Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der neue Präsident, eine neue Welt und neue Werte

Frage: Wie sehen Sie als Kabbalist die aktuelle Situation in der Welt? Sie sprechen schon die ganze Zeit über große Veränderungen, die auf uns zukommen. Was sind diese Veränderungen?

Meine Antwort: Die Welt befindet sich wirklich in einem ganz besonderen Zustand. Es ist klar, dass sich eine Revolution zusammenbraut. Es ist klar, dass es nicht mit Herrn Trump zu tun hat, er ist nur eine Marionette, die für diese Rolle ausgewählt wurde. Das System bekommt ein leistungsstarkes und sehr wichtiges „Upgrade“.

In der Tat kann man sagen, dass die Welt neue Werte annimmt. Obwohl es allmählich geschieht und noch nicht von den Menschen wahrgenommen wird. Von der Macht des Geldes, das die tragende Säule des Kapitalismus ist, bewegt sich die Welt zu „spirituellen“ Werten. Dies wird auch aufgrund des ideologischen Einfluss auf die Welt, der Expansion des Islam unterstützt. Denn die Moslems kämpfen nicht um Geld, sondern für ihre Ideologie.

Auf die Welt warten große Veränderungen und der gesamte Prozess wird den sogenannten „Neo-Liberalismus“ begraben. Schließlich hat er keine realistische Grundlage und kein Existenzrecht; er wird völlig künstlich aufrechterhalten. Der Liberalismus brachte uns zu einem Zustand, den die Menschen nicht mehr ertragen können. Einige besitzen irrsinnige Reichtümer, die nicht auf realen Geschäften, sondern auf Betrug an der Börse basieren. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die nichts zum Beißen haben.

Es ist verständlich, dass es unmöglich ist, Fabriken zurück nach Amerika zubringen. In allen entwickelten Ländern gibt es viele Fabrikationsstätten, die nach China und anderen Orten mit billigen Arbeitskräfte transferiert wurden. Dies kann man nicht mehr rückgängig machen, und dazu besteht auch keine Notwendigkeit. Wir können dem amerikanischen Arbeiter nicht den Niedriglohn wie dem Arbeiter in China zahlen.

Man muss auf eine neue spirituelle, menschliche Ebene wechseln. Wir sollten keine Gegenstände, sondern Menschlichkeit produzieren! Schließlich haben wir keinen Mangel an Nahrung oder Bekleidung. Es gäbe genug, um alle Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen. In der Welt besteht eine Überproduktion von Konsumgütern, die eigentlich nahezu wertlos sind.

Wir müssen erkennen, dass für den Wohlstand der Welt nur eine höhere Kraft erforderlich ist. Die Kraft der Verbindung bringt uns zur Ähnlichkeit mit der Natur. Deshalb werden die Menschen, die durch ihre Vereinigung in der Lage sein werden, der Menschheit zu helfen, ähnlich wie Natur zu sein, die Gefragtesten sein. Dies wird der Beruf der Zukunft sein, den die Menschen erlernen müssen. Diese Phase dauert noch Jahre und alle müssen es lernen, Millionen und Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt.

Das ist eine neue Aufgabe für diejenigen, die den Menschen die Kunst der Verbindung beibringen können. Es sollten alle Medien einbezogen werden, weil es ein ganzes System ist. Die Menschen werden es erlernen, und diese Ausbildung wird eine eine Arbeit für den Schöpfer sein, für die wir alle bezahlt mit dem, was wir brauchen, bezahlt werden. Es ist etwa 90% der Weltbevölkerung, die keine Arbeit in der Produktion von Gütern finden werden. Die übrigen 10% der mechanischen Arbeit wird in der Welt irgendwie verteilt.

Trump stellt das Symbol der Veränderung dar, wenn es ihm erlaubt wird. Aber das ist schon eine Charakteristik. Schließlich will er dem Finanz- und Bankensystem die Macht entreissen und sie der Industrie zurückgeben.

Aber die Industrie wird nicht die gleiche bleiben, wie er glaubt: Dass wir wieder anfangen, in Amerika Autos zu bauen und die Schwerindustrie zu fördern. Das wird nicht funktionieren. Sondern es wird eine neue Industrie entstehen: Die Produktion von „Menschen“. Dies ist die aktuelle Tendenz der Entwicklung der Menschheit. Die bestimmt auch die Situation in Europa. Die Europäische Union bricht auseinander. Alle schreien, dass Europa die integrale Verbindung vermittelt.

Aber die Europäische Union war nie eine Vereinigung, geschweige denn integral. Es war ein Zusammenschluss von Banken mit dem Ziel, möglichst hohen Profit einzufahren und über alles zu herrschen. Es gab niemals eine Einheit oder ein vereinigtes Europa. Verbunden sind nur diejenigen, die mit dem Geld spielen. Und so ist es nur zum Besseren, wenn dieses Bündnis auseinanderfallen wird. Europa war nie verbunden, also müssen wir nichts bereuen.

Und nachdem die Europäische Union auseinander gefallen sein wird, woran keinerlei Zweifel mehr besteht, kann man über die echte Verbindung sprechen. Es ist offensichtlich, dass danach dringender Bedarf besteht.

Irgendwann wird es möglich sein, über die Einheit Europas und Vereinigung in einer anderen Form zu sprechen. Aber das erfordert schon eine Ausbildung in Integraler Bildung.

Aus dem Gespräch über die aktuelle Weltlage , 18/11/2016

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Zu welchem Ziel führt uns die Entwicklung, Teil1

Frage: Trotz allem materiellen Überfluss, den uns die fortgeschrittene Technologie ermöglicht, sind wir nicht glücklicher geworden als in früheren Zeiten. Ganz im Gegenteil! Depressionen und Stress nehmen zu, viele Menschen verlieren ihre lebenswichtige Bezugspunkte, wollen nicht heiraten oder Kinder haben, geschweige denn für irgendwelche materiellen Dinge arbeiten, die ihren Eltern noch sehr wichtig waren. Die Zukunft der Menschheit  ist unklar und vage. Wohin führt uns diese Entwicklung?

Meine Antwort: Der heutige Zustand ist sehr besonders, denn die Menschheit erkennt langsam das Ende der Entwicklung unseres egoistischen Verstandes, des Herzens, der Gedanken und der Verlangen. Der Egoismus trieb uns voran. Im Laufe der Geschichte entwickelten sich mit seiner Hilfe viele Arten von Wissenschaft und Technik: Vom einfachen Stock und Rad bis hin zu den genialsten und schwierigsten Technologien.

Wir erforschen den Weltraum, tauchen in die Tiefe des Ozeans, wir entwickeln leistungsfähige Computer, erschaffen wunderbare Gemälde, Musik und viele andere Kunstwerke, bauen Wolkenkratzer. Wir können die Erde mit einem Schiff oder einem Flugzeug umrunden. Man besteigt ein Flugzeug und fliegt von einem Kontinent zum anderen. Es scheint, als könnte man mit solchen unbeschränkten Möglichkeiten, ein wunderbares, erfülltes Leben führen. Eigentlich bräuchten wir angesichts dieser technologischen Entwicklung nur mehr wenige Stunden pro Tag arbeiten, um uns mit allem notwendigen zu versorgen – vielleicht sogar noch weniger.

Zugleich sehen wir, dass die Natur, die uns zu dieser Entwicklung brachte, uns auch dazu veranlasste, alle möglichen Mittel zur Zerstörung zu erfinden. Viele Erfindungen schaden uns letztendlich. Dies zeigt sich auch in der Musik, Malerei, Ballett, Sport, die sich von Spiel, Freude, und Schönheit in Zank und Wettbewerb verwandelten.

Die Religionen tragen ebenfalls zu gegenseitigem Hass bei und kehren die Unterschiede zwischen den Menschen in den Vordergrund anstatt sich drüber zu erheben. Die „Errungenschaften“ der Menschheit – von den materiellen bis zu angeblich spirituellen – sind nicht alle auf das Wohl der Menschen gerichtet. Der Grund dafür liegt in unserem egoistischen Fundament. Mit Hilfe unseres entwickelten Verstandes, unserer Gefühle und Fähigkeiten könnten wir eine ganze Menge nützlicher Dinge machen, doch letztendlich machen wir das meiste zu unserem Vorteil und zum Nachteil des Nächsten. So ist unsere Natur, darum sagt man auch „böser Trieb“.

Darum werden wir in unserer Entwicklung enttäuscht und die Krise wird größer. Aber auf der anderen Seite zeigt uns dieser Zustand auch, wie sehr wir eine Veränderung brauchen. Denn jede Innovation im sozialen Bereich oder in der Familie führt am Ende zu noch mehr Problemen als vorher. Darum sind wir verzweifelt und resignieren. Wir wollen nicht heiraten und auch keine Kinder haben. Die Regierungen verstehen, dass sie nicht in der Lage sind, etwas zu ändern, darum tuen sie nur so, als würden sie regieren.

Das bedeutet, dass wir in einer Entwicklungsphase sind, in welcher wir unseren „bösen Trieb“ erkennen. In dem Fall ist es besser zu sitzen und nichts zu tun, es zumindest nicht noch schlimmer zu machen. Die Menschen verzweifeln instinktiv und verlangsamen damit die Entwicklung. Dies ist vor allem in der Wirtschaft und im (inter)nationalen Handel zu spüren.

