Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Egoismus'

Generation Selfie

Anmerkung: Unsere Generation heißt „Selfie“ Generation. Menschen fallen von Brücken, Felsen, geraten in Unfälle und wollen diesen Moment festhalten …

Antwort: Im Prinzip arbeiten sehr viele Menschen für den Tod. Der Tod ist ein respektierter Punkt in unserer Existenz, wenn ich etwas von mir hinterlasse und mir wünsche, dass das in Verbindung mit meinem Namen steht. Das Gefühl einer scheinbar ewigen Existenz.

Frage: Wohin führt dieser Narzissmus?

Antwort: Das führt zum Verständnis, dass all dies keine Bedeutung hat, keinen Wert.

Frage: Was passiert, wenn wir dahin kommen?

Antwort: Wir werden verstehen, dass in der Welt Leere herrscht! Es wird sich sehr schlecht anfühlen! Dann fangen wir wirklich an, die wahre Füllung des Lebens zu suchen: ewig, vollkommen, außerhalb des Rahmens, in dem wir heute vor dem Tod und auch nach dem Tod existieren.

 

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Das Feld, das der Schöpfer gesegnet hat

Unter Feld ist der Ort gemeint, an dem die Gaben der Erde angebaut werden sollten, um der ganzen Welt Nahrung zu geben. Feldarbeiten sind bekanntlich „ackern“, „säen“ und „ernten“.
Es wird von unseren Weisen gesagt: „Was mit Tränen gesät ist, wird freudig geerntet“. Und dies wird das Feld genannt, das der Schöpfer gesegnet hat. (Rabash, “Die Liebe der Freunde (1)“)

Das Feld symbolisiert das Ego eines Menschen, das gründlich gepflügt, mit „richtigen“ Samen gesät, und mit seinen “Tränen“ bewässert werden muss.

Dann muss man aus den gekeimten Weizenähren die Körner herausschlagen, die Schalen in den Wind streuen und viele andere Handlungen durchführen, die die spirituelle Arbeit zur Korrektur des Egoismus mit sich bringt. Es ist der Prototyp all unsere körperlichen Arbeiten auf dem Feld.

Die Körner werden von Mühlsteinen zermahlen, die von Tieren bewegt werden, die mit verbundenen Augen im Kreis herumgehen, um nicht zu sehen, dass sie nutzlose Arbeit für sich tun. Sie brauchen Getreide und nicht das Mehl, denn aus dem Mehl wird Brot gebacken und das ist Nahrung für den Menschen.

Also, der Mensch muss sich selbst beackern, mahlen, in der Gruppenarbeit reinigen und dabei die Augen vor seinen inneren, tierischen Eigenschaften verschließen, damit er für die Ernte arbeitet.

Als Resultat dieser Arbeit werden sich alle Eigenschaften eines Menschen darin konzentrieren, sich manifestieren und eine vollständige Korrektur erreichen.

Wenn du dich mit deinen Freunden in der Gruppe verbindest, findest du diese inneren egoistischen Eigenschaften und da wird die Verbindung zwischen ihnen repariert. Aber um sie miteinander zu verbinden, müssen sie die Eigenschaften des Schöpfers finden. Dies wird deine Haupteigenschaft sein, „Josef“, mit der du bis zum Ende der Korrektur kommen wirst.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“ 01.02.2018

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Neues Leben – Eine Revolution im Bewusstsein

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Zusammenfassung  

Wir haben uns durch die egoistische Kraft entwickelt, dem Verlangen alles Mögliche zu genießen.

Wir brauchen in der menschlichen Natur eine bewusste Revolution, nämlich für uns zu empfangen, um es an andere weiter zu geben. Im Gegensatz zu früheren Versuchen, die menschliche Natur durch erzwungene Gehirnwäsche zu verändern, baut diese Revolution auf einer Veränderung unserer Einstellung zueinander auf, und durch die Entdeckung der höheren Kraft. Diese höhere Kraft befindet sich in der Natur und besitzt die Stärke, unsere Augen zu öffnen, so dass wir unsere Verbindung als Eins in der Ewigkeit sehen können.

 

Aus KabTV „Neues Leben“ – Eine Revolution im Bewusstsein vom 3.6.18
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Neues Leben – Was derzeit existiert und was wünschenswert ist, Teil 2

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Yael Lesched-Harel

 

Zusammenfassung

Der Wunsch, auf Kosten anderer zu empfangen und zu genießen, hindert uns daran, in dem gewünschten Zustand ausgeglichen zu sein. Die Natur hat uns bewusst so erschaffen, dass wir unsere guten Pläne nicht verwirklichen können und verzweifelt sein werden. Das Ziel ist es, einen Weg zu finden, die Natur  aufzufordern, unsere böse Neigung auszubalancieren und zu kontrollieren. Damit wir spüren, dass die Welt gut ist, lehrt uns die Weisheit der Kabbala, wie die allgemeine Kraft der Natur zu werden. Die höhere Kraft, die uns zu Egoisten gemacht hat, dient dazu, unser Ego zu annullieren, wenn wir gemeinsam darum bitten.

 

Aus Kab TV „Neues Leben“ – Was derzeit existiert und was wünschenswert ist, Teil 2
vom 29.5.18

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Neues Leben – Sorge um die Gesellschaft

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Zusammenfassung

Der Erfolg der Gesellschaft wird an der Stärke und dem Gleichgewicht der sozialen Verbindung gemessen.
Wie können wir dieses Gleichgewicht erreichen?
Es ist bei all unseren Plänen und Aktivitäten notwendig, dass jeder einzelne Mensch ein integraler Bestandteil der Gesellschaft ist.  Die Regierungsministerien sollten sich von dem Gedanken leiten lassen, einen Haushaltsausgleich zu erreichen anstatt sich selbst zu bereichern. Damit die Öffentlichkeit keine unnötigen Dinge zu überhöhten Preisen verkauft, muss die Regierung die Industrie beaufsichtigen. Der Kommunismus und der Sozialismus versuchten das zerstörende Ego zu beseitigen und scheiterten daran. Der Kapitalismus versuchte mit dem Ego mitzuhalten und scheiterte ebenfalls. Wir befinden uns jetzt in einer besonderen Zeit der Geschichte, wir können nun den mittleren Weg wählen und lernen, wie wir das menschliche Ego so benützen, damit es mit der Umwelt in Einklang gebracht werden kann. Wir werden innerhalb des sozialen Systems eine Kraft entdecken, die jedem Mensch ein Gefühl der Vitalität geben wird.

 

Aus KabTV „Neues Leben“ – Sorge um die Gesellschaft, 8.8.12

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Neues Leben – Die Evolution des menschlichen Bewusstseins

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Zusammenfassung

Die Weisheit Kabbala betrachtet die Wirklichkeit als die Entwicklung des Wunsches zu genießen. Diese nimmt verschiedene Formen an. Die soziale Menschheit entwickelt sich aufgrund ihrer schöpferischen Kraft, dem Wunsch dem Schöpfer ähnlich zu sein. Die menschliche Natur wird sich vom Egoistischen hin zum Altruistischen entwickeln. Es wird für uns wichtiger und angenehmer werden, anderen Freude zu bereiten, anstatt für uns selbst zu empfangen. Wenn wir der Natur ähnlich werden, öffnet sich uns eine vollkommene, unbegrenzte und ewige Welt.

 

Aus KabTV „Neues Leben“- Die Evolution des menschlichen Bewusstseins 3.6.18

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Die höchste Selbstliebe

Frage: Was ist Selbstliebe?

Antwort: Die höchste Selbstliebe ist der Wunsch, den Schöpfer dazu zu bringen, „Besorgungen für mich zu machen“.

Frage: Also sind alle Menschen, die vom Schöpfer etwas verlangen, die größten Egoisten?

Antwort: Natürlich. Dies drückt ihren Hass auf den Schöpfer aus, weil sie wollen, dass Er ihnen dient.
Sie denken über sich selbst nach und verstehen nicht, warum Er ihnen diesen Zustand gegeben hat. Durch ihr Verlangen fordern sie, dass sich der Schöpfer in Bezug auf sie verändert. Und Er sagt: „Nein, es wird nicht funktionieren, ich bin das Absolute und ich ändere mich nicht. Du wirst dich verändern und du wirst sehen, wie ich besser in Erscheinung trete, bis du mich als absolut freundlich und liebevoll ansiehst. Es hängt nur von dir ab!“

Frage: Was passiert, wenn ich mich in Bezug auf den Schöpfer verändere? Warum tut Er das? Warum sollte ich mich ändern und nicht Er?

Antwort: Wenn man sich vom Gegenteil des Schöpfers wandelt, um Ihm zu ähneln, verbindet man das gesamte Universum von minus zu plus, absolut alles, was vom Schöpfer erschaffen wurde, einschließlich aller Seiner direkten und entgegengesetzten Eigenschaften. Und dann wird man wie Er!
Es ist Sein Wunsch, dass wir Ihm gleichen  in Stärke, Erhabenheit, Möglichkeiten, Ewigkeit und Perfektion.

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Verstand aus der Sicht der Kabbala

Frage: Was ist der Verstand aus der Sicht der Kabbala? Ist er das Einzige, was Menschen von Tieren unterscheidet?

Antwort: Der Verstand ist nur ein helfendes Element, das uns ermöglicht, ein Gefühl von einem anderen abzugrenzen.

An sich existiert der Verstand nicht. Da es verschiedene Verlangen mit ihren Füllungen gibt, gibt es den Verstand, um sie untereinander zu vergleichen. Er bedient sie, baut ein Vergleichssystem zwischen ihnen auf und hilft uns, uns anzupassen. Das Verlangen ist primär, der Verstand ist sekundär.
Je größer ein Verlangen ist, desto mehr entwickelt sich der Verstand, da er uns dazu drängt, das Kommunikationsnetzwerk wiederherzustellen. Daher ist nicht ein großes Verlangen wichtig, sondern viele verschiedene und entgegengesetzte Verlangen mit allen Arten von Füllungen und deren Vergleich untereinander.

Frage: Kann man seine Verlangen entwickeln?

Antwort: Natürlich. Menschen waren früher Enzyklopädisten, die sich mit allen Wissenschaften und Künsten beschäftigten. In unserer Zeit ist das unmöglich, weil du sonst nicht vorankommst. Aber im Prinzip, wenn wir uns heutzutage keine egoistischen Ziele gesetzt hätten, wären wir heute ebenfalls vielseitig entwickelt.

Die Wissenschaft der Kabbala steht einer einseitigen Entwicklung entgegen, weil alle vier Stufen in uns harmonisch verbunden sein müssen.

 

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Warum gibt es keinen Zwang in der Spiritualität?

Frage: Wenn sich die materielle Welt unter der Macht der Spiritualität und ihrer Gesetze befindet, warum gibt es dann in der Spiritualität keinen Zwang, in der Materialität aber schon?

Antwort: Es ist unmöglich, in der Spiritualität jemanden zu zwingen, weil wir keine Chance haben, den Egoismus so zu beeinflussen, dass er auf den Genuss verzichten und sich korrigieren will.
So handelt alleine der Schöpfer.
Dieser Weg wird als der Weg des Leidens bezeichnet. Aber gleichzeitig zu diesen menschlichen Leiden, Kriegen, Problemen, allerlei Krankheiten usw. – findet der spirituelle Einfluss auf die Menschen statt.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 19.11.2017

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Wie prüft man sich selbst?

Frage: Wenn du einem Menschen die Kabbala erklärst und ihm sagst, dass man zur Nächstenliebe kommen muss, dann denken viele Leute, dass sie bereits alle derart lieben. Wie kann man sie zu irgendwelchen Zweifeln bringen?

Antwort: Sie können einem Menschen vorschlagen, zu prüfen, ob er es tut oder nicht. Lassen Sie ihn in die Gruppe kommen, an den Seminaren teilnehmen und nach ein paar Unterrichtsstunden wird er in der Lage sein, herauszufinden, ob er eine richtige Idee der Vereinigung hat, wie man in dieser Vereinigung den Schöpfer offenbart, die höhere Welt empfindet, die höheren Eigenschaften, die wir nicht besitzen.

Ein Mensch hat nicht genug Interaktion in der Gruppe. Nach einigen Tagen oder Wochen wird er dann verstehen, wie weit er von der Liebe entfernt ist. Schließlich enthüllen die Freunde unserer Gruppen die Wahrheit und beginnen einen riesigen Egoismus zu fühlen. Daher brauchen sie das höhere Licht, das nur die Kabbala ihnen bereitstellen kann.

Aus dem Unterricht auf Russisch, 18.03.2018

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