Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Korrektur'

Meine Gedanken auf Twitter 23/04/2018

Die Sorge um die Ökologie und der Kampf mit jeglichem Bösen in unserer Gesellschaft werden uns nicht helfen, unser Leben zu stabilisieren! Die Korrektur muss auf ihrem höchsten Niveau geschehen: in unseren Wechselbeziehungen. Unsere einzige Möglichkeit besteht darin, uns zu verbinden und die Kraft von oben anzuziehen. Diese Kraft ist dafür da, alles zu korrigieren.

Es klingt wie ein Paradox, wie eine Gegensätzlichkeit, ist aber wirklich so. Derjenige, der sich annulliert, wird zum Stärksten. Das höhere Licht erfüllt ihn und gibt ihm das Gefühl der vollkommenen Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten. Die Unabhängigkeit wird durch die Selbstannullierung erreicht.

Die Menschen glauben an den Garten Eden, an die Hölle. Man möchte, dass “dort“ etwas existiert.
“Man möchte“ bedeutet aber nicht, dass das auch dem Plan der Natur entspricht.Es gibt kein “dort und hier“. Es gibt die Offenbarung des Menschen. Unsere Aufgabe und unsere Möglichkeiten bestehen darin, die spirituelle Welt zu offenbaren.
Uns wird alles von der Natur gegeben, nur nicht die Freiheit des Willens.

Das höhere System (System der Wahrheit) ist vollkommen, weil sich all seine Teile in gegenseitigen, aufeinander abgestimmten Verbindungen befinden.  

Das untere System (System der Lüge), unsere Welt, war infolge des Zerbrechens dieser Verbindungen und ihrer Umwandlung in egoistische Wechselwirkungen entstanden.

 

Kabbala Akademie auf Twitter

Meine Gedanken auf Twitter 22/04/2018

Du kannst die Ursachen von Schlägen nicht dir selber zuschreiben. Der Egoismus ist integral für die ganze Gruppe, der gesamte Organismus ist krank! Du hast einen Schlag erhalten, der dich trifft. Du bist aber mit allen verbunden und deswegen ist das deiner! Daraus folgt, dass alle Korrekturen Gruppenkorrekturen sein müssen!

Die Schläge kommen zu jedem aufgrund der Unkorrigiertheit des Systems als Ganzes. Deswegen leiden alle. Dies geschieht deshalb, damit alle zu neuen Wechselwirkungen der integralen guten Abhängigkeit untereinander übergehen sollten. Jeder bekommt das Streben nach der Korrektur von dem gesamten System der Verbindung. Der bessere Zustand ist der Zustand noch größerer Abhängigkeit voneinander.

Der moderne Mensch unterscheidet sich nicht von seinem barbarischen Vorfahren.  In der Offenbarung der Welt als  integrales System muss er seine egoistische Natur zur entgegengesetzten Natur verändern. Die Umwandlung geschieht nach den Instruktionen der Kabbala, indem man die höhere Kraft erregt, die aus dem Ego einen Menschen macht.

Die Natur ist ein Beispiel des integralen Systems. Der lebendige Organismus lebt, weil jedes seiner Teile die allgemeinen Interessen berücksichtigt. Eine Komponente kann nicht lebendig sein. Das Leben ist ein Eingang und ein Ausgang, es gibt Stoff-, Kräfte- und Informationswechselwirkungen. Das ist nur möglich bei dem Verzicht auf ein persönliches Ego zugunsten eines “Wir“.

Das Unverständnis des Ziels der Existenz führt zum Hass. Staaten und Menschen prallen aufeinander und unterdrücken die Frage nach dem Sinn des Lebens. Es ist notwendig, einem Menschen, der weit von der Offenbarung des Sinnes des Lebens entfernt ist, die Möglichkeit zu geben, etwas über das Ziel unserer Existenz zu erfahren.

 

Kabbala Akademie auf Twitter

Meine Gedanken auf Twitter 20/04/2018

Man sollte immer in der mittleren Linie sein und sich nicht von seinen Launen leiten lassen. Das ist möglich, wenn ich an dem Ziel festhalte. Meine Laune bestimmt, wie zielgerichtet die Zustände sind, die ich durchlaufe. Ich bin nicht wie ein Kind, das für Launen anfällig ist.

Die Rückkehr des Volkes Israel in sein Land. Wir feiern, dass wir und die Menschheit die Möglichkeit bekommen haben, eine neue Entwicklung zu beginnen. Wir sollten uns das selber und der ganzen Welt zeigen. Das ist das richtige Fest, die Zukunft und nicht gut überstandene Leiden.

