Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Rabash'

Wann kommt die Sehnsucht nach dem Spirituellen…

Danach muss jedes Mitglied der Gesellschaft sich gemäß den letzten drei Abschnitten (Segnungen) von Shmona Essre verhalten. Das bedeutet, dass, nachdem der Mensch seine Bitte an den Schöpfer formuliert hat, er die letzten drei Abschnitte (Segnungen) spricht – als hätte Er ihm schon gegeben, worum er gebeten hat. (Rabash, “Die Ordnung einer Gruppenversammlung“)

Frage: Warum stellt Rabash eine Gleichung zwischen dem Gebet und der Versammlung der Gesellschaft her?

Antwort: Die Tora und alle heiligen Bücher sind nicht für Gläubige bestimmt, sondern für uns, um sie in unserer praktischen spirituellen Arbeit zu verwenden.

Frage: Ist ein Gebet in einer Gruppe ein Programm menschlicher Handlungen?

Antwort: Natürlich. Wofür wird es sonst geschrieben? Das ist eine Steigerung des Verlangens, die sie zum Schöpfer erheben damit er ihnen das geben kann, was für Ihre Arbeit erforderlich ist.

Wenn der Mensch nicht zum Gebet kommt dann hat er kein Bedürfnis (Hisaron). Er hat kein Gefühl für Mangel, keine Kraft sich nach vorne zu bewegen, keine Sehnsucht und keinen Hunger nach dem Spirituellen.öpf

Frage: Kann alles, von dem Rabash über die Ordnung einer Gruppenversammlung schreibt, gleichzeitig an einem Ort stattfinden?

Antwort: Es spielen weder Geografie noch Zeit eine Rolle. Es kann zu verschiedenen Zeiten, zwischen unterschiedlichen Freunden stattfinden.

Frage: Sind das angesammelte Zustände?

Antwort: Ja, aber in jedem von uns sammeln sie sich zufällig an, nicht unbedingt an einem Ort und gleichzeitig. Im spirituellen Bereich ist das keine starre Funktion.

Aus dem Fernsehprogramm “Die letzte Generation“,13.06.2018

[238656]

Zeit der Freude

Nach allen Berechnungen kommt die Zeit für die Freude der Freundesliebe. Dann sollte sich jeder glücklich fühlen, als hätte er gerade ein gutes Geschäft gemacht, dank dem er viel Geld verdient hat und deshalb seine Freunde zu einem Getränk einlädt. (Rabash,“ Die Ordnung einer Gruppenversammlung“)

Wenn der Mensch ernsthaft in die spirituelle Arbeit investiert hat, wird er zufrieden sein, dass alles gut beendet wurde.

Wenn man auf besondere Zustände wartet, bedeutet dies, dass man weder im Geben noch im Gebet ist, sondern lediglich in seinem Egoismus.

Frage: Wie soll ich mich fühlen, wenn ich die Freundesversammlung verlasse?

Antwort: Als ob du auf der gleichen Stufe bleibst und jetzt weitermachst. Die Freunde gaben dir einen Schub und du hast die Kraft um weiterzukommen.

Immerhin bist du glücklich, da du willst, dass sich deine Freunde gut fühlen. Nach der Versammlung soll das Gefühl der Freude, eine Steigerung der Spiritualität sein.

Freude ist ein Zeichen dafür, dass das Treffen der Freunde richtig abgelaufen ist. Du bist froh, dass du auf diese Weise eine bestimmte spirituelle Handlung in der Praxis durchgeführt hast.

Es ist ein Fortschritt, wenn man sich in einem Zustand der Aufregung halten kann.

Aus dem Fernsehprogramm „Die letzte Generation“ 13.06.2018

[238794]

Auszüge aus den Unterrichten 07.01.2019

Aus dem Unterricht „Richtiges Studium der Kabbala“. 

Es ist sehr wichtig, sich auf den Unterricht vorzubereiten. Sobald ein Mensch aufwacht, sein Gesicht wäscht, einen Kaffee trinkt, sich anzieht und am Studienort ankommt, muss er ständig darüber nachdenken, warum er das alles tut. So kommt er mit der richtigen Einstellung zum Unterricht und beginnt zu studieren.

