Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Egoismus'

Der Unterschied zwischen der Angst und dem Zittern

Frage: Ist es normal, dass der Mensch die Kabbala aus Angst studiert?

Meine Antwort: Der Mensch macht alles aus Angst. Die Menschen pumpen ihre Muskeln auf, verdienen Geld, organisieren die Mafia, festigen die Armee und so weiter … und das alles aus Angst.

Kommentar: Zum Beispiel  haben die religiösen Menschen Angst, dass sie um Gottes Willen das eine oder andere Gebot nicht erfüllen.

Antwort: Natürlich! Weil sich alle Religionen an der Angst vor Bestrafung in dieser Welt und in der kommenden Welt festhalten.

Die Frage: Und wie unterscheidet sich die Kabbala davon?

Meine Antwort: Der Unterschied ist der, dass du in der Kabbala das alles offenbaren möchtest. Die Offenbarung aber geschieht dank der Erlösung vom eigenen Egoismus. Deswegen bekommst du nicht für dich selber Angst,  sondern um anderen zu geben, um andere zu erfüllen, sie zum Zustand der Vollkommenheit zu bringen. So ein Zustand heißt nicht Angst, sondern Zittern.

Frage: Es ist wahrscheinlich schlimmer, Angst um andere zu haben?

Meine Antwort: Natürlich ist das schlimmer. Weil du sie als sieben Milliarden „deiner Kinder“ in der Welt bekommst. Früher hast du nur um dich Angst gehabt, jetzt aber kommen noch sieben Milliarden hinzu. Das ist der Zustand des Schöpfers.

Frage: Wohin steuern wir dann?

Meine Antwort: Letztendlich werden wir die Vollkommenheit des Systems genießen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 21/5/17

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An der Schwelle einer „Postegoistischen“ Ära

Die Menschheit möchte wissen, wo sie sich befindet, wofür sie lebt, was das Geheimnis des Lebens ist und was danach sein wird? Woher kommen wir, wenn wir in diese Welt geboren werden? Wohin gehen wir, nachdem wir gestorben sind? Sind wir nur Tiere, die nichts anderes als ihre eigene biologische und materielle Existenz spüren?

Die neuesten Entwicklungen in der Physik, der Chemie, der Biologie und insbesondere der Quantenmechanik enthüllen neue Formen des Daseins; wir beginnen damit, mehr Ebenen der Komplexität, die unsere Welt besitzt, aufzudecken. Anscheinend besteht unsere Welt aus vielen Dimensionen, eine in der anderen. Sie enthält eine Vielzahl von Lebensformen, von denen uns bisher noch einige unbekannt sind.

Wir leben in einem winzigen Fragment der Realität. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Realität nicht einmal real ist, sondern nur in unserem sehr begrenzten Bewusstsein erzeugt wird. Es erscheint uns so, als ob wir in physischen Körpern, in einer großen Welt, in einem gewaltigen Universum existieren. Im Wesentlichen ist dies alles eine Repräsentation in unserem Geist: Die Quantenphysik findet dies bereits heraus.

Diese Art des Verständnisses ist vor allem für die  Verhaltensbestimmung in unserem Leben wichtig. Sehen Sie, wie stark die Religion die Weltanschauung eines Menschen verändert, wenn er daran glaubt, dass er in dieser Welt lebt und nach dem Tod die Möglichkeit hat, das Leben in einer anderen Welt fortzusetzen.

Eine bestimmte Weltanschauung kann Ideen über das Leben völlig kippen, sie kann zu Kriegen und Konflikten führen, Menschen trennen und vereinen. Dies ist die wichtigste Frage. Sie gibt unserem biologischen Leben und dem, was sich jenseits dieser Lebensgrenzen befindet, so wie sie uns erscheinen, einen Sinn.

Daher ist es sehr wichtig, zu einer richtigen Wahrnehmung der Realität zu kommen. Hier kollidieren wir mit dem Widerstand seitens der Religion und anderen Formen der Glaubenspraxis, mit der Unentschlossenheit der Menschen und mit den Wissenschaften.

Dieses Thema wird totgeschwiegen und zugedeckt; es ist unangenehm darüber zu reden. Wenn wir öffentlich darüber sprechen, wird es Widerstände geben, es wird die Lebensphilosophie der Menschen völlig auf den Kopf stellen, es wird die Art und Weise verändern, wie sich Menschen auf ihre Existenz und den Sinn des Lebens beziehen. Das ist keine einfache Sache.

Bis jetzt hat die Wissenschaft dies nur vermutet und fängt langsam an, ein wenig darüber zu sprechen. Es ist sehr gut, wenn die Menschen herausfinden, dass unsere Welt wirklich außerordentlich komplex strukturiert ist, dass sie nur eine von vielen Welten ist, in der wir uns verändern und uns von Welt zu Welt bewegen können. Was wir dazu brauchen, ist die Veränderung unserer Wahrnehmung und unserer Sinnesorgane.

Wenn wir von einer möglichen Stufe zu einer anderen aufsteigen, verlieren wir den Kontakt zu diesem materiellen Leben. Wir fangen an, das Leben ganz anders wahrzunehmen: nicht durch einige hundert Jahre begrenzt, sondern endlos in Zeit und Raum, über allen Beschränkungen.

Wenn diese Beweise in sämtlichen Quellen der Massenmedien erschienen, würde  das viele zum Studium der Kabbala anziehen, denn es ist speziell die Kabbala, die jedem Menschen die Möglichkeit eröffnet, zwischen den Welten zu reisen.

Die Ära der egoistischen Kontrolle ist vorüber. Die Menschen haben sich verändert und schon kann der Egoismus sie nicht mehr kontrollieren. Die egoistische Programmierung erschöpft sich nach und nach. Wir beginnen, die totalitäre Kontrolle des Ich von unserer konsumorientierten Einstellung zur Natur zu befreien. Deshalb fühlen wir uns weniger eingeschränkt und beginnen zu spüren und zu vermuten, dass es etwas Höheres als unsere egoistische Wahrnehmung der Welt gibt.

Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir letztendlich die Wahrheit enthüllen werden. Dann wird sich alles ändern: Religion, Glauben basierte Praktiken, und die Art und Weise wie sich der Mensch auf das Leben bezieht.

 

Aus KabTV: „Diskussion über die Wahrnehmung der Realität“

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Die Wünsche anderer erfüllen so als wären sie meine eigenen

Kommentar: Viele Menschen glauben, dass Spiritualität Meditationen oder Ähnliches bedeutet.

Meine Antwort: Spiritualität ist keine Meditation, sondern kontinuierliche Arbeit an deinen Wünschen. Es gilt die Wünsche anderer wahrzunehmen und an ihnen zu arbeiten, als wären es deine eigenen.

Frage: Was meinen Sie damit, die Wünsche anderer zu fühlen?

Meine Antwort: Wenn du z.B. etwas willst, nehme ich dein Verlangen und fülle es. So vereinen wir uns zu einem ganzheitlichen System und ähneln dem Schöpfer.

Frage: Wie können wir wissen, was der Wunsch des anderen ist?

Meine Antwort: Ich möchte die anderen fühlen, dann müssen sie mir nicht sagen, was ihre Wünsche sind.

In dem Maße, in dem ich beabsichtige, ihnen Gutes zu tun, beginne ich, die Wünsche anderer zu spüren.

Ich steige über mich hinauf, höre auf, meine Wünsche zu spüren und beginne somit, die Wünsche anderer genauer wahrzunehmen. Indem ich alle ihre Eigenschaften, Absichten und Möglichkeiten in mir aufnehme, erhalte ich die Füllung vom Schöpfer. Ich erhalte von ihm die Kraft, da ich mich in einem spirituellen Zustand befinde. Nachdem mich dieser Wunsch selbst erfüllt hat, trenne ich ihn von mir und gebe ihn dem Menschen, von dem ich den Mangel empfangen habe. Ein Mensch mag seine spirituellen Wünsche nicht wahrnehmen, aber ich fühle und fülle sie und bereite sie somit auf eine spirituelle Mission vor.

Frage: Wie erlangen wir in unserer Generation die Kenntnis von Spiritualität, die Offenbarung der Welt und des Schöpfers?

