Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Offenbarung des Schöpfers zeigt sich in den Empfindungen

Baal HaSulam „Die Schriften der Letzten Generation“ …Das liegt daran, dass es in der Tat nichts natürlicheres gibt, als mit dem Schöpfer in Kontakt zu kommen, denn Er hat die Natur erschaffen. Tatsächlich hat jedes Geschöpf Kontakt mit seinem Schöpfer, wie geschrieben steht: „Die ganze Erde ist voll Seiner Ehre“, wir wissen oder fühlen es nur nicht.

Ein solcher Kontakt besteht die ganze Zeit. Er kommt vom Schöpfer und nicht von der Schöpfung, und unsere Aufgabe besteht darin, dass wir beginnen, das zu fühlen. Dies ist die Weisheit der Kabbala.
Per Definition ist die Weisheit der Kabbala die Offenbarung des Schöpfers den Menschen in dieser Welt. Die Offenbarung existiert nur in den Empfindungen.

Frage: Also, „Die ganze Erde ist voll Seiner Ehre“ kommt vom Schöpfer, und „wir (die Schöpfung) erkennen oder fühlen es nicht“ – von unserer Seite?

Antwort: Natürlich, jede Wanze, jedes Insekt und Blatt – alles wird direkt von dieser Kraft, diesem Feld, das Schöpfer genannt wird, gelenkt.
Aber das ist uns in unseren Empfindungen nicht gegeben. Die Natur ist eine objektive Realität, die uns als Empfindungen gegeben wird. Daher existiert das was ich fühle, und was ich nicht fühle, existiert nicht für mich. Ich kann zusätzliche Sinne erwerben und dann wird alles, was ich in ihnen fühlen kann, auch Teil der Natur sein, so wie sie sich mir gegenüber manifestiert.

Frage: Hat ein Kabbalist die Fähigkeit, seine Wahrnehmung der Realität ständig zu kontrollieren?

Antwort: Es gibt keine Menschen auf der Erde, die das nicht können, weil wir uns alle auf eine immer größere Korrektur hin bewegen. Und wenn wir in den Schöpfer eingeschlossen sind, wird alles einfacher werden.

 

Aus KabTVs „Die Letzte Generation“ 9.10.17

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Das wichtigste kabbalistische Prinzip

Das wichtigste kabbalistische Prinzip lautet: „Es gibt niemanden außer Ihm.“

Es bleibt das immer wiederkehrende Thema in der spirituellen Entwicklung, die auf der Offenbarung des Schöpfers beruht.

Der Schöpfer offenbart sich als der einzige, der existiert, regiert und bestimmt. Er steht in ständiger Kommunikation mit uns und sendet uns alle möglichen Gedanken und Wünsche, die scheinbar aus dem Nichts in uns aufsteigen: Plötzlich möchte ich etwas, plötzlich taucht ein Gedanke auf und ich verstehe nicht, woher er kommt.

Daher ist unsere allererste Aufgabe, uns auf die Tatsache zu konzentrieren, dass „es außer Ihm niemanden gibt“, der die Quelle von allem ist, was mir geschieht und was in mir geschieht.

Zweitens bedeutet dieses Prinzip, dass das, was ich tue, praktisch vom Schöpfer getan wird.

Drittens, wenn ich denke, dass ich selbst handle, dann täusche ich mich. Aber es gibt solche Zustände, in denen ich den Schöpfer bitten kann, mich handeln zu lassen. Wenn diese Handlungen gegen meine Natur gerichtet sind, gegen mein Ego, dann bitte ich Ihn, sie durch andere zu ersetzen.

Es ist meine Bitte, die mit der richtigen Vorgehensweise bei meiner Interaktion mit der Umwelt aufsteigen kann; und nicht die Handlung selbst, die sowieso vom Schöpfer unter dem Einfluss des höheren Lichtes kommt.

Es stellt sich heraus, dass all meine Gefühle und alles, was von mir zu kommen scheint, tatsächlich vom Schöpfer kommt, obwohl dies vor mir verborgen ist.

Jedoch kann ich mich mit meiner Umwelt verbinden und von ihr solche positiven und negativen Anregungen in Gedanken und Gefühlen erhalten, in denen ich selbst beginnen werde, etwas Zusätzliches zu dem zu erzeugen, was der Schöpfer durch mich tut. Und dann werden diese Handlungen meine sein. In diesen Handlungen, Gedanken und Wünschen werde ich ich sein.