Studieren bedeutet, mit den Freunden zusammenzusitzen und zu überprüfen, wie gut ich mit den anderen verbunden bin. Wenn ich mich bereits auf Rabbi Shimons Stufe befinde, werde ich Hass und Abneigung gegenüber den Freunden spüren. Ich werde so der Möglichkeit einer Korrektur von oben ausgesetzt. Ich komme nicht gleichgültig, sondern mit einem heißen Herzen, entweder gegen oder für die Verbindung.

Es wird dementsprechend bestimmt, ob ich die Tora und das Licht benötige, welches zur Quelle zurückführt  und mich mit den anderen verbindet. Denn wir offenbaren darin unsere Verbindung alle Buchstaben der Tora, alle Eigenschaften des Gebens, um demnach die Eigenschaften des Schöpfers. Das Studium ist ein Werkzeug, das Wichtigste dabei ist die Verbindung zwischen uns.   

* * *

Die Artikel helfen uns, uns richtig zu organisieren. Die Lehre der Zehn Sefirot zieht das Licht auf uns, welches zur Quelle zurückführt. Das Studieren der Lehre beinhaltet eine Gefahr: die Tora zu studieren um Weisheit zu erlangen, nicht um der Tora willen und nicht für das korrigierende Licht. Vielleicht wirst du wissen wollen, wie viele Engel es im Himmel gibt und wie ihre Namen lauten.

Es ist sehr wichtig, dass „die Allwissenheit deine Taten (die Handlungen des Gebens) nicht überwiegt“.

Man muss nur um des Gebens willen lernen, sonst entfernt man sich vom Schöpfer und kultiviert seinen Stolz.

Studiert der Mensch über die Artikel den Weg zum Schöpfer, ist es nicht so schwer, diese Richtung durch die Texte beizubehalten. Auf diese Weise ziehen wir weniger Licht an das zur Quelle zurückführt, da wir dabei nicht die Handlungen des Schöpfers studieren. In den Büchern „Lehre der zehn Sefirot“, „Baum des Lebens „, ist der „Zohar“ hingegen in ein viel größeres Licht eingebettet. Nicht alle Teile der Tora enthalten die gleiche Menge an Licht, welches zur Quelle zurückführt.

Man muss verstehen, dass der Mensch nicht die ganze Zeit studieren oder Artikel lesen kann. Man muss beides kombinieren. Die Hauptsache ist es, das Licht anzuziehen. Wenn man das Licht dadurch anziehen könnte, indem man zehnmal hochspringt, würden wir springen. Wir benötigen ein Mittel um Licht anzuziehen. Wir sehen, dass die Wissenschaft der Kabbala sich genau in der Form offenbart, die es ermöglicht, ein Werkzeug für die gegenwärtige Generation zu werden.   

* * *

Das Licht, das zur Quelle zurückkehrt, gibt uns die Kraft des Rückstoßes. Wir fühlen nicht das Licht selbst, sondern lediglich das Ergebnis seiner Wirkung. Das Licht an sich ist nicht wahrzunehmen. Genauso wie wir keinen Strom spüren können, sondern die Folgen seiner Arbeit. Die Folge der Wirkung des Lichts, welches zur Quelle zurückführt, ist mein Verlangen zu Geben. Ich will mich nicht in mir befinden, ich will in den anderen existieren, im Schöpfer.

* * *

In einer religiösen Ekstase sind Menschen zu Vielem bereit: über Feuer zu springen und sogar sich selbst zu verbrennen, und wofür das alles? Die Kabbala sagt hingegen, dass es ein höheres System gibt, welches wir durch das Studium erwecken können. Wir studieren die Handlungen des Systems, seine Arbeit.

