Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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“Als sich die Häupter des Volkes versammelten, die Stämme Israels insgesamt“

Deuteronomium, 5. Buch Mose, 33, 3-5:  Ja, er liebt sein Volk! All seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie folgen deinen Füßen, jeder empfängt von deinen Worten.  Ein Gesetz hat uns Mose geboten, einen Besitz der Versammlung Jakobs. Und er wurde König in Jeschurun, als sich die Häupter des Volkes versammelten, die Stämme Israels insgesamt…

Es geht darum, alle Stämme zu einer gemeinsamen Nation zu vereinen. Jeder Stamm existiert immer noch getrennt gemäß seiner internen Methodik und Natur, und er ergänzt andere zu einem vollständigen gemeinsamen Gefäß. Deshalb wird Perfektion aber genau in der Verbindung zwischen ihnen erreicht, obwohl jeder von ihnen ein perfekter Teil ist. Dadurch werden sie dem Schöpfer ähnlich.

Die Zahl 12 kommt von den drei Linien, multipliziert mit dem vierstelligen Namen des Schöpfers (HaWaYaH – Yud-Hej-Waw-Hej) in jeder Zeile. Deshalb gibt es 12 Stämme.

 

Aus KabTVs „Geheimnisse des Ewigen Buches“ 2/6/17

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Verirre dich nicht!

Eine Hure soll es unter den Töchtern Israel nicht geben, und es soll auch keinen Unzüchtigen unter den Söhnen Israel geben. [Tora, „Dwarim“, „Ki Teze“, 23:18]

Weibliche und männliche Grundlagen  im Menschen sollen präzise zum Ziel der Schöpfung führen, zum Geben und der Liebe untereinander, und sie sollen keinesfalls auf sich selbst gerichtet sein.

Verirre dich nicht! Hure kommt von dem Wort „Hurerei“, „sich irren“. Deshalb beziehe alle Wünsche, Absichten, Kräfte und Eigenschaften nicht auf dich, sondern nur auf andere.

Du sollst keinen Hurenlohn und kein Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen für irgendein Gelübde; denn auch diese beiden sind ein Gräuel für den HERRN, deinen Gott. [Tora, „Dwarim“, „Ki Teze“, 23:19]

Du sollst noch nicht mal aus  egoistischen Handlungen auf dem materiellen Niveau einen Vorteil für dich herausziehen. Das ist eben die „ausschweifende Frau“ (der egoistische Wunsch) in dir.

Wenn du egoistisch für dich handelst, musst du wissen, dass du darauf den zukünftigen Tempel, den zukünftigen Zustand nicht aufbauen wirst. Mit dieser Handlung beschwichtigst du in diesem Moment nur irgendwie deine wilden, barbarischen Wünsche.

Es geht nicht um den Körper des Menschen, sondern um seine Seele, da die Kabbala nur mit der Seele zu tun hat.  Deshalb bist du verpflichtet, den Körper zu füttern, ihm trinken zu geben, ihn zu waschen, ins Bett zu bringen, ihm alles geben, was er braucht, aber in vernünftigem Rahmen. Und wenn du diesen Rahmen sprengst, wirst du eine Hure, dann verirrst du dich, d.h. du gehst von den spirituellen Kräften zum Materiellen über.

Anmerkung: Im Prinzip kann die ganze Menschheit als verloren betrachtet werden…

Antwort: Wir haben für uns solche Götzen erschaffen, die es sonst nirgendwo gibt, weil wir nur daran denken, wie wir unsere Selbstsucht befriedigen können.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Geheimnisse des Ewigen Buches“, 26.10.2016

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Wann erreichen wir das Land Israel?

Frage: Warum ist es so, dass nach dem Exodus aus Ägypten das Volk Israel ständig klagte und mit diesem Fortschritt nicht zufrieden war?

Antwort: So ist die Gegenwart in Beziehung zur Vergangenheit festgelegt und die Freiheit des Willens ergibt sich aus der Wahl zwischen den beiden Zuständen.

Dies geschieht auf jeder Stufe, bei jedem Schritt, da der Egoismus immer weiter wächst und wir müssen uns über ihn erheben. Ein größerer Egoismus ergibt einen größeren Aufstieg. Das geht so weiter bis wir das Land Israel erreichen. Im Verlauf der 40 Jahre Wanderung durch die Wüste besteigen wir alle den Berg Sinai.

Vormals hat ihn nur Moses bestiegen, aber jetzt nehmen wir alle mit uns mit. Das bedeutet, dass er das Volk durch die Wüste führt.

Der Aufstieg zum Berg Sinai, d.h. der Aufstieg über den gegenseitigen Hass, ist das Ziel des Lebens eines Menschen. Das ist der Anfang des Gebens, der Liebe, der Verbindung miteinander und der Vereinigung von jedem in ein einziges Ganzes, und in diesem Ausmaß wird der Schöpfer enthüllt.

Das Land Israel wird erst am Ende erreicht, wenn man die Liebe erlangt. Aber der ganze Aufstieg hängt davon ab, mich über den Egoismus zu erheben. Das nennt man „die Eigenschaft von Chassadim zu besitzen“. Chessed ist die Gnade: wenn du dich um andere genauso sorgst wie sie sich um dich sorgen.

Immer gemäß der Stufe, auf der du dich befindest, kommt es zu einer Unterdrückung deiner Bedürfnisse, indem du die Bedürfnisse anderer als wertvoller und notwendiger festlegst. Das ist ähnlich dem, wie sich eine Mutter um ihr Baby sorgt, indem sie seine Bedürfnisse mehr als alles andere wertschätzt. Auf diese Weise ist unsere Beziehung zu jedem.

Es ist so, als würdest du einen anderen Menschen in dich hineinlassen, auf dieser Stufe gibst du ihm völlig freien Raum. Wenn du das tust, dann wächst sofort der Egoismus der nächsten Stufe in dir. Er ist so stark, dass du den anderen Menschen noch nicht einmal wahrnimmst. Und wenn es dir passiert, dass du ihn doch siehst, dann belästigt er dich und wirkt abstoßend auf dich. Dann arbeitest du wieder daran bis er dir näher steht als du selber. Das bedeutet, dass du eine neue Stufe betreten hast und das setzt sich immer weiter fort.

 

Aus KabTV´s „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“ 3/25/15

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Aus dem Schlaf erwachen

Und ich werde deine Grenze festsetzen: Sie soll reichen vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister und von der Wüste bis an den Strom, denn ich werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, so dass du sie vor dir vertreiben wirst. [Tora, Exodus 23:31]

Das Land Israel ist im Prinzip nicht so groß. Das bedeutet, dass das egoistische Verlangen eines Menschen sehr klein ist. Auf den spirituellen Stufen wächst aber das Verlangen. Wenn ein Mensch von einem niederen spirituellen Niveau auf ein höheres und noch höheres Niveau aufsteigt, offenbart er die ganze Welt.

Es ist nicht unser All, welches an sich keinen wirklich ernstzunehmenden spirituellen Raum darstellt, es ist einfach eine Null, es existiert nicht. In der wirklichen Welt, wo wir uns wirklich befinden, existiert es nicht. Unser All sind wir, unsere Abbildung.

Wir kennen uns nicht, sehen uns nicht. Zurzeit schlafen wir und erleben im Schlaf unser ganzes materielles Leben. In diesem Schlaf wird uns der Anfang der spirituellen Arbeit gegeben, die uns hilft aufzuwachen.

Wenn wir mit Hilfe dieser Arbeit  aufwachen (in die spirituelle Welt kommen), sehen wir, dass alles, was sich früher in uns befand, nur eine Illusion war. Wir haben verschiedene Meinungen erfahren und wir haben das alles in uns wahrgenommen, in unserem Vorstellungsvermögen. Aber jetzt sind wir wahrhaftig, spirituell.

Deswegen ist das materielle Leben gegenüber dem spirituellen Leben wie ein Traum. In Wirklichkeit machen wir nichts, wir führen keine Handlungen aus. Sogar unsere Verlangen, welche wir angeblich gebrauchen, sind keine Verlangen, sie sind nichts.