Was bedeutet „ich“? Wann erscheint ein Mensch (Adam)? Wenn er beginnt mit seiner Umgebung zu interagieren, dann geschieht das derart, dass er von ihr die Gelegenheit bekommt, ungeachtet des Schöpfers zu arbeiten, in entgegengesetzter Form zum Schöpfer. Dann gewinnt er Kraft und handelt. Dies wird „Meine Söhne haben mich besiegt“ genannt.

Frage: Wie kann ich den gegenwärtigen Lebensprozess mit dem Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ in Verbindung bringen?

Meine Antwort: Um dies zu tun, müssen Sie sich ernsthaft mit der Kabbala beschäftigen, denn nur die Kabbala verwirklicht das Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ in allen Welten.

Das Licht regiert alle Welten, den Menschen und die ganze Menschheit, und verursacht all unsere Handlungen, Fragen usw. Daher passt die gesamte Weisheit der Kabbala praktisch in ein Prinzip rein – die Schlussfolgerung, dass es keinen anderen als die einzige vereinte Kraft der Natur gibt.

 

Aus dem Kabbala-Unterricht in Russisch 19.11.17

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Neuer Lebensstil

Wir haben die Gelegenheit, die Bedingungen der Letzten Generation als einen Zustand des Friedens in der ganzen Welt zu betrachten, in dem die gesamte Menschheit ihre Einzigartigkeit nur in Form von „dem Nächsten zu geben“ und nicht um „für sich zu bekommen“ genießt.
Wir sollten ein Leben aufbauen, das auf der Qualität des Gebens basiert. Dies sollte als einziger Maßstab dienen und in das Bewusstsein der Menschen eintreten. Vielleicht ist es das wert und wir sollten in unserer Generation den Versuch machen, dem Leben in dieser Form zu ähneln. ( Baal HaSulam, „Frieden in der Welt“)

Wir müssen kleine Gemeinschaften bilden, die die individuellen Prinzipien der nächsten Generation demonstrieren können. Es ist notwendig, sie zu bewerben, sodass die Menschen kommen, studieren und Kurse absolvieren. Sie sollten versuchen, diese Prinzipien in die Praxis umzusetzen und mit ihren Familien für mindestens ein paar Monate in solche Gemeinschaften ziehen.

Alle Kräfte, die sich im Menschen, in der Natur und in der Welt um uns herum manifestieren, drängen uns dazu, über unseren Egoismus hinauszuwachsen und auf einer ganz anderen Ebene zu existieren – auf der Ebene des Schöpfers, der allgemeinen Kraft der Natur, dem Altruismus. Das Problem ist, dies zu realisieren.

Dafür gibt es in unserer Welt eine besondere Gruppe von Menschen, die Kabbalisten genannt werden, die dank ihrer besonderen und unabhängigen, inneren Entwicklung den Anstoß zu einem neuen Lebensstil erhielten.
Sie untersuchen, wie das System der Organisation unserer Welt funktioniert, wie wir dazu kommen können, es für uns selbst anzupassen, um uns entsprechend verändern zu können.
Daher müssen die Massen von den Kabbalisten lernen, ihre Technik übernehmen, denn Kabbalisten realisieren dies aus ihrer eigenen Erfahrung heraus.

Aber die meisten Menschen wissen nichts darüber, sie verstehen es nicht und reagieren stattdessen auf egoistische Weise. Es handelt sich um eine besondere Veränderung in unserer Natur, eine umgekehrte Welt – sich zu verändern vom „Empfänger, der nur für sich genießt“ zum „Geber, der an alle denkt, so wie an sein einziges geliebtes Kind, an das er ständig denkt.

Praktisch ist das für den Menschen unrealistisch und nicht wahrnehmbar. Jedoch wird die Natur uns mit großem Leid bedrücken, wenn wir uns nicht freiwillig darauf zubewegen.

Die Kabbala erzählt, wie man kleine Schritte zum biblischen Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ machen kann. Versuche diese Prinzipien der Hauptgebote der Tora „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und „die Einheit aller Menschen“ im Voraus zu lernen und in dir aufzunehmen, obwohl dies nicht aus deinem eigenen Willen kommt und es einen starken Widerstand dagegen gibt.

