Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 8

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Das Wesen des Menschen ist auf eine außerordentlich weise Art kreiert worden. Denn der Schöpfer hat eine Vielzahl von großartigen Geschöpfen erschaffen, eins größer als das andere, und jedes von ihnen erfüllt seine Funktion, nichts ist ohne Grund erschaffen worden, und alles gründet auf einem einzigen Fundament – der Schöpfer will, dass der Mensch alle Fehler der Schöpfung korrigiert und Stufe für Stufe aufsteigt, bis er mit Seiner Heiligkeit verschmilzt.

Hier verbergen sich sowohl alle Möglichkeiten der Distanzierung von dem Schöpfer und seine Folgen als auch alle Möglichkeiten des Annäherns und seine Folgen. Das sind alles tiefgründige und große Sachen, die noch bedeutende Wandlungen erfahren müssen bis am Ende die allumfassende Vollkommenheit erreicht ist.

Ramchal, Da´at T´vunot, 124.

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Von den eigenen Empfindungen lernen

Frage: Sie sagen immer wieder, dass die innere Verbindung, der Punkte im Herzen dazu führt, dass die Menschen das höhere Licht anziehen. Wie kommt man zu diesem Schrei? Was ist die innere Verbindung der Punkte im Herzen?

Antwort: Es ist eine konsequente Arbeit, welches das Licht durch große Anstrengung anzieht. Du wirst erniedrigt, hochgehoben und wieder zusammengedrückt, wieder erniedrigt, hochgehoben und zusammengedrückt. Das geschieht so oft, bis du es in dir, durch diese Experimente des höheren Lichtes zu spüren beginnst.

In den Kabbala-Büchern steht viel über die innere Verbindung. Wenn du es fühlst, erinnerst du dich daran, dass der Autor es genau so beschrieben hat und wahrscheinlich das Gleiche empfunden hat. Du kommst ihm näher und beginnst von ihm zu lernen, nicht aus dem Buch, sondern aus dem, wie du versuchst, seine Gefühle wahrzunehmen und das bringt dich voran.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 06.06.2018

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Das Hauptgebot ist die Einheit

In der Kabbalistischen Gruppe bedeutet die „Erfüllung der Gebote“ eine Verbindung von zehn oder weniger Menschen, die untereinander beschlossen haben dass sie den Schöpfer enthüllen wollen.

Sie sind untereinander verpflichtet, sich zu verbinden, eine Gruppe, die nach den Gesetzen der Seele, nach den Gesetzen des gegenseitigen Gebens handelt, zusammenzustellen. Es wäre das Beste, wenn sich zehn Freunde zusammenschließen, wenn das aber nicht möglich ist, steht geschrieben, dass es mindestens Zwei sein müssen.

Wenn wir offenbaren wollen, dass der Schöpfer der Gebende ist, so müssen wir Ihm geben. Wir müssen vor allem ein Werkzeug des Gebens erschaffen. Wir beginnen damit, es zwischen uns aufzubauen. Wie gesagt wurde: „Von der Liebe zu Freunden, wie zu mir – so zur Liebe zum Schöpfer“.

Wir klären was es bedeutet, zu lieben und uns gegenseitig zu geben. All das muss sich in der Verbindung zwischen uns realisieren und nicht irgendwo im Himmel. Es muss überprüft werden, ob sich alle unsere bisherigen Vorstellungen über die Verbindung zwischen den Menschen auf das, was sich in der Seele, d.h. im korrigierten Zehner bezieht, verwirklicht werden sollte. Unsere ganze Arbeit besteht aus Klärungen unserer Handlungen und Absichten.

Wenn wir jeden Tag, bei jedem Unterricht, die Art und den Charakter der Verbindung zwischen uns klären, wenn wir immer wieder die Stärke und vor allem die Qualität untersuchen, dann beginnen wir die Stufen zu erklimmen. Wir bestimmen selbst, wieweit wir uns dem Schöpfer annähern. Er lässt uns nicht mehr voranzuschreiten, wie es unsere Vorbereitung ermöglicht. Wir bestimmen die Geschwindigkeit selbst.

