Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Freier Wille & Freiheit'

Was ist Freiheit?

Frage: Was ist Freiheit? Hängt sie davon ab, wo man sich auf der Welt befindet?

Antwort: Freiheit hängt überhaupt nicht davon ab, in welchem Zeitalter oder an welchem Ort man lebt. Die Umgebung in der ein Mensch lebt, ist ihm von oben gegeben.

Er wählt nicht die Umgebung, nicht die Gesellschaft in die er geboren wird, welche Erziehung und welche Werte er annimmt.

Freiheit kann nur unter der Bedingung verstanden werden, dass ich frei von meiner egoistischen Natur bin. Von allem anderen kann ich mich nicht befreien.

Freiheit bedeutet von meiner egoistischen Natur aus betrachtet, dass ich nicht nach den Gesetzen meines Egoismus lebe, zu der mich meine Natur drängt, sondern ich nur in Übereinstimmung mit der Gesellschaft und nur zum Wohl der Menschheit handle. Mit anderen Worten, ich bin über meine egoistische Natur zum Allgemeinwohl aller aufgestiegen, das ist Freiheit.

So bekomme ich mein freies Leben. Ich steige von der egoistischen Stufe zum Altruistischen auf. Ich lebe und spüre den Fluss der ewigen Natur. Ich fühle mich vollkommen, ewig und frei.

Die Umsetzung dieser Gesetze ist völlig unabhängig von unserem Wohnort, Nationalität und dem Geschlecht. Es hängt von von uns und der Auseinandersetzung mit unserer  ursprünglichen Natur ab.

Runder Tisch der unabhängigen Meinungen. Berlin 2006

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Chanukka ist das Fest des Lichtes in uns

Wenn der Mensch drei Eigenschaften in sich selbst auf korrekte Weise anordnet, welche als „Kerze“ „Öl“ und „Docht“ bezeichnet werden, so erreicht er einen Zustand den wir als Chanukka bezeichnen, was aus den Worten „Chanu Ko“ herrührt, was so viel wie „hier aufhören“ bedeutet. Der Mensch erreicht somit eine kurze Verschnaufpause in der Mitte des Weges.

Das „Öl“ ist unsere Material, unser Wille zu Genießen, der Inhalt des Gefäßes oder Klis. Dieses ist unfähig aus sich selbst heraus zu leuchten und ist auf das Licht, welches wir von außen anziehen angewiesen. Es kann nur mit Hilfe eines Dochtes zum Leuchten gebracht werden. Der Docht muss im Öl eingetaucht werden, aber ein Teil muss herausreichen, da er den Schirm symbolisiert, den wir außerhalb unseres egoistischen Verlangens (außerhalb des Öles) erbauen.

Der einzige Teil des egoistischen Verlangens, der in der Lage ist zu scheinen (in Kontakt mit dem Höheren Licht sein), ist jener Teil, der innerhalb des Schirmes eingeschlossen ist. Anders gesagt, kann nur das Öl, welches im Docht getränkt ist, entzündet werden. Das kann nur unter der Bedingung geschehen, dass das Öl nicht nur den Docht durchdringt, sondern sich über die Ebene des restlichen Öles ( Egoismus) erhebt, und in Richtung Bina, das Licht (Eigenschaft des Gebens) emporsteigt. Erst dann wird es in der Lage sein, zu leuchten.

Das Licht erscheint am oberen Ende des Dochtes, dem Platz, an welchem der Docht den Kontakt mit dem Öl, dem Egoismus, verliert. Das reflektierte Licht ist das Feuer, das von unten nach oben steigt, um so zu Keter der 10 Sefirot des Reflektierenden Lichtes zu erreichen. An diesem Punkt gibt es kaum einen Zusammenhang zwischen dem Reflektierten Licht und der Kraft des Wunsches zu Empfangen, dem Egoismus, der die Kraft für die Verbrennung liefert. Das Öl steigt im Docht nach oben und dies ist dann der einzige Ort, an dem der Kontakt, oder die Angleichung der Form zwischen dem Öl im Docht und dem Licht erreicht wird. Nur zusammen können sie leuchten. Das Licht kann sich nicht manifestieren, bis es eine Verbindung mit dem in Öl getränkten Docht eingeht.

