Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Finanzkrise'

Aus dem Unterricht „Vorbereitung zum Kongress in New Jersey“

Wir beginnen bereits zu fühlen, dass unsere Welt sich in einer Sackgasse befindet und in einer Krise steckt. Der Grund dafür ist, dass uns die Natur zu einer größeren Einheit drängt, zur Verbindung in ein System gegenseitiger Abhängigkeit von Menschen, Gesellschaften und Staaten.

In den letzten 50 bis 60 Jahren baute die Menschheit viele internationale Systeme und transkontinentale Konzerne auf, die sich plötzlich in der ganzen Welt rasant ausbreiteten. Sie überschritten Staaten und Grenzen bei ihren Aktivitäten und Interessen.

Andererseits werden Politiker und Völker immer egoistischer und können nicht kooperieren, ohne sich als ein Ganzes zu verhalten. Es stellt sich heraus, dass die Welt in eine sehr schwere Krise, so wie es sie noch nie zuvor gegeben hat, gestürzt ist.

Einerseits zwingt uns die Natur durch finanzielle und industrielle Systeme in ein Gesamtsystem, in die integrale Welt. Wir weigern uns aber, integral zu sein: Jede Nation fühlt sich eigenständig und möchte von niemanden abhängig sein.

Genau hier bricht eine große Krise aus, zu der es keine Lösung gibt. Die Welt tritt in eine globale Konfrontation ein. Baal HaSulam schreibt, dass wir keine andere Wahl haben, als zu erkennen, dass der menschliche Egoismus für alles verantwortlich ist, und wir sind verpflichtet, eine Vereinigung zu erreichen.

Der Egoismus bremst uns aus, wir müssen uns aber darüber erheben, wie uns die Methode der Kabbala lehrt. Wenn wir diese Methode anwenden, werden wir Erfolg haben. Ansonsten haben wir einen sehr langen Weg des Leidens vor uns.

Amerika fühlt diese Krise viel stärker als andere Länder. Daher besteht die Aufgabe des bevorstehenden Kabbala-Kongresses in New Jersey im Mai darin, wirklich zu fühlen, dass wir nicht durch ferne Kontinente getrennt sind, sondern zu einem System gehören, das höher ist als Geographie, Geschichte, verschiedene Sprachen, dass wir Teile eines Körpers, einer Seele sind.

Aus dem Unterricht  nach „Talmud der zehn Sefirot“

Alles hat seine Zeit, aber Israel beschleunigt die Zeit. Ich möchte daher dem Schöpfer zuvorkommen und als erster zu unserem Treffen kommen. Deshalb habe ich es so eilig.

Alles ist bereits festgelegt und vorgegeben, auch ich verletze nicht das Programm des Schöpfers – ich möchte einfach nur Ihm zuvorkommen. Genau dadurch, dass wir die Zeit beschleunigen, zeigen wir unser Streben und unsere Liebe.

Aus dem Unterricht nach Artikel „Shamati Nr. 190“

Der Auszug aus Ägypten ist vorerst bloß ein Auszug, aber kein Eintritt. Der Eintritt in die spirituelle Welt hat zur Bedingung die Überquerung des Endmeeres, die Aufnahme der Bürgschaft, die Gabe der Tora und das Zerbrechen des goldenen Stieres. Das ist ein kompletter Vorgang.

Die Freiheit kommt erst nach der Gabe der Tora, dem Zerbrechen des goldenen Stieres und dem Eintritt in die Wüste, d.h. nach dem Beginn der Enthüllung der Stufen von Bina. Bina heißt „Freiheit“. Der ganze Vorgang, der in der Wüste Sinai stattfindet, symbolisiert das Erreichen der Freiheit. Wir erheben uns höher und höher über unser Verlangen für uns selbst zu genießen, und dadurch erlangen wir die Freiheit vom Todesengel.

 

Aus dem Morgenunterricht von 08.04.2018

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Eine Kuh von Bill Gates

Bill Gates investierte 40 Mio. Dollar in die Entwicklung einer Superkuh, die das Vierfache an Milch geben soll. Seiner Meinung nach wird dies im Kampf gegen Armut und Hunger helfen.

 

Ich glaube das Problem liegt weniger im Milchertrag, sondern in ihrer Verteilung bzw. Vermarktung. Israel zum Beispiel liegt nach dem Ertrag auf dem ersten Platz, der Milchpreis ist aber keinesfalls niedrig, weil der Markt komplett reguliert ist.

Auf dem Vertriebsweg der Milch gibt es viele Hindernisse, von Dumping und Zollgebühren bis zu Oligopolen und Sonstigem.  Alle Bemühungen von „Wohltätern“ werden zunichte gemacht.

Wegen den vom Ego korrumpierten Wechselbeziehungen ist die Menschheit nicht in der Lage, etwas Nützliches und Wirksames für die Bedürftigen zu unternehmen.  Es gibt Versuche, aber die Gier macht alles zunichte, sie saugt sich an allem fest.  Sollten die Superkühe tatsächlich das Vierfache an Milch geben, wird sie deswegen nie den asiatischen oder afrikanischen Empfänger erreichen. Schlimmstenfalls wird sie entsorgt, um die Preise nicht  zu ruinieren. Bevor man in solche Projekte investiert, muss man in die zwischenmenschliche Verbindung investieren. Ohne sie sind unsere besten Absichten machtlos.

Es ist nicht notwendig etwas Neues zu erfinden, wenn dafür keine entsprechenden Voraussetzungen vorbereitet sind. Wir könnten eine große Anzahl von Hungernden versorgen, indem wir schlicht die „überflüssige“ Nahrung verwenden würden, die auf der Müllkippe landet. Das ist aber bei den gegenwärtigen Verhältnissen in der Wirtschaft und in der Gesellschaft nicht realistisch.

Somit liegt das Problem nicht in der Produktivität, sondern in den Menschen, genauer gesagt in ihrer Vereinzelung.

Wenn wir uns verbinden, werden wir erkennen, wie man Ressourcen nutzt, die in Wirklichkeit im Überfluss vorhanden sind. Wenn die Menschheit zu einer Familie wird, wid sie eine richtige Verteilungsform für Waren finden – dann kann man sich Gedanken über die Produktivität machen. Bis dahin wird die Milch und alles anderes in unseren nimmersatten Egos verschwinden.

 

Aus den TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“  30.01.2018

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Davoser Forum: ein ungeahnter Optimismus

 

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos herrscht ein ungeahnter Optimismus. Die führenden Politiker und Magnaten prognostizieren ein Wachstum für die Weltwirtschaft und sie sehen keine ernsthaften Gefahren für 2018. Der Grundgedanke des Forums ist: „Schaffung einer gemeinsamen Zukunft in einer zersplitterten Welt“.

Man kann die Teilnehmer ganz gut verstehen. Sie feiern wirklich ein Fest in „ihrem Dorf“: im vorigen Jahr sind ca. 82% der geschaffenen Reichtümer an 1% der reichsten Menschen der Welt gegangen. Sie saugen die Welt immer mehr aus und die Wirtschaft wächst, vor allem für sie, während der reale Lebensstandard der Mehrheit der Weltbevölkerung allmählich sinkt.

Die Eliten sind sich darüber einig wie sie die Welt uneinig machen und aufteilen können. Genau darin sehen sie ihre gemeinsame Zukunft. Ihre Redner versprechen, dass auch für die anderen genug Krümel übrigbleiben. Wir sehen aber in Wirklichkeit, dass dies nicht geschieht. Im Gegenteil, sie profitieren von der zerbrochenen Welt. Sie verbinden sich in dieser Welt und werden noch stärker, noch reicher.

Was kann man da machen, der Egoismus ist nicht im Stande das zu teilen, was er in seinem Besitz hat. Als Resultat verschlimmert die Versammlung der Egoisten nur noch alles.

Das Problem liegt nicht in diesen Menschen selber, sie können nicht anders. Alles befindet sich in der menschlichen Natur. Wenn wir nicht wollen, dass die Natur uns einen steinigen Weg führt, müssen wir den Egoismus in uns korrigieren, in uns allen. Ansonsten wird er uns zerstören.

 

[#220624]

Reich werden

Frage: Was ist die spirituelle Bedeutung von Geld?

Antwort: Das Wort „Geld“ in Hebräisch „Kesef“ aus dem Wort „Kissufim“ stammt aus der Wurzel „sich zu sehnen“ (was auch eine Abdeckung oder Massach, Schirm bedeutet); dies bedeutet, einen Schirm zu bauen, um das höhere Licht wieder zu erlangen. Dies ist tatsächlich der Weg, es zurück zu bekommen.

Im spirituellen Sinn bedeutet das Wort „Geld“ die Mach, unser Ego zu erneuern, die Offenbarung des Höheren, den Schöpfer durch das zurückkehrende Licht zu erreichen. Dies ist die Bedeutung des Geldes. Umso anti-egoistischer der Schirm eines Menschen ist, desto mehr kann er die höhere Welt und damit den Schöpfer offenbaren. Somit kann der Mensch größer werden, mehr erreichen und als „reich“ bezeichnet werden. Der Reichtum wird nach dem Grad des Gebens und der Erkenntnis gemessen.

Wenn ich das höhere Licht empfange und es durch den Schirm an andere weitergeben kann, bin ich reich! Indem ich das höhere Licht richtig durch mich zu anderen überleite, empfange ich eine doppelte Menge des Lichts. Ich muss das Licht empfangen, um es durch eine innere Handlung an andere weiterleiten zu können, dann bekomme ich doppelt so viel. Das ist keine schlechte Rechnung, sondern ein gutes Geschäft. Beschäftigen Sie sich mit der Weisheit der Kabbala und werden Sie reich!

Aus dem russischen Kabbalaunterricht, 9/6/16

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Schwarzer Freitag, Teil 2

Frage: Es gingen einmal Menschen in ein Geschäft, um Dinge zu kaufen, die sie brauchten. Heute ist das Einkaufen zu einer Form der Unterhaltung geworden. Wie kam es zu dieser Veränderung?

Antwort: Die Menschen kaufen nicht, was sie brauchen, sondern wozu die Werbung sie zu kaufen anregt. Sie shoppen in Einkaufszentren und erhalten daraus einen Genuss.

Es ist eine Tatsache, dass unser Egoismus Erfüllung braucht und wir nicht wissen, wie man ihn ewig oder wenigstens ausgedehnt füllt, damit die Füllung perfekt wird. Unser Leben ist darauf ausgerichtet, gefüllt, gefüllt, gefüllt zu werden und zu bekommen, zu bekommen, zu bekommen. Wir leben in einer viel höheren Frequenz als früher. In der Vergangenheit wusste ein Mensch, dass er einen Kleiderschrank brauchte und ging zu einem Schreiner, um ihn zu bestellen. Es gab keine Geschäfte mit fertiggestellten Kleiderschränken. Das Gleiche gilt in Bezug auf Kleidung. Es gab keine kommerziell gefertigten Kleidungsstücke, die Menschen mussten zu einem Schneider gehen und sie nähen lassen.

Heutzutage gehen wir in ein Geschäft und finden Kleider jeder Art, Farbe und Größe. Es ist bequemer, da die Kleider schon da sind. Es verleitet uns zum Kauf und den Ladenbesitzer zum Verkauf. Dies hat zu einem völlig übertriebenen Verbrauch und Wettbewerb geführt.

Wir gehen nicht in die Geschäfte, um notwendige Nahrung, Kleidung und Schuhe zu kaufen, sondern um uns umzusehen und dann etwas zu kaufen, was uns gefällt, wir aber in Wirklichkeit nicht brauchen. Dieser Konsum entwickelt uns Menschen so, dass wir im Leben nicht durch das Nötige, sondern durch unsere Launen gesteuert zu werden. Wir realisieren, wie niedrig unsere Handlungen sind. Wir glauben nicht, dass wir unsere Wünsche kontrollieren und genau wissen, was wir brauchen.

Wir geben stattdessen den Reizen der Werbung nach, unser „Ich“ verschwindet. Diese Konsumkultur prägt unsere neue Generation, die den Betrug noch nicht bemerken und der Werbung vertrauen. Wir sind innerlich leer und kaufen alles, was die Geschäfte und Medien uns anpreisen: Meinungen, Kultur und Weltanschauung. Dieser Prozess schaltet unser Gehirn aus, da uns das Denken abgenommen wird. Die Hauptsache ist es,  Geld in unseren Taschen oder zumindest eine Kreditkarte zu haben. Darlehen und Schulden sind die Realität des heutigen Lebens.

Frage: Konsum ist die neue Religion unserer Zeit. Wie kann ein Mensch, abgesehen vom Einkaufen, anders erfüllt werden?

Antwort: Dafür müssen wir dem Menschen eine besondere Ausbildung geben. Der Konsumkult besteht nicht nur aus Shopping, sondern auch im Konsumieren von Medien wie Film, Musik oder Nachrichten auf Webseiten, die mit Werbung überschwemmt sind.

Auch die Nachrichten dienen mittlerweile dazu, uns zu verwirren und uns mit allerlei Unsinn zu belasten. Nur eine besondere Form der Bildung kann uns vor dieser Konsumkrankheit schützen, und uns andere, höhere Anforderungen und Erfüllung für das Leben geben.

Wir sind in nichts frei, selbst nicht, wenn wir in den Urlaub fahren. Wo wir uns auch immer hinwenden, überall gibt es Werbung, die uns in eine bestimmte Richtung drängt. Diese amerikanische Kultur hat sich auf der ganzen Welt verbreitet.

Frage: Womit könnte man Konsum ersetzen und was würde uns mindestens ebenso befriedigen wie Shopping?

Antwort: Wir müssen einem Menschen ein anderes Ziel im Leben geben, eines das ewig, vollkommen und groß ist. Wir werden schließlich müde von all dem Kram, den wir bereits gekauft haben. Wir müssen verstehen, dass wir die Fähigkeit haben, eine viel bedeutendere, ewige Erfüllung zu empfangen. Das Gefühl des Mangels und seine Füllung bringt uns Zufriedenheit.

Von Kab TV „Ein neues Leben“ 24/11/16

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Die europäische Sackgasse: Eine Union mit einem Joch um den Hals

Wir sind Zeugen des neuen Konfliktes zwischen dem nahezu bankrotten Griechenland und den führenden Mitgliedern der EU. Zusätzlich zur der Suche nach der Lösung wirft diese Situation weitere allgemeine Fragen auf – das Zusammenwirken der Länder, die Starken und die Schwachen, deren Einfluss aufeinander, die Verteilung der Kräfte in Europa.

Ich möchte darauf hinweisen, dass die Griechenland nicht zum ersten Mal solche ökonomische Krise durchlebt. Die staatlichen Verwaltungsstellen in diesem Land waren schon immer wenig effektiv und oftmals korrupt. Das wussten alle, als die Griechen der EU beigetreten waren, und trotzdem wurden sie herzlich willkommen geheißen. Seitdem soll sich Griechenland den gemeinsamen Gesetzen und der europäischen Bürokratie unterwerfen. Es hat kein Recht, ein eigenes Programm für seine Rettung zu entwickeln und muss sich der äußeren Führung unterwerfen. Die zentrale Rolle dabei spielen Deutschland und Frankreich – die stärksten Länder, die ihre Bedingungen auferlegen. Daraus folgt, dass einerseits Deutschland Hilfe anbietet und andererseits die Griechen darin den Bärendienst sehen. Das sind die Bedingungen, die es nicht halten kann.

Frage:  Wie funktionieren die Wechselbeziehungen in der EU in Wirklichkeit?

Antwort: In meinen Augen war die EU schon immer ein Kranker, dem man nicht helfen kann. Von Anfang an wurde die EU so aufgebaut, dass die  letztendlich der Todesqual erliegen wird und zerbricht. Denn in Wirklichkeit ist das keine wahre Union. Nichts verbindet ihre Teilnehmer. Die freie Wirtschaft kann nicht als zusammenschweißender Faktor dienen, da alle in ihren Mitglieder einen Kampf zwischen einander führen. Außerhalb diesen Grenzen befinden sich die Banken, die Wirtschaftssektoren, die Bedürfnisse, die Fonds und was das allerwichtigste ist – die Menschen und ihre Wünsche – und das wäre die grundsätzliche Voraussetzung jeglicher Union!

Wenn wir schon etwas verbinden wollen, sollten wir bei der Basis anfangen. Unsere Basis – das Empfangen des Genusses. Und die Verbindung heißt, dass ich die Wünsche der Anderen wie meine eigene annehme. Wir verbinden unsere Wünsche und betrachten diese Gesamtheit als Ganzes. Die ganze Europa ist für uns dann wie ein Mensch. Dann gibt es keine Starken und Schwachen –  alle sind gleichberechtigt. Mit anderen Worten, alle sind für alle da.

Hat die EU so ein Gleichnis erschaffen? Im Gegenteil –  von Anfang an haben die Deutschland und die Frankreich das Ganze so strukturiert, dass sie sich bereichern und stärken können und nicht den Schwächeren helfen wollen, damit die Einheit und die Stabilität überall in der EU herrscht. Infolgedessen hat die EU im Laufe der Jahren eher die „Schwachen“ ausgebeutet.

Das Schicksal der Unglücksraben

Stellen sie sich vor: Sie kommen zur Bank und haben Schulden auf Ihrem Konto. „Wieso sollten Sie darunter leiden?“, sagen die Banken. „Lieber kriegen Sie von uns ein Darlehen für 2%.“ Sie nehmen das Darlehen, aber ein wenig später merken Sie, dass Sie das nicht rechtzeitig zurückzahlen können. Ihr Minus auf dem Konto wächst weiter. „Macht nichts!“, sagen mir die Banken. „Wir geben Ihnen ein neues Darlehen, allerdings für 4% Zinsen.“ Und wieder nehmen Sie das Darlehen. Sie fallen auf den Köder bereitwillig herein. Die Bank ist daran interessiert, denn sie lebt von den Darlehen. In Wirklichkeit ist sie nicht an Ihrer Rückzahlungen interessiert. Je mehr Darlehen sie annehmen, desto mehr Prozente daraus entstehen und das ist gut für die Bank. Und so geschieht es auch mit Ländern wie Griechenland. Sie versinken in Schulden.

Die Weltwirtschaft ist auf diesem Prinzip aufgebaut. Sie basiert auf den Schwachen, die zum Schulden machen verdammt sind. Genauso ist es mit den amerikanischen Studenten, die für ihr Studium Geld oft ausleihen müssen. Und es ist nicht schlimm, dass nicht alle das Geld zurückzahlen werden. Für die Banken ist das ein Erfolg.

Im Endeffekt geraten auch weitere europäische Länder in eine solche Situation. Und die Gewinner sind dann Deutschland und Frankreich. Aber auch diesem Spiel wird das Handwerk gelegt. Deswegen glaube ich, dass in der griechischen Krise alles geplant war.  Alle haben gewusst, dass dieses Land keine ausgeprägte Wirtschaft besitzt und dass es überwiegend von Agrarwirtschaft und Tourismus lebt. Seit langem hat man dem Land angeboten, seine Inseln zu verkaufen. Das ist das gleiche, als würde man seine Seele verkaufen. Aber was will man machen, wenn die Staatskasse leer ist?

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Von der „Verbundenen Gesellschaft“ hin zur Enthüllung des Schöpfers

Ich erwarte keine dramatischen globalen Ereignisse bis zum Herbst 2014, obwohl sich in diesem Jahr viel Übel offenbaren wird. Die Menschheit hat selbst sich eine Vielzahl von „Blasen“ angesammelt – Gift, das neutralisiert werden muss.

Dieser Prozess wird 2014 beginnen; dennoch haben wir noch Zeit, die wir effizient nutzen sollten, um uns so schnell und so gut wie möglich darauf vorzubereiten.

Wir alle müssen im Bereich der Integralen Erziehung aktiv werden. Es genügt nicht, „nur“ die Kabbala zu studieren. Wir studieren sie nun seit 15 Jahren – doch nun ist die Zeit für diese Methode gekommen und das verpflichtet uns zum Handeln.

Bisher haben wir uns nicht mit der praktischen Anwendung der Kabbala beschäftigt. Genauso wie die gesamte Menschheit durchliefen wir in der Vergangenheit alle Stufen der Vorbereitung. Doch ab 2014 beginnen wir, das Schöpfungsprogramm an uns selbst praktisch umzusetzen. Wir werden daher Gruppen bilden, um das Prinzip der Nächstenliebe in der Welt zu implementieren.

Wir nennen dies „Integrale Methode“, obwohl es für uns das Gleiche ist wie die Kabbala. Wir nutzen dazu dieselben Anleitungen von Baal HaSulam und Rabash – nur passen wir sie an die höheren, weniger „groben“ Verlangen zu empfangen an.

Durch diesen Ansatz erreichen wir ein angenehmeres Gefühl auf einer niedrigen Spirituellen Stufe – eine Art „Verbundene Gesellschaft“, ein bisschen Egoismus und ein bisschen Gutes. Das ist aber noch nicht der Schöpfer, eher ein Übergang vom Negativen (-) zum Positiven (+) und nicht mehr.

Die Weisheit der Kabbala beinhaltet alle anderen Ebenen in sich selbst; zuerst sehnst du dich nach Verbindung und enthüllst deine böse Neigung, die der Verbindung entgegen steht. Danach erhebst du dich im Ausmaß deiner Anstrengungen für die Verbindung zur guten Neigung. Das nennt sich „Wissenschaft der Kabbala“ oder die „Enthüllung der Göttlichkeit“.

Daher variieren die Integrale Methode und die Weisheit der Kabbala in ihrer Breite. Die erste geht der zweiten voraus – es gleicht der Öffnung einer Tür für die Massen; und dann sehen wir, wie die Menschen eintreten.

Dies wird stufenweisen geschehen – genauso wie wir mit ihnen die Struktur des Systems der Vorsehung studieren, die spirituellen Welten, die innere Natur des Menschen, Wünsche und Neigungen – und  auch die Methode, mit ihnen umzugehen, Einschränkungen, den Schirm und das Reflektierte Licht.

Im Allgemeinen entwickeln wir uns durch Psychologie und wenden uns langsam der Sprache der Kabbala zu – doch moch immer im Kontxt mit unseren Verlangen, Interaktionen etc.

Die Menschen werden lernen, wie wir die Verbindung unter uns herstellen und wie wir darin die Kraft enthüllen, die uns das ermöglicht. Es spielt keine Rolle, ob wir sie „Schöpfer“ oder vielleicht den „Integralen Faktor“ nennen. Ich sehe keinerlei Probleme in dieser stufenweisen Hinwendung zur Kabbala. Wir müssen uns nur an die Arbeit machen. [123819]

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Baal HaSulam, 23/12/13

Zerstört nichts!

Aus den Nachrichten (Syndikat-Project): „Jedes Jahr verschwenden oder vernichten wir 1,3 Milliarden Tonnen Nahrungsmittel – ein Drittel der weltweit jährlichen Nahrungsmittel- produktion. Das schiere Ausmaß dieser Zahl macht es fast unmöglich, es zu begreifen, egal wie man sich dieser annähert. Versuchen Sie sich 143.000 Eifeltürme aufeinander gestapelt vorzustellen, oder einen Stapel von 10 Billionen Bananen“.

Die Zahl ist umso unfassbarer,  wenn man bedenkt, dass neben dieser massiven Verschwendung und Verlust, 840 Millionen Menschen  täglich chronischen Hunger erleben. Viele Millionen mehr leiden an „stillem Hunger“ – Unterernährung und Mikronährstoffmangel.

Für die mehr wirtschaftlich Denkenden, hier  eine andere Zahl: Lebensmittelverschwendung und Verlust, ausgedrückt in Erzeugerpreisen, geschätzte Kosten etwa 750 Milliarden $ pro Jahr. Wenn wir die Einzelhandelspreise und die weiterreichenden Auswirkungen auf die Umwelt – einschließlich Klimawandel – berücksichtigen, würde die Zahl noch viel höher sein….

Nahrungsmittelverlust – auf Bauernhöfen, bei der Verarbeitung, Transport zu den Märkten –  untergräbt die Ernährungssicherheit in den meisten Entwicklungsländern, in denen Verluste der Ernte bis zu 40% der Produktion erreichen können. Investitionen in die Infrastruktur für Lebensmittel ist dringend  erforderlich, genauso wie Programme, um Landwirte bestens auszubilden.

In den entwickelten Ländern erfordern Lebensmitteleinzelhandelspraktiken ein Umdenken.

Mein Kommentar: Im Judentum gibt es ein religiöses Prinzip namens  „Bal Tashchit“: Zerstöre nicht das Nützliche –  alles, was für andere nützlich sein kann. Es ist verboten Speisereste, die sich als menschliche und tierische Nahrung eignen, jegliche industriellen Abfälle, die noch verzehrt werden können, etc., wegzuwerfen, weil alles vom Schöpfer für die Korrektur der Welt gegeben wird, und genauso müssen wir es nutzen –  zur Korrektur der Welt. Aber es richtig zu  benutzen,  ist nur hinsichtlich der Korrektur des Menschen möglich, wenn er selbstverständlich und instinktiv an das Gemeinwohl denkt. [118885]

Verbindung als Mittel zur Heilung

In Anbetracht der zunehmenden globalen Krise ist unser oberstes Ziel, der Welt die Methode der integralen Erziehung zu verbreiten. Das Licht der Erneuerung wird sich um alles andere kümmern und die Entwicklung lenken, so dass die Menschen nichts anderes von uns brauchen: „Uns nur auf diesem Weg lehren, so dass wir in der Lage sind, die Verbindung zwischen uns zu erfüllen“. Unser Impuls wird weiter in ihnen leben, zu ihnen „sprechen“, und sie werden die Mittel, um sich selbst zu verwirklichen, durch das Gefühl des allgemeinen Anschlusses finden.

Die ganze Welt nähert sich einer Phase an, in der Nationen nicht mehr in der Lage sind, für ihre Bürger zu sorgen. Selbst wenn sie es wollen, werden die Regierungen dazu nicht in der Lage sein. Insolvenzen werden sich weit verbreiten, und Haushalte werden kein Geld mehr für „soziale Exzesse“ haben.

Wenn wir die wirtschaftliche Entwicklung nicht ändern und die heutige Wirtschaft zu einer neuen Wirtschaft bewegen, wird es nur zu einem allmählichen Rückgang und einer Kette von Kollapsen kommen.

Im Großen und Ganzen stimmt dem schon jeder zu und sieht, dass es kein Zurück mehr gibt. Nicht ein Sektor in der Gesellschaft, in der Nation ist in der Lage, mehr vom Staat zu erhalten. Im Gegenteil, der „Kuchen“ wird nur immer kleiner und kleiner. Heute sind sogar die entwickelten Länder zu dem Schluss gekommen, dass sie die Steuern erhöhen müssen.

Letztlich, angesichts der drohenden Rezession, gibt es nur eine Lösung: ein integriertes System von Menschen gebildet, durch das Volk. Es gibt keinen anderen Weg.

Dinge werden so erarbeitet, dass die Menschen für die ganzheitliche Erziehung bereit sind, und sie schaffen die Derivate selbst. Das Licht wird für sie einen anderen Geist und ein Gefühl auf einer anderen Ebene bereitstellen, auf der man arbeitet. Dann wird ihnen an nichts fehlen, im Gegenteil, sie werden wieder Wohlstand und Komfort erleben, werden mit einem gewöhnlichen Lebensstandard zufrieden sein und es so sehr genießen, dass ihr Glück zu neuen Höhen aufsteigen wird. [118732]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 15/10/13

Gleichgültiges Mitleid

Frage: Ich bin heute mit der Schöpfung unzufrieden. Was kann diesen Eindruck ändern?

Kommentar: Das Licht.

Antwort: Das Licht. Wenn das Licht mich ausfüllen wird, dann wird die angenehme Empfindung alle übrigen Probleme verwischen: „Eigentlich interessieren sie mich nicht. Auch wenn die ganze Welt brennen würde. Ja, sie leidet. Ja, sie liegt im Sterben. Es stimmt alles – aber was geht mich das an?“

Ich bin so lange gleichgültig, so lange ich die Verbindung zwischen den Leiden der Welt und dem eigenen Zustand nicht erkenne. Wenn es mir persönlich gut geht, dann ist der Schöpfer in meinen Augen gut und schafft das Gute. Was den Schmerz der anderen Menschen betrifft, so hängt seine Bedeutung davon ab, ob ich fähig bin, die Welt zu fühlen.

Wenn z. B. meine Feinde leiden, dann ist der Schöpfer für mich Vollkommenheit. Anders gesagt, bewerte ich Seine Güte nicht nach den Empfindungen der anderen, sondern nur nach meinen eigenen. Folglich ergibt sich, dass die Nöte der Feinde mich erfreuen: „Sie haben es verdient! Gib ihnen noch ein bisschen mehr davon!“ Das ist mein Kriterium für die Eigenschaft des Schöpfers – kein objektives Kriterium, sondern ein subjektives – durch persönliche Gefühle und das innere Bild entstanden.

Frage: Aber warum leidet der einfache Mensch dennoch, wenn er den Schmerz anderer betrachtet?

Kommentar: Weil er fürchtet, dass ihr Schmerz ihn auch betreffen könnte.

Antwort: Das stimmt. Er fürchtet um sich selbst. Daher lautet die Schlussfolgerung: Wenn ich keinen egoistischen Wunsch hätte, dann würde ich die Leiden meines Nächsten nicht empfinden, da mich ein ähnliches Schicksal nicht erschrecken würde. Somit hilft uns der egoistische Wunsch, den Schmerz zu teilen – das heißt, er gilt trotz dem eigenen Wesen. Mich interessieren die anderen nicht, solange ihre Missgeschicke mich selbst nicht bedrohen, ich entwickele höchstens ein Mitgefühl.

Andererseits ist mir klar: Wenn ich der Verbindung mit ihnen entgehen und mich über die Menschheit erheben werde, dann werde ich gegenüber ihren Leiden gleichgültig sein: „Schließlich ist der Schöpfer mein Vater. Er soll mich zu sich nehmen. Dort werden wir zusammen sein, ohne über die andere Menschen nachzudenken))“ Ohne egoistisches Verlangen werde ich auch keine Bedrohung seitens eines möglichen Leidens empfinden. Ich könnte mit dem Schöpfer einen Vertrag schließen: „Ich erfülle alle Deine Gebote, alles, was du sagen wirst, und wir werden uns ständig in der Verbindung befinden“. In diesem Fall werden mich die Qualen der Welt gar nicht interessieren.

Je stärker mein Wunsch ist und je fester meine Verbindung mit dem Schöpfer ist, desto weiter weg komme ich von dieser Welt. Ich fühle nicht, was mit den Menschen passiert: Sie leiden, und ich bin hart und gleichgültig ihnen gegenüber. Was ist zu tun, um die Leiden meines Nächsten zu empfinden? Dazu muss ich mich vom Schöpfer entfernen und wie die anderen empfinden, dass ich nun von allerlei Umständen abhängig bin, über die ich nicht herrschen kann.Deshalb tauchen wir in die Krise ein, um die Abhängigkeit von unbekannten Kräften zu empfinden. Aus demselben Grund zerfällt die Religion. Denn anders kann der Mensch kein Mitgefühl zeigen, er fühlt keine Abhängigkeit von den anderen Menschen. Der Egoismus gegenüber dem Schöpfer ohne die Nächstenliebe (Liebe zum Schöpfer ohne Liebe zu den Geschöpfen) unterstützt meine Überzeugung, dass alles in Ordnung ist, dass ich alles richtig mache. Und die anderen sind mir egal.

Wenn ich die Verbindung mit dem Schöpfer in der Empfindung verliere, dann bin ich mehr von den anderen abhängig und gezwungen, die Verbindung mit ihnen – und dadurch mit Ihm zu erlangen. Denn wir alle setzen uns der Gefahr aus, spüren bereits allerlei Bedrohungen seitens der Umwelt, des Finanzsystems oder des geistigen Mangels. Der Mensch offenbart die ganze Unbeständigkeit seines Zustandes, seine ganze Abhängigkeit vom Schöpfer. Deshalb schiebt uns die heutige Sachlage zur Korrektur hin. [119208]

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Das Wesen der Religion und ihr Ziel“, 28/10/13