Wir beginnen nicht unsere persönlichen, individuellen Zustände zu spüren, sondern das was zwischen uns, im Zentrum der Gruppe, in unseren Beziehungen geschieht. Das bestimmt unser Verhältnis zum Schöpfer und das Verhältnis des Schöpfers zu uns. Wir sind am Punkt unserer Verbindung mit der höheren Kraft verbunden.

Wir arbeiten immer an diesem Punkt und wollen nur diesen Punkt aufdecken. Wir möchten ihn mehr und mehr vergrößern und darin leben, bis er zum Punkt unserer Verschmelzung miteinander und mit dem Schöpfer wird.

Aus der Lektion „Richtiges Studium der Wissenschaft der Kabbala“, 04.01.2019

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Auszüge aus den Unterrichten 07.01.2019

Aus dem Unterricht „Richtiges Studium der Kabbala“. 

Es ist sehr wichtig, sich auf den Unterricht vorzubereiten. Sobald ein Mensch aufwacht, sein Gesicht wäscht, einen Kaffee trinkt, sich anzieht und am Studienort ankommt, muss er ständig darüber nachdenken, warum er das alles tut. So kommt er mit der richtigen Einstellung zum Unterricht und beginnt zu studieren.

Studieren bedeutet, mit den Freunden zusammenzusitzen und zu überprüfen, wie gut ich mit den anderen verbunden bin. Wenn ich mich bereits auf Rabbi Shimons Stufe befinde, werde ich Hass und Abneigung gegenüber den Freunden spüren. Ich werde so der Möglichkeit einer Korrektur von oben ausgesetzt. Ich komme nicht gleichgültig, sondern mit einem heißen Herzen, entweder gegen oder für die Verbindung.

Es wird dementsprechend bestimmt, ob ich die Tora und das Licht benötige, welches zur Quelle zurückführt  und mich mit den anderen verbindet. Denn wir offenbaren darin unsere Verbindung alle Buchstaben der Tora, alle Eigenschaften des Gebens, um demnach die Eigenschaften des Schöpfers. Das Studium ist ein Werkzeug, das Wichtigste dabei ist die Verbindung zwischen uns.   

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Die Artikel helfen uns, uns richtig zu organisieren. Die Lehre der Zehn Sefirot zieht das Licht auf uns, welches zur Quelle zurückführt. Das Studieren der Lehre beinhaltet eine Gefahr: die Tora zu studieren um Weisheit zu erlangen, nicht um der Tora willen und nicht für das korrigierende Licht. Vielleicht wirst du wissen wollen, wie viele Engel es im Himmel gibt und wie ihre Namen lauten.

Es ist sehr wichtig, dass „die Allwissenheit deine Taten (die Handlungen des Gebens) nicht überwiegt“.

Man muss nur um des Gebens willen lernen, sonst entfernt man sich vom Schöpfer und kultiviert seinen Stolz.

Studiert der Mensch über die Artikel den Weg zum Schöpfer, ist es nicht so schwer, diese Richtung durch die Texte beizubehalten. Auf diese Weise ziehen wir weniger Licht an das zur Quelle zurückführt, da wir dabei nicht die Handlungen des Schöpfers studieren. In den Büchern „Lehre der zehn Sefirot“, „Baum des Lebens „, ist der „Zohar“ hingegen in ein viel größeres Licht eingebettet. Nicht alle Teile der Tora enthalten die gleiche Menge an Licht, welches zur Quelle zurückführt.

Man muss verstehen, dass der Mensch nicht die ganze Zeit studieren oder Artikel lesen kann. Man muss beides kombinieren. Die Hauptsache ist es, das Licht anzuziehen. Wenn man das Licht dadurch anziehen könnte, indem man zehnmal hochspringt, würden wir springen. Wir benötigen ein Mittel um Licht anzuziehen. Wir sehen, dass die Wissenschaft der Kabbala sich genau in der Form offenbart, die es ermöglicht, ein Werkzeug für die gegenwärtige Generation zu werden.   