Wenn wir uns eine brennende Kerze vorstellen, können wir die innere Arbeit des Menschen auf dem spirituellen Weg und was wir für unsere Seele zu tun haben, um eine Angleichung an das Licht, dem Schöpfer zu erreichen, besser verstehen. Das Verlangen verschwindet nicht, sondern muss vielmehr komplett an den Schirm, dem Docht, angeheftet werden. Daraus erbauen wir in uns die Mittlere Linie in dem Maß, in dem wir in der Lage sind, das Öl (Verlangen) in den Docht zu bringen.

Der Schirm kann nur einen kleinen Teil des Verlangens einschließen. Der Docht symbolisiert diesen Schaft, die dünne Linie, die der Maßstab der Angleichung zwischen unserem Verlangen und dem Licht ist. Der Schirm, oder die Mittlere Linie besteht aus diesen beiden Kräften – dem Öl und dem Docht, der rechten und der linken Linie.
Die rechte Linie ist Geben und Licht und die linke Linie ist das Empfangen, das Öl. Die Mittlere Linie, welche wir aus den beiden höheren Eigenschaften des Gebens und Empfangens erbauen, wird Seele genannt.

Kabbala Akademie

 

Das Recht den Wohnort zu wählen.

Frage: Haben wir das Recht, einen Wohnort zu wählen?
Antwort: Die Hauptaufgabe im Leben eines Menschen ist es sich so zu engagieren, dass das Maximum für die menschliche Gesellschaft mit der maximalen Effizienz erreicht wird.
Wenn sich jemand selbst untersucht und geprüft hat, dass er sich an einem bestimmten Ort zugunsten der Menschheit realisieren kann, dann braucht er natürlich die Wahlfreiheit und die Möglichkeit, an den Ort zu ziehen, an dem er der Menschheit einen größeren Nutzen bringen kann.

Dies muss, nachdem er es tatsächlich gesehen und sich davon überzeugt hat, dass die Menschheit ihn genau an diesem Ort braucht, geschehen. Es darf nicht sein Wunsch und seine Illusion sein. Er kennt das allgemeine Gesetz und das was Baal Hasulam schreibt. Er erhält wahrscheinlich eine besondere Erlaubnis von den Menschen, die wissen, wo er sich am Besten einsetzen kann. Dann muss er natürlich dort sein und handeln.
Wenn er ohne Grund, in einem egoistischen materiellen Zustand von einem Ort zum anderen zieht nur um sein egoistisches Verlangen zu füllen und aus dem, was die anderen vorbereitet haben, Genuss ziehen will- dann wird er sicherlich keinen Nutzen für die Gesellschaft bringen. Ich glaube nicht, dass dies gerechtfertigt ist.

Deshalb sind Auswanderungen – wie z.B. heutzutage von Asien nach Europa – nicht zugunsten für Europa und nicht zugunsten für Asien.


Runder Tisch der unabhängigen Meinungen. Berlin 09/09/2006

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Wofür braucht man den Verstand?

Alles, was mich vom Schöpfer entfernt wird „das Böse“ genannt. Wo stelle ich fest, dass dies das Böse ist: im Herz oder im Verstand?

Warum gab uns der Schöpfer den Verstand, welcher oberhalb der tierischen Stufe liegt, wenn dieser anulliert werden muss, indem wir im Glauben über dem Verstand arbeiten?

Der Schöpfer hat den menschlichen Verstand geschaffen, damit wir gegen unseren tierischen Verstand arbeiten können. Andernfalls werden wir überhaupt nicht zwischen dem Bitteren und dem Süßen unterscheiden können. Wir ersetzen unseren Verstand durch den Verstand des Höheren. Wir sollten mit irgendetwas anfangen, daher gibt uns der Schöpfer den tierischen Verstand. 

Auf diese Weise schafft der Schöpfer das Verlangen zu genießen. Wir empfinden so zuerst das Empfangen als süß und das Geben als bitter. Man könnte fragen, warum der Schöpfer seine Schöpfung ursprünglich so geschaffen hat, dass sie Ihm entgegengesetzt ist? Dies bezieht sich schon auf die Frage: Warum hat Er Seine Schöpfung zerbrochen? Und die Antwort ist:  der Vorteil des Lichtes wird aus der Dunkelheit verstanden. 

Aus dem Gespräch in Island, 23.05.2018

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Das menschliche Vorrecht

Frage: Wie regiert die Höhere Macht? Was bleibt dem Menschen von Macht und Freiheit ohne der Schöpfungskraft zu unterliegen?

Antwort: Alles, außer unserer Willenskraft, sie ist das Vorrecht des Schöpfers.
In jeder freien Minute bestimmt der freie Wille, was ich noch hinzufügen kann, um mich der gesamten Menschheit anzunähern.
Es ist unsere Aufgabe, alle Elemente des spirituellen Schemas in einem einzigen System zu vereinen. Ich muss herausfinden, ob ich das zu einem bestimmten Zeitpunkt noch erfolgreicher machen kann. Das ist im Prinzip mein Job mir bleibt nichts anderes übrig. Die Frage ist, habe ich mich dafür angestrengt, oder wird mich die Höhere Kraft, der Schöpfer dazu zwingen?
Zwischen diesen beiden Möglichkeiten liegt meine Willensfreiheit. Entweder ich strenge mich an, oder ich werde von oben gezwungen. Die Freiheit des Willens ist, wie Baal HaSulam in dem gleichnamigen Artikel schreibt, sich in die Umwelt einzubeziehen, von ihr die entsprechenden Wünsche, Bestrebungen und Ziele zu erhalten und dies zu verwirklichen.

Aus dem Unterricht, 22.04.2018

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„Ich schlafe, aber mein Herz ist wach…“

Jeder Mensch entscheidet selbst, was er als Tag und was er als Nacht betrachtet: was gut, was schlecht für ihn ist. Manchmal wird ihm Erweckung zuteil, Erhebung des Geistes, großes Licht und er versteht, wie wunderbar es ist, sich der Spiritualität zu nähern und sich an ihr zu erfreuen. Er nennt es Tag, aber in Wirklichkeit ist es nur Licht in seinem egoistischen Verlangen. Egoismus genießt und das wird nicht spiritueller Fortschritt genannt.

Oder vielleicht fühlt er sich im Dunkeln, erschöpft, aber gefühlsmäßig versteht er, dass dieser Zustand dem Vorankommen nützlich ist. Und obgleich es ihn zu genießen verlangt, durchlebt er unangenehme Gefühle; es wird gesagt: “Ich schlafe, aber mein Herz ist wach…“ Das  Verlangen nach Genuss führt zum Gefühl der Dunkelheit, aber der Punkt im Herzen empfindet Licht. Dieser Mensch versteht, dass die Dunkelheit nützlich für ihn ist, der Abstieg geht dem Aufstieg voran, und er soll sogar noch größere Verlangen dafür vorbereiten. Und das Verlangen kommt aus der Erfahrung der Dunkelheit.

Daher hängt alles davon ab, wie ein Mensch bewertet, was er als Tag und was er als Nacht ansieht – in seinem schlafenden egoistischen Herzen oder im Punkt im Herzen, der brennt und sich nach Spiritualität sehnt.

Wenn der Mensch dann beginnt, das eine vom anderen zu trennen, dann hat er zwei Bezugspunkte, gemäß derer er streben und sich exakt auf das Ziel ausrichten kann. Ein Punkt ist das Ego. Und es ist gut, dass Egoismus sich schlecht anfühlt. Je schlechter ich mich in meinem Egoismus fühle, desto größer wird mein Verlangen (Awiut), über welchem der Punkt, der das Ziel sucht, existiert.

Die Hauptsache besteht darin, diese zwei Punkte zu trennen und sie die ganze Zeit genau einander gegenüber zu halten, um herauszufinden, mit welchem ich mich identifiziere. Wähle ich die Richtung, die mich zum Schöpfer führt, obwohl mein Weg in der Dunkelheit liegt, halte ich das für richtig?     Dann kann ich sicher sein, dass ich mich richtig bewege, denn mein Egoismus hat kein Interesse, sich dorthin zu stürzen, vergleichbar einem Dieb, der allen Leuten voranläuft und ruft:“Haltet den Dieb!“

Mein Ego will keine Dunkelheit, und ich erhebe mich übers Ego, über den Verstand und wünsche mir mein Geben, um über dem Empfangen zu stehen. Und das ist ein guter Zustand, in welchem mein Tag und der Tag des Schöpfers identisch sind.

Und wenn ich daran leide, mich schlecht zu fühlen und kein Interesse an Fortschritten zu haben, bedeutet es, dass ich meinem Verlangen nach Genuss, meinem Ego folge. Ich laufe dorthin, wo mich mein egoistisches Herz, aber nicht der Punkt im Herzen mich ruft. Das ist der Unterschied.

Wir sollen versuchen, uns in zwei Teile zu teilen: Da ist der Punkt im Herzen, der treu am Ziel festhält, am Geben in jeder Situation, was auch immer geschieht, und da ist das Herz selbst, immer begierig zu empfangen. Sein Appetit wächst ständig. Dunkelheit herrscht in meinem Herzen, aber da ist ein Lichtstrahl im Punkt im Herzen, das bedeutet, dass ich die richtige Richtung eingeschlagen habe. Und ich vollende diesen Weg mit der Hilfe der Umgebung, der Gruppe, der Kraft von außen, die nötig sind, um den Punkt im Herzen aus dem egoistischen Herzen heraus zu ziehen und ihn in die Richtung des Ziels zu bringen.

 

Aus der Vorbereitung zum täglichen Kabbalaunterricht 4/5/12

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Das wichtigste kabbalistische Prinzip

Das wichtigste kabbalistische Prinzip lautet: „Es gibt niemanden außer Ihm.“

Es bleibt das immer wiederkehrende Thema in der spirituellen Entwicklung, die auf der Offenbarung des Schöpfers beruht.

Der Schöpfer offenbart sich als der einzige, der existiert, regiert und bestimmt. Er steht in ständiger Kommunikation mit uns und sendet uns alle möglichen Gedanken und Wünsche, die scheinbar aus dem Nichts in uns aufsteigen: Plötzlich möchte ich etwas, plötzlich taucht ein Gedanke auf und ich verstehe nicht, woher er kommt.

Daher ist unsere allererste Aufgabe, uns auf die Tatsache zu konzentrieren, dass „es außer Ihm niemanden gibt“, der die Quelle von allem ist, was mir geschieht und was in mir geschieht.

Zweitens bedeutet dieses Prinzip, dass das, was ich tue, praktisch vom Schöpfer getan wird.

Drittens, wenn ich denke, dass ich selbst handle, dann täusche ich mich. Aber es gibt solche Zustände, in denen ich den Schöpfer bitten kann, mich handeln zu lassen. Wenn diese Handlungen gegen meine Natur gerichtet sind, gegen mein Ego, dann bitte ich Ihn, sie durch andere zu ersetzen.

Es ist meine Bitte, die mit der richtigen Vorgehensweise bei meiner Interaktion mit der Umwelt aufsteigen kann; und nicht die Handlung selbst, die sowieso vom Schöpfer unter dem Einfluss des höheren Lichtes kommt.

Es stellt sich heraus, dass all meine Gefühle und alles, was von mir zu kommen scheint, tatsächlich vom Schöpfer kommt, obwohl dies vor mir verborgen ist.

