Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Eintritt in das höhere Lenkungssystem

Dazu muss man den Aspekt der Unsterblichkeit der Seele hinzufügen und die Belohnung in der kommenden Welt, sowie die Ehre des Individuums und die Ehre des Volkes. (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“)

Das Problem der menschlichen Beziehungen in der Familie, der Gesellschaft und dem Volk ist sehr groß. Wenn du dem keine Beachtung schenkst, wirst du mit Gewalt dazu gezwungen. Wir sehen wie in dem sogenannten vereinten Europa die individualistischen und nationalistischen Bewegungen erwachen. Das ist das Erste.

Das Zweite ist, mit Hilfe der Kabbala offenbart der Mensch das ewige und vollkommene Lenkungssystem. Er tritt in dieses System ein wie in ein Flugzeugcockpit. Er beginnt auch das Flugzeug zu lenken. Dabei sieht er wohin, wofür und wieso er fliegt. Dieser Flug ist ewig.

Auf der anderen Seite gibt es keine Möglichkeit für den Menschen diesen Flug zu verlassen. Dabei ist es noch wichtiger, den Flug steuern zu können und zu verstehen, wohin man fliegt.

Frage: Welche Verbindung gibt es zwischen der Unsterblichkeit der Seele, der Belohnung in der kommenden Welt und „der Ehre des Individuums und des Volkes“?

Meine Antwort: Dies alles zieht den Menschen an.

Das heißt, dass ich mich erhebe, mich in der Entwicklung vorn anstelle, von mir hängt die Welt ab. Dabei sehe ich mich innerhalb meines Volkes, innerhalb der Menschheit, als sein Retter, sein Anführer.

„Ich führe die Menschen zu einer besseren Zukunft“ so fühlt der Mensch, der Kabbala studiert, weil jeder von uns diese individuelle Aufgabe erledigt, welche keiner außer ihm erfüllen kann.

Dieser Zustand verbindet sich mit der Unsterblichkeit des Volkes, mit der Unsterblichkeit der Seele, mit der Unsterblichkeit unserer Existenz. Es existiert kein Tod. Es existiert nur der Tod des tierischen Körpers, der dafür notwendig ist, damit wir zum nächsthöheren Niveau aufsteigen können. Wir haben eine bestimmte Frist, um dieses Niveau erreichen und weiterhin auf ihm existieren zu können.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“ 

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Blitztipps aus der Kabbala – 4/23/17  Teil 2

Frage: Wenn die Seele eine für alle ist, und sie ist in ihren Eigenschaften dem Schöpfer ähnlich, bedeutet das, dass die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer auch eine für alle ist?

Antwort: Nein, jeder hat seinen eigenen Teil. Schließlich sind wir alle Teile der gemeinsamen Seele, und jeder Teil ist vollkommen einzigartig. Dem Schöpfer ähnlich zu werden bedeutet, seinen Teil von einer egoistischen Form in eine Altruistische zu transformieren, gemäß dem, der du von Natur aus bist.

Frage: Ist es nach der Kabbala wahr, dass man, je mehr man einen Menschen verachtet, man umso mehr seine Seele mit Liebe zu ihm füllt?

Antwort: Je größer das Minus, umso größer ist das oben erschaffene Plus, und umso größer ist daher deine Seele.

Frage: Warum sagt man manchmal, dass eine Seele ein Teil des Schöpfers ist, und manchmal, dass sie eine Schöpfung ist, ein Wunsch zu empfangen?

Antwort: Es ist dasselbe, weil eine Seele gemäß ihrer Füllung das Licht ist, und gemäß ihrer Natur ist sie eine Schöpfung, der Wunsch, der dem Schöpfer entgegengesetzt ist. Mit anderen Worten, eine Seele besteht aus zwei gegensätzlichen Teilen.

Frage: Was ist der freie Wille meiner Seele, wenn der Anfang und das Ende vom Schöpfer vorherbestimmt sind?

Antwort: Der freie Wille besteht darin, dieses Ende selbst zu erreichen, sodass man nicht „zum Glück durch den Stock“ gezwungen wird, sondern selbst danach strebt.