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Das Licht, das zur Quelle zurückkehrt, gibt uns die Kraft des Rückstoßes. Wir fühlen nicht das Licht selbst, sondern lediglich das Ergebnis seiner Wirkung. Das Licht an sich ist nicht wahrzunehmen. Genauso wie wir keinen Strom spüren können, sondern die Folgen seiner Arbeit. Die Folge der Wirkung des Lichts, welches zur Quelle zurückführt, ist mein Verlangen zu Geben. Ich will mich nicht in mir befinden, ich will in den anderen existieren, im Schöpfer.

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In einer religiösen Ekstase sind Menschen zu Vielem bereit: über Feuer zu springen und sogar sich selbst zu verbrennen, und wofür das alles? Die Kabbala sagt hingegen, dass es ein höheres System gibt, welches wir durch das Studium erwecken können. Wir studieren die Handlungen des Systems, seine Arbeit.

Durch das Lesen möchte ich, dass das System an meiner Korrektur arbeitet. Ich bitte nicht darum, dass es jemandem schlechter oder mir besser geht. Ich bitte darum, mich in meinem Inneren gut zu machen, nicht aber, dass es mir gut geht,

erst dann werde ich den anderen geben können. Dies bedeutet, dass ich die Kraft, die jetzt zu mir kommt und mich korrigiert, durch mich hindurch zu anderen leiten werde. Dadurch werde ich zu einem Transmitter.

 

Aus dem Morgenunterricht 07.01.2019

 

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Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung, Teil 3

Anmerkungen in Klammern sind von mir: Dr. Michael Laitman

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Zu welchem Zweck schuf der Schöpfer all diese Schwere? Um das Geschöpf auf eine bedeutendere und wichtigere Stufe zu erheben, damit es den Schöpfer genauso wahrnehmen kann, wie bei der menschlichen Empfindung, die ihm bereits eigen ist. Damit im gleichen Maße, wie er den Wunsch seines Freundes kennt und fühlt, könnte er auch die Wege des Schöpfers erlernen.

Baal HaSulam. „Die Lehre der Kabbala und deren Wesen „

Die Absicht des Schöpfers im Bezug auf das Geschöpf seit dem Moment von dessen Erschaffung besteht , ihm Sein Höheres Wesen zu offenbaren.

Und die Erkenntnis des Höheren Wesens des Schöpfers offenbart sich im Geschöpf in Form der Empfindung des Genusses, die ständig ansteigt, bis sie das erwünschte Maß erreicht.

Dadurch erheben sich die Gefallenen in wahrem Bewusstsein Seiner Erkenntnis und der Verschmelzung mit Ihm, bis sie schließlich die endgültige Vollkommenheit erreichen: „Niemand außer Dir wird einen anderen Schöpfer sehen „.

Baal HaSulam. „Gabe der Tora“, P. 6

Der Mensch ist erschaffen, damit er den Himmel emporhebe (von sich, vom untersten zentralen Punkt, den zusammengezogenen leeren Raum mit dem Eigenschaft des Gebens, mit dem Licht, aufzufüllen, indem man seine Grenze bis zur Welt der Unendlichkeit emporhebt)

Rabbi Menachem Mendel von Kotzk

Das Ziel der Schöpfung ist unvergleichbar schön, denn sogar so ein kleines und schwaches Funken wie die Menschenseele kann in ihrer Erkenntnis über Engel der Dienst (Kräfte des Gebens, die keine Willensfreiheit, wie in unserer Welt Tiere, haben) hochsteigen.

Baal HaSulam. „Horn des Messias“

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Ein Sklave seiner Verlangen

Frage: Bin ich ein Sklave meiner Freuden oder meiner Verlangen?

Antwort: Ich bin ein Sklave meiner Verlangen. Wenn ich ein Verlangen gegen ein anderes austausche, dann ist es immer etwas Kleineres gegen etwas Größeres- etwas das besser für mich zu sein scheint. Ich befinde mich immer in meinen Wünschen.

Es ist die Frage wie wir uns darüber erheben können. Wir brauchen die Gruppe und das Höhere Licht, um diese Operation an uns durchzuführen.

