Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Matrix, in der sich der Schöpfer  befindet.

Frage: Unsere Gedanken müssen in Liebe und Freundlichkeit immer beim Schöpfer sein. Wie können wir zu diesem Zustand gelangen und darin die ganze Zeit verweilen?

Antwort: Dafür brauchst du eine Gruppe, sonst wirst du dich vom Schöpfer abtrennen. Wenn man versucht dies selbstständig umzusetzen, wird man  ausgestoßen, da man nichts hat, woran man sich festhalten kann.

Es gibt keinen Schöpfer, an dem ich mich anheften kann. Daher ist eine Matrix, ein System notwendig, indem Er sich befindet und wodurch ich mit Ihm in Verbindung bleiben kann.

Der Schöpfer hat dieses System aus 10 Sefirot geschaffen, die sich aus einem zerbrochenen Zustand miteinander verbinden. Da wir kein solches System besitzen, brauchen wir eine Gruppe. Wenn wir dieses System   wiederherstellen möchten indem wir verschiedene Versuche unternehmen, uns zu verbinden, fühlen wir was der Schöpfer ist und was das für eine Eigenschaft ist, die wir erlangen müssen damit sie uns füllt.

Hier gibt es viel Neues zu erforschen. Darauf basiert die ganze Wissenschaft der Kabbala. 

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“ 22.03.2018

Dank an Baal Hasulam

Yahrzeit Baal HaSulam ist ein besonderer Tag des Gedenkens und der Dankbarkeit an diese besondere und außergewöhnlich hohe Seele, die als Bote des Schöpfers in diese Welt herabgestiegen ist und uns den Weg in die höhere Welt geöffnet hat, damit wir sie noch hier, in diesem Leben, erreichen können.

Baal HaSulam hat viel getan, um einen Adapter zwischen unserem materiellen und dem spirituellen Kli (Gefäß) zu schaffen. Er ermöglicht uns, mit und durch ihn, mit dem Schöpfer in Verbindung zu treten. Er ebnete einen sehr langen und besonderen Weg, sowie Baal Shem Tov und Ari zu ihrer Zeit. Wir können nicht einschätzen, was diese Seele alles für uns getan hat.

Wir sollten dem Schöpfer dankbar sein, dass er uns solch eine Seele, solch eine enorme Hilfe geschickt hat. Wenn wir aus den Büchern von Baal HaSulam lernen und mit seiner Hilfe das Ziel erreichen, müssen wir diesen großartigen Mensch als ein sehr spezielles Werkzeug, das eine Verbindung zwischen uns geschaffen hat, zwischen denjenigen, die sich unten befinden und denjenigen, die oben sind, schätzen, ihr danken, sie ehren und lieben.

Wir sollten stolz auf eine solche Ehre sein und noch mehr Verpflichtungen eingehen, um einer solchen Seele würdig zu sein. Wir können seinen Beitrag in uns und seine Macht nicht realisieren, aber dennoch müssen wir ihn lieben, wie Kinder ihre Eltern lieben. In ähnlicher Weise sollten wir uns dieser Seele nähern und an ihr festhalten, da sie uns den Weg zum Schöpfer geöffnet hat. Ohne sie hätten wir keine Chance.

Es gab viele Kabbalisten. In unserer Zeit gibt es keine andere Methode, die es praktisch ermöglicht, den Schöpfer zu offenbaren und seine Partner in der Arbeit an der Schöpfung zu werden. Dank Baal HaSulam können wir mit unseren kleinen Seelen zu seinem und damit zu unserem eigenen Aufstieg beitragen.

Wir sind würdig geworden, eine Einladung, einen Ausweis für die höhere Welt zu erhalten. Die Wahl liegt in unseren Händen.

Vor zweihundert Jahren war es kaum möglich, dass völlig säkulare Menschen wie wir, ohne jegliche Vorbereitung und Verbindung mit der Tora, eine Chance hatten, dem Spirituellen näher zu kommen. Dann kam die Seele von Baal HaSulam und öffnete den Durchgang für uns. Wir können jetzt, nur aufgrund unseres reinen Verlangens durch diesen Tunnel gehen.

Die Hauptsache ist das Verlangen. Es spielt keine Rolle, dass ein Mensch im materiellen Sinne schmutzig ist, im Spirituellen wird das nicht berücksichtigt. Wenn man auf die andere Seite des Bildschirms zur spirituellen Welt übergeht, sieht das Ganze wie auf einem Röntgenbild aus: man sieht weder Fleisch noch Fett – nur Knochen, das ist der Punkt. Gemäß dieser Essenz werden wir durch unser Verlangen im Spirituellen empfangen.

Ich freue mich sehr, dass es auf der Welt bereits so viele Menschen gibt, die in ihrem inneren Wesen nach der Wahrheit streben und bereit sind, mit Hilfe der Baal-HaSulam-Methode durch diese Passage zu gehen um Vollkommenheit zu erlangen.

Der Schlüssel ist sehr einfach, es ist unsere Vereinigung. In dem Maß, wie wir uns verbinden, werden wir uns schneller vorwärts entwickeln. Dieser Tunnel drückt die ganze Zeit auf uns, komprimiert und zwingt uns, uns mehr zu verbinden, bis wir genug zusammengedrückt sind, um durch das Nadelöhr zu gelangen.

Das Erfolgsgeheimnis liegt in der Verbindung.

Aus der Mahlzeit „Yahrzeit Baal HaSulam“, 19.09.2018

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Was bietet die Kabbala?

Frage: Warum fällt es Menschen mit
Depressionen leichter, sich selbst zu erschießen, als ihre Weltanschauung, die
zur Depression führte zu verändern?

Antwort: Sich selbst zu erschießen ist kein Problem. Wir wissen, dass ein Mensch dieses Leben gut beenden kann, da er sich auf diese Weise von seinen Leiden befreit. Deshalb müssen wir darüber nachdenken, wie wir uns über
diese Leiden erheben können.Die Kabbala bietet dir an, noch in diesem Leben, in diesem Proteinkörper zu der Empfindung der nächsten Stufe des Lebens zu kommen, welche „Seele“ genannt wird, d.h. zur Eigenschaft des Gebens zu gelangen. Jeder, der das hört, hat unabhängig von seinem Alter diese
Möglichkeit.Lasst uns einander helfen, es schnell umzusetzen.All das steht in
unserer Macht.

Aus dem russischen Unterricht 29.04.2018

Liebe zum Schöpfer – Liebe zur Eigenschaft des Gebens

Frage: Gibt es irgendwelche Anzeichen, dass der Schöpfer näher kommt?

Antwort: Antwortet euch selbst, inwieweit ihr diese Kraft, diese Eigenschaft zwischen euch kultivieren könnt. Ihr schafft den Schöpfer, wie es geschrieben steht: „Sie schaffen mich“. Nur auf diese Weise und nicht anders.

Bemerkung: Andererseits behaupten Sie, dass ein Mensch nicht in der Lage ist, dieses Gebot zu erfüllen.

Antwort: Wenn wir versuchen, uns miteinander zu verbinden, beginnen wir zu bitten, dass unsere Versuche realisiert werden – damit wenden wir uns an den Schöpfer. Dies ist jedoch noch nicht der Schöpfer, sondern nur eine äußere Kraft, die den Egoismus erzeugte. Wir können diese Kraft anziehen indem wir ihr ähnlich sein wollen.

Frage: Was ist „Liebe zum Schöpfer“? Was lieben wir: die Eigenschaft des Gebens oder irgendetwas Abstraktes?

Antwort: Es geht um die Eigenschaft des Gebens. Es ist genauso wie in unserer Welt – wir können jede Eigenschaft, die in der Natur, in den Menschen, in der Gesellschaft existiert, lieben und respektieren. Liebe zum Schöpfer begreifen wir als die Realisation der Nächstenliebe.

Frage: Auf welchem Niveau liegt die Grenze zwischen der Nächstenliebe und der Liebe zum Schöpfer?

Antwort: Wenn ein bestimmter Nächster verschwimmt, verschwindet, und an seine Stelle der Schöpfer kommt. Das ist in der Tat das Gleiche.

Frage: Liebe zum Schöpfer und spirituelle Welt – sind es identische Begriffe?

Antwort: Spirituelle Welt ist das Feld von Geben und Liebe. Unsere Welt ist das Feld von Empfangen und Hass.

Die Welt ist ein Kraftfeld: entweder ein Negatives (unsere Welt) oder ein Positives (Höhere Welt).

Das Erreichen der Liebe zum Schöpfer bedeutet eine spirituelle Erlangung.

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“, 15.03.2018

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Meine Welt ist eine Kombination von Verlangen

Frage: Kabbalisten nennen alles was existiert „Verlangen“. Selbst Wissenschaftler können es nur schwer verstehen, wenn ihnen erklärt wird, dass ein Tisch eine Art Verlangen und auch alles, was wir um uns herum sehen, Verlangen sind.

Antwort: Natürlich gehört jedes Objekt zu einer bestimmten Art von Verlangen, d.h. eine Ansammlung von Atomen, die in einer entsprechenden Verbindung miteinander existieren. In welcher Form existiert z.B. ein Tisch? – In Form eines Verlangens. Er wird in meinem Verlangen empfunden und außer diesem Verlangen gibt es nichts. 

Frage: Was heißt „in mir“? Ich sehe den Tisch doch außerhalb von mir.

Antwort: Es scheint dir, dass du ihn außerhalb von dir selbst siehst. In der Tat empfindest du ihn in dir selbst. Selbst die Sterne und andere riesige Körper fühlst du in dir selbst, nicht außerhalb von dir.

Gerade weil es in dir unbelebte, pflanzliche, belebte und menschliche Wünsche gibt, fühlst du sie in verschiedenen Kombinationen in dir selbst und nennst sie „meine Welt“. Außerhalb von dir existiert nichts außer den Kräften, die dich beeinflussen und solche Formen in dir hervorrufen.

Aus dem russischen Unterricht, 13.05.2018

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Das System von Verlangen und Absichten

Es stellt sich heraus, dass die Enthüllung des Schöpfers keine einmalige Handlung ist, sondern eine schrittweise Aufdeckung aller höheren Stufen über eine ausreichende Zeitspanne hinweg, von oben nach unten sowie von unten nach oben. Am Ende einer jeden von ihnen wird der Schöpfer offenbart.
Wie ein Kenner aller Länder und Schöpfungen dieser Welt, der nicht sagen kann, dass ihm die ganze Welt offenbart ist. Bis er das letzte Land und die letzte Schöpfung studiert hat, solange kann der Mensch nicht behaupten, er hätte die ganze Welt begriffen. (Baal HaSulam, „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“)

Es gibt ein riesiges System – ein System von Verlangen und über ihnen die Absichten, die wir entwickeln, miteinander verbinden und daraus unsere eigene Seele bilden müssen.
Die Verlangen  bleiben unten und verändern sich praktisch nicht. Das Wesentliche sind die Absichten. Ihre Beziehung zueinander baut nämlich zwischen uns das auf, was man als „Seele“, als „spirituelle Welt“ bezeichnet. Die spirituelle Welt ist eine Welt der Absichten, meiner Einstellung gegenüber den anderen.

Dies basiert auf den Verlangen und vielleicht auf einigen Handlungen. Aber im Prinzip endet damit unsere Welt. Wenn wir anfangen, den Absichten den Vorzug zu geben, dann verlieren alle Handlungen unserer Welt ihre Helligkeit, ihre Kraft, ihre Wichtigkeit.

Frage: Sagen wir, ich unternehme jetzt etwas, und ich verstehe, dass ich es für mich selbst mache. Die Kabbala sagt hingegen, dass ich mich durch eine Willensanstrengung überwinden und etwas für den anderen tun muss. Funktioniert das nicht?

Antwort: Das funktioniert, aber ausschließlich in einer Gruppe. Als Mitglied der Gruppe versuche ich alles zu tun, was möglich ist, damit die Gruppe erfolgreich voranschreitet.

Bemerkung: Aber ich halte dabei nicht die richtige Absicht.

Antwort: Das spielt keine Rolle. Durch die Handlungen für die Gruppe ziehst du das höhere Licht auf dich heran, welches deine Absicht formt.

Frage: Aber Sie sagen, dass das Anziehen des höheren Lichtes durch das Lesen von Quellen hervorgerufen wird, nicht aber durch meine Handlungen?

Antwort: Nein. Alles funktioniert nur durch die Freunde, und zwar in dem Maße, wie du in der Gruppe ein gemeinsames Verlangen anregst, und auf keine andere Weise. Bücher und Studium sind vorbereitende und recht kraftlose Mittel, mit deren Hilfe du dem Ziel etwas näher kommst. Am effektivsten ist die Wirkung  auf dich und die Gruppe  dann,  wenn du deine Freunde zum spirituellen Fortschritt anstößt.
Selbst wenn du dabei Handlungen ohne die richtige Absicht ausführst, ist das bereits sehr gut.

Aus dem Unterricht in Russisch, 25.03.2018

[#230875]

Gebote und Handlungen

„Gebote sind uns für nichts anderes gegeben worden als die Schöpfung zu vereinen.“ Handlungen sind nur Vorbereitungen auf das Erreichen des Ziels.
Und wenn das so ist, versteht es sich von selbst, dass, wenn die Handlungen nicht darauf abzielen, das gewünschte Ziel zu erreichen, dies gleichbedeutend damit ist, dass man nichts getan hat. (Baal HaSulam: „Die Wissenschaft der Kabbala und ihr Wesen“)

An sich drücken körperliche Handlungen nichts aus. Natürlich kann ein Mensch sie ausführen, aber aus welchen Motiven heraus? Vielleicht weiß er es selber nicht. Was passiert als nächstes? Was erreichen wir durch diese Handlungen? Das Wichtigste dabei wird Absicht genannt.

Frage: Das Buch Sohar sagt:“ Ein Gebot ohne Absicht ist wie ein Körper ohne Seele“ Was bedeutet das?

Antwort: Wenn die Ausführung einer körperlichen Handlung nicht von der richtigen Absicht begleitet wird, sich mit dem Ziel der Offenbarung des Schöpfers zu vereinigen, dann ist eine solche Handlung tot, wie ein Körper ohne Seele.

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass es nur zwei Gesetze oder zwei Gebote gibt: Empfangen und Geben. Es stellt sich heraus, dass es in der menschlichen Gesellschaft eine Interaktion gibt, die aus zwei Handlungen besteht: Entweder ich bekomme oder gebe. Und sie müssen richtig ausbalanciert sein. Wie ist das zu verstehen? Was heißt „richtig ausbalancieren“?

Antwort: Ausbalancieren ist sehr einfach: Geben um zu Geben – ist eine Eigenschaft von Bina, und Empfangen um zu Geben ist eine Eigenschaft von Keter.

Frage: Woher weiß ich, wie viel ich von der Gesellschaft bekommen und wie viel ich ihr geben soll?

Antwort: Dies soll nur zum Vorteil der Gesellschaft geschehen, damit sie das Ebenbild des Schöpfers erreicht.

Frage: Und wer entscheidet das?

Antwort: Du entscheidest. Du musst dich mit der Gesellschaft verbinden, um all ihre Wünsche aufzunehmen und sie zum Schöpfer zu erheben. Du sollst zu einer Zwischenverbindung werden, zu einem Kommunikationskanal zwischen der Gesellschaft und dem Schöpfer.

Frage: Ist das nur möglich, wenn der Schöpfer sich dem Menschen direkt offenbart?

Antwort: Wie kannst du sonst auf die Gesellschaft einwirken? Nur um ihr zu helfen.

 

Aus dem russischen Unterricht 18.03.2018

[230632]

Das Feld, das der Schöpfer gesegnet hat

Unter Feld ist der Ort gemeint, an dem die Gaben der Erde angebaut werden sollten, um der ganzen Welt Nahrung zu geben. Feldarbeiten sind bekanntlich „ackern“, „säen“ und „ernten“.
Es wird von unseren Weisen gesagt: „Was mit Tränen gesät ist, wird freudig geerntet“. Und dies wird das Feld genannt, das der Schöpfer gesegnet hat. (Rabash, “Die Liebe der Freunde (1)“)

Das Feld symbolisiert das Ego eines Menschen, das gründlich gepflügt, mit „richtigen“ Samen gesät, und mit seinen “Tränen“ bewässert werden muss.

Dann muss man aus den gekeimten Weizenähren die Körner herausschlagen, die Schalen in den Wind streuen und viele andere Handlungen durchführen, die die spirituelle Arbeit zur Korrektur des Egoismus mit sich bringt. Es ist der Prototyp all unsere körperlichen Arbeiten auf dem Feld.

Die Körner werden von Mühlsteinen zermahlen, die von Tieren bewegt werden, die mit verbundenen Augen im Kreis herumgehen, um nicht zu sehen, dass sie nutzlose Arbeit für sich tun. Sie brauchen Getreide und nicht das Mehl, denn aus dem Mehl wird Brot gebacken und das ist Nahrung für den Menschen.

Also, der Mensch muss sich selbst beackern, mahlen, in der Gruppenarbeit reinigen und dabei die Augen vor seinen inneren, tierischen Eigenschaften verschließen, damit er für die Ernte arbeitet.

Als Resultat dieser Arbeit werden sich alle Eigenschaften eines Menschen darin konzentrieren, sich manifestieren und eine vollständige Korrektur erreichen.

Wenn du dich mit deinen Freunden in der Gruppe verbindest, findest du diese inneren egoistischen Eigenschaften und da wird die Verbindung zwischen ihnen repariert. Aber um sie miteinander zu verbinden, müssen sie die Eigenschaften des Schöpfers finden. Dies wird deine Haupteigenschaft sein, „Josef“, mit der du bis zum Ende der Korrektur kommen wirst.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“ 01.02.2018

[230866]

Was ist der Unterschied zwischen der offenbarten und der verborgenen Tora?

Frage: Was ist der Unterschied zwischen den offenbarten und den verborgenen Teilen der Tora?

Antwort: Der verborgene Teil der Tora ist der Teil, der einem Menschen offenbart wird, wenn er an seiner spirituellen Entwicklung arbeitet. Die Tora ist dem völlig entgegengesetzt, was die Menschen denken.

Frage: Demnach wird es immer offenbart und es hängt nur von uns ab, ob es uns verborgen bleibt oder offenbart wird?

Antwort: Die Tora ist das Kontrollsystem des gesamten Schöpfungssystems. Sie ist in Bezug auf einen Menschen individuell verborgen. Sie wird uns nach und nach in dem Maß aufgedeckt, wie wir uns intelligent und produktiv daran beteiligen können.

Frage: Wie ist die Tora mit dem Buch als ein System der Kontrolle der Welt, welches vor 3000 Jahren geschrieben wurde, verbunden? Ist es die geschriebene und mündliche Tora?

Antwort: Sie beschreiben beide das System, in das wir eintreten, um etwas zu lernen und um uns damit zu beschäftigen.

Frage: Was ist die mündliche Tora? Es sieht so aus, als ob einige Gesetze auf ein Stück Papier geschrieben werden konnten und es gibt Gesetze, die nur mündlich überliefert werden konnten?

Antwort: Die mündliche Tora ist ein Gesetzessystem, das von Lehrer zu Schüler weitergegeben wurde: über 20 Generationen von Adam bis Abraham, dann über die restlichen Generationen bis hin zu Rabbi Shimon, der Autor des Buches Sohar. Es wurde dann alles verborgen. Das Wissen über die Welt, über die Arbeit des Individuums, sich dem Schöpfer anzunähern, wird „Tora“ genannt. Es wird von dem Wort „Or!“ (Licht) abgeleitet. Dieses Wissen wurde von einer kleinen Gruppe von Menschen nach und nach an jede Generation weitergegeben. Erst jetzt, beginnend mit Ari (17.Jahrhundert) und später, wurde alles wiedergeboren.

 

Aus dem russischen Unterricht 18.3.18

[230763]

Das Studium der Kabbala – ohne Einschränkungen

Frage: Für wen ist die Kabbala bestimmt?

Antwort: Für alle, ohne Ausnahme. Weil alle, die auf der Erde geboren sind, ihren ewigen Zustand begreifen und darin bleiben können, indem sie die Gelegenheit nutzen, die ihnen in diesem materiellen Leben gegeben wird.
 
Frage: Ist es überhaupt notwendig für die meisten Menschen, sich mit dieser erhabenen Wissenschaft zu beschäftigen?

Antwort: Es ist notwendig, den Sinn des Lebens zu verstehen, um die nächste Stufe der Existenz bereits in diesem Leben, auf dieser Welt, zu erreichen.

 

Aus dem Unterricht in russischer Sprache, 18.03.2018

[230085]