Frage: Wenn ich die Menschen liebe und ihnen helfe, wird dann der Schöpfer das Licht durch mich durchleiten?

Antwort: Nein. Der Schöpfer wird nichts durch dich einfach so machen. Nur wenn du, solange du in der Gruppe bist, alle Bedingungen, die in den kabbalistischen Quellen beschrieben sind, erfüllst.

Frage: Ist die Kabbala eine Wissenschaft über die Liebe?

Antwort: Ja, wahre Liebe ist etwas, was als Resultat aus der Realisierung der Kabbala entsteht.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 4/23/17

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Blitztipps aus der Kabbala – 4/23/17  Teil 1

Frage: Wenn die Seele ein Wunsch ist, was ist dann ein zerbrochener Wunsch? Ist es ein Wunsch, den man nicht mag?

Antwort: Einen zerbrochenen Wunsch nennt man einen egoistischen Wunsch, einen Wunsch, um Vergnügen nur für sich selbst zu erhalten, ohne irgendetwas anderes in der Welt in Betracht zu ziehen.

Frage: Wie kann eine Seele einen Namen haben? Wer gibt der Seele einen Namen? Macht das der Schöpfer?

Antwort: Die Seele selbst verdient ihren Namen gemäß der Stufe, zu der sie aufsteigt. Die Stufe der Ähnlichkeit mit dem Schöpfer bestimmt den Namen der Seele.

Frage: Ist die Seele eine für alle?

Antwort: Prinzipiell erreichen wir einen Zustand, wo wir sehen, dass es genauso ist.

Frage: Gibt es einen Lebenssinn für eine einzelne Person als Individuum, oder gibt es eine gemeinsame Bedeutung für alle Menschen auf dem Planeten?

Antwort: Eine einzelne Person wird nicht in der Lage sein, den Sinn des Lebens zu finden, weil wir alle aus einer einzigen Seele von Adam stammen. Deshalb gibt uns nur die Erlangung der gemeinsamen Seele ein Gefühl für den Sinn des Lebens.

Frage: Ist die Gegensätzlichkeit zwischen den Teilen einer einzigen Seele ein Trick des Schöpfers?

Antwort: Ja. Das brauchen wir, um uns miteinander zu vereinen, trotz unseres
Egoismus´, und um die Kraft zu erreichen, die 613 mal größer ist als diejenige, die wir in unserem anfänglichen Zustand hatten.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 4/23/17

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Zwei Inkarnationen einer großen Seele

Baal HaSulam ist der größte Kabbalist unserer Zeit. Es ist sehr schwierig, über so eine gewaltige Kraft zu sprechen, weil wir nicht wirklich verstehen, was es bedeutet, ein Kabbalist zu sein. Er lebt Seite an Seite mit uns und gleichzeitig in einer anderen Welt. Ein Kabbalist lebt tatsächlich in zwei Welten.

Für einen Kabbalisten gibt es da keine Verwirrung. Er sieht die obere Welt und die untere Welt. Aber was ihn am meisten interessiert, ist ihre gegenseitige Abhängigkeit: wie ist es möglich, Korrekturen der unteren Welt in der oberen Welt zu machen, und zwar so, dass diese wiederum die untere Welt beeinflussen und unsere Welt sich auf die Stufe der Oberen erhebt. Das ist die Aufgabe eines jeden Kabbalisten.

Ein Kabbalist tritt hervor aus diesem Wunsch, der ihn im allgemeinen System der Seele als „Adam“ charakterisiert. Jeder von uns hat eine unterschiedliche Wurzel. Sie wird als „Referenzpunkt“ oder „Punkt im Herzen“ bezeichnet. Und aus diesem Grund enthüllt jeder die obere Welt auf seine eigene, einzigartige Weise.

Alle Punkte im Herzen enthüllen jedoch dieses System auf relativ ähnliche Art und Weise. Gleichwohl hatten all jene, die vor Baal HaSulam schrieben, sehr schwere Voraussetzungen, um zum Beispiel einen Kommentar zum Buch Sohar zu schreiben.

Und vor dem Erscheinen des Buches Sohar war niemand in der Lage, irgendetwas zu schreiben, was dem auch nur ähnlich ist, trotz der Tatsache, dass viele Kabbalisten gelehrter waren als Rabbi Shimon. Sie konnten etwas nicht einfach so beschreiben wir er.

Das heißt, in der Kabbala gibt es viele solche Bedingungen: du kannst groß sein, ein spirituelles Genie, aber du kannst überhaupt nichts beschreiben, du bist einfach nicht dazu in der Lage.

Aber Baal HaSulam hatte diese beiden Eigenschaften. Das ist erstaunlich! In der ganzen Geschichte der Kabbala gab es praktisch keinen Kabbalisten mit einer solchen Fähigkeit.

Moses war der größte Kabbalist, und auch die Fünf Bücher, die er auf so eine Art und Weise und in einer derartigen Sprache geschrieben hat, dass jedermann sie so interpretieren kann wie er will.

Und was von dem Ari in seiner Arbeit Der Baum des Lebens geschrieben wurde, kann überhaupt nicht verstanden werden; hier ist eine klare Erlangung der spirituellen Welt notwendig für jemanden, der zumindest beginnt zu verstehen, worüber er spricht. In diesem Buch werden reine physikalische Daten dargelegt, genauso wie in irgendeinem Physikbuch.

Als der Ari zu lehren begann, war deshalb der einzige  der fähig war ihn wertzuschätzen, ein Kabbalist seiner eigenen Zeit, der Ramak. Er schickte auch alle anderen Studenten zum Ari, indem er betonte, dass dieses Material etwas Neues ist. Aber weder sie noch er waren in der Lage, das System vom Ari zu verstehen, auch nicht bis zu dem Tag als er starb. Und deshalb gehörte der Ramak zu der vorherigen Generation der Seelen, jenen, die vor dem Ari auf die Welt kamen.

Deshalb sagt Baal HaSulam freimütig: „Alles was ich erlangt habe, habe ich erlangt, indem ich der Seele Ari´s gefolgt bin, die sich in mir inkarniert hat“, mit anderen Worten, er war die nächste Inkarnation des Ari. Was damit hier gemeint ist, ist nicht der physische Körper, da er nicht existiert und auch nicht unsere Welt. Das Einzige was existiert, ist der zerschmetterte, verstreute Wunsch in einem enormen egoistischen Raum.

In diesem Raum gibt es Tropfen wie Rosinen in einem Kuchen, die eine Neigung zur Einheit haben, zur Verschmelzung mit dem Schöpfer. Aber wir fühlen diese Neigungen nicht, weil wir in einem Ozean von Egoismus leben, wir sitzen in diesem Teig, und deswegen fühlen wir unser Ego noch nicht mal. Jede „Rosine“, jeder Punkt im Herzen, unterzieht sich ständig allen möglichen Korrekturen.

Baal HaSulam ist im Endergebnis zu dieser selben „Rosine“ geworden, die der Ari war, diese selbe Seele, die der Ari war, und der seine Arbeit fortsetzte. Das nennt man eine „Inkarnation“. Mit anderen Worten, es handelt sich nicht um eine getrennte Seele, sondern um diese selbe Seele, die seine Arbeit fortsetzt, nur unter anderen Bedingungen, in einer anderen Generation.

Und was ist mit „Generation“ gemeint? Es ist nicht das was uns in unserer Welt passiert. Wenn viele Punkte im Herzen, Embryos einer Seele, auch wenn sie sich ständig verändern während sie noch in einer falschen Art der Verbindung untereinander leben, sich selbst vorstellen, unsere Welt scheinbar zu erfahren.

Deshalb ist es äußerst wichtig, dass wir nicht über diese Welt nachdenken, die sich uns durch unser System der fünf tierischen Sinne zeigt, sondern stattdessen über das, was durch den Punkt im Herzen geschieht.

Frage: Wenn eine Seele reinkarniert, bleibt dann die Individualität erhalten?

Antwort: Die Seele beschäftigt sich mit verschiedenen äußeren Bedingungen. Der Ari brachte den Baum des Lebens in unsere Welt. Als dieser selbe Ari das nächste Mal kam, wurde er Baal HaSulam genannt und der brachte den Talmud Eser Sefirot in unser Leben.

Frage: Anders gesagt, er erhielt dieselbe spirituelle Stufe der Erlangung wie der Ari?

Antwort: Sogar noch größer.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 10/16/16

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Was beten wir an?

Tora, Deuteronomium 28:36:  Der HERR wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einer Nation wegführen, die du nicht gekannt hast, du und deine Väter. Und du wirst dort anderen Göttern, Göttern aus Holz und Stein, dienen.

Der Schöpfer wird dich in einen Zustand führen, in dem der Egoismus aufstrebt, weil du nichts anderes verdienst. Und du wirst „andere Götter aus Holz und Stein“ anbeten, was bedeutet, dass es keine Verbindung zur Wahrheit gibt.

Heute beten wir das Radio, den Fernseher, das Internet und alle Arten von pseudo-spirituellen Praktiken an. Wir befassen uns mit Erziehungsmethoden, die im Prinzip nutzlos sind und Wissenschaften, die nur unsere Welt untersuchen, was uns nur stärker in die Materie bringt (Egoismus).

Wir sind glücklich, dass wir Materie in alles verwandeln können. Aber wofür? Bringt uns das irgendetwas? Wir müssen unser Inneres mehr als das Äußere entwickeln. Dennoch sind wir den entgegengesetzten Weg gegangen. Seit zehntausend Jahren haben wir uns mit der Kontrolle der unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufen der Natur beschäftigt, und wir existieren nur ihr zuliebe.

Jetzt jedoch ist eine besondere Zeit. Jetzt haben wir endlich eine Gelegenheit, uns der Sackgasse unserer Entwicklung bewusst zu werden, weil die Evolution die Menschheit zur Erkenntnis bringt, dass es nirgendwo hingeht.

Was liegt also vor uns? Arbeitslosigkeit und Leere, weil Roboter alle Jobs ersetzen. Sie ersetzen Fahrer, Ärzte und Arbeiter in der Dienstleistungsindustrie. Und was werden wir tun? Vielleicht werden wir abschalten und im Halbschlaf durch Drogenkonsum sein oder wir frieren uns selbst ein und warten tausend Jahre, bis uns jemand wieder auftaut? Das wird die Welt nach vorne bringen.

Was können wir tatsächlich anfangen mit unseren egoistischen Verlangen?

Wenn wir das Maximum erreicht haben, zwingt es uns praktisch, durch alle Arten von Illusionen zu gehen.

In der Zwischenzeit gucken die Menschen ständig TV-Shows und schreiben sich auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Aber im Prinzip erreichen wir einen Zustand, in dem ich besser eine Pille einnehme und einschlafe. Oder wir setzen eine Elektrode ins Ohr, die uns permanent Filme vorspielt während wir im Halbschlaf sind. Dieselbe Elektrode wird es uns erlauben, alle Arten von Geschmäckern, Gerüchen und Gefühlen zu empfinden.

Kommentar: Manchmal sehnen sich die Menschen nach diesem Zustand, um von allem abzuschalten.

Antwort: Natürlich tun sie das! Das ist egoistisch begründet.

Wenn die Menschheit in der Lage ist, es zu tun, dann tut sie es natürlich. Aber die Sache ist die, dass es ein Schöpfungsprogramm über uns gibt und das wird uns nicht erlauben, in diesen rosa Nebel einzutauchen.

Frage: Die Menschen werden also nicht in den Schlaf fallen?

Antwort: Es ist möglich, aber nur um der Verwirklichung des Bösen willen. Wir müssen uns dieser Möglichkeit ebenfalls bewusst werden, zusammen mit dem Bösen, das ihm innewohnt. Es ist möglich, dass eine Generation durch das Netz fällt, aber das spielt keine Rolle.

In unserer Welt werden Körper geboren und sterben, aber die Seelen sind immer im Umlauf. Deshalb werden wir das alles durchmachen.

 

Aus KabTV „Das Geheimnis des Ewigen Buches“

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Die Entwicklung der Seele beeinflussen

Frage: Die Tora spricht über ein Verbot der  Schicksalsvorhersage… sagt die Weisheit der Kabbala die Zukunft voraus?

Antwort: Wahrsager ruinieren nur unser Leben. Ein Mensch muss nicht über die Zukunft nachdenken und Fragen über die Aufrechterhaltung seines vergänglichen Körpers stellen. Wir müssen eine Seele erlangen. Wo ist unsere Seele? Es ist notwendig, sie zu entdecken und zu entwickeln, mit ihr in Verbindung zu treten, in ihr zu leben und nicht im Körper.

Frage: In der Tora wird gesagt, dass es notwendig ist, Wahrsager zu töten, zu verbrennen, zu exekutieren oder aufzuhängen. Was ist ihre Erklärung dafür? Was sind diese vier Arten des Todes gemäß der Tora?

Antwort:  Was die Tora dazu sagt, ist vollkommen irrelevant für unsere Welt. Wenn sie über die vier Arten des Todes spricht, bezieht sich das nicht auf den physischen Körper, sondern auf die Seele und wie sie durch den Menschen zerstört wird. Er ist der Einzige, der ihr schaden kann.

Niemand sonst ist fähig, die menschliche Seele zu erreichen und zu beeinflussen. Ein positiver Einfluss auf sie drückt sich in der Erhebung auf die Stufe des Schöpfers aus. Ein negativer Einfluss ist ein Abstieg durch vier Phasen, die durch Strangulation, Steinigung, Enthauptung und Opfer symbolisiert werden. Aber diese vier Arten von Bestrafungen der Seele treffen dann zu, wenn ein Mensch ihre Entwicklung vernachlässigt.

Frage: Was bedeutet der Einsatz dieser Tode im Hinblick auf Voraussagen meiner Zukunft?

Antwort: Eine Voraussage meines Todes symbolisiert, dass ich in mir ein Charakteristikum ausmachen muss, dass ich selbst korrigieren muss. Das ist eine innere Korrektur und nicht mehr.

Frage: Der Mensch muss seine eigene Seele korrigieren. „Verbrennt„ er dadurch seine unkorrigierten Wünsche?

Antwort: Niemand anderes als der Mensch selbst ist in der Lage, seine eigene Seele zu berühren. Wenn er tief in seine spirituelle Entwicklung einsteigt, kann er seine Seele in jeder Richtung beeinflussen, zum Schlechten wie zum Guten.

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Aus der russischen Kabbalalektion 1/1/16

Und Mein Haus wird „Haus des Gebets“ für alle Völker der Welt genannt

(..) Sondern ihr sollt nach der Stätte fragen, die der Herr, euer Gott, aus allen euren Stammesgebieten auswählen wird, indem er dort seinen Namen anbringt. Nach seiner Wohnung sollt ihr fragen und dorthin sollst du ziehen. (Tora, Dewarim, Re’eh, 12:5)

Eine gemeinsame Seele wird auf 12 Stämme geteilt, weil sie aus dem 4-buchstäbigem Namen des Schöpfers besteht: „jud-kej-waw-kej“ (so genanten HAWAJA), und jeder dieser Buchstaben beinhaltet 3 Linien: Die rechte, die linke und die mittlere. Vier mal drei macht zwölf Teile, d.h. zwölf Stämme, zwölf Arten der möglichen Arbeit an der Korrektur des Wunsches, die zusammen in ein großes Ganzes verbunden werden sollen.

Dieser Ort, wo alle zwölf Stämme arbeiten, soll den Namen „Dritter Tempel“ tragen – das Haus des Schöpfers. Denn da, wo egoistische Wünsche, Erwartungen und das Streben der ganzen Menschheit sich verbinden, befindet sich der Schöpfer. Wie gesagt wird: „Und Mein Haus wird Haus des Gebets für alle Völker der Welt genannt“.

Von dem vorherigen Tempel wird das nicht gesagt, denn dieser vorläufige musste zerstört werden und wird als Dritter Tempel, der in unseren Herzen gebaut wird, rekonstruiert. Wir fangen erst an, diese Idee in der ganzen Welt zu verbreiten. Aber der Anstoß dafür ist bereits gegeben. Wir sind schon in diese Richtung „losgefahren“.

Als ich jung und bei meinem Lehren war, schien mir, dass es gleich passieren wird, aber jetzt verstehe ich, dass man kontinuierlich voranschreiten und arbeiten muss. Denn Kabbalisten arbeiteten daran seit Jahrtausenden, und gerieten deswegen nie in Panik, noch in Depression, noch in Verzweiflung.

Sie wussten, dass sie das eigenen Steinchen in das Gesamtbild legen müssen: Mehr und mehr Menschen anzuziehen, zu erzählen, zu zeigen, sie irgendwie zu formen und sie auf den Weg zu führen, wo wir in unserem gemeinsamen Herz den einheitlichen Schöpfer offenbaren.

Wir leben in einer wunderbaren Zeit, in der der Übergang von der absoluten Verborgenheit der Höheren Welt hin zu ihrer Enthüllung erfolgt! Wir fangen an, in der Welt darüber zu reden, erarbeiten die Methodik ihrer Offenbarung und werden sie überall verbreiten – bei uns wie auch bei den Völkern der Welt.

Natürlich brauchen wir dafür Zeit. Ich hoffe, dass meine Schüler eigene Schüler haben werden, die diese Arbeit fortführen werden – da bin ich mir absolut sicher. Aber wann es sich verwirklicht, ist von unserer Beharrlichkeit abhängig.

Aus dem TV-Programm „Geheimnis des ewigen Buches“ , 30.06.2016

„Stein“ ist ein unbelebter Zustand

Und du sollst ihn steinigen, dass er sterbe, weil er dich von Gott, deinem  Allmächtigen wegstoßen wollte, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus dem Hause der Knechtschaft. (Tora, „Dvarim“Ree„, 13:11)

Frage: Was heißt „sollst ihn steinigen“?

Antwort: „Stein“ bedeutet, dass Sie auf nichts Rücksicht nehmen außer auf Ihren unbelebten Zustand. Dabei nehmen Sie auch keine Rücksicht auf jegliche Überzeugung des Egoismus, keine Eigenschaften, keine Tricks – und handeln deutlich gemäß der kabbalistischen Methode.

Sie müssen allen Anweisungen genau folgen, weder Ihren Augen noch Ohren, noch dem Verstand trauen. Dieses Leistungsniveau nennt man „domem“, was „Stein“, unbelebtes Niveau, bedeutet.

„Lev a-Even“ (Herz aus Stein) ist eine echte Hinrichtung, da als Stein bezeichnet wird, was nicht zu ändern ist. Sie nehmen Ihre Eigenschaften, die Sie nicht ändern können und verwenden sie, um in sich den bösen Trieb zu töten.

TV Programm „Geheimnisse des ewigen Buches“, 13.07.2016.

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Du lernst das ganze Leben

Frage: Warum  lernt die Gesellschaft nichts aus der Geschichte? Warum sind die Menschen nicht in der Lage, klare und selbstverständliche Tatsachen zu verstehen, zu akzeptieren und daraus Rückschlüsse für die Gegenwart und die Zukunft zu ziehen?

Meine Antwort: Die Menschheit lernt schrittweise und nur aus ihren Fehlern. Das Leiden treibt die Menschen voran. Nachdem was in den Büchern der Weisheit der Kabbala beschrieben wird, musste es bis zur heutigen Zeit so sein. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Menschheit durch „Schläge“. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts begann sich die Welt zu verändern. Der Erste Weltkrieg  war der Beginn der Manifestation globaler Prozesse in der Welt. Dieser Trend entwickelte sich allmählich weiter und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg deutlicher. Heute leben wir bereits in einer globalen Welt mit unterschiedlichen integralen Verbindungen.

In unserer Zeit, in der die Menschheit ein solches, ganzheitliches Ego erreicht hat, sind wir vollkommen in gegenseitige Beziehungen eingetreten. Die Menschen können über die Meere und Kontinente Kontakt miteinander haben. Es ist bereits möglich, den Menschen zu erklären, dass sie nicht nur integral verbunden sind, sondern dass die aufgebauten Verbindungen schlecht sind. Schlecht gebaute globale Verbindungen sind voller Gefahren.