Meine Antwort: Kabbalisten haben diese Wünsche für uns vorbereitet. Es spielt keine Rolle, dass sie nur wenige im Vergleich zur ganzen Welt waren. Sie haben es geschafft.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 12.03.17

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Wo fängt Liebe an?

Frage: Was ist absolute Liebe? Warum ist sie in Beziehung zwischen Eltern und Kindern nicht möglich?

Meine Antwort: Es ist eine Tatsache, dass es in unserer Welt keine Liebe im engeren Sinne dieses Wortes gibt. In der Kabbala bedeutet Liebe ein Zustand, bei dem ich alles an einem anderen Menschen weitergebe. Ich existiere in ihm mit allen meinen Erwartungen und lasse nichts in mir zurück. Mein Herz, mein Geist, meine Kräfte sind leer, ich gebe alles den anderen. Dies wird „Liebe“ genannt. In unserer Welt gibt es so etwas nicht.

Mit anderen Worten, es gibt bis heute keine solchen Möglichkeiten mit den Qualitäten, mit denen wir geboren wurden und selig existieren, da der Egoismus absolut anders funktioniert. Es spielt keine Rolle, wie wir es drehen, es wird sich wenden und alles dafür tun, um gut für den Egoismus zu sein. Auch wenn wir anderen etwas geben und ihnen alles Gute wünschen, ist es so, da wir davon profitieren und es sich deshalb lohnt, Gutes zu tun. Daher ist es keine Liebe. Es vervollständigt einfach den Egoismus.

Liebe beginnt mit der Tatsache, dass wir versuchen in einer Gruppe miteinander zu arbeiten. Wir versuchen uns auf richtige Beziehungen einzustellen, so als ob wir in unserem Zehner etwas von uns selbst an andere geben, teilen und selbstlos verbreiten. Noch können wir es nicht. Es wird uns klar, dass uns die Kraft des Gebens, die Kraft der Liebe fehlt.

In diesem Fall entsteht das Bedürfnis, sie zu finden, zu enthüllen, zu erkennen und zu empfangen. In der Natur – der Eigenschaft des Schöpfers, gibt es die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Das bedeutet, dass wir vom Schöpfer etwas von dieser Kraft erhalten müssen.

Wenn wir in unserem Zehner versuchen, uns richtig  auf das Geben und die Liebe einzustellen, sehen wir, dass wir das nicht können. Dann fangen wir alle an, vom Schöpfer zu fordern: „Gib uns die Kraft des Gebens, der Liebe und der richtigen Beziehung zueinander. Du musst uns korrigieren. Du musst uns helfen“. Dann erhalten wir diese Kraft.

So offenbart der Schöpfer zwischen uns die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Es ist wirklich möglich dies zu tun. Der Zehner ist unser Labor, in dem wir alles miteinander besprechen, Entscheidungen treffen, handeln und diese positive Kraft an uns heranziehen und umsetzen.

Kommentar: Sie sagen immer, dass der Schöpfer in den Beziehungen zwischen den Menschen offenbart wird.

Meine Antwort: Nur im Zehner, in der richtigen Vereinigung von Menschen untereinander und in der richtigen Verbindung zwischen ihnen. Das ist nicht einfach. Das ist die Arbeit nach einer klaren Methode über einen langen Zeitraum hinweg.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 11.06.17

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Klimawandel: Der Egoismus ruiniert alles

Frage: Es wird angenommen, dass der extreme Klimawandel die Entstehung von militärischen Konflikten provozieren kann. Was ist die Wurzel des Problems?

Meine Antwort: Aus meiner Sicht, und ich bin mir sicher, dass die Ökologen damit einverstanden sind, liegt die Wurzel aller Probleme im Egoismus des Menschen. Ich dachte, dass die Klimatologen die globale Erwärmung und dergleichen als natürliche Prozesse ansehen.

Die Erde ist im Prinzip ein lebendiges System, das nach seinen eigenen Gesetzen funktioniert. Deshalb sind die Eiszeit und andere Perioden charakteristisch für sie. Aber es stellt sich heraus, dass die Klimatologen den anthropologischen Faktor als den Hauptfaktor ansehen.

Aus der Sicht der Kabbala entwickelt sich alles zu einem Zustand, in dem unsere Zivilisation zu einer harmonisch verbundenen Gesellschaft werden muss.

Leider bewegen wir uns auf diesen Zustand nur mit einem „Stock zum Glück“. Die Natur beweist uns, dass der Egoismus alles ruiniert. Deshalb ist der Klimawandel eine Konsequenz unserer Handlungen.

Wenn wir die Harmonie der Natur nachahmen und uns mehr darin einschließen würden, würde das Klima sehr empfindlich darauf reagieren. Noch scheint es ein Märchen zu sein, aber wenn wir versuchen, uns zu verbinden, uns anzunähern, würden wir fühlen, wie beruhigend die Natur darauf reagiert. Das besagt die Kabbala.

Und obwohl man dies nicht offensichtlich zeigen, beweisen oder demonstrieren kann, um noch mehr Menschen davon zu überzeugen, ist es trotzdem die Wissenschaft, die über die ganze Geschichte der Menschheit erzählt. Es gibt sie seit Tausenden von Jahren, und wenn wir darin lesen, was vor drei- bis viertausend Jahren geschrieben wurde, sehen wir, dass alle Ereignisse vorausgesagt wurden.

Deshalb denke ich, dass durch große Probleme und Leiden, die Menschheit sehen und erkennen wird, dass es keinen anderen Ausweg gibt, als der Natur ähnlich zu werden. Die Natur ist in Wirklichkeit integral, global und stellt ein einziges System dar, in der die gesamte Menschheit eingeschlossen ist.

So muss die menschliche Gesellschaft, anders als die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur, die instinktiv in die Natur eingeschlossen ist, bewusst zur richtigen Verbindung mit den Naturgesetzen kommen. Im Prinzip entwickeln wir uns in die Richtung, nur bis heute mit Hilfe vom „Stock“.

 

Aus der TV-Sendung „Gemeinsam über das Wichtigste. Prognosen“. 09.01.2017

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Die Welt am Scheideweg  Teil 4

Heute kehrt die Welt in die finsteren Zeiten des Faschismus zurück. Er wird nicht nur Juden, sondern allen Menschen großes Leid bringen.

Die auf Egoismus basierende Vereinigung, genannt Nazismus, vereint Nationen und Staaten, aber jeden in sich selbst. Er wird nicht lange andauern und letztlich zusammenbrechen, da sich Menschen nur im gegenseitigen Hass verbinden und keine innere Einheit aufgebaut wird. Es ist wie bei der Mafia, die durch ihre Zusammengehörigkeit stark ist, da sie es erlaubt, alle anderen zu schlagen. Diese Eintracht beruht nur auf Hass, nicht auf Liebe. So unterscheidet sich der Weg des Lichts vom Weg des Leidens: Verbindung beruht auf Liebe.

Aus diesem Grund kann der Nationalsozialismus nicht lange andauern und endet schließlich in einer Krise. Heute entwickelt er sich jedoch in Europa und den USA. Es folgt Lateinamerika: Venezuela, Brasilien, Argentinien und auch Kanada, dass dem sehr nahe kommt.

Frage: Wo liegt der Unterschied zwischen dem Nazismus in den Vereinigten Staaten und dem in Europa?

Meine Antwort: Die USA wird den Nazismus,  der in Europa war, in einer entwickelteren, aggressiveren und festen Form weiterführen. Amerika hat dafür die Kräfte und Grundlagen. Die Natur bereitet diese Bombe, die sicherlich explodieren wird, schon lange vor. Seit den 1950er Jahren fühlen sich viele Amerikaner, als das Gespräch über die Gleichberechtigung aller Rassen und Gemeinschaften in Amerika begann, diskriminiert. Dies dient als Schießpulver für eine große Explosion. Baal HaSulam gibt in dem Artikel „Frieden in der Welt“, eine sehr genaue Definition über unseren Egoismus ab: „ Es ähneln sich alle Schöpfungen der Welt darin, dass jeder versucht, alle anderen für seinen Vorteil zu nutzen, alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel einsetzt und dabei gar nicht in Betracht zieht, dass sein eigenes Wohlergehen auf die Zerstörung seines Nachbarn aufgebaut ist. Wenn daher der Egoismus auf ein bestimmtes Niveau angewachsen ist, müssen wir uns um dessen Korrektur bemühen. Entweder wird es uns zum Kollaps führen oder wir werden es zur Korrektur bringen, eins von beiden. Vor Abrahams Zeit entwickelte sich der Egoismus unbeobachtet „in einer verborgenen Periode“. Plötzlich breitete sich die Krankheit aus und wir müssen sie rasch neutralisieren. Dies geschah zu Abrahams Zeit.

 

Vom ersten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts 21.8.2017

Lektion zum Thema: „ Europa am Scheideweg“

[#212425]

Die Welt am Scheideweg  Teil 3

Frage: Warum werden Nazis plötzlich wieder aktiv?

Meine Antwort: Die menschliche Gesellschaft hat solch einen Zustand in ihrer Entwicklung erreicht, wo zwei Wege vor ihr liegen. Eine Möglichkeit besteht darin, sich auf der Grundlage von Egoismus und Hass zu vereinen, was sich im Nationalsozialismus und im Faschismus ausdrückt. Dann ist die ganze Gesellschaft in Ränge unterteilt: In Höhere und Niedere. Auf diese Weise sortiert der Egoismus die gesamte Menschheit.

Das jüdische Volk ist als Träger der Methode Abrahams dem Faschismus gegenübergestellt, da seine Methode auf dem Weg zur Korrektur und nicht auf dem natürlichen Weg des Egoismus beruht. Deshalb werden die Juden besonders von den Faschisten gehasst.

Der Weg der natürlichen Entwicklung führt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem alle seine schrecklichen Konsequenzen aufgedeckt werden, zur Verbindung auf der Grundlage des Nationalsozialismus. Wir können uns aber auch mit Hilfe des Lichts über dem Egoismus durch Abrahams Methode verbinden.

Die Welt wird integral und „rund“. Die Menschheit hat zwei Möglichkeiten, diese Form eines Kreises zu erreichen. Ein Weg ist innerhalb des Wissens, also innerhalb des Egoismus´, diese Form wird Nazismus genannt. Der andere Weg liegt über dem Wissen, über dem Egoismus, nach der Methode der Kabbala, was „auf dem Weg des Lichts“ bedeutet.

Der Faschismus wird offenbart, damit jeder die Katastrophe verstehen kann, zu der dieser Weg führt, so dass wir uns früher oder später zu verbinden beginnen. Die Geschichte wiederholt sich, bis wir sie korrigieren. Hitler und die deutschen Nazis setzten große Hoffnungen auf Amerika, sie erwarteten, dass der Nationalsozialismus weiterhin auf seinem Boden existieren würde. Schließlich gab es viele Deutsche unter den Gründern der Vereinigten Staaten. Es gab sogar eine Diskussion darüber, welche offizielle Sprache in den USA gesprochen werden sollte – Deutsch oder Englisch. Letztendlich, trotz fast gleicher Chancen, wurde englisch gewählt

Frage: Wie unterscheidet sich der aktuelle Stand der Dinge von den 30 – 40er Jahren des letzten Jahrhunderts? Sind wir klüger geworden?

Meine Antwort: Es scheint nicht so zu sein, dass wir klüger geworden wären.

Die Menschheit lernt überhaupt nichts aus den Fehlern der Vergangenheit, da derselbe Egoismus im Menschen arbeitet. Heute haben wir die Möglichkeit, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten und zu erklären. Viele Menschen beschäftigen sich bereits weltweit mit der Kabbala. Daher haben wir die Möglichkeit zu erklären, dass die Welt an einem gefährlichen Scheideweg steht und was wir tun können, um uns vor der Zerstörung zu bewahren. Andernfalls verurteilt sich die Welt selbst zu schrecklichem Leid und zu einem Weltkrieg. Es wird in der Tat weltweit und nicht lokal sein.

 

Vom ersten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts 21.8.2017

Lektion zum Thema: „Europa am Scheideweg“

[#212382]

Die Welt am Scheideweg Teil 2

Mit der allerersten Zersplitterung, der sogenannten Sünde Adams „der erste Mensch“, die im Voraus geplant war, begriffen die Menschen allmählich, dass der Grund für all ihre Probleme die Trennung durch den menschlichen Egoismus war.

Obwohl der Egoismus relativ klein war, dauerte es noch lange bis zur Ankunft von Abraham, bevor sie sich vereinigten, um die Krise, die im antiken Babylon ausgebrochen war, zu bewältigen.

Das zerbrochene Ego, das die Menschen teilte, zeigte ihnen wie destruktiv Trennung war und das es außer der Verbindung keine andere Lösung gab. Nachdem Abraham offenbarte, dass die Verbindung auch der Weg der Korrektur ist und dies den anderen erklärte, bildeten diejenigen, die ihn verstanden eine Gruppe, die später das Volk  Israel war, was „Yashar El“ (direkt zum Schöpfer hin)  bedeutet. Diese Gruppe hielt an der Einheit als einzigem Heilmittel für die gesamte Menschheit und Schöpfung fest.

Es verging viel Zeit – vom ersten Menschen Adam bis hin zu Abraham – bevor die Menschheit bereit war zu lernen, dass die Einheit die Erlösung ist. Zuerst war die Verbindung natürlich, alle Menschen lebten als einer zusammen. Dann begann sich die Trennung zu entwickeln und sie fühlten, wie zerstörerisch es war.

Sie hatten den Vergleich um wie viel besser sie, während der Egoismus noch relativ klein war, mit der natürlichen Verbindung zwischen ihnen gelebt hatten und der große Zustand des Egoismus zu vielen Problemen wie Trennung und Auseinandersetzungen führte. Es endete alles im Verderben. Aus diesem Grund vereinbarten sie, für die Einheit zu arbeiten, so dass „die Liebe alle Sünden bedeckt“.

Es muss klar sein, dass die begangenen Untaten und der Egoismus damals klein waren, so dass es für sie nicht so schwierig wie heute war, sich zu verbinden. Sie haben zu dieser Zeit bereits verstanden, dass es zwei Wege zur endgültigen Vereinigung gibt, welche „die Menschheit“ letztendlich erreichen muss. Schließlich ist das die Absicht der Schöpfung, die in ursprünglicher Form vorprogrammiert ist.

Du kannst auf zwei Wegen dorthin gelangen: durch das Licht oder durch das Leiden. Damals gelang es ihnen das zu verstehen und so fingen sie an, Abrahams Methode umzusetzen.

Es ist jedem klar, dass der Egoismus unser Leben verdirbt und wir etwas dagegen tun müssen. Jede Nation hat ihren eigenen Weg. Es gibt Methoden, den Egoismus durch spezielle Erziehung, sowie alle Arten von orientalischen Praktiken, z.B. Konfuzianismus und auf Moral basierte Traditionen, zu reduzieren. Die Religionen fordern den Menschen auf, sich demütig und ruhig zu verhalten, sie versuchen den Egoismus zu zähmen, indem sie ihm den Himmel oder die Hölle versprechen. Alle diese Handhabungen funktionieren eine Weile, aber am Ende verlassen die Menschen die Religion. Der Egoismus wächst so schnell, dass ihn Moral und Religion nicht mehr zurückhalten können. Dieses Vorgehen von Abraham ist eine allgemeine Methode zur Korrektur des Egoismus, die nicht auf die Zerstörung, sondern auf die korrekte Anwendung des Egoismus gerichtet ist. Diese Handhabung gehört allen, so wie Abraham sagte: „Wer für den Schöpfer ist, komme zu mir“!

Das heißt, dass wir uns vereinen müssen und in dieser Verbindung werden wir die höhere Kraft offenbaren, die uns unterstützt, uns voranbringt und uns zur Absicht der Schöpfung und ihren Grundlagen zurückführt. Dies ist eine ganz spezielle Methode, die nur dann realisiert werden kann, wenn die Menschen dazu bereit sind. Am Ende unserer Entwicklung wird jeder dazu bereit sein.

 

Vom ersten Teil des täglichen Kabbala Unterrichts, Lektion zum Thema „Europa am Scheideweg“

[#212341]

Die Welt am Scheideweg Teil 1

Als wir vor einigen Monaten mit den Vorbereitungen für den europäischen Kongress begannen, der in ein paar Tagen stattfinden wird, war das größte Thema die Vereinigung Europas und unsere Notwendigkeit, daran zu arbeiten.

Im Grunde verstehen die Europäer nicht, warum alle ihre Versuche, ein vereintes Europa zu schaffen, scheitern. Wir müssen zuerst die Gesellschaft vorbereiten und eine gemeinsame Plattform zwischen allen europäischen Ländern aufbauen. Wir können nur dann damit beginnen, über die Vereinigung Europas zu sprechen, wenn es eine Vereinigung der Herzen und nicht der Banken gibt. Wenn wir über die menschliche Gesellschaft sprechen, kann eine Union nur dann existieren, wenn sie auf guten Beziehungen zwischen den Menschen basiert.

Seitdem sind einige Monate vergangen und die Situation hat sich erheblich verschlechtert; vor kurzem sind neue und dringlichere Probleme aufgetaucht. Es reicht nicht mehr aus, über die Vereinigung Europas zu sprechen; es ist notwendig, die ganze Welt zu vereinen. Diese Angelegenheit ist heute entscheidend.

Es wird jeden Tag deutlicher: Die Entwicklung der Welt beschleunigt sich rapide. Diese Entwicklung ist unvermeidbar, aber sie kann auf zwei verschiedene Arten ablaufen: Der Weg des Lichts oder über die natürliche Entwicklung der Weg der Leiden. Es hängt von uns Menschen ab, welchen Weg wir wählen werden. Auf jeden Fall müssen wir diese Entwicklung „vollkommener Größe“ durchmachen, ob wir in einen Abgrund fallen oder durch ein schönes Leben dazu kommen.

Diese beiden Wege liegen vor uns. Der Weg der natürlichen Entwicklung ist ein Weg der Trennung, der uns unvermeidlich zu Streiks, Leiden, Unglück und sogar zu Weltkriegen verurteilt. Dies geschieht alles nur, um uns dazu zu zwingen, irgendwann auf den Weg des Lichts oder zumindest entlang der mittleren Linie, zwischen diesen beiden Wegen zu gehen.

Der Weg des Lichts ist der Weg der Einheit, der das Endziel unserer gesamten Entwicklung ist. Wir müssen uns alle als ein Mensch innerhalb eines Systems wiederfinden: Adam HaRishon. Wenn wir gemeinsam und aus eigenem Willen wirklich nach diesem Ziel streben, wird die Welt gut voranschreiten. Wenn nicht, wird die Welt mit Schlägen voranschreiten. Wir wählen einen dieser beiden Wege.

Es kommt eine neue negative Entwicklung hinzu: In den vereinigten Staaten sind wieder Nazis aufgetaucht. Dies ist nicht nur ein Unfall, den es immer gab; sie waren leise und hatten Angst zu singen. Heute hören sie auf sich zu verstecken.

Wir können ewig über die inneren und äußeren Gründe, die dazu geführt haben, dass der Neonazismus seinen Sitz in den USA hat, sprechen, die Gründe sind aber nicht wichtig, da der Nationalsozialismus ein natürliches Phänomen ist.

Wie Marx und Baal HaSulam geschrieben haben, ist der Nationalsozialismus die nächste Stufe nach dem Sozialismus. Wenn der Sozialismus nicht dem Weg der richtigen Vereinigung folgt, dann degeneriert er zum Nationalsozialismus, d.h. zur falschen Vereinigung der Gesellschaft. Im Wesentlichen ist das der ganze Unterschied zwischen dem Pfad des Leidens und dem Pfad des Lichts. Es gibt Beweise, dass Nazifaschisten hofften, dass die USA in der Zukunft zu einem Nazi Land, mittels einer national-sozialistischen Idee, wird.

Dieser Trend wird sich mit Hilfe der amerikanischen Juden, so wie es zu Beginn in Deutschland war, als die Nazis an die Macht kamen, fortsetzen. Daher ist es wichtig, alles zu tun, um die Wiederholung der bitteren Fehler der Vergangenheit, die sich bereits am Horizont abzeichnen, zu vermeiden.

Die Geschichte wiederholt sich und nicht nur Europa steht an einem Scheideweg, sondern die ganze Welt. Lasst und hoffen, dass wir es vom Weg des Leidens zum guten Weg des Lichts verändern können.

 

Vom ersten Teil des Kabbala Unterrichts, Lektion zum Thema „Europa am Scheideweg“

[#212315]

Was ist das Böse?

Frage: Was ist das Böse? Der Wunsch, die Absicht, oder eine besondere Kombination von beiden?

Antwort: Böse ist, was sich nicht auf den Schöpfer bezieht. Alles was du dir vorstellen kannst, was nicht zur Natur des Schöpfers gehört, ist das reine Böse.

Es stellt sich heraus, dass unsere ganze Welt, alle Kräfte, alle Manifestationen auf verschiedenen Ebenen der Natur, absolut böse sind. Um Sich selbst uns gegenüber zu offenbaren, schuf der Schöpfer eine Schöpfung, die Seinen Eigenschaften entgegengesetzt ist. Sie wird der Wunsch, allein für sich selbst zu empfangen, oder Egoismus genannt.

Dieser Wunsch kann nur sich selbst fühlen, nichts außerhalb davon. Er ist nicht fähig, irgendetwas anderes zu verstehen, zu empfangen oder wahrzunehmen. Deshalb ist er die Basis des zukünftigen Bösen. Er ist selbst noch nicht böse, weil der Wunsch nicht Schuld hat an einer derartigen Handlung, da er von Anfang an auf diese Weise geschaffen wurde.

Deshalb sind die Wünsche dieser Welt, die in der unbelebten Natur anzutreffen sind, d.h. alles was in den weiten Galaxien existiert, in der pflanzlichen Natur, was auf unserem Planeten wächst, und der tierischen Welt, die auf der Erde existiert, einschließlich uns selbst, weil wir in unseren Körpern Tiere sind, alle Wünsche sind der Embryo des Egoismus. Es ist nicht der Egoismus selbst, vielmehr ein Wunsch zu leben, um sich selbst zu füllen.

Egoismus ist ein Begriff für das, was über der tierischen Stufe ist. In der Regel besteht ein Mensch aus einem tierischen Teil, und darin ist er kein Egoist, weil er so wie jedes Tier leben möchte. Er hat jedoch auch etwas, das seine tierische Stufe übersteigt, wenn er sich nach mehr sehnt als es sein materieller Körper tut.  Das nennt man bereits „Egoismus“, obwohl das noch kein endgültiger Zustand ist, sondern eher „Ich will mehr“.

Wenn ich mehr will auf Kosten anderer, dann stehle ich damit von ihnen, das ist wahrer Egoismus. Wenn ich mich jedoch absichtlich so verhalte, dass ich Vergnügen daran finde, andern zu ihrem Nachteil voraus zu sein, dann ist das eine fortgeschrittene Stufe des Egoismus. Es gibt viele verschiedene Abstufungen beim Wachstum des Egoismus.

Mit anderen Worten, alles innerhalb von uns als Menschen ist Egoismus; alles innerhalb von uns als Tiere auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe gehört zur normalen Natur.

Deshalb ist der Egoismus ein Wunsch, Vergnügen auf Kosten anderer zu empfangen, wenn ich mich darüber freue, allen andern voraus zu sein.

Tiere fressen sich gegenseitig, weil sie Hunger haben. Zum Beispiel verschlingt ein Krokodil eine Kuh und muss dann sechs Monate lang nichts fressen; es hat genug. Nachdem die Schlange ihre Beute verschlungen hat, liegt sie bewegungslos da ohne sich um irgendetwas anderes zu kümmern. Aber nicht so der Mensch. Während ich eine Kuh „verschlinge“, denke ich bereits darüber nach wie ich die Zweite esse, oder ich fange sie zumindest und hebe sie für später auf. Tatsächlich verhalten sich Tiere nicht so.

Deshalb ist alles was wir über unserem natürlichen Wunsch, uns selbst zu erfüllen, machen, menschlicher Egoismus, der immer neue Höhen erreicht.

Darin sind wir anders als der Schöpfer. Der sich ständig entwickelnde Egoismus in uns, der zum Nachteil anderer agiert, ist die Wurzel des Bösen in unserer Natur, und dank dem erobern wir einerseits die Welt, aber auf der andern Seite treiben wir uns selbst in eine Sackgasse.

 

Aus der russischen Kabbalalektion, 2/26/17

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