Sobald du erwachst (wirst du spirituell geboren), verstehst du das alles? Was früher geschehen ist, war wie ein Traum.

Und jetzt kommt die Frage: Wenn ein Mensch aus dem Traum erwacht und anfängt im spirituellen Raum der anderen Dimension zu leben, wie kann er bei der Ausführung irgendwelcher Handlungen plötzlich in diesem Traum erscheinen und anderen dabei helfen aus diesem Traum zu erwachen? Wie taucht er da hinein?

Mit anderen Worten, er hat eine gewisse spirituelle Stufe erreicht und es wird ihm gesagt: „Du musst im Traum mit denjenigen zusammen sein, die sich immer noch in diesem Traum befinden“.

Frage: Ist der Kabbalist so was wie ein Verbindungsteil? Wird er geschickt, um die Menschheit aus diesem Traum aufzuwecken, um sie zu einem neuen Zustand zu bringen? Und vollbringt er diese Arbeit?

Meine Antwort: Natürlich! In der Spiritualität wird dir diese Notwendigkeit gezeigt und sie wird zu deiner.

 

Aus dem TV Programm „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“  

[#216806]

Solange es noch nicht zu spät ist

Vor uns steht eine Aufgabe mit einer zweifachen  Komplexität. Erstens muss das Volk Israel von der Notwendigkeit überzeugt werden, die Einheit zu erreichen, auch wenn es der Korrektur und Verbindung entgegengesetzt ist. Außerdem müssen die Menschen verstehen, dass eine Verbindung ausschließlich durch das Studium der Kabbala und das Licht, welches zur Quelle zurückführt, möglich ist. Das Licht wird durch das Studium der Kabbala angezogen. Deshalb liegt das Problem darin, sie davon zu überzeugen, dass sie beides, das Ziel und die Mittel akzeptieren.

Das Ziel liegt darin, dass „ganz Israel Freunde sind“, mit anderen Worten, eine komplette Vereinigung des Volkes, in welchem sich der Schöpfer enthüllen wird.  Das müssen wir nicht nur durch die Liebe zwischen uns erreichen, sondern  auch durch die Weisheit der Kabbala – und das stößt sogar noch mehr ab. Man muss aber verstehen, dass Verbindung eine Lebensnotwendigkeit ist, wenn wir einer Vernichtung entkommen möchten.

Kommentar: Sobald die Situation bedrohlich wird, wird sich das Volk Israel wie ein Mensch erheben und sich vereinigen…

Antwort: Dann wird es aber zu spät sein! Warum konnten sich Juden auf diese Weise zu Hitlers Zeiten nicht retten? Heute kann sich ein Brand blitzschnell entflammen, wie auf trockenen Spähnen. Damals realisierten sich Hitlers Pläne innerhalb einiger Jahre. Erste antijüdische Gesetze kamen zehn Jahre vor den ersten Konzentrationslagern auf. Die Situation wurde nach und nach schlimmer, aber niemand protestierte.  Was die Juden betrifft, ist die Welt im Verstand und im Herzen taub. Diese Gehörlosigkeit geht von der Natur, vom Schöpfer aus, um die Juden zu verpflichten, ihre Mission zu erfüllen. Der Schöpfer betrachtet nicht die tierischen Körper sowie die egoistische Verlangen, für Ihn zählt das Verlagen zu geben, welches als Seele bezeichnet wird. Wir können aber den Schlägen entfliehen, indem uns bewusst wird und wir begreifen,  dass keine Notwendigkeit besteht, sie physisch zu erhalten.  Es wird gesagt „Alles wird sich in den Gedanken klären“. Wenn wir uns unserer Mission bewusst sind, ist dies ausreichend. Dann sind keine Leiden notwendig. Ein kluges Kind versteht alles allein durch den Blick der Eltern. Man muss es dann nicht  anschreien oder gar schlagen. Deswegen lohnt es sich darüber nachzudenken, woher die Schläge zu uns kommen, worin ihre Ursache liegt? Wer lenkt diese Welt und wer schickt uns diese Leiden? Wenn das Volk sich mit dieser Frage beschäftigt und dem Rat der Kabbalisten folgt, die in allen Zeitalter darüber schrieben, dann hat es die Möglichkeit, die Wahrheit zu offenbaren. Wir waren alle Zeuge des Konfliktes um die Metalldetektoren, die israelische Sicherheitsdienste auf dem Tempelberg installierten. Letztendlich musste man sie wieder deinstallieren. In Wirklichkeit sind sie für die Araber ohne Bedeutung, das war lediglich ein Grund für Proteste.