Bei der Feier des 70. Jahrestages von Israel haben wir uns an unsere Geschichte erinnert. Ich würde das Jubiläum nicht mit der Vergangenheit verbinden, sondern mit der Zukunft. Dabei zeigen wir, dass der Staat Israel ein Symbol der neuen Menschheit ist, ein Symbol der Verbindung in der Offenbarung des Schöpfers, ein Ziel für alle.

Wenn wir uns auf das Ziel ausrichten, auf die Übereinstimmung mit dem Schöpfer, fühlen wir uns in schlechten wie in guten Zeiten in etwa auf demselben Niveau und werden nicht von Launen geleitet, weil das Wichtigste das Ziel ist. Und Veränderungen sind gut für das Erreichen dieses Ziels. So schreiten wir in der mittleren Linie voran!

Wir wünschen uns den Staat Israel nicht nur für Juden, sondern für die ganze Menschheit, damit wir sie nach dem Prinzip „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ aufbauen können. Wir haben in unserem Volk einen Samen und einen Plan zu seiner Realisierung, daraus könnten solche Zivilisationen erwachsen.

Die wichtigsten Kräfte der spirituellen Entwicklung sind Neid und Scham. Scham empfindet man nicht für die Eigenschaften, die man vom Schöpfer bekommen hat, sondern für die, die man korrigieren muss. Und Neid empfindet man gegenüber den besten Eigenschaften der anderen, die man sich ebenfalls aneignen möchte. Die beiden Eigenschaften schreiben wir der Notwendigkeit der Verbindung zu, um die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer zu erreichen.

Die Unabhängigkeit ist die Erkenntnis der kompletten Abhängigkeit Israels und der Völker der Welt voneinander. Das Verständnis der Unabhängigkeit liegt in der Unabhängigkeit vom eigenen Egoismus, indem man den Hass in Liebe verwandelt. Man macht das mithilfe des Lichtes des Schöpfers, indem man dieses Licht durch sich hindurch zu allen Völkern leitet.

 

Kabbala Akademie auf Twitter

Wie fühlt sich Vollkommenheit an?

Frage: Es wird gesagt, dass das Licht in Ruhe und Vollkommenheit ist. Wie schön ist es, Vollkommenheit zu fühlen? Warum besitzt Vollkommenheit eine attraktive Kraft?

Antwort: Die Vollkommenheit, von der die Kabbalisten sprechen, ist nicht das, was wir für Vollkommenheit in unserer Welt halten. In der Kabbala ist es die Eigenschaft des Gebens, zu fühlen, was andere fühlen, ein Gefühl für ihre Wünsche zu haben und sie zu erfüllen.

Frage: Ist es möglich, sich die Eigenschaft des Gebens in dieser Welt vorzustellen?

Antwort: Indem wir in einer Gruppe zusammenarbeiten, können wir den Zustand erreichen, wo wir beginnen, andere mit Hilfe des höheren Lichts zu fühlen.

Es geht nicht einmal um die andern; sie wurden ebenfalls mit der Absicht erschaffen, um aus sich selbst auszutreten und die obere Welt zu fühlen. Alles um mich herum wurde nicht erschaffen, damit ich geben würde. Es geht nicht um das Geben; Der Schöpfer könnte alles erfüllen und geben.

Das Problem besteht darin, mir dabei zu helfen, unabhängige Sinnesorgane zu entdecken, um alles zu fühlen, was außerhalb von mir ist – nicht in euch selbst, sondern außerhalb von euch. Schließlich geht alles, was wir fühlen, durch unsere eigennützige egoistische Filtermaschine, und was nach der Filterung übrig bleibt, heißt „diese Welt“, „unsere Welt“.

Um die Welt, die vor dem Filter existiert,  außerhalb von uns zu fühlen, wird uns eine Gruppe gegeben, und wir müssen versuchen, für sie zu arbeiten. Während solcher Versuche wirkt das Höhere Licht auf uns und wir beginnen zu fühlen, was außerhalb von uns ist. So fangen wir allmählich an, eine neue Dimension zu begreifen, die höher ist als unser Egoismus, und daher wird sie „die obere Welt“ genannt. Wir betreten also einen ganz anderen Bereich, einen der Ewigkeit und Vollkommenheit.

 

Aus der russischen Kabbalalektion vom 19.11.17

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Warum feiern Kabbalisten Israels 70. Jahrestag?

Breaking Israel News: Beitrag von Dr. Michael Laitman, 18.04.2018

„Aus der Finsternis erschien das Licht, und es trat aus der Verhüllung heraus und offenbarte die Tiefe. Eines kam aus dem anderen hervor. Aus dem Guten kam Schlechtes hervor, und aus Barmherzigkeit das Gericht. Alles ist ineinander eingeschlossen, die gute und die schlechte Neigung, rechts und links, Israel und der Rest der Nationen, weiß und schwarz. Alles hängt voneinander ab“.
– Der Sohar, Kedushim, 7-8.

Die Kabbalisten fügen der Feier zur 70-jährigen israelischen Souveränität einen weiteren Grund zum Feiern hinzu: dass im Staat Israel nach 2000 Jahren spirituellen Exils ein bedeutender spiritueller Wiederaufschwung beginnt.

Dunkelheit und Licht, Abstiege und Aufstiege, Exil und Ruhm sind alle charakteristisch für das Volk Israel, früher und heute. Wir haben Zustände der blühenden Einheit und der brüderlichen Liebe zur Zeit des Ersten und Zweiten Tempels genossen. Wir haben Zustände bitterer Niederlagen erlitten, in denen unbegründeter Hass unsere Einheit zerbrach und es dem Römischen Reich ermöglichte, unsere Uneinigkeit auszunutzen und den Ruin des Tempels herbeizuführen.

Im Exil fanden wir Wege, die Länder, in denen wir uns niedergelassen hatten, zu Wohlstand zu bringen und zu entwickeln, indem wir uns in Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Recht und Gesellschaft einen Namen machten, obwohl wir voneinander getrennt und über die ganze Welt verstreut waren. Während es jedoch im menschlichen Unterbewusstsein eine eingepflanzte Erwartung an das Volk Israel gibt, eine völlig andere Art von Wohlstand und Wachstum hervorzubringen als die materialistische Version, die wir ihnen bis jetzt gegeben haben, werden wir von dem Dauerphänomen des Antisemitismus geplagt: von Verleumdung und Blutanklage bis zu verheerenden Pogromen und dem Holocaust.

Nach dem grenzenlosen Schrecken, den Millionen unserer Vorfahren im Holocaust erlebten, hatte die Welt Gnade mit uns und unterstützte die Errichtung unserer neuen nationalen Heimat: des Staates Israel. Es verging jedoch nicht einmal ein einziger Tag, an dem wir unsere Unabhängigkeit genießen konnten, und wir waren wieder im Krieg, um das beizubehalten, was uns gegeben wurde.

70 Jahre sind vergangen. Kriege und Instabilität mit jeder unserer benachbarten Nationen haben unsere Entwicklung einer gut ausgerüsteten Armee und der als mächtigste Luftwaffe der Welt eingestuften Armee vorangetrieben. Der Kampf um den Aufbau einer Infrastruktur und die Entwicklung von Exporten aus einem Land mit geringen natürlichen Ressourcen hat uns zu einem der technologisch fortschrittlichsten Länder gemacht.

Es bleibt nur noch, die schwindende nationale Liebe wieder zu entfachen, den seit 2000 Jahren untätigen nationalen Wesenskern wieder zu beleben, uns zur Einheit zu erwecken und das Licht zu entfachen, das die Menschheit unbewusst von uns erwartet.

Deshalb bin ich sehr glücklich darüber, dass wir in den 70 Jahren der Unabhängigkeit Israels eine einmalige Gelegenheit erhalten haben, stolz die Weisheit der Wahrheit zu überbringen und sie öffentlich zu machen. Nach 2000 Jahren von Auf und Ab, Licht und Finsternis, Ruhm und Exil, wurde der Schleier über die Weisheit Israels gehoben – die Weisheit der Kabbala – und wir sind reif, damit anzufangen, unsere wahre Rolle in der Welt zu realisieren: mit dem Ziel „Liebe deinen Freund wie dich selbst“ und „jeder soll seinem Freund helfen“, um „ein Licht für die Nationen“ zu werden.

Wie bei der Entwicklung einer Frucht wird unsere Außenhaut härter, aber der süße innere Teil ist immer noch verborgen. Es ist an der Zeit zu lernen, wie wir diese Haut abschälen und den süßen, inneren Teil Israels der Welt enthüllen können.

Der jährliche Übergang von Jom haSikaron, dem Tag, an dem wir die gefallenen Soldaten und Opfer des Terrorismus in Israel ehren, zum Unabhängigkeitstag, an dem wir die Gründung des Staates Israel feiern, ist symbolisch für die Art, wie wir einen Aufstieg nur nach einem vorausgegangenen Abstieg erfahren können. Die Menschen in Israel erfahren Dunkelheit und Licht nebeneinander, und wir gewinnen Einsichten aus diesen kombinierten Zuständen. Unsere Erinnerung und unsere Unabhängigkeit sind eins, am Morgen trauern wir und am Abend jubeln wir. „Und es war Abend, und es war Morgen, ein Tag“ (1. Mose 1: 5).

 

 

Meine Gedanken auf Twitter 18/04/2018

Die Ausbreitung der Welten von oben nach unten war die Vorbereitung für die Korrektur. Der Aufstieg von unten nach oben ist die Realisierung dieser Korrektur. Beim Abstieg sind die Bedingungen der Nichtübereinstimmung mit dem Schöpfer erschaffen worden, damit man später aus der Nichtübereinstimmung zur Übereinstimmung mit dem Schöpfer kommt, bis hin zur vollkommenen Verschmelzung.

Alle Korrekturen des Geschöpfes geschehen im Zehner. Der Prototyp des Zehners ist die erste HaWaYaH der Welt der Unendlichkeit. Sie ist bis zur vollen Gegensätzlichkeit zum Schöpfer abgestiegen (Abwesenheit der Verbindung). Danach beginnen wir von unten das Zerbrechen zu korrigieren, indem wir uns im Zehner verbinden.

In der Welt der Unendlichkeit befinden wir uns in der vollkommenen Verbindung mit dem Schöpfer. Wir sehen diesen Zustand aber nicht. Wir sehen unsere Absichten. Anstatt die wahre Wirklichkeit zu sehen, sehen wir einen besonderen Schirm, der uns unsere Arbeit mit dem Schöpfer im Maße unseres “Erwachsenwerdens“ zeigt.

Der Tag der Unabhängigkeit Israels ist der Tag der gegenseitigen Unabhängigkeit. Nur in dem Zustand der vollkommenen gegenseitigen Abhängigkeit, unter dem Einfluss der Umgebung, erlangen wir die Unabhängigkeit jedes Einzelnen von sich selber, von seinem Egoismus “Ich“. Dann können wir zu einem Volk werden, das mit dem Schöpfer gefüllt ist.

Aus dem Buch “die spirituelle Revolution“ von Ben Gurion:

“…die Geschichte hat uns eine große moralische Kraft geschenkt. “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ ist der höchste Imperativ unseres Volkes. Das Land Israel wird seines Namens erst dann würdig, wenn seine sozialen Wechselwirkungen auf diesen ewigen Worten basieren werden“.

 

Kabbala Akademie auf Twitter

Jeden Tag Ägypten verlassen

Man muss sich vor allem an den Schöpfer anheften und dann durch diesen Punkt der Verschmelzung alle Störungen wahrnehmen. Man braucht diese Probleme, um mit ihrer Hilfe die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu verstärken, ohne sich in die Lebensprobleme zu vertiefen.

Ich muss all meine Ängste und Sorgen loslassen und mich an „Es gibt niemanden außer Ihm“ anheften. Ich bin im Schöpfer, in dieser einzigen existierenden Realität, als ein Punkt enthalten, wie am Anfang der Schöpfung.

„Wisse, dass es vor der Schöpfung nur das höhere, alles erfüllende Licht gab“… Danach hat sich in diesem höheren Licht ein schwarzer Punkt verdichtet, der dem Licht mit seinem Verlangen zu genießen entgegengesetzt ist.

Aber das Geschöpf annulliert sich vollständig vor dem Licht und möchte genauso wie es sein! Nachdem ich schon die Verschmelzung mit dem Licht in einem Punkt erreicht habe, sehe ich in allem, was mit mir geschieht, nur den Schöpfer. Dann werde ich fähig sein, meinen Verstand und mein Herz zu öffnen, meine Gedanken und Verlangen in dem Maße zu offenbaren, in welchem ich sie dem Schöpfer zuschreiben kann.

Ich selber besitze nichts, ich bleibe nur dieser Punkt. All meine Wahrnehmungen gehören nicht mir, sondern werden mir vom Schöpfer gesendet, damit ich noch mehr an Ihm festhalte. Dann beginnt sich mein Punkt der Verschmelzung über all diesen Hindernissen auszudehnen und mein Bereich der Verschmelzung mit dem Schöpfer wird mehr und mehr wachsen. Dann stellt sich heraus, dass dies keine Hindernisse sind, sondern „Hilfen der Gegenseite“, weil diese Hilfen gegen mich gerichtet sind, mir aber dabei helfen, unsere Verschmelzung immer mehr zu verstärken.

Es gelingt mir nicht immer alles dem Schöpfer zuzuschreiben, obwohl ich verstehe, dass es so sein sollte. Es können derartige Ängste und Probleme auftauchen, dass ich unfähig bin, mich in der Verschmelzung mit dem Schöpfer zu halten. Das Zeichen der Verschmelzung ist die Freude, dass es niemanden gibt außer Ihm, der gut und Gutes tuend ist. Wenn ich mit Ihm verschmolzen bin, fühle ich mich vollkommen, weil jeder, der mit der Vollkommenheit verschmilzt, selbst vollkommen ist.

Wenn es keine Freude gibt, bedeutet das, dass ich mich im Exil befinde und die Zeit verschwende. Jemand hat sich alle diese Unterrichte ausgedacht und ich soll mein ganzes Leben damit verpulvern. Es gibt keine Wahl, ich muss weitermachen, aber mit der Absicht, dass ich dabei ständig mit dem Schöpfer verschmelze, indem ich mich vor Ihm annulliere. Und dies geschieht genau dank dieser Probleme und der Arbeit, dank dieser illusorischen Welt, die mir die Möglichkeit gibt, meine Verschmelzung zu verstärken.

Wenn ich die Verschmelzung erreiche, höre ich auf diese Welt wahrzunehmen, sie verschwindet. Anstatt uns zu trennen wird sie zu der verbindenden Welt. Der Schirm, der verbirgt, wird zu einem Schirm, der offenbart.

Ich verwandle das Exil nur dadurch in eine Erlösung, indem ich alles dem Schöpfer zuschreibe und dies genügt. Der ganze Unterschied zwischen Ägypten und Israel liegt darin, dass ein und dasselbe Verlangen, welches sich in Ägypten offenbart hat, beim Durchqueren der Wüste seine Absicht geändert hat, um in das Land Israel zu kommen. Deswegen muss man sich jeden Tag als „Ägypten verlassend“ sehen.

Man muss jeden Tag danach streben, die Verschmelzung mit dem Schöpfer zu erreichen.  Und dann werde ich offenbaren, dass ich mich im Exil befinde. Deswegen werde ich tagtäglich daran arbeiten,  mich über alle Entfernungen hinweg an den Schöpfer anzuheften und meinen bösen Trieb, den Todesengel, in den guten Trieb, den Lebensengel zu verwandeln.

 

Unterricht nach einem Rabash Artikel „Das wahre Gebet über das wahre Verlangen“

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Mach dich perfekt!

Frage: Wie kann man die Aussage „Es gibt nichts Böses in der Welt“ verstehen, wenn in der Welt nur das Böse existiert? Die grausame, niederträchtige Geschichte der Menschheit, Kriege und Verrat beweisen dies. Oder gibt es für Sie nichts Böses, jedoch für mich existiert es?

Meine Antwort: Alles Böse in der Welt ist mein Übel – etwas, was ich nicht mit dem Guten ausgleichen kann. Es existiert in mir! Darüber wird gesagt: „Jeder richtet nach seiner eigenen Verdorbenheit.“

Lassen Sie uns zu einer sehr einfachen Schlussfolgerung kommen: „Wenn ich die Welt perfekt sehen will, muss ich mich perfekt machen“. Und wir werden feststellen, dass dies so ist, unabhängig davon, wie unlogisch und unrealistisch es uns erscheinen mag. Denn alles, was ich um mich herum sehe, ist mein Spiegelbild. Was tun, wenn es so krumm ist? – Sich selbst ändern.

Aus der Lektion in russischer Sprache vom 11/12/2017

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Unterschiedlich wie das Leben und der Tod

Der Unterschied zwischen Mordechai und Haman ist wie der Unterschied zwischen Leben und Tod. Das Verlangen zu genießen ist von Anfang an als dem Schöpfer entgegengesetzt erschaffen worden. Je mehr ich bekomme, desto mehr töte ich mich selbst, indem das Verlangen erlischt. Das Empfangen neutralisiert das Verlangen. Das zeigt sich in unserer Welt, die voll von Enttäuschung, Depression und Hilflosigkeit ist.

Die Schlange frisst sich selber und deswegen wird sie „verdammt“ genannt. Wir dachten, wir könnten eine Gesellschaft schaffen, in der jeder verdienen und gedeihen kann. Aber das Verlangen zu genießen ist in seiner Grundlage dazu unfähig.

