Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Spirituelle Arbeit'

Das Universum ist in einem Menschen

Frage: Warum schuf der Schöpfer so viele Sterne? Oder ist das nur eine Illusion? Was sind die Grenzen des Universums?

Antwort: Vor sechzig Jahren, als ich ein Student war, lernte ich, dass das Universum grenzenlos ist, dass es nicht erschaffen wurde, und dass es vor unzähligen Jahren erschienen und Zeit ebenfalls unendlich ist.

Heutzutage sind Wissenschaftler zu der Erkenntnis gekommen, dass sowohl das Universum als auch die Zeit endlich sind, aber diese Information ist für uns letzten Endes nicht nützlich; das sind nur Hypothesen. Plötzlich werden Galaxien entdeckt, die zu diesen in Beziehung stehen; der Weltraum, den wir früher entdeckt hatten, war nur noch wie ein kleiner Punkt und deshalb ist die Beteiligung an dieser Forschung absolut nutzlos. Astronomen, Kosmologen und viele andere Wissenschaftler sind mit ihren mathematischen Kalkulationen an der Erforschung dieses Universums beteiligt, dennoch verstehen sie dieses System nicht ernsthaft.

Frage: Warum sind immer mehr Galaxien von ihnen entdeckt worden? Wie nützlich ist dieses Wissen?

Antwort: Dieses Wissen gibt uns ein Gefühl von Verlangen, die sich konstant ausweiten und innerhalb derer wir die äußere Welt empfinden.

In der „Einführung ins Buch Sohar“ steht, dass wir alles, was wir außerhalb von uns fühlen, tatsächlich innerhalb von uns finden. Das ist so angelegt, damit wir fähig sind, die Struktur der Schöpfung zu verstehen, die in uns zu finden ist. Ich fühle nicht, was innerhalb von mir zu finden ist. Im Gegenteil, alles was sich außerhalb von mir ausbreitet, entzweit sich scheinbar von mir. Daher kann ich es schon unterscheiden und davon lernen, weil es weit von mir entfernt ist und ohne eine Verbindung zu mir zu existieren scheint. Eine Illusion wurde für mich erschaffen, dass es nicht meins ist und darum kann ich es objektiver zuordnen, als wenn es innerhalb von mir wäre.

Frage: Spiegelt die Entdeckung eines unendlichen Universums die Unendlichkeit in mir?

Antwort: Sicher. Mein inneres Verlangen zu wachsen, enthüllt das scheinbar expandierende Universum.

Frage: Heißt das, dass ein Kabbalist in sich selbst hineinschauen und sagen kann: “Dieser Stern ist mein Verlangen?“

Antwort: Das ist exakt richtig: das ist genau der Weg, wie wir über die Sonne, den Mond, die Erde und alle Planeten im Sonnensystem sprechen. Ein Kabbalist kann beispielsweise einen „Mond“ innerhalb von sich entdecken, der der Charakter von Bina ist, der Charakter des Gebens, der durch das Or Choser (reflektierte Licht) von der Sonne scheint. Die Sonne ist der Charakter von Keter, und die Erde ist der Charakter von Malchut. Wir können diese Charaktere nicht innerhalb von uns bestimmen, weil alles außerhalb von uns gefunden wird, so dass wir sie bestimmen und von ihnen lernen können, aber tatsächlich lernen wird über uns selbst.

Frage: Was gibt uns ein Mensch? Letztendlich haben die Menschen seit tausenden von Jahren die Sonne und den Mond betrachtet und waren unfähig festzustellen, dass diese himmlischen Körper den Charakter des Gebens und Empfangens in ihnen verkörpern.

Antwort: Sie hatten kein Bedürfnis nach diesem Wissen und deshalb haben sie es nicht verstanden, aber wenn Menschen diese Charakteristiken innerhalb von sich entdecken, werden sie es erkennen, – durch ihre Verbindung mit den Objekten des solaren und räumlichen Systems – dass diese Objekte tatsächlich eine ungeheure Zahl von Verlangen verkörpern, die innerhalb von ihnen gefunden werden.

Frage: Das bedeutet, dass diese Billionen Sterne, jeder einzelne von ihnen ein einzelnes Verlangen ist. Gibt es einen Namen für jedes Verlangen so wie für jeden Stern?

Antwort: Ja. Zum Beispiel, Chochma von Keter von Bina, etc. ist ein sehr langer Ausdruck, der genau den Namen des einzelnen Verlangens ausdrückt.

Frage: Wie entdeckt ein Kabbalist diese Verlangen in sich und was macht er mit ihnen?

Antwort: Ein Kabbalist braucht nur eine einzige Sache mit den Verlangen tun: zusammensammeln und dem Schöpfer übergeben. Er muss nicht mit jedem einzelnen Verlangen arbeiten. Unsere Korrektur ist sehr einfach. Ich muss mich oder meine Verlangen nicht ändern, sondern nur meine Absicht bezüglich des Schöpfers ist wichtig, und das hängt von der Wichtigkeit ab, die ich dem Schöpfer in mir zuschreibe. Daher ist die Hauptsache, die Vorstellung des Schöpfers in meinen Augen zu entwickeln.

Frage: Wie ist es zu erklären, dass Verlangen entstehen und wie von selbst hochkommen und liegt es nur an mir, mich mit ihnen in der richtigen Absicht zu verbinden?

Antwort: Ja, sicher. Aber es hängt schon auch von der Gruppe ab, vom Studium und wie bereit du bist, dich zu erheben und dich innerhalb von dir mit ihnen zu verbinden.

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 19.03.2017

[212153]

Ich lehre nach Baal HaSulam

Frage aus Facebook: Heute gibt es viele Plätze wo man die Kabbala studieren kann. Was ist so besonders an dem System nach Baal HaSulam und Rabash, welches Sie unterrichten?

Meine Antwort: Es gibt viele Systeme, Ramchal, Agra, Chabad. Ich persönlich unterrichte nach Baal HaSulam und meinem Lehrer Rabash.

Ich kann Ihnen nicht sagen wie sich dieses System von den anderen unterscheidet, weil das nur davon abhängt, wie Sie in die Tiefe der Lehre der Kabbala eindringen. Dann können Sie sehen, was für Sie empfehlenswerter ist. Wir alle sind sehr unterschiedlich. Deswegen steht in der Tora geschrieben: “Der Mensch soll dort lernen, wo seine Seele ist“.

Sie sollen für sich feststellen wonach ihr Herz strebt, wonach ihr Herz fragt, um die klarste und am nächsten liegende Antwort zu erhalten. Schauen Sie wo es möglich ist, aber bleiben Sie nicht auf einer Stelle stehen. Durchlaufen Sie ein paar Stellen und Sie werden sehen, was für Sie richtig wäre. Dort sollen Sie lernen.

Bei mir gehen jede Menge Menschen durch und viele gehen weg. Ich halte niemanden auf. Auf keinen Fall. Alles hängt nur vom Menschen ab. Es gibt unterschiedliche Wurzeln der Seele und deswegen soll er dort lernen, wo er sieht, dass es für ihn passt, wo er die Antwort spürt, ein Echo seiner Seele während dem Unterricht spürt.

Frage: Was ist Ihrer Meinung nach so besonders im System nach Baal HaSulam und Rabash?

Meine Antwort: Die Besonderheit dieses Systems ist die Wissenschaftlichkeit und die Genauigkeit, das Streben zu absolut klaren Begriffen. Man bleibt nicht bei den Gefühlsmomenten stehen, sondern gibt ihnen streng physische Auslegungen. Das steht an erster Stelle.

Frage: Hat Sie genau das bestochen?

Meine Antwort: Ja.

 

Aus der TV Programm „News mit M. Laitman“  

[#212050]

Der schwere Weg zur Erkenntnis

Er wird die Früchte deines Viehs fressen und die Frucht deiner Erde bis du zerstört wirst. Er lässt dir kein Brot, keinen Wein, kein Olivenöl, keinen Nachwuchs deiner Stiere und deiner Schafe bis er dich vernichtet. [Tora, „Dwarim“, „Tawo“, 28:50]

Der Mensch wird allmählich ausgelaugt und wird sehen wie der Egoismus ihn tötet ohne etwas Heiliges in seinem Leben zu hinterlassen: die Familie, Kinder, Enkelkinder. Er wird die Verbindung mit ihnen verlieren, er wird spüren, dass ihm das nicht gehört.

Das nimmt ihn so stark in Besitz, dass er niemanden aus seiner Umgebung als wichtig oder notwendig annimmt.  Für seinen kleinlichen Egoismus ist er bereit alles zu opfern. Danach tötet das auch ihn selber.

Darüber wird hier gesprochen, dass der Egoismus „kein Brot, keinen Wein, kein Olivenöl, keinen Nachwuchs deiner Stiere und Nachwuchs deiner Schafe dir lässt, bis er dich zerstört.“

Das ist der spirituelle Tod. Du frisst dich selber und weißt nicht was du tun sollst. Das ist kein materieller Hunger, du fühlst einfach wie du gegenüber den anderen kaltherzig wirst, entfernt von ihnen bist, du empfindest nichts und niemanden mehr. Sie sehen dich wie ein Monstrum an.

Wir werden noch viele solche Zustände erleben, aber im Endeffekt wird sich all das im Egoismus ablagern und wird ihn schließlich zur Korrektur bringen.

Das Wichtigste ist alles zu erkennen, ansonsten hat es keinen Sinn. Die Tora ist uns nur dafür gegeben. Auf dem spirituellen Weg siehst du klar und deutlich, dass du Gemeinheiten und Unsinn machst und das sogar noch genießt. Aber du kannst nichts dagegen tun.

Das ist der Weg zur Erkenntnis unserer Natur, damit wir durch sie die Natur des Schöpfers offenbaren. Das ist das eigentliche Ziel unserer Entwicklung.

 

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“

[211047]

Aus der Welt der Illusion in die wahre Welt

Frage: Wie geschah der Übergang aus der unsichtbaren spirituellen Welt in die materielle Welt?

Meine Antwort: Es gibt keine Materie und keine Materialisation. Alles, was uns umgibt, existiert in unserer Einbildung, nur in uns, in unseren Empfindungen.

Das ist absolut subjektiv, weil wir nur in bestimmten Koordinaten existieren und alles nur in Bezug auf uns empfinden.

Frage: Wieso ist unsere illusorische Welt, unsere Einbildung so grausam und die Leiden der Millionen so unerträglich?

Meine Antwort:  Damit man uns da raus und nach oben hinauf wirft, in die bessere Welt. Bis wir das selber wollen, werden wir hier bleiben und leiden.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 3/19/17

[# 211891]

Belohnung und Bestrafung in unserem Leben, Teil 2

Kabbalisten nehmen Belohnungen und Bestrafungen nicht wie gewöhnliche Menschen wahr, sondern als Reaktionen des Systems auf sie. Deshalb stehen sie zu jeder Kritik und Anschuldigung wie zur Auswirkung des Systems, welches sie vorankommen lassen will.

Sie schreiben nichts einem einzelnen Menschen zu, sondern vielmehr dem gesamten System. Deshalb ist für einen Kabbalisten eine Anschuldigung, die andere Menschen als Bestrafung empfinden würden, ein Arbeitsmaterial, mit dem man so lange arbeiten muss, bis man darin eine Belohnung erfährt.

Frage: Wie kann das eine Belohnung sein, wenn der Mensch beschuldigt und beschämt wird?

