Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Altruismus – das Grundgesetz der Natur

Wir befinden uns in dem speziellen System, das „Natur“ oder „Schöpfer“ genannt wird, was ein und dasselbe ist.

Dies ist ein geschlossenes, perfektes und konstantes System. Die Menschheit empfängt davon Reaktionen und Einflüsse und entwickelt sich dadurch immer weiter. Das System arbeitet an uns. Es versucht uns in Übereinstimmung mit sich zu bringen, damit wir das Gefühl bekommen, durch unsere bewusste Entscheidung und Arbeit der Natur ähnlich und ein integraler Teil davon zu werden.

Ein Mensch sollte ein Meister dieses Systems sein – alle Menschen als ein Geschöpf. Um ein vollkommenes System der Natur zu werden, müssen wir uns zu einem Ganzen verbinden. Gegenseitiges Geben, gemeinsame Verbindung und Unterstützung, liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist das Gesetz dieses einzigen Systems. Es arbeitet an uns, um uns zu seinem Zustand zu bringen.

Aus diesem Grund ist das Gesetz der Nächstenliebe ein zwingendes, dessen Entwicklung unabhängig von unserem Wunsch oder Widerstreben auf uns wirkt. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir dieses Gesetz erfüllen können und wie wir einen guten Weg der Übereinstimmung zwischen Schöpfer und Geschöpf finden, um voran zu schreiten. So wird unsere Entwicklung rasch und angenehm sein.

Früher oder später nähern wir uns – ob durch einen guten oder schlechten Weg – immer näher an die Eigenschaften dieses Systems der Natur an. Wir sehen, dass sich die Welt ständig verändert. Jedes Mal , wenn wieder aufgedeckt wird, dass die fortgeschrittenen Staaten die festgelegten gesetzlichen Bedingungen endlich erfüllen sollten. Altruismus ist eine allgemeine Verbindung, die sich über alle Unterschiede hinwegsetzt und die Basis der Natur bildet. Es sollte genauso auf die Menschen übertragen werden.

Unbelebte Materie, Pflanzen und Tiere haben keine Wahlfreiheit. Ein Mensch muss dieses Gesetz verstehen und damit einverstanden sein; selbst wenn er die Möglichkeit hat, etwas anderes zu wählen, sollte er trotzdem das altruistische Gesetz der vollständigen Verbindung mit anderen bevorzugen. Der Altruismus ist der Endzustand, zu dem wir durch die Evolution gelangen werden. Auf dem Weg dorthin passieren wir immer zwei Zustände, zwei Linien. Wir betreten die linke Linie und empfinden Leiden und Schwierigkeiten; dann verstehen wir, dass dies erforderlich ist, um uns rasch mit der rechten Linie zu verbinden.

Die Menschheit bewegt sich auf diese Weise: Manchmal entstehen brutale Regimes, ein anderes Mal freundlichere und barmherzigere. Nach und nach löst sich Böses und Gutes ab, bis man schließlich nach all den Leiden zum Zustand gelangt, wo es reicht und man endlich fähig wird, sich vollständig zu verbinden.

Frage: Warum reagiert das System auf das menschliche Verhalten so kompliziert? Ein Staat agiert auch nicht integral und das System schlägt ein anderes Volk. Alles ist so verwirrend, es ist schwierig voranzuschreiten.

Antwort: Tatsächlich wird der Fortschritt nicht entsprechend unserem Verstand und unseren Gefühlen gemessen, sondern in Übereinstimmung mit der Ursache und dem Sinn für die höhere Stufe, die als „Glaube über den Verstand“ bezeichnet wird. Schließlich schreiten wir aufgrund der höheren Naturkräfte voran. Warum ist es so organisiert, dass wir auf diesem Weg nichts sehen können?

Die Kabbalisten erklären es so: Hätten wir die Möglichkeit, alles zu sehen, würden wir niemals zu einer höheren Stufe aufsteigen. Wir würden nur den materiellen Horizont in unserer Stufe verlängern. Um die nächste Stufe zu erreichen, ist es notwendig, unser inneres Arbeitsprogramm, unsere Wünsche, Absichten und Gedanken, zu verändern. Es ist unmöglich, dies mit den herkömmlichen Wahrnehmungen und Motiven umzusetzen. Wir müssen Kraft von oben erhalten und uns ständig mit dieser Hilfe verbessern.