Aus dem russischen Unterricht, 15.07.2018

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Die Bedeutung der Wichtigkeit von Freunden.

Frage: Wenn ich über die Bedeutung der Gesellschaft spreche, über die Wichtigkeit der Freunde – ist dies bereits eine Verbindung von Punkten im Herzen?
Antwort: Die Wichtigkeit der Gesellschaft und der Freunde ist notwendig, um zu wissen, dass dies deine Seele ist. Du kannst dir sogar rein egoistisch vorstellen, dass du nichts anderes zu tun hast, als sie einzubeziehen. Alles andere ist eine Illusion. Das verstehen wir nicht.
Die Seele ist das, womit du dich mit den anderen verbindest. In der Verbindung fängst du zu leben an.
Frage: Das ist die Verbindung von Punkten im Herzen?
Antwort: Das erreicht man nur durch die Verbindung zwischen uns.
Frage: Mit dieser Vorbereitung soll ich zum Unterricht, zum Freundestreffen kommen?
Antwort: Ja, während der ganzen Zeit, in der du nicht in Verbindung mit deinen Freunden bist, solltest du darüber nachdenken, dass du dich so unter ihnen verwirklichen möchtest.

Aus dem Fernsehprogramm“ Die letzte Generation“ 06.06.2018
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Der Effekt Kabbalistischer Bücher

Frage: Wie sollten wir die Kraft kabbalistischer Bücher nutzen?

Meine Antwort: Es gibt keine besondere Kraft im Buch selbst. Die Kraft liegt in der Person, die sich mit dem Geschriebenen im Buch verbindet und versucht, die innere Essenz zu erreichen, die spirituelle Ebene, die die Buchstaben und Worte in kabbalistischen Büchern repräsentieren. Nimm zum Beispiel zwei Worte: „Steak“ und „Malchut“. Wir wissen, was ein Steak ist und wir fühlen sofort seinen Geschmack im Mund und wissen, was es ist und wann wir es brauchen, aber wir wissen nicht, was „Malchut“ ist. Deshalb ist dieses Wort aus unserer Perspektive geschmackloses Gras, das keinerlei Gefühl hervorruft.

Kabbalistische Bücher sind auf solche Weise geschrieben, in einer derartigen Terminologie und Sprache, die überhaupt keine Gedanken oder Gefühle wachruft. Wie können wir uns mit ihnen verbinden? Sie erzählen uns von der Höheren Welt, von unserer Lebensführung und unserem Schicksal. In diesem Fall ist es notwendig, dass wir das tun, was uns die Kabbalisten sagen. Die Kabbalisten raten uns, uns mit einer Gruppe von 10 Freunden zu vereinigen und zusammen im Kreis zu studieren.

Beim gemeinsamen Studium der kabbalistischen Bücher müssen wir fühlen, dass wir uns miteinander verbinden und einen Punkt erreichen werden, wo unsere Wünsche und Gedanken zusammen passen. Jeder annulliert sich vor allen Freunden und jeder fühlt sich wie ein einziges Ganzes. Das heißt, dass wir dem Höheren Licht ähnlich werden müssen, so sehr, wie es in unserer körperlichen Welt möglich ist. Dann wird das Licht, das eins und einzigartig ist, gemäß unseren Anstrengungen auf uns scheinen.

Frage: Wir sagen zwar, dass die Weisheit der Kabbala kein Mystizismus ist, aber ist nicht das Anziehen des Lichtes eine mystische Handlung?

Meine Antwort: Es gibt hier nichts Mystisches. Das Selbst ist der physische Körper, der gewisse Kräfte der Anziehung und Abstoßung hat. Das Licht anzuziehen, ist kein Mystizismus, sondern eine physische Handlung.

Frage: Wie werden wir herausfinden, dass uns die Bücher beeinflussen?

Meine Antwort: Nicht das Buch beeinflusst uns, sondern das gemeinsame Verlangen. Ihr werdet es als Wärme gegenüber den Freunden empfinden, je nach der gemeinsamen Kraft, die zwischen euch erscheint und euch verbindet. Ihr werdet fühlen, was die kabbalistischen Bücher über die Verschmelzung sagen, über die Verbindung, die Eigenschaften von Bina und Malchut und die Kraft des Gebens unter ihnen.

Aus der Kabbalalektion in Russisch 2/7/16

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Was ist ein kabbalistischer Kongress?

BildFrage: Die Wissenschaft der Kabbala zieht heute die Aufmerksamkeit von vielen und insbesondere gilt das für die jährlichen internationalen kabbalistischen Kongresse in Israel, wo sich tausende Menschen aus der ganzen Welt versammeln. Was ist ein kabbalistischer Kongress?

Weitere Informationen…

Ähnelt er den so genannten spirituellen Versammlungen, die verschieden Konfessionen und religiösen Schulen durchführen?

Antwort: Nach außen mag es so ähnlich aussehen: eine ganze Menge Leute versammeln sich, hören zusammen Lektionen, nehmen gemeinsam an Mahlzeiten teil, singen, tanzen zusammen, wie bei jedem beliebigen Festival. Aber ein besonderer Schwerpunkt wird auf die Verbindung gelegt, denn alle verstehen, dass die Korrektur der Welt und den Menschen selbst, in der Verbindung liegt.

Wir alle sind die zerbrochenen Teile des Gefäßes der gemeinsamen Seele, die Adam HaRishon heißt. Einst waren die Menschen verbunden und hatten die gleichen Wünsche, das gleiche Ziel, Mission und lebten wie eine Familie, wie ein großes Dorf. Dann haben sie sich im alten Babylon verstreut. Der Egoismus wuchs dramatisch und sie begannen einander zu hassen, sich zurückzuziehen, teilten alles auf „Meins“ und „Deins“.

Dies nennt man den Turm von Babylon, der zum Symbol unserer Selbstsucht wurde, die in jedem Menschen wuchs. Die Menschen haben aufgehört einander zu verstehen. Sie verließen das alte Babylon und ließen sich auf der gesamten Welt nieder.

Die ganze Geschichte der Menschheit, angefangen aus dem alten Babylon ist ein kontinuierliches Wachstum der Trennung und des Hasses. All das geschieht Dank unserem blühenden Egoismus, der uns zu noch mehr Hass gegen einander zwingt.

Und so entstanden eine Reihe von Staaten, Nationen, Religionen, Unterschiede, die zu größeren Trennwände und Hindernissen zwischen uns wurden. Dies wird so lange dauern, bis die Menschheit versteht, dass sie sich auf dieser Weise zur Selbstzerstörung führt. Wir werden beginnen, uns gegenseitig zu verschlingen, zu vernichten und das – nicht – im übertragenen Sinne und zerstören somit die ganze Welt im Atomkrieg.

Heute befinden wir uns bereits in der Krise, wo wir die Realität eines solchen Endergebnisses vorstellen können. Aber wir sind nicht in der Lage uns selbst aufzuhalten, wir haben keine Kraft, dem bösen egoistischen Trieb zu widerstehen, der uns daran hindert sich zu verbinden.

Nach und nach beginnen wir zu verstehen, dass, wenn wir keine Methode, kein Heilmittel gegen Hass und Trennung finden, was uns ermöglicht den Egoismus ein wenig stumm zu schalten und das Herz zu öffnen, werden wir zusammen sterben, festgeklammert in einander. Denn unser Ego wird uns nicht in Ruhe lassen.

Und hier kommt die Wissenschaft der Kabbala, die uns aus dem alten Babylon begleitet. Als bei den Babylonier der Egoismus explodierte und sie in alle vier Himmelsrichtungen der Welt zerstreute. Zur gleichen Zeit entstand die Wissenschaft der Verbindung, die von Abraham gegründet wurde.

Abraham fand ein besonderes, einzigartiges Mittel, das in der Natur vorkommt –Höhere Kraft, die man „Das Licht, das zurück zur Quelle führt“ nennt. Diese Kraft bringt uns zum Guten zurück, zu einer guten Beziehung zwischen uns, zur Verbindung.