Jedoch kann ich mich mit meiner Umwelt verbinden und von ihr solche positiven und negativen Anregungen in Gedanken und Gefühlen erhalten, in denen ich selbst beginnen werde, etwas Zusätzliches zu dem zu erzeugen, was der Schöpfer durch mich tut. Und dann werden diese Handlungen meine sein. In diesen Handlungen, Gedanken und Wünschen werde ich ich sein.

Was bedeutet „ich“? Wann erscheint ein Mensch (Adam)? Wenn er beginnt mit seiner Umgebung zu interagieren, dann geschieht das derart, dass er von ihr die Gelegenheit bekommt, ungeachtet des Schöpfers zu arbeiten, in entgegengesetzter Form zum Schöpfer. Dann gewinnt er Kraft und handelt. Dies wird „Meine Söhne haben mich besiegt“ genannt.

Frage: Wie kann ich den gegenwärtigen Lebensprozess mit dem Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ in Verbindung bringen?

Meine Antwort: Um dies zu tun, müssen Sie sich ernsthaft mit der Kabbala beschäftigen, denn nur die Kabbala verwirklicht das Prinzip „Es gibt niemanden außer Ihm“ in allen Welten.

Das Licht regiert alle Welten, den Menschen und die ganze Menschheit, und verursacht all unsere Handlungen, Fragen usw. Daher passt die gesamte Weisheit der Kabbala praktisch in ein Prinzip rein – die Schlussfolgerung, dass es keinen anderen als die einzige vereinte Kraft der Natur gibt.

 

Aus dem Kabbala-Unterricht in Russisch 19.11.17

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Meine Gedanken auf Twitter 23/04/2018

Die Sorge um die Ökologie und der Kampf mit jeglichem Bösen in unserer Gesellschaft werden uns nicht helfen, unser Leben zu stabilisieren! Die Korrektur muss auf ihrem höchsten Niveau geschehen: in unseren Wechselbeziehungen. Unsere einzige Möglichkeit besteht darin, uns zu verbinden und die Kraft von oben anzuziehen. Diese Kraft ist dafür da, alles zu korrigieren.

Es klingt wie ein Paradox, wie eine Gegensätzlichkeit, ist aber wirklich so. Derjenige, der sich annulliert, wird zum Stärksten. Das höhere Licht erfüllt ihn und gibt ihm das Gefühl der vollkommenen Freiheit und unbegrenzten Möglichkeiten. Die Unabhängigkeit wird durch die Selbstannullierung erreicht.

Die Menschen glauben an den Garten Eden, an die Hölle. Man möchte, dass “dort“ etwas existiert.
“Man möchte“ bedeutet aber nicht, dass das auch dem Plan der Natur entspricht.Es gibt kein “dort und hier“. Es gibt die Offenbarung des Menschen. Unsere Aufgabe und unsere Möglichkeiten bestehen darin, die spirituelle Welt zu offenbaren.
Uns wird alles von der Natur gegeben, nur nicht die Freiheit des Willens.

Das höhere System (System der Wahrheit) ist vollkommen, weil sich all seine Teile in gegenseitigen, aufeinander abgestimmten Verbindungen befinden.  

Das untere System (System der Lüge), unsere Welt, war infolge des Zerbrechens dieser Verbindungen und ihrer Umwandlung in egoistische Wechselwirkungen entstanden.

 

Kabbala Akademie auf Twitter

Die Freiheit finden, indem man zum Sklaven des Schöpfers wird

In der Welt existieren zwei Arten der Versklavung: entweder die Versklavung durch den Schöpfer oder Seine Versklavung durch die Geschöpfe. Eine davon ist obligatorisch, denn sogar ein König oder ein Präsident dienen unvermeidlich den Geschöpfen.
Den Geschmack der vollkommenen Freiheit kostet jedoch nur derjenige, der nur vom Schöpfer versklavt wird und nicht von irgend einem weltlichem Geschöpf (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“)

Das ist klar und wurde deutlich gesagt. Unserer Natur nach sind wir dem Schöpfer entgegengesetzt. Das Ego beschränkt uns, es reduziert uns auf einen kleinen, tierischen Punkt.