Mit den Werkzeugen, die wir derzeit haben, können wir keine spirituelle Entwicklung empfangen. Wir können uns nur materiell entwickeln. Es gibt schlaue, dumme, starke, schwache, erfolgreiche Menschen und Verlierer; nichts bezieht sich auf die qualitative Entwicklung.

Die qualitative Entwicklung ist der Übergang zur nächsten Stufe. Es ist wie der Unterschied zwischen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe oder wie zwischen einem Fisch, einem Käfer, einem Hund und einem Mensch. Das bedeutet, es gibt eine qualitative Entwicklung in der Wahrnehmung der Realität oder genauer gesagt an die Annäherung an die höhere, alles lenkende Kraft. Solch eine Entwicklung nähert die aktuelle Stufe mehr und mehr an die höhere Stufe an, daher können wir den qualitativen Aufstieg nicht durchführen.

Wir verstehen und spüren die höhere Stufe solange nicht, bis wir zu ihr aufgestiegen sind. Ein Stein fühlt nicht, wie eine Pflanze lebt. Es gibt eine Verbindung zwischen den Stufen, aber nicht in unserem Verstand und Gefühlen. Gerade wenn ich meinen Verstand und meine Gefühle annulliere, kann ich einen kleinen Vorgeschmack auf die nächste Stufe erhalten. So wie der Stein eine Pflanze und eine Pflanze ein Tier nicht fühlt, so kann auch ein Mensch die höhere Kraft nicht bemerken. Nur wenn wir daran arbeiten, uns der höheren Kraft anzunähern, verursachen wir eine Reaktion und werden schließlich in Kontakt mit ihr kommen. 

Der Mensch erklimmt zum ersten Mal in der Geschichte die höhere Welt, die Leiter der Natur. Der Unterschied ist hier nicht derselbe, wie zwischen einem Stein und einer Pflanze, sondern ist von viel größerer Qualität.

Aus dem 3. Teil der täglichen Morgenlektion vom 12/1/17

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Das Verlangen nach Genuss ist nicht gleichzusetzen mit dem Ego

Frage: Wenn uns der Schöpfer als ein Verlangen zu empfangen schuf und uns Zufriedenheit geben möchte, sind wir dann nicht grundsätzlich gegensätzlich zu Seinem Verlangen, indem wir uns wünschen Ihm ähnlich zu werden und zum Geben kommen?

Antwort: Da wir nicht auf den Wunsch verzichten, begegnen wir nicht Seinem Verlangen. Wir ändern nur dessen Absicht. Alle unsere Verlangen bleiben erhalten und arbeiten, um noch mehr zu empfangen. Ich ändere nur meinetwegen die Absicht für mein Ego, zu einer Absicht um der anderen willen. Insofern geht meine Absicht nach außen, da ein Wunsch selbst nicht das Ego ist.

Ein egoistisches Verlangen ist ein Wunsch mit einer Absicht, die auf den eigenen Vorteil ausgerichtet ist. Ein altruistisches Verlangen ist der gleiche Wunsch, jedoch mit der Absicht um der anderen willen. Wenn ich alle meine Verlangen verwende und aus mir heraustrete, dann verwirkliche ich sie auf die richtige Weise.

Ein Mensch kann die Absicht nicht ändern, die Veränderung geschieht nur in einer Gruppe unter dem Einfluss des Or Makif (umgebendes Licht). Nur die richtige Methode fördert und ruft das Or Makif herbei, welches die Absicht um meinetwillen zu einer Absicht um der anderen willen ändert. Auf dieser Stufe beginnen wir die Welt, die sich außerhalb von uns befindet, wahrzunehmen.

Aus der Kabbala-Lektion auf russisch

18/8/16

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ALL AS ONE! Kabbalah-Kongress, 21.-23. Februar 2017, Tel Aviv

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Übergang zu einer neuen Weltordnung

Wie können wir zwischen Realität und Illusion unterscheiden?

Frage: Könnte es sein, dass Menschen, die die Höhere Welt erreichen, einfach in einer anderen Illusion leben, die ihnen als Realität erscheint?

Meine Antwort: Nein, Menschen, die die Höhere Welt erreichen, treten aus ihrem Zustand aus, und beginnen, die Welt außerhalb von sich zu empfinden. Dies ist eine Welt, die nicht durch ihre gewöhnlichen Sinne wahrgenommen un d durch persönliche Eigenschaften verdreht wird. Deshalb ist das keine Illusion, sondern die echte Wahrnehmung der Wirklichkeit, die tatsächlich außerhalb unserer egoistischen Wahrnehmung existiert.

Die Kabbalisten sagen, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens darin besteht, was uns drängt, nach oben aufzusteigen, und dass wir dann bei korrekter Anwendung die Methode zum Aufstieg in die Höhere Welt finden werden. Dann werden wir unsere Realität von der Seite betrachten. Wir schwimmen im Ego wie im Wasser, und wir sehen unsere Realität nur durch unseren Egoismus. Der Mensch ist lediglich ein Wahrnehmungsorgan von dem, was um ihn herum existiert.

Die Welt ist so angeordnet, dass man in der Lage ist, darin für eine gewisse Zeitspanne zu existieren und dann vom gegenwärtigen Zustand zum nächsten zu gehen, zur höheren Realität, die unabhängig vom menschlichen Ego ist. Indem man sein Ego neutralisiert, beginnt man, aus sich selbst auszutreten und vollkommen objektiv zu werden. Dann gibt es keine Begrenzungen mehr von Zeit, Bewegung und Raum.
Aus der russischen Kabbalalektion 8/18/16

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Täuscht uns der Schöpfer?

Frage: Was will der Schöpfer erreichen, in dem Er uns durch unsere egoistischen Wahrnehmungssinne, diese illusorische Realität vortäuscht?

Meine Antwort: Der Schöpfer täuscht uns nichts vor. Er zeigt uns eine gewisse Wahrnehmung der Realität, wo wir sehr eingeschränkt sind und alles nur in uns selbst spüren. Und das nur, damit wir zu einer anderen Wahrnehmung gelangen, um das wahrnehmen zu können, was außerhalb unserer fünf Sinnesorgane existiert.

Wir müssen aus uns herauskommen – in entgegengesetzter Richtung, um Ihm ähnlich zu werden, das heißt, unabhängig zu sein, selbstständig zu versuchen, neue Wahrnehmungsorgane zu entwickeln. Mit Hilfe unserer Anstrengungen können wir anfangen die Welt außerhalb von uns zu sehen, nicht durch unsere verzerrte egoistische Wahrnehmung, sondern durch die Eigenschaft des Gebens. Dies ist eine völlig andere Wahrnehmung.

Der Mensch sieht, dass etwas außerhalb, getrennt von ihm existiert: Er fühlt es nicht, er versteht es nicht. Wenn man in der Absicht des Gebens handelt, fängt man an, die Umwelt anders wahrzunehmen. In Wirklichkeit existiert die Umwelt nicht, man nimmt sie gemäß der Eigenschaft des Gebens wahr. Und dann kommt die Erkenntnis, dass das der Schöpfer ist.

Aus der Lektion in Russisch

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Was ist ein Traum

Frage: Ist der Schlaf Illusion oder Wirklichkeit?

Antwort: Der Schlaf ist ein Weggehen aus der materiellen Realität, nichts weiter. 

Frage: Früher glaubten die Menschen, dass Träume dieselbe umgebende Wirklichkeit in veränderter Form ist. Heute sagt die Kabbala, dass die Welt eine Illusion ist, doch wir selbst können uns in eine andere Welt versetzen, wo alles gut und richtig ist. Ist es vielleicht vom Schöpfer so vorgesehen, dass eine Realität die andere ablöst, und so weiter auf unbestimmte Zeit?

Antwort: Die Kabbala sagt, dass wir in einem Verlangen sind, in dem wir das Höhere Licht, den Schöpfer auf unbestimmte Art fühlen. Aber wir können uns ändern und eine altruistische Wahrnehmung der Realität bekommen; dann werden wir nicht das verzerrte Bild des Schöpfers wahrnehmen, sondern Ihn selbst.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 18.09.2016

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Eine letzte Chance für die moderne Gesellschaft

Frage: Kabbalisten sehen einen dritten und einen vierten Weltkrieg vorher. Das bedeutet, dass die Menschheit noch immer auf dem Weg des Leidens fortschreitet. Ist das der Grund, warum unsere Generation „die letzte Generation“ genannt wird? Ist das der letzte Ausweg für die Menschen?

Antwort: Die letzte Generation entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Sie wird solange andauern, bis die Menschheit korrigiert ist, das heißt, bis wir uns zu einem System zusammenschließen und die innere, gemeinsame Verbindung zwischen uns herstellen können. Wenn wir diese Verbindung erreichen, fühlen wir, dass wir in einer völlig anderen Dimension außerhalb der Struktur dieser Welt existieren.

Unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit ist grundsätzlich persönlich. Jeder nimmt die Wirklichkeit aus seinem Egoismus heraus wahr, nach dem Verlangen, Zufriedenheit zu empfangen und sich zu füllen, was das Wesen unserer Natur ist. Wenn wir uns miteinander verbinden, aktivieren wir verschiedene Gesetze der Veränderung zwischen uns. Sie helfen uns, eine andere Eigenschaft der Wahrnehmung der Wirklichkeit zu erwerben; wir fangen damit an, nicht durch uns selbst, sondern durch andere zu fühlen. Wenn wir uns verbinden, erlangen wir ein kollektives Wahrnehmungssystem. Heute können die Menschen diese Wahrnehmung nicht erlangen, fühlen oder sich vorstellen. Dies ist nur möglich, wenn ein Mensch mit dem Studium der Weisheit der Kabbala beschäftigt ist. Durch das Studium des Materials und der praktischen Arbeit in der Gruppe werden wir allmählich vom höheren Licht beeinflusst. Ein Mensch, der sich mit anderen verbindet, empfängt als Resultat das Licht – damit ist eine höhere Information gemeint. Er beginnt, durch die Verbindung mit dem allgemeinem System die ganze Schöpfung zu spüren. Dies wird Offenbarung der höheren Welt genannt; damit beschäftigt sich die Weisheit der Kabbala.

Wenn ein Mensch beginnt, die ganze Welt durch ein kollektives Gefühl wahrzunehmen, arbeitet er auf ganz andere Weise. Er versteht, dass alle miteinander verbunden sind, dass er unbedingt um des gemeinsamen Zustandes willen handeln sollte. Er fängt an, die höhere alles lenkende Kraft zu empfinden. Er nennt diese Kraft den Schöpfer, da er sehen kann, dass diese Kraft tatsächlich die Vereinigung erzeugt, alle miteinander verbindet, unsere Gegenwart und Zukunft festlegt.

Wir müssen bewusst und bereitwillig die gegenseitige Verbindung zwischen uns erreichen. Sie ermöglicht es uns, die höhere Kraft zu entdecken. Wenn wir das nicht umsetzen, werden wir uns großes Leid zufügen. Letztendlich wird es so sein, wie Baal HaSulam schrieb: „Der Mensch wird, egal ob nach einem dritten oder vierten Weltkrieg, einen Zustand erreichen, der ihn zur Verbindung zwingt, um die höhere Kraft zu entdecken und zwischen diesen funktionierenden Gesetzen zu leben.

Von der russischen Kabbalalektion

10/7/16

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Du lernst das ganze Leben

Frage: Warum  lernt die Gesellschaft nichts aus der Geschichte? Warum sind die Menschen nicht in der Lage, klare und selbstverständliche Tatsachen zu verstehen, zu akzeptieren und daraus Rückschlüsse für die Gegenwart und die Zukunft zu ziehen?

Meine Antwort: Die Menschheit lernt schrittweise und nur aus ihren Fehlern. Das Leiden treibt die Menschen voran. Nachdem was in den Büchern der Weisheit der Kabbala beschrieben wird, musste es bis zur heutigen Zeit so sein. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Menschheit durch „Schläge“. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts begann sich die Welt zu verändern. Der Erste Weltkrieg  war der Beginn der Manifestation globaler Prozesse in der Welt. Dieser Trend entwickelte sich allmählich weiter und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg deutlicher. Heute leben wir bereits in einer globalen Welt mit unterschiedlichen integralen Verbindungen.

In unserer Zeit, in der die Menschheit ein solches, ganzheitliches Ego erreicht hat, sind wir vollkommen in gegenseitige Beziehungen eingetreten. Die Menschen können über die Meere und Kontinente Kontakt miteinander haben. Es ist bereits möglich, den Menschen zu erklären, dass sie nicht nur integral verbunden sind, sondern dass die aufgebauten Verbindungen schlecht sind. Schlecht gebaute globale Verbindungen sind voller Gefahren.