Die Weisheit der Kabbala offenbart und erklärt uns, dass wir uns auf unsere nächste Entwicklungsstufe erheben müssen. Wir müssen begreifen, dass wir die Welt zu einer gemeinsamen und gegenseitigen Verbindung zwischen uns bringen müssen, nicht nur persönlich durch unsere eigenen Sinne. Wenn dies geschieht, werden wir die Welt in einer völlig anderen Weise, auf einer anderen Ebene, in einer anderen Dimension wahrnehmen. Wir werden das als ein vollständig vernetztes System betrachten.

Es ist ein System, in dem eine einzige Kraft wirkt und die alles verwaltet. Ähnlich wie bei einem Schwarm Vögel. Es können Tausende sein und doch gehorchen alle einem einzigen Wunsch, einer Absicht und einer Bewegung. Zwischen ihnen gibt es eine kollektive Verbindung, eine kollektive Intelligenz, ein kollektives Gefühl, ein kollektives Ziel. Keiner von ihnen hat persönliche Ziele. Sie alle zielen instinktiv nur auf eine Zusammenarbeit, auf die Verwirklichung eines kollektiven Programms und auf das Erreichen eines gemeinsamen Ziels ab. Würden wir dieses gemeinsame System der gegenseitigen Verbindung zwischen uns trotz unseres Egoismus fühlen, dann würden wir die sogenannte „höhere Welt“ wahrnehmen. Wir würden das Gefühl einer gemeinsamen Natur, einen Zustand der Ewigkeit und Ganzheit erreichen.

Wir müssen diesen Zustand unabhängig, nicht wie Vögel, Fische, Bienen und dergleichen, instinktiv auf einer tierischen Stufe erreichen. Wir müssen das trotz unseres Egoismus erreichen, indem wir uns über ihn erheben und uns miteinander verbinden. Schließlich werden wir dann die Kraft bemerken, die alles leitet. Wenn sich die unterschiedlichen Arten wie Ameisen, Vögel oder Fische verbinden, werden sie von der allgemeinen, kollektiven Kraft geleitet. Das ist genauso eine höhere Kraft, die sich in solchen Momenten unter den Vögeln manifestiert.

Sie bewegen sich ohne sich zu unterhalten, genau innerhalb dieser allgemeinen, kollektiven Kraft. Genau das geschieht mit uns durch die richtige Verbindung. Das wird die Offenbarung des Schöpfers zwischen den Menschen genannt.

Wenn wir schon in solch einem Zustand wären, dann könnten wir die nächste Stufe unserer Entwicklung, eine Existenz, die nicht in unserem Körper, sondern außerhalb davon liegt, in unserer gemeinsamen, kollektiven Intelligenz und unserem Verlangen besprechen. Wir würden unsere gegenwärtige, egoistische Wahrnehmung der Wirklichkeit durchlaufen und dadurch zu einem einzigen Wesen in der höheren Welt, werden. Wir können das in unserer Welt und in unserer Zeit entweder gegen unseren Willen oder aber ganz bewusst umsetzen.

Nun taucht die Weisheit der Kabbala auf, die uns erklärt, dass wir diesen Zustand bewusst erreichen müssen, da wir sonst große Unruhen ertragen werden.

Aus einer Kabbala-Lektion am 10/7/16

(194830)

Spirituelles Vergnügen

Frage: Baal Ha Sulam schreibt in einem seiner Briefe: „Sobald die Menschen das geringste Spirituelle Vergnügen enthüllen würden, wären sie einverstanden, sich ihre Hände und Beine sieben Mal am Tag abhacken lassen, nur um es nochmal zu fühlen.“ Warum?

Antwort: Dies ist ein bildlicher Ausdruck. Er meint, dass der geringste spirituelle Genuss nicht mit dem stärksten materiellen Genuss dieser Welt verglichen werden darf, da alle irdischen Zustände begrenzt sind. Spirituelles Vergnügen jedoch kennt keine Grenzen.

Dies ist keine quantitative Freude, die wir in unserer Welt bekommen. Es sind Genüsse unbegrenzten Umfangs und deshalb können sie nicht nach Methoden, Rahmen, Maßeinheiten unserer Welt bemessen werden. Man kann sie jedoch nach wenigen Jahren Kabbala Studium spüren.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 28.08.2016.

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