 

Aus der Fernsehsendung „Die Letzte Generation“, 23.10.2017

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Du bist da, wo deine Gedanken sind…

Replik: Man sagt, dass sich der Mensch  dort befindet, wo seine Gedanken sind…

Meine Antwort: Natürlich, weil der Gedanke des Menschen als Ort bezeichnet wird, als sein Verstand, sein Verlangen. In der Kabbala existiert kein physischer Ort, an dem wir uns heute vermeintlich befinden. Das ist eine vollkommene Illusion!

Frage: Was ist dann das „Ich“?

Meine Antwort: Das ist auch eine Illusion, eine Ansammlung von Kurzwellen, die eine Illusion deines Körpers und deines Verstandes formen. Nicht mehr als das.

Heute sprechen nicht nur die Kabbalisten darüber, sondern auch Wissenschaftler. Früher wurden die Kabbalisten der Ignoranz und Ketzerei beschuldigt, deswegen lebten sie im Verborgenen.

Wenn wir die kabbalistischen Quellen lesen, die vor 2000 – 3000 Jahren geschrieben wurden, sehen wir in ihren Schriften, dass unsere Welt eine vollkommene Illusion ist. Nichts existiert, sogar die Elementarteilchen existieren nicht. Es existieren nur Wellen. Alles, was wir um uns herum sehen, nehmen wir in unseren inneren Empfindungen wahr. Das studieren wir im Kapitel der Wahrnehmung der Realität.

Der Mensch, welcher die Spiritualität offenbart, beginnt zu erkennen, dass sich all das in seinem Inneren befindet, also in seinem Bewusstsein, weil außer dem Bewusstsein nichts existiert. Alle Bilder der uns umgebenden Realität werden in unseren Sinnen gebildet.

 

Aus dem Unterricht in Russisch vom 26.11.2017

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Zehn Sefirot und nicht weniger

Wir können im Spirituellen nicht weniger als die zehn Sefirot  fühlen, weil zehn die Schwelle unserer Empfindung ist. Nach den ersten neun Eigenschaften beginnen wir uns als existierend, empfangend, verstehend und als fühlend zu empfinden. Und davor nicht.

Es ist wie ein Lichtstrahl, der noch nicht alle Kanäle zum Gehirn erreicht hat, sodass das Gehirn zu reagieren beginnt und uns ein Bild davon zeichnet, was geschieht.

Vielleicht ist das Signal bereits ins Gehirn gelangt, aber es hat mich noch nicht erreicht, und ich verstehe nicht, fühle nicht, reagiere nicht.

Oder wenn ich schlecht höre und den Klang noch nicht erkannt habe, aber es klingt schon, geht mir in die Ohren.

Dies nennt man die ersten neun Sefirot.

 

Aus der Lektion über die „Lehre der Zehn Sefirot“, 27.03.2018

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Wie sieht der Schöpfer aus?

Frage: Hat einer der großen Kabbalisten den Schöpfer mit seinem „inneren Auge“ gesehen? Wie sieht Er aus? Es mag vielleicht lächerlich klingen, aber man möchte Ihn sich so gerne vorstellen. Wenn ein Tropfen eine verkleinerte Analogie des Ozeans ist, dann muss es auch eine sichtbare Analogie der Persönlichkeit des Schöpfers geben, nicht wahr?

Meine Antwort: Erstens hat der Schöpfer keine Persönlichkeit. Zweitens, wenn wir uns etwas vorstellen ohne zu verstehen, können wir dieses „etwas“ nicht auf den Schöpfer zurückführen.

Der Schöpfer ist die Eigenschaft der Verbindung, des Gebens und der Liebe. Nichts anderes. Er ist etwas abstraktes, ohne jegliches Volumen oder irgendeine Gestalt. Er ist eine Eigenschaft, die wir da, wo sie sich befindet, definieren können.

Mit anderen Worten, wenn Sie die Eigenschaft des Gebens in irgendeinem inneren Raum als Kraft empfinden, dann kann man sagen, dass sich der Schöpfer in Sie einkleidet und in diesem Teil von Ihnen existiert.