Antwort: Ich werde auch seit vielen Jahren hinsichtlich meines betrügerischen Verlangens zur Macht kritisiert und beschuldigt. Ich verstehe aber, dass diese Kritik nicht von bestimmten Menschen ausgeübt wird, die irgendeinen freien Willen haben, sondern vom System. Deshalb muss ich diese Kritik akzeptieren, um den Zustand des Exils erleben zu dürfen.

Ihre Einstellung mir gegenüber ist richtig, da sie zu meiner persönlichen Korrektur beiträgt. Wenn ich folglich zur Korrektur vorwärts gehe, dann werde ich  diese negativen Erscheinungen positiv empfinden. Ich nehme sie als etwas Negatives wahr, weil ich selbst in einigen inneren Eigenschaften noch nicht korrigiert bin.

Mit anderen Worten, Belohnungen und Bestrafungen sind mit einer natürlichen und egoistischen Wahrnehmung vollkommen entgegengesetzt den Empfindungen eines Menschen, der spirituell vorankommen will und sich deshalb über seine eigene Selbstsucht erhebt.

Deshalb wird all die negative Kritik von den Menschen, die aus ihrem Egoismus rauskommen wollen, wie eine einzigartige Gelegenheit wahrgenommen, sich darüber zu erheben, wodurch die Bestrafung in eine Belohnung umgewandelt wird. Das bedeutet, dass sich das System sanft und sorgfältig um mich kümmert, wie eine Mutter, die ihr Kleinkind erzieht und zu korrektem Verhalten belehrt.

Frage: Wie eine Mutter, die ihrem Kind gesundes Essen statt einer Flasche Cola gibt?

Antwort: Ja, Schläge zu bekommen ist sehr nützlich. Sie sollen nicht Widerstand und Vorwürfe hervorrufen, sondern eine Analyse: was genau verletzt mich, welche meiner Eigenschaften, Gedanken, Wünsche? All das muss ich korrigieren und zwar gerade dort, wo ich den Schlag spüre.

Infolge dieser Analyse muss ich mich über meinen egoistischen Zustand erheben. Wenn ich einen Schlag verspüre, dann gibt es dort immer noch eine selbstsüchtige Berechnung, ich muss aber zu einer höheren Berechnung hinaufsteigen.

Frage: Aber Sie wollen doch eine positive Reaktion von den Menschen bekommen?

Antwort: Ich will eine positive Reaktion als Hinweis darauf erhalten, dass diese Eigenschaft in mir ihre Korrektur erlangt hat und ich erwarte nicht, dass die Menschen um mich herum korrigiert werden.

Es wird gesagt: “Jeder urteilt im Maß seiner eigener Verdorbenheit”, wenn ich mich selbst korrigiere, dann werde ich die Schläge nicht mehr spüren. Das System ist so aufgebaut, dass mich niemand mehr kritisieren oder anklagen wird.  

 
Aus KabTV’s “Ein Neues Leben” 2/2/17

[206607]

Was beten wir an?

Tora, Deuteronomium 28:36:  Der HERR wird dich und deinen König, den du über dich setzen wirst, zu einer Nation wegführen, die du nicht gekannt hast, du und deine Väter. Und du wirst dort anderen Göttern, Göttern aus Holz und Stein, dienen.

Der Schöpfer wird dich in einen Zustand führen, in dem der Egoismus aufstrebt, weil du nichts anderes verdienst. Und du wirst „andere Götter aus Holz und Stein“ anbeten, was bedeutet, dass es keine Verbindung zur Wahrheit gibt.

Heute beten wir das Radio, den Fernseher, das Internet und alle Arten von pseudo-spirituellen Praktiken an. Wir befassen uns mit Erziehungsmethoden, die im Prinzip nutzlos sind und Wissenschaften, die nur unsere Welt untersuchen, was uns nur stärker in die Materie bringt (Egoismus).

Wir sind glücklich, dass wir Materie in alles verwandeln können. Aber wofür? Bringt uns das irgendetwas? Wir müssen unser Inneres mehr als das Äußere entwickeln. Dennoch sind wir den entgegengesetzten Weg gegangen. Seit zehntausend Jahren haben wir uns mit der Kontrolle der unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufen der Natur beschäftigt, und wir existieren nur ihr zuliebe.

Jetzt jedoch ist eine besondere Zeit. Jetzt haben wir endlich eine Gelegenheit, uns der Sackgasse unserer Entwicklung bewusst zu werden, weil die Evolution die Menschheit zur Erkenntnis bringt, dass es nirgendwo hingeht.

Was liegt also vor uns? Arbeitslosigkeit und Leere, weil Roboter alle Jobs ersetzen. Sie ersetzen Fahrer, Ärzte und Arbeiter in der Dienstleistungsindustrie. Und was werden wir tun? Vielleicht werden wir abschalten und im Halbschlaf durch Drogenkonsum sein oder wir frieren uns selbst ein und warten tausend Jahre, bis uns jemand wieder auftaut? Das wird die Welt nach vorne bringen.

Was können wir tatsächlich anfangen mit unseren egoistischen Verlangen?

Wenn wir das Maximum erreicht haben, zwingt es uns praktisch, durch alle Arten von Illusionen zu gehen.

In der Zwischenzeit gucken die Menschen ständig TV-Shows und schreiben sich auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken. Aber im Prinzip erreichen wir einen Zustand, in dem ich besser eine Pille einnehme und einschlafe. Oder wir setzen eine Elektrode ins Ohr, die uns permanent Filme vorspielt während wir im Halbschlaf sind. Dieselbe Elektrode wird es uns erlauben, alle Arten von Geschmäckern, Gerüchen und Gefühlen zu empfinden.

Kommentar: Manchmal sehnen sich die Menschen nach diesem Zustand, um von allem abzuschalten.

Antwort: Natürlich tun sie das! Das ist egoistisch begründet.

Wenn die Menschheit in der Lage ist, es zu tun, dann tut sie es natürlich. Aber die Sache ist die, dass es ein Schöpfungsprogramm über uns gibt und das wird uns nicht erlauben, in diesen rosa Nebel einzutauchen.

Frage: Die Menschen werden also nicht in den Schlaf fallen?

Antwort: Es ist möglich, aber nur um der Verwirklichung des Bösen willen. Wir müssen uns dieser Möglichkeit ebenfalls bewusst werden, zusammen mit dem Bösen, das ihm innewohnt. Es ist möglich, dass eine Generation durch das Netz fällt, aber das spielt keine Rolle.

In unserer Welt werden Körper geboren und sterben, aber die Seelen sind immer im Umlauf. Deshalb werden wir das alles durchmachen.

 

Aus KabTV „Das Geheimnis des Ewigen Buches“

 [210662]

Das Gesetz des Lebens in der Gesellschaft der Zukunft

Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“: Jeder einzelne muss sich entsprechend seiner Religion  zu einem konstanten Wachstum des Lebensstandards in der Welt entwickeln, so dass diejenigen, die auf die Welt kommen, ein glückliches Leben führen und ihr Leben mehr und mehr genießen können.

Ein Mensch muss zu einem Zustand kommen, in dem er seine gesamte Kraft der praktischen Entwicklung der Welt widmet ohne Rücksicht auf sich selbst. Weil nur so ein Verhalten für die Bedürfnisse der Menschen sorgt und diese dann absolut sicher sein können, dass immer für ihre Bedürfnisse gesorgt sein wird, weil jeder sich um jeden kümmert.

Wir werden tatsächlich zum besten Zustand der Welt kommen, weil durch gegenseitige Güte untereinander allen gegenüber  wir eine besondere Art Netzwerkverbindung unter uns schaffen werden, in der wir die Qualität des Schöpfers enthüllen, die Qualität der Liebe und des Gebens. So wird wirklich der Zweck dieser Welt erreicht werden.

Während dieses Prozesses wird jeder von seinen Ängsten, Leiden und Problemen befreit werden, und wird sich selbst auf der nächsten Stufe erfahren, wie er von seinen egoistischen Wünschen und allem, was damit zusammenhängt, befreit wird. Wir werden uns selbst auf der Stufe des Schöpfers wahrnehmen, individuell und verbunden.

Es steht geschrieben: „…so dass alle, die kommen, sich über ihr Leben freuen und es mehr und mehr genießen“. Freude wird ausgedrückt, wenn wir von allen Begrenzungen in unserer Welt befreit werden und jenseits der Begrenzungen einen Zustand der Anhaftung mit der höheren Welt erfahren, ewig, zeitlos, perfekt.

Frage: Hier steht geschrieben, dass jeder danach streben soll, den Lebensstandard der Welt ständig zu erhöhen. Bedeutet das für jemanden, der das nicht tut, einen Gesetzesbruch?

Antwort: Natürlich. Jeder muss der Gesellschaft alles geben, was er nur kann. Das ist das Gesetz des Lebens für die letzte Generation.

 

Aus KabTV „Die Letzte Generation“ 12.6.2017

[210039]

Die Struktur des Buches Sohar

Frage: Wie ist das Buch Sohar strukturiert?

Meine Antwort: Das Buch hat viele Teile, unter anderem ein Vorwort. Das Buch selber ist in drei Kapitel aufgeteilt, wie die Tora. Das Buch Sohar ist der Kommentar zur Tora.

Die Tora beschreibt alle möglichen Zustände von allen  höheren spirituellen Welten.  Das Buch Sohar beschreibt dasselbe, und steht den Kommentaren der Kabbalisten am nächsten. Das Buch offenbart das für die ganze Menschheit.

Die Tora ist nicht dafür geeignet, um den Menschen die Höhere Welt zu offenbaren, sie ist lediglich eine Auflistung der spirituellen Zustände. Das Buch Sohar dagegen hilft die Höhere Welt zu offenbaren.

Die Tora erzählt über alle Tiefen der Weltlenkung, also über die Höhere Welt in all ihren Einzelheiten. Das Buch Sohar aber ist ein Kommentar, welcher uns das erklärt, was in der Tora gesagt wurde, aber in einem übertragenen Sinne. Deswegen kann das Buch nur der Kabbalist verstehen.

Nichts desto trotz ist dieses Buch näher an den Menschen und dank diesem Buch beginnen wir zu begreifen, worüber in der Tora geschrieben wurde.

 „Das Vorwort zum Buch Sohar“ ist ein kompletter Band. Er erzählt von den grundlegenden Systemen der Lenkung unserer Welt. Dort sind die Artikel gesammelt und jeder von ihnen beschreibt ein bestimmtes System der Lenkung, einen bestimmten Knotenpunkt, eine Anleitung unserer Welt.

Im Buch Sohar gibt es auch einzelne Artikel wie „Idra Zuta“, „Idra Raba“, welche in den Kapiteln dieses Buch geschrieben stehen, weil sie eine mehr innerliche Vertiefung in das System darstellen.

Das ist genauso wie in unserer Welt. Nehmen wir an, ich studiere die Struktur des Autos, genauer gesagt die Kraftstoffanlage. In diesem Studienteil erlerne ich gesondert den Anlassvergaser, gesondert die Vorbereitung der Brennlösung im Motor und so weiter. Das heißt, dass die Arbeiten der gesonderten Systeme in einem separaten Studienblog stehen.

Genau dasselbe steht in den Artikeln des Buches Sohar: „Idra Zuta“, „Safra de-znijuta“ und anderen.

[#210754]  

Das Gesetz der Weltlenkung

Der Europäische Kongress „Die Zukunft beginnt jetzt“, Unterricht 1

Wir können unsere Verlangen nicht weiter vergrößern, jetzt müssen wir ihre Nutzung ändern. Die Menschheit versteht das aber nicht und dementsprechend wundert sie sich über unsere Zustände.

Wir sind in eine Periode eingetreten, wo wir keine großen Verlangen mehr brauchen. Deswegen ist die heutige Generation so müde und enttäuscht darüber wie ihre weitere Entwicklung aussieht. Die jungen Leute streben nicht mehr nach Karriere und Familie, sie möchten nicht über die Zukunft nachdenken. Sie ist für alle unklar.

Dies alles sieht deswegen so aus, weil statt dem linearen Wachstumsgesetz des Egoismuswachstums, bei dem jeder alleine agierte, ein neues Gesetz zu wirken beginnt. Das ist das integrale Gesetz, das von uns die Verbindung untereinander verlangt. Ab jetzt wird die Entwicklung der Welt von der Kraft unserer Verbindung abhängen, wie bei den Zellen eines Organismus. Je mehr Güte und Anteilnahme es in unseren Wechselwirkungen gibt, desto weiter werden wir voranschreiten.

Wir sehen genau so eine Tendenz in der Technik: je komplizierter die Programme und Mechanismen werden, je mehr innere Komponenten sie beinhalten, desto vollkommener sind die Geräte. Der Fortschritt geschieht nicht mithilfe der Vertiefung in einzelne Details, sondern mithilfe ihrer größeren gegenseitigen Verbindung. Die ganze Entwicklung der Technik in den letzten Jahrzehnten ist auf dem Erschaffen neuer Verbindungen zwischen den Elementen aufgebaut.

In der menschlichen Gesellschaft sind wir nicht im Stande so eine Entwicklung durchzuführen, weil wir selber seine Elemente sind. Wir wollen uns aber nicht miteinander verbinden. Deswegen verstehen wir nicht, was dieses Gesetzt der Entwicklung von uns will. Das ist das größte Problem der Menschheit heutzutage, welche aus dem Unverständnis kommt, dass wir in die neue Epoche eingetreten sind. 

Baal HaSulam nennt diese Periode „die letzte Generation“, weil die Menschen anfangen zu verstehen, dass die individuelle Entwicklung, die egoistische Entwicklung beendet ist und der weitere Progress ist nur dank der Entwicklung der richtigen Verbindungen zwischen uns möglich. Wir sind verpflichtet zu verstehen, dass wir einem System angehören, in welchem das Gesetz der gegenseitigen Anteilnahme herrscht, des gegenseitigen Verständnisses.

Alle Menschen müssen sich als die Zellen oder Organe eines Organismus fühlen. Sie müssen sich auf richtige Weise verbunden fühlen. Sobald wir solch eine Verbindung erschaffen, spüren wir in ihr die gemeinsame Kraft, welche die gesamte Natur durchdringt. Diese Kraft heißt „Schöpfer“. Wir erschaffen diese Kraft selber mit unserer richtigen Verbindung. Und wir offenbaren sie in dieser Verbindung.

Darin besteht die Berufung des Menschen in dieser Welt und dazu verpflichtet uns unsere Zeit. Die Menschheit ist verpflichtet sich zu diesem Zustand zu erheben. Je schneller wir diese Etappen begreifen und sie realisieren wollen, desto gütiger und angenehmer wird unsere Entwicklung sein. Wir werden verstehen, welches Ziel sich vor uns befindet und wir werden die richtige Reaktion der Natur auf all unsere Handlungen sehen.

Der Endzustand existiert bereits in der Natur und wir sind ideal darin miteinander verbunden. Solch ein System heißt „Adam“, der erste Mensch, (vom hebräischen Wortstamm Dome abgeleitet  „ist ähnlich“) welcher der Naturkraft ähnlich ist.  Die Naturkraft ist die Kraft des Gebens und der Einheit. Die richtige gegenseitige Verbindung heißt die Liebe. Dabei erkennt jeder die Bedürfnisse des Anderen und kann richtig mit ihnen in Wechselwirkung treten.

Zu lieben heißt zu wissen, wie man dem Anderen das sicherstellt, was er benötigt und er seinerseits kann mir das geben, was mir fehlt. Auf diese Weise realisieren wir den allgemeinen integralen Mechanismus der gesamten Menschheit. Man muss verstehen, dass in der Welt nichts Überflüssiges erschaffen wurde. Wenn wir das System kennen, finden wir einen  geeigneten Platz für jeden und diesen Platz muss man lediglich ausfüllen.

Wenn ein Kind Legosteine zusammenbaut, bleiben bei ihm oft die angeblich überflüssigen Detailsteine übrig. Das ist nur deswegen so, weil es das ganze System nicht kennt. Derjenige, der dieses System aber erschuf, wusste genau, wohin man jedes seiner Teile ankuppeln muss und welche wahre Funktion es hat.

So auch wir, wenn wir uns mit dem System bekannt machen werden, werden wir verstehen, wie wichtig jeder von uns darinnen ist. Daraus werden wir den richtigen Bezug zueinander finden, weil in der Natur nichts Überflüssiges erschaffen wurde.

Wenn wir verstehen, dass in Wirklichkeit das System der Natur integral ist, vollkommen ist, ideal verbunden ist, wir das aber nicht sehen können, so heißt die Devise: „Glaube über dem Verstand“.

Das bedeutet, dass ich mich nicht von dem was ich sehe leiten lasse, wie das Kind, welches das Puzzle nicht zusammenbauen kann. Ich versuche stattdessen den richtigen Ankupplungsplatz für jedes Detail zu finden, damit ich sie zu einem vollkommenen System verbinde. Das nennt sich die Arbeit „über dem Verstand“.

Deswegen lernen wir, befinden uns ständig auf der Suche, erlernen die Gesetze der Natur, versuchen uns gegenseitig kennenzulernen, und wie wir uns in irgendeiner Form verbinden können. Dabei entdecken wir unsere Unterschiede. Genau wie die Kinder, die Puzzleteile drehen und sie nicht zusammenfügen können.  

Dabei muss man verstehen, dass all diese „Puzzleteile“ bei jedem Menschen in unserer Zeit für den Endzustand schon entwickelt sind. Er kann sich nicht weiterentwickeln. Wenn wir auf ihn Druck ausüben, ihn zwingen werden sich wie früher zu entwickeln, kommen in ihm Mutationen und bösartige Formen zutage.

Das ist genau das, was wir in unserer Gesellschaft und in unseren Kindern sehen, weil wir ihnen nicht die richtige Form der gegenseitigen Verbindung geben. Und das muss unsere nächste Etappe sein. Nur wenn wir die Gesetze der richtigen Wechselwirkungen zwischen uns erlernen, werden wir daraus die Gesetze der Weltlenkung verstehen und wir werden im Stande sein unser Leben zu verbessern.

[#212595]

Die wunderbare Balance

Die Frage: Wie kann man die Balance zwischen unserer Welt und der Offenbarung der Spiritualität aushalten?

Meine Antwort: Dies ist die wunderbare Balance, wo alles im Gleichgewicht geschieht und keine Widersprüche zwischen den beiden Welten auftauchen. Wir alle werden das bestimmt offenbaren.

Das Wichtigste ist: versucht das zu tun, was für die Offenbarung der höheren Welt möglich ist. Und da werdet ihr sehen wie sich das Ganze zu einem einzigen System verbindet. Ihr werdet ein Bild erhalten und dieses Bild wird wunderschön sein, mit solch einer Harmonie, welche euch erfüllt und euch die Empfindung der ewigen Bewegung geben wird.

In diesem Leben, in dieser Welt werdet ihr alles, was über euch existiert, spüren.

[#208902]