Schaut, wie sie sich um diesen nichtigen Anlass verbunden haben und damit einen Brand geschürt haben. Wir haben dem nichts entgegenzusetzen, denn wir übergaben ihnen doch die Zügel, um das ganze Universum zu lenken. Durch unsere Uneinigkeit geben wir den Arabern das Recht, die Welt zu lenken.

Wenn wir so weitermachen, wird alles noch schlimmer. UNO, UNESCO, zahlreiche Gremien werden einen antiisraelischen Erlass nach dem anderen beschließen. Zuallererst  werden wir den Tempelberg verlassen müssen, dann Jerusalem und danach das Land Israel. Man wird nirgendwohin gehen können – niemand wird uns aufnehmen, genau wie damals in Deutschland. Wir haben aus den vergangenen Fehlern nichts gelernt.

Das ganze Universum ist ein einziges spirituelles System und das Volk Israel ist in der Lage, den Kopf zu beeinflussen.  Israel heißt nicht umsonst „Mein Kopf“ (li Rosh). Wenn wir das Geschehen richtig wahrnehmen und dort einwirken, wo wir es können, dann werden wir die Realität verändern können.  Das ist die einzige Möglichkeit, die Situation zu korrigieren. Wir hoffen auf unsere Raketen, Waffen, eine starke Armee – das wird aber nicht helfen. Es kann zu so einer Situation kommen, dass bei all unserer Militärmacht, dem Arsenal von Raketen und Atombomben, wir uns keinen einzigen Schuss aus der kleinsten Pistole erlauben können. Deswegen muss man dem Volk erklären, dass wir keinen anderen Weg außer dem der Verbindung  haben, um dieser gefährlichen Situation zu entkommen.

 

Aus dem Unterricht zum Thema „Erlösung dank dem Studium der Kabbala“ vom 28/07/2017

[#211158]

Und sie werden lernen, den Herrn zu fürchten

Tora, Deuteronomium, 5.Mose, 31,12 – 31,13: Versammle das Volk, die Männer und die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren wohnt, damit sie hören und damit sie lernen und den HERRN, euren Gott, fürchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun! Und ihre Kinder, die es nicht wissen, sollen zuhören, damit sie den HERRN, euren Gott, fürchten lernen alle Tage, die ihr in dem Land lebt, in das ihr über den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen.

Furcht vor dem Schöpfer trägt den Menschen, besonders während der vierzigjährigen Wanderung durch die Wüste. Und im Land Israel erreicht die Qualität der Furcht eine andere Stufe. In der Wüste gab es die Furcht, ob es möglich wäre, den Egoismus für seinen eigenen Nutzen zu unterlassen, aber im Land Israel gibt es eine gänzlich andere Qualität: ob es möglich wäre, den Egoismus für das Geben zu nutzen und die Liebe zu anderen. Hier geschieht die Umkehrung im Nutzen des Egoismus.

Deshalb warnt Moses das Volk: es ist nicht nur sehr schwer zu tun, es ist auch schwer vorstellbar, wie es zu tun ist. Ich kann mir selbst nicht verbieten zu genießen. Wird es mir möglich sein, dem Schöpfer zuliebe zu genießen? Es ist viel einfacher, es zu verbieten.

Frage: Es steht geschrieben: “Versammlung des Volks: die Männer, die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren wohnt“. Was bedeutet das?

Antwort: Das sind alles innere Qualitäten des Menschen. Lass sie auf Moses` Warnungen hören, weil  jede ihre eigene Korrektur durchmachen muss. Nur danach kannst du das Land Israel betreten und anfangen, mit deinem Verlangen „um des Gebens willen“ zu arbeiten.

 

aus: KabTV „Geheimnisse des Ewigen Buches“, 23.1.2017

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Die Offenbarung von Abraham

Der Schöpfer, das ist die Eigenschaft des Gebens und der Liebe. Er ist vollkommen. Und nur so zeigt Er sich uns. Er will Seine Geschöpfe sich ähnlich machen. Er schuf uns aber Seiner Natur entgegengesetzt, wie es heißt: „Ich habe den bösen Trieb erschaffen“.

Indem Er uns als böse Wesen erschaffen hat, die jeden Tag noch egoistischer werden, hat Er uns gleichzeitig ein Werkzeug der Korrektur gegeben. Das Problem ist nur, dass all dies allmählich geschieht, nach den Gesetzen der Natur.

Die Natur entwickelt sich nach den Gesetzen der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Stufen. Laut der Wissenschaft der Kabbala unterscheidet sich der Mensch vom Tier nicht, indem er auf zwei Beinen mit hocherhobenem Kopf geht (denn auch der Strauß läuft auf zwei Beinen), und nicht indem er denkt.  Der Mensch strebt nach dem Ziel des Lebens, aber ein Tier nicht.

Das ist ein deutliches Streben nach dem Sinn des Lebens. „Wo komme ich her, wo gehe ich hin?“, „Was ist der Sinn meines Daseins?“, diese Fragen beschäftigen viele Menschen. Aber sie finden keine Antwort.

Der erste, der vor 5777 Jahren die Fragen zu beantworten versuchte, war ein Mann namens Adam, der mit seinen Gedanken, Gefühlen, inneren Streben und seinen tiefen Überlegungen die Geheimnisse des Universum durchdrang und darüber ein kleines Buch „Der Engel Raziel“ schrieb, das bis in unsere Zeit erhalten ist.

Dank dieser Offenbarung und Arbeit an sich selbst war er der Erste, der begann, die Kräfte der Natur für seine Entwicklung richtig einzusetzen. Er wurde Adam genannt. „Adam“ kommt vom Wort, dem Schöpfer „ähnlich“ sein.

Viele Menschen in verschiedenen Generationen nach Adam verwendeten diese Methode. Nach 20 Generationen erreichte sie Abraham, der in Babylon lebte und zunächst ein Prediger war und nicht ganz die richtige Einstellung zur Natur hatte. Er glaubte, dass die Spiritualität in viele Götter unterteilt sei, die angebetet werden sollten.

Aber dann entdeckte er, dass die Kräfte der Natur, die unabhängig voneinander arbeiten, auch in einer positiven und negativen Wechselwirkung sind und ähnlich wie die vielfältigen antiken, griechischen Götter in Wirklichkeit aus einer einzigen Quelle, dem Höheren Verstand, kommen.

Diesen Höheren Verstand muss man untersuchen, erlangen, sich ihm annähern. Erst dann wird man erkennen und verstehen, was der Sinn des Lebens ist. Andernfalls, wie Abraham glaubte, sind alle Zeiten, die zwischen Adam und ihm liegen, spur- und nutzlos.

Im Prinzip untersucht man die verschiedenen Kräfte, die tatsächlich existieren. Aber sie haben keine gemeinsame Basis, keine gemeinsame Quelle und man müsste sie offenbaren. Das tat Abraham.

Er erlangte die Einzige Kraft der Natur, die über allen anderen Kräften steht, die die Menschen angebetet hatten, einschließlich ihm selbst. Als er diese Kraft untersuchte, stellte sich heraus, dass sie absolut gütig und einzig war. Das erklärte Abraham den Babyloniern.

Es scheint uns, dass es zwischen Polytheismus und Monotheismus keinen allzu großen Unterschied gibt. Aber der Glaube an die Einzige Kraft bedeutet nicht Monotheismus, sondern die Ähnlichkeit der Form. Wenn der Mensch seiner Bestimmung nachgeht und versucht, die Ähnlichkeit der Eigenschaften zu erreichen, ändert er sich. Sein Verhalten, seine Handlungen ändern sich, die Einstellung zum Leben, sowie die Wirkung und Beziehung auf und zu seiner Umgebung. 

Indem man sich ändert, ändert sich auch die Welt, die Gesellschaft und die Familie. Man baut alles nach der gleichen Schablone auf, nach dem selben Beispiel, das man von Oben empfängt, untersucht, absorbiert und gibt man weiter.

Das tat im Prinzip Abraham. Er versuchte seinen Schülern alles zu erklären und sie folgten seinem Weg. So wurde eine Gruppe von Menschen gegründet, die nannte man „Das Volk Israel“, was bedeutet „Isra-El“(„Isra“-gerade, „El“-der Schöpfer), direkt zum Schöpfer. Mit anderen Worten, dies ist eine Gruppe, die nach der Verschmelzung mit dieser einzigen, gütigen Kraft strebt, dem Schöpfer.

 

Aus der russischen Lektion, 06.04.2017

[#213231]

„Er wird dich wieder versammeln aus allen Völkern…“

Tora, Deuteronomium 30:02 – 30:04:Und wenn du umkehrst zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, in allem, was ich dir heute gebiete; so wird der HERR, dein Gott, dein Gefängnis wenden und sich deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, dahin dich der HERR, dein Gott, zerstreut hat. Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wärest, so wird dich doch der HERR, dein Gott, von dannen sammeln und dich von dannen holen.

Wir sehen dieses Bild auch heute.

Frage: Heißt das, dass man sich nirgends verstecken kann und immer noch vom Exil zurückkehren wird?

Antwort: Es scheint einem Menschen nur, dass er sich irgendwo verstecken kann. Du kannst dich nirgendwo verstecken; wir kennen unsere Wege nicht, was uns kontrolliert und wie die versteckten Puppenspieler jeden einzelnen in der Welt beeinflussen.

Die einzige Sache, die wir unbedingt lernen und benutzen müssen, ist das System der Korrektur.

Es gibt nichts anderes. Nur konstante Verbindung und Anpassung an dieses System kann uns helfen, es richtig zu erkennen und permanent dem Schöpfer so nahe wie möglich zu sein. Und wenn wir anfangen wegzulaufen, müssen wir wieder zusammengesetzt werden durch die gleichen, starren Gesetze und Kräfte der Natur.

Frage: Wie wird dieses System mit den Juden funktionieren, die sich unter den anderen Nationen assimiliert haben und vor langer Zeit aufgehört haben, jüdisch zu sein?

Schließlich steht geschrieben: “Sogar wenn deine Exile am Ende der Himmel sind, wird der Herr, dein Gott, dich von dort versammeln.“

Antwort: Ich weiß nicht, wie sie gezwungen werden zurückzukommen.

Vielleicht wird einer wie Hitler erneut auftauchen und sie daran erinnern, dass sie jüdisch sind und er wird sagen: “Wir werden sie entweder zerstören oder sie sollen schnell ihr Zuhause verlassen.“

Frage: Wie wird es jenen ergehen, die sich vor langer Zeit vom Jüdisch sein verabschiedet haben?

Antwort: Das ist egal. Welchen Unterschied macht es, dass sie sich verabschiedet haben? Es gab so viele berühmte und außergewöhnliche Menschen, die plötzlich entdeckt haben, dass sie Juden waren. Wir kennen diese Fakten. Weißt du, was wir finden könnten, wenn wir die DNA von denjenigen untersuchen würden, die dort leben, wo Juden vor tausenden von Jahren gelebt haben?

In Spanien habe ich mit einem Professor gesprochen, der reinrassiger Spanier ist. Er sagte: “Welche Probleme können wir unter uns haben, wenn wir alle zu 30-40% jüdisch sind? Ich meine, aus Sicht der Biologie.“

Frage: Was muss passieren, damit sich ein Mensch wie ein Jude fühlen würde? Ist es eine Art inneres Signal?

Antwort: Nein, es ist nur so, dass ein Mensch das Gefühl haben wird, zu den letzten verlorenen Stämmen zu gehören.