Frage: Kann der Mensch sehen, dass der Schöpfer sich in ihn eingekleidet hat?

Meine Antwort: Nein, das kann man nicht sehen. Wenn ein Mensch die Eigenschaft des Gebens und der Liebe erreicht, ist das Einzige, was er tun kann, aus sich selbst herauszutreten und mit seinem inneren Auge zu spüren, in welchem Maß sich der Schöpfer in ihm befindet. Er kann es sogar messen.

Die Wissenschaft der Kabbala erlaubt uns,  Eigenschaften, Gefühle, die Größe von unterschiedlichen Verlangen und Schirmen zu messen. Sie erlaubt uns, Entfernungen und Annäherungen, die Kraft der Liebe und die Kraft des Abstoßens und so weiter zu messen. Im Endeffekt gibt sie uns das Bild der Ähnlichkeit, der Annäherung und der Verschmelzung mit dem Schöpfer. Der Mensch kann spüren, inwiefern er von dem Begriff „Schöpfer“ entfernt oder ihm nah ist.

Frage: Kann man sagen, dass der Schöpfer existiert und dass Seine Eigenschaften existieren?

Meine Antwort: Nein. Indem wir „Schöpfer“ sagen, meinen wir Seine Eigenschaften. Auf dem irdischen Niveau sehen wir nur die Eigenschaften. Es scheint nur so, als ob wir Gegenstände sehen würden. In Wirklichkeit sind das Kräfte.

Alles besteht aus zwei Kräften: die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Ihre Interaktion malt für uns alle möglichen Räume aus.

 

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Warum wird das Leben schlechter?

Wissenschaftler an den Universitäten von Berkeley und Bar-Ilan haben mehr als tausend Menschen befragt und herausgefunden, dass die Wurzel aller menschlichen Leiden die Frauen sind.
Es stellte sich heraus, dass Frauen, Schwestern und Töchter die Hauptschuldigen für Komplikationen im Alltag sind. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit, aus „einer Fliege einen Elefanten zu machen“, die, nach Meinung der Befragten, Frauen hervorragend beherrschen.
Tatsächlich erscheint es den Männern manchmal so, und das ist ihr großer Fehler.
Tatsache ist, dass Männer und Frauen völlig unterschiedliche Lebenseinstellungen haben. Ein Mann ist wie ein Junge, der im Laufe der Jahre sein Spielzeug wechselt. Eine Frau ist im Gegenteil dazu ein reifes Wesen, das die Welt sehr realistisch und verantwortungsvoll anschaut. Sie ist von Natur aus dazu erschaffen, Leben zu gebären, zu erziehen, sich zu kümmern und es fortzuführen.
Diese Berufung der Frau ist für Männer sehr schwer zu begreifen und wertzuschätzen. Was können wir tun? Wir können uns nicht in eine Frau hineinversetzen, verstehen und fühlen, dass ihre Forderungen von einem anderen, „näheren“ Realitätssinn herrühren.
Deshalb, was einem Mann als „Komplikation“ erscheinen mag, ruft ihn in der Realität dazu auf, erwachsen zu werden und einem geliebten Menschen zuzuhören, der das Leben besser versteht. „In allem, was Sara dir sagt, höre auf ihre Stimme“, sagte der Schöpfer zu Abraham. In allem, was eine reale Annäherung an das Leben betrifft, soll der Mann den Rat einer Frau einholen. Sie ist diejenige, die das Wirrwarr von Widersprüchen entwirrt, während die Männer es einfach zerreißen.
Wenn die Frauen die Welt leiten würden, wäre das zweifellos viel besser. Es gäbe keine Kriegsspiele, wir würden nicht miteinander konkurrieren, wer gegen wen… Und auf der anderen Seite geht es nicht darum, Frauen die ganze Macht zu geben.
Wir sollten alle wie eine Familie sein, in der ein gegenseitiges Verständnis herrscht, in der die Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten richtig verteilt sind, in der sich beide Teile unserer Natur harmonisch vereinigen. Und eines Tages werden wir das lernen.

 

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 30.01.2018

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Wie fühlt sich Vollkommenheit an?

Frage: Es wird gesagt, dass das Licht in Ruhe und Vollkommenheit ist. Wie schön ist es, Vollkommenheit zu fühlen? Warum besitzt Vollkommenheit eine attraktive Kraft?

