Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Psychologie'

Neuer Tag – neues Leben

Frage: Kann man ein Beispiel des spirituellen Gleichgewichtes in der Außenwelt nennen und wo zeigt sich das?

 

Antwort: Nein, da unsere Welt kein Beispiel für das Gleichgewicht der spirituellen Kräfte ist. In unserer Welt gibt es keine Spiritualität. Sie wird ausschließlich benötigt, um den Mensch zur inneren Verbindung zu führen. Aus diesem Grund wirken hier getrennte, negative Kräfte. Es gibt keine positiven Kräfte. Manchmal erscheint es so, aber in einem umgekehrten Zustand, sie sollen uns zu der richtigen Erkenntnis, „es gibt niemanden außer Ihm“ bringen.

 

Frage: Vielleicht kann man dies am Beispiel einer Familie sehen. In ihr herrscht im Moment Harmonie und Liebe. Sind die Streitigkeiten und Zwistigkeiten, die es gestern oder vorgestern gab, nicht vergessen worden?

 

Antwort: Es wird nichts vergessen. Wenn sich beide Ehepartner bewusst ausbalancieren können und beide eine klare Ausrichtung auf die richtige Verbindung haben, da sie verstehen,  dass es auf beiden Seiten sowohl Böses als auch etwas Gutes gibt und sie dabei diese Gegensätze ausgleichen möchten, dann neutralisieren sie das Böse und halten es unter Kontrolle. So ähnlich funktioniert das spirituelle System.


Anmerkung: Sie führen oft als Beispiel Ihre Beziehung zu Ihrer Frau an. Wenn Sie sich abends gestritten haben, erinnern Sie sich am nächsten Morgen nicht mehr daran und sprechen nicht darüber?


Antwort: Nichts dergleichen. Am nächsten Morgen erinnere ich mich an alles und sie auch. Wir haben aber beschlossen, dass wir jeden Morgen mit einem unbeschriebenen Blatt beginnen und uns so verhalten, als wäre nichts passiert.
Wir haben ein Bündnis zwischen uns geschlossen und wir versuchen es nicht zu verletzen. Dies ist eine gute, ernsthafte spirituelle Arbeit. Wir sind uns einig, dass wir uns am nächsten Tag nicht an die Vergangenheit erinnern. Ein Tag ist vergangen – durchgestrichen.


Frage: Heißt das, ein Mensch versteht was  für ihn gut ist und er kann auf diese Weise alle Probleme umgehen?


Antwort: Andernfalls können Sie die Ehe nicht über viele Jahre aufrechterhalten. Wir sind seit 50 Jahren verheiratet!


Frage: Aber woher bekommt man diese Kräfte? Vom Schöpfer?


Antwort: Nein. Hier hilft der Wunsch, die Familie zu bewahren. Sie müssen ein bestimmtes Verhaltensmuster entwickeln.

 

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In Übereinstimmung mit den Empfehlungen der Kabbalisten

Frage: Warum kann die kabbalistische Methode nicht den Menschen erklärt werden, die keinen Punkt im Herz haben? Sie verstehen nur die weltliche Logik, Gruppenpsychologie, aber keine höhere Psychologie.

Antwort: Die Kabbala beschäftigt sich nicht mit den Erklärungen, da sie grundsätzlich auf einer Stufe arbeitet, auf der weder die Gedanken noch Wünsche des Menschen vorhanden sind. Es macht keinen Sinn etwas zu erklären. Es ist dasselbe, wie wenn man vor einem Hund sitzt und ihm philosophische Gesänge interpretiert. Er wackelt mit dem Schwanz und fühlt, wie gut man ihn behandelt, aber das was man sagt, spielt für ihn keine Rolle.

Einem Kabbalisten ergeht es genauso. Wenn er den Menschen etwas erzählt, nicken sie mit einem zustimmenden Lächeln, aber sie wollen nichts vertiefen.  Wenn sich Menschen systematisch an den Empfehlungen eines Kabbalisten halten, werden sie nach einer gewissen Zeit verstehen, wohin das Ganze führt.

Durch das Gesprochene lernen sie angemessene Resonanzen und höhere Handlungen kennen, die sie vorher nicht gespürt haben. Sie betreten ein Gebiet, in dem es völlig neue Definitionen gibt, so schreiten sie voran.

Es liegt nicht daran, dass sie alles im Verstand wahrnehmen sondern das sie den Anweisungen des Lehrers folgen.

Aus dem TV-Programm „Die letzte Generation“  vom 12.04.18

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Wofür sollte ein Mensch respektiert werden?

Frage: Welche grundlegenden Gefühle und Werte des einzelnen Menschen verdienen Respekt und warum fehlen sie bei so vielen Menschen?

Antwort: Respekt verdienen die Menschen, welche sich ausschließlich um das Wohl der Menschheit bemühen und sich darin anstrengen. Menschen, die sich nicht nur um das eigene Glück, des eigenen Volkes oder der zugehörigen Familie kümmern, sondern nur um das Wohl der Menschheit. Wenn wir das beachten, werden wir sehen, in welchem Ausmaß ein Mensch der ganzen Welt angehört, sich für sie opfert und so seine egoistische Natur überwinden kann.

Ich denke, dass alle Menschen sich selbst sowie ihr egoistisches Verlangen besiegen müssen. Jeder sollte Dankbarkeit und Respekt von der Gesellschaft erhalten, wenn er sich den Menschen auf diese Weise hingibt. Alle – sowohl die Kinder zu Hause, die Frau, Verwandte, Eltern, die Umgebung, die Freunde und die ganze Welt – sollten diesem Mensch dankbar sein und ihn im Maße seines Beitrags für die Gesellschaft schätzen.

Der Mensch ist so geschaffen, dass er die Anerkennung der Gesellschaft braucht. Er drückt dadurch sich selbst, sein „Ich“ aus. Wenn wir die Gesellschaft dazu bewegen, einen Mensch zu schützen und auf seinen Beitrag, den er für die Menschheit leistet, zu reagieren, wird dies alle verpflichten, zu einem aktiven Teil der Menschheit zu werden. Wir werden von jedem nur Gutes in Bezug auf die menschliche Gesellschaft beobachten und sehen, welche Mitwirkung jeder leistet.

Aus diesem Grund müssen wir solche Gesetze in unserer Gesellschaft etablieren. Jeder sollte lediglich durch seinen Beitrag, den er für die Menschheit leistet, beurteilt werden.

Wenn wir ausschließlich nach diesen Kriterien einen Menschen einschätzen, wenn jeder weiß, dass er nur danach beurteilt und behandelt wird, dann hat er keinen anderen Ausweg. Er wird zu einer gesunden Zelle im gemeinsamen Körper werden, zu einem Mensch, der für die Menschheit absolut unentbehrlich ist .

Runder Tisch der unabhängigen Meinungen. Berlin 09/09/2006

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Die Kabbala und der Glaube

Folglich müssen wir fest daran glauben, dass wir das Ziel erreichen und nicht auf halbem Weg der Verzweiflung nachgeben und vom Weg abkommen.

Wir müssen überzeugt sein, dass der Schöpfer auch einem niedrigen und unwürdigen Menschen wie mir helfen wird.  Dies bedeutet, dass der Schöpfer mich näher an Sich heranbringt und es mir gelingen wird, Anheftung an Ihn zu erlangen. (Rabash, „Liebe zu Freunden- 2“)

Es ist nicht einfach das Ziel zu erreichen. Es ist eine Tatsache, dass wir die Gruppe und die Umgebung als Hilfsmittel bekommen haben. Wir müssen eine Umgebung schaffen, die uns in den Momenten eines Abstieges unterstützt. Wenn wir das schaffen, wird der Abstieg weich und verständlich sein, es wird einen Lichtblick geben.

Frage: Gibt es einen Begriff für Glauben in der Kabbala?

Antwort: Glaube ist die Eigenschaft des Gebens.

Frage: Warum wird gesagt: „ Glaube an die Weisen?“ Was ist das?

Antwort: Der Glaube an die Weisen ist ein Zustand, indem ich bereits begriffen habe, wie sehr sie den Vorgang verstehen, deshalb bin ich bereit, ihnen wie ein kleines Kind zu folgen. Obwohl ich nicht verstehe worüber sie sprechen, sie aber sagen, dass es notwendig ist es zu tun – so tue ich es auch.

Mein Glaube an sie basiert darauf, dass ich ihre Größe begreife. Ich unterwerfe  mich dem Höheren als der Niedere. Der Glaube ist eine Empfindung der Größe des höheren Parzuf, des höheren Zustandes, der höheren Seele. Dieses Gefühl kommt, wenn ich es verdiene. Dafür muss ich mich anstrengen.

Frage: Das entspricht nicht dem, dass jemand etwas gesagt hat und ich es glaube?

Antwort: Nein. Dieses Herangehen wird mich nicht retten. Der Mensch fängt entweder in einem Zustand der Verzweiflung, wenn er keinen anderen Ausweg hat, zu glauben an, oder wenn er sich durch alle Untersuchungen davon überzeugt hat, dass dies so ist.

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Religion und Kabbala?

Antwort: Religion sagt: „Du musst deine Augen schließen und daran glauben, was dir gesagt wird.“ Und die Kabbala stellt fest: „Der Mensch hat nicht mehr, als seine Augen sehen.“

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Aus der Fernsehsendung „Die letzte Generation“, 22.3.18

 

Die Matrix, in der sich der Schöpfer  befindet.

Frage: Unsere Gedanken müssen in Liebe und Freundlichkeit immer beim Schöpfer sein. Wie können wir zu diesem Zustand gelangen und darin die ganze Zeit verweilen?

Antwort: Dafür brauchst du eine Gruppe, sonst wirst du dich vom Schöpfer abtrennen. Wenn man versucht dies selbstständig umzusetzen, wird man  ausgestoßen, da man nichts hat, woran man sich festhalten kann.

Es gibt keinen Schöpfer, an dem ich mich anheften kann. Daher ist eine Matrix, ein System notwendig, indem Er sich befindet und wodurch ich mit Ihm in Verbindung bleiben kann.

Der Schöpfer hat dieses System aus 10 Sefirot geschaffen, die sich aus einem zerbrochenen Zustand miteinander verbinden. Da wir kein solches System besitzen, brauchen wir eine Gruppe. Wenn wir dieses System   wiederherstellen möchten indem wir verschiedene Versuche unternehmen, uns zu verbinden, fühlen wir was der Schöpfer ist und was das für eine Eigenschaft ist, die wir erlangen müssen damit sie uns füllt.

Hier gibt es viel Neues zu erforschen. Darauf basiert die ganze Wissenschaft der Kabbala. 

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“ 22.03.2018

Spirituelle Schizophrenie

Frage aus Facebook: Entschuldigen Sie, aber ich habe das Gefühl, dass Sie sich mit Schizophrenie beschäftigen und das als „Glaube über den Verstand“ bezeichnen. Wie kann man sich in dieser Welt befinden, das sehen was man sieht, und gleichzeitig sich in einer anderen Welt befinden und dabei das sehen, was man nicht sieht?

Antwort: Schizophrenie ist, wenn ich außer dieser Welt noch etwas sehe. Wir hingegen sprechen davon, die Wahrnehmung von allem in mir, in zwei Teile zu teilen: das was in mir geschieht und die Kraft, die in mir alles projiziert, aufbaut, einrichtet, die sozusagen mit mir spielt. Ich sehe die Welt in zwei Teile geteilt:
das Innere und das Äußere oder das Untere und das Höhere.
Ich selbst bin auch in diese zwei Teile geteilt und sehe daher diese Welt als solche. Einer dieser Teile ist mein egoistischer Teil, das Verlangen zu genießen. Der zweite Teil ist der Altruistische, das Verlangen Genuss außerhalb von mir zu schaffen um durch alle Schöpfungen dem Schöpfer zu geben. Dieser Teil wurde in mir geschaffen, da ich die Kabbala praktiziere. Ich bestehe aus diesen
zwei Teilen.

Anmerkung: Ihre Aussage, dass man sich dabei sowohl im ersten Stock als auch im zweiten Stock befindet verwirrt alle.

Antwort: Das ist erforderlich. Dies steht in allen kabbalistischen Büchern, angefangen mit Adam, also vor fast 6000 Jahren. Diese „Krankheit“ wird vernachlässigt, es ist daher notwendig, sie zu untersuchen.
Ich lade alle ein, zu erforschen und zu entdecken, dass wir uns gerade deswegen so schlecht fühlen, da wir keine spirituellen Schizophrenen sind. Wir befinden uns nur in einer Welt – der untersten, der allerschlimmsten. Ohne die höhere Welt, ihre Ziele und die uns lenkenden Kräfte zu kennen, nicht zu wissen wohin sie uns führen und was sie von uns wollen, lässt uns wie blinde Kätzchen leiden, ohne die nachfolgenden wünschenswerten Zustände zu erreichen.

Frage: Leugnen wir den zweiten Stock?

Antwort: Ja. Es lohnt sich nicht die Wurzel zu übergehen, man muss sich damit beschäftigen um herausfinden, wie realistisch das ist.

Aus dem Fernsehprogramm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 14.08.2018
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Dalai Lama, alles ist nicht einfach …

Bemerkung: „Der Dalai Lama teilte das Geheimnis des Glücks. Er sagte: Ein Mensch, der in einem System der materiellen Werte aufgewachsen ist, wird immer mehr und mehr wollen. Das bringt
niemandem Glück. Glück kommt, wenn der Geist in Ruhe weilt, wenn in der Seele Frieden herrscht. Wenn du die anderen mit Mitgefühl und Altruismus behandelst, wird es in Ihnen viel weniger Bosheit, Neid und Konkurrenz geben und viel mehr Glück“. 

Antwort: Er hat absolut Recht, aber wie kann das erreicht werden?

Bemerkung: Im Prinzip ist es klar was der Dalai Lama meint: das ist eine spezifische Sicht der Welt, der Meditation …

Antwort: Diese Methode ist gut für Menschen mit einem wenig ausgeprägten Egoismus. Ihn gab es in der Menschheit vor Tausenden von Jahren.
Heute wird dies auch angewendet, aber nur in einigen Teilen der Welt, in der es angeboten und akzeptiert werden kann.

Frage: Wie erreicht man heute den Zustand des Glücks?

Antwort: Dafür muss man den Menschen korrigieren, damit er die Welt verändert. Die Welt soll nicht hinter hergeholten Zielen herjagen,
sondern alles im Gleichgewicht mit der Natur und miteinander halten.
Das ist möglich, jedoch nicht mit einer Methode, bei der wir sitzen und uns glücklich fühlen.

Frage: Sie sagen, dass Egoismus sich entwickeln und wachsen wird und davon nicht weglaufen kann. Was macht man mit dem Egoismus, der wächst und mich umbringt?

Antwort: Ich habe das schon oft gesagt. Solange wir den Menschen nicht zeigen das dieser Endzustand uns zur Zerstörung führt, dass es stattdessen einen ewigen und vollkommenen Zustand gibt, den wir im Jetzt und Heute in dieser Welt erreichen können; solange wir die Menschheit von dieser Möglichkeit nicht
überzeugen, können wir nichts tun.

Frage: Wie kann man das erreichen?

Antwort: Ausschließlich durch unsere Arbeit an uns selbst können wir uns zu einem Zustand bringen, in dem wir ein Beispiel für die richtige zwischenmenschliche Beziehungen geben, das Glück finden und zu einer höheren Eigenschaft gelangen.

Frage: Wie müssen unsere Beziehungen sein?

Antwort: Es muss die Liebe zwischen uns geben. Darüber spricht auch der Dalai Lama. Nur das muss erreicht werden. Das ist nicht einfach und
wird durch eine enorme Anstrengung und eine ernsthafte Methode erreicht, die das Unmögliche mit dem Gewünschten verbindet.
Muss man das erreichen? – Es ist notwendig. Ist es möglich? – Es ist schwer, aber möglich. Hier müssen wir die Natur des Menschen verändern.

Frage: Wie verändert sich die Natur des Menschen?

Antwort: Ausschließlich unter dem Einfluss der Offenbarung der höherer Kraft. In den Versuchen, uns zu vereinigen, offenbaren wir diese Kraft. Wir wollen, dass sie uns verändert- ausschließlich sie! Nicht so: Ich will gut sein – und ich bin bereits gut.

 

Aus der Fernsehsendung „Neuigkeiten mit Michael Laitman“, 20.06.2018

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Wofür braucht man den Verstand?

Alles, was mich vom Schöpfer entfernt wird „das Böse“ genannt. Wo stelle ich fest, dass dies das Böse ist: im Herz oder im Verstand?

Warum gab uns der Schöpfer den Verstand, welcher oberhalb der tierischen Stufe liegt, wenn dieser anulliert werden muss, indem wir im Glauben über dem Verstand arbeiten?

Der Schöpfer hat den menschlichen Verstand geschaffen, damit wir gegen unseren tierischen Verstand arbeiten können. Andernfalls werden wir überhaupt nicht zwischen dem Bitteren und dem Süßen unterscheiden können. Wir ersetzen unseren Verstand durch den Verstand des Höheren. Wir sollten mit irgendetwas anfangen, daher gibt uns der Schöpfer den tierischen Verstand. 

Auf diese Weise schafft der Schöpfer das Verlangen zu genießen. Wir empfinden so zuerst das Empfangen als süß und das Geben als bitter. Man könnte fragen, warum der Schöpfer seine Schöpfung ursprünglich so geschaffen hat, dass sie Ihm entgegengesetzt ist? Dies bezieht sich schon auf die Frage: Warum hat Er Seine Schöpfung zerbrochen? Und die Antwort ist:  der Vorteil des Lichtes wird aus der Dunkelheit verstanden. 

Aus dem Gespräch in Island, 23.05.2018

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Der Unterschied zwischen den Zielen der Kabbala und der Psychologie 

Frage: Die Ziele der Kabbala und der Psychologie sind verschieden. Das Ziel der Kabbala ist die Offenbarung des Schöpfers, das Ziel der Psychologie ist ein besseres Zurechtkommen in unserer Welt. Aber die Mittel sind ziemlich ähnlich, beide nutzen die Gruppenarbeit, die Einwirkung der Umgebung usw. Was gibt es in der Kabbala, was es in der Psychologie nicht gibt?

Antwort: Die Gruppenpsychologie befasst sich mit dem Studium, wie alle Menschen in einem einzigen Kollektiv verbunden werden können. Das wird überall gebraucht: in Unternehmen, Schulen, Regierungen und sogar in der Familie. Aber sie beschäftigen sich mit der Verbindung auf dem Niveau der gewöhnlichen Psychologie.

Erstens fordert die kabbalistische Psychologie, dass es in der Gruppe nicht mehr als zehn Menschen gibt. Zweitens ist es wünschenswert, dass die Gruppen nach dem Geschlecht arrangiert werden: entweder Männer oder Frauen. Drittens, die Vereinigung  der Menschen wird nicht durch eine typische Gruppenpsychologie, sondern mit Hilfe des höheren Lichts erreicht.

Eine solche Vereinigung geschieht auf einem ganz anderen Niveau, nicht auf dem psychologischen, sondern vielmehr auf dem spirituellen Niveau.

Der Unterschied liegt darin, dass die Verbindung auf dem psychologischen Niveau auf dem Vorteil beruht, den man durch die Vereinigung mit anderen Menschen erhält, da eine solche Verbindung dem Menschen helfen kann hinsichtlich Entspannung, Sicherheit, Unterstützung, Gesundheit, einem besseren Familienleben, einer besseren Arbeitssituation, in der Schule und so weiter. Dies kann im Leben eines Menschen einen großen Unterschied machen und sein Leiden mindern.

Auf der andern Seite ist die kabbalistische Psychologie nach einer anderen Methode aufgebaut: auf der Anziehung des höheren Lichtes. Wir versuchen nicht, uns miteinander zu verbinden, vielmehr rufen wir das höhere Licht an, das uns über unserer Selbstsucht in altruistische Beziehungen miteinander verbindet.

Das heißt, ich  verbinde mich nicht mit dir, damit wir unser kleines Business miteinander machen. Wir bauen die gemeinsame Vereinigung über uns mit Hilfe des höheren Lichtes, der besonderen spirituellen Energie, die in unserer Umwelt existiert. Wir rufen sie mit  bestimmten Handlungen herbei, damit diese Energie, das sogenannte Umgebende Licht (Or Makif), das unsichtbar ist und von uns nicht wahrgenommen wird, auf uns einwirkt und uns über unserer Selbstsucht vereinigt.

Dann wird unsere Vereinigung altruistisch, spirituell und darin werden wir beginnen, die höhere Welt und den Schöpfer zu empfinden.

Frage: Welche Empfindung hat ein Mensch, wenn er das höhere Licht anruft?

Antwort: Wie gesagt: „Wir leben ohne die Erde unter uns zu spüren…“ Du dringst in deine Freunde ein, hängst an ihnen. In ihnen ist deine Rettung vom Egoismus, aber wenn das eintritt, bist du schon kein Egoist mehr.

Die Kabbala und die Psychologie unterscheiden sich nicht nur im Ziel, sondern auch in den Mitteln seiner Erlangung. Wir nehmen nichts von dieser Welt.

 

Aus dem russischen Unterricht vom 03.09.2017

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Generation Selfie

Anmerkung: Unsere Generation heißt „Selfie“ Generation. Menschen fallen von Brücken, Felsen, geraten in Unfälle und wollen diesen Moment festhalten …

Antwort: Im Prinzip arbeiten sehr viele Menschen für den Tod. Der Tod ist ein respektierter Punkt in unserer Existenz, wenn ich etwas von mir hinterlasse und mir wünsche, dass das in Verbindung mit meinem Namen steht. Das Gefühl einer scheinbar ewigen Existenz.

Frage: Wohin führt dieser Narzissmus?

Antwort: Das führt zum Verständnis, dass all dies keine Bedeutung hat, keinen Wert.

Frage: Was passiert, wenn wir dahin kommen?

Antwort: Wir werden verstehen, dass in der Welt Leere herrscht! Es wird sich sehr schlecht anfühlen! Dann fangen wir wirklich an, die wahre Füllung des Lebens zu suchen: ewig, vollkommen, außerhalb des Rahmens, in dem wir heute vor dem Tod und auch nach dem Tod existieren.

 

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