Wenn es heutzutage 15 Millionen Juden in der Welt gibt und wenn diese zehn Stämme enthüllt sind, wird es achtmal mehr Juden geben, also weitere 120 Millionen. Stell dir diese Größe vor.

Können sie sich alle in Israel versammeln? Dann werden wir tatsächlich ein Land „vom Nil bis zum Euphrat“ benötigen.

Wie auch immer, es geht nicht um die Anzahl der Menschen in unserer Welt. Es geht nur um die spirituellen Stufen. Exakt auf diesen Stufen wird alles entschieden und korrigiert werden.

Ich glaube nicht, dass Millionen von Afghanen, die sich dazu entscheiden, jüdisch zu sein, zurück nach Israel kommen. Schließlich sind sie nach den Erzählungen die Nachkommen einiger Stämme. Oder 100 Millionen Menschen, die in Indien leben, entscheiden sich dafür, aus dem Stamm Manasse zu sein. Und so weiter.

Frage: Was bedeuten diese inneren Rückbesinnungen, die in einem Menschen aufkommen?

Antwort: Diese inneren Rückbesinnungen sind keine Bestandteile der DNA, sie können nicht nachgewiesen werden. Du wirst sehen, was passieren würde, wenn man die DNA dieser Menschen in der ganzen Welt untersuchen würde.

Es gibt in jedem Menschen einen bestimmten Teil von anderen Menschen in der Welt.

Ich hoffe, dass Krisen die Menschen aufrütteln und sie klar erkennen werden, dass entlang dieses Fortschritts die Verbindung erwünscht ist.

Die Welt braucht diese Methode der Verbindung; sie wird ohne diese nicht überleben.

 

Aus Kab TV’s “Die Geheimnisse des Ewigen Buches” 1/11/17

[213184]

Von der Wüste ins Land Israel

Tora, Deuteronomium (5.Mose) 29,04 -29,05: Und ich habe euch vierzig Jahre in der Wüste geführt: Eure Kleider sind nicht an euch zerschlissen, und dein Schuh an deinem Fuß ist nicht zerschlissen. Brot habt ihr nicht gegessen, und Wein und Rauschtrank habt ihr nicht getrunken, damit ihr erkenntet, dass ich der HERR, euer Gott, bin.

In der Wüste esse ich nur MAN (Manna), weil es die Qualität von Bina, des Gebens, ist – es gibt nichts anderes, ich nähre mich nur mit der Qualität des Gebens.

Es ist mein Brot, meine Nahrung und meine Kleidung – absolut alles. Kleidung bedeutet alle Schirme (Massachim), die auf mir sind. Nahrung ist das Licht von Chassadim, das ich konsumiere und durch das ich lebe. Es bedeutet, dass alles nur die Anheftung an den Schöpfer ist.

Ich halte an Ihm fest mit allen egoistischen Verlangen, die in mir auftauchen, und auf diese Weise werde ich von ihrer egoistischen Erfüllung gereinigt.

Ich lebe und bin nur durch die Tatsache erfüllt, dass ich mit jedem Mal, mit dem ich mich Ihm mehr und mehr annähere, von Ihm eine lebensspendende Kraft erhalte.

Mit anderen Worten, MAN sind die Stufen, die ein Mensch durchmacht während der sogenannten vierzigjährigen Wanderung in der Wüste, was der Aufstieg von Malchut zu Bina ist.

Sie werden Stufen der Reinigung genannt, nicht Stufen der Verwirklichung vom Egoismus zum Altruismus, sondern der Reinigung, weil ich nicht die egoistischen Verlangen benutze, ich erhebe mich nur über sie, indem ich meinen Egoismus darunter verlasse. Und wenn ich anfange, den Egoismus, den ich unten verlassen habe, zuzuschaufeln, heißt das, dass ich bereits im Land Israel bin.