Antwort: Die Vollkommenheit, von der die Kabbalisten sprechen, ist nicht das, was wir für Vollkommenheit in unserer Welt halten. In der Kabbala ist es die Eigenschaft des Gebens, zu fühlen, was andere fühlen, ein Gefühl für ihre Wünsche zu haben und sie zu erfüllen.

Frage: Ist es möglich, sich die Eigenschaft des Gebens in dieser Welt vorzustellen?

Antwort: Indem wir in einer Gruppe zusammenarbeiten, können wir den Zustand erreichen, wo wir beginnen, andere mit Hilfe des höheren Lichts zu fühlen.

Es geht nicht einmal um die andern; sie wurden ebenfalls mit der Absicht erschaffen, um aus sich selbst auszutreten und die obere Welt zu fühlen. Alles um mich herum wurde nicht erschaffen, damit ich geben würde. Es geht nicht um das Geben; Der Schöpfer könnte alles erfüllen und geben.

Das Problem besteht darin, mir dabei zu helfen, unabhängige Sinnesorgane zu entdecken, um alles zu fühlen, was außerhalb von mir ist – nicht in euch selbst, sondern außerhalb von euch. Schließlich geht alles, was wir fühlen, durch unsere eigennützige egoistische Filtermaschine, und was nach der Filterung übrig bleibt, heißt „diese Welt“, „unsere Welt“.

Um die Welt, die vor dem Filter existiert,  außerhalb von uns zu fühlen, wird uns eine Gruppe gegeben, und wir müssen versuchen, für sie zu arbeiten. Während solcher Versuche wirkt das Höhere Licht auf uns und wir beginnen zu fühlen, was außerhalb von uns ist. So fangen wir allmählich an, eine neue Dimension zu begreifen, die höher ist als unser Egoismus, und daher wird sie „die obere Welt“ genannt. Wir betreten also einen ganz anderen Bereich, einen der Ewigkeit und Vollkommenheit.

 

Aus der russischen Kabbalalektion vom 19.11.17

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Meine Gedanken auf Twitter 18/04/2018

Die Ausbreitung der Welten von oben nach unten war die Vorbereitung für die Korrektur. Der Aufstieg von unten nach oben ist die Realisierung dieser Korrektur. Beim Abstieg sind die Bedingungen der Nichtübereinstimmung mit dem Schöpfer erschaffen worden, damit man später aus der Nichtübereinstimmung zur Übereinstimmung mit dem Schöpfer kommt, bis hin zur vollkommenen Verschmelzung.

Alle Korrekturen des Geschöpfes geschehen im Zehner. Der Prototyp des Zehners ist die erste HaWaYaH der Welt der Unendlichkeit. Sie ist bis zur vollen Gegensätzlichkeit zum Schöpfer abgestiegen (Abwesenheit der Verbindung). Danach beginnen wir von unten das Zerbrechen zu korrigieren, indem wir uns im Zehner verbinden.

In der Welt der Unendlichkeit befinden wir uns in der vollkommenen Verbindung mit dem Schöpfer. Wir sehen diesen Zustand aber nicht. Wir sehen unsere Absichten. Anstatt die wahre Wirklichkeit zu sehen, sehen wir einen besonderen Schirm, der uns unsere Arbeit mit dem Schöpfer im Maße unseres “Erwachsenwerdens“ zeigt.

Der Tag der Unabhängigkeit Israels ist der Tag der gegenseitigen Unabhängigkeit. Nur in dem Zustand der vollkommenen gegenseitigen Abhängigkeit, unter dem Einfluss der Umgebung, erlangen wir die Unabhängigkeit jedes Einzelnen von sich selber, von seinem Egoismus “Ich“. Dann können wir zu einem Volk werden, das mit dem Schöpfer gefüllt ist.

Aus dem Buch “die spirituelle Revolution“ von Ben Gurion:

“…die Geschichte hat uns eine große moralische Kraft geschenkt. “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist der höchste Imperativ unseres Volkes. Das Land Israel wird seines Namens erst dann würdig, wenn seine sozialen Wechselwirkungen auf diesen ewigen Worten basieren werden“.

