Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Methodik der Korrektur in der Mittleren Linie

Vor Baal haSulam existierten zwei Methoden der Korrektur (des Kabbalastudiums) – mittels der Vernunft (die Methode von АRI) und mittels des Herzens (die Methode von Baal Schem Tow).

Baal HaSulam vereinigt zwei dieser Herangehensweisen in der Mittleren, dritten Linie, er schafft die wirksame, deutliche, einfache Methodik, die den modernen Seelen passt. Und nur dadurch können wir die Korrektur erreichen.

Die Kabbala, als eine Wissenschaft, ist auf den Werken von АRI aufgebaut, und die innere Arbeit stammt vom Baal Schem Tow.

Baal haSulam schreibt sein Buch „Die Lehre der Zehn Sefirot“ auf der Grundlage „des Baum des Lebens“ von АRI, er passt das Buch an unsere Generation an.

Aber wenn man seine gesamte Lehre im Komplex betrachtet, dann sind die 4 Werke: „Die Lehre der Zehn Sefirot“, „Panim Meirot“, „Die Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ und „die Einleitung zum Sulam Kommentar“ – der „Physik“ der Höheren Welt gewidmet und basieren auf der Lehre von АRI, und alle übrigen Artikel sind der inneren Arbeit des Menschen gewidmet und sind auf der Methode von Baal Schem Tow gegründet.

Das Licht der Korrektur kommt beim Studium der „Physik“ der Höheren Welt zu uns – aber es kommt nur durch die Gruppe!

Wenn die Gruppe nicht richtig organisiert ist, nicht zusammen lernt und sich nicht wünscht, vereinigt zu werden – dann ist es unmöglich, das Licht anzuziehen.

Die Gruppe ist der Magnet, welcher das Licht anzieht, das zur Quelle zurückführt. Und sie soll eine solche Form haben, die zur Korrektur bereit ist, alle sollen darauf warten!

Wir müssen 1) das Übel und den Mangel der Vereinigung enthüllen, 2) den erwünschten Zustand – den Zustand der allgemeinen Verbindung enthüllen – und denken, dass wir aus dem ersten Zustand in den zweiten mit Hilfe der Kraft übergehen werden, die das Licht heißt, das zur Quelle zurückführt.

Die Gruppe ist verpflichtet, diese Formel zu verstehen, denn sie kann anders kein Licht heranziehen. Das geistige Gefäß, der Wunsch – soll dem Licht vorangehen.

Dafür wurde das gesamte Geschöpf geschaffen, es entwickelt sich aus der Welt der Unendlichkeit – um in sich das Bedürfnis zur Enthüllung des Schöpfers zu erschaffen.

Wir brauchen den Schöpfer nicht zu enthüllen, es ist auch nicht erforderlich, das Licht zu offenbaren! Wir müssen das Geschöpf entdecken!

Wir müssen verstehen, dass die Schöpfung nicht dafür geschaffen wurde, um ein Punkt zu bleiben, und um als Tier zu leben – sie muss zur Persönlichkeit werden, die selbständig ist und über die Freiheit des Willens verfügt. Deshalb soll unser Wunsch die Handlung von oben („Kli kоdem le or“) hervorrufen.

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Verantwortlich für die Welt

Frage: Was sollen wir von den kommenden Kongressen erwarten? Welche Absicht sollen wir aufbauen?

Antwort: In unserer Verbindung nähern wir uns sehr starken Absichten und hoffen, dass diese Kongressreihe uns hilft, gemeinsam  ununterbrochen die Absicht in uns zu halten und sie nicht loszulassen.

Arbeit, Familie, Kinder, persönliche Probleme – trotz all dem lasse ich unterbewusst irgendwo in einer Ecke meines Verstandes Platz für das Wichtigste und mache mir ständig Gedanken über unsere Einheit, darüber, wie wir von einem Kongress zum nächsten vorankommen, Tag für Tag, in einem inneren Zusammenhalt – bis sich dort, im Inneren, der Schöpfer enthüllt.

Wir studieren das bereits sehr lange in der Theorie. Dann lasst uns auch tatsächlich wollen, dass Er sich enthüllt. Tausend Mal haben wir das bereits gehört – lasst uns doch eine Anstrengung unternehmen.

Wir dürfen nicht in Zweifel verfallen: „Schon wieder? Zum wievielten Mal?“ Wir stehen an der Schwelle zum Durchbruch. Und die Welt verlangt ebenfalls danach. Denn sie hat nicht die geringste Chance, eine Lösung zu finden. Wir können im Internet sehen, welche „Lösungen“ als Antwort auf die heutigen Krisen angeboten werden, wie es versucht wird, sie zu vertuschen, zu verdecken, weil kein Ausweg zu sehen ist.

Wir müssen in einer bequemen, verständlichen, naheliegenden Form die Nachricht an die Welt herantragen, dass es eine Lösung gibt, und je schneller wir anfangen, sie zu realisieren, desto weniger werden wir leiden.

Und darum soll unsere Absicht während der Kongresse sein, uns in die Gruppe einzuleben, die eine Krisenlösung für die Welt bringt. Es gibt nichts Wichtigeres, was wir vorbereiten könnten, was wir untereinander für die Welt tun könnten.

Wir befinden uns im Moment an einem sehr wichtigen Punkt: vor uns liegt ein Kranker, und seine Krankheit ist beinah tödlich, und wir können ein Heilmittel herstellen und ihn heilen. Dann wird er nicht einfach gesund, sondern steigt zur Stufe des Schöpfers, zu einer neuen, ewigen Dimension auf.

Deshalb sollte unseren Anstrengungen und unserem Status – dem Aufstieg, den wir in diesen Tagen beginnen – die maximale Wichtigkeit beigemessen werden. Wir müssen uns dessen bewusst sein, welche Aufgabe wir bewältigen. Wer sind wir, um einer solchen Mission würdig zu werden – in der Tat an der Korrektur nicht nur der Welt, sondern der gesamten Realität mitzuwirken?

Wir sollten ein wenig stolzer auf unsere Aufgabe sein – damit wir dadurch die Verantwortung spüren können.

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Der Glaube ist ein Gefäß des Gebens

Frage: Was bedeutet es, dass Glaube ein Gefäß des Gebens darstellt?

Antwort: Der Glaube ist die Eigenschaft des Gebens, welches die Eigenschaft von Bina ist. Es gibt einen einfachen Glauben und einen absoluten Glauben („Emuna Schlema“), der sich mit einem vollkommenen Wissen füllt.

Das bedeutet, dass Glaube kein Endzustand ist. Er ist ein Werkzeug für die Erlangung des Schöpfers und darin wird Er als das Licht offenbart. Es erfüllt den Mensch und die ganze Schöpfung in allen Welten, über alle Zeiten und Einschränkungen hinweg.

Das reflektierende Licht (or choser) muss gegenüber dem direkten Licht (or yashar) gleich sein.

Frage: Kann man die Eigenschaft des Gebens, den Glauben durch den Wunsch danach erreichen?

Antwort: Ja, ich möchte nicht nur sagen: „Ich glaube“, sondern auch die Eigenschaft des Glaubens erreichen. Es muss viel daran gearbeitet werden. Unser ganzer Weg ist die Erlangung der Eigenschaft des Glaubens, bzw. des reflektierenden Lichts. Es schließt sich alles, inklusive der Liebe, in diese Eigenschaft ein.

Wenn das gesamte Licht in die Eigenschaft des Glaubens, des Gebens in einem Menschen eintritt, d.h. das direkte Licht kleidet sich in das reflektierende Licht ein, dann ist die Liebe die nächste verborgene Stufe. Dies wird nur in der Gruppe verwirklicht, ansonsten ist man nicht in der Lage eine einzige Bewegung oder Handlung durchzuführen.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 22.03.2018

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Der Lehrer ist ein spirituelles System

Frage: Was bedeutet die Annullierung vor dem Lehrer?

Antwort: Es ist die Annullierung in Bezug auf das, was der Lehrer erklärt – auf die von ihm weitergegebene Botschaft. Vielleicht könntest du es selbst in dem Buch enthüllen, doch er gibt es in einer lebendigeren Art und Weise an dich weiter. Theoretisch kann man auch ohne Lehrer studieren, doch es ist unwahrscheinlich schwer. Du wirst so oder so die Seele erwecken müssen, die in der Hierarchie vor dir steht. Wenn sie sich jedoch nicht neben dir in irgendeiner materiellen Form befindet, ist es viel schwieriger.

Der Lehrer ist ein ganzes System und kein „Mensch“. Es ist ein System, welches die Methode, die Lehre, das Licht an dich weitergibt, in dir Schwierigkeiten und Probleme hervorruft, an dir und an deinen Freunden arbeitet. Es ist die Arbeit eines Mentors, der sich um die Gruppe kümmert und in ihren Mitgliedern Verlangen und spirituelle Bedürfnisse weckt, der sie durcheinanderbringt und sie auf diese Weise vorantreibt, damit sie möglichst schnell die Lösung finden. Er darf sie jedoch nicht der Freiheit des Willens berauben und aus ihnen blinde Verehrer oder Chassidim machen – das ist das Wichtigste.

Der Lehrer muss sich vor dir öffnen und sich dir so präsentieren, dass du dich nicht völlig unterwirfst und nicht vor ihm verschwindest. Er muss dir Platz für deine eigene Anstrengung lassen, indem er dich in ständigen Zweifeln in Bezug auf sich, in dem Gefühl der Ablehnung, der Verachtung, der Finsternis hält. Anderenfalls ist es eine schlichte Anbetung, und du wirst keine Forderung nach dem Schöpfer entwickeln können.

Der Lehrer eröffnet dir das Wissen, sich selbst öffnet er aber nicht, sondern zeigt sich gerade umgekehrt, um dir die Möglichkeit zu geben, nach dem Schöpfer zu verlangen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 02.10.2011

Sich zu einem Menschen erziehen

Frage: Wenn ich versuche zu spielen, so dass ich hinter allen Objekten die höhere Kraft sehe, muss ich mich dann fragen, wofür ich sie enthüllen möchte?

Antwort: Selbstverständlich! Du erziehst dich! Wofür, warum, wie? Du machst das nicht, um einen schönen Abend zu verbringen oder etwas zu genießen. Es ist nicht die Hauptsache, sich hier und jetzt gut zu fühlen. Nein! Kabbala klärt, was die Wahrheit ist. Für sie bin ich bereit, meinen gegenwärtigen, fortlaufenden Genuss zu opfern und gegen ihn anzutreten. Das ist mein Kampf. Ich wäge immer ab, was für mich wichtiger ist: Wahrheit oder Genuss? Dann stelle ich den Schirm über mein Verlangen auf und handle im Namen des Gebens. Wenn ich gegen den Genuss arbeite, spüre ich, dass es im Geben 620 Mal mehr Genuss gibt als im Empfangen. 

Frage: Hat ein Mensch die Fähigkeit, seine Verlangen zu kontrollieren und Berechnungen durchzuführen?

Antwort: Es macht alles das höhere Licht! Wir müssen nicht weise sein. Das einzige ist, dass wir nicht schüchtern sein dürfen, sondern versuchen sollen, alles in der Gruppe korrekt und konsequent umzusetzen. Die Gruppe ist das größte Hindernis. Der Mensch möchte sich den anderen nicht annähern. Er kann sich nicht vorstellen, dass genau dies so ein erstaunliches Ergebnis hervorbringt. Natürlich gibt es Menschen, die bereit sind, sich anzunähern, aber für sie ist das eine irdische Annäherung. Die spirituelle Annäherung ist praktisch für jeden schwierig. Deshalb gibt es weder den Größeren, noch den Kleineren, Besseren oder Schlechteren. Jeder muss diese Phase durchschreiten. Die Zähne zusammenbeißen, in einer Gruppe arbeiten, versuchen, sich ihr anzuschließen, etwas zu tun, ohne dabei die Gruppenaktionen zu meiden. Es ist die Anstrengung entgegen dem Verlangen, welches nach und nach Ergebnisse hervorbringt.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 13.05.2018

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Die Matrix, in der sich der Schöpfer  befindet.

Frage: Unsere Gedanken müssen in Liebe und Freundlichkeit immer beim Schöpfer sein. Wie können wir zu diesem Zustand gelangen und darin die ganze Zeit verweilen?

Antwort: Dafür brauchst du eine Gruppe, sonst wirst du dich vom Schöpfer abtrennen. Wenn man versucht dies selbstständig umzusetzen, wird man  ausgestoßen, da man nichts hat, woran man sich festhalten kann.

Es gibt keinen Schöpfer, an dem ich mich anheften kann. Daher ist eine Matrix, ein System notwendig, indem Er sich befindet und wodurch ich mit Ihm in Verbindung bleiben kann.

Der Schöpfer hat dieses System aus 10 Sefirot geschaffen, die sich aus einem zerbrochenen Zustand miteinander verbinden. Da wir kein solches System besitzen, brauchen wir eine Gruppe. Wenn wir dieses System   wiederherstellen möchten indem wir verschiedene Versuche unternehmen, uns zu verbinden, fühlen wir was der Schöpfer ist und was das für eine Eigenschaft ist, die wir erlangen müssen damit sie uns füllt.

Hier gibt es viel Neues zu erforschen. Darauf basiert die ganze Wissenschaft der Kabbala. 

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“ 22.03.2018

Alle Menschen sind ein Teil des gemeinsamen Systems

Frage: Warum soll ich Menschen näher kommen, die in ihren Bedürfnissen und Interessen Tiere gleichen? Wie ist das möglich, wenn sie kein Interesse an dem haben was mich bewegt?

Antwort: Alle Menschen sind genau wie du, wichtige Elemente eines gemeinsamen Systems. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Anteil. Während du an dir selbst arbeitest, musst du dich ihnen nah fühlen. Du musst ihnen die wichtigsten Informationen erteilen und ihnen die Möglichkeit geben, sich damit zu verbinden. In dem Maß, in dem wir uns in das System „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ einschließen, erheben wir unsere Welt auf die nächste Stufe.

Ich glaube nicht, dass es Menschen Organisationen, Religionen oder Methoden in dieser Welt gibt, die sich dagegen stellen, seinen Nächsten zu lieben. Schließlich verstehen wir Tag für Tag mehr das die Welt integral, miteinander verbunden ist und wir etwas mit uns selbst tun müssen.

Wenn wir weiterhin so zersplittert und zerrissen sind, werden wir unsere Welt in eine Katastrophe führen. Wenn wir versuchen, uns wie in einem lebenden Organismus, dessen Zellen richtig funktionieren zu verbinden, dann werden wir in diesem gesunden Organismus ein höheres Leben auf einer spirituellen Ebene empfinden.

Aus dem russischen Unterricht 22.04.2018

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Die spirituelle Pyramide der Weltgruppe

Frage: Existiert eine Wechselwirkung der spirituellen Pyramide innerhalb des Weltklis (der Weltgruppe BB)?

Antwort: Das spirituelle System ist ausschließlich auf der Stufe zur Annäherung zum Schöpfer aufgebaut. Aus diesem Grund besetzt jeder Mensch in diesem System seinen bestimmten Platz. Diese Stufe ist in eine rechte, linke und mittlere Linie aufgeteilt. Darin gehen sehr komplizierte Prozesse vonstatten, da das System ein integrales System der Wechselwirkung zwischen allen zerbrochenen Teilen der Seele darstellt.

Das gesamte System ist verbunden, deshalb können die untersten das Geschehen bei den höchsten Elementen bestimmen und umgekehrt: die Oberen können auf die Unteren und Mittleren einwirken und so weiter. Das ist kein einfaches lineares System, welches bestimmt, wer vom Schöpfer am weitesten entfernt ist und wer Ihm nahe steht. Hier existiert eine integrale, sehr komplizierte Abhängigkeit, eine komplexe Verbundenheit zwischen den Elementen.

Demzufolge, existiert eine Pyramide der Interaktion innerhalb des Weltklis/des Gefäßes und in ihr befinden sich Menschen und Gruppen, die der spirituellen Offenbarung nah und fern stehen. Aufgrund unserer Handlungen zwischen uns, bestimmen sie sich gegenseitig.

Die gesamte Menschheit ist miteinander verbunden. Es sind diejenigen eingeschlossen, die sich offensichtlich nicht in dieser Welt befinden, das heißt die ehemaligen und die kommenden Kabbalisten, auch die Seelen, die sich noch nicht vollkommen auf der Erde gezeigt haben. In unserer Welt gibt es keine neuen Seelen, da sich schon alle mehrmals in den niederen und höheren Dimensionen befanden. Wir kommunizieren in einem integralen Gefäß. Dieses Gefäß heißt Malchut, die Welt der Unendlichkeit. Infolgedessen bestimmen wir gegenseitig unsere Zustände.

Die spirituelle Pyramide bestimmt nicht nur das Niveau das sich weiter und weiter bewegt, sondern jeder von uns bestimmt im Maße der gemeinsamen Verbindung den anderen. Folglich ist es gut möglich, dass auf dem anderen Ende der Welt, zum Beispiel in Costa Rica eine Gruppe von Menschen existiert, die ebenfalls zeitgleich nach der Spiritualität strebt, oder aber auch umgekehrt, sich in einem noch niedrigerem Zustand befindet als gestern oder vorgestern.

Mit uns geschehen alle möglichen Auf- und Abstiege. Wir hängen sogar von den Menschen ab, die wir überhaupt nicht kennen, die sich aber in irgendeinem Bezug zur spirituellen Entwicklung befinden.

Die ganze Welt befindet sich gegenüber der spirituellen Bewegung in einem klaren Wachstum. Das bedeutet, dass die spirituelle Pyramide existiert. Ihr Zustand wird von allen zusammen bestimmt, und die Bewegung in ihr ist überproportional.

Es hängt alles von den jeweiligen Anstrengungen jeder Gruppe ab. Abgesehen davon, dass es stärkere und schwächere Gruppen gibt, hängen wir alle vollkommen voneinander ab. Insofern wünschen wir uns, alle nach oben zu bringen. Wir möchten die gesamte Menschheit hochziehen, damit diese spirituelle Pyramide sich harmonisch entwickelt und allmählich die Form von einem Kreis annimmt. In diesem Kreis werden alle gleichberechtigt sein, obwohl jeder von uns seine eigenen persönlichen Eigenschaften, Möglichkeiten und Bedingungen besitzt. In der spirituellen Welt wird das alles in Betracht gezogen. Wenn jede Gruppe alle nur möglichen Anstrengungen unternimmt, wird das genügen, um alle anderen Gruppen zu unterstützen und sich in alle einzuschließen.

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Wie kann ich mir das Wissen des Höheren aneignen?

Frage: Wie entscheidet ein Mensch, wie viel er „für das Geben“ empfangen kann und wo er sich bremsen soll? Woher weiß ich, dass ich keinen Fehler mache und nicht nur für mich empfange?

Antwort: Ich habe schon ein 100%tiges Gefühl der Scham erhalten: gegenüber dem Licht der Unendlichkeit, im unendlichen Gefäß dadurch das ich mich für mein Empfangen schäme. Ich habe den Schöpfer und ich habe mich wahrgenommen. Auf diese Angaben basierend, kann ich eine Berechnung durchführen. Diese Berechnung ist sehr einfach: vollkommene Annullierung! Ich möchte nichts mehr empfangen, da mich die 100%tige Scham zwingt, auf alles zu verzichten.

Nachdem ich das alles gemacht habe, kalkuliere ich: wie viel kann ich „für das Geben“ empfangen, bis zu welcher Grenze? Wenn ich mich niemals in solch einem Zustand befunden habe, ich das nie wahrgenommen habe, wie kann ich mir dann vorstellen, welche Genüsse dort für mich offenbart werden?

Wir haben schon alle Genüsse des Empfangens in der Welt der Unendlichkeit wahrgenommen. Ich habe jetzt vor, für das Geben an den Gastgeber zu empfangen. In Malchut die Welt der Unendlichkeit, hatte ich nur das Licht Nefesch und darauf habe ich die Einschränkung gemacht.

Jetzt aber, sobald ich bereit bin dem Gastgeber zu geben, werde ich noch größeren Genuss empfangen: von dem Geben an Ihn, von der Verschmelzung mit Ihm, von Seiner Offenbarung, von der Ähnlichkeit mit Ihm! Das ist ein großer Beitrag für den Gast, dass er sich in irgendetwas dem Gastgeber ähnlich fühlen kann! Wie kann ich diese riesigen Genüsse prüfen, wie werde ich diesen standhalten wenn ich sie niemals empfunden habe und keine Informationen (Reschimot) von ihnen habe?

Wie entscheide ich, wie viel ich geben kann und wie unterscheidet sich das von dem Zustand, in dem das Vergehen und das Zerbrechen geschah? Um das zu verstehen, muss man klären, worin sich „Rosch“ (der Kopf) von „Guf“ (dem Körper) unterscheidet. Wie kann der Kopf die richtigen Handlungen planen, die noch nie praktisch ausgeführt wurden?

Hier ist die Rede von einer präzisen Berechnung. Wenn ich von dem Gastgeber 1 Gramm weniger nehme als ich Ihm geben kann, wird das kein Geben sein! Wenn ich von dem Gastgeber 1 Gramm mehr empfange, worauf ich den Schirm (Massach) bereiten kann, werde ich zerbrechen! Das bedeutet, dass ich mein Empfangen genau am richtigen Platz abschneiden kann!

Auf diese Weise teilt sich das einzige Verlangen, das der Schöpfer erschaffen hat, in zwei Teile: dem Kopf und dem Körper.

Ich mache zunächst die gleiche Handlung im Verlangen. Ich überprüfe mich mit dieser Handlung, wie viel kann ich mehr oder weniger geben – wo genau befindet sich die Grenze. Ich verpflichte mich, dies zu überprüfen.

Der Schöpfer ist mit mir, während dieser Prüfung zusammen. Es ist, als wenn wir mit Ihm einen Vertrag unterschreiben und den Bund beschließen. Ich sage dem Schöpfer, dass ich jetzt eine Handlung des Gebens machen möchte. Er sagt: “Wirst du jetzt den Kopf der höheren Stufe bauen? Gut, hab keine Angst, Ich bin mit dir!“

Folglich ist jeder „Kopf“ der Stufe – die Unendlichkeit… dort befindet sich der Schöpfer. Das Geschöpf ist, wie ein Kind neben dem Erwachsenen, es sucht wie es die Handlung durchführen kann. Es ist als ob der Erwachsene dem Kind die Hand hält und seine Hand bewegt: er lehrt ihm zu schreiben oder zu malen, so wird der Kopf des Parzufs gebildet.

Wenn ich das gelernt habe, führe ich diese Handlung im Körper aus ‘als ob ich das selber machen würde. In dieser Weise werden alle Stufen von oben nach unten aufgebaut.

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Der Unterschied zwischen den Zielen der Kabbala und der Psychologie 

Frage: Die Ziele der Kabbala und der Psychologie sind verschieden. Das Ziel der Kabbala ist die Offenbarung des Schöpfers, das Ziel der Psychologie ist ein besseres Zurechtkommen in unserer Welt. Aber die Mittel sind ziemlich ähnlich, beide nutzen die Gruppenarbeit, die Einwirkung der Umgebung usw. Was gibt es in der Kabbala, was es in der Psychologie nicht gibt?

Antwort: Die Gruppenpsychologie befasst sich mit dem Studium, wie alle Menschen in einem einzigen Kollektiv verbunden werden können. Das wird überall gebraucht: in Unternehmen, Schulen, Regierungen und sogar in der Familie. Aber sie beschäftigen sich mit der Verbindung auf dem Niveau der gewöhnlichen Psychologie.

Erstens fordert die kabbalistische Psychologie, dass es in der Gruppe nicht mehr als zehn Menschen gibt. Zweitens ist es wünschenswert, dass die Gruppen nach dem Geschlecht arrangiert werden: entweder Männer oder Frauen. Drittens, die Vereinigung  der Menschen wird nicht durch eine typische Gruppenpsychologie, sondern mit Hilfe des höheren Lichts erreicht.

Eine solche Vereinigung geschieht auf einem ganz anderen Niveau, nicht auf dem psychologischen, sondern vielmehr auf dem spirituellen Niveau.

Der Unterschied liegt darin, dass die Verbindung auf dem psychologischen Niveau auf dem Vorteil beruht, den man durch die Vereinigung mit anderen Menschen erhält, da eine solche Verbindung dem Menschen helfen kann hinsichtlich Entspannung, Sicherheit, Unterstützung, Gesundheit, einem besseren Familienleben, einer besseren Arbeitssituation, in der Schule und so weiter. Dies kann im Leben eines Menschen einen großen Unterschied machen und sein Leiden mindern.

Auf der andern Seite ist die kabbalistische Psychologie nach einer anderen Methode aufgebaut: auf der Anziehung des höheren Lichtes. Wir versuchen nicht, uns miteinander zu verbinden, vielmehr rufen wir das höhere Licht an, das uns über unserer Selbstsucht in altruistische Beziehungen miteinander verbindet.

Das heißt, ich  verbinde mich nicht mit dir, damit wir unser kleines Business miteinander machen. Wir bauen die gemeinsame Vereinigung über uns mit Hilfe des höheren Lichtes, der besonderen spirituellen Energie, die in unserer Umwelt existiert. Wir rufen sie mit  bestimmten Handlungen herbei, damit diese Energie, das sogenannte Umgebende Licht (Or Makif), das unsichtbar ist und von uns nicht wahrgenommen wird, auf uns einwirkt und uns über unserer Selbstsucht vereinigt.

Dann wird unsere Vereinigung altruistisch, spirituell und darin werden wir beginnen, die höhere Welt und den Schöpfer zu empfinden.

Frage: Welche Empfindung hat ein Mensch, wenn er das höhere Licht anruft?

Antwort: Wie gesagt: „Wir leben ohne die Erde unter uns zu spüren…“ Du dringst in deine Freunde ein, hängst an ihnen. In ihnen ist deine Rettung vom Egoismus, aber wenn das eintritt, bist du schon kein Egoist mehr.

Die Kabbala und die Psychologie unterscheiden sich nicht nur im Ziel, sondern auch in den Mitteln seiner Erlangung. Wir nehmen nichts von dieser Welt.

 

Aus dem russischen Unterricht vom 03.09.2017

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