Die Weisheit der Kabbala offenbart und erklärt uns, dass wir uns auf unsere nächste Entwicklungsstufe erheben müssen. Wir müssen begreifen, dass wir die Welt zu einer gemeinsamen und gegenseitigen Verbindung zwischen uns bringen müssen, nicht nur persönlich durch unsere eigenen Sinne. Wenn dies geschieht, werden wir die Welt in einer völlig anderen Weise, auf einer anderen Ebene, in einer anderen Dimension wahrnehmen. Wir werden das als ein vollständig vernetztes System betrachten.

Es ist ein System, in dem eine einzige Kraft wirkt und die alles verwaltet. Ähnlich wie bei einem Schwarm Vögel. Es können Tausende sein und doch gehorchen alle einem einzigen Wunsch, einer Absicht und einer Bewegung. Zwischen ihnen gibt es eine kollektive Verbindung, eine kollektive Intelligenz, ein kollektives Gefühl, ein kollektives Ziel. Keiner von ihnen hat persönliche Ziele. Sie alle zielen instinktiv nur auf eine Zusammenarbeit, auf die Verwirklichung eines kollektiven Programms und auf das Erreichen eines gemeinsamen Ziels ab. Würden wir dieses gemeinsame System der gegenseitigen Verbindung zwischen uns trotz unseres Egoismus fühlen, dann würden wir die sogenannte „höhere Welt“ wahrnehmen. Wir würden das Gefühl einer gemeinsamen Natur, einen Zustand der Ewigkeit und Ganzheit erreichen.

Wir müssen diesen Zustand unabhängig, nicht wie Vögel, Fische, Bienen und dergleichen, instinktiv auf einer tierischen Stufe erreichen. Wir müssen das trotz unseres Egoismus erreichen, indem wir uns über ihn erheben und uns miteinander verbinden. Schließlich werden wir dann die Kraft bemerken, die alles leitet. Wenn sich die unterschiedlichen Arten wie Ameisen, Vögel oder Fische verbinden, werden sie von der allgemeinen, kollektiven Kraft geleitet. Das ist genauso eine höhere Kraft, die sich in solchen Momenten unter den Vögeln manifestiert.

Sie bewegen sich ohne sich zu unterhalten, genau innerhalb dieser allgemeinen, kollektiven Kraft. Genau das geschieht mit uns durch die richtige Verbindung. Das wird die Offenbarung des Schöpfers zwischen den Menschen genannt.

Wenn wir schon in solch einem Zustand wären, dann könnten wir die nächste Stufe unserer Entwicklung, eine Existenz, die nicht in unserem Körper, sondern außerhalb davon liegt, in unserer gemeinsamen, kollektiven Intelligenz und unserem Verlangen besprechen. Wir würden unsere gegenwärtige, egoistische Wahrnehmung der Wirklichkeit durchlaufen und dadurch zu einem einzigen Wesen in der höheren Welt, werden. Wir können das in unserer Welt und in unserer Zeit entweder gegen unseren Willen oder aber ganz bewusst umsetzen.

Nun taucht die Weisheit der Kabbala auf, die uns erklärt, dass wir diesen Zustand bewusst erreichen müssen, da wir sonst große Unruhen ertragen werden.

Aus einer Kabbala-Lektion am 10/7/16

(194830)

Der neue Präsident, eine neue Welt und neue Werte

Frage: Wie sehen Sie als Kabbalist die aktuelle Situation in der Welt? Sie sprechen schon die ganze Zeit über große Veränderungen, die auf uns zukommen. Was sind diese Veränderungen?

Meine Antwort: Die Welt befindet sich wirklich in einem ganz besonderen Zustand. Es ist klar, dass sich eine Revolution zusammenbraut. Es ist klar, dass es nicht mit Herrn Trump zu tun hat, er ist nur eine Marionette, die für diese Rolle ausgewählt wurde. Das System bekommt ein leistungsstarkes und sehr wichtiges „Upgrade“.

In der Tat kann man sagen, dass die Welt neue Werte annimmt. Obwohl es allmählich geschieht und noch nicht von den Menschen wahrgenommen wird. Von der Macht des Geldes, das die tragende Säule des Kapitalismus ist, bewegt sich die Welt zu „spirituellen“ Werten. Dies wird auch aufgrund des ideologischen Einfluss auf die Welt, der Expansion des Islam unterstützt. Denn die Moslems kämpfen nicht um Geld, sondern für ihre Ideologie.

Auf die Welt warten große Veränderungen und der gesamte Prozess wird den sogenannten „Neo-Liberalismus“ begraben. Schließlich hat er keine realistische Grundlage und kein Existenzrecht; er wird völlig künstlich aufrechterhalten. Der Liberalismus brachte uns zu einem Zustand, den die Menschen nicht mehr ertragen können. Einige besitzen irrsinnige Reichtümer, die nicht auf realen Geschäften, sondern auf Betrug an der Börse basieren. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die nichts zum Beißen haben.

Es ist verständlich, dass es unmöglich ist, Fabriken zurück nach Amerika zubringen. In allen entwickelten Ländern gibt es viele Fabrikationsstätten, die nach China und anderen Orten mit billigen Arbeitskräfte transferiert wurden. Dies kann man nicht mehr rückgängig machen, und dazu besteht auch keine Notwendigkeit. Wir können dem amerikanischen Arbeiter nicht den Niedriglohn wie dem Arbeiter in China zahlen.

Man muss auf eine neue spirituelle, menschliche Ebene wechseln. Wir sollten keine Gegenstände, sondern Menschlichkeit produzieren! Schließlich haben wir keinen Mangel an Nahrung oder Bekleidung. Es gäbe genug, um alle Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen. In der Welt besteht eine Überproduktion von Konsumgütern, die eigentlich nahezu wertlos sind.

Wir müssen erkennen, dass für den Wohlstand der Welt nur eine höhere Kraft erforderlich ist. Die Kraft der Verbindung bringt uns zur Ähnlichkeit mit der Natur. Deshalb werden die Menschen, die durch ihre Vereinigung in der Lage sein werden, der Menschheit zu helfen, ähnlich wie Natur zu sein, die Gefragtesten sein. Dies wird der Beruf der Zukunft sein, den die Menschen erlernen müssen. Diese Phase dauert noch Jahre und alle müssen es lernen, Millionen und Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt.

Das ist eine neue Aufgabe für diejenigen, die den Menschen die Kunst der Verbindung beibringen können. Es sollten alle Medien einbezogen werden, weil es ein ganzes System ist. Die Menschen werden es erlernen, und diese Ausbildung wird eine eine Arbeit für den Schöpfer sein, für die wir alle bezahlt mit dem, was wir brauchen, bezahlt werden. Es ist etwa 90% der Weltbevölkerung, die keine Arbeit in der Produktion von Gütern finden werden. Die übrigen 10% der mechanischen Arbeit wird in der Welt irgendwie verteilt.

Trump stellt das Symbol der Veränderung dar, wenn es ihm erlaubt wird. Aber das ist schon eine Charakteristik. Schließlich will er dem Finanz- und Bankensystem die Macht entreissen und sie der Industrie zurückgeben.

Aber die Industrie wird nicht die gleiche bleiben, wie er glaubt: Dass wir wieder anfangen, in Amerika Autos zu bauen und die Schwerindustrie zu fördern. Das wird nicht funktionieren. Sondern es wird eine neue Industrie entstehen: Die Produktion von „Menschen“. Dies ist die aktuelle Tendenz der Entwicklung der Menschheit. Die bestimmt auch die Situation in Europa. Die Europäische Union bricht auseinander. Alle schreien, dass Europa die integrale Verbindung vermittelt.

Aber die Europäische Union war nie eine Vereinigung, geschweige denn integral. Es war ein Zusammenschluss von Banken mit dem Ziel, möglichst hohen Profit einzufahren und über alles zu herrschen. Es gab niemals eine Einheit oder ein vereinigtes Europa. Verbunden sind nur diejenigen, die mit dem Geld spielen. Und so ist es nur zum Besseren, wenn dieses Bündnis auseinanderfallen wird. Europa war nie verbunden, also müssen wir nichts bereuen.

Und nachdem die Europäische Union auseinander gefallen sein wird, woran keinerlei Zweifel mehr besteht, kann man über die echte Verbindung sprechen. Es ist offensichtlich, dass danach dringender Bedarf besteht.

Irgendwann wird es möglich sein, über die Einheit Europas und Vereinigung in einer anderen Form zu sprechen. Aber das erfordert schon eine Ausbildung in Integraler Bildung.

Aus dem Gespräch über die aktuelle Weltlage , 18/11/2016

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