Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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„Zieh ihm den Schuh vom Fuß“

Tora, Deuteronomium 25: 7-10
Wenn der Mann aber seine Schwägerin nicht heiraten will und seine Schwägerin zu den Ältesten ans Tor hinaufgeht und sagt: „Mein Schwager will dem Namen seines Bruders in Israel keinen Bestand sichern und hat es deshalb abgelehnt, mit mir die Schwagerehe einzugehen“, wenn die Ältesten seiner Stadt ihn dann vorladen und zur Rede stellen, er aber bei seiner Haltung bleibt und erklärt: „Ich will sie nicht heiraten“, dann soll seine Schwägerin vor den Augen der Ältesten zu ihm hintreten, ihm den Schuh vom Fuß ziehen, ihm ins Gesicht spucken und ausrufen: „So behandelt man einen, der seinem Bruder das Haus nicht baut. Diese Familie soll in Israel genannt werden „Die Familie desjenigen, dessen Schuh entfernt wurde“.

„Mein Schwager hat sich geweigert, den Namen seines Bruders in Israel zu bewahren, fortbestehen zu lassen“ keinen Bestand sichern“, das bedeutet, dass er nicht die Fähigkeit besitzt, den Namen seines Bruders wieder in das System der gemeinsamen Seele aufzunehmen. Er kann das nicht tun, weil er fühlt, dass sein Schirm nicht angemessen ist, um die Frau seines Bruders zu korrigieren.

Und deshalb verweigert er sich; er muss eine anders geartete Korrektur ausführen. Das hat mit der Tatsache zu tun, dass diese Frau zu den Älteren geht, das heißt, dass sie zur nächsten Stufe aufsteigt, sie verbindet sich mit den Älteren, und sie bürgen für sie. Sie zieht ihm die Schuhe aus, naal (vom Wort „nael“, was geschlossen oder verschlossen bedeutet), was die Vervollständigung dieser Stufe symbolisiert.

Frage: Warum hat man von den Juden verlangt, Schuhwerk zu tragen?

Antwort: Alle Teile des menschlichen Körpers müssen immer bedeckt sein; dafür spricht die Tatsache, dass ein Mensch innerhalb eines Systems von zehn Sefirot existiert. So werden wir als Ebenbild und Abbild des höheren Systems erschaffen, und deshalb ist das die Art und Weise, wie wir uns selbst in unserer Welt erhalten müssen.

Es gibt hier nichts Überflüssiges, kein „Pro“ und „Kontra“. Ein Mensch muss ständig angezogen sein, sogar beim Schlafen. Es gibt hier nichts, was man irgendwie anders deuten kann. Deshalb gingen die Juden gesetzmäßig in Schuhen herum, was praktisch in anderen Nationen nicht existiert hat bis zu den modernen Zeiten. Erst in den letzten 200-300 Jahren wurde das Tragen von Schuhen weit verbreitet, aber zu jener Zeit ging jeder barfuß und empfand dabei kein Unbehagen.

Übrigens, die Füße des Menschen sind so eigentümlich, dass sie bei ständigem barfuß gehen eine so raue Haut bekommen, dass der Mensch noch nicht einmal fühlt, wenn er auf spitzen Steinen steht. Er kann in ein Feld rennen und über scharfe Gegenstände stolpern ohne es zu fühlen, so als würde er Schuhe tragen.

Aber im antiken Israel und im Verlauf der Jahrtausende gingen die Juden in Schuhen, was die Loslösung eines Menschen von der Erde (vom Willen zu empfangen) symbolisiert.

Aus Kab TV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 11/2/16

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Die höhere Kraft aus der Sicht der Kabbala

Frage: Der größte Teil der Menschheit ist religiös. Sie haben ihre eigene Vorstellung von der höheren Kraft, von Gott, dem Schöpfer. Was ist die höhere Kraft in der Kabbala und worin besteht der fundamentale Unterschied?

Antwort: Die Menschheit hat sich immer vor etwas gefürchtet und tut dieses bis zum heutigen Tag. Sie versucht immer, eine Methode zu finden, um sich vor unerwarteten und grausamen Naturkräften zu schützen.

Das gleiche wird auch von Abraham gesagt, der erst ein Priester im alten Babylon war und später die höhere Kraft entdeckte, welche Natur oder der Schöpfer genannt wird; sie ist eine einzige und gute Kraft, die keine Rituale und Opfer fordert.

Basierend auf dieser Entdeckung führte er Forschungen und Klärungen durch und vielleicht unterrichtete er auch die Menschen. Auf diese Weise wurde die kabbalistische Sprache geformt; ihre Basis kam von dem ersten Kabbalisten Adam, der vor 5.777 Jahren lebte.

Seitdem entwickelte sich die Weisheit der Kabbala von Adam zu Abraham und von Abraham zu uns; sie erweitert ihr konzeptionelles System durch vier Sprachen, mit denen die Kabbalisten die höhere Welt beschreiben. Durch diese Sprachen nehmen wir allmählich wahr, was die Kabbalisten fühlten und beschrieben.

Aus dem russischen Unterricht, 22.01.2017

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Der Schöpfer als Freund

Was ist das für ein Bild, das sich vor uns entfaltet? Es ist die Natur, die mehr und mehr innerhalb und außerhalb von uns aufgedeckt wird. Wir entdecken die Natur in ihrer Tiefe und sehen, dass wir in diesem System existieren. Je nachdem wie wir darin existieren, führt uns das System zum Ziel. Auf der einen Seite ist der Mensch ein Produkt der Natur, auf der anderen Seite sind wir besondere Geschöpfe, welche ihren Schöpfer offenbaren können.

Wer hat uns erschaffen? Die Natur. Wer bringt uns voran? Die Natur. Wohin bewegt sie uns? Nach der Geschichte unserer Entwicklung und dem Prozess der Evolution zu urteilen, können wir herausfinden, in welche Richtung wir gehen. Lasst uns das also untersuchen und aufklären.

Die Weisheit der Kabbala unterscheidet sich von den Religionen dadurch, dass sie einem Menschen Werkzeuge für die Offenbarung der höheren Kraft gibt. Es wird ihm gesagt, was er anderes tun kann, anstatt alle möglichen Götzen anzurufen, die wir selbst in der Hoffnung erschaffen haben, um für ein gutes Leben zu bitten. Die erfolgreichste Art, einen Menschen zu helfen, ist das Studium der Weisheit der Kabbala. Das ist der Unterschied zwischen der höheren Kraft, wie sie sich die religiösen Menschen vorstellen, zu den und der Vorstellung der Kabbalisten, die die Beziehung zu dieser Kraft entdeckt haben. Kabbalisten können die höhere Kraft ansprechen, von ihr empfangen und mit ihr in Wechselwirkung treten.

Die höhere Kraft, damit ist die Natur gemeint, möchte in einer solchen Interaktion mit uns sein. Durch die Arbeit mit dem System der Natur beginnen wir allmählich den Geist und die Gefühle, die sich immer auf der nächst höheren Stufe befinden, zu offenbaren. Das Problem ist, dass wir uns nicht vorstellen können, dass die höhere Kraft nicht in Materie und Form gekleidet ist.

Wenn die höhere Kraft die ganze Natur ist, dann wird sie unwahrnehmbar für uns. In der Verbindung zwischen uns jedoch offenbart sie sich in einer ganz klaren Weise. Wir müssen den Schöpfer als unseren Freund enthüllen.

Aus dem 3. Teil, der täglichen Kabbala-Lektion 18/1/17

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Die Mysterien und Wunder

Neues Leben 473 – Die Mysterien und Wunder

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Was ist nach der Weisheit der Kabbala ein Wunder? Was ist das Besondere am Chanukka-Wunder? Was können wir tun, damit dieses Wunder auch in unseren Tagen geschieht und alle Schwierigkeiten und Ängste in der Welt beseitigt werden?

