Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Eine kabbalistische Kunst

Frage: Wie können sie das Herz ihres Zehners während einem Workshop praktisch berühren?

Antwort: Dies ist eine kabbalistische Kunst: Wie man mit den Freunden im Zehner übereinstimmt, gegenseitiges Verständnis, gegenseitige Beziehungen und Zugehörigkeit schafft, so dass sie das Ziel sehen, das sie gemeinsam als das Wichtigste erreichen wollen.

Kongresse sind gut, da wir dort von nichts abgelenkt werden. Ich kam dorthin, für mich gibt es dort niemanden außer den Freunden, mit denen ich jetzt zusammen bin. Ich möchte an nichts anderes denken. In diesem Moment möchte ich den Sinn dafür entwickeln, dass wir einander im Zehner hinzufügen, um den Schöpfer zu enthüllen.

Außer mir selbst hindert mich nichts daran. Meine Freunde werden genauso handeln wie ich. Ich muss daran glauben, dass der Schöpfer sie beeinflusst und sie in meinen Augen zu den besten Persönlichkeiten macht. Er spielt mit mir durch sie.

Wenn ich mich bemühe ständig an mir selbst zu arbeiten, mich ihnen anpasse, sie ergänze und sie zu einem einzigen Ganzen zusammenfasse, dann werde ich den Schöpfer zwischen uns offenbaren.

 

Aus dem Vilniuskongress „Vom Chaos zur Harmonie“  3.11.17, Lektion 1

[216901]

Wenn die Möglichkeiten nicht mit den Wünschen übereinstimmen

Die Geschäftstüchtigen vernichten letztendlich alle Invaliden und Alten, die nur essen, ohne zu arbeiten, oder sie essen mehr, als sie leisten können. Das ist schlecht für die Gesellschaft und wie bekannt ist, haben sie keine Skrupel. (Baal HaSulam „Die Letzte Generation“).

Absolut richtig! Sobald ein Mensch ein bestimmtes Alter erreicht hat, oder ihnen keinen reellen Nutzen mehr bringen kann, dann wird er nicht mehr gebraucht, von den Kranken ganz zu schweigen.  Das ist wie in Horrorfilmen über die Zukunft: man kommt in die Recyclinganlage, wo man zu Dünger verarbeitet wird.

Das wäre die natürliche Entwicklung des Kapitalismus, wenn sie andauern würde. Es ist theoretisch auch heute nicht ausgeschlossen, dass wir zu so einem Zustand kommen könnten. Dann bleibt eine lakedaimonische Gesellschaft  zurück: ausschließlich junge, gesunde, ausdauernde Menschen, die hinsichtlich des Nutzens die Elite sind. Wenn aber auch sie nicht mehr gebraucht werden, dann werden auch sie vernichtet. Zum Beispiel  bleibt dann von acht Milliarden nur eine Milliarde übrig.

Kommentar: Laut Statistik wird 2030 in Europa der Anteil der älteren Bevölkerung zunehmen, auf einen Rentner kommt ein Arbeitender, heute sind es anderthalb Arbeitstätige pro Rentner, 2030 wird es nur noch die Hälfte sein. Auf diese Weise wird der Lebensstandard von 30% auf 50% sinken.

Antwort: Nicht zwangsläufig. Ich denke, die Robotisierung und Automatisierung wird uns hier aushelfen. Das Problem liegt darin, dass es niemanden mehr geben wird, die die Rentner versorgen möchte, weil das Verlangen, sie zu versorgen, verschwindet, obwohl es durchaus Möglichkeiten hierfür geben wird. Unsere Möglichkeiten werden nicht mit unseren Wünschen übereinstimmen. Daher wird die Gesellschaft die Ärzte durch das Gesundheitssystem langsam auf eine Entsorgung vorbereiten.

Kommentar: So etwas kann man kaum glauben. Ganz im Gegenteil, heute schreit die Presse, dass die Alten und Behinderten zu wenig  Hilfe erhalten.

Antwort: Die Presse schreit ausschließlich nach Aufträgen. Das hat sich bestimmt eine Partei zunutze gemacht, um sich bei der Wahl einen Vorteil zu verschaffen.

Kommentar: Folglich gibt es eine öffentliche Meinung, die die Rentner unterstützt.

Antwort: Nein, es gibt keine öffentliche Meinung. Es gibt eine Meinung der Eliten, die die öffentliche Meinung steuern. Alles andere sind Fakenews (verfälschte Information).

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“ 07.08.2017

[#216267]

Aus dem Schlaf erwachen

Und ich werde deine Grenze festsetzen: Sie soll reichen vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister und von der Wüste bis an den Strom, denn ich werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, so dass du sie vor dir vertreiben wirst. [Tora, Exodus 23:31]

Das Land Israel ist im Prinzip nicht so groß. Das bedeutet, dass das egoistische Verlangen eines Menschen sehr klein ist. Auf den spirituellen Stufen wächst aber das Verlangen. Wenn ein Mensch von einem niederen spirituellen Niveau auf ein höheres und noch höheres Niveau aufsteigt, offenbart er die ganze Welt.

Es ist nicht unser All, welches an sich keinen wirklich ernstzunehmenden spirituellen Raum darstellt, es ist einfach eine Null, es existiert nicht. In der wirklichen Welt, wo wir uns wirklich befinden, existiert es nicht. Unser All sind wir, unsere Abbildung.

Wir kennen uns nicht, sehen uns nicht. Zurzeit schlafen wir und erleben im Schlaf unser ganzes materielles Leben. In diesem Schlaf wird uns der Anfang der spirituellen Arbeit gegeben, die uns hilft aufzuwachen.

Wenn wir mit Hilfe dieser Arbeit  aufwachen (in die spirituelle Welt kommen), sehen wir, dass alles, was sich früher in uns befand, nur eine Illusion war. Wir haben verschiedene Meinungen erfahren und wir haben das alles in uns wahrgenommen, in unserem Vorstellungsvermögen. Aber jetzt sind wir wahrhaftig, spirituell.

Deswegen ist das materielle Leben gegenüber dem spirituellen Leben wie ein Traum. In Wirklichkeit machen wir nichts, wir führen keine Handlungen aus. Sogar unsere Verlangen, welche wir angeblich gebrauchen, sind keine Verlangen, sie sind nichts.

Sobald du erwachst (wirst du spirituell geboren), verstehst du das alles? Was früher geschehen ist, war wie ein Traum.

Und jetzt kommt die Frage: Wenn ein Mensch aus dem Traum erwacht und anfängt im spirituellen Raum der anderen Dimension zu leben, wie kann er bei der Ausführung irgendwelcher Handlungen plötzlich in diesem Traum erscheinen und anderen dabei helfen aus diesem Traum zu erwachen? Wie taucht er da hinein?

Mit anderen Worten, er hat eine gewisse spirituelle Stufe erreicht und es wird ihm gesagt: „Du musst im Traum mit denjenigen zusammen sein, die sich immer noch in diesem Traum befinden“.

Frage: Ist der Kabbalist so was wie ein Verbindungsteil? Wird er geschickt, um die Menschheit aus diesem Traum aufzuwecken, um sie zu einem neuen Zustand zu bringen? Und vollbringt er diese Arbeit?

Meine Antwort: Natürlich! In der Spiritualität wird dir diese Notwendigkeit gezeigt und sie wird zu deiner.

 

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“  

[#216806]

Welt Kabbala Kongress in Vilnius

Die drei Tage des Welt Kabbala Kongresses in Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, bewirkte eine Veränderung in den Herzen hunderter Europäer, die gekommen waren, um zu erfahren, worum es in der Weisheit der Kabbala geht.

Der Slogan des Kongresses „Vom Chaos zur Harmonie“ sagt alles: angesichts des wachsenden Egos, das uns trennt und eine chaotische Welt erschafft, braucht es eine Methode, die uns verbindet und uns über unser Ego erhebt, um ein Netzwerk von positiven Verbindungen aufzubauen und um die Harmonie zu entdecken, die bereits zwischen uns existiert.

 

Sehen Sie sich einige Highlights des Kongresses an:

 

'From Chaos to Harmony' World Kabbalah Congress

The three days of the World Kabbalah Conference in Vilnius, the capital of Lithuania, brought about a change in the hearts of hundreds of Europeans who came to experience what the wisdom of Kabbalah is about. The slogan of the conference "From Chaos to Harmony" said it all: in the face of the growing ego that separates us and creates a chaotic world, a method is needed to connect us and raise us above our ego, to build a network of positive connections and to discover the harmony that already exists between us. Watch some highlights from the conference:

Posted by Michael Laitman on Mittwoch, 8. November 2017

Warum bestraft uns die Natur? Teil 1

Frage: Die Erde ist unser gemeinsames Zuhause, aber in letzter Zeit regiert hier das Chaos. Im vergangenen Jahr gab es eine Rekordzahl an Naturkatastrophen: heftige Brände, Überflutungen und Hurricans, die sowohl ganze Länder als auch Einzelne trafen und gewaltige Schäden anrichteten.

Das ruhige Leben geht seinem Ende entgegen. Es ist bekannt, dass es auf der Erde verschiedene geologische Perioden mit teilweise sehr instabilen Verhältnissen gab. Sind diese ökologischen Katastrophen als Ergebnis für eine natürliche Erdentwicklung unumgänglich oder sind das Ausnahmesituationen, die vermieden werden könnten?

Antwort: All diese Katastrophen hätten vermieden werden können, da die Natur nur deshalb instabil wird, weil die Menschen keine Balance finden. Die Natur hat uns immer mit Hilfe von schwierigen Bedingungen in Richtung Entwicklung angetrieben, wie z.B. mit Hitze, Kälte, Erdbeben und Epidemien. Letztendlich bewegt sich der Mensch nur dann, wenn es ihm schlecht geht.

Wir sind Egoisten und machen nicht die kleinste Bewegung, wenn wir nicht einen Nutzen für uns daraus ziehen können. Daher ist die Natur gezwungen, uns Leiden zu schicken und darin zu bestärken, uns zu entwickeln.

Dann beginnen wir, die Wissenschaft und Wirtschaft zu entwickeln, uns und unsere Umgebung zu studieren, um einen Weg zu finden, ein sicheres und komfortableres Leben zu führen. Diese Entwicklung ist nur notwendig wegen der Probleme, die wir erfahren. So wie wir auch unsere Kinder erfolgreich machen wollen, indem wir das von ihnen verlangen und sie zwingen, gut zu lernen.

Genauso hat uns die Natur seit tausenden Jahren menschlicher Geschichte geschult. Von dem Moment an, als wir von den Bäumen kletterten und unsere Höhlen verließen, haben wir uns kontinuierlich entwickelt mit dem Ergebnis der „menschlichen“ Probleme, die eine Stufe höher sind als die der Tiere.

Das heißt, dass die Natur uns nicht wie die Tiere schlägt, indem sie uns zwingt, Futter zu suchen, zu graben und auf die Jungen aufzupassen, aber sie belädt uns mit allen möglichen Problemen, die dazu da sind, unseren Geist und unsere Wahrnehmungen zu entwickeln.

Und so leben wir nicht nur durch tierische Instinkte, sondern haben uns zu einer menschlichen Gesellschaft entwickelt. Wir müssen unser Leben einrichten, da unsere Kinder während ihres Wachstums für zehn oder zwanzig Jahre Betreuung brauchen.

Die Natur treibt uns an, nicht nur primitiven Verlangen wir Nahrung, Sex und Fortpflanzung nachzugehen, sondern auch die Wissenschaft, ökonomische Systeme und Erziehung zu fördern, neue Kontinente zu entdecken und die Natur zwecks Lebensverbesserung zu erforschen.

Die Natur treibt die Menschen an, klug zu werden. Die menschliche Entwicklung steht somit im Kontrast zur unbelebten Natur, den Pflanzen und der Tierwelt.

Außerdem wurden die Sinne entwickelt und somit auch die Bereiche der Kultur, der Erziehung und der Kunst: Malerei, Musik und Literatur, die alle Ausdruck des gegenwärtigen menschlichen Zustands sind.

Wir leben nicht wie Tiere, die sich für kurze Zeit treffen, um Nachwuchs zu zeugen und sich dann trennen. Die Menschen bauen Familien und Länder auf und benutzen Sprache, um zu kommunizieren und Wissen von einer Generation zur nächsten weiterzugeben. Dies ist ein ganzes System, das sich qualitativ von der belebten Entwicklungsstufe unterscheidet.

Diese intellektuelle Entwicklung ist jedoch nicht genug, weil die Natur noch mehr von uns verlangt. Sie möchte, dass wir in ein allgemeines System eingebunden werden, das sich gegenseitig ergänzt. Aber wir sind dazu nicht in der Lage, weil wir aufgrund unserer Natur egoistische Tiere bleiben.

In jeder Person bleibt derselbe animalische Egoist verborgen, und das Wissen, das er in tausenden Jahren der Evolution erworben hat, hat ihm nur geholfen, seine Umgebung schlauer zu nutzen und damit größeren, persönlichen Profit zu erzielen. Wir schaffen soziale Systeme, die uns davon abhalten, einander zu essen; Wir versuchen jedoch immer noch, voneinander zu profitieren. Das heißt, wir implementieren Grenzen, die sagen: Was meins ist, ist meins, und was deins ist, ist deins.

Das funktioniert aber auch nicht sehr gut, weil der Egoismus ständig wächst und in uns brennt. Jeder biegt sich die ganze Welt so, wie es ihm angenehm ist. So können wir uns nicht zu einem gemeinsamen, harmonischen System vereinen. Das ist das ganze Problem: statt sich zu entwickeln und klüger zu werden, beginnt der Mensch den Abstieg und wendet sich der Quelle allen Übels zu und wird zur schädlichsten Kreatur auf der Welt.

Menschen zerstören die unbelebten, belebten und tierischen Formen der Natur und vergiften den Boden und die Atmosphäre. Es gibt tausende Tonnen kosmische Trümmer, die sich um die Erde drehen, die Überreste von Satelliten. Unser Egoismus hindert uns daran, kluge oder rationale Dinge zu tun, und wir können daher nicht richtig in das System der Natur eingebunden werden.

Das allgemeine, ganzheitliche System drängt sich uns entsprechend unserer Entwicklung auf. Von Jahr zu Jahr sollten wir uns weiterentwickeln und in einer wohltuenden Weise miteinander in Verbindung treten, um die menschliche Gesellschaft und alle anderen Ebenen der Natur positiv zu beeinflussen. Stattdessen haben wir jedoch unsere völlige Gegensätzlichkeit zur Natur offenbart und sind zunehmend korrumpiert worden. Dementsprechend hat sich unser Einfluss auf die Natur verschlechtert und es ist daher nicht verwunderlich, dass die Natur uns viel mehr Schläge als zuvor bringt.

 

Aus KabTV „Ein Neues Leben“ 10/10/2017

[215714]

Öffnet die Bücher der Weisheit

Und nun, meine Damen und Herren, liegt in diesem Schrank ein Buch, in welchem die ganze Staatskunst beschrieben und erklärt ist, sowie alle Wege der Persönlichkeit und der Gesellschaft, wie sie sich am Ende der Tage offenbaren. Es ist das Buch der Kabbala, wo die korrigierten Welten beschrieben sind. (Baal HaSulam „Aufbau der zukünftigen Gesellschaft„)

Frage: Warum beschäftige sich Baal HaSulam, der Verfasser von „Talmud Eser Sefirot“ und „Einführung in das Buch Sohar“, mit solchen Problemen? Worin liegt hier der Sinn?

Antwort: Das ist kein irdisches Problem! Es gibt ein von der Natur/vom Schöpfer erschaffenes  Verlangen. Es muss bestimmte Phasen seiner Entwicklung durchlaufen. Heute befinden wir uns an einem kritischen Punkt, der unsere gesamte Entwicklung vom Egoismus zum Altruismus umkehrt. Darüber schreibt auch Baal HaSulam als ein absoluter Praktiker.

Die Kabbala ist eine praktische Wissenschaft, weil sie sich in den Menschen realisiert, jenen die in unserer Zeit leben, oder jenen die in anderen Generationen lebten. Die Kabbala ist ausschließlich für Menschen bestimmt, die in unserer Welt existieren, nicht aber für gewisse Seelen, die nach dem Tod in irgendwelchen Weiten, auf höheren spirituellen Stufen schweben. Alle höheren spirituellen Ebenen befinden sich im Menschen. Deswegen schreibt Baal HaSulam für die Menschen. Es gibt bei den Kabbalisten keine größere Sehnsucht, als zu den Menschen zu kommen und ihnen die richtige Selbstverwirklichung zu vermitteln, d.h. im Einklang mit den Naturgesetzen.

Frage: Meinen Sie Menschen,  die nach dem Sinn des Lebens streben?

Antwort: Selbstverständlich. Alle anderen werden unseren Aufruf  einfach nicht hören. Ihr Egoismus befindet sich noch auf der tierischen Stufe. Sie kümmern sich ausschließlich um ihr materielles Wohlergehen.  Das ist weder schlecht noch gut. Deswegen wendet man sich nicht an sie. Man muss sie mit dem Lebensnotwendigen versorgen. Sie werden sehr froh darüber sein, ein Grundeinkommen zu erhalten – Computer, Fernseher, Internet, Sofa. Man wird sie zu Hause mit kostenlosen Verpflegungsrationen versorgen, sogar damit, was sie sich selbst bestellen – Pizza, Cola, Computer.