Abraham enthüllt das Geheimnis, wie man diese Kraft der Natur nutzen kann, damit sie an uns arbeitet und uns verbindet. Und außerdem hat er enthüllt, dass, in dem Moment, wenn die Menschen die Verbindung erreichen, beginnen sie diese Höhere Kraft, die sie verbindet, zu fühlen und zu verstehen.

Diese Verbindung mit der Höheren Kraft gibt ihnen ein Gefühl des spirituellen Lebens. Sie beginnen zu verstehen, dass sie bisher innerhalb des eigenen Körpers gelebt und gefühlt haben. Und jetzt, Dank der Verbindung, sind sie in der Lage, nicht nur sich selbst, den eigenen Körper zu fühlen, sondern auch die anderen Menschen, sie leben in der Verbindung.

Es scheint, als würde ich aus mir herauskommen und befände mich in den anderen, und so fühlt absolut jeder. Das bedeutet, dass ich mich innerhalb meiner Seele befinde, innerhalb des Wunsches den anderen zu geben und zu lieben. Ich lebe nicht innerhalb meines eigenen Körpers, sondern innerhalb der ganzen Menschheit.

Das heißt, ich fange an meinen Körper zu vergessen. Ich gebe ihm so viel zu Essen und alles was er braucht und den Rest der Zeit denke ich an die anderen. Ich fülle meinen Körper, damit er gut funktioniert, so wie man ein Auto mit dem Kraftstoff füllt. Und die übrige Zeit nutze ich es nach meinem belieben.

So fülle ich meinen Körper mit Nahrung, meinen Esel(Chamor), meine Materie(Chomer) und schreite auf dem Weg zum Ziel der Schöpfung. Wenn ich mich mit den anderen verbinde, beginne ich durch sie ein anderes Leben zu spüren, die Spiritualität. Ich bin nicht mehr von meinem Körper abhängig, der heute lebt und morgen stirbt, ich beginne mich in der gesamten Menschheit lebend zu fühlen.

Das heißt, ich fühle das ewige Leben, das nicht von meinem Körper abhängig ist. Hier kommt es zu einer speziellen Transformation, zu einem psychologischen, sinnlichen und praktischen Übergang von der materiellen Welt in die spirituelle Welt.

Diese Verbindung ist nicht die von naiven Idealisten. Aber wenn ich es schaffe mich mit den anderen zu verbinden, trotz meines Egoismus, werde ich tatsächlich aus mir rausspringen und beginnen in meiner Seele zu existieren. Und so erlange ich die höhere, spirituelle Welt.

Also, wir wissen, was man durch die Verbindung erreichen kann. Und deswegen, die Menschen, die zu ihrer Seele und zur Spiritualität gelangen wollen, finden auf den kabbalistischen Kongressen zusammen.

„New Life“, Folge 517, 

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Konzentrieren Sie sich auf Absichten anstatt auf Verlangen

Frage: Der Egoismus muss alle Entwicklungsstadien durchlaufen. Können wir somit anhand der Bestrebungen eines Menschen in diesem Leben genau sagen, in welchem Entwicklungsstadium er sich gerade befindet? Wenn sich ein Mensch zum Beispiel von Wissen angezogen fühlt, heißt das, er hat schon alle anderen Stadien durchlaufen? Und sollten wir uns selbst zur Entwicklung zwingen und Wege finden, unsere Verlangen zu stimulieren?

Antwort: Wir sollten unseren Verlangen keine Aufmerksamkeit widmen. Sie entstehen in uns gemäß der Entwicklung der Seele und somit ohne unserer Kontrolle. Stattdessen sollten wir unser Augenmerk auf die Korrektur unserer Absicht richten: wie wir uns auf die in uns aufkommenden Verlangen beziehen, ob wir wünschen, sie „für uns selbst“ zu realisieren oder „für andere“ (indem wir uns mit der Gruppe verbinden und die authentischen Quellen studieren).

Welche Verlangen in Ihnen aufkommen und sich verändern, hängt nicht von Ihnen ab. Es beruht auf vielerlei Ursachen – Ihren inneren und den äußeren, die vom allgemeinen Zustand aller Seelen – dem System, in dem Sie sich befinden – bestimmt werden.

 
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