Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Evolution'

Erhebe dich über das Universum

Frage: Wie wird die soziale Struktur der Gesellschaft unter der Annahme, dass jeder zum Kabbalisten wird, aussehen? Wie werden alle notwendigen Arbeitsarten, Führungspositionen, Ressourcen des Planeten verteilt?

Antwort: Auf eine absolut perfekte, rationale Art und Weise. Durch die Dicke von Materie, Energie und Information werden wir klar sehen, wie wir damit umgehen sollen, um darüber höher und höher die spirituellen Schichten zu bauen.

Und wir werden keine Probleme haben. Alles, was wir in der materiellen und der spirituellen Welt haben, werden wir in der optimalsten Form realisieren.

Frage: Was ist dann das Hauptgesetz der Gerechtigkeit?

Antwort: Das Hauptgesetz ist eine absolut gleiche Beziehung zu allen Ebenen der Natur und der spirituellen Welt, wie zum Schöpfer.

Frage: Also kann es hier keine ökologische Katastrophe geben?

Antwort: Nein! Wenn wir uns nur vorstellen könnten, was uns in diesem Fall erwartet! Das erhebt uns über das gesamte Universum.

Wir befinden uns schon jetzt in diesem Zustand. Unsere Welt, in der wir das Gegenteil fühlen, ist uns nur dafür gegeben, damit wir uns vernünftig und aus eigenem Willen dahin bringen können. 

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 18.03.2018

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Meine Gedanken auf Twitter 03/08/2018

Auf dem spirituellen Weg muss man sich nicht vor der Finsternis der Verlangen fürchten und sie umgehen. Man muss sich mit der Leere befassen, mit dem “Gefäß”. Diese Leere soll man im höheren Licht betrachten und zu dem Schöpfer gelangen, der in mir diese Leere erschuf, um mich nach vorne zu schubsen. Indem ich das richtig verstehen werde, werde ich mich richtig an Ihn wenden.

Unsere Arbeit in der spirituellen Entwicklung besteht nur darin, die Arbeit des Schöpfers zu verfolgen, mit ihr einverstanden zu sein (so gut wir können, mit der Hilfe der Gruppe). Der Schöpfer erweckt die Finsternis gegenüber dem Licht. Er entfernt sich von uns und wendet sich ähnlich dem weglaufenden Hirsch um. Dabei ruft Er nach uns.

Im spirituellen Raum bewege ich mich mithilfe der Änderung meiner Eigenschaften, meiner Verlangen. In dem materiellen Raum genügt es sich einfach mechanisch zu bewegen, zum Unterricht zu kommen, obwohl man das nicht will. Genau solch eine Möglichkeit, gegen seinen Verlangen zu handeln, unterscheidet unsere Welt von der spirituellen Welt. Wir unterschätzen diese Welt.

Der Schöpfer bestimmt meine Abstiege. Die Verzweiflung bewegt mich in Richtung Gruppe, um eine Füllung zu bekommen, eine Hoffnung. So verstehe ich, dass mich der Schöpfer selber in den Egoismus eingetaucht hat. Er hat das bewusst gemacht, denn nur so werde ich gezwungen auf die nächste Stufe aufzusteigen, indem ich dem Geben erlaube höher zu sein als der Egoismus.

Es heißt: ”Im eigenen Volk lebe Ich”. “Der Schöpfer” ist das, was sich im Zentrum des Zehners offenbart, in der Gruppe. Ich stürze mich dort hinein ohne mich umzusehen. So wird meine Finsternis, meine Hilflosigkeit und Verzweiflung eine neue Qualität haben: das Verlangen dem Schöpfer zu geben. Genau dieses Geben ist für mich “das Licht”.

 

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Die Liebe Gottes und die Liebe des Menschen

Wenn wir die Einheit anstreben, um den Gedanken des Schöpfers zu erfüllen und die Schöpfung zur Korrektur zu bringen, dann werden wir sehen, dass wir das nicht alleine tun können. Deshalb wenden wir uns mit einem Gebet an die höhere Kraft, wir erheben MAN, und dann erhalten wir als Antwort auf MAN die Kraft für die Einheit.

In dieser Einheit, die mit Hilfe des reformierenden Lichts namens Tora erreicht wird, beginnen wir, das spirituelle Leben, die höhere Stufe, den Schöpfer zu offenbaren. Das heißt, die höhere Kraft des Gebens und der Liebe wird in der richtigen Verbindung zwischen den Teilen der kollektiven Seele enthüllt. Und wir enthüllen eine Kraft der Einheit und des Lichts, die 620 mal größer ist. Mit anderen Worten: Der Schöpfer wird uns 620 Mal kraftvoller offenbart als vorher und deshalb können wir ihn endlich bemerken, fühlen und uns mit Ihm verbinden.

Wenn wir kein großes Bedürfnis nach Korrektur haben und unsere Nähe zueinander nicht die notwendige Stärke erreicht, um das reformierende Licht anzuziehen, dann werden wir die Tora nicht erhalten. Die Tora ist eine besondere Kraft des Lichts, die auf unser Streben nach Einheit einwirkt, wenn wir es sehr wünschen, aber immer noch entdecken, dass wir es nicht erreichen können.

Der Unterschied zwischen dem Verlangen und der Realität, die Schmerz auslöst und ein enormes Korrekturbedürfnis in uns hat, heißt MAN (weibliche Gewässer). Mit anderen Worten, der große Unterschied zwischen Malchut (der weiblichen Eigenschaft) und Bina (Wasser) wird offenbart. Wir wollen uns sehr vereinen, auf die Ebene von Bina aufsteigen, aber wir befinden uns auf der Ebene von Malchut. Und diese Kluft löst eine Reaktion des Schöpfers aus, die höhere Kraft, das sich reformierende Licht, das auf die Kluft einwirkt, die wir zwischen Malchut und Bina entdeckt haben, zwischen unserem natürlichen Verlangen zu empfangen und unserem Verlangen zu geben.

Wenn wir diese Kluft zwischen uns entdecken, können wir das höhere Licht enthüllen, das darauf wirken wird. Das Licht korrigiert die Kluft und füllt sie mit dem Licht der Einheit. Unsere Wünsche vereinen sich und der Schöpfer offenbart Sich in ihnen.

Wenn wir diese Kluft nicht mit genug Kraft entdecken können, dann bedeutet das, dass wir uns auf der Ebene der „Patriarchen“ befinden, denen die Tora noch nicht gegeben wurde, d.h. in dem Zustand vor der Korrektur. Wir existieren nur dank der Unterstützung der höheren Kraft, die die Zeit erwartet, wo wir aus eigener Kraft Fortschritte machen können. Dies ist eine kurze Phase auf dem Weg zur Korrektur, die so schnell wie möglich abgeschlossen werden muss.

 

Aus dem 3. Teil der täglichen Kabbala Lektion, Thema „Die Liebe Gottes und die Liebe des Menschen“ 6/26/18

Von der Hilflosigkeit zum Schrei zum Schöpfer

Es gibt ein paar Übungen, um ein Gebet zum Schöpfer zu erreichen. Zuallererst ist es notwendig zu erkennen, dass wir wirklich eine Verbindung mit der höheren Kraft haben, und wir uns im Bereich ihrer Wirkung befinden. Ansonsten sind wir wie Kinder, die aus Naivität nicht einmal vermuten, dass die Mutter sie ständig beobachtet und denken, dass sie sich selbst überlassen sind. Die Gruppe muss uns immer das Gefühl geben, dass wir uns im Kraftfeld des Schöpfers befinden.
In Wirklichkeit füllt der Schöpfer die ganze Welt aus, aber dieses Gefühl ist vor uns verborgen. Dennoch sind Freunde und die Gruppe fähig, uns ein solches Gefühl zu geben. Und obwohl ich selbst meine Abhängigkeit vom Schöpfer nicht fühle, seine ununterbrochene Wirkung, wodurch er meine Existenz sichert, die mich lenkt und führt, kann die Gruppe diese Empfindungen in mir erwecken.
Wir müssen dem Freund zeigen, dass er eine Verbindung zum Schöpfer hat – und das ist das Wichtigste, alles andere ist lediglich ein Hilfsmittel. Dies führt zum Gefühl der eigenen Abhängigkeit von der höheren Kraft, zunächst noch egoistisch, für sich selbst, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Danach fange ich an zu denken, um für „uns“ etwas besser zu machen, denn allein ist es unmöglich, den Schöpfer zu erwecken, sondern nur im Zehner.
Je mehr Zehner daran arbeiten, desto größer ist unsere Wirkung, unsere Chancen, die höhere Kraft zu erwecken. Wir fühlen, wie der Schöpfer sich uns nähert. So entwickeln wir nach und nach unsere Empfindungen, darin ist unser ganzes Leben, ganze spirituelle Entwicklung.

Aus der Morgenlektion 06/26/2018

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Dunkelheit vor der Morgendämmerung

Wir müssen nach solchen Veränderungen suchen, die uns zur Erkenntnis des Bösen, der Dunkelheit zwischen uns führen. Was bedeutet es, „die Morgendämmerung selbst zu erwecken (Dunkelheit vor der Morgendämmerung)“? Ich enthülle das Schwarze, die Dunkelheit, den Mangel in unseren Beziehungen, den ich wegen meiner Gewohnheiten zuvor noch nicht gesehen habe.
Aufgrund der vorgenommenen Änderungen wird es für mich unbequem, aber das bedeutet nicht, dass ich alles hinschmeiße und nicht mehr komme. Wenn wir die Morgendämmerung erwecken, schaffen wir einen Ort für das Gebet, wir lernen, den Schöpfer zu bitten. Denn das ist das Einzige, was wir brauchen: Mängel zum Vorschein zu bringen, die mit dem Weg zusammenhängen, deren Korrektur wir vom Schöpfer fordern, erbitten, damit Er uns voranbringt.
Wir werden uns in solchen Zuständen befinden, die wir alleine weder ändern noch korrigieren können. Aber wir werden herausfinden, was genau korrigiert werden muss, was mit uns passiert. Auf dem Weg der „Beschleunigung der Zeit“ (Achishena) muss man selbst nach der Dunkelheit suchen, wie ein gebückter alter Mann, der geht und nach etwas sucht, als ob er etwas verloren hätte. Wir müssen den Sonnenaufgang selbst erwecken, wir müssen lernen, selbstständig zu gehen, wie ein Baby, welches die ersten Schritte macht.
Das Ziel ist ein Gebet, um Hilfe vom Schöpfer zu bekommen. Wir können das beschleunigen, wenn wir den Sonnenaufgang selbst herbeiführen, indem wir die Dunkelheit vor dem Sonnenaufgang, den Mangel, enthüllen. Die Wahrnehmung des Mangels ist bereits ein Gebet, und vielleicht wird es so stark, dass wir eine Antwort vom Schöpfer erhalten und zu einem Dialog mit Ihm kommen, wie geschrieben steht: „Ich komme zum Geliebten und der Geliebte zu mir“.
Dies ist eine neue, sehr wichtige Phase: uns die richtige Einstellung gegenüber dem Schicksal, die richtige Anwendung der höheren Kraft beizubringen. Auf diese Weise tritt man in die Arbeit „Achishena“ ein, wenn wir nicht mehr einfach nach vorne gezogen oder von hinten geschoben werden, sondern unsere Schritte selbst initiieren und bestimmen.
Veränderungen zeigen Probleme auf, die im Inneren verborgen waren. Denn die gewohnten Mängel werden unauffällig und haben daher keine Chance auf eine Korrektur. Wenn aber diese Hindernisse plötzlich aufgedeckt werden, rufen sie ein Gebet zum Schöpfer um Hilfe wach, auf welches es eine Reaktion von oben gibt. Wir erheben MAN zum Schöpfer und empfangen von Ihm MAD. Dies sind bereits Handlungen, die uns mit dem Schöpfer verbinden und den Kontakt mit Ihm offenbaren.

 

Aus der Morgenlektion 06/26/2018

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Gematria – Die Sprache für die Beschreibung der höheren Welt

Frage: Ist die Logik unserer Welt in der Spiritualität enthalten? Zum Beispiel, sind zwei plus zwei auch gleich vier?

Antwort: In der Spiritualität ist die Logik unserer Welt nicht enthalten. Dort gibt es keine Arithmetik, aber es gibt viele andere Berechnungen, abhängig davon, womit man arbeitet. Wir werden auf verschiedenen Stufen eine unterschiedliche Mathematik haben.

Frage: Ist die spirituelle Arithmetik die Gematria der Worte? Ist sie mit dem Wunsch verbunden?

Antwort: Natürlich, weil jeder Buchstabe an sich die Kombination verschiedener Proportionen der Kräfte des Gebens und Empfangens darstellt. Jeder Buchstabe schafft die eine oder andere besondere Grundform. Deshalb sind die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets die Grundlage.

Die ersten neun Buchstaben entsprechen den neun Sefirot von Bina, die zweiten neun Buchstaben sind die neun Sefirot von Seir Anpin und die vier letzten Buchstaben sind die vier Sefirot von Malchut. Es gibt noch fünf zusätzliche Buchstaben, die aus dem Parssa gebildet werden.

Frage: Alle Element der Buchstaben: Punkt, horizontale Linie, vertikale Linie – sind alle diese Kräfte?

Antwort: Ja. Buchstaben repräsentieren eine bestimmte Kombination von Kräften des Gebens und des Empfangens. Es gibt keine andere Kombination.

Der Schöpfer schuf den Wunsch zu empfangen (der schwarze Punkt). Während des Entwicklungsprozesses der Verlangen hat Er ständig Einfluss darauf genommen und alle möglichen Kombinationen Seines Einflusses gesammelt. Deshalb, wenn der schwarze Punkt auf dem Hintergrund des weißen Lichts reflektiert wird, zeigt er die Korrelation zwischen dem höheren Licht und sich selbst, seinen Wünschen. Dies erzeugt die 22 Muster.

Die Gesetze der Gematria sind überall gleich, die zehn Sefirot verändern sich nicht. Aber das spiegelt sich nicht in der Mathematik unserer Welt wider. Die Gematria ist eine der Sprachen, die die höhere Welt und ihre Prozesse beschreibt. Sie ist die Sprache der Kabbala.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch, 25.2.18

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Blitz Antworten vom Kabbalisten

Frage: Welche Charakteristika besitzt die Seele? Beziehen sich die unterschiedlichen Charakterzüge und Eigenschaften eines Menschen auf die Seele?

Meine Antwort: Nein. Die Seele ist nur die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Sie steht in keinem Verhältnis zu dem, was wir unter der Liebe und dem Geben in unserer Welt verstehen: Der Peter liebt die Elke, die Elke liebt den Peter, oder der Manfred schenkt Lena ein Geschenk. Das ist nicht dieselbe Liebe und nicht dasselbe Geschenk, worum es hier geht.

Frage: Wie kann es sein, dass eine höhere Seele, die bedeutsamer und stärker ist, in keiner Weise auf das niedrigere und schwache weltliche Niveau Einfluss nimmt?

Meine Antwort: Sie wirkt, und wie! Sie wirkt aber so, dass diese niederen, schwachen Seelen sie nicht wahrnehmen. Mehr noch, sie nimmt an ihrer Entwicklung teil.

Frage: Gibt es im Weltall so einen Planeten, wo Adam mit einer vollkommener Seele erschaffen wurde, die nicht zerbrochen wurde und nicht solchen Kreisläufen der Körper durch Geburt und Tod ausgesetzt ist?

Meine Antwort: Sie werden nirgendwo, außer auf der Erde, solch ein Leben wie hier antreffen, ein Leben, welches in der spirituellen Welt seine Fortsetzung hat. Darin ist unser Planet einzigartig.

Frage: Welches sind die Gesetze der Seele?

Meine Antwort: Die Gesetze der höheren Welt: die Eigenschaft des Gebens, die Abhängigkeit von dem Massach (Schirm), Awiut (die Tiefe des Verlangens), Reshimot (Daten spiritueller Informationen). Alles, was wir in der Kabbala studieren, sind die Gesetze der Entwicklung der Seele.

Frage: Was die Reife der Seelen betrifft, kann es sein, dass in unserer jetzigen Manifestation einige Seelen bereits höher aufgestiegen sind, und andere haben keine Hoffnung und sind dazu bestimmt wiedergeboren zu werden?

Meine Antwort: Ja. Im Prinzip ist das so.

Frage: Wie wirkt die Religion auf die Entwicklung der Seele?

Meine Antwort: Gar nicht. Die Religion hat überhaupt keinen Einfluss auf die Entwicklung der Seele. Studieren Sie deswegen lieber die Kabbala.

Frage: Kann man sagen, dass ich zu Lebzeiten in die höheren Welten aufsteigen kann, indem ich eine Seele erlange und die höheren Kräfte anziehe? Kann ich selber weiter aufsteigen und die Menschheit erheben? Ist das der Sinn der Kabbala?

Meine Antwort: Ja. Das ist sehr gut formuliert.

Frage: Können sie auf unserer Erde bleiben, für Ihre Schüler und alle, die zu Schülern werden,  bis zu vollen Vereinigung der Seele von Adam?

Meine Antwort: Wir sind in jedem Fall verbunden. Wenn es nötig wird, werde ich verschwinden; wenn es nötig wird, werde ich zurückkehren.

Frage: Wenn der Mensch seine nächste fehlerhafte Wahl trifft, die der Entwicklung seiner Seele nicht hilft, lenken ihn dann die höheren Kräfte zur richtigen Wahl?

Meine Antwort: Nein. Die höheren Kräfte geben Ihnen nur die Möglichkeit, damit Sie mithilfe der Freiheit der Wahl wählen können, ob Sie voranschreiten wollen oder nicht.

Frage: Kann ein Verbrecher oder ein Dieb ein spiritueller Mensch sein?

Meine Antwort: Nein. Der spirituelle Mensch ist nicht fähig zu klauen. Er kann eine Handlung ausüben, die in unseren Augen wie das Böse aussieht, aber in Wirklichkeit dient das dem höheren Ziel.

Frage: Wieso sind genau wir für die Wissenschaft der Kabbala auserwählt und nicht jemand anderer?

Meine Antwort: Eure Seelen sind schon reif. Ihr seid die größten Egoisten, deswegen seid ihr reif für die Kabbala.

Frage: Gibt es besondere, auserwählte Seelen, und spüren sie ihre Einmaligkeit?

Meine Antwort: Die Einmaligkeit spürt jeder Mensch, weil seine Seele individuell ist. Die Einmaligkeit wird nur durch die Realisation überprüft. Deswegen muss man sich zur spirituellen Verwirklichung seriös vorbereiten, daran teilnehmen, sie initiieren.

 

Aus der täglichen Kabbalalektion in Russisch 1/14/18

[227066]

Auf der letzten Etappe der menschlichen Entwicklung

Frage: Wenn die Offenbarung der Spiritualität individuell ist, wie können dann die Resultate der Verbindung mit den anderen darauf Einfluss nehmen, dass ich alles, was ich in der Vergangenheit durchgemacht habe, nicht mehr wiederholen muss?

Meine Antwort: Wir sind die ersten auf der letzten Etappe der Entwicklung der Menschheit und wir müssen sie komplett durchlaufen.  

Weil die Kabbala verhüllt wurde, verborgen vor Millionen von Menschen über 2000 Jahre lang, müssen wir sie heute wieder beleben und beginnen sie zu verbreiten. Deswegen sind wir Wegbereiter, Pioniere in ihrer Verbreitung.

Die Frage lautet: Sind irgendwelche Korrekturen in der Vergangenheit gemacht worden, die wir jetzt nicht mehr durchmachen müssen? Man kann sagen, dass auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveau die Korrekturen der Seele praktisch abgeschlossen sind. Die letzte Stufe muss noch korrigiert werden.

 

Aus der Kabbala Lektion in Russisch 2/18/18

[229202]

Das Höhere Licht korrigiert alles

Frage: Ist es möglich, das Höhere Licht in so einem Ausmaß wahrzunehmen, dass ich beginne, in dieser Welt geheilt zu werden?

Antwort: Es ist möglich, aber das kann niemand versprechen. Es ist nicht einfach.
Das Höchste Licht korrigiert absolut alles auf allen Ebenen: der physischen, der moralischen, der psychologischen Ebene usw. Aber wir können das noch nicht gezielt beeinflussen. Es wird die Zeit kommen, ihr werdet ein wenig Erfahrungen sammeln und sehen, dass die Kabbala wirklich zu allem fähig ist.

Frage: Andererseits sagen Sie, dass man für sich selbst nicht beten darf. Oder gibt es dennoch Dinge,  wonach man für sich selbst bitten darf?

Antwort: Wenn ein Mensch nicht in der Lage ist, die höhere spirituelle Arbeit zu verrichten, weil ihn etwas hindert, dann kann er darum bitten, dass er sich über diese Störungen erheben kann.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 18.02.2018

[#228786]

Zusammen die Morgendämmerung erwecken

Wir bringen uns absichtlich selbst aus dem Gleichgewicht, damit wir spüren können, wie sehr wir den Schöpfer brauchen. Es steht geschrieben: „Israel beschleunigt die Zeit“. Deshalb können wir nicht da sitzen und darauf warten, dass etwas von allein geschieht. Wir müssen selbst handeln.

Wenn sich derselbe Zustand immer wieder wiederholt, nennt man das Tod. Das muss ich versuchen zu ändern. Es liegt in meiner Macht, mich Tag und Nacht zu verändern. All dies dient nur dazu, ein Bedürfnis nach dem Schöpfer aufzubauen. Wir wollen uns mit Kraft in Zustände versetzen, in denen wir ohne die Hilfe des Schöpfers nicht zurechtkommen.

Es geht nicht darum, Leid über uns selbst zu bringen. Dies sind aber keine schlechten Zustände. Das Böse ist das, was ohne unsere vorausgegangene Vorbereitung kommt, das, was vom Weg des Leidens kommt. Aber ich gehe auf dem Weg der Beschleunigung des Lichtes –Achishena – und erwecke mich selbst: „Ich wecke die Morgendämmerung.“ Ich möchte selber die Dunkelheit und die Dämmerung fühlen, weil ich dadurch einen Geschmack dafür entwickle. Und ohnedem habe ich keinen Geschmack, wie geschmackloses Essen ohne Salz und Pfeffer.

Das ist ein positiver Zustand, kein negativer, wo es sich anfühlt, als würde der Boden unter deinen Füßen verschwinden, Angst ergreift dich, dein Kopf ist vernebelt und deine ganze Grundlage ist weg. Zusammen mit diesem Zustand verstehe ich, irgendwo in einer weit entfernten Ecke des Geistes, dass dies nur geschieht, um mich voranzubringen, und deshalb freue ich mich. Das ist nicht der Weg des Leidens – zusammen erwecken wir die Morgendämmerung. Wir müssen den Raum frei machen, den der Schöpfer füllen wird. Und im nächsten Moment verschlingt mich wieder die Angst.

Wenn die Angst vor der Zukunft in mir erwacht und ich gleichzeitig verstehe, dass all dies vom Schöpfer so eingerichtet wird, um mich näher zu Ihm zu bringen, und ich an Ihm festhalte, dann rechtfertige ich meinen Zustand und meine Angst, wie kurz der Augenblick auch sein mag. Die Hauptsache ist, dass ich die Verbindung mit dem Schöpfer erreicht habe, und ich sehe, dass der Ausgangspunkt von allem, was passierte, in Ihm lag.

Ich verliere schnell wieder die Verbindung mit dem Schöpfer, und wieder bin ich ein Neugeborenes, das seine Mutter verloren hat, das sich umschaut und sie nirgendwo sieht. Dies ist ein egoistischer Ansatz, aber es ist bereits das richtige Verlangen nach dem Schöpfer.

 

Aus dem 1. Teil der täglichen Kabbala-Lektion am 24.6.18
Vorbereitung auf den Kongress in Italien 2018