Ja, mehr benötigen sie nicht. Können Sie sich so ein Glück vorstellen?

Frage: Ich glaube, dies ist eine Illusion des Glückes.

Antwort: Sie haben doch im Internet alles, was sie möchten, angefangen mit den Wissenschaften unserer Welt bis Striptease, Fernsehserien und Fußball.  Deswegen lohnt es sich nicht, uns an sie zu wenden. Man muss abwarten, bis ihre Entwicklungsphase abgeschlossen ist. An einen Menschen kann man sich nur damit wenden, was er sich wünscht, denn ein Mensch ist  – ein Verlangen nach Genuss.

Es gibt aber auch Menschen, die sich damit nicht zufrieden geben. In ihnen lebt ein „Virus“, der es verhindert, dass sie durch das Genießen materieller Güter glücklich sind. Sie müssen die Höhere Kraft erfahren, die sie lenkt, das höhere Prinzip, das Programm der Menschheitsentwicklung, sein Ziel, wofür existiere ich, was geschieht in meinem Leben, warum ist das so? Sie interessiert der Kontakt mit der lenkenden Kraft. Genau an solche Menschen kann man sich wenden.

 

Aus der TV Sendung „Die letzte Generation“ 15.05.2017

#207442

Chanukka – Die Rast mitten auf dem Weg

Wir treten in eine besondere Periode des Festes Chanukka ein. Dieses Fest hat eine interessante Geschichte, wir sind aber mehr an seinem spirituellen Sinn interessiert. 

Der Mensch, sowie die gemeinsame Seele, war dem Schöpfer absolut gegensätzlich erschaffen worden. Die Eigenschaft des Schöpfers ist das Geben und die Liebe. Die Eigenschaft des Geschöpfes ist das Empfangen und der Hass. Das Programm der Schöpfung ist dazu berufen, den Menschen von der Gegensätzlichkeit zur Gleichförmigkeit mit der höheren Kraft zu führen.

Dieses Programm wird dank dem Licht realisiert, welches zur Quelle zurückführt. Dieses Licht erweckt man mit Hilfe spezieller Verfahrensweisen. Dazu gehört die Arbeit in Gruppen, nach dem Beispiel von Moses bei der Erschaffung des Volkes Israel.

Wenn sich diese Gruppen in einer speziellen Form verbinden, ziehen sie das Licht zu sich heran, welches zur Quelle zurückführt. Das Licht wirkt allmählich auf sie. Dank diesem Licht, welches „Tora“ heißt, erhalten die Geschöpfe die Korrektur.  

Diese Korrektur wird in zwei Etappen realisiert. Auf der ersten Etappe wird das Verlangen für sich zu genießen so korrigiert, dass die „Absicht“ zum Geben hin geändert wird. Das Verlangen selbst wird dabei nicht benutzt. Also, das Ziel der ersten Etappe besteht darin, die Verlangen zu empfangen zu mindern, damit man sich ausschließlich auf das „Erlangen der Absicht“ hin zum Geben konzentriert.

Nach dem Abschluss dieser Korrektur beginnen wir wieder, Verlangen zu empfangen zu offenbaren und arbeiten aktiv mit ihnen. Das heißt, dass wir empfangen um zu geben.

Die erste Etappe des Erreichens der Eigenschaften des Gebens um zu geben (die Stufe Bina) ist der Krieg der Makkabäer. Der Punkt des Überganges vom Geben um zu geben zum Empfangen um zu geben heißt „die Rast“ oder Chanukka (das bedeutet „chanu ko“: hier stehengeblieben).

Wir feiern einen sehr wichtigen Punkt bei dem Chanukkafest, den Abschluss des Erlangens der altruistischen Absicht, das Erlangen der Stufe Bina. Unser Verlangen zu genießen wird noch nicht benutzt. Wir schränken es ständig weiter und vergrößern somit die Absicht für das Geben. So kommen wir zu dieser Rast, zu Chanukka. Wir können ihre Lichter nur sehen, sie aber nicht benutzen.

Genauso können wir die Gefäße sehen, obwohl wir sie nicht benutzen können. Man kann kein Licht ohne Gefäß sehen, das geht nur für das Geben und über dem Verlangen selber.