Viele junge Leute begnügen sich mit dem Wenigen, das sie haben und wollen auch nicht mehr. Sie bevorzugen es, bei den Eltern zu wohnen und keine Verpflichtungen zu haben.  Sie wollen nicht viel arbeiten und sind bereit, mit einem geringen Einkommen auszukommen;  sie entwickeln sich nicht, interessieren sich nicht für Geschichte, Kultur oder Kunst, weil sie darin keinen Sinn sehen. Ihnen ist klar, dass nichts davon eine Erfüllung bringt, sondern im Gegenteil alle neuen Erfindungen nur noch mehr zur Erkenntnis des Bösen führen.

Die heutige Generation ist verzweifelt und weiß nicht, wie sie das Problem lösen soll. Noch sind die Menschen sehr skeptisch und wollen auch keine Ratschläge hören. Die Verzweiflung über die Entwicklung ist schon da, aber der Schmerz ist noch nicht groß genug, um eine Veränderung einzuleiten. Nach und nach reift der Boden für die Saat einer neuen Entwicklung, die die Wissenschaft der Kabbala anbietet.

Fortsetzung folgt…

Aus der Sendung „Neues Leben“,Folge Nr.: 767

Die Entstehung der europäischen Zivilisation

Europa geht durch schwierige Zeiten: Wirtschaftskrise, Flüchtlingsströme, die Ausbreitung des Islam, die Wiederkehr des Nationalsozialismus – alle diese Probleme haben einen Schneeballeffekt.

Dennoch hatte Europa einen großen Anteil an der Entwicklung der Menschheit, vielleicht mehr als alle anderen Kontinente. Was ist der Grund dafür, dass sich so eine hohe Zivilisation in Europa entwickeln konnte?

Alte Zivilisationen entstanden im mittleren Osten, im alten Babylon, in Persien. Doch dann verlagerte sich alles nach Europa, nach Griechenland und Rom. Daraus entwickelte sich die europäische Zivilisation.

Aus Griechenland kamen die Wissenschaft und die Philosophie nach Europa, die die griechischen Gelehrten von den Juden während der Periode des ersten Tempels bis zur Zerstörung des zweiten Tempels übernahmen, etwa 1000 Jahre vor unserer Ära. Europäische Wissenschaftler und Philosophen schreiben selbst darüber.

Die Römer brachten das Sozialsystem, das Europa entwickelte. Dennoch war Europa zu Zeiten des Höhepunkts des römischen Reichs ein eher barbarischer Kontinent. Ohne die Römer, die bis weit in den Norden Europas vordrangen, würde die europäische Geschichte wohl anders aussehen.

Die Römer gaben Europa ein Staatssystem und errichteten ein Straßennetzwerk.Im Talmud steht geschrieben, dass die Römer die Macht und das Wissen Judäas übernahmen, als sie letzteres eroberten. Letztendlich kam alles aus Israel, aus der der Niederschlagung des jüdischen Volkes. Sein spirituelles Wissen, seine Errungenschaften und seine Stärke waren erschöpft und nur wenig blieb davon übrig.

Das jüdische Volk wusste nicht, damit umzugehen, da es nicht dazu erschaffen worden war, materielle Güter in dieser Welt anzuhäufen. Seine Aufgabe lag in der spirituellen Arbeit. Doch die Römer übernahmen das Wissen der Juden und nutzen es für die materielle Entwicklung des europäischen Kontinents.

Die Unternehmungen Alexanders des Größenunterstützten diese Entwicklung. Er selbst wollte diese modernen, wissenschaftlichen Errungenschaften in der ganzen Welt verbreiten. Das war der Zweck seiner vielen Eroberungen.

Auch das Christentum verbreitete den römischen Einfluss in ganz Europa. Die ersten Christen waren Juden, die nach der Zerstörung des Zweiten Tempels zum damals neuen Christentum konvertierten.

Die Christen waren verpflichtet, die Religion weiterzuentwickeln, sie zu verbreiten und neue Seelen hinzuzufügen. Dadurch wurden auch die Römer inspiriert, Europa zu erobern, und Wissenschaft und Philosophie zu verbreiten.

Zuvor war Europa in den Händen heidnischer Barbaren. Das Christentum brachte ihnen Struktur und Bücher. Die Künste entwickelten sich, da es notwendig war, den Analphabeten die Ideen über Gemälde und Zeichnungen zu vermitteln.

Religiöse Strömungen und Philosophie blühten auf den Ruinen des Zweiten Tempels, da die Juden nicht mehr in der Lage waren, das spirituelle Gedankengut weiterzuführen. Sie fielen und wurden am Erdball zerstreut. Die gesamte europäische Zivilisation erwuchs aus den letzten Fragmenten der verborgenen Weisheit der Juden.

Aus Kab TV, Neues Leben, 18.8.2016

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Die Zukunft der EU

Frage: Die Briten debattieren scharf über das Thema, ob es sich lohnt, aus der Eurounion auszutreten. Der berühmte Physiker Stephen Hawking und noch 150 Wissenschaftler haben sich gegen den Austritt geäußert. Sie meinen, dass dank des EU-Beitritts die Bezuschussung der Wissenschaft erweitert wurde und dadurch gäbe es mehr Profis im Land. Was meinen Sie? Soll England diesen Schritt wagen?

Meine Antwort: Ihr Austritt spielt keine Rolle mehr, weil die EU in kürzester Zeit sowieso zerfallen wird. Das ist ein künstliches internationales Kaffeekränzchen, das nichts Relevantes entscheidet. Zwischen ihnen gibt es keine gegenseitige Verbindung, die Grenzen werden geschlossen, man beginnt zu streiten, zu diskutieren, man munkelt hinter verschlossenen Türen. Sie haben den Beweggrund zur Vereinigung verloren – ein gemeinsamer Europäischer Markt. Deswegen bin ich der Meinung, dass egal, was sie unternehmen, diese Konstruktion zerfallen wird. Weil sie nicht auf der inneren Verbindung, nicht auf der Vereinigung der Völker bzw. deren Annäherung basiert, sondern nur auf der Selbstbereicherung auf Kosten der anderen.

Was ist das für eine Verbindung? Was ist das für ein gemeinsamer Markt, wenn 5 Länder noch 25 Länder annehmen, damit sie daran noch mehr verdienen. Das ist eine Ausnutzung anderer, und zwar in ihrer frechsten Form. So ein System ist zum Zerfall verurteilt. Die Natur hat dies so vorgesehen, damit die Menschen sich vergewissern können, dass eine Verbindung auf so einer Basis in unserer Welt nicht mehr existieren kann.

Genau wie die Sowjetunion solch einer Verbindung nicht standhielt, so zerfällt auch Europa, weil es das gleiche Model ist, das gleiche System, dessen Grundstein der Egoismus ist. Die Verbindung kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Völker von alleine danach streben. Ohne die Einheit auf dem Niveau der Völker zerfallen alle Überbauten. Wir brauchen das Verständnis, dass wir mithilfe der Verbindung ein höheres menschliches Niveau erreichen, ein spirituelles Niveau. Unsere Verbindung bringt mehr Licht in die Welt! So sollte man das Volk bilden! Dafür muss man die Kabbalah offenbaren und beginnen, die Menschen aufzuklären. Also kann England ruhig in der EU bleiben. Bald endet das Ganze.

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“ , 11.03.2016

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Die Verantwortung eines Kabbalisten

Frage: Im Verlauf der menschlichen Geschichte ist in der Welt kaum ein Tag ohne Krieg vergangen. Heutzutage geschehen viele grausame Kriege. Warum leiden fortschrittliche Menschen wie die Kabbalisten darunter?

Meine Antwort: Die Kabbalisten leiden mehr als andere, da sie die Verantwortung zu allen spüren. Sie erkennen die enorme Menge an Leid, die Kriege auslösen. Sie haben zusätzlich die Erfahrung von der großen Freude, welche die Menschheit anstatt der Leiden erreichen könnte, wenn sie ein wenig Anstrengung in ihre Selbstkorrektur investieren würde.

Ein Kabbalist steht im Verhältnis zu einem gewöhnlichen Menschen wie ein Erwachsener zu einem Kind. Ein Kind, das krank ist, leidet nur unter seiner Krankheit, während der Erwachsene in seiner Nähe viel mehr leidet und bereit ist, all den Schmerz des Kindes auf sich zu nehmen. Darüber wird gesagt, „bei demjenigen, dessen Erkenntnis zunimmt, wächst das Leiden an“ (Buch Kohelet 1:18). Deshalb müssen wir uns verbinden, die Zeit von Leid und Krieg rasch überwinden und in die Empfindung der höheren Welt eintreten.

Vom russischen Kabbala Unterricht, 14/2/16

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Wieso sind unsere Führer keine Kabbalisten?

Frage: Wenn die Kabbalah so eine weise Wissenschaft ist, wieso wurde in Israel, in unserem Land, das für die Verbindung erschaffen wurde, diese Wissenschaft nicht zur Landesideologie? Wieso sind unser Premierminister und das ganze Kabinett der Minister keine Kabbalisten?

Meine Antwort: Weil nach seiner Natur der Mensch egoistisch ist. Und die Kabbalah spricht von der Erhebung über den Egoismus. Und deswegen sind wenige Menschen bereit zu kommen und zu lernen, wie man sich über das Ego erhebt, in der Verbindung, in der Liebe, und wie man ein völlig neues System der Zusammenwirkung zwischen uns erbaut. Das System ist aber insofern gut, dass es im Einklang mit der Natur sein wird und dann kann der Mensch sein Schicksal lenken. Und sonst lenkt der Mensch nicht, er stößt nur immer wieder gegen einer Wand.

Frage: Unsere Führer sind aber daran interessiert, dass dem Land es gut geht?!

Antwort: Wo haben sie solche Führer gesehen oder überhaupt jemanden, der sich um die Welt kümmert? Ich beschuldige keinen, weil unsere Natur absoluter Egoismus ist. Der Mensch denkt in jeder Sekunde seines Daseins nur an sein eigenes Wohl und was andere betrifft, ist es ihm absolut egal: Je schlechter es ihnen geht, desto besser wird es mir gehen. So sind wir programmiert! Es gibt keine schlechte oder gute Menschen – es ist die menschliche Natur. Damit wir das begreifen, braucht man nicht ein Kabbalist zu sein. Fragt die Psychologen, die werden euch das erklären.

Aus dem Webinar auf der zahav.ru, 10.02.2016

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Gott und der Dollar

Kommentar: Eine Gruppe von Atheisten hat eine Klage beim Bundesgerichtshof in Ohio USA eingereicht, mit der Forderung, den Ausdruck „in Gott vertrauen wir“ vom Dollarschein zu entfernen. Sie beklagen, dass sie gezwungen sind, diese Scheine zu verwenden. Ihrem Empfinden nach wird dadurch angedeutet, dass Gott in finanzielle Aktivitäten eingreift, was ihrem nicht religiösen Glauben widerspricht.

Meine Antwort: Es gibt keine größere Gotteslästerung und Verzerrung der Idee des Schöpfers, als solch einen Ausdruck auf die Geldscheine zu drucken, unabhängig davon, welcher Religion das Land angehört. Die Amerikaner denken, dass ihnen das hilft und sie beschützt, was bedeutet, dass Gott den Dollar beschützt, da auf dem Dollarschein Gott erwähnt wird.

Was kann ich dazu sagen? Es ist besser, das Geld durch Plastikkarten zu ersetzen, sodass die Menschen bezahlen können ohne schmutzige Papierscheine zu benutzen. In Zukunft werden die Menschen alle denselben Geldbetrag auf ihrer Bank benötigen und sie werden das Geld nur für ihre Grundbedürfnisse brauchen. Das können zum Beispiel 1000 Dollar im Monat sein, und wenn jemand nicht das ganze Geld braucht, dann kann er den Rest im nächsten Monat ausgeben. Die nächste Stufe wird eine Stufe ohne Bankkonto oder Geld sein. Der Mensch wird nur das konsumieren, was er von speziellen Warenhäusern oder Geschäften braucht. Und jeder wird sich darauf verlassen können, dass man nur das nimmt, was man braucht und mehr nicht.

Kommentar: Der Mensch muss aber einen besonderen Erziehungsprozess durchlaufen müssen, damit er nur das nimmt, was er braucht.

Antwort: Das werden wir erreichen müssen.

Kommentar: Das hört sich an wie Science Fiction.

Antwort: Das wird das Obere Licht enthüllen, eine besondere Kraft, die uns korrigiert. Natürlich werden wir nicht in der Lage sein, diese Stufe der Korrektur selbst zu erreichen. Das ist unmöglich. Aber wir werden fähig sein, eine besondere, noch versteckte, gute Kraft in der Welt wachzurufen. Durch unsere Einheit und Verbindung und durch unsere Anstrengungen wird uns das Licht korrigieren und seiner Form angleichen. Wir werden nicht mehr nehmen als wir brauchen und wir werden nur das produzieren, was tatsächlich notwendig ist, sodass sich jeder gleich gut und behaglich fühlen wird.

Frage: Wo wird der Name Gottes in Zukunft geschrieben stehen?

Antwort: Der Name Gottes wird im menschlichen Herzen geschrieben stehen, nicht auf einem Geldschein. Das Herz ist die Ansammlung aller menschlichen Wünsche. Es muss sich selbst verändern und Sein Name werden! Alle menschlichen Handlungen, alle Wünsche, das ganze System, in dem alles voneinander abhängig ist, wird allegorisch „Herz“ genannt. Es muss sich ändern und dem Willen des Schöpfers folgen. Alle Handlungen eines Menschen, all seine Wünsche, das ganze System, das ein Herz genannt wird, muss das Bild des Schöpfers verkörpern. Das bedeutet, dass das Herz selbst ein System ist und die Summe all seiner inneren Beziehungen soll dem Schöpfer ähnlich sein.

Aus KabTV “Gespräche mit Michael Laitman” 1/26/16

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Sexuelle Übergriffe in Köln: Ein Weckruf für Europa

Quelle: The Huffington Post (20.1.2016)

 Nach den Silvester-Ereignissen in Köln, bei denen Dutzende von Frauen angaben, von Männern mit überwiegend arabischem und nordafrikanischem Erscheinungsbild sexuell angegriffen und ausgeraubt worden zu sein, gab die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker diese Woche deutschen Frauen den gut gemeinten Rat, eine „Armlänge“ Abstand zu halten. Dies stieß nicht unbedingt auf Begeisterung, genauso wenig wie die damit verbundene Ermahnung, dass Frauen sich „in Gruppen aufhalten und nicht aufteilen sollten, selbst bei Feierlaune“.

Die Ereignisse, gemeinsam mit der eher von Ratlosigkeit zeugenden Reaktion der Politik, entrüsteten ganz Deutschland und entfachten eine stürmische Debatte bezüglich Merkels Politik der offenen Tür gegenüber Migranten.

Deutschlands Einwanderungspolitik ist dabei keine wirkliche Ausnahme. Europa hat sich offiziell entschieden, den Migranten dabei zu helfen, nach Europa umzusiedeln. Unbemerkt begann in Europa eine Revolution.

Vor zehn Jahren war es noch unvorstellbar, eine offizielle Politik für die Integration von Einwanderern aus der Levante und Afrika nach Europa auszuarbeiten, weil sich Europa einfach nicht vorstellen konnte, eine Masseneinwanderung über die eigenen Grenzen zuzulassen.

Der Zustrom von kulturell so verschiedenen Menschen nach Europa leitet einen Umbildungsprozess der europäischen Gesellschaft ein. Der alte Kontinent befindet sich an der Spitze eines weltweiten Prozesses von Einwanderung und Integration.

In Wirklichkeit scheint Europa selbst zugrunde zu gehen – zusammen mit dem Nationalstolz der Europäer.

In der heutigen Zeit sind Grenzen nicht länger Hindernisse. Die Idee des Nationalstaats scheint nahezu hinfällig. Die Menschen ziehen dort hin, wo sie meinen, ein besseres Leben haben zu können und die Solidarität mit dem Heimatland ist kaum noch vorhanden. In Wirklichkeit scheint Europa selbst zugrunde zu gehen – zusammen mit dem Nationalstolz der Europäer.

Dieser Niedergang ist allerdings nicht zwingend notwendig. Im Gegensatz zu großen Zivilisationen der Vergangenheit haben wir heute das Wissen darüber, wie der Kontinent wiederbelebt werden kann.

Wenn Europa einen Weg finden möchte, mit der Masseneinwanderung einer fremden Kultur umzugehen, dann muss es eine wahre Einheit unter den Mitgliedsstaaten errichten, die gegenseitige Ausnutzung unter den Ländern abschaffen und den einzigartigen Beitrag jedes Landes zur Union fördern.

Als Sammelsurium von Völkern und Ethnien ist Europa wie ein modernes Babylon. Wie die meisten, wenn nicht sogar alle großen antiken Zivilisationen, zerfiel Babylon aufgrund des Mangels an Einheit.

Es ist Europas dringendste Aufgabe, den Zusammenhalt unter den Europäischen Mitgliedsstaaten und Ethnien zu stärken.

Daher ist es Europas dringendste Aufgabe, den Zusammenhalt unter den Europäischen Mitgliedsstaaten und Ethnien zu stärken. Wenn das nicht geschieht, könnte der Zustrom von jungen und dynamischen Muslimen, dessen Verhalten einigen westlichen Werten widerspricht, Europa auseinander reißen.

Die Zeit rennt uns davon. Wenn Europa erwacht und eine soziale und kulturelle Einheit errichtet, dann wird es sich dem globalen Fluss in Richtung Zusammenhalt und gegenseitige Abhängigkeit anpassen. In solch einem Fall werden sich die Einwanderer der vorherrschenden Kultur anpassen und der alternden Bevölkerung in Europa eine konstruktive Ergänzung sein.

Dr. Michael Laitman auf Twitter folgen: www.twitter.com/laitman

 

Ein Mörder als „Mann des Jahres“?

Kommentar: In der Dezember-Ausgabe des Time-Magazins wurde die „Person des Jahres“ angekündigt. In diesem Jahr hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel den Titel gesichert. Als Zweitplatzierter wurde der Anführer der Terrororganisation ISIS, Abu Bakr al-Baghdadi ausgezeichnet.

Antwort: Die „Person des Jahres“ wird nach ihrem Einfluss auf die Welt gewählt, also danach, wie viele Menschen über sie reden, und nicht nach der Qualität ihrer Politik – ob sie sinnvoll oder gut ist  – oder wie gut sich derjenige selbst vermarkten kann. Während Angela Merkel eine weiche und sanfte Frau ist, ist Baghdadi ein Mann, der bereit ist, jeden zu schlachten, also wird in die Wahl der „Person des Jahres“ einbezogen. Es ist typisch für unsere Welt, dass solche Charaktere als Helden akzeptiert werden. Ich würde sogar sagen, epochal. Die Idee ist, dass er auf dem ersten Platz sein sollte. Wer setzt die Weltrevolution in Gang, führt sie an? Er ist es. Wer ist Angela Merkel im Vergleich zu ihm? Er gründete eine starke weltweite Nation. Wenn dies noch weiter geht und wir die Weisheit der Kabbala ignorieren, die uns lehrt, wie die Welt ihre Korrektur vollenden und erreichen muss, wird er ein weltweites Kalifat errichten. Auf dem Hintergrund der modernen Demokratie, die zu Chaos, Anarchie und allem anderen führt, wird er als prominent, klar und vorhersehbar wahrgenommen. Entsprechend dem Times-Magazine scheint es, dass er der Mann ist, um den sich die ganze Welt in diesem Jahr drehte.

Kommentar: Sie sagten, dass es das wichtigste ist, ihn keinen Staat gründen zu lassen

Antwort: Ja, aber er hat ihn bereits gegründet und das ist das Problem. Deshalb muss man ihn und seine Gruppe dort, wo er diese Nation gegründet hat, samt der Wurzel herausschneiden, so dass ein sauberer Ort zurückbleibt. Dies ist durch sehr große gemeinsame Anstrengungen möglich. In der Zwischenzeit spielt die Welt mit Demokratie; jeder ist nur daran interessiert,  sein eigenes politisches Kapital auf Kosten der anderen zusammen zu halten. Sie versammeln sich ständig für die G-20 oder G-8-Foren, während er allein gegen sie auftritt und droht: „Ich werde euch alle abschlachten“. Und sie können sich auf nichts einigen und nichts entscheiden.
Hier sind sehr ernsthafte und starke  Kräfte der Verbindung und Einheit erforderlich. Es gibt keinen zweiten Al-Baghdadi, der sie alle vereinen und sagen würde: „Zum Teufel mit  eurer Demokratie; der Tod nähert sich euch in Form von Baghdadi und seinen Anhängern; wir müssen dem ernsthaft entgegen treten.

Sie haben sich bereits in eure Häuser eingeschlichen. Was nun? Man muss sie auslöschen, wenn das überhaupt noch möglich ist. Durch eure Richtlinien und alle Arten von Berechnungen versucht ihr, euch gegenseitig zu untergraben und dadurch ermöglicht ihr es euren Feinden,  einen Pfahl in euer Territorium  zu setzen, und heute wird es bereits sehr schwierig werden, diesen wieder zu entfernen.

Von KabTV „News mit Michael Laitman“ 12/11/15

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Der Krieg gegen den Terror wird nicht mit Waffen gewonnen

Der Krieg gegen den Terror wird nicht mit Waffen gewonnen, sondern mit dem Geist.

Das Problem

Acht Männer reichen, um eine starke, stolze Nation in die Knie zu zwingen. Keine Armee oder Polizei der Welt kann die Sicherheit der Bürger garantieren, wenn entschlossene, gehirngewaschene Radikalsten am Werk sind, deren einziges Ziel es ist, so viele Nicht-Muslime wie möglich zu ermorden, bevor sie selbst sterben. Jetzt, wo zahllose Flüchtlinge nach Europa strömen, wird klar, dass das Europa, so wie wir es kennen, Vergangenheit ist.

Der Islamismus kämpft nicht mit Gewehren und Kanonen. Man kann die militärische Schlagkraft beispielsweise des IS wirklich nicht mit der Militärmacht der westlichen Welt wie der NATO, USA oder Russland vergleichen. Doch der IS macht sich breit, wo auch immer er seinen Fuß hinsetzt, denn heute werden Kriege nicht mit Waffen gewonnen, sondern mit Geist und mit einer Ideologie, die zu diesem Geist passt.

Die Ideologie des radikalen Islam ist sehr einfach: Entweder konvertieren und einer von ihnen werden oder sterben. Die Islamisten haben keine Angst vor dem Tod, denn sie glauben, ein Shahid zu werden (ein Mensch, der während der Verbreitung oder zum Schutz des Islam stirbt), welcher mit ewigem Glück im Himmel belohnt wird. Im schmerzvoll leeren post-modernen Europa, das mehr auf den Euro als auf die Europäer setzt, kann so eine scheinbar einfach strukturierte Idee großen Einfluss haben, denn sie verleiht dem Leben eine Bedeutung und die Gewissheit auf ewige Glückseligkeit.

Die Lösung

Um den Krieg gegen jeglichen Radikalismus, nicht nur gegen den islamistischen Fundamentalismus zu gewinnen, muss sich der Westen seinerseits bemühen, dem Leben eine Bedeutung zu verleihen. Der Verlust des Lebenssinns treibt Millionen Jugendliche zu Extremen, sei es religiöser Fundamentalismus, Rechtsextremismus, Depression oder Selbstmord.

Momentan pflegt der Westen die „der Gewinner kriegt alles“ Strategie. Jene, die sich über alle anderen erhoben haben, werden zu Vorbildern, egal wie viel Leichen in ihren Kellern vergraben sind. Egal wie viele Menschen ihrer Ruhm- und Gewinnsucht zum Opfer gefallen sind. Wir müssen dieses Paradigma in Richtung eines anderen ändern, das Menschen eher umarmt als eliminiert.

Die Welt ist bereits untrennbar miteinander verbunden und einer ist vom anderen abhängig, daher müssen wir nur lernen, wie wir diese Integration schaffen und wie wir davon profitieren können. Wir sind bereits eine „Einheit“ auf buchstäblich jedem Niveau – sozial, wirtschaftlich und emotionell – doch wir verhalten uns noch immer so, als wären wir es nicht. Wir verfolgen eine selbstzentrierte Haltung und benehmen uns geradewegs wie ein Krebsgeschwür, das sich gegen seinen Wirtsorganismus stellt, bis er letztendlich zusammen mit diesem untergeht.

Die Lösung für unser Wehklagen liegt nicht im Kampf gegen den Terror. Ja, als erste Maßnahme vielleicht. Doch zum Frieden gelangen wir nur, wenn wir die Einheit über unsere Differenzen stellen. Einheit und Verbindung zwischen den Menschen triggern gute Gefühle, denn sie fördern das prosoziale Element in uns. So wie Entfremdung und Argwohn das selbstzentrierte Element in uns fördern, setzt das entgegengesetzte Element prosoziale Gefühle in uns frei, auch wenn diese zunächst „gespielt“ sind. Dies wiederum stärkt unsere Verbindung und unser Streben nach noch mehr Verbindung.

Verbindung ist die Basis jeglichen Lebens. Wir würden gar nicht existieren, gäbe es keine Verbindung zwischen unseren Zellen und Organen. Unser Planet wäre nie zu einem Ort des Lebens geworden, hätten sich nicht alle Teilchen zu einem globalen Ökosystem verbunden. Die Menschheit wird nicht überleben, wenn sie nicht endlich Verbindung über Trennung stellt. Die Verbindung gibt dem Leben Bedeutung, denn sie erweitert buchstäblich unsere Sinne.

Wenn wir Verbindung schätzen, winkt uns eine breitere Perspektive als Lohn. Eine Perspektive, die das Wohlergehen und den Wohlstand der ganzen Menschheit im Auge hat. Unter diesen Umständen wird auch die Freiheit grenzenlos, denn die Menschen setzen dann ihre einzigartigen Fähigkeiten und Talente für das Allgemeinwohl ein und tun sich und dem Rest der Welt Gutes damit. Man stelle sich eine Welt vor, wo jeder Mensch so agiert und die Vorteile eines solchen Arrangements versteht.

Wahre Einheit und Verbindung erfordern nicht, dass alle Menschen gleichgemacht werden, sondern dass jeder seine Einzigartigkeit zeigt und sich damit gleichzeitig um das Wohlergehen seiner Nächsten kümmert. Menschen, die in einer Umgebung leben, die ihr einzigartiges Potential erkennt und fördert, werden niemals unglücklich sein oder nach extremen Lösungen suchen. Denn in solch einer Wirklichkeit werden sie respektiert und für ihren Beitrag zur Gesellschaft gelobt.

Um also den spirituellen Krieg gegen jeglichen Fundamentalismus zu gewinnen, sollten wir den Geist der Einheit und Verbindung über unsere Unterschiedlichkeiten stellen und zur Einzigartigkeit ermutigen, damit wir alle davon profitieren.

The Jerusalem Post, 15.11.2015