Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Den Mangel an Sensibilität überwinden

Die Menschheit kann einen sehr langen Weg gehen, ehe sie die Erkenntnis des Bösen erlangt. Wir sagen, dass die Korrektur nach 6000 Jahren beendet ist. Allerdings sind gemäß der Kabbala 6000 Jahre 6000 Stufen: NHY, HGT und HBD. Das heißt, wenn wir von Adam anfangen zu zählen, sind noch 223 Jahre übrig. Allerdings sind das nicht weltliche Jahre.

Was macht es am Ende für einen Menschen für einen Unterschied, ob es in 223 oder in 20.000 Jahren passieren wird? Wenn er es morgen tun will, kann er es morgen tun. Dann spielt es keine Rolle, wie viele Jahre noch übrig bleiben, 200 oder 2000. Wir müssen das realistisch und nicht philosophisch betrachten.

Man kann es hier und jetzt passieren lassen, aber falls nicht, was soll`s? Der Mensch muss ohnehin sterben und findet sich dann in einem anderen Leben wieder. Nach dem Tod  kommen wir sofort zur Empfindung eines neuen Zustands, nicht von dieser Welt, sondern von einer etwas anderen und veränderten Welt.

Ich hoffe, dass wir Menschen, die Kabbala studieren, trotzdem die Menschheit vorantreiben, um dort einzutreten, was als Land Israel bezeichnet wird und uns selbst auf korrekte Weise transformieren.

Frage: Wird ein Mensch sich in diesem Aufstieg glücklich fühlen?

Antwort: Wenn es eine Perspektive gibt, der der Mensch folgt und die Unterstützung anderer Menschen spürt, wird er den Aufstieg schon schrittweise sehen, bevor er ihn beginnt. Ohne die Unterstützung fällt er in eine tiefere Depression, aber mit der Unterstützung bewegt er sich mit Freude. In diesem Fall wird die Nation, die es versteht, auf richtige Weise fortzuschreiten und den Rest der Menschheit zu führen, Menschen von Israel genannt. Sie betreten das Land Israel, das heißt sie beginnen, ihre Verlangen zum Geben und zur Liebe zu transformieren und sind dadurch ein Beispiel für alle anderen. Das ist ein großartiger Zustand für die Nation und für die ganze Menschheit, die schließlich versteht, wie sie zu einer glänzenden Zukunft kommt.

Viele Menschen leiden heute unter Depressionen oder nehmen Drogen! Sie sehen keine Perspektive!

Doch wir sind in der Position, den Plan der Schöpfung zu verstehen, zu sehen, wie das passiert, was bereits in den kabbalistischen Büchern beschrieben steht, wie es in den nächsten zwanzig bis dreißig Jahren weitergehen wird und wie es transformiert werden kann.

Wir begleiten diesen Mechanismus, drehen sein Schwungrad , bewegen uns vorwärts und wissen, was geschehen wird. Es ist schwer für uns, anderen Menschen alles zu erklären; sie wollen es nicht hören. Sie haben ihre eigenen egoistischen Schwierigkeiten.

Aber wie glücklich wir sein sollten, dass wir die Perspektive sehen. Der Rest existiert einfach und sie fühlen ihre eigene Bedeutungslosigkeit und ihre absolute Unfähigkeit, ihr Schicksal zu ändern. Natürlich ist das schlechter als der Tod.

Daher konsumieren sie Marihuana, nehmen Antidepressiva  und so weiter.

„Warum sollte ich Kinder haben? Warum sollte ich eine Familie gründen? Wofür lebe ich? Gib mir eine Pille, ich werde sie schlucken und schlafen. Und noch besser, als die Pille zu bekommen, ist es einzuschlafen und vielleicht im Traum zu sterben.“

Frage: Warum hören die Menschen nicht auf uns?

Antwort: Wir können nicht zu ihnen kommen, und das ist ein großes Problem. Es gibt so viele Menschen in der Welt, die leiden. Sie werden getötet, gemobbt, verbrannt, zerstört und erschossen. Und immer noch hören sie nicht. Die Menschheit muss eine bestimmte Schwelle an Unsensibilität überwinden. Dies wird unter anderem durch Leiden erzielt.

 

Aus KabTV`s „Geheimnisse der Ewigen Buches“ 14.12.2016

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Die Möglichkeit, dein Schicksal zu wählen. Teil 2

 Frage: Wurde mein ganzes Leben und all seine Ereignisse im Voraus programmiert? Woher kommt dieses Programm?

 Antwort: Unsere ganze Wirklichkeit ist ein Programm, in dem wir existieren und innerhalb dessen Ablaufes wir uns entwickeln. Und wir selbst sind Elemente dieses Programms, an denen es arbeitet und sie vorantreibt.

Das Programm besteht aus Kräften, die auf uns einwirken und uns durch verschiedene Zustände führen: Du warst ein Kind, lerntest, dann hattest du Dienst bei der Armee, später hast du geheiratet, hast Kinder bekommen usw. Hast du wirklich gewählt, was mit dir geschehen soll? Wir haben nichts gewählt, obwohl wir die Illusion haben, dass wir selbst alles in unseren Händen halten und entscheiden können, wo wir lernen, wen wir heiraten usw.

Jeder Mensch erhält ein bestimmtes Leben, ohne nach seinen Wünschen gefragt zu werden. Wenn ich jetzt als 70 Jähriger auf mein Leben zurückschaue, wird mir klar, dass ich nichts gewählt habe. Ich wurde in verschiedene Situationen gestoßen, wurde gezwungen auf Ereignisse zu reagieren und verschiedene Zustände zu haben.

Bezüglich der Zukunft kann ich noch die Illusion haben, dass ich nach meiner Wahl handeln kann. Aber bezüglich der Vergangenheit ist klar, dass es keine Wahl gab. Jemand kann sich darüber ärgern, dass er so und nicht anders gehandelt hat. Aber einige, die an Erfahrungen reich sind, verstehen doch, dass alles passiert ist, was passieren sollte; man kann nichts ändern, so ist das Schicksal.

Frage: Und wo ist mein Schicksal und alles, was mit mir geschehen wird, aufgezeichnet?

Antwort: Im allgemeinen Programm, das sich in dem Kräftefeld der Natur befindet, in dem wir existieren.

Frage: Wann wird dieses Programm geschaffen: Noch vor der Geburt des Menschen, zur Zeit der Geburt oder im Laufe des Lebens?

Antwort: Das Programm existiert schon seit Anbeginn der Schöpfung und dauert bis zu ihrem Ende. Schon vor der Geburt des Menschen ist das Programm seines ganzen Lebenswegs festgelegt. Dieses Drehbuch befindet sich im Feld der Kräfte, das Shechina heißt, der allgemeine Wunsch, der das Material der ganzen Schöpfung ist. Auf dieses Feld wirkt die Kraft, die den Wunsch zu genießen zu seinem letzten Zustand, zum geplanten Ziel treibt.

Die Formel dieser Kraft, die auf den Wunsch wirkt, heißt Schöpfungsplan. Der Schöpfungsplan ist die Kraft, die den Wunsch von seiner ursprünglichen bis zu seiner letzten Form treibt. Für 99.99% der Menschen ist dieses Programm im Voraus geschrieben, und für 0.01% ist es das nicht.

Aus KabTV’s “Ein Neues Leben” 7/25/17

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Die Möglichkeit, dein Schicksal zu wählen. Teil 1

Frage: Manchmal geschehen gewisse Ereignisse im Leben, als ob sie von jemandem nachgestellt würden und manchmal erscheinen sie uns wie eine unsinnige Zufälligkeit. Im Osten gibt es den Begriff „Karma“ und im Arabischen gibt es das Sprichwort: „Vor dem, was du von oben bekommst, kannst du nicht weglaufen“.

Ist unser Schicksal wirklich vorbestimmt, wie ein früher aufgenommener Film, oder kann man es ändern?

Antwort: Das ganze lebenswichtige Drehbuch ist schon im Voraus geschrieben, aber der Mensch bestimmt selber, auf welche Art er es von oben bekommt. Der Mensch hat doch die Freiheit des Willens, im Unterschied zur unbelebten Materie, den Pflanzen und Tieren, die sich in der Macht „des blinden Schicksals“ befinden, das heißt sie stehen unter der uneingeschränkten höchsten Lenkung der Natur.

Die Natur treibt alles Existierende im Laufe der Evolution gemäß der Theorie Darwins oder irgendeinem anderen Programm voran. Aber der Mensch kann im Unterschied zu allen anderen das Schicksal selbst in die Hand nehmen. Wenn er das nicht macht, lebt er wie ein Tier unter der vollen Lenkung der Natur und hat keine Möglichkeit, das Schicksal zu beeinflussen, in dem alles im Voraus bestimmt ist.

Wenn der Mensch instinktiv auf alle Ereignisse seines Lebens reagiert, bringt er von sich aus nichts Neues hinein. Wenn wir alle unsere Systeme gründlich studiert hätten wie Psychologie, Physiologie, alle Eigenschaften, könnten wir die Lösungen und die Reaktionen auf alle beliebigen lebenswichtigen Situationen berechnen.

Es funktioniert wie eine Maschine, deren Verhalten im Voraus bekannt ist. Deshalb handelt es sich schon nicht mehr um diese Maschine, sondern um die äußerlichen Einwirkungen auf sie, um auf sie wirkende Kräfte. Alles was mit dem Menschen geschehen wird, hängt nur von diesen Kräften ab, und von ihm selbst hängt nichts ab. Daher kann man nicht behaupten, dass der Mensch sein Schicksal selbst bestimmt. Und so handeln 99,99% der Menschen auf dieser Welt.

Aber es gibt Menschen, die das Schicksal doch selbst in die Hand nehmen können und die nicht instinktiv aus Selbstsucht und den natürlichen Eigenschaften entsprechend reagieren. Sie stiegen über ihre Natur auf und arbeiten sogar gegen sie. Das ist ein ganz anderes Verhalten im Vergleich zu den meisten Menschen.

Es ist also möglich, aus dieser automatischen Vorbestimmung herauszutreten. Es ist nicht einfach, aber es ist möglich – und nicht auf Kosten anderer Menschen, sondern mit Hilfe der besonderen Kraft, die in der Natur vorhanden ist, die „das Licht, das zur Quelle zurückführt“ heißt. Diese Kraft beginnt auf uns zu wirken, wenn wir uns über unsere Natur erheben wollen. Innerhalb der Natur sind wir alle jedoch nur Roboter, die innerhalb der Maschine handeln.

Wenn wir jedoch diese besondere Kraft, die uns zu entwickeln beginnt, an uns heranziehen, dann finden wir die zusätzliche, höhere Natur des Gebens, der Vereinigung, der Liebe. Sie wird zur Ergänzung unserer persönlichen Eigenschaften und dem Programm unseres Lebens. Das Programm wird sich ändern, da sich die Daten geändert haben; ich erbitte ein neues Programm und ich will auf dem neuen Weg gehen, um auf das nächste Niveau, auf die neue Stufe des Lebens aufzusteigen.

Ich will nicht einfach in einer instinktiven Strömung schwimmen, die mich vom Tag meiner Geburt bis zum Tag des Todes trägt, sondern mein Leben anders verbringen: Ich will  unter einer neuen Lenkung sein und anders auf sie reagieren, damit ich andere Ergebnisse erreichen kann. Das heißt, ich trete aus meinem Schicksal und meiner vorherigen Natur heraus und wandle mich in ein aktives Element meines neuen Schicksals um.

Fortsetzung folgt…

Aus KabTV’s “Ein Neues Leben” 7/25/17

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Das Gesetz des Lebens in der Gesellschaft der Zukunft

Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“: Jeder einzelne muss sich entsprechend seiner Religion  zu einem konstanten Wachstum des Lebensstandards in der Welt entwickeln, so dass diejenigen, die auf die Welt kommen, ein glückliches Leben führen und ihr Leben mehr und mehr genießen können.

Ein Mensch muss zu einem Zustand kommen, in dem er seine gesamte Kraft der praktischen Entwicklung der Welt widmet ohne Rücksicht auf sich selbst. Weil nur so ein Verhalten für die Bedürfnisse der Menschen sorgt und diese dann absolut sicher sein können, dass immer für ihre Bedürfnisse gesorgt sein wird, weil jeder sich um jeden kümmert.

Wir werden tatsächlich zum besten Zustand der Welt kommen, weil durch gegenseitige Güte untereinander allen gegenüber  wir eine besondere Art Netzwerkverbindung unter uns schaffen werden, in der wir die Qualität des Schöpfers enthüllen, die Qualität der Liebe und des Gebens. So wird wirklich der Zweck dieser Welt erreicht werden.

Während dieses Prozesses wird jeder von seinen Ängsten, Leiden und Problemen befreit werden, und wird sich selbst auf der nächsten Stufe erfahren, wie er von seinen egoistischen Wünschen und allem, was damit zusammenhängt, befreit wird. Wir werden uns selbst auf der Stufe des Schöpfers wahrnehmen, individuell und verbunden.

Es steht geschrieben: „…so dass alle, die kommen, sich über ihr Leben freuen und es mehr und mehr genießen“. Freude wird ausgedrückt, wenn wir von allen Begrenzungen in unserer Welt befreit werden und jenseits der Begrenzungen einen Zustand der Anhaftung mit der höheren Welt erfahren, ewig, zeitlos, perfekt.

Frage: Hier steht geschrieben, dass jeder danach streben soll, den Lebensstandard der Welt ständig zu erhöhen. Bedeutet das für jemanden, der das nicht tut, einen Gesetzesbruch?

Antwort: Natürlich. Jeder muss der Gesellschaft alles geben, was er nur kann. Das ist das Gesetz des Lebens für die letzte Generation.

 

Aus KabTV „Die Letzte Generation“ 12.6.2017

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Meine Seite für Sie

Liebe Freunde! Seit Jahren führe ich meine Facebook-Seite. Natürlich, als ich diese Seite eröffnete, wurde ich vom Schmerz und Mitgefühl für die Menschheit geleitet.

Tag für Tag geben wir unsere Ziele auf, unsere Wünsche, wir verzichten auf alles,  nur um zu überleben. Unsere harte egoistische Natur kontrolliert uns, hindert uns daran das Leben in irgendeiner Weise zu genießen. Wir leben unwillkürlich diesen kurzen Lebensabschnitt, der uns gegeben wird, und niemand genießt es.

Eine Ära ist gekommen, wo die Wissenschaft der Kabbala  für alle offenbart werden kann. Mit ihrer Hilfe sind wir in der Lage unser Leben tatsächlich glücklich, ausgeglichen und ruhig zu machen.

Ich sehe, was alles mit Hilfe verborgener Kräfte der Natur erreicht werden kann,  und Kabbala ermöglicht uns, sie zu offenbaren und richtig zu lenken. Also habe ich meine Seite auf Facebook geöffnet. Ich hoffe sehr, dass es uns allen helfen wird, ein gutes, friedliches Leben auf der nächsthöheren Ebene zu erreichen, auf der alle unsere Bestrebungen von uns selbst verwirklicht werden können.

 Erfahren Sie, was die Weisheit der Kabbala  der Menschheit anbietet.

Viel Erfolg uns allen!

 

Aus der TV-Sendung „Neuigkeiten mit Michael Laitman“.

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Einer von Tausend

Frage: Was löst negative Reaktionen auf die Kabbala aus? Viele Menschen in der Welt und vor allem in Israel, im Laufe der Geschichte und in der Gegenwart, fühlen Abstoßung, Widerstand und sogar Hass, wenn sie Worte wie „Kabbala, das Buch des Sohar, verborgene Erkenntnis und zehn Sefirot“ hören. Woher kommt das?

Meine Antwort: Das ist eine natürliche Reaktion; das kommt aus der menschlichen Natur. Offensichtlich ist dies nicht in ideologischen Unterschieden verwurzelt, sondern in einer tieferen Meinungsverschiedenheit in unserem Wesen.

Sogar die einfachste Person, ein Verkäufer auf einem Markt, und ein Universitätsprofessor fühlen dasselbe in Bezug auf das Wort „Kabbala“, sehen es als Mystik, schwarze Magie oder etwas Unbegreifliches, das schaden kann und es nicht wert ist, berührt zu werden oder in die Nähe zu kommen.

Das ist eine natürliche menschliche Reaktion, die völlig unabhängig von der Kabbala ist. Das heißt, dieser Widerstand wurde ursprünglich in unsere Natur gelegt, welche die Weisheit der Kabbala völlig zurückweist, noch bevor wir etwas davon erfahren. Wir werden durch die Worte „Kabbala“, „Sefirot“, „Parzuf“, „Obere Welt“ abgestoßen.

Darüber hinaus kann ich aus meiner eigenen Erfahrung beim Lehren der Kabbala während den letzten 35 Jahren sagen, dass viele, sogar ganz besondere und einzigartige Menschen, die von den anderen, