Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Evolution'

Wie man seinen Punkt im Herzen entwickelt

Frage: Was bedeutet die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen?

Antwort: Wenn ein Verlangen nach Geben, genannt der Punkt im Herzen, in einer Person erscheint, wird er zu Beginn vom Verlangen, Genuss zu erhalten, gelenkt. Vorerst befindet sich das Verlangen zu geben innerhalb unseres egoistischen Verlangens zu empfangen, und deshalb wird es als „Punkt im Herzen“ bezeichnet

Die Vereinigung der Punkte im Herzen, die wir zu erreichen versuchen, ist die Vereinigung unserer Verlangen zu geben. Sie müssen Ihren Punkt mit anderen Punkten vereinen, um einander zu beeinflussen. So wird sich Ihr Verlangen zu geben über das Verlangen zu empfangen erheben.

Wenn wir aus unserem Verlangen zu empfangen herauskommen und ein Netz zwischen uns darüber erschaffen, dann wird genau dieses Netz die Seele genannt. Alle Punkte, mit denen ich mich verbunden habe, werden sich in meine Seele verwandeln. Außerdem wird die Kraft der Seele dadurch bestimmt, wie verbunden ich mit anderen bin und wie groß mein Verlangen ist, ihnen zu geben.

Wenn wir das Verlangen nach Genuss mit der Kraft des Lichtes beeinflussen, dann wird dieses Verlangen nicht im Stande sein, unseren Fortschritt zu stören, da es keinen Kontakt mit dem Licht hat. Und dann können wir unseren Punkt im Herzen höher erheben. Das wird „der Exodus aus dem Exil“ genannt.

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Spielen bedeutet, einen Schritt ins Unbekannte zu tun

Die Bewegung einem neuen unbekannten Zustand entgegen, den wir erkennen bzw. aufbauen und uns für den notwendigen, richtigen entscheiden müssen, nennt sich „Spiel“. Ein Spiel ist eine ernsthafte Beschäftigung, die sich durch einen unbekannten Bestandteil auszeichnet. Dabei erforschen wir unsere Möglichkeiten, Neigungen, Bestrebungen und ihre Ergebnisse. Jedes Mal bewege ich mich einem unbekannten Zustand entgegen.

Wie kann ich mich auf etwas Unbekanntes zubewegen? Wenn der Ausgangs- und der Endzustand bekannt sind, dann existieren sie bereits in mir, und ich setze sie lediglich um, gehe vom ersten Zustand zum zweiten über.

Das bedeutet aber nicht, dass ich wachse. Die Bewegung einem bekannten Zustand entgegen ist keine Erlangung von etwas Neuem, sondern lediglich Akkumulierung. Denn wenn mir der zweite Zustand bekannt ist, dann ist er bereits in mir drin, ich befinde mich bereits in ihm.

„Wachstum“ bedeutet, dass ich beabsichtige, einen vollkommen neuen Zustand zu erlangen, das zu werden, was ich noch nicht bin.

Wie kann man das auf eine vernünftige, reife, richtige Art und Weise umsetzen, wenn nicht durch ein Spiel, durch eine Simulation? Die Natur selbst spornt uns ständig an, spielerisch zu lernen.

Das gleiche geschieht auch auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe. Um Schritt für Schritt zu wachsen, vollzieht eine Pflanze in ihrem Inneren die gleichen Handlungen wie in einem Spiel.

Wenn man ihr Verhalten während des Wachstumsprozesses erforscht, stellt sich heraus, dass es unserem Verhalten auf der tierischen oder menschlichen Stufe gleicht.

Ich muss mir meinen nächsten Zustand in meinem Inneren vorstellen, und zwar dermaßen richtig, dass ich daraus die Wachstumskraft schöpfe. Deshalb ist die Anwesenheit des Schöpfers in jeder Schöpfung unerlässlich!

Denn ich kann nur dann einen Schritt nach vorne tun, wenn er sich bereits in mir drin befindet. Ich muss bewusst und zielgerichtet die Kraft des Schöpfers, meiner verhüllten höheren Hälfte, auf mich herbeirufen.

Darum erschaffe ich ein Modell meines nächsten Zustandes – die Gruppe, einen Simulator der Welt der Unendlichkeit, der spirituellen Zustände, des gegenseitigen Gebens.

Und nun, während ich alle möglichen Handlungen vollziehe, erwarte ich, dass das Licht an mir arbeitet. Das würde bedeuten, dass ich aus allen möglichen Zuständen meinen richtigen nächsten Zustand gefunden, eingefangen habe. Wann wird das geschehen? Wenn das Licht sich in ihn eingehüllt hat.

Das Licht befindet sich in einem vollkommenen Ruhezustand. Ich muss nur meine Ähnlichkeit mit ihm finden.
Sobald ich aus allen möglichen Formen die Ähnlichkeit mit ihm gefunden habe, erfüllt es mich sofort, und wir sind miteinander verbunden. Das nennt sich der nächste Zustand. So schreiten wir voran.

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Welchen Weg wirst du gehen?

Der Artikel von Baal haSulam „Das Vorwort zum Buch Panim Meirot„, Punkt 7: Und daraus sollst du verstehen, was die Weisen im Vers meinten: „Ich bin der Schöpfer, Boita (Leiden) und Achischena (Genüsse)“. D.h., es existieren zwei Wege der Erreichung des erwähnten Ziels:

– Entweder werden sie selbst darauf aufmerksam, was als der Weg der Rückkehr bezeichnet wird. Und wenn sie würdig werden, so werden sie den Weg der Genüsse beschreiten, d.h., es gibt keine bestimmte Zeit dafür, und sobald sie sich reinigen werden, wird die Korrektur augenblicklich vollendet sein.

– Und wenn sie nicht würdig werden, aufmerksam zu werden, so gibt es einen anderen Weg, der als der Weg der Leiden bezeichnet wird. Wie die Weisen des Sanhedrin sagten: „Ich werde einen König über euch stellen, einen solchen wie Aman und er wird euch zwingen, an die Quelle zurückzukehren“. Doch dann existiert bereits eine Beschränkung in der Zeit.

Vor uns existieren zwei Wege der Erreichung des erwähnten Ziels, und wir befinden uns auf ihrer Kreuzung. Jeden Augenblick muss man sich auf einem Kreuzweg stehend empfinden, auf einem Kreuzweg, der unsere Freiheit des Willens bestimmt, wobei die Auswahl sehr einfach ist: entweder auf dem Wege des Lichtes oder auf dem Wege des Leidens zu bleiben.

Es existiert kein dritter Weg! Wir sind gezwungen, auf einem dieser zwei Wege voranzukommen und jeden Augenblick muss man sich entscheiden, wie der folgende Schritt sein sollte. Dein Bein ist schon in der Luft hängen geblieben – wähle jetzt aus, wohin du es stellen möchtest: auf den Weg des Lichtes oder des Leidens?!

Im nächsten Augenblick musst du dieselbe Auswahl treffen. Von oben wird dein Bein erhoben, und du bist gezwungen, den Schritt zu machen und entscheidest, wohin du es senken wirst. Und in Abhängigkeit von deiner Wahl wirst du die Kräfte und die Mittel für den Aufstieg bekommen; denn du bleibst weiterhin verpflichtet, dich vorwärts zu bewegen.

Aber wenn du mittels „Beito“ (der natürlichen Entwicklung mit der Zeit) vorwärts kommst, dann stoßen dich die Kräfte der Natur an, gegen deine Selbstsucht; denn du willst immer nach deinem Ego entscheiden. Und deshalb wirken auf dich die Kräfte ein, die deine Selbstsucht bekämpfen, um dich im Geben zu unterrichten.

Und mittels „Achischena“ (die Zeit beschleunigend) beginnst du, dich selbst mit Hilfe der Umgebung zu überzeugen, dass es sich lohnt, im Geben zu sein; denn dadurch wird das umgebende Licht herangezogen, das dich zum Guten zurückführt.

Auf dem Weg „Beito“ bekommst du die Schläge, durch die du lernst, letztendlich die Bitte zu erreichen, das Gebet über die Korrektur, um mittels „Achischena“ voranzukommen.

Wenn du aber gleich den Weg des Lichtes gehst, dann sparst du die Zeit auf dem ersten Teil des Weges ein, die du verlieren würdest, weil du nicht zugehört und die eigenen Anstrengungen nicht gemacht hast.

Es gibt keine Zeit für die Überlegung, welchen Weg der Fuß betreten soll! Alles hängt von der Vorbereitung der Umgebung ab.

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Einheit unter Menschen ist in der Natur einzigartig

Frage: Warum kann unsere menschliche Gesellschaft den Zustand der Bürgschaft nicht auf natürliche Weise erlangen, während sie sich wie Zellen in einem Körper auf der tierischen Stufe befindet?

Antwort: Ein menschliches Wesen ist ein viel zu kompliziertes Geschöpf, als dass es sich auf diese Weise mit anderen verbinden könnte.

Der Egoismus wird auf jeder Stufe der Natur qualitativ größer, angefangen mit der unbewegten Stufe, zur pflanzlichen, zur tierischen und der menschlichen Stufe. Je größer der Egoismus einer Sache ist, umso individualistischer ist er und umso weniger ist er in der Lage, sich mit anderen zu verbinden. Daher fühlt man sich von anderen mehr getrennt, wenn man sich entwickelt.

Heutzutage entdecken nicht nur die Psychologen und Soziologen, sondern auch die Ökonomen und Politiker, dass die Welt miteinander verbunden ist und wir – die Menschheit – uns miteinander verbinden müssen. Jedoch glauben sie, dass sie das durch eine Methode der körperlichen Ebene tun können und dass sich alles beruhigt, wenn wir eine Weltbank, eine Weltregierung, eine Welt-Bildung und eine weltweite Verbindung schaffen.

Doch wenn sie ein paar Treffen mehr haben, wie vor kurzem den G-20 Gipfel, werden sie anfangen zu verstehen, dass sie keine Methode haben, um sich zu verbinden.

Unglücklicherweise werden die Menschen durch großes Leid gehen, einschließlich fehlender Sicherheit, dem Gefühl von Desorientierung, völliger Machtlosigkeit und weltweiter Trauer, bevor sie das erkennen. Die Menschen können es nicht ertragen, in einem Zustand der Unsicherheit zu sein, denn ständig beängstigt zu sein, ist schlimmer als der Tod. Unser Geist kann unter solchen Umständen nicht arbeiten. Doch all das geschieht, um uns erkennen zu lassen, dass der einzige Weg, unter uns Vereinigung zu erreichen, die Erhebung über unsere egoistische Natur ist.

Auf den unbewegten, pflanzlichen und tierischen Stufen ist das nicht der Fall, wo die ganze Natur und alle ihre Teile instinktiv und natürlich miteinander verbunden sind. Sie ergänzen einander und interagieren harmonisch, ohne freie Wahl und ohne Entscheidungen zu treffen.

Vereinigung zwischen Menschen jedoch kann nur erreicht werden, wenn jeder dies bewusst tut. Anders als bei den anderen Stufen der Natur, hat uns der Schöpfer nicht die Instinkte gegeben, um uns nur miteinander zu verbinden. Unsere Vereinigung ist nur möglich, wenn wir die Eigenschaften des Geben und der Liebe erlangen, wo jeder teilnimmt und sich mit jedem verbindet. Um das zu tun, müssen wir uns über uns selbst und unseren Egoismus erheben und das biblische Gebot „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ erreichen.

Auf diese Weise wird die Eigenschaft des Schöpfers unter uns enthüllt und wir werden Ihm gleich. Dann werden wir verstehen, warum Er in Bezug auf uns, auf diese Weise gehandelt hat.

Kabbala Grundkurs

Die Schwierigkeiten in der Übergangsperiode der Menschheit

Der Mensch hat sich an den Religionen und allerlei Glauben festgehalten, weil er die Spiritualität irgendwie aufspüren wollte, wie das Kind, das sich nur dann beruhigt und einschläft, wenn es sein Lieblingsspielzeug oder seine Decke umarmt.

Solche „Stützen“ sind dem Menschen bis zum Lebensende wichtig. Heute wächst unser Ego bis zu solchen Grenzen auf, dass es schon mit dem Spielzeug nicht befriedigt werden kann . Der Mensch verliert seine letzte Stütze.

Folglich wird alles erlaubt sein, nichts wird den Menschen beunruhigen, keine Abkommen über das Gute und das Übel, keine Religion oder Moral, denn eine solche Entwicklung wird das riesige Problem für die Gesellschaft darstellen.

Hier muss man eben die Wissenschaft der Kabbala, so schnell wie möglich verbreiten, damit sie die Rolle der Religion übernimmt und der Menschheit das Ziel und die Höhere Lenkung offenbart.

Damit der Mensch erkennt, dass es über ihm eine Höhere Macht gibt! Aber anstelle des Systems der Moral, das den Menschen mittels der Strafe in der zukünftigen Welt einschüchtert – müssen wir ihm die wahrhafte Lenkung offenbaren.

Ohne diese Erkenntnis ist es unmöglich, sich in dieser dunklen Übergangsperiode zu orientieren, wenn die Menschheit sich von allen festhaltenden Rahmen befreit.

Einst war alles deutlich, es hatte eine geregelte Weise – jeder wusste, wie man sich kleidet, oder was in der Gesellschaft angebracht ist. Heute herrscht die volle Freiheit und alles ist erlaubt. Sie werden noch sehen, wie es sein wird, wenn jede Scham und Moral verloren gehen.

Früher haben uns die Religion, der Glaube, die Angst der Strafe in dieser und zukünftigen Welt, das Versprechen der Hölle und des Paradieses und vor allem die Meinung der Gesellschaft in einem Rahmen festgehalten, weil sie jedem die Verhaltensnormen diktierten: du bist der Sklave, der Bauer oder der Herr und plötzlich sind all diese Normen verschwunden.

Und es ist absichtlich gemacht worden, um dadurch die bewusste und auf dem eigenen Wunsch gebildete Unterordnung, der Höheren Lenkung, zu erreichen. Aber dieser Übergang ist sehr problematisch.

Nur wenn dieser bekannte Teil von der Menschheit, die die Verbindung mit der Höheren Lenkung – mit „der Peitsche und dem Zaum“ des Schöpfers erreichen, um den Anderen das Beispiel zu geben – dann wird es für alle leichter sein, die Methode zu übernehmen.

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Die Methode der Kabbala zur Verbesserung der Welt ist einzigartig

Michael LaitmanZwei Fragen, die ich von Menschen erhielt, die nicht die Kabbala studieren:

Frage: Diejenigen, die den Punkt im Herzen spüren, empfangen bereits Schläge, damit sie den richtigen Weg einschlagen. Was aber ist mit all den anderen?

Antwort: Jeder wird von Schicksalsschlägen zum Ziel der Schöpfung gebracht, weil wir einen Teil des Weges – vor der Enthüllung des Punktes im Herzen – unbewusst durchlaufen, durch Schläge und indem man vor dem Leiden davonläuft. Wenn jedoch der Punkt im Herzen in uns enthüllt wird, bekommen wir zwar immer noch Schläge, doch allmählich entdecken wir auch den dahinterliegenden Grund und ihren Zweck.

Von dann an müssen wir bewusst und mit unseren eigenen zusätzlichen Verlangen dem Ziel (dem Schöpfer) entgegen streben, mit einem Verlangen, das nicht von Oben empfangen wird, sondern von unserer Umgebung (der Gruppe).

Frage: Soviel ich weiß, gibt es keine Gruppe in Frankreich, die in meiner Nähe ist. Gibt es Pläne, eine zu gründen? Ich bin neu in der Kabbala und fühle mich ein bisschen allein so vor dem Computer, auch wenn es andere Studenten in meinem Land gibt, die das gleiche empfinden.

Meine Frau hat nichts dagegen, dass ich Kabbala studiere. Sie hält es für okay, weil es irgendwie „biblisch“ ist. Ich habe jedoch bereits Bedenken, dass die Gemeinschaft sie beeinflussen wird und sie mir „satanische“ Dinge vorwerfen könnte. Wie soll ich darauf reagieren? Ich bin sicher es wird Streit geben, will aber das Studium der Kabbala nicht aufgeben.

Antwort: Die globale Verbindung zwischen allen Menschen, die im Moment auf der ganzen Welt enthüllt wird, und die mangelnde Übereinstimmung (und Opposition!) damit in den menschlichen Beziehungen werden solch starke Schläge der Natur auf die Menschheit verursachen – von klimatischen bis ökonomischen – dass die Menschen schnell entdecken werden, dass die Methode der Kabbala zur Verbesserung der Welt einzigartig ist.

Wir sollten jedoch mit allen Mitteln versuchen, die Menschen heutzutage über die Gründe für die Krisen und Leiden aufzuklären, um damit die menschliche Entwicklung vom Weg des Leidens auf den Weg zur bewussten Korrektur zu bringen. Dann wird die Natur die Leiden der Menschen mit ihrer bevorzugten Behandlung ersetzen.

Kabbala Grundkurs
 

Es braucht nur einen Funken des Höheren Lichts, um die Welt zu korrigieren

Michael LaitmanFrage(meine Antwort fett): Sie sagen, dass diese massiven Krisen – wirtschaftliche, ökologische und andere – die Menschheit letztlich zur Korrektur bringen werden und dass dieser Weg bitter sein wird. Aber denken Sie nicht, dass wenn es in den Supermärkten nichts mehr zum Essen gibt, sich Gruppen auf den Strassen bilden werden, die um jeden Preis überleben wollen – durch stehlen und morden für ein Stück Brot? Und werden dann all die Krisen nicht noch mehr Not und Übel über die Menschheit bringen?

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

„Wo es kein Brot gibt – gibt es auch keine Tora“, das sagten Sie. Wenn ein Mensch verzweifelt ist, wenn seine Freunde und seine Familie an Hunger und Krankheiten sterben und wenn es zu gefährlich ist, vor die Tür zu gehen, wird er dann wirklich anfangen, Kabbala zu studieren? Und übersehen Sie nicht auch, dass es dann auch kein Internet mehr geben wird, weil die Computer ohne Strom nicht funktionieren? Ich sage Ihnen, dass in so einer Situation kein Mensch Kabbala studieren wird – weder jetzt noch in 232 Jahren (das Ende der 6000 Jahre).

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Selbst wenn ich die Wissenschaft der Kabbala für wichtig und notwendig erachte und selbst wenn ich einen Punkt im Herzen habe und über das Studium der Methode der Kabbala bescheid weiß, werde ich nicht dasitzen und Kabbala- Bücher lesen, während meine Familie am Hungertod stirbt. Und dies gilt noch mehr für Menschen, die überhaupt nichts von der Existenz der Kabbala wissen.

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Der Punkt im Herzen erscheint dann, wenn du schon alles hast und du bemerkst, dass nichts davon dich glücklich macht und dass es keinen anderen Weg mehr gibt. Aber wenn du damit beschäftigt bist, irgendwie Trinkwasser zu beschaffen, um zu überleben, wirst du sicher nicht über den Punkt im Herzen nachdenken.

Ja, ich stimme dir zu, du hast Recht!

Antwort: Ich stimme vollkommen mit dir überein und ich habe für mich die Regel „Wenn es kein Brot gibt, gibt es auch keine Tora“ unterstrichen. Das heißt, dass es Situationen gibt, in denen die Menschen mit Überleben beschäftigt sind und dann sind alle Gesetze aufgehoben und alles dreht sich ums nackte Überleben (mit der Ausnahme, andere zu töten, um selbst zu überleben).

Aber in deiner Argumentation übersiehst du die vier Phasen der Entwicklung des Verlangens. Nicht die Größe des Hungers wächst, sondern seine Fähigkeit, die Quelle seiner Leere oder Füllung zu erkennen. Weil alles unter dem Einfluss des Lichtes seinen Platz findet. Du wirst sehen, dass deine Bekannten nicht nur leiden, sondern plötzlich den Grund für ihr Leid zu verstehen beginnen – das hat Bedeutung und führt zum letztendlichen Ziel.

Du solltest ihnen dabei helfen, diese Erkenntnis früher zu haben – dann wird das Leid schwinden. Denn es wird nur zu dem Zweck enthüllt, um diese Erkenntnis hervorzurufen! Daher ist die Verbreitung auch so wichtig: Wenn die Massen den Schöpfungsplan langsam verstehen, wird dies großes Leid abhalten und plötzlich werden Wohlstand und Frieden erscheinen.

Ich schlage vor, Folgendes zu lesen: „Vom Chaos zur Harmonie“, mein Vortrag in Arosa und das Material über Die Gesellschaft der Zukunft (engl.). Ein Funke des Höheren Licht war ausreichend, unsere Welt und das gesamte Universum entstehen zu lassen. Und dieser eine Funke ist genug, um diese Welt zu korrigieren, deren Existenz er ursprünglich bewirkt hatte! Alles, was man braucht, ist unser kollektives Verlangen!

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Abschied von der Kindheit der Menschheit

Frage aus dem englischen Blog: Warum werden die Weltreligionen in der Kabbala als „Geschenke“ bezeichnet?

Meine Antwort: Weil man sie nicht verdienen muss, sie korrigieren den Menschen nicht, sondern geben ihm so lange einen Verhaltenskodex, bis er reif genug wird, um seine Natur zu korrigieren. Dann wird ihm ein neues System der Beziehungen (ein globales und integrales), sowie seine Nichtübereinstimmung mit diesem System (ein Gefühl der Krise) und die KabbalaSystem (die Methode der Korrektur) offenbart.

Von dieser Zeit an endet die vergangene Existenz und beginnt die Periode der Korrektur, in Übereinstimmung mit der integralen Gesellschaft. Eine Existenz wie die jetzige, in freier Entwicklung, bei der uns unser Ego im Einklang mit unserem Verlangen nach vorne treibt – so, wie es auch bei Kindern üblich ist -, und unter dem Einfluss der Religion, die eine solche Existenz rechtfertigt, nennt man das Geschenk oder die „Kindheit“ der Menschheit. Und heute beginnt unser Leben als Erwachsener: Die Menschheit kann nicht mehr machen, was sie möchte, wie es ein Kind macht, sondern muss sich wie ein Erwachsener benehmen, denn diesen Zustand fordert das Leben, die Welt.

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Die Menschheit ist ein geschlossenes System

Frage: Wir sind alle in einem System von Seelen als eine Einheit verbunden. Doch wie gelingt es uns, einen positiven Einfluss auf das kollektive Bewusstsein zu haben, welches voller Hass ist?

Antwort: Um dies zu erreichen, müssen wir spüren, dass wir keine Wahl haben und dass wir uns der Selbstzerstörung nähern, zu einem Leben, das schlimmer als der Tod ist und dass wir dieses nicht vermeiden können. Dieses Gefühl wird die Menschen dazu bringen, sich mit anderen zu verbinden. Die Natur der Menschen, das egoistische Verlangen, Genuss zu empfangen, wird sie dazu treiben. Die Menschen werden dies wollen, weil es der einzige Weg zum Wohlfühlen ist.

Auch jetzt sind wir nur in der Lage „zu geben um zu empfangen“, beispielsweise wenn wir im Geschäft für etwas bezahlen, das wir brauchen. Sogar diese einfache Transaktion ist ein kleines Opfer. So etwas gibt es nicht im Tierreich oder bei kleinen Kindern. In anderen Worten, dies kommt nicht aus unserem Instinkt.

Jeder Mensch muss jedoch begreifen, dass wir die Verantwortung haben, uns richtig mit den anderen zu verbinden. Und die Menschen sollten sich sehr anstrengen, alles über die korrekte Verbindung zu lernen. Die Menschheit ist ein geschlossenes System und wie in jedem solchen, muss alles auf Unterstützung, Gleichgewicht und Harmonie ausgerichtet sein. Wenn diese Faktoren unterbrochen sind, dann wird jedes Mitglied des System leiden. Einem Teil kann es nicht auf Kosten des anderen gut gehen.

So sieht die Weisheit aus, die wir allen Menschen lehren müssen. Jeder auf der Welt muss die neuen Verhaltensregeln lernen.

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Würdest du anderen dein Leben anvertrauen?

Frage: Warum können die Menschen den Instinkt der Liebe zum Nächsten nicht entwickeln, genau wie es Tiere tun, wenn sie sich unter dem Druck von schwierigen Umständen und Leiden befinden? Das scheint der allernatürlichste und evolutionäre Weg der Entwicklung zu sein.

Antwort: Sie haben recht, wenn die Menschen auf der gleichen Entwicklungsstufe wären wie Tiere, würden sie tatsächlich fähig sein, den gleichen Instinkt wie Bienen, Ameisen und menschliche Zellen zu entwickeln. Zum Beispiel ist eine einzige Zelle in einem Körper fähig wahrzunehmen, dass sie die Kraft zum Leben verlieren würde, wenn sie sich nicht mit einer anderen Zelle, dann mit einer dritten und vierten Zelle verbinden würde. Mit anderen Worten, zwei Zellen, die voneinander getrennt sind, gehen durch die Erkenntnis des Bösen und gelangen zur Erkenntnis „Wir sollten uns verbinden, um länger und besser zu leben“.

Im Prozess der Vereinigung gelangen die Zellen zu einem größeren Verständnis des Nutzens der Vereinigung und sie beginnen, sich entsprechend der „Spezialisierung“ jeder Zelle zu teilen: aus einigen Zellen entsteht das Herz, andere werden zur Lunge, wieder andere das Gehirn, doch keines der Organe kann abgetrennt existieren. Jedes Organ ist sicher, dass die anderen für es sorgen werden.

In der Vergangenheit konnte eine Zelle für sich selbst existieren, vollkommen allein. Doch als die Zellen sich verbanden, entdeckten sie, dass Spezialisierung zu einer höheren Existenzform führt. Und damit das geschehen konnte, musste jede Zelle ihrem eigenen Leben absagen und anfangen, das Leben des gesamten Organismus zu leben.

Auf diese Weise vertraut die Zelle ihr Leben den anderen Zellen an. Sie übergab ihr Leben an sie, denn durch die Spezialisierung, zum Beispiel eine Augenzelle zu werden, hörte sie auf, die anderen Funktionen auszuführen. Sie vertraute einer anderen Zelle, ihr Herz zu sein und einer anderen, ihr Gehirn zu sein, und wieder einer anderen, ihre Lunge zu sein.

Und welche Funktion haben die Lungen? Sie atmen für den gesamten Körper, aber tatsächlich brauchen sie für sich selbst praktisch keinen Sauerstoff. Sie tun es, weil der gesamte Körper den Sauerstoff für seine Existenz benötigt. Und die anderen Zellen haben absolutes Vertrauen, dass die Lungen sie mit Sauerstoff versorgen werden, denn sie alle befinden sich in einer gegenseitigen Bürgschaft!

Auf diese Weise werden aus Stammzellen Zellen verschiedener Art – Gehirn, Lunge Herz und so weiter. Und so formten sich Organe und lebende Organismen begannen sich zu entwickeln.

Biologen sind überzeugt, dass das „von alleine“ geschah. Jedoch in Wirklichkeit geschah dieser Prozess durch die Enthüllung der „Reshimot“ (Informationsgene), die von Anfang an in der Schöpfung eingepflanzt sind und in einer bestimmten Reihenfolge enthüllt werden. Ihnen zufolge müssen wir jetzt bewusst die gleiche Art der Vereinigung in der menschlichen Gesellschaft erreichen. 

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