Durch das Lesen möchte ich, dass das System an meiner Korrektur arbeitet. Ich bitte nicht darum, dass es jemandem schlechter oder mir besser geht. Ich bitte darum, mich in meinem Inneren gut zu machen, nicht aber, dass es mir gut geht,

erst dann werde ich den anderen geben können. Dies bedeutet, dass ich die Kraft, die jetzt zu mir kommt und mich korrigiert, durch mich hindurch zu anderen leiten werde. Dadurch werde ich zu einem Transmitter.

 

Aus dem Morgenunterricht 07.01.2019

 

[239072]

Stufen der spirituellen Arbeit

Die Arbeit muss so weit wie möglich vom Körper entfernt stattfinden. Man kann in ihr verschiedene Stufen hervorheben:

Zuerst strebt der Mensch nur nach Erfüllung – in dieser oder in der zukünftigen Welt.

Danach fängt er an, außer an die Erfüllung, auch daran zu denken, „mit wem er es zu tun hat“, von wem diese Erfüllung abhängt. Dann beginnt er, die Erfüllung mit der Quelle der Erfüllung, dem Gebenden, zu verbinden. Es entsteht eine Beziehung zum Gebenden, weil von ihm die Erfüllung abhängt.

In der nächsten Phase fängt der Mensch an, den Gebenden zu achten, weil Er der Gebende ist, für Seine Eigenschaft an sich der Gebende zu sein, und nicht für den Genuss, den er von Ihm bekommt.
Hier kommt es zu einer gewissen inneren Zwiespalt in ihm – einerseits ist die Erfüllung wichtig, andererseits kommt ein Bestreben, sich an den Gebenden anzugleichen, auf. Ist die Erfüllung als Energie für die Arbeit wichtig oder um der Erfüllung selbst willen? Wovon genau bekommt er die Energie, was ist sein Ziel – die Erfüllung oder die Verbindung mit dem Gebenden?
Auf diese Weise kommt er nach und nach in einen Zustand, in dem er nur an die Übereinstimmung seiner Eigenschaft und der des Schöpfer denkt.
Doch auch hier ist nicht alles so einfach. Es sind verschiedene Sachen:  die Übereinstimmung der Eigenschaften einerseits und andererseits das Verlangen, Genuss dem Gebenden zu bereiten.
Bei dem Bestreben nach der Übereinstimmung der Eigenschaften denke ich dennoch an mich. Obwohl ich geben, Genuss bereiten, lieben will, will ich das für mich selbst, dabei bin ich präsent.
Auch was das Bereiten des Genusses betrifft – werde ich ihn bereiten oder gibt es jemanden, der es besser kann als ich? Wie werde ich es so anstellen, dass ich keine Belohnung dafür bekomme?
Das heißt, wir sehen, dass es hier eine Menge Stufen, ganze fünf Welten gibt, wo der Mensch seine Motivation, seine Prinzipien überdenkt: wofür ist er bereit, sich anzustrengen, worin besteht seine Erfüllung, wie ist seine Haltung dem Gebenden gegenüber?
Dadurch verändert sich sein Zustand und er steigt von einer Welt zur nächsten auf.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.07.2010.

Kabbala Akademie

Alle Veränderungen kommen von innen

Es steht geschrieben: „Lass uns zum Pharao gehen“. Mit anderen Worten, lass uns zusammen gehen, denn Ich gehe mit dir, um die Natur zu verändern.                                                                                 Und Ich will nur, dass du Mich darum bittest, dir dabei zu helfen, deine Natur zu verändern und sie vom Verlangen zu empfangen zum Verlangen zu geben umzuwandeln“. Rabash, Shlavey HaSulam, 1985, Artikel 19

Unser egoistisches Verlangen ist klein, und wir erkennen noch nicht das ganze Ausmaß unseres Übels und unserer Nichtigkeit. Wir glauben, dass wir im Gegenteil vollkommen in Ordnung sind.

Die Wahrheit kann nur im Licht gesehen werden. Wenn der Mensch von oben erweckt wird, fängt er an, nach dem Sinn seines Lebens, nach etwas außerhalb des „tierischen“ Dasein im Körper, zu suchen.

