran hindern, das Ziel der Schöpfung zu erreichen, bezeichne ich als böse. Ich vernichte sie nicht, sondern  erwarte, dass die Tora sie korrigiert. Wie – ich weiß es nicht. Denn es steht geschrieben: „Das Licht, was zur Quelle zurück führt.“ Das heißt, diese Verlangen bleiben, die werden nur umgewandelt.

Frage: Was muss ich tun, damit ich an meinen Fähigkeiten verzweifele?

Antwort: Man muss so viel wie möglich versuchen. Alles, was in deiner  Macht steht – tue  es. Du sollst  überprüfen, was dich daran hindert, die Spiritualität, das  Ziel des Lebens,  zu erreichen. Was ist der Sinn des Lebens? – entweder  erreichst du  diesen Zustand am Ende deines Lebens, oder schon davor  und gehst den Weg weiter.

Du siehst dein Leben nicht, als etwas Einzigartiges und unwiederholbares  an. Du siehst, dass dieses Leben – nur ein kurzes Fragment deiner Existenz ist, und in diesem  Abschnitt möchtest du einen Zustand erreichen, mit dem du in die nächste Stufe  eintreten willst.  Das bedeutet  den Sinn des Lebens, den Sinn der Schöpfung zu erreichen. Zu diesem Zweck existieren wir hier, diese Jahrzehnte.

Jeder kann das erreichen. Was hindert uns daran? – Das muss man herausfinden und erkennen, dass um diesen  Zustand zu erreichen, was  über diesem Leben existiert,  kann man nur unter der Bedingung, wenn man das Verlangen zu geben erlangt.

Das Verlangen zu geben findet mittels der Ausführung  der Tora,  unter bestimmten Bedingungen, statt, so wie  die Verbindung  in der Gruppe, die  Verbreitung usw..  In der Tat besteht  unsere Welt aus dem Verlangen zu empfangen, und das ist ein vorübergehender Zustand. Um den höheren Zustand zu erreichen, müssen wir das Verlangen zu geben erlangen. [131006]

Auszug aus dem Unterricht vom Sohar, 25.03.2014

„Betrübtes Herz“

Das Buch Sohar. Kapitel „Wajechi“, Punkt 9: „Und Ich bin unter den Betrübten, und mit denen, die niedergeschlagen sind, um den Geist des Niedergeschlagenen zu beleben und das Herz des Betrübten zu beleben.“

„Das Herz des Betrübten“ ist Jakob, da unter dieser Stufe von Achoraim [Rückseite] die Vorhersagen und der Segen auf ihn in Ägypten herunter kamen. Ägypten wird als Achoraim bezeichnet. Das ist der Grund dafür, warum sein Herz schwermütig wurde.

Frage: Was bedeutet „betrübtes Herz“ in der spirituellen Arbeit?

Antwort: „Das betrübt Herz“ ist ein Verlangen mit dem ich nichts machen kann. Es befindet sich vor mir, wie die gewisse Barriere, wie das gewisse Hindernis, welches ich nicht beseitigen kann.

Wenn ich es nicht aus dem Weg entferne, dann werde ich nichts erreichen, „der Tod wird besser, als ein solches Leben sein“.

Dieser Zustand ist wünschenswert, denn ich brauche darin die Barmherzigkeit des Schöpfers. [130820]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 25/03/14

Welches „Wunder“ erwarten wir?

Wenn wir, das Buch Sohar zu lesen beginnen, dann sollen wir vor allem verstehen, wofür wir dieses Buch lesen. Wenn es sich um „das wunderbare Mittel“ (Sgula) handelt, welches „Wunder“ erwarten wir dann noch? „Das wunderbare Mittel“ bedeutet „über meine Vernunft“, es hilft mir, obwohl ich es nicht verstehe. Es hilft mir dort, wo ich mir selbst nicht helfen kann.

Nachdem der Mensch an den eigenen Kräften verzweifelt und erkennt, dass ihm nichts mehr helfen kann, um das Wichtigste in seinem Leben zu erreichen, so kommt er zur wahren Bitte, zum Gebet, zum Schrei. In diesem Fall kann der Sohar ihm helfen.

Deshalb sollen wir immer wieder klären, welches Hauptziel wir mit Hilfe des Sohars erreichen wollen. Das Buch Sohar ist nur für die Erreichung dieses Ziels vorbestimmt.

Wenn wir während des Lesens klären, was das Buch in uns ändern soll, dann ist ein solches Vorangehen das wahre Studium der Wissenschaft der Kabbala. [130824]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 25/03/14