Nach Chanukka lernen wir wie wir sogar die Verlangen zu empfangen mit der Absicht um zu geben benutzen können, damit „die Finsternis wie das Licht leuchtet“.

Chanukka ist deswegen ein Fest des Lichtes, weil wir nur die gebenden Absichten benutzen, das Licht kann man nicht benutzen, man kann nur darauf schauen. „Schauen“ bedeutet, das Licht über den Empfangsgefäßen zu nutzen. Beim Nutzen des Lichtes innerhalb der Empfangsgefäße sprechen wir von einer vollständigen, vollkommenen Anwendung.

So wird der Platz von diesem besonderen Fest bestimmt. Das Fest schließt diese besondere erste Etappe der Korrektur, welche wir in diesen Tagen feiern, ab.

 

Aus dem Unterricht zur Thema „Chanukka nach der Kabbala“

 [#218017]

Solange es noch nicht zu spät ist

Vor uns steht eine Aufgabe mit einer zweifachen  Komplexität. Erstens muss das Volk Israel von der Notwendigkeit überzeugt werden, die Einheit zu erreichen, auch wenn es der Korrektur und Verbindung entgegengesetzt ist. Außerdem müssen die Menschen verstehen, dass eine Verbindung ausschließlich durch das Studium der Kabbala und das Licht, welches zur Quelle zurückführt, möglich ist. Das Licht wird durch das Studium der Kabbala angezogen. Deshalb liegt das Problem darin, sie davon zu überzeugen, dass sie beides, das Ziel und die Mittel akzeptieren.

Das Ziel liegt darin, dass „ganz Israel Freunde sind“, mit anderen Worten, eine komplette Vereinigung des Volkes, in welchem sich der Schöpfer enthüllen wird.  Das müssen wir nicht nur durch die Liebe zwischen uns erreichen, sondern  auch durch die Weisheit der Kabbala – und das stößt sogar noch mehr ab. Man muss aber verstehen, dass Verbindung eine Lebensnotwendigkeit ist, wenn wir einer Vernichtung entkommen möchten.

Kommentar: Sobald die Situation bedrohlich wird, wird sich das Volk Israel wie ein Mensch erheben und sich vereinigen…

Antwort: Dann wird es aber zu spät sein! Warum konnten sich Juden auf diese Weise zu Hitlers Zeiten nicht retten? Heute kann sich ein Brand blitzschnell entflammen, wie auf trockenen Spähnen. Damals realisierten sich Hitlers Pläne innerhalb einiger Jahre. Erste antijüdische Gesetze kamen zehn Jahre vor den ersten Konzentrationslagern auf. Die Situation wurde nach und nach schlimmer, aber niemand protestierte.  Was die Juden betrifft, ist die Welt im Verstand und im Herzen taub. Diese Gehörlosigkeit geht von der Natur, vom Schöpfer aus, um die Juden zu verpflichten, ihre Mission zu erfüllen. Der Schöpfer betrachtet nicht die tierischen Körper sowie die egoistische Verlangen, für Ihn zählt das Verlagen zu geben, welches als Seele bezeichnet wird. Wir können aber den Schlägen entfliehen, indem uns bewusst wird und wir begreifen,  dass keine Notwendigkeit besteht, sie physisch zu erhalten.  Es wird gesagt „Alles wird sich in den Gedanken klären“. Wenn wir uns unserer Mission bewusst sind, ist dies ausreichend. Dann sind keine Leiden notwendig. Ein kluges Kind versteht alles allein durch den Blick der Eltern. Man muss es dann nicht  anschreien oder gar schlagen. Deswegen lohnt es sich darüber nachzudenken, woher die Schläge zu uns kommen, worin ihre Ursache liegt? Wer lenkt diese Welt und wer schickt uns diese Leiden? Wenn das Volk sich mit dieser Frage beschäftigt und dem Rat der Kabbalisten folgt, die in allen Zeitalter darüber schrieben, dann hat es die Möglichkeit, die Wahrheit zu offenbaren. Wir waren alle Zeuge des Konfliktes um die Metalldetektoren, die israelische Sicherheitsdienste auf dem Tempelberg installierten. Letztendlich musste man sie wieder deinstallieren. In Wirklichkeit sind sie für die Araber ohne Bedeutung, das war lediglich ein Grund für Proteste.

Schaut, wie sie sich um diesen nichtigen Anlass verbunden haben und damit einen Brand geschürt haben. Wir haben dem nichts entgegenzusetzen, denn wir übergaben ihnen doch die Zügel, um das ganze Universum zu lenken. Durch unsere Uneinigkeit geben wir den Arabern das Recht, die Welt zu lenken.

Wenn wir so weitermachen, wird alles noch schlimmer. UNO, UNESCO, zahlreiche Gremien werden einen antiisraelischen Erlass nach dem anderen beschließen. Zuallererst  werden wir den Tempelberg verlassen müssen, dann Jerusalem und danach das Land Israel. Man wird nirgendwohin gehen können – niemand wird uns aufnehmen, genau wie damals in Deutschland. Wir haben aus den vergangenen Fehlern nichts gelernt.

Das ganze Universum ist ein einziges spirituelles System und das Volk Israel ist in der Lage, den Kopf zu beeinflussen.  Israel heißt nicht umsonst „Mein Kopf“ (li Rosh). Wenn wir das Geschehen richtig wahrnehmen und dort einwirken, wo wir es können, dann werden wir die Realität verändern können.  Das ist die einzige Möglichkeit, die Situation zu korrigieren. Wir hoffen auf unsere Raketen, Waffen, eine starke Armee – das wird aber nicht helfen. Es kann zu so einer Situation kommen, dass bei all unserer Militärmacht, dem Arsenal von Raketen und Atombomben, wir uns keinen einzigen Schuss aus der kleinsten Pistole erlauben können. Deswegen muss man dem Volk erklären, dass wir keinen anderen Weg außer dem der Verbindung  haben, um dieser gefährlichen Situation zu entkommen.

 

Aus dem Unterricht zum Thema „Erlösung dank dem Studium der Kabbala“ vom 28/07/2017

[#211158]

Meine Gedanken auf Twitter,  14/11/17

#Love Liebe kann sich nicht offenbaren in der Abwesenheit des gegenteiligen Gefühls – Hass. Sie können nur gleichzeitig existieren, gemäß dem Gesetz „Liebe bedeckt alle Übertretungen“. Dies ist jedoch nur in dem Umfang möglich, in dem diese Qualitäten durch das Praktizieren der Kabbala erworben werden können.

#Kabbalah Die Kabbala schlägt einen Kompromiss vor zwischen einem „Recht einer Nation auf Selbstbestimmung“ und einer „Erhaltung der Souveränität“: 1. Die Unabhängigkeit jeder Nation mit 2. Der Beibehaltung guter Beziehungen untereinander. Dies ist nur möglich durch Erziehung, wie die Kabbala es empfiehlt. Die Alternative ist Krieg.

#spirituality Der freie Wille wird in der Wahl getroffen: sich dem Gesetz des Egos oder des Schöpfers zu unterwerfen? Ständig in dem Zustand zu verbleiben seinen Weg zu wählen, ist der Ort wo sich der Mensch spirituell entwickelt, indem er „Es gibt nichts außer Ihm“ erreicht.

#purpose Die Sehnsucht nach einem Lebenssinn ist kein Traum oder eine Selbsttäuschung, sondern eine Selbstprogrammierung, eine Motivation, die deine Zukunft vorherbestimmt.

#freedom Der freie Wille beginnt damit, dass wir uns in einer Gruppe mit unseren Punkten im Herzen verbinden wollen und suchen: Wo ist unsere freie Wahl? Wir wollen ein Feld der Verbindungen an einem Ort des Zerbruchs etablieren. Dieses Feld, errichtet aus unseren Verbindungen, ist da wo der freie Wille existiert.

#consciousness Wenn wir den Zustand des Zerbruchs korrigieren, betreten wir einen neuen Bereich, der in der Natur noch nie existiert hat – den Bereich unseres freien Willens. Aus diesem Grund ist es unerlässlich für uns diesen Punkt der Freiheit zu finden, von dem aus wir in eine neue Dimension austreten können.

Die Kabbala erklärt, dass unsere Welt die vollständige Freiheit (# freedom) und Freizügigkeit erreicht, sodass jeder daraus die Schlussfolgerung ziehen kann, dass die richtige Form einer menschlichen Gesellschaft (#society) die der Einheit ist.

 

Aus Twitter, 11/14/17

Es gibt kein Heimatland

 

Frage: Die Regierung von Katalonien will die Unabhängigkeit von Spanien erreichen. Was veranlasst sie, sich zu trennen und sich in kleine Königreiche aufzuteilen?

Antwort: Das ist natürlich! Sagen wir, heute gibt es 200 Nationen in der Welt. Wenn das so weitergeht, wird diese Zahl in ein paar Jahrzehnten 250 oder sogar 300 erreichen. Daran habe ich keinen Zweifel.

Kommentar: Im Gegenteil dazu sagen die Futuristen, dass sich die Menschen in größeren Städten zusammentun werden.

Antwort: Nein, es wird dort keinerlei Vereinigung geben! Wie in der Vergangenheit wird es Festungen geben, Stadtstaaten, die von geschlossenen  Befestigungen umgeben sind. Diese Gegensätze zur Einheit wird es in jedem Land geben: der Norden gegen den Süden, der Westen gegen den Osten. Sie werden sich in Sippen oder irgendwelche anderen Unterteilungen aufspalten. Warum geschieht dies? Der Egoismus wächst und fordert für sich einen getrennten Bereich ein. Aus diesem Grund werden wir zur Einheit in der Familie zurückkehren. Darüber hinaus wird jeder seine eigene Wohnung haben, eine Festung mit kugelsicheren Scheiben. Ich werde in meinem Zuhause sitzen, ein Fenster öffnen, und eine Drohne wird hereinfliegen und mir eine Pizza mit Coca-Cola liefern und dann wegfliegen.

In der Zwischenzeit werde ich an meinem Computer sitzen und von nichts irgendetwas wissen wollen. Lass mich in Ruhe, das ist mein Revier, das ist mein Königreich. Ich stelle das allervollkommenste Bild dar, das es geben kann, wo ich das Parlament bin, ich der Regierungschef bin, ich bin alles.

Frage:  Also alles hat seinen Wert verloren? Es gibt nur mich und meinen Egoismus, das wars? Ich glaube niemandem, ich möchte nicht in ihrer Umgebung sein, ich hasse sie.

Antwort: Das ist die beste Regierungsform!

Frage: Ist das ein reales Bild?

Antwort: Im Prinzip ja. Aber wir möchten es nicht erreichen, die Natur wird es uns nicht erlauben; sie hat ihre eigenen Pläne.

Frage: Mit anderen Worten, die Menschen werden sich trennen, aber was wird als nächstes passieren?

Antwort: Bevor dies geschieht, wird es einen Kollaps geben. Wenn die Menschheit aus ihren Fehlern gelernt hätte, würde dies für immer so weitergehen. Aber die Natur hat einen Plan, den sie uns immer vor Augen führt  und der uns von ihrem Ende her unter Druck setzt. Deshalb werden wir uns nicht gegenseitig vernichten können.

Frage: Was wird dann geschehen?

Antwort: Wir werden gezwungen uns zu vereinigen! Zum Glück gezwungen mit einem Stock!

Wenn es kein Schöpfungsziel gäbe, in dem wir praktisch bereits existieren, und wenn die Rückführungsprozesse nicht von dem, was wir als Leiden wahrnehmen, zu uns kommen würden, dann gäbe es Chaos. Die Dinge, die sich Wissenschaftler, Philosophen und Psychologen heute vorstellen, sind alles Produkte ihres Mangels am Verständnis des Zieles und dem Programm, das die Natur festgesetzt hat.

Somit würde Katalonien, auch wenn es sich jetzt trennen würde, überhaupt nichts Gutes tun. Später werden alle Grenzen sowieso aufgehoben. Die Regierung von Katalonien wird niemanden zu beherrschen haben, weil die Menschen von Katalonien der Regierung und allem anderen gegenüber vollkommen gleichgültig sein werden.

Auf der anderen Seite sehen wir den Prozess, der sich enthüllt; die Menschen kümmern sich nicht darum wo sie leben.

Frage: Also verschwindet das Konzept des Heimatlandes, es wird ausradiert?

Antwort: Welches Heimatland? Wer oder was kann als Zuhause angesehen werden? Das Land? Aber es gibt überall anderes Land. Die Menschen? Das Gleiche. Die Kultur? Sie ist allen gemein.

Frage: Ist es vom Standpunkt der höheren Vorsehung aus korrekt, sich von diesen Vorstellungen wie mein Platz, meine Heimat, ich werde hier leben, ich werde hier sterben usw. zu lösen?

Antwort: Alle Nationalitäten, Nationen und Regierungen werden ausgeglichen sein; alles wird sich auflösen.

Frage: Was werde ich Heimat nennen?

Antwort: Eine gute Umgebung und das ist alles.

 

Aus KabTV’s “Neues von Michael Laitman” 9/7/17

[215564]