Die Ideologen des Kapitalismus und der Gesellschaft des freien Wettbewerbs haben die menschliche Natur nicht verstanden. Sie haben nicht verstanden, dass man mit ihr nichts machen kann und deswegen waren sie gezwungen, in der modernen Gesellschaft alle möglichen künstlichen Systeme wie Geld und Arbeit zu etablieren.

All unsere Unternehmen sind nicht natürlich. 30% der produzierten Güter braucht kein Mensch, wir zerstören nur die Natur. Wieso arbeiten wir, wenn wir das nicht brauchen? Sogar in der Urgesellschaft haben die Menschen nicht gearbeitet und saßen vor dem Feuer und kümmerten sich um ihre Kinder. Sie haben nicht vom Morgen bis zum Abend gearbeitet wie der moderne Mensch. Wofür braucht man das?

Man findet, dass jeder mit Arbeit beladen werden muss. Aber wieso? Wir haben eine falsche Kultur erschaffen. Deswegen ist das Verlangen zu genießen verdammt und frisst sich selbst. Wir begreifen nicht oder wollen nicht zugeben, dass Haman wirklich verdammt ist.

Andererseits offenbart er sich nicht und auch darin liegt seine Verdammnis. Das Verlangen zu genießen ist viel größer als wir denken, aber es ist verborgen. Damals, in meiner Jugendzeit, haben alle von Weltraumflügen zum Mond, zum Mars oder zu anderen Sternen geträumt. Heutzutage interessiert sich keiner mehr dafür. Wenn ich eine Pizza, eine Coca und mein Mobiltelefon habe, dann brauche ich nichts weiter.

Das Verlangen zu genießen kann sich nicht mehr weiter entwickeln und kann nicht mehr genießen, weil das Verlangen durch die Erfüllung erlischt. Es ist unmöglich, zwei oder drei Mittagessen zu essen. Deswegen ist der Egoismus verdammt. Er ist nicht nur unschön, sondern auch von Natur aus begrenzt: er kann nicht wachsen und kann sich nicht annullieren.

Mordechai aber ist nicht verdammt, im Gegenteil, er ist gesegnet, weil der Schöpfer gesegnet genannt wird. Mordechai erlangt die Übereinstimmung mit dem Schöpfer und bekommt die Füllung nicht in das Verlangen zu genießen, sondern er genießt den Status des Schöpfers, indem er sich auf Sein Niveau erhebt. Das ist ein echter Segen.

 

Aus dem Unterricht nach dem Rabash Artikel „Purim: bis man nicht unterscheidet…“

[#222500]

Innerhalb des egoistischen Verlangens

„…Der Geist eines Tieres steigt hinab, das heißt, es sieht nur mit sich beginnend und weiter nach unten, und es hat weder Vernunft noch Verstand, um zu sehen, was mit ihm geschah, und um die Zukunft zu korrigieren…“ (Baal HaSulam, „Aufbau der zukünftigen Gesellschaft“)

 Die unbelebten, pflanzlichen und tierischen Objekte unserer Welt existieren in ihrem Verlangen und können seine Grenzen nicht überschreiten. Sie haben keine Absicht des Gebens, keine Möglichkeit „aus sich selbst“ herauszukommen, deswegen heißen sie Tiere, weil die Tiere die höchste Stufe der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Entwicklung darstellen.

„Es sieht nur mit sich beginnend und weiter…“, das heißt, es sieht nur das, was es sich einverleiben kann. „Und es hat weder Vernunft noch Verstand, um zu sehen, was mit ihm geschah, und um die Zukunft zu korrigieren…“: es kann nichts miteinander vergleichen, weil es sich innerhalb des egoistischen Verlangens befindet. Es hat keine Verbindung mit der Kraft, die es zur Entwicklung zwingt, und so entwickelt es Widerwillen.

Dennoch hat der Mensch einen Verstand. Wir sehen das bei den Menschen in unserer Welt: sie sind klug, entwickelt, emotional. Ihre Neigung zur Musik, Malerei, Literatur und den Wissenschaften ist Teil ihrer tierischen Entwicklung. Es geht jedoch nicht um Weisheit, sondern um die Tatsache, dass sie nicht über die Grenzen ihres egoistischen Verlangens hinausgehen und die Welt außerhalb von sich selbst sehen können.

 

Aus dem TV Programm „die Letzte Generation“ 

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