Ein Wunder ist etwas, das gegen die Gesetze der Natur stattfindet. Die Tora, genauer gesagt die Weisheit der Kabbala, die als Weisheit der Wahrheit gilt, erklärt, was ein Wunder ist. Es scheint, dass die Welt von der Macht des Egos geleitet wird. Ein Wunder ist es, wenn die Wirkung der entgegengesetzten Kraft, die Kraft der Liebe aufgedeckt wird. In unserer Entwicklung gibt es zwei Linien: Den natürlichen egoistischen Fluss und die darüberstehende, verborgene Kraft der Liebe.

Glücksbringer, Segenswünsche etc. haben nichts mit Wundern oder Übernatürlichem zu tun. Das sind einfache Dinge, die Menschen psychologische Macht geben. Wir müssen die Macht des uns trennenden Egos bekämpfen. Wir sollten uns in Liebe verbinden, um die Griechen zu besiegen. Ein Wunder geschieht erst nach großen Anstrengungen, wenn wir uns über das Ego erheben. Es gelingt uns nicht, wir brauchen dazu Hilfe. Der gleiche Krieg wiederholt sich in jeder Generation. Die Macht des Egos beherrscht uns und wir müssen uns in Liebe verbinden.

In Israel gibt es schreckliche Korruption und Verdorbenheit. Tatsächlich wird uns das Licht durch die größte Dunkelheit offenbart. Wenn die Menschen sich verbinden, wird die ganze Welt ihre Haltung gegenüber uns ändern, sie wird uns in ihren Armen tragen. Wir verhalten uns heute nach dem egoistischen, griechischen Ansatz. Aus diesem Grund hasst uns die Welt.

Jeder Mensch leidet unter dem Mangel an Verbindung. Israel muss ein Beispiel für das Zusammenleben und die Liebe sein. Das ist die Bedeutung des Lichts für die Völker der Welt. Das wird das große Chanukka-Wunder unserer Zeit sein.

Um uns zu helfen, wie wir uns trotz unseres großen Egos verbinden können, wird uns heute die Weisheit der Kabbala offenbart. In der Weisheit der Kabbala gibt es einen besonderen Verdienst: Es zielt auf das Erreichen eines Wunders ab, das heißt auf den Wechsel in der menschlichen Natur.

Von KabTV „Neues Leben“

14/12/14

Blitz Antworten vom Kabbalisten

Frage: Das Konzept eines Schöpfers erscheint verdächtig. Woher bekommt eine Person das Streben nach Individualität, Exklusivität und Freiheit?

Meine Antwort: Das Streben nach Individualität und Freiheit ist in uns vom Schöpfer gegeben, damit wir diese besondere Individualität, Exklusivität, Freiheit, Ewigkeit und Absolutheit erreichen.

Frage: Kann man sagen, dass jede Person auf ihr eigene Weise ein Schöpfer ist?

Meine Antwort: Jeder Mensch kann zu Schöpfer werden, gemäss seiner Ähnlichkeit mit dem Schöpfer.

Frage: Können wir selbst unsere eigenen Lebenserreignisse ändern?

Meine Antwort: Wir können alle Ereignisse des Lebens und ihre Hauptfolgen verändern, wenn wir auf uns die Auswirkungen des so genannten korrigierenden höheren Lichtes beziehen (Or Makif).

Frage: Wie kann man in der materiellen Welt existieren und dabei doch altruistisch bleiben?

Meine Antwort: Sie werden damit aufhören, sich mit der materiellen Welt zu verbinden, das heißt, Sie werden vollständig Ihre Einstellung dazu ändern.

Frage: Wo befindet sich die Information über die Formen und Eigenschaften von biologischen und nicht biologischen Arten? Sind die Informationen über die nichtspirituellen Formen und Eigenschaften mit der Seele des Menschen verknüpft?

Meine Antwort: Die Informationen über alle physikalischen Formen ist in der Materie selbst eingeprägt uns die Auswirkung dieser Materie kommt aus dem umgebenden spirituellen Raum.

Frage: Gibt es in der Geschichte Kabbalistininnen?

Meine Antwort: In der Geschichte gab es viele Kabbalistininnen. Heute dürfte es noch viel mehr geben. In der Kabbala gibt es keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen.

Frage: Warum gibt es heute so wenig von bekannten Kabbalisten, wenn Sie es behaupten, dass jetzt die ideale Voraussetzungen für die Entwicklung der Kabbala sind?

Meine Antwort: Heute haben wir in der Tat die idealen Bedingungen für die Entwicklung der Kabbala. Sie geht an die Massen, wird sehr weit verbreitet. Ein Beispiel dafür ist Ihre Teilnahme an unserem Gespräch. Und das ist nur der Anfang, denn wir sind die erste Generation, die Kabbala verbreitet.

Frage: Warum sind Sie an der Essenz der anderen Lehren nicht interessiert?

Meine Antwort: Weil sie sich nicht mit dem Aufstieg unserer Natur befassen.

Frage: Ist eine Krankheit eine Strafe?

Meine Antwort: Eine Krankheit ist eine Genesung, Reinigung.

Frage: Ich möchte nur reines Vergnügen vom Leben bekommen, wird mir die Kabbala dabei helfen?

Meine Antwort: Ja. Die Kabbala bringt Sie zu dem absoluten Vergnügen!

Von der Lektion auf Russisch, 20.03.16.

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Bewusst Mensch sein

Die Wissenschaft der Kabbala ist eine praktische Wissenschaft, die uns ermöglicht, die  Antriebskraft unserer Welt zu begreifen, den inneren Motor, all das, was unser Leben ausmacht, uns entwickelt und  zu einem bestimmten Ziel führt. Um zu verstehen, wie man lebt, wo wir sind, worin der Sinn des Lebens besteht, müssen wir dieses Programm offenbaren.

Wie Baal HaSulam schreibt, haben wir uns in dieser Welt verirrt. Als Ergebnis der persönlichen Entwicklung, die wir uns selbst ausgesucht haben, kamen wir in eine korrekt geplanten, Sackgasse, aus der wir jetzt entkommen müssen.

Die Weisheit der Kabbala bietet uns einen Weg aus der Sackgasse. Entweder wie bisher auf die gleiche Art und Weise weitermachen und aus eigenen Fehlern so lange lernen, bis man ans Ziel gelangt. Oder man wendet die Methode der Kabbala an und beginnt jetzt schon den Plan der Schöpfung zu begreifen, die Kraft, die unsere Welt lenkt,  die in jedem Augenblick des Lebens die Zukunft der Menschen bestimmt und unsere Gedanken, Verlangen und Entscheidungen formt.

Wir müssen diese Höhere Kraft erforschen, die alles beinhaltet: jeden von uns und alles in Eine; sie zu verstehen und zu sehen, was der freie Wille bedeutet und ob wir überhaupt einen haben; oder sind wir wie Tiere, die durch Instinkte, Freude oder Strafe angetrieben  werden?

Es gibt nichts anderes, aber wir verstehen es nicht, und es scheint uns, als hätten wir die freie Wahl: ich wähle selbst und treffe selbst Entscheidungen. Wir verstehen nicht, dass wir von inneren Kräften der Natur gelenkt werden, und nur sie entscheiden alles.

Kabbala spricht über die verschiedenen Entwicklungsstufen, von der unbelebten bis zur pflanzlichen und tierischen, die wir innerhalb von Milliarden Jahren durchgelaufen sind. Und jetzt stehen wir vor der nächsten Stufe, wo wir die freie Wahl haben, sie zu erklimmen, ohne dass uns das Leid dazu zwingt.

Wir sollten uns wünschen, bewusster zu sein. Und das ist nicht einfach. Jeder von uns will in jedem Augenblick der Realität entfliehen, die Augen verschließen, sich entspannen, und gar nicht darüber nachdenken, was geschieht. Es ist einfacher und leichter. Aber das Leben zwingt uns dazu, dass wir uns selbst und auch unweigerlich unsere Gesellschafft weiter entwickeln.

Ob wir es nun wollen oder nicht, bekommen wir schwerwiegende Probleme, mit denen wir uns bewusster auseinandersetzen müssen, und nicht die Augen verschließen, wie ein Kind, als wäre nichts geschehen. Das ist unmöglich.

Kabbala bietet uns die Möglichkeit, das Problem des Lebens bewusst zu lösen, auf die nächste Entwicklungsstufe zu gelangen, die Höhere Kraft der Natur und uns selbst zu begreifen.

Kongress in Prag. Lektion Nr.1

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Eine Weisheit, die Erfolg im Leben garantiert

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit  Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

Zusammenfassung

Frage: Nur zwei Gruppen von Menschen interessieren sich für den Schöpfer: religiöse Menschen oder große Wissenschaftler wie Einstein, die zu erforschen versuchen, ob es eine höhere Kraft gibt und wie sie zu finden ist. Aber die übrigen Menschen interessieren sich überhaupt nicht für den Schöpfer. Wie berührt Er das tägliche Leben eines normalen Menschen?

Antwort: Die Frage hat nichts damit zu tun, ob jemand religiös ist oder nicht. Der einzelne Mensch durchlebt genau so wie die Menschheit als Gesamtes verschiedene Entwicklungsschritte. Wenn er die Gesetze der menschlichen Entwicklung entdeckt, wird er in der Lage sein, ein besseres Leben zu führen.

Wenn er weiß, was ihn in einem oder zwei Tagen erwartet, in welche Richtung sich alles weiter entwickelt, kann er damit besser umgehen. Angenommen, du möchtest wissen, welcher Beruf für deinen Sohn geeignet ist? Alles wird klar sein, wenn du einen Plan hast. Du wirst alles im Voraus wissen, weil du den allgemeinen Plan, nach dem du dich entwickelst,  entdeckst und im Fluss damit bist. Deshalb ist die Enthüllung des Schöpfers für jedermann notwendig. Wir erleben heutzutage so viele Enttäuschungen und Fehlschläge, weil wir blind handeln. Die ganze Menschheit – mit dem ganzen technologischen Fortschritt, den wir haben, mit den Leiden, die wir durchlebt haben, und den bitteren Erfahrungen, die wir angehäuft haben – handelt blind, weil sie den Plan der Natur nicht kennt.

Niemand bittet uns darum, uns vor der höheren Kraft zu beugen wie in der Religion. Wir müssen sie enthüllen und kennenlernen, um unser Leben zu erleichtern und um unsere Kinder auf ein besseres Leben vorzubereiten. Ansonsten wird sich unser Leben von einer Generation zur nächsten zunehmend verschlechtern. Zweifellos wird das Leben unserer Kinder schlechter werden als unseres. Vor fünfzig oder sechzig  Jahren dachten wir, dass das Leben im Laufe der Zeit immer besser werden würde, dass die Menschheit neue Entdeckungen machen und Erfolge erreicht, dass es keine Kriege mehr gibt und dass die Welt ein wunderbarer Platz sein wird. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Den Schöpfer zu erlangen, heißt, die Natur zu erlangen, den generellen Plan. Das öffnet uns die Augen und erlaubt uns einen Blick auf die Welt, in der wir leben, wer sie lenkt und wir sehen das Netzwerk, in dem wir uns befinden. All das hilft uns, erfolgreicher zu werden, und das braucht die Menschheit heute, weil sie leidet. Wir fühlen, dass wir immer mehr durch globale Bande miteinander verbunden sind, und wir wissen nicht, wie wir uns befreien können. Die EU wird nach all den erfolglosen Vereinigungsversuchen auseinander brechen, aber den betroffenen Ländern wird das schlecht bekommen. Weil sie nicht wissen, wie sie sich auf korrekte Weise vereinigen können, damit es allen gut geht.

Die Weisheit der Kabbala vermittelt uns den Plan, wie wir uns zum Guten miteinander verbinden können. Ich rate jedem, die Kabbala zu studieren. Jeder möchte in seinem Leben erfolgreich sein, und die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir das erreichen können. Und es wird ein voller Erfolg sein, ohne jemandem zu schaden oder sich Vorteile auf Kosten der Mitmenschen zu verschaffen.

Das Auserwählte Volk meint die Menschen, die den Plan der Korrektur besitzen, und das müssen wir anerkennen. Wir sind die auserwählten Menschen und müssen die ganze Menschheit in diesen Plan integrieren; und solange wir das nicht tun, wird der Druck auf uns immer größer. Die Weisheit der Kabbala ist für jeden Menschen bestimmt und hat nichts mit Religion zu tun: weder mit dem Judentum, noch mit dem Christentum, dem Islam, und auch nicht mit irgendwelchen östlichen Glaubensrichtungen oder Mystizismus. Es geht nur um die Enthüllung der Höheren Kraft für jedermann.

Dank dieser Enthüllung wird der Mensch in seinem Leben nicht fehlgehen. Darüber hinaus wird er die Höhere Kraft entdecken und realisieren, dass unser Leben nicht zu Ende ist, wenn der Körper stirbt. Der Tod ist nur der Endpunkt einer Existenz, die auf mehrere Dekaden begrenzt ist und Leiden und Kriege durchlebt hat. Der Sinn eines solchen Lebens besteht darin, sich zu Lebzeiten auf die nächste Stufe zu erheben. Das ist keine Stufe der physischen Welt, sondern eine neue Stufe der Wahrnehmung, eine neue Stufe der Empfindung. Wir steigen in eine andere Dimension auf und entdecken neue Horizonte, eine neue Welt.

Dazu lädt die Weisheit der Kabbala jeden ein. Darum geht es bei der Enthüllung der oberen Kraft, der Erlangung des Schöpfers, der Enthüllung der Ewigkeit und der Vollkommenheit der Natur.

Aus KabTV “Neues Leben #485 – Eine Weisheit, die Erfolg im Leben garantiert” 12/28/14

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Die Weisheit der Kabbala verbietet überhaupt nichts

Frage: Wenn es notwendig ist, das ganze Leben der spirituellen Entwicklung zu widmen und „andere Dinge“ auszuklammern, wann hat man dann noch Zeit zu leben? Warum hat der Schöpfer alles so kompliziert gemacht?

Meine Antwort: Und wofür lebt eine Person? Wenn wir beginnen, die Methode der Weisheit der Kabbala zu studieren, fangen wir an sie zu leben. Wir fühlen, über welche Kräfte sie spricht, wie es möglich ist, sie zu entdecken und zu verstehen, wie die Welt funktioniert.

Die Weisheit der Kabbala ist die Grundlage der menschlichen Kultur, aller Religionen und alles Wissens, weil sie über das Höhere Leitsystem spricht. Alles, was in unserer Welt existiert, ist ein Resultat dieses Systems. Durch das Studium der Weisheit der Kabbala ist es möglich, sich in dieses System zu integrieren.

Es gibt in der Weisheit der Kabbala keine Verbote von irdischen Vergnügungen. Es ist möglich, in Ruhe fischen zu gehen, ein Fußballspiel anzuschauen, Sport zu treiben, sich um die Familie zu kümmern usw. Es ist nicht notwendig, irdische Interessen aufzugeben. Eine Ausnahme ist der Gebrauch harter Drogen, weil sie den Menschen von der Realität trennen, und davon, das Höhere System zu verstehen.

Die Weisheit der Kabbala verbietet überhaupt nichts. Sie hat nichts zu tun mit Klosterleben, Askese oder Selbsteinschränkung. Sie spricht nur darüber, wie man dem Leben besondere höhere Genüsse hinzufügen kann.

Dennoch wissen wir, dass wir für jedes Vergnügen, für jeden erfüllten Wunsch und für das ganze Wissen mit unserer Kraft und Zeit bezahlen müssen. Genauso ist es hiermit.

Aus der russischen Kabbalalektion vom  4/17/16

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Die Entstehung der europäischen Zivilisation

Europa geht durch schwierige Zeiten: Wirtschaftskrise, Flüchtlingsströme, die Ausbreitung des Islam, die Wiederkehr des Nationalsozialismus – alle diese Probleme haben einen Schneeballeffekt.

Dennoch hatte Europa einen großen Anteil an der Entwicklung der Menschheit, vielleicht mehr als alle anderen Kontinente. Was ist der Grund dafür, dass sich so eine hohe Zivilisation in Europa entwickeln konnte?

Alte Zivilisationen entstanden im mittleren Osten, im alten Babylon, in Persien. Doch dann verlagerte sich alles nach Europa, nach Griechenland und Rom. Daraus entwickelte sich die europäische Zivilisation.

Aus Griechenland kamen die Wissenschaft und die Philosophie nach Europa, die die griechischen Gelehrten von den Juden während der Periode des ersten Tempels bis zur Zerstörung des zweiten Tempels übernahmen, etwa 1000 Jahre vor unserer Ära. Europäische Wissenschaftler und Philosophen schreiben selbst darüber.

Die Römer brachten das Sozialsystem, das Europa entwickelte. Dennoch war Europa zu Zeiten des Höhepunkts des römischen Reichs ein eher barbarischer Kontinent. Ohne die Römer, die bis weit in den Norden Europas vordrangen, würde die europäische Geschichte wohl anders aussehen.

Die Römer gaben Europa ein Staatssystem und errichteten ein Straßennetzwerk.Im Talmud steht geschrieben, dass die Römer die Macht und das Wissen Judäas übernahmen, als sie letzteres eroberten. Letztendlich kam alles aus Israel, aus der der Niederschlagung des jüdischen Volkes. Sein spirituelles Wissen, seine Errungenschaften und seine Stärke waren erschöpft und nur wenig blieb davon übrig.

Das jüdische Volk wusste nicht, damit umzugehen, da es nicht dazu erschaffen worden war, materielle Güter in dieser Welt anzuhäufen. Seine Aufgabe lag in der spirituellen Arbeit. Doch die Römer übernahmen das Wissen der Juden und nutzen es für die materielle Entwicklung des europäischen Kontinents.

Die Unternehmungen Alexanders des Größenunterstützten diese Entwicklung. Er selbst wollte diese modernen, wissenschaftlichen Errungenschaften in der ganzen Welt verbreiten. Das war der Zweck seiner vielen Eroberungen.

Auch das Christentum verbreitete den römischen Einfluss in ganz Europa. Die ersten Christen waren Juden, die nach der Zerstörung des Zweiten Tempels zum damals neuen Christentum konvertierten.

Die Christen waren verpflichtet, die Religion weiterzuentwickeln, sie zu verbreiten und neue Seelen hinzuzufügen. Dadurch wurden auch die Römer inspiriert, Europa zu erobern, und Wissenschaft und Philosophie zu verbreiten.

Zuvor war Europa in den Händen heidnischer Barbaren. Das Christentum brachte ihnen Struktur und Bücher. Die Künste entwickelten sich, da es notwendig war, den Analphabeten die Ideen über Gemälde und Zeichnungen zu vermitteln.

Religiöse Strömungen und Philosophie blühten auf den Ruinen des Zweiten Tempels, da die Juden nicht mehr in der Lage waren, das spirituelle Gedankengut weiterzuführen. Sie fielen und wurden am Erdball zerstreut. Die gesamte europäische Zivilisation erwuchs aus den letzten Fragmenten der verborgenen Weisheit der Juden.

Aus Kab TV, Neues Leben, 18.8.2016

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Der Papst und Europa

Aus dem Catholic Herald: „Christen in Europa müssen die ‚Mauern der Angst und Aggression‘ niederbrechen. Wir müssen Menschen mit anderem Glauben verstehen“, sagte Papst Franziskus. In einer Video-Botschaft an die Versammlung ‚Gemeinsam für Europa‘ in München beteuerte der Papst, dass ‚unsichtbare Mauern‘ aufgebaut würden, die die Menschen voneinander trennen: „Diese Mauern begrenzen die Herzen der Menschen. Sie bestehen aus Angst und Aggression; sie sind das Unvermögen, Menschen mit anderen Hintergründen zu akzeptieren. Es sind Mauern politischer und ökonomischer Selbstsucht. Sie sind ohne Respekt für das Leben und die Würde der anderen Menschen.“

In seiner Ansprache an 300 christliche Organisationen, Strömungen und Bewegungen aus Europa, mahnte der Papst, dass die Christen neue, lebendigere Wege für die Verbreitung christlicher Werte innerhalb der Gesellschaft Europas und der Welt finden müssen: „Europa steht vor der Entscheidung, ob sein immenses christliches Erbe ins Museum gehört oder ob es noch in der Lage ist, die Kultur zu inspirieren und seine Schätze der ganzen Menschheit zukommen zu lassen!“

Frage: Papst Franziskus ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Ist seine Warnung bezüglich des Mangels an Akzeptanz anderer Religionen gefährlich?

Meine Antwort: Nein, das ist nicht gefährlich. Es ist ein Faktum. Zwischen den Religionen gibt es 1000 unterschiedliche „Mauern“. Je größer die Mauer umso mehr Leidenschaft brennt in den verschiedenen Parteien.

Frage: Ist Europa, so wie der Papst es sagte, „Noch immer fähig, seine Kultur zu erhalten und seine Schätze der ganzen Menschheit zur Verfügung zu stellen“?

Meine Antwort: Europa ist müde und scheint völlig bewegungsunfähig zu sein.

Frage: Der Papst sagte auch: „Jede authentische Einheit zieht den Reichtum der Diversität an, der sie auch formt – ähnlich einer Familie, die derart in ihrer Verbundenheit aufgeht, sodass jedes Mitglied vollkommen und angstfrei es selbst sein kann.“ Weiter fügte er hinzu: „Damit Europa eine Familie sein kann, muss das Gute im Menschen der zentrale Fokus sein; Völker und Gruppen müssen Wege finden, nicht nur wirtschaftlich sondern auch sozial und kulturell zusammen zu arbeiten.“ (Catolic Herald)

Meine Antwort: All das stimmt; viele Europäer stimmen dem zu. Doch die Frage ist, ob sie eine Methode finden, diese schönen Worte auch umzusetzen. Wenn nicht, bleibt es bei den Worten. Die Europäer haben wenig Vertrauen in ihre Macht und sie haben keinen Glauben an die Methode der Korrektur.

Papst Franziskus sagt also die Wahrheit – doch was kommt als nächstes? Der Papst ist nicht nur spiritueller Führer Europas sondern von Millionen anderer Menschen ebenso. Er müsste eine „Bildungs-Methode“ zur Hand haben. In der Vergangenheit verhielten sich die Christen teilweise wie Wilde. Heute müssen Christen und Anhänger anderer Religionen – alle Menschen – tatsächlich zu Menschen werden. Sie müssen im „Mensch werden“ gebildet sein; sie müssen sich zu einem Ganzen verbinden, mit der Natur im Ausgleich sein, der Natur ähnlich werden. Nur so kann jeder Mensch Glück erreichen. Nur so werden Harmonie und Frieden in Europa herrschen können.

Kommentar: Er sagte auch: „Einheit ist einer Familie vergleichbar.“

Meine Antwort: Ja, es liegt an der Gesellschaft, wie eine Familie zu leben. Und der Papst hat recht damit, dass es so etwas in Europa noch nicht gibt. Die Vorfahren der Europäervhatten dies jedenfalls nicht im Sinn. Doch der Papst könnte den Europäern den Weg zeigen. Er kann sich als spiritueller Führer an den ganzen europäischen Kontinent wenden.

Wir sollten ihm schreiben und ihm einige Vorschläge machen. Wir könnten ihm Dokumente und verschiedenes anderes Material zur Verfügung stellen. Die Juden und die Kabbalah sind dazu da, den Papst bei seinen Unternehmungen zu unterstützen, sich richtig  und erfolgreich an die Europäer wenden zu können. Denn die Weisheit der Kabbala entstammt schließlich derselben Wurzel, aus der auch das Christentum hervorging.

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