 

Kabbala Akademie auf Twitter

Meine Gedanken auf Twitter 16/04/2018

Die Erlösung der Welt von der egoistischen Natur geschieht nur mithilfe der Verbreitung der Kabbala unter den Völkern der Welt. Die Kabbala erklärt den Völkern die höhere Weisheit, die das Volk Israel bewahrt hat, damit man sie ihnen übergeben kann. Dabei werden die Völker der Welt den Grund ihrer voreingenommenen Einstellung dem Volk Israel gegenüber erkennen.

Die Mehrheit der Kabbalagegner will diese Wissenschaft annullieren, damit sie überhaupt nicht mehr existiert. Dann würden sie keine Gewissensbisse erleiden, weil sie zu schwach und faul sind, um gegen ihre eigene Natur anzugehen, um auf den Berg des Schöpfers zu klettern. So können sie dann beweisen, dass sie vermeintlich im Recht sind.

Alles was außer uns existiert ist der Schöpfer!

Er offenbart sich in gegenseitigen, sich gegenseitig abstoßenden Eigenschaften. Wir bauen darauf unser spirituelles, antiegoistisches Verlangen (Kli) auf. Wir haben jedoch kein Verlangen zu geben. Unser Verlangen zu empfangen, das einen Schirm hat, funktioniert dann als Verlangen zu geben.

Der Schöpfer offenbart sich in der Verbindung des Zehners, wo sich jeder bis zur Null annulliert hat. Das ist die Verbindung der Gleichberechtigten, obwohl alle unterschiedlich sind. Indem wir uns annullieren, werden wir zu einer Null, die 10 Nullen wie die 10 Sefirot enthält.

Keiner ist vom Druck der Gesellschaft frei. Wenn die Gesellschaft meint, dass „der König nackt ist“, braucht man Mut gegenüber der Realität solch einer Gesellschaft. Man braucht Mut gegenüber der Meinung der Gesellschaft. Jede Gesellschaft ist fähig, jeden, der ihre heiligen Werte umstürzt, unter sich zu begraben!

Genauso fällt es dem Menschen in der Kabbala schwer, seine Meinung zu behaupten. Er verspürt eine Gefahr, wenn er der geläufigen Meinung widerspricht. Noch gefährlicher ist es, die Wahrheit auszusprechen. Dabei tritt eine tierische Angst auf. Das ist so, weil seine Wahrheit nicht offensichtlich ist und die egoistische Gesellschaft gegen die Kabbala gerichtet ist.

Um sich nicht von der Meinung der Gesellschaft verführen zu lassen und sein Recht auf die Wahrheit zu verteidigen, ist man dazu nur mithilfe der Wichtigkeit des Ziels fähig. Nur die Wichtigkeit des Ziels kann uns über die Angst ausgestoßen zu sein, erheben. Der Kabbalist verhält sich nicht gesellschaftskonform, er überwindet die Angst, die böse Kraft. Alle Übrigen kehren zur gewöhnlichen Welt zurück. (s. Shamati 4)

Der Neid zwingt uns, Anstrengungen zu unternehmen. Der Neid ist nützlich, wenn er zum Ziel führt. Ich schätze den Neid, er ist das Seil, das die Freunde dem Untergehenden zuwerfen. Ich halte mich daran fest, weil ich möchte, dass die Freunde größer und stärker sind als ich, weil sich meine ganze Hoffnung in den Freunden befindet.

Die höhere Welt zu offenbaren bedeutet, sich nicht auf die Wahrnehmung die Gesellschaft, sondern auf die Eigenschaft des Gebens auszurichten. Die Ausrichtung geschieht in der Gruppe. Bei der Änderung der Wahrnehmung entsteht im Menschen Angst sich von der Welt abzutrennen, so als ob er die Welt verlassen würde, aus Bnei Baruch austritt. (Shamati 4)

Er sieht die Welt immer durch die anderen, allerdings unbewusst. Der Mensch nimmt die Realität durch die verzerrte Meinung der anderen wahr. Wenn der Mensch die Wahl der Gruppe kennt, tauscht er unter dem Druck der Gruppenmeinung seine Wahrnehmung mit der Wahrnehmung der Gruppe, selbst wenn sich die Gruppe irrt.

 

Dr. Michael Laitman auf Twitter