Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Absicht'

Was ist Freiheit?

Frage: Was ist Freiheit? Hängt sie davon ab, wo man sich auf der Welt befindet?

Antwort: Freiheit hängt überhaupt nicht davon ab, in welchem Zeitalter oder an welchem Ort man lebt. Die Umgebung in der ein Mensch lebt, ist ihm von oben gegeben.

Er wählt nicht die Umgebung, nicht die Gesellschaft in die er geboren wird, welche Erziehung und welche Werte er annimmt.

Freiheit kann nur unter der Bedingung verstanden werden, dass ich frei von meiner egoistischen Natur bin. Von allem anderen kann ich mich nicht befreien.

Freiheit bedeutet von meiner egoistischen Natur aus betrachtet, dass ich nicht nach den Gesetzen meines Egoismus lebe, zu der mich meine Natur drängt, sondern ich nur in Übereinstimmung mit der Gesellschaft und nur zum Wohl der Menschheit handle. Mit anderen Worten, ich bin über meine egoistische Natur zum Allgemeinwohl aller aufgestiegen, das ist Freiheit.

So bekomme ich mein freies Leben. Ich steige von der egoistischen Stufe zum Altruistischen auf. Ich lebe und spüre den Fluss der ewigen Natur. Ich fühle mich vollkommen, ewig und frei.

Die Umsetzung dieser Gesetze ist völlig unabhängig von unserem Wohnort, Nationalität und dem Geschlecht. Es hängt von uns und der Auseinandersetzung mit unserer  ursprünglichen Natur ab.

Runder Tisch der unabhängigen Meinungen. Berlin 2006

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Unsere gesamte Arbeit besteht darin, das System des Universums zu enthüllen

Frage: Wenn ein Mensch sich freut und stolz auf die Tatsache ist, dass er von Oben gelenkt wird, worin besteht dann das Geben?

Antwort: Das Geben liegt in der Tatsache, dass ein Mensch die Höhere Lenkung enthüllt. Außer diesem machen wir gar nichts. Unsere gesamte Arbeit besteht darin, das System des Universums zu enthüllen, wo der Schöpfer herrscht. Jeder einzelne von uns muss das selbst enthüllen.

Ich existiere in der Verhüllung des einzigen Zustandes, der vom Schöpfer erschaffen wurde. Ich befinde mich schon darin. Sowie der Schöpfer verlangte, ihn zu erschaffen, erschien es augenblicklich. Ich enthülle einfach diesen Zustand, der schon vorbereitet ist. Mit dem Zustand selbst – dem Licht und dem Kli, die darin existieren – mache ich gar nichts. Ich arbeite einfach, um das selbst zu enthüllen.

Wir sprechen über Stufen oder Zustände unserer Enthüllung. Das sind die Stufen der Welten. Wir erschaffen nichts Neues. Wir entwickeln nur eine innere Wahrnehmung der Wirklichkeit, die von Anfang an existierte.

Daher wird alles in Bezug auf mich enthüllt. Durch die existierende Natur kommen in mir neue Zustände auf.

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Helft mir zu verstehen, was ich will

Frage: Was genau, welche Klärung muss ich von der Gruppe verlangen?

Antwort: Ich muss klären, was das Geben bedeutet, denn ich weiß es noch nicht! Es ist innerhalb meiner Verbindung mit Freunden verborgen.

Wir müssen uns zusammen anstrengen und versuchen, das Geben zwischen uns zu enthüllen. Und nicht irgendwo dort, im Himmel, sondern hier, auf Erden (Arez), d.h. in unseren Verlangen (Razon).

Und dieses Land/Verlangen müssen wir zum „Land Israel“ machen (Erez Isra-El, Yashar-Kel), damit das in der Verbindung zwischen uns enthüllte Verlangen dermaßen richtig, stark und klar ist, dass sich in ihm der erste heilige Name enthüllt – die erste Enthüllung des Schöpfers an uns. Danach müssen wir streben.

Doch diese Klärungen werden gemeinsam gemacht und nicht von jedem persönlich. Diese Klärung macht die Gruppe, abhängig davon, wie sehr jeder will, dass es geschieht.

Aus all diesen Verlangen bauen wir ein gemeinsames, starkes Verlangen auf, um gemeinsam zu klären, was das Geben, das wir erreichen wollen, bedeutet und in welcher Form wir es enthüllen wollen – d.h. in der Verbindung zwischen uns -, inwieweit wir bereit sind, uns wie ein Mensch mit einem Herzen für dieses Ziel, dieses Verlangen zu verbinden.

Durch all das formen wir in uns das Bedürfnis nach dem Erhalten der Tora – der Hilfe von oben, des Lichts, das zur Quelle zurückführt. Genau das hat das Volk am Berg Sinai erhalten – nichts außer der Fähigkeit, die Hilfe des höheren Lichts zu nutzen.

Infolgedessen enthüllen sich ihnen alle möglichen Hindernisse und Vergehen, die Enthüllung des Bösen als das Gefäß für die Enthüllung der Namen des Schöpfers.

Ständig enthüllen sich zerbrochene Verlangen, die von uns korrigiert werden, und darin enthüllen wir Seinen heiligen Namen, die Eigenschaft des Gebens.

Und bis dahin offenbart sich das genaue Gegenteil, die egoistische Eigenschaft des Empfangens. Das heißt, die Arbeit besteht darin, über den Hass zur Vereinigung, zur Einheit zu gelangen.

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Gibt es eine direkte Verbindung zwischen Wurzel und Zweig?

Alle unsere Eigenschaften, die nicht in der höheren Kraft vorhanden sind, nicht direkt von ihr ausgehen und ihrer Natur entgegengesetzt sind, verursachen in uns Leiden. (Baal HaSulam, „Innere Betrachtung“)

Frage: Folglich gibt es bestimmte Eigenschaften, die nicht direkt von der höheren Kraft ausgehen. Wie kann das sein, denn „es gibt niemanden außer Ihn“?

Antwort: Alle guten Eigenschaften des Schöpfers manifestieren sich komplett umgekehrt in uns, in der Übereinstimmung mit unserem Egoismus.

Es gibt zum Beispiel keine Anstrengungen beim Schöpfer d.h., schwere Arbeit ist nicht in unserer Wurzel integriert. Wir streben den Zustand der absoluten Ruhe an, da jede Anstrengung in uns Leiden auslöst. Um mich glücklich zu machen, kann ich eine große Menge an Kalorien verbrauchen, dann ist alles gut.

Frage: Gibt es eine direkte Verbindung zwischen Wurzel und Zweig?

Antwort: Nein, es gibt einen Filter. Es gibt eine Art Bildschirm, auf dem alles umgekehrt läuft. Wenn das höhere Licht in den spirituellen Parzuf eindringt, übt der Parzuf daraufhin eine Einschränkung aus. Er reflektiert das Licht, führt Berechnungen durch und erst danach empfängt er das Licht.

Das Gleiche geschieht beim Aufstieg von unten nach oben. Um uns an den Schöpfer wenden zu können, müssen wir dasselbe tun. Das ist eine riesige Arbeit. Wir wollen das höhere Licht, können aber keine Anstrengung für Ihn ausführen.

 

Aus dem russischen Unterricht 07/08/2018

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Streßbewältigung in einer Welt mit dem höchsten Stresspegel aller Zeiten!

 

Jeden Morgen überqueren wir Straßen mit dichtem Verkehr, um uns am Arbeitsplatz der Lawine von Pflichten zu stellen. Nach einem neunstündigen Arbeitstag kehren wir nach Hause zurück und müssen Elternschafts-, Finanz-, Gesundheits- und Beziehungsprobleme bewältigen, die zu unerschöpflichen Stressquellen und zum toten Gewicht unserer modernen Welt geworden sind. Umfragen zeigen, dass in den USA ein absoluter Höchstwert des Stressniveaus erreicht wurde. Laut dem diesjährigen Bericht der American Psychological Association gehören etwa 90% der jungen Amerikaner der Generation Z im Alter zwischen 15 und 21 Jahren zu denen, die am stärksten betroffen sind.

