Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gruppe'

Damit man der Gruppe keinen Schaden zufügt

Jedes einzelne Mitglied der Gruppe sollte der Zusammenkunft seine besondere Aufmerksamkeit schenken. Diese Aufmerksamkeit sollte zu dem Gefühl führen, dass jedes Gruppenmitglied etwas erworben hat was er nach dem Treffen in seine Kelim platzieren kann. Keiner sollte in dem Zustand verbleiben, von dem gesagt wird: „Und in ihren Gefäßen werdet ihr nichts sammeln“.

Jeder sollte daran denken, dass wenn man ohne besonderer Aufmerksamkeit an der Versammlung teilnimmt, nicht nur für sich selbst verloren geht, sondern auch für die gesamte Gruppe einen Schaden verursacht. (Rabash: „die Ordnung einer Gruppenversammlung“)

Wenn ein Mensch die Möglichkeit hat, von der ganzen Gruppe zu empfangen, kann er damit die Gruppe stören und ihr Schaden zufügen.

 

Frage: Sollte ein Mensch diese Art von Ehrfurcht haben?

Antwort: Unbedingt. Entweder ist es sein Verdienst oder nicht. Wie auch immer, er kann für die Gruppe plus oder minus sein.

Frage: Wenn ich nicht mein Bestes gegenüber dem Gruppenziel gebe, habe ich dann keine Ehrfurcht davor, sie zu verletzen?

Antwort: Es geht hier nicht um die Ehrfurcht. In der Tat sind alle positiven, wie negativen Ergebnisse das, was du aus der Gruppe genommen und ihr gegeben hast. Mit dem Nehmen aus der Gruppe ist eine negative Kraft des Vorankommens gemeint. Mit  Geben in die Gruppe, ist die positive Kraft des Fortschritts gemeint.

Du nimmst praktisch nichts für dich selbst. Du solltest messen, wie viel positive und negative Kraft du der Gruppe gegeben hast. Es gibt ein verbleibendes Ergebnis deiner Arbeit in der Gruppe.

Die negativen Kräfte sind Kritik aller Arten, Abstiege, auch persönliche. Die positiven Kräfte sind gute Laune, Sicherheit auf dem Weg, Inspiration, etc.

Die Methode der Lehre der Kabbala

Die Gruppe der Gleichgesinnten

In jeder zeitgenössischen Wissenschaft ist jede seriöse Errungenschaft die Handlung der Arbeit von der großen Gemeinschaft der Wissenschaftler.

Das Studium über die Höhere Welt ist praktisch unmöglich, wenn ihr Forscher nicht in der Gruppe der Kabbalisten ist und sich ohne ihre Unterstützung mit der Offenbarung beschäftigt.
Das gewonnene Wissen wird weitergegeben, bereichert und aktualisiert und stellt somit eine kabbalistische Wissenschaft dar.
Die Hauptsache in der Arbeit sollte der Wunsch sein, die egozentrische Wahrnehmung der Welt zu verändern, was das Verständnis des wahren Bildes des Universums einschränkt.
Das Weltbild ist ein einziges spirituelles Modell der gesamten Menschheit. Physische Körper und materielle Objekte existieren nur als Reaktion auf Informationen, die mithilfe unserer Wahrnehmungsorgane gewonnen werden.
Die innere Essenz eines Menschen, seine Wünsche und Gedanken stellen ein riesiges System von Zusammenhängen dar, ein Energiefeld, das vom Schöpfer, der Höchsten Kraft, gesteuert wird.

Ein Mensch allein wird die Fülle des Bildes nie begreifen können, da er in sich selbst verschlossen ist und nur seine eigene kleine Welt fühlt.

Gemeinsames Lernen ist eine sehr wichtige Voraussetzung, ohne die sich alles Lernen auf nicht mehr als mechanisches Einprägen von Begriffen reduziert, aber nicht auf Gefühl und Verständnis.

Ernsthafte Forschung auf dem Gebiet der Kabbala sollte nur im Team durchgeführt werden, obwohl die Einarbeitungsphase individuell überwunden werden kann.

 

Interaktion zwischen Lehrer und Schüler

In der Kabbala ist die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler wichtig, während es in anderen Wissenschaften genügt, vom Lehrer lediglich Wissen zu bekommen.

Die Beziehung zwischen dem Lehrer und dem Schüler hängt nur von den Bedürfnissen des Schülers ab. Es wird durch die Fähigkeit des Schülers bedingt, das innere Wesen der kabbalistischen Quellen vom Lehrer wahrzunehmen.

Der Lehrer führt den Schüler allmählich, ohne strenge Anweisungen, zu unabhängigen Schlussfolgerungen darüber, wie er sich an die Wahrnehmung der geistigen Welt einstellen kann.

 

Ein Lehrer gilt als der wahre Lehrer, wenn:

Wenn er sein spirituelles Wissen von einem anerkannten Kabbalisten erhielt.

Er bildet seine Schüler auf original kabbalistischen Quellen aus und ersetzt sie nicht durch eigene Texte.

In keinem Fall zieht er die Aufmerksamkeit der Schüler auf seine Persönlichkeit.

Leitet seine Schüler an den Schöpfer, d.h. um Seine Eigenschaften zu erwerben.

 

Die Rolle des Lehrers in der Kabbala

Der Lehrer muss dem Schüler das Material so geschickt erklären, dass er noch mehr Fragen hat. Das heißt, der Inhalt der Antwort sollte den Studenten für die weitere innere Entwicklung vorbereiten.

Der Schüler ist nicht in der Lage, die Wahrheit direkt wahrzunehmen, also sagt der Lehrer, was der Schüler hören will, aber in dieser Antwort befinden sich Informationen die notwendig sind, um das Verlangen nach dem Ziel ständig zu erhöhen.

Der Lehrer ist verpflichtet, dem Schüler das Wissen über die Struktur der geistigen Welten, den historischen Entwicklungsprozess der Gesellschaft, die innere Arbeit des Menschen zu vermitteln.

 

 

Kabbalistische Bücher

Alle kabbalistischen Werke enthalten eine Beschreibung des Beziehungssystems zwischen dem Schöpfer und seinen Geschöpfen.

Kabbalisten beschreiben alle Zustände des Abstiegs vom höchsten Punkt der Verschmelzung mit dem Schöpfer bis zur unserer Welt.

Die Bücher enthalten Informationen über alle möglichen potenziellen Zustände, die die Menschheit und jeder Mensch in seiner eigenen spirituellen Entwicklung durchlaufen sollte.

Alle spirituellen Zustände oder Welten (die Welt kommt vom Wort  „Verhüllung“ (häbr.) werden in unseren Verlangen gespürt, die mehr oder weniger den höchsten Gesetzen der Natur oder des Schöpfers (Natur = Schöpfer) ähneln.

 

Kurze Beschreibung der Schriften von Baal HaSulam

Vorworte, Artikeln („die Bürgschaft“, „der Frieden“, etc.) sind speziell für Anfänger geschrieben und leiten sie zur Selbsterkenntnis, zur internen Erforschung ihrer Natur.

Briefe werden in der Regel nicht für das allgemeine Studium geschrieben, sondern in privaten, engen Anwendungen eingesetzt. Die Briefe werden selektiv studiert, je nach den inneren Zuständen des Studenten.

„Die Lehre der Zehn Sefirot“ ist ein grundlegendes Kabbala-Lehrbuch, das die gesamte spirituelle Arbeit einer Person beschreibt, die die Phasen der Korrektur ihrer Natur durchläuft und auch eine Quelle des Einflusses auf die inneren Eigenschaften eines Anfängers ist. Man beginnt mit dem Studium dieses Buches nach dem Artikel „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ in der folgenden Reihenfolge: 4,6,8,8,16,3,15,1,2,7 9,10,11,12,14,13,5 Teile.

 

„Das Buch Zohar“, mit einem Kommentar von Baal Sulam, ist eine Erklärung für die spirituelle Arbeit nach der Methode der drei Linien. „Das Buch Zohar“ kann nur von Menschen wahrgenommen werden, die sich bereits auf einem bestimmten geistigen Niveau der Wahrnehmung der Höheren Macht befinden. „Das Buch Zohar“ wird nach Baal Sulams Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“ und dem Artikel „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ untersucht.

 

Drei Faktoren des Fortschrittes eines Schülers

Lernen von wahren kabbalistischen Quellen. Ein Team von Gleichgesinnten. Ein Lehrer.

Der Lehrer gibt Anweisungen und erklärt die Forschungsmethoden.

Eine Gruppe von Gleichgesinnten ist ein Ort der Forschung.

Die Bücher sollten nur echte, wahre Kabbala-Quellen sein – das „Buch Sohar“, Werke von ARI, Baal Sulam und Rabash.

 

 

Der Zweck des Kabbala-Studiums

Der eigentliche Zweck des Studiums ist es, den internen Zusammenhang mit dem zu untersuchenden Material zu identifizieren.

Der Einfluss des Lernmaterials auf die Veränderung der inneren Eigenschaften mit dem Ziel sie den Eigenschaften des Schöpfers anzugleichen. Die Bücher des großen Kabbalisten des 20. Jahrhunderts Baal Sulams sind am besten für unsere Generation geeignet.

Das Studium sollte nicht gezwungenermassen erfolgen, sondern dem Entwicklungsstand entsprechend. Jede Offenbarung in der Kabbala impliziert den inneren Wunsch, das Handeln des Schöpfers an sich selbst zu erforschen, und hier hängt alles von seinem eigenen Verlangen ab.

 

Lernprozess

Das Studium und Verständnis der Wissenschaft der Kabbala ist ein Mittel, um sich selbst zu verändern, die eigene egoistische Natur.

 

Ein solcher Ansatz des Lernens muss erreicht werden, wenn der Schüler es als Labor und sich selbst als Forschungsobjekt wahrnimmt, das er korrigiert, verändert und verbessert.

Der maximal pragmatischste Ansatz für den Lernprozess ist gefragt – anspruchsvoll und zielgerichtet.

Das Buch ist eine Quelle der Kraft, und die Ansammlung von Wissen ist eine Nebensache. Wir verwenden das Buch, um die Gesetze der höheren Welt zu studieren und damit ihre Wirkung zu erzielen.

Es ist sehr wichtig, morgens, vor der Arbeit, mindestens eine Viertelstunde lang zu beginnen.

Kabbalistische Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. Sie können in jeder Sprache studiert werden, aber die grundlegenden Definitionen, und das sind ein paar hundert, müssen in der Originalsprache gelernt werden.

 

Lektion

Der vorbereitende Teil der Lektion dauert 10-15 Minuten und soll den Zweck der Anwesenheit des Schülers im Klassenzimmer klären.

Die erste Hälfte der Lektion (in der Regel etwa eine Stunde) wird durch die Fortsetzung der Vorbereitung, die Anpassung an die interne Arbeit, aber bereits spezifisch, je nach gewähltem Material, belegt. Es wird empfohlen, Artikel und Briefe von Baal Sulam, RABASH über spirituelle Arbeit zu lesen.

Die zweite Hälfte der Lektion ist das obligatorische Studium von Baal Sulams Buch „Lehre der Zehn Sefirot“ oder für Anfänger „Einführung in die Weisheit der Kabbala“.

 

Der richtige Ansatz für das Studium kabbalistischer Texte

Der Erkenntnisgewinn in der Kabbala ist ein mehrstufiger Prozess: Zuerst wird die obere Ebene aufgenommen, und die leichteste Ebene. Das ist das Gesamtbild.

Der zweite Schritt ist eine detaillierte Analyse jedes Details.

Der dritte Schritt ist die Verbindung von allen Details in das Gesamtbild.

Die Prozesse sind nicht spekulativ, sondern sinnlich.

Die Kabbala erfordert ein mehrfaches Verständnis des Textes, bis ein Eindruck entsteht, der dem zu untersuchenden Material angemessen ist.

Ein Schüler muss sich alle Definitionen merken. Er sollte keine materiellen Bilder und verschiedene materialisierte Bilder über die in den kabbalistischen Büchern studierten Objekte im Kopf haben.

All diese Arbeit ist notwendig, um sicherzustellen, dass jedes Wort eine entsprechende sinnliche und nicht nur spekulative Reaktion in uns hat.

Der Übergang von der mentalen Repräsentation geometrischer Figuren und Zeichnungen zum Wunsch, sinnlich an beschriebenen Prozessen teilzunehmen, erfordert eine genaue Kenntnis der Definitionen der einzelnen Begriffe.

Das Buch wirkt nicht auf eine Person, wenn sie das zu untersuchende Material lediglich verstehen will. Ich möchte zum Beispiel verstehen, warum diese Kreise auf diese Weise divergiert und nicht anders. Es ist nicht der richtige Ansatz, um Kabbala-Bücher zu studieren.

Das Buch arbeitet an uns im Maße unseres Verlangens, in diese Zustände einzutreten, ihren Eigenschaften zu ähneln.

 

Hausaufgabe

Die Hausaufgabe ist die Vorbereitung auf die nächste Lektion, die innerhalb eines Tages stattfinden muss. Eine 24-Stunden-Lücke wird dazu führen, dass Wochen oder gar Monate im Rückstand liegen.

Es macht keinen Sinn, das Material zehn Stunden hintereinander zu studieren und sich dann eine Woche frei zu nehmen. Es ist viel effektiver, eine Stunde am Tag zu lernen, aber jeden Tag.

Es ist sehr wichtig, tagsüber die kabbalistischen Quellen zu lesen und mit ihnen zu arbeiten. Der Zweck dieses Unterrichts ist die Vorbereitung auf die Arbeit während des Unterrichtes sowie der Aufbau einer inneren Datenbank mit allgemeinen Informationen, das Speichern der Begriffe und Definitionen.

 

Arbeit mit Text

Einige Beispiele für Textzuweisungen

Identifizieren Sie das Hauptthema des Artikels.

Schreiben Sie ein Resümee, indem Sie die Worte des Autors benutzen und versuchen Sie dann, ihn mit Ihren eigenen Worten zu beschreiben.

Bestimmen Sie, welcher der beiden folgenden Ansätze vom Autor des Artikels verwendet wurde:

 

Beschreiben Sie die Ursache-Wirkungs-Verbindung, mit der der Autor des Artikels uns zur Lösung des Problems führt.

Versuchen Sie, das gleiche Ergebnis zu erzielen, aber mit einer anderen Methode, Beispiele aus anderen Wissenschaften.

41723

Nach den Regeln des Schöpfers spielen

Frage: Das ganze Leben ist ein Spiel. Spielen wir auch in Bezug auf den Schöpfer?

Antwort: Das Spiel mit dem Schöpfer besteht darin, dass ich einverstanden bin, alles was Er von mir will durchzuführen. Er treibt mich in diesem Spiel voran. Obwohl ich keine Kontrolle über das Licht habe,

bin ich bereit, nach Seinen Regeln zu spielen.

Frage: Warum wird das ein Spiel genannt?

Antwort: Ich habe keine Kraft irgendetwas umzusetzen. Indem ich meine Wünsche ausdrücke, veranlasse ich den Schöpfer zum Handeln.

Was bedeuten dann alle Bitten und Gebete? Ich befinde mich in einem Zustand und stelle mir einen anderen Zustand vor – das ist schon ein Spiel. Ich spiele, als ob ich mich auf der nächsten Stufe, dem gewünschten Zustand befinde und mich darin einkleide.

Frage: An was müssen wir in der aktuellen Entwicklungsphase der Gruppe festhalten?

Antwort: Ihr sollt auf eine richtige Art die Gruppe spielen.

Aus dem TV-Programm „Die letzte Generation“, 30.05.2018

(237556)

Veränderungen unter dem Einfluss von Licht

Frage: Über welche Art von Unabhängigkeit kann man sprechen, wenn alle Verlangen und Zustände in mir der Schöpfer bildet und er die einzige Quelle aller Genüsse ist?

Antwort: Wenn ich mithilfe des Schöpfers/des Höheren Lichtes die Einschränkung durchführe, sowie den Schirm aufbaue, dringt das Licht nicht mehr in mich hinein.

Ich setzte eine Barriere zwischen mir und dem Licht und beginne es so zu kontrollieren. Ich möchte, dass das Licht mich verändert. Es soll  mich zuerst in einen Nicht-Empfänger und dann in einen Gebenden verwandeln.

Frage: Sind in der Kabbala nicht die Taten eines Menschen gefragt sondern lediglich die Versuche, etwas zu unternehmen?

Antwort: Man verlangt vom Menschen keine Handlungen. Die gesamte spirituelle Welt befindet sich in unseren Gedanken und Verlangen.

Frage: Was ist dann die Methode? Wie komme ich von dem egoistischen Zustand, bei dem ich alles in meinem Inneren wahrnehme, zu einem Zustand, in dem ich etwas außerhalb von mir wahrnehme?

Antwort: Hier wird das höhere Licht benötigt. Wir müssen das Licht anziehen, damit es immer intensiver auf uns einwirken kann. Das wird mit Hilfe der Gruppe und dem Studium erreicht. Wir beschäftigen uns nicht mit dieser Wissenschaft, um klüger zu werden.

Nach einigen hunderten von diesen Unterrichten versteht man, wovon gesprochen wird. Schließlich spürt man, was in einem geschieht und was außerhalb von einem stattfindet. Nach und nach bilden sich neue Sinnesorgane für das höhere Licht.

Frage: Die Methode besteht also darin, dass ein Mensch eine bestimmte Energie, Licht und Kraft anzieht. Woher weiß er, dass ihn diese Energie beeinflusst?

Antwort: Er spürt, dass er sich verändert. Der Sinn des Lebens wird für ihn immer offensichtlicher und klarer. Nach und nach versteht er, wie man diese Methode realisiert, wie man die Wahrnehmung der Höheren Welt hier und jetzt erreicht.

Aus dem Unterricht, 15.07.2018

[237115]

Zur Kabbala Akademie—>

Arbeit in allen Phasen

Frage: Was müssen wir von unseren Freunden erwarten: sollen sie höher stehen als ich oder sind wir alle gleich?

Antwort: Es ist egal, ob sie größer oder kleiner sind als ich. Ich muss in allen Phasen bereit sein zu arbeiten! Ich muss sie unterschiedlich behandeln.

Es gibt in dem empfangenden und gebenden Zustand, in dem wir unsere Verbindung erreichen müssen, kein Höheres oder Niedrigeres. Dort ist jeder höher als auch niedriger als andere, da jeder von uns seine besonderen Eigenschaften hat. Ich sollte diese Eigenschaften an das große Kli/dem Gefäß der ganzen Seele weitergeben und davon das erhalten, was ich für das richtige Gelingen benötige.

Nur wenn wir uns um den Gesamtzustand der Seele kümmern, die bereits Adam oder der Schöpfer genannt wird (je nachdem, wovon gesprochen wird: von der Struktur des Systems selbst, oder was es ausfüllt), können wir über die richtige Arbeit sprechen. Nur die Vereinigung mit dem Schöpfer oder das Streben nach der Verbindung gibt uns die Grundlage für die richtige Arbeit.

Frage: Sollte ich es als eine Tatsache betrachten, dass das Streben meiner Freunde nach dem Schöpfer stärker ist als meines?

Antwort: Wenn ein Mensch so fühlt, dann treibt ihn das voran.

Es wurde gesagt: „Das Ende der Handlung befindet sich in seiner ursprünglichen Absicht“, d.h. der Beginn bestimmt die Handlung. Für mich ist es vor allem wichtig, den Schöpfer zu bestimmen: was suche ich, wohin kann ich gehen, was strebe ich an, welchen Zustand sehe ich als mein Ziel an – darauf aufbauend werde ich mich danach umschauen, was ich brauche, um dieses Ziel zu erreichen.

Frage: Wenn ich ein Ziel vor Augen habe, was macht mich dann in der spirituellen Arbeit kleiner als meine Freunde in der Gruppe?

Antwort: Jeder große Kabbalist auch in der kleinsten Gruppe, wird in irgendetwas kleiner als die Freunde sein. Er muss mit ihnen verbunden sein, damit sie ihn mit ihren Verlangen, Hoffnungen und Gedanken beeinflussen können. Er muss ihre Wünsche, ihr Streben von ihnen erhalten. Er wird sonst nicht in der Lage sein, aktiv an der Gruppe teilzunehmen, auch wenn er der Größte ist. Er muss kleiner sein als sie, muss ihnen dienen können, um ihr Streben nach dem Schöpfer aufrecht zu erhalten, nur dann kann er mitarbeiten.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 09.05.2018

[236778]

Der größte Feind in der spirituellen Entwicklung

picFrage: Welche Gedanken oder Ideen hindern uns am meisten daran in der Kabbala voranzuschreiten? Welcher Wunsch ist unser Erzfeind?

Antwort: Faulheit. Nichts anderes steht uns im Weg. Nur Faulheit.

Du musst dich in eine Umgebung begeben, die dich ständig stimulieren, vorantreiben, provozieren wird. Das ist das Wichtigste. Lass deinen Egoismus in Ruhe. Er wird dich stören, und das zu Recht. Mach dir keine Sorgen um deinen Charakter oder deine Eigenschaften. Du bist genau so geschaffen, um in die höhere Welt zu gelangen. Das Wichtigste ist, mehr Energie für die Arbeit zu haben.

Frage: Können Sie ein Beispiel für Faulheit in der spirituellen Entwicklung geben?

Antwort: Natürlich. Dies ist der Mangel an aktiver Beteiligung des Menschen in der richtigen Umgebung. Sie würde ihm die korrekte Richtung, den richtigen Zweck und die Energie dafür geben.

Frage: Was ist dann die irdische Faulheit, die mich daran hindert, die Spiritualität zu erlangen? Manchmal sagen Sie uns, dass materielle Faulheit eine gute Sache ist.

Antwort: In Bezug zur irdischen Ebene ist Faulheit eine nützliche Eigenschaft. Je weniger Hektik, desto besser. Sobald man jedoch den richtigen Weg entdeckt hat, muss man all seine Kraft betätigen, um voranzukommen.

 

Aus dem russischen Unterricht, 24.06.2018

(235990)

„Damit das Herz den Nächsten aufrichtig liebt …“

Unsere Weisen (Sanhedrin) sagten: „Für die Sünder ist es besser, auseinander getrieben zu werden, besser für sie und für die ganze Welt; anders gesagt wäre es besser, es gäbe sie gar nicht.

Für die Gerechten dagegen gilt: „Versammelt die Gerechten; besser für sie und besser für die ganze Welt.“ (Rabash, Was entsprechend „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erklärt wird“) Grundsätzlich gibt es keine Gerechten. Die Gerechten sind unsere korrigierten Eigenschaften. In jeder Etappe, in der wir auf die nächste Stufe aufsteigen, fallen die früheren Gerechten und es entstehen neue Sünder. Wir verwandeln sie erneut in die Gerechten.

Die Gerechten sind diejenigen, welche die Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ befolgen möchten. Sie wollen die Macht des Egoismus verlassen und eine völlig neue Stufe erreichen – die Liebe zum Nächsten.

Der Mensch kann sich generell dazu zwingen, aber das wird eine erzwungene Liebe. Das Herz des Menschen kann sich von Natur aus nicht damit abfinden. Wenn dem so ist, wie bringt man das Herz dazu, den Nächsten wirklich zu lieben?

Das ist unmöglich. Nur das Höhere Licht kann eine solche Korrektur mit uns vornehmen. Es liegt nicht in unserer Macht, da dafür zwei Kräfte erforderlich sind: eine unkorrigierte Kraft und die Kraft der Korrektur. Die Kraft der Korrektur haben wir nicht. Wir wissen nicht einmal, was und womit korrigiert werden muss. 

Aus diesem Grund wurden uns die restlichen 612 Gebote gegeben. Mit deren Hilfe kann man das Herz nicht zwingen, dafür aber „überreden“. Es reicht jedoch nicht aus, da es gegen die menschliche Natur ist. Es gibt zusätzliche Empfehlungen, mit denen ein Mensch seine Kräfte vergrößern kann. Um das Gebot „Liebe deinen Nächsten“ befolgen zu können, wird er „die Liebe zu Freunden“ benötigen. Es gibt das Geben, aber auch das Empfangen um zu geben.

Frage: Richten sich die Arbeiten im Zehner, in den Workshops, beim Studium alleine auf das Eine aus- das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen?

Antwort: Ja, wir brauchen nichts anderes. Die „Tora“ ist das Höhere Licht. Sie korrigiert unsere egoistischen Verlangen und verwandelt sie in altruistische. Eine Korrektur von einer egoistischen zu einer altruistischen Absicht wird als Erfüllen eines Gebots bezeichnet.

Aus dem TV-Programm „Die letzte Generation“ vom 18.04.2014

[235841]

Um auf dem Weg zu bleiben.

Rabash, „Über die Bedeutung der Gesellschaft“: Der Mensch, der den Weg der Wahrheit geht, sollte sich  von anderen Menschen isolieren. Denn der Weg der Wahrheit erfordert eine ständige Stärkung, da er dem Weltbild widerspricht. Das Weltbild ist Wissen und Empfangen, während das Bild der Tora der Glaube und der Wunsch zu geben, ist.

Frage: Werden die Menschen die Gruppe der letzten Generation verlassen?

Antwort: Sie werden gehen, weil man in der Gruppe der letzten Generation große Anstrengungen unternehmen muss, um ständig Fortschritte zu erzielen.

Tatsache ist, dass, wenn du in psychologischen Gruppen oder Gruppen bist, die sich mit spirituellen Praktiken beschäftigen, sie sich auf der Grundlage von Wissen oder der Entwicklung von Methoden bewegen.

In der kabbalistischen Gruppe funktioniert der egoistische Motor jedoch ständig und schiebt einen irgendwie aus der Gruppe heraus. Wenn ihr nicht ständig gegen ihn arbeitet, dann erhebt ihr euch nicht darüber und könnt nicht vorankommen. Daher sind in der Kabbalistengruppe immer zusätzliche Anstrengungen erforderlich, und man kann nicht stehen bleiben. Das ist es, was einen Menschen zwingt, voranzuschreiten.

Frage: Warum ändert ein Mensch  drastisch seine Meinung, wenn er aus der Gruppe ausgeschlossen wird, und scheint gegen die Gruppe und/oder die Methode zu sein?

Antwort: Er muss sich egoistisch rechtfertigen, also wendet er sich gegen die Gruppe, in der er war. Er will zeigen, dass er Recht hat und dass sie Unrecht haben. Er versucht also, Fehler in der Gruppe zu finden, um seinen Standpunkt zu beweisen.

Wenn ein Mensch in die Gruppe kommt, spricht der Punkt im Herzen, der von oben geweckt wird, in ihm. Plötzlich spürt er, dass seine Seele hier ist.

Dann, um an Ort und Stelle zu bleiben, muss er sich anstrengen. Dies ist der Ort der spirituellen Arbeit. Er hält sich irgendwie, für einige Zeit fest, aber wenn er keine ernsthaften Anstrengungen unternimmt, wird er vom Weg abkommen.

Aus dem Fernsehprogramm „Die letzte Generation“ 25.04.2018

[236103]

Helft mir zu verstehen, was ich will

Frage: Was genau, welche Klärung muss ich von der Gruppe verlangen?

Antwort: Ich muss klären, was das Geben bedeutet, denn ich weiß es noch nicht! Es ist innerhalb meiner Verbindung mit Freunden verborgen.

Wir müssen uns zusammen anstrengen und versuchen, das Geben zwischen uns zu enthüllen. Und nicht irgendwo dort, im Himmel, sondern hier, auf Erden (Arez), d.h. in unseren Verlangen (Razon).

Und dieses Land/Verlangen müssen wir zum „Land Israel“ machen (Erez Isra-El, Yashar-Kel), damit das in der Verbindung zwischen uns enthüllte Verlangen dermaßen richtig, stark und klar ist, dass sich in ihm der erste heilige Name enthüllt – die erste Enthüllung des Schöpfers an uns. Danach müssen wir streben.

Doch diese Klärungen werden gemeinsam gemacht und nicht von jedem persönlich. Diese Klärung macht die Gruppe, abhängig davon, wie sehr jeder will, dass es geschieht.

Aus all diesen Verlangen bauen wir ein gemeinsames, starkes Verlangen auf, um gemeinsam zu klären, was das Geben, das wir erreichen wollen, bedeutet und in welcher Form wir es enthüllen wollen – d.h. in der Verbindung zwischen uns -, inwieweit wir bereit sind, uns wie ein Mensch mit einem Herzen für dieses Ziel, dieses Verlangen zu verbinden.

Durch all das formen wir in uns das Bedürfnis nach dem Erhalten der Tora – der Hilfe von oben, des Lichts, das zur Quelle zurückführt. Genau das hat das Volk am Berg Sinai erhalten – nichts außer der Fähigkeit, die Hilfe des höheren Lichts zu nutzen.

Infolgedessen enthüllen sich ihnen alle möglichen Hindernisse und Vergehen, die Enthüllung des Bösen als das Gefäß für die Enthüllung der Namen des Schöpfers.

Ständig enthüllen sich zerbrochene Verlangen, die von uns korrigiert werden, und darin enthüllen wir Seinen heiligen Namen, die Eigenschaft des Gebens.

Und bis dahin offenbart sich das genaue Gegenteil, die egoistische Eigenschaft des Empfangens. Das heißt, die Arbeit besteht darin, über den Hass zur Vereinigung, zur Einheit zu gelangen.

Zur Kabbala Akademie—>

 

Gibt es eine direkte Verbindung zwischen Wurzel und Zweig?

Alle unsere Eigenschaften, die nicht in der höheren Kraft vorhanden sind, nicht direkt von ihr ausgehen und ihrer Natur entgegengesetzt sind, verursachen in uns Leiden. (Baal HaSulam, „Innere Betrachtung“)

Frage: Folglich gibt es bestimmte Eigenschaften, die nicht direkt von der höheren Kraft ausgehen. Wie kann das sein, denn „es gibt niemanden außer Ihn“?

Antwort: Alle guten Eigenschaften des Schöpfers manifestieren sich komplett umgekehrt in uns, in der Übereinstimmung mit unserem Egoismus.

Es gibt zum Beispiel keine Anstrengungen beim Schöpfer d.h., schwere Arbeit ist nicht in unserer Wurzel integriert. Wir streben den Zustand der absoluten Ruhe an, da jede Anstrengung in uns Leiden auslöst. Um mich glücklich zu machen, kann ich eine große Menge an Kalorien verbrauchen, dann ist alles gut.

Frage: Gibt es eine direkte Verbindung zwischen Wurzel und Zweig?

Antwort: Nein, es gibt einen Filter. Es gibt eine Art Bildschirm, auf dem alles umgekehrt läuft. Wenn das höhere Licht in den spirituellen Parzuf eindringt, übt der Parzuf daraufhin eine Einschränkung aus. Er reflektiert das Licht, führt Berechnungen durch und erst danach empfängt er das Licht.

Das Gleiche geschieht beim Aufstieg von unten nach oben. Um uns an den Schöpfer wenden zu können, müssen wir dasselbe tun. Das ist eine riesige Arbeit. Wir wollen das höhere Licht, können aber keine Anstrengung für Ihn ausführen.

 

Aus dem russischen Unterricht 07/08/2018

[235944]