Dann enthüllt er allmählich, mit Hilfe der Bücher und der Umgebung, Veränderungen in sich. Er wird aus dem gewohnten Zustand herausgeführt und schreitet vorwärts, indem er verschiedene, oft radikale Eindrücke erhält.

Bis er endlich versteht, dass die Rede von der Veränderung der Natur ist. Dieses Verständnis wird in ihm von dem Moment an fixiert, in dem er beginnt, zu erkennen, dass sein Zustand nicht so ist, wie er sein soll.

Der Mensch kann sich das viele Jahre hintereinander anhören und dennoch im Inneren nichts vernehmen. Doch in einem bestimmten Moment spürt er, dass es an ihm selbst, an der Notwendigkeit, sein Wesen zu verändern, liegt. Von diesem Moment an erzählt die Tora, d.h. die Methode zur Korrektur des Egoismus, dem Menschen von ihm selbst.

Dann konzentriert sich der Mensch auf sich selbst. Er will nicht die anderen verändern, sich vom Äußeren ablenken lassen. Seine Aufmerksamkeit bekommt einen umgekehrten Vektor, er richtet seinen Blick nach innen.

Jetzt kann er die Methode anwenden. Er hat bereits eine Verbindung zu ihr, während er früher nur eine Verbindung zum Wissen hatte. Es steht geschrieben: „Glaube an die Weisheit unter den Völkern und glaube nicht an die Tora unter den Völkern“. Zu den „Völkern“ gehört derjenige, der sich noch nicht korrigieren will.

Ein „Jude“ (Jehudi) ist dagegen derjenige, der, unabhängig von seiner Abstammung, bereits versteht, dass man die Einheit (Ihud), die Ähnlichkeit der Eigenschaften, das Geben erreichen muss.

Indem der Mensch sich auf sich selbst konzentriert, sieht er, dass er, solange er sich selbst nicht ändert, mit nichts rechnen kann – denn alle Veränderungen kommen von innen.

Dann erinnert er sich daran, dass er darüber bereits in den Urquellen gelesen hat. Von nun an hat er eine Verbindung zu der Methode. Er fängt an, sie zu schätzen, denn er spürt seine Abhängigkeit von diesem Mittel namens „Tora“, von den Büchern, dem Lehrer, der Gruppe.

Erst dann versteht der Mensch, was die Worte „Lass uns zum Pharao gehen“ bedeuten.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 18.10.2010

 

Kabbala Akademie

 

Es ist nicht einfach einen Menschen zu erschaffen

Es kommt uns seltsam vor, dass, wenn der Schöpfer, der doch diese Welt geschaffen hat und über alle Möglichkeiten verfügt, auch unsere Hilfe braucht. Es ist jedoch genau so wie bei einer Mutter, die von ihrem Kind abhängt. So ist Er auch von uns abhängig.

Wären wir auf dem unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Niveau, würde Er uns hundertprozentig lenken.

Aber weil Er uns bis zur Stufe des Menschen wachsen lassen will, bis zu seinem Niveau, kann er uns einfach nichts Fertiges geben. Also müssen wir die Vernunft und die Gefühle, in uns, aus eigener Kraft entwickeln.

Demzufolge kommt unser „Erwachsen“ werden durch unsere selbständige Teilnahme zustande. Eben das heißt es, ein Mensch zu sein.

Wäre ich ein Tier, würde ich einfach nur von Ihm empfangen. Aber der Mensch steht qualitativ auf einer neuen Stufe, welche nur infolge von eigenen Klärungen, Analyse und Synthese und das Streben, um dem Schöpfer gleich zu werden, erreicht werden kann.

Auf diese Weise kommt man voran.

Und somit ergibt es sich, dass der Schöpfer auf uns wartet, von uns abhängt.

Wenn ein Kind nicht lernen will, sich auch kein Wissen aneignen will, um von der einen Klasse in die nächst höhere überzugehen, oder keine Hausaufgaben macht und Prüfungen nicht besteht, können die Lehrer auch nichts machen. Und so hängt alles hier nicht vom Schöpfer ab, sondern vom Menschen selbst.