 

Auf KabTV´s „Geheimnisse des Ewigen Buches“  vom 28.12.2016

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Den Mangel an Sensibilität überwinden

Die Menschheit kann einen sehr langen Weg gehen, ehe sie die Erkenntnis des Bösen erlangt. Wir sagen, dass die Korrektur nach 6000 Jahren beendet ist. Allerdings sind gemäß der Kabbala 6000 Jahre 6000 Stufen: NHY, HGT und HBD. Das heißt, wenn wir von Adam anfangen zu zählen, sind noch 223 Jahre übrig. Allerdings sind das nicht weltliche Jahre.

Was macht es am Ende für einen Menschen für einen Unterschied, ob es in 223 oder in 20.000 Jahren passieren wird? Wenn er es morgen tun will, kann er es morgen tun. Dann spielt es keine Rolle, wie viele Jahre noch übrig bleiben, 200 oder 2000. Wir müssen das realistisch und nicht philosophisch betrachten.

Man kann es hier und jetzt passieren lassen, aber falls nicht, was soll`s? Der Mensch muss ohnehin sterben und findet sich dann in einem anderen Leben wieder. Nach dem Tod  kommen wir sofort zur Empfindung eines neuen Zustands, nicht von dieser Welt, sondern von einer etwas anderen und veränderten Welt.

Ich hoffe, dass wir Menschen, die Kabbala studieren, trotzdem die Menschheit vorantreiben, um dort einzutreten, was als Land Israel bezeichnet wird und uns selbst auf korrekte Weise transformieren.

Frage: Wird ein Mensch sich in diesem Aufstieg glücklich fühlen?

Antwort: Wenn es eine Perspektive gibt, der der Mensch folgt und die Unterstützung anderer Menschen spürt, wird er den Aufstieg schon schrittweise sehen, bevor er ihn beginnt. Ohne die Unterstützung fällt er in eine tiefere Depression, aber mit der Unterstützung bewegt er sich mit Freude. In diesem Fall wird die Nation, die es versteht, auf richtige Weise fortzuschreiten und den Rest der Menschheit zu führen, Menschen von Israel genannt. Sie betreten das Land Israel, das heißt sie beginnen, ihre Verlangen zum Geben und zur Liebe zu transformieren und sind dadurch ein Beispiel für alle anderen. Das ist ein großartiger Zustand für die Nation und für die ganze Menschheit, die schließlich versteht, wie sie zu einer glänzenden Zukunft kommt.

Viele Menschen leiden heute unter Depressionen oder nehmen Drogen! Sie sehen keine Perspektive!

Doch wir sind in der Position, den Plan der Schöpfung zu verstehen, zu sehen, wie das passiert, was bereits in den kabbalistischen Büchern beschrieben steht, wie es in den nächsten zwanzig bis dreißig Jahren weitergehen wird und wie es transformiert werden kann.

Wir begleiten diesen Mechanismus, drehen sein Schwungrad , bewegen uns vorwärts und wissen, was geschehen wird. Es ist schwer für uns, anderen Menschen alles zu erklären; sie wollen es nicht hören. Sie haben ihre eigenen egoistischen Schwierigkeiten.

Aber wie glücklich wir sein sollten, dass wir die Perspektive sehen. Der Rest existiert einfach und sie fühlen ihre eigene Bedeutungslosigkeit und ihre absolute Unfähigkeit, ihr Schicksal zu ändern. Natürlich ist das schlechter als der Tod.

Daher konsumieren sie Marihuana, nehmen Antidepressiva  und so weiter.

„Warum sollte ich Kinder haben? Warum sollte ich eine Familie gründen? Wofür lebe ich? Gib mir eine Pille, ich werde sie schlucken und schlafen. Und noch besser, als die Pille zu bekommen, ist es einzuschlafen und vielleicht im Traum zu sterben.“

Frage: Warum hören die Menschen nicht auf uns?

Antwort: Wir können nicht zu ihnen kommen, und das ist ein großes Problem. Es gibt so viele Menschen in der Welt, die leiden. Sie werden getötet, gemobbt, verbrannt, zerstört und erschossen. Und immer noch hören sie nicht. Die Menschheit muss eine bestimmte Schwelle an Unsensibilität überwinden. Dies wird unter anderem durch Leiden erzielt.

 

Aus KabTV`s „Geheimnisse der Ewigen Buches“ 14.12.2016

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