Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Was ist Azmuto?

Frage: Existiert der Schöpfer in oder außerhalb von uns? Sie sagen, dass Er nur in uns existiert. Was ist dann Azmuto?

Antwort: Es gibt nichts, was „außen“, „innen“ oder „irgendwo“ existiert. Es existiert einfach und das ist alles.

Azmuto ist etwas, das wir nicht verstehen können. Wir verstehen einige Auswirkungen auf uns und nennen es „den Schöpfer“, weil Er erschafft. 

Ich werde das Geschöpf genannt, da Er mich erschaffen hat. Neben dem Schöpfer, der mich erschaffen hat, gibt es Seine höhere, innere Essenz, die Azmuto genannt wird, d.h. Er ist wie Er ist, ohne jegliche Beziehung zu mir.

Man kann sich vorstellen, dass Azmuto ein innerer Teil der höheren Kraft ist und seine Einstellung zu mir gehört zu seinem äußeren Teil, der Schöpfer genannt wird. Es gibt mich, der das wahrnimmt.

Aus dem Unterricht, 27.01.2019

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Der Gedanke ist die stärkste Kraft.

Frage: Können wir in unserer Welt den Gedankenprozess messen? Sind es elektromagnetische Wellen oder ähnliches?

Antwort: Unsere Gedanken sind nicht materiell. Sie geben in uns eine gewisse materielle Reflexion wieder. Verschiedene Potenziale können wir mit Hilfe von Gehirnenzephalogrammen usw. messen. Es sind nicht die Gedanken selbst, sondern die Folge materieller Träger, die darauf reagieren, was in ihnen geschieht.

Der Gedanke ist die stärkste Kraft, mit der man die ganze Welt auf den Kopf stellen kann. Er ist höher als unsere Welt, kommt aber als Steuersignal zu uns herunter.

Frage: Bedeutet das, dass alles, was unsichtbar ist, die größte Kraft in sich birgt?

Antwort: Tatsächlich, nimmt man zum Beispiel eine Atombombe was gibt es da zu sehen? Ein Kilogramm von irgendeinem Material. Was passiert damit, wenn es explodiert? Verbindet man seine gegensätzlichen Elemente – Plus und Minus, welche Energie bekommt man dabei?! 

Frage: Kann man diese befreite Energie mit einem Gedanken vergleichen?

Antwort: Nein, der Gedanke ist viel stärker. Er hat keine Grenzen in den Aspekten von Distanz und Stärke. Alles hängt davon ab, wer ihn benutzt und wie. 

Frage: Kann die Kraft des Denkens negativ sein? Ist zum Beispiel ein böser Blick auch ein Gedanke?

Antwort: Ja, das sind sehr schädliche Gedanken, die man nicht verwenden darf, trotzdem geschieht es.

Frage: Wir sagen, dass das Spirituelle das Materielle nicht betrifft. Obwohl der Gedanke nicht materiell ist, wirkt er sich dennoch auf uns aus. Ist dies eine einseitige Wirkung?

Antwort: Nein. Wenn wir sagen, dass das Spirituelle das Materielle nicht betrifft, meinen wir etwas anderes. Es ist genau das Spirituelle, welches Materielles steuert. Was könnte denn sonst die Materie steuern, wenn nicht der Geist?

Frage: Es stellt sich also heraus, dass der nicht-materielle Gedanke den materiellen Gedanken kontrolliert?

Antwort: Oh ja, natürlich. Wenn wir wüssten, wie sehr wir unsere Welt mit unseren Gedanken verderben, wie sehr die menschlichen Körper leiden, dann wäre es unvorstellbar, dass wir das getan hätten! Das passiert alles wegen der schlechten Gedanken.

 

Aus dem Unterricht, 03.02.2019

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Sich mit dem Höheren Licht vereinen.

Frage: Wenn das Verlangen zu empfangen unsere Grundlage ist, was ist dann die Eigenschaft des Gebens und wie kann sie vom Verlangen zu empfangen getrennt werden?

Antwort: Wir haben nur eine Eigenschaft – die zu empfangen, das heißt alles was ich fühle, genieße ich im Egoismus. Wir wissen nicht einmal was es bedeutet, etwas nicht im Egoismus zu spüren. Wie kann das sein? Wo merke ich das?

Über uns wird eine völlig neue Eigenschaft, ein Gefühl, eine Empfindung aufgebaut, welche unserer Natur entgegengesetzt ist und die nur mit Hilfe eines höheren Lichts aufgebaut werden kann. Wir müssen alles tun was in unsere Macht steht, um das Licht anzuziehen, es auf uns zu richten und ihm näher zu kommen. Das ist es, was wir tun sollten.

Wenn ich selbst versuche, direkt das Höhere Licht zu spüren, werde ich scheitern. Ich werde eventuell zur Mystik, zu allen möglichen Heucheleien, Vereinbarungen, vielleicht zu religiösen Extremen gelangen.

Wenn ich wirklich anfangen möchte, das Höhere Licht zu empfinden, dann erfordert dies eine höhere Kraft. Ich muss den Schöpfer klar ansprechen und es von ihm fordern und das ist nur dann möglich, wenn wir uns zusammen an Ihn wenden.

Ich kann jahrelang die „Lehre der Zehn Sefirot“ oder die „Einführung in die Weisheit der Kabbala“ studieren, wenn ich mich nicht durch die Gruppe an den Schöpfer richte, werde ich versagen.

 

Aus dem Unterricht 04.04. 2019

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Gute und böse Gedanken..

Frage: Welcher Parameter in einem Gedanken bestimmt die Macht seines Einflusses?
Antwort: Es gibt positive Gedanken, die auf Kommunikation und Güte für andere abzielen. Es gibt negative Gedanken, die auf Trennung und Unterordnung anderer unter sich ausgerichtet sind. Das ist alles nach Stufen geordnet.
In den spirituellen Welten gibt es 125 Stufen von guten und bösen Gedanken. Neben positiven Gedanken gibt es ein großes System von dunklen Kräften, bösen Gedanken, die im Buch Sohar beschrieben werden.
Die Kabbalisten sahen und beschrieben, ein System von bösen Gedanken. Wenn man es studiert und gleichzeitig anregt, wirkt sich das schlecht auf uns und die ganze Welt aus, deshalb studieren wir das nicht.
Wenn wir so groß werden, dass wir dieses System nur zu unserem Vorteil nutzen, werden wir es untersuchen.

Aus dem Unterricht 03.02.2019

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Wie kann man das Leben schöner machen?

Frage: Wie kann man 99% der Menschen erklären, was ein gutes Leben ist?

Antwort: Ein gutes Leben nennt man das, was einem gut tut.

Heutzutage sind wir schlecht mit anderen verbunden, daher kann es uns nicht gut gehen. Wir sehen, dass die Welt auseinander fällt. Sie spürt, dass das höhere Licht, welches hinabsteigt um die Menschen zu füllen, nicht diesem Licht entspricht.

Je näher sich unsere Welt dem spirituellen Wohl annähert, umso schlechter geht es uns. Die Abstimmung des höheren Lichtes gibt uns das Gefühl der Dunkelheit, da wir nicht korrigiert, sondern diesem Licht entgegengesetzt sind.

Um das Gute zu spüren und nicht in Krisen und Probleme zu versinken, müssen wir uns dem höheren Licht angleichen. Mit anderen Worten, wir müssen uns auf der Stufe dieser Welt verbinden.

Die Menschen sollten das Gefühl haben in Gefahr zu sein, als hörten sie zum Beispiel in den Nachrichten, dass ein Asteroid auf die Erde fliegt und die Erde in Bedrängnis ist,– das hohe Licht kommt uns nahe, da sich der Schöpfer in den Geschöpfen manifestieren möchte, deshalb werden wir „die letzte Generation“ genannt.

Wir sind in eine Phase eingetreten, in der auf uns der Druck zunimmt. Uns offenbart sich die Kabbala und erklärt, dass wir uns dem höheren Licht anpassen, ihm auf irgendeine Weise ähnlich werden müssen.

Wir sind ein Kli (ein Gefäß der Seele), der Schöpfer ist das Licht. Das Kli kann nur durch die Verbindung zwischen uns dem Schöpfer ähnlich werden. Mit anderen Worten, wenn wir eine bessere Zukunft wünschen, müssen wir uns verbinden.

 

Aus dem Unterricht, 11.02.2019

Die Fotos im Herzen Teil 1 (7)

Bild könnte enthalten: Bruder Jörg

Die Kabbalisten mögen es zu zeichnen

Frage: Sie zeichnen ständig während des Unterrichts. Haben sie das von Rav?

Rav hat jede Menge Zeichnungen gemacht. Sie sind bei uns im Archiv. Baal HaSulam zeichnete auch sehr viel, wie auch andere Kabbalisten vor ihm. Wir sehen sogar im Buch der Entstehung alle möglichen Zeichnungen – Kreise und Linien.

Kabbalisten mögen es zu zeichnen. Sie verstehen was für ein Sinn sich hinter jeder Linie verbirgt, welche bestimmte Eigenschaft, was genau sie uns erklären wollen. Deswegen haben sie kein Problem damit ein paar Linien zu zeichnen.

Im Endeffekt sind Buchstaben auch Zeichnungen. Jeder Buchstabe ist eine Zeichnung, welche ein paar Linien und Punkten zusammenfügt. Dabei bilden sie das Innerste, ein Kli, den spirituellen Zustand.

Die Zeichnungen, Formeln und Wörter sind ein und dasselbe. Im Prinzip sind sie genau wie eine Sprache. Der Mensch erklärt seinen inneren Zustand, sein Maß an spiritueller Offenbarung, mit Hilfe der unterschiedlichen Methoden, in den unterschiedlichsten Ausdrücken. Deswegen haben mich, als einen wissenschaftlichen Menschen, die Zeichnungen so fasziniert. Ich kam damals zu Rabash als Kybernetik – Wissenschaftler. Im Rahmen meines Studiums habe ich die Elektrotechnik und Medizin studiert. Bei Rav habe ich sofort mit dem Zeichnen begonnen. Ich hatte dicke Alben voller Zeichnungen. Ich habe sie zu Rabash gebracht und er hat 90% davon weggeworfen, weil ich mich, innerhalb dieser Linien, noch nicht befunden habe. Ich habe sie zwar gezeichnet, verstand aber noch nicht ihre innerliche, spirituelle Füllung.

Deswegen mag ich es auch heute zu zeichnen. Außerdem denke ich, dass die Wissenschaft der Kabbala auf dem Niveau der Gefühle, ohne Zeichnungen und ihrer wissenschaftlichen Form nicht sofort erklärbar sind. Denn letztendlich ist Kabbala ja eine Wissenschaft.

So, wie wir das Verhalten dieser Welt, als auch, die Verbindung zwischen ihren Teilen, studieren. Genauso studieren wir auch die spirituelle Welt, ihr Verhalten, die Verbindung zwischen ihrer Bestandteilen. Nur derjenige, der die spirituelle Welt sieht und versteht, studiert sie auch. Deswegen heißt das die Wissenschaft der Kabbala, das ist die Wissenschaft. Deswegen benutzen die Kabbalisten die Zeichnungen, Gematrien und Tabellen.

Ich denke nicht, dass diese Wissenschaft ohne diese Hilfsmittel übergeben werden kann. Umgekehrt, je weiter sich der Mensch entwickelt, desto mehr fangen für ihn die Buchstaben, die Reihenfolge der Buchstaben und die Zeichnungen an, eine spirituelle Rolle zu spielen.

Frage: Denken Sie keine Sekunde nach, bevor Sie anfangen zu zeichnen? Wie kann man das erklären? Ist das die Handfertigkeit der vielen Studienjahre?

Nein, es scheint mir, dass ich jedes Mal etwas Neues zeichne, da dies von der Empfindung ausgeht. Ich fühle die spirituelle und materielle Welt, die Verbindung zwischen ihnen, ich fühle diejenigen, die sich vor mir befinden.

Demgemäß (wie ich vermute) zeichne ich immer eine Zeichnung in einer anderen Form, in einer anderen Äußerung.

Diese Zeichnungen kann man nicht vorher vorbereiten. Ich zeichne jedes Mal wieder neu. Es scheint manchmal, als ob sie sich wiederholen. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass ich jetzt eine alte Zeichnung benutzen kann, auch wenn sie vor ein paar Tagen entstand und ich etwas mit ihrer Hilfe erklären konnte.

Umgekehrt, die Zeichnung ist ein Resultat einer inneren Empfindung, die in so einer Form auf dem Papier ausgedrückt wird.

Frage: Was liegt Ihnen näher, eine Linie oder das Volumen?

Ich kann nicht sagen was mir näher liegt, die Linie, ein Kreis oder dreidimensionales Bild. Selbstverständlich ist unsere gesamte Arbeit in der Linie. Denn in unserem Verhältnis zum Höheren, in unserem Zusammenprall mit unserem Verlangen zu empfangen, mit dem Schirm und mit dem höheren Licht geschieht alles in der Linie.

Wenn man diese gesamte Leitung erklären soll, in der Übereinstimmung mit der privaten Leitung eines Menschen, entstehen dann die „Igulim“ (Kreise) und „Escher“ (Geraden). Wenn wir unser Verhältnis zur Unendlichkeit erklären wollen, müssen wir auf eine Art und Weise, in irgendeinem Verhältnis die Kreise zeichnen.

Wenn wir vom Buch „die Tore der Absichten“ reden, werden in diesem Buch ganz genau die Kreise studiert, weil die Rede von den Teilen des Verlangens zu empfangen ist. Wir können diese Teile nicht sofort korrigieren und deswegen bilden sie die äußeren Kelim (Gefäße), „Kelim de-Igulim“.

Das hängt aber nicht von mir ab. Der Kern des Studiums, über welches ich rede, bildet solche Formen. Entweder eine Gerade oder Kreise oder Dreiecke oder  Vierecke. Das alles wird in der Wissenschaft der Kabbala vom Verhältnis zwischen den Eigenschaften bestimmt.

Frage: Wird Ihre Hand von alleine bewegt, oder geht ihnen irgendein Gedanke voran?

Nein, während ich eine Zeichnung zeichne, denke ich nicht daran, was ich zeichnen werde. Umgekehrt, ich beginne zu zeichnen und dann sehen ich, wie und wo ich irgendein Detail zufügen soll, mit welcher Verbindung ich sie dann verbinde.

Ich würde sagen, die Zeichnung wird auf das Papier ausgegossen, noch mehr als die Wörter oder irgendeine Melodie, die in einem Menschen entsteht. Sie kommt in einer noch inneren Form als Wörter. Deswegen weiß ich nicht wie ich im nächsten Moment noch etwas genauer zu dieser Zeichnung hinzufügen soll.

Frage. Sind hier mehr Gefühle?

In einer Zeichnung sind definitiv mehr Gefühle. Denn um etwas mit Worten zu beschreiben, muss ich nachdenken, wie ich ein Gefühl in die Wörter kleiden soll, um sie zu vermitteln. Die Zeichnung aber, ist so wie die Hand, auch dem Herzen näher.

Frage: Ist die Zeichnung etwas rationales?

Nein. Ich würde sagen, dass die Zeichnung sehr gefühlsmäßig ist. Während ich eine Zeichnung male, bin ich „krank“, damit ich spüre, welche Kraft sich an jeder Stelle befindet, ich kann nichts verschieben nicht einmal auf ein Millimeter nach rechts oder nach links, nach oben oder nach unten. Deswegen scheint sie mir manchmal zu eng, zu konzentriert. Ich kann aber nichts daran ändern so wie ich es will. Umgekehrt, die Natur der Dinge, welche von innen kommen, verpflichtet mich sie in so einer Form zu zeichnen.

Kabbala Akademie

Blitz – Antworten eines Kabbalisten, 18.11.2018

Frage: Offenbart sich der Schöpfer im Feld der guten Gefühle? Oder ist der Schöpfer selbst ein gutes Gefühl?

Antwort: Der Schöpfer ist alles, alles was in allen Welten, im gesamten Universum in mir ist. Er bestimmt alles außer deiner Willensfreiheit – ein kleiner Parameter, den du selbst definierst.

Frage: Ist der Weg des Leidens das Verlangen des Schöpfers?

Antwort: Das Verlangen des Schöpfers ist das Erreichen der mittleren Linie – Ihm absolut ähnlich zu werden, da sein Zustand am vollkommensten ist.

Frage: Beim Verstoß gegen welche Gesetze in der Spiritualität wird ein Mensch unvermeidlich leiden?

Antwort: Indem er die Gesetze der Verbindung in einer Gruppe verletzt.

Frage: Wenn ein Mensch zur Ewigkeit und Vollkommenheit gelangt ist, hat er dann einen Punkt erreicht, an dem es nicht nötig ist Schmerz und Leid zu empfinden?

Antwort: Ja

Frage: Ich versuche mir ständig vorzustellen, dass alles vom Schöpfer kommt, er gut zu mir ist und ich seine liebevolle Gegenwart spüren möchte. Ich spüre dann die Dankbarkeit und freue mich in der Gruppe mitzumachen. Ist der Wunsch, die Güte des Schöpfers zu spüren egoistisch?

Antwort: Nein, es ist das Richtige. Der Mensch soll nach guten Gefühlen streben.

Frage: Wir hatten eine gute und liebevolle Beziehung in unserer Familie. Meinem Ehemann wurde viel Geld angeboten und er änderte sofort den Weg. Seine Aggressionen wurden auf die Familie, die Kinder übertragen. Ich möchte den Weg der Liebe, der Selbstentwicklung fortsetzen, aber mein Mann hört mich nicht mehr. Muss ich in diesem Fall Geduld aufbringen und warten, oder klar und deutlich meinen eigenen Weg gehen?

Antwort: Ich glaube, dass man hier nichts machen kann. Sie müssen ihrem Ehemann die Möglichkeit geben, seinen gewählten Weg zu folgen. Die Hauptsache ist, dass er an sie und an die Kinder denkt und sie ihre spirituelle Entwicklung fortsetzen können.

Frage: Der Mensch möchte lediglich genießen, sogar in der Gruppe. Das ist seine Natur. Das ist doch keine Korrektur?

Antwort: Nein, das ist keine Korrektur. Die Gruppe ist nötig, um sich über sich selbst zu erheben. Durch die Fürsorge der Gruppe, durch die Verbindung mit ihnen kommt man zu der Verbindung mit dem Schöpfer.

Frage: Ist jeder Mensch in der Lage, die Bitterkeit in Süße zu verwandeln und den Weg der Beschleunigung (Achishena) zu gehen?

Antwort: Ja, in dieser Zeit, in diesem Leben kann jeder Mensch die Bitterkeit in Süße verwandeln und das Ziel der Schöpfung erreichen. Es ist egal, in welchem Alter er ist. Indem man versucht, weniger Fehler zu machen, geht man dem Ziel entgegen.

Frage: Vermischen sich unsere Welt und die höhere Welt oder bleiben sie getrennt?

Antwort: Nein, sie vermischen sich nicht.

Frage: Wenn der Mensch in der Gruppe leidet, bedeutet das, dass man sich nicht auf dem Weg der Kabbala befindet?

Antwort: Dies bedeutet, dass er noch nicht in der Lage ist, seine Leiden umzukehren, um den spirituellen Aufstieg zu unterstützen.

Frage: Ist der Schöpfer unser gemeinsamer Traum?

Antwort: Der Schöpfer ist das, was wir sind. Das heißt, indem wir ihn offenbaren, nehmen wir das als die Summe all unserer Eindrücke und Wünsche wahr.

Frage: Wie verstehe ich, dass ich den Weg der Kabbala gewählt habe und nicht den Weg des Leidens?

Antwort: Es kommt darauf an, wie sehr sie sich zusammen mit der Gruppe, den Freunden zur spirituellen Stufe bewegen.

Aus dem Unterricht 18.11.2018

[242834]

 

Warum wenden wir uns an den Schöpfer?

Frage: Ich muss niemanden um etwas bitten, wenn ich die Kraft der Elektrizität oder der Schwerkraft benutze. Warum muss ich eine spirituelle Bitte erfüllen, um mit der höchsten Kraft der Natur zu interagieren?

Antwort: Im Rahmen der unbelebten, pflanzlichen oder tierischen Natur (unsere irdische Existenz gehört zu den Tieren), befinden wir uns in einem klaren materiellen Zustand.

Wir haben hier nichts zu verlangen. Wir müssen nur wissen wie wir uns durch die materielle Natur navigieren, ihre Gesetze studieren, nutzen und  auf irgendeine Weise umsetzen können.

Wenn wir uns auf die nächste Stufe der Spiritualität erheben wollen, treten wir dort in eine ganz andere Beziehung ein – die Beziehung mit dem Schöpfer. Deshalb sind wir immer an ihn gebunden. Er wendet sich an uns, wir wenden uns an Ihn.

Wenn wir uns bekehren, wie Er werden wollen, erschaffen wir ein Bild von uns selbst als Schöpfer, das „unsere Seele“ genannt wird.

Aus dem Unterricht 16.12.2018

[243509]

 

Müssen wir uns in die Bedeutung der kabbalistischen Texte vertiefen?

Frage: Müssen wir Workshops durchführen,  um die Bedeutung der Originaltexte besser zu verstehen, wenn wir gemeinsam oder in der Gruppe lesen?

Antwort: Ja und nein. Tatsache ist, dass uns die Vertiefung in den Text  manchmal verwirrt. Anstatt in die Gefühle und unsere Einheit einzutauchen, fangen wir an den Text auf einige phonetische, orthografische, sprachliche Elemente und Eigenschaften hin zu analysieren. Ich glaube nicht, dass das notwendig ist. Es ist nur aus der Sicht unseres konkreten Verständnisses in diesem Text zu verstehen: was gibt er uns für unsere Verbindung, mit dem Ziel den Schöpfer zu offenbaren. Das ist genug. Alles andere wird kommen.

Sobald wir mit der Offenbarung des Schöpfers beginnen, ihn zwischen uns enthüllen, werden wir in die praktische Kabbala einsteigen. Es wird für uns klar, was im Buch steht, dann verstehen wir, was uns die Lehre der 10 Sefirot und die andere Quellen sagen.

Aus dem Unterricht, 11.02.2019

243022

 

Die Bedingung um den Schöpfer zu verstehen

 Frage: Wenn der Schöpfer als Quelle der Leiden empfunden wird, ist es schwer nach Ihm zu streben.  Wird es als Egoismus angesehen, wenn man zu fühlen versucht, dass Er gut ist und Gutes tut?

 

Antwort: Wir müssen das lösen. Durch die Zustände, die wir in der Gruppe schaffen möchten, legen wir den Grundstein zu Seiner Offenbarung.

In dem Maße, in dem wir die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, der Verbindung über unserem Ego erlangen, erschaffen wir die Bedingungen, d.h. das Kli (Gefäß), in welchem wir den Schöpfer begreifen.

Der Schöpfer enthüllt sich in dem von uns aufgebauten Kli, in dem Maß unserer Ähnlichkeit mit seiner Eigenschaft der Liebe und des Gebens.

 

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