Das ist das Einzige was Er nicht für uns tun kann – anderenfalls werden wir nicht erwachsen. Die Stufe des „sprechenden“ Menschen in uns, soll folglich durch unsere eigene vorläufige Arbeit, der Klärungen des Verständnisses und der Vernunft, wachsen.

Wir sollen den Verstand und das Herz selbst entwickeln und nur nicht darauf warten, bis der Schöpfer uns zum Menschen macht.

Die menschliche Stufe kann man nicht von außen geben, diese muss von unten und von innen, erobert werden.

Das Licht kann unsere Entwicklung nur bis zum Erhalt des Punktes im Herzen beschleunigen. Alle übrigen Wünsche sollen wir selbst verdienen.

Denn wenn der Schöpfer uns eigenständig in einen „Menschen“ einkleiden würde, dann würde es wohl eher ein Affe sein und kein Mensch.

Kabbala Akademie–>

 

Das Feld, das der Schöpfer gesegnet hat

Unter Feld ist der Ort gemeint, an dem die Gaben der Erde angebaut werden sollten, um der ganzen Welt Nahrung zu geben. Feldarbeiten sind bekanntlich „ackern“, „säen“ und „ernten“.
Es wird von unseren Weisen gesagt: „Was mit Tränen gesät ist, wird freudig geerntet“. Und dies wird das Feld genannt, das der Schöpfer gesegnet hat. (Rabash, “Die Liebe der Freunde (1)“)

Das Feld symbolisiert das Ego eines Menschen, das gründlich gepflügt, mit „richtigen“ Samen gesät, und mit seinen “Tränen“ bewässert werden muss.

Dann muss man aus den gekeimten Weizenähren die Körner herausschlagen, die Schalen in den Wind streuen und viele andere Handlungen durchführen, die die spirituelle Arbeit zur Korrektur des Egoismus mit sich bringt. Es ist der Prototyp all unsere körperlichen Arbeiten auf dem Feld.

Die Körner werden von Mühlsteinen zermahlen, die von Tieren bewegt werden, die mit verbundenen Augen im Kreis herumgehen, um nicht zu sehen, dass sie nutzlose Arbeit für sich tun. Sie brauchen Getreide und nicht das Mehl, denn aus dem Mehl wird Brot gebacken und das ist Nahrung für den Menschen.

Also, der Mensch muss sich selbst beackern, mahlen, in der Gruppenarbeit reinigen und dabei die Augen vor seinen inneren, tierischen Eigenschaften verschließen, damit er für die Ernte arbeitet.

Als Resultat dieser Arbeit werden sich alle Eigenschaften eines Menschen darin konzentrieren, sich manifestieren und eine vollständige Korrektur erreichen.

Wenn du dich mit deinen Freunden in der Gruppe verbindest, findest du diese inneren egoistischen Eigenschaften und da wird die Verbindung zwischen ihnen repariert. Aber um sie miteinander zu verbinden, müssen sie die Eigenschaften des Schöpfers finden. Dies wird deine Haupteigenschaft sein, „Josef“, mit der du bis zum Ende der Korrektur kommen wirst.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“ 01.02.2018

[230866]

Die Weitergabe der Botschaft des Ari

Die Geschöpfe müssen den Gedanken des Schöpfers, Sein Programm, umsetzen und sich dem Zweck der Schöpfung zuwenden. In diesem Prozess gibt es eine Kette von Handlungen, die von den zerbrochenen Teilen der Schöpfung ausgeführt werden, die sich zu einer Seele sammeln und verbinden, so wie sie vor der Sünde des Baumes der Erkenntnis, vor dem Zerbrechen der gemeinsamen Seele war. Die verbundenen Teile der Seele werden Kabbalisten genannt.