Deshalb, nur wenn wir es unterjochen, zähmen, fesseln, es einschränken und unsere Existenz darüber aufbauen, erreichen wir die Eigenschaft des Schöpfers. In diesem Fall hält uns nichts mehr zurück, wir werden grenzenlos und  keinerlei Beschränkungen unterworfen sein.

Darin besteht die Errungenschaft der Unendlichkeit, denn wenn ich über die Selbstliebe hinaufsteige, wird mich nichts mehr einschränken und ich werde dann nur noch am Begreifen des Schöpfers arbeiten. Der Schöpfer ist ein ganzes Weltall, sowohl vom Gesichtspunkt der Materie, als auch vom Gesichtspunkt ihrer Füllung aus betrachtet.

Frage: Im Wort „Sklave“ herrscht dennoch eine negative Konnotation vor. Warum soll sich der Bürger der Letzten Generation als Sklave fühlen und sich als Gleichgesinnter des Schöpfers empfinden?

Antwort: Dieser Zustand kann nicht anders als „der Sklave des Schöpfers“ bezeichnet werden.

Heute sind wir Sklaven unserer Selbstliebe, zweifache Sklaven, weil es uns noch nicht mal bewusst ist. Die Selbstsucht unterjocht uns so sehr, dass wir die Sklaverei nicht empfinden.

Stellt euch vor, dass es einen Planeten gibt, auf dem die Menschen die ganze Zeit für einen bösen Wirt arbeiten, der auf dem Gipfel eines hohen Berges sitzt und die Menschen mit einem erheiternden Gas berauscht, damit sie glücklich und vergnügt mit großer Ergebenheit für ihn arbeiten. So sind wir heute.

Wir empfinden nicht die Sklaverei des Egoismus und sind zufrieden damit, immer mehr für ihn zu arbeiten. Wir arbeiten, um zu genießen und anscheinend genießen wir auch, aber wir sehen nicht, wie uns der Egoismus alles wegnimmt. Das Ego vernichtet alles und uns bleibt einfach nichts übrig. 

Deshalb sollen wir uns als Sklaven mit der Selbstsucht befassen, und das ist eine große Erkenntnis, die dem Menschen nicht leicht fällt.

Man kann aus der Unwissenheit nur mit Hilfe des höheren Lichtes hinaustreten – dieser besonderen Energie, die es dir erlaubt hinauf zu steigen, aus dem Ego hinauszugehen und zu empfinden, dass du es plötzlich verlässt. Früher stelltest du dir nicht vor, dass es in dir ist oder du in ihm. Du hast ständig für das Ego gearbeitet und all deine Gedanken, Gefühle, Empfindungen waren immer mit ihm verbunden.

Es gleicht dem, als würdest du aus der Atmosphäre (Luft) hinausgehen. Du hast niemals ihren Mangel verspürt, und plötzlich fühlst du, dass du aus ihr hinausgehen kannst. Und hier beginnst du zu empfinden: „Ja, ich war ein Sklave“.

Die Empfindung Sklave zu sein ist auch in unserer Welt sehr kompliziert. Menschen, die in den früheren Generationen Sklaven waren, hielten ihr Leben für gut. Sie hielten es für richtig: sie werden so geboren und so werden sie auch sterben. Sie waren damit vollständig einverstanden, bis ihr Ego anfing zu wachsen und sie zum nächsten Zustand zwang.

Die Entwicklung des Egoismus geschah unter der Einwirkung der höheren Kraft – des Schöpfers, da der Schöpfer die Menschheit durch die Etappe der physischen Sklaverei durchführen möchte.

Jetzt sind wir zu dem Zustand gekommen, wo wir unsere innere geistige Sklaverei begreifen. Diese zwingt uns, alles nur mit dem Ego zu verbinden, in allen Empfindungen und dem Verständnis der Welt, in der wir leben. Das Ego befiehlt uns in allem: wie man die Welt empfindet, wie man mit ihr zusammenwirkt, was man wünscht.

Es entsteht die Frage: Wie können wir dieses egoistische Programm verlassen und eine  wahre Sicht auf die Welt bekommen? Wie können wir die Sklaverei unseres Egos durch die Sklaverei für den Schöpfer ersetzen und nichts anderes? Denn alles, was wir tun können besteht darin, das eine durch das andere zu ersetzen, weil sich nur zwischen diesen zwei Zuständen der Punkt der Wahl befindet. Wenn wir die Sklaverei des Schöpfers wählen, dann empfinden wir, dass wir die Freiheit wählen – über der Selbstsucht.

So ist die Letzte Generation eine Umgestaltung der Gesellschaft, des Bewusstseins, eine Befreiung durch den Austausch des alten Programmes des Funktionierens in Gedanken und Gefühlen, wie beim Computer, wenn du in dir das alte Programm vollständig löschst und beginnst, ein Neues zu installieren.

Frage: Heißt das, „der Kunstflug“ besteht darin, dass ich beginne, mich als Sklave der Selbstliebe zu empfinden?

Antwort: Du beginnst dich so zu empfinden, weil das alte Programm plötzlich nicht mehr funktioniert, es ist veraltet und kann die neuen Aufgaben nicht lösen. Es stört deine Existenz und muss ersetzt werden.

Gerade deshalb befinden wir, und die Welt, uns heute in der Krise. Die Krise in der Übersetzung vom Altgriechischen bedeutet „Geburt“. Es ist eben die Geburt dieses neuen Programms.

 

Aus der TV-Sendung „Die Letzte Generation“, 19.06.2017

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Meine Gedanken auf Twitter,  14/11/17

#Love Liebe kann sich nicht offenbaren in der Abwesenheit des gegenteiligen Gefühls – Hass. Sie können nur gleichzeitig existieren, gemäß dem Gesetz „Liebe bedeckt alle Übertretungen“. Dies ist jedoch nur in dem Umfang möglich, in dem diese Qualitäten durch das Praktizieren der Kabbala erworben werden können.

#Kabbalah Die Kabbala schlägt einen Kompromiss vor zwischen einem „Recht einer Nation auf Selbstbestimmung“ und einer „Erhaltung der Souveränität“: 1. Die Unabhängigkeit jeder Nation mit 2. Der Beibehaltung guter Beziehungen untereinander. Dies ist nur möglich durch Erziehung, wie die Kabbala es empfiehlt. Die Alternative ist Krieg.

#spirituality Der freie Wille wird in der Wahl getroffen: sich dem Gesetz des Egos oder des Schöpfers zu unterwerfen? Ständig in dem Zustand zu verbleiben seinen Weg zu wählen, ist der Ort wo sich der Mensch spirituell entwickelt, indem er „Es gibt nichts außer Ihm“ erreicht.

#purpose Die Sehnsucht nach einem Lebenssinn ist kein Traum oder eine Selbsttäuschung, sondern eine Selbstprogrammierung, eine Motivation, die deine Zukunft vorherbestimmt.

#freedom Der freie Wille beginnt damit, dass wir uns in einer Gruppe mit unseren Punkten im Herzen verbinden wollen und suchen: Wo ist unsere freie Wahl? Wir wollen ein Feld der Verbindungen an einem Ort des Zerbruchs etablieren. Dieses Feld, errichtet aus unseren Verbindungen, ist da wo der freie Wille existiert.

#consciousness Wenn wir den Zustand des Zerbruchs korrigieren, betreten wir einen neuen Bereich, der in der Natur noch nie existiert hat – den Bereich unseres freien Willens. Aus diesem Grund ist es unerlässlich für uns diesen Punkt der Freiheit zu finden, von dem aus wir in eine neue Dimension austreten können.

Die Kabbala erklärt, dass unsere Welt die vollständige Freiheit (# freedom) und Freizügigkeit erreicht, sodass jeder daraus die Schlussfolgerung ziehen kann, dass die richtige Form einer menschlichen Gesellschaft (#society) die der Einheit ist.

 

Aus Twitter, 11/14/17