Dem Rest der Welt geht es nicht viel besser. Eine von Gallup in mehr als 145 Ländern durchgeführte Studie hat gezeigt, dass die von den Menschen gemeldeten täglichen Sorgen, Stresssituationen, körperlichen Schmerzen, Trauer- und Wutzustände seit Beginn der Datenaufzeichnung die höchsten Werte erreicht haben. Um Trends in Bezug auf Hoffnung oder Verzweiflung zu untersuchenberechnet die Gallup-Studie einen Indexwert der negativen Erfahrungen. Die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass dieser Wert von 23 auf 30 gestiegen ist, was im letzten Jahrzehnt auf eine deutliche Steigerung um 30% hinweist.  [Rest des Beitrags lesen →]

Verantwortlich für die Welt

Frage: Was sollen wir von den kommenden Kongressen erwarten? Welche Absicht sollen wir aufbauen?

Antwort: In unserer Verbindung nähern wir uns sehr starken Absichten und hoffen, dass diese Kongressreihe uns hilft, gemeinsam  ununterbrochen die Absicht in uns zu halten und sie nicht loszulassen.

Arbeit, Familie, Kinder, persönliche Probleme – trotz all dem lasse ich unterbewusst irgendwo in einer Ecke meines Verstandes Platz für das Wichtigste und mache mir ständig Gedanken über unsere Einheit, darüber, wie wir von einem Kongress zum nächsten vorankommen, Tag für Tag, in einem inneren Zusammenhalt – bis sich dort, im Inneren, der Schöpfer enthüllt.

Wir studieren das bereits sehr lange in der Theorie. Dann lasst uns auch tatsächlich wollen, dass Er sich enthüllt. Tausend Mal haben wir das bereits gehört – lasst uns doch eine Anstrengung unternehmen.

Wir dürfen nicht in Zweifel verfallen: „Schon wieder? Zum wievielten Mal?“ Wir stehen an der Schwelle zum Durchbruch. Und die Welt verlangt ebenfalls danach. Denn sie hat nicht die geringste Chance, eine Lösung zu finden. Wir können im Internet sehen, welche „Lösungen“ als Antwort auf die heutigen Krisen angeboten werden, wie es versucht wird, sie zu vertuschen, zu verdecken, weil kein Ausweg zu sehen ist.

Wir müssen in einer bequemen, verständlichen, naheliegenden Form die Nachricht an die Welt herantragen, dass es eine Lösung gibt, und je schneller wir anfangen, sie zu realisieren, desto weniger werden wir leiden.

Und darum soll unsere Absicht während der Kongresse sein, uns in die Gruppe einzuleben, die eine Krisenlösung für die Welt bringt. Es gibt nichts Wichtigeres, was wir vorbereiten könnten, was wir untereinander für die Welt tun könnten.

Wir befinden uns im Moment an einem sehr wichtigen Punkt: vor uns liegt ein Kranker, und seine Krankheit ist beinah tödlich, und wir können ein Heilmittel herstellen und ihn heilen. Dann wird er nicht einfach gesund, sondern steigt zur Stufe des Schöpfers, zu einer neuen, ewigen Dimension auf.

Deshalb sollte unseren Anstrengungen und unserem Status – dem Aufstieg, den wir in diesen Tagen beginnen – die maximale Wichtigkeit beigemessen werden. Wir müssen uns dessen bewusst sein, welche Aufgabe wir bewältigen. Wer sind wir, um einer solchen Mission würdig zu werden – in der Tat an der Korrektur nicht nur der Welt, sondern der gesamten Realität mitzuwirken?

Wir sollten ein wenig stolzer auf unsere Aufgabe sein – damit wir dadurch die Verantwortung spüren können.

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Warum lockt uns der Schöpfer, lässt uns aber das Vergnügen nicht genießen?

Frage: Wenn der Schöpfer Verlangen und Erfüllung gibt, warum zieht er es nur an und lässt es uns nicht auskosten?

Antwort: Stellen Sie sich vor, Sie wären an einem mit Süßigkeiten gedeckten Tisch gefesselt und würden dort den Rest des Lebens verbringen, was würde geschehen? Ein Mensch braucht Gegensätze. Es ist bekannt, dass die in der Süßwarenindustrie arbeitenden Menschen Hering mögen und umgekehrt.

Wenn wir das Gegenteil nicht kennen, schmecken wir weder süß noch bitter, noch salzig oder sauer. Durch das richtige Gleichgewicht von Gut und Böse beginnen wir uns zu entwickeln und den Schöpfer zu offenbaren.

Das Gute ist die Eigenschaft des Schöpfers, das Böse ist das absolute Gegenteil von Ihm. Wir müssen in uns die richtige Kombination bilden, die es uns ermöglicht, den Schöpfer wahrzunehmen.

Uns werden Gut und Böse gegeben, um zuerst das Äußere des Schöpfers zu erkennen und dann Ihn selbst: Seine Absichten in Bezug auf uns, sein ursprünglicher Gedanke, den Plan der Schöpfung und noch tiefer – dort beginnen sich bereits Geheimnisse zu offenbaren. 

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Die Beziehung eines Kabbalisten zu unserer Welt

Frage: Was macht das tiefe Verständnis aus, dass der Kabbalist von unserer Welt hat? Er beschäftigt sich vorwiegend mit der höheren Welt.

Antwort: Es ist eine Tatsache, dass beide Welten ständig miteinander verbunden sind. Alles, was in unserer Welt passiert, kommt  von der Höheren Welt.  Ein Kabbalist  versteht die Ursprünge dessen, was in unserer Welt  geschieht.

In der Regel interessiert er sich nicht dafür. Früher oder später werden alle notwendigen
Veränderungen in unserer Welt eintreten. Wenn man daran etwas ändern will, dann nur durch die Erziehung des Menschen.

Daher schenkt der Kabbalist unserer Welt nicht viel Aufmerksamkeit. Er möchte sie ändern, aber dafür muss er die Wissenschaft der Kabbala verbreiten und die Menschen schulen. Dadurch kann er die Welt verändern. Wir versuchen es zu tun.

Aus dem russischen Unterricht, 03.06.2018

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Wie werde ich so klug wie der Höhere?

Frage: Wie berechnet der Mensch wieviel er „für das Geben“ empfangen kann und wo er sich stoppen soll?  Woher weiß ich, dass ich keinen Fehler mache und nicht für mich empfangen werde?

 

Meine Antwort: Ich habe die 100-prozentige Wahrnehmung von Scham schon bekommen. Gegenüber dem Licht der Unendlichkeit, im unendlichen Gefäß schäme ich mich unendlich meines Empfangens. Ich habe den Schöpfer wahrgenommen und mich wahrgenommen. Jetzt, basierend auf all diesen Daten, kann ich die Berechnung durchführen. Und diese Berechnung ist sehr einfach: die vollkommene Annullierung! Ich möchte nichts bekommen, weil hundertprozentiger Scham mich zwingt auf alles zu verzichten.

Nachdem ich das gemacht habe, beginne ich zu berechnen: wieviel kann ich „für das Geben“ bekommen, bis zu welcher Grenze? Wenn ich niemals in so einem Zustand war, ihn niemals wahrgenommen habe, wie kann ich mir das vorstellen, welche Genüsse für mich dort offenbart werden?

Alle Genüsse vom Empfangen haben wir schon in der Welt der Unendlichkeit wahrgenommen. Jetzt aber habe ich vor, für das Geben an den Gastgeber zu empfangen. In Malchut der Unendlichkeit hatte ich nur das Licht Nefesch und auf dieses Licht, auf Malchut der Welt der Unendlichkeit habe ich die Einschränkung gemacht.

Jetzt aber, wo ich dem Gastgeber geben möchte, werde ich viel größeren Genuss empfinden: vom Geben an Ihn, von Seiner Offenbarung und von der Ähnlichkeit mit Ihm! Das ist so eine qualitative Zugabe für den Gast, sich in irgendetwas dem Gastgeber ähnlich zu fühlen?! Und genauso überprüfe ich diese riesigen Genüsse, wie werde ich ihnen widerstehen wenn ich sie niemals erlebt habe und keine Informationen (Reshimot) von ihnen habe?

Wie suche ich jetzt, inwieweit ich geben könnte und wie sich das von dem Zustand unterscheidet, in dem der Fehler und das Zerbrechen geschehen ist? Damit man dies versteht, muss man klären, wie sich „der Kopf“ (Rosch) von „dem Körper“ (Guf) unterscheidet. Wie kann der Kopf richtig die Handlungen, die noch nie gemacht worden sind, praktisch planen?

Hier ist die Rede von der exakten Berechnung. Wenn ich ein Gramm weniger vom  Gastgeber empfangen werde, als ich Ihm zurückgeben kann, wird das nicht Geben heißen! Wenn ich aber von Ihm ein Gramm mehr empfange, als ich den Schirm darüber machen kann, werde ich zerbrechen! Also, ich muss exakt mein Empfangen an der richtigen Stelle abtrennen, als ob ich es abschneide!

Auf diese Weise wird das einzige Verlangen, das der Schöpfer erschaffen hat, auf zwei Teile getrennt: Kopf und Körper.

Zuerst erledige ich dieselbe Handlung im Verlangen, dabei überprüfe ich mich. Wieviel kann ich – mehr oder weniger – wo genau befindet sich die Grenze. Ich verpflichte mich das zu überprüfen.

Und während ich mich überprüfe geht der Schöpfer zusammen mit mir. Als ob wir mit Ihm einen Vertrag schließen und den Bund abschließen. Ich sage zum Schöpfer, dass ich jetzt die Handlung für das Geben machen möchte. Er sagt mir: “ Wirst du  jetzt den Kopf für die neue Stufe erschaffen? Gut, hab keine Angst, Ich bin mit dir!“

Deswegen ist „jeder Kopf“ der Stufe: die Unendlichkeit… Dort befindet sich der Schöpfer. Das Geschöpf aber ist wie ein Kind neben dem Erwachsenen. Er sucht, wie er die Handlung durchführen kann. Als ob der Erwachsene die Hand des Kindes nimmt und sie bewegt, er lehrt es wie man schreibt oder malt. So wird der Kopf des Parzufs erschaffen.

Nach dem ich gelernt habe wie man das tut, mache ich diese Handlungen im Körper, „als ob“ ich das selber mache. Auf diese Weise werden alle Stufen von oben nach unten gebaut.

 

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Sich zu einem Menschen erziehen

Frage: Wenn ich versuche zu spielen, so dass ich hinter allen Objekten die höhere Kraft sehe, muss ich mich dann fragen, wofür ich sie enthüllen möchte?

Antwort: Selbstverständlich! Du erziehst dich! Wofür, warum, wie? Du machst das nicht, um einen schönen Abend zu verbringen oder etwas zu genießen. Es ist nicht die Hauptsache, sich hier und jetzt gut zu fühlen. Nein! Kabbala klärt, was die Wahrheit ist. Für sie bin ich bereit, meinen gegenwärtigen, fortlaufenden Genuss zu opfern und gegen ihn anzutreten. Das ist mein Kampf. Ich wäge immer ab, was für mich wichtiger ist: Wahrheit oder Genuss? Dann stelle ich den Schirm über mein Verlangen auf und handle im Namen des Gebens. Wenn ich gegen den Genuss arbeite, spüre ich, dass es im Geben 620 Mal mehr Genuss gibt als im Empfangen. 

Frage: Hat ein Mensch die Fähigkeit, seine Verlangen zu kontrollieren und Berechnungen durchzuführen?

Antwort: Es macht alles das höhere Licht! Wir müssen nicht weise sein. Das einzige ist, dass wir nicht schüchtern sein dürfen, sondern versuchen sollen, alles in der Gruppe korrekt und konsequent umzusetzen. Die Gruppe ist das größte Hindernis. Der Mensch möchte sich den anderen nicht annähern. Er kann sich nicht vorstellen, dass genau dies so ein erstaunliches Ergebnis hervorbringt. Natürlich gibt es Menschen, die bereit sind, sich anzunähern, aber für sie ist das eine irdische Annäherung. Die spirituelle Annäherung ist praktisch für jeden schwierig. Deshalb gibt es weder den Größeren, noch den Kleineren, Besseren oder Schlechteren. Jeder muss diese Phase durchschreiten. Die Zähne zusammenbeißen, in einer Gruppe arbeiten, versuchen, sich ihr anzuschließen, etwas zu tun, ohne dabei die Gruppenaktionen zu meiden. Es ist die Anstrengung entgegen dem Verlangen, welches nach und nach Ergebnisse hervorbringt.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 13.05.2018

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