Diese Teile der Seele, die sich sehr voneinander unterscheiden, durchlaufen Korrekturen des Zerbrechens, eine nach der anderen. Wir sehen, wie sich die Kabbalisten voneinander unterscheiden und wie sie ihre Mission erfüllen. Während der ganzen Geschichte und des Prozesses der Korrektur gab es spezielle, herausragende Seelen: die Seele von Adam HaRishon und dann seine Schüler, zwanzig Generationen von Abraham (Abraham, Isaak, Jakob, Moses, Aaron, Joseph, David …), über Rabbi Shimon, Rabbi Moshe De Leon, Rambam und anderen Kabbalisten bis heute.

In dieser Kette gibt es eine ganz besondere Seele, die für uns sehr wertvoll ist, sogar mehr als Rashbi und Baal HaSulam – der Ari (Isaac Luria). Dieser Mann öffnete uns die Weisheit der Kabbala. Ohne ihn hätte uns keine einzige Schrift der nachfolgenden Kabbalisten erreicht, und deshalb ist der Ari für uns als „die Nutzer“ der Kabbala besonders wichtig.

Ab dem Ari begann sich die Kabbala zu entwickeln und sich der modernen Zeit anzupassen, und aufgrund dieser Tatsache sehen wir uns heute der Erlösung näher – speziell dank des Ari. Dazu gehört natürlich auch das große Werk des Baal Schem Tov und dann Baal HaSulam und Rabash. Baal HaSulam war in der Art seiner Mission dem Ari ähnlicher, und Rabash ähnelte eher dem Baal Shem Tov. Und vor allen gab es Rashbi, der der Welt das Licht der letzten Korrektur brachte, das jedem zur endgültigen Korrektur hilft, schiebt und zieht.

Der Ari ist jedoch eine sehr wichtige Kraft in der Menschheitsgeschichte und wir schätzen diesen Kabbalisten und den Beitrag, den er für uns geleistet hat, oder vielmehr, wie der Schöpfer uns durch die Seele des Ari geholfen hat, uns dem Zweck unseres Daseins zu nähern.

Der Ari lehrte nur anderthalb Jahre lang in Nordisrael, dann starb er. Aber das war genug, um ein großes Licht in der Welt mit den Taten seiner Seele zu erwecken. Durch den Ari erreicht diese Erleuchtung jeden in Form von umgebendem Licht und gibt allen nachfolgenden Generationen ein großes Erwachen. Sein ganzes Leben, seine Schriften, seine Gruppe und die Werke, die er hinterlassen hat, sowohl in schriftlicher als auch in mündlicher Form, sind äußerst verborgen und unbegreiflich. Jedoch kamen andere Seelen, wie Baal Shem Tov und Baal HaSulam, und setzten die Arbeit des Ari mit großer Hingabe und Stärke fort.

Heute, am Tag des Ari-Gedenktages, müssen wir fühlen, wieviel wir dieser Seele schulden, durch die der Schöpfer uns die Weisheit der Kabbala so viel nähergebracht hat. Wir müssen die Nachricht des Ari erhalten und weiterleiten.

 

Aus dem 3. Teil der täglichen Kabbala Lektion 7/16/18, „Gedenktag des Ari“

Die Verbindung mit dem Schöpfer annulliert den Stress

Frage: Die Außenwelt bringt den Menschen in einen Zustand ständigen Stresses. Wie überwindet man dies?

Meine Antwort: Ich kann mir nicht vorstellen, was ein ständiger Stress ist, weil ich alles, was geschieht, mit dem Schöpfer verbinde. Was für einen Stress kann es geben, wenn wir uns in Seiner Macht befinden, in Seiner ständigen Wirkung auf uns? Man muss sich einfach entspannen und mit dem Strom Seiner Handlungen an uns schwimmen, nicht mehr.

Ich empfehle, ständig die Artikel von Baal HaSulam und Rabash zu lesen. Sie werden sehr schnell jeglichen Stress von euch nehmen. Ihr werdet verstehen, dass die Welt eine einzige gute Kraft lenkt und alles, was wir brauchen ist, nur in der Verbindung mit Ihr zu sein, alles dem Schöpfer zuzuschreiben.

 

[#226240]

 

Das System der Ehrfurcht

Um die Stufe des Menschen zu verstehen, geben wir eine Deutung unserer Weisen bezüglich des Verses: ”Das Endergebnis des Ganzen lasst uns hören: Fürchte Gott und halte Seine Gebote! Denn das soll jeder Mensch tun.” (Prediger 12:13). Die Weisen sagten über die Strophe: “denn dies ist der ganze Mensch”, dass die Ursache des Geschöpfes “die Ehrfurcht vor dem Schöpfer” sei.

Im Buch “Matan Tora” heißt es: der Grund, warum die Geschöpfe weder Genuss noch Freude erhalten, auch wenn dies das Ziel der Schöpfung war, liegt im Unterschied der Eigenschaften zwischen dem Schöpfer und den Geschöpfen. Der Schöpfer ist derjenige, der gibt, und die Geschöpfe sind diejenigen, die empfangen. Es existiert jedoch ein Gesetz, nach welchem die Zweige den Wurzeln gleichen, von welchen sie abstammen. (Rabash, “Das Ziel der Gemeinschaft 1”)

Das Endziel unserer Entwicklung besteht darin, dass wir mit dem Schöpfer verschmelzen. Dafür müssen wir Ihm ähnlich sein. Um dabei Geschöpfe zu bleiben, müssen wir Ihm entgegengesetzt sein. Dies bedeutet, dass in uns gleichzeitig der absolute Gegensatz und die absolute Gleichheit existieren müssen.

Wie kann man in einem Menschen diese zwei Eigenschaften, die sich gegenseitig vernichten, vereinbaren? Mit diesem Ziel wurden wir dem Schöpfer entgegengesetzt erschaffen. Sowohl der Wunsch (weil wir genießen wollen und der Schöpfer uns den Genuss geben will) als auch die Absicht sind dem Schöpfer entgegengesetzt. Wir müssen über unser Verlangen so eine Absicht erschaffen, um zu genießen, damit wir Ihm Freude bereiten.

Die Lenkung der beiden entgegengesetzten Eigenschaften ist ein System, das große Behutsamkeit verlangt: wie kann ich für mich selber nicht empfangen und dem Schöpfer genug geben. So eine präzise Balance wie auf einem Seil heißt Ehrfurcht.

Diese Rolle übernimmt der Schirm, der sich zwischen dem egoistischen Verlangen und der altruistischen Absicht befindet. Die Ehrfurcht hängt einerseits von der Größe des egoistischen Verlangens des Menschen, andererseits von der Wahrnehmung der Erhabenheit des Schöpfers ab.

Der Mensch, der sich zwischen diesen entgegengesetzten Parametern bewegt wie auf einem Seil, muss sie in sich einschließen und so balancieren, dass sie sich gegenseitig ausbalancieren, aber sich nicht neutralisieren. Sie sollen nämlich das gesamte System des Verhaltens zeigen: das maximale Empfangen und das maximale Geben. Das richtig funktionierende System heißt “das System der Ehrfurcht”.

Frage: In welchem Moment beginnt es ausgeprägt wie ein Mechanismus zu arbeiten?

Antwort: Es beginnt erst dann zu arbeiten, wenn wir in der Gruppe eine besondere Atmosphäre schaffen, die jedem von uns und uns zusammen zeigt, wie man zwischen uns dieses System erschafft und sich richtig auf seine Resonanz einstellt.

Heute ist unsere Weltgruppe in einem großen Zustand angekommen. Sie steht am Eingang der höheren Lenkung.

Frage: Bedeutet das, dass sich die Ehrfurcht jetzt unserem Herzen annähern soll?

Meine Antwort: Nein. Das geschieht stufenweise, weil die Ehrfurcht erst viel später hervortritt. Jetzt sollen wir lernen uns zu annullieren, zu einem Embryo zu werden. Und erst danach, mit dem Wachstum des Embryos in uns, können wir ihn größer und größer machen, dann wird sich in uns eine größere Ehrfurcht bilden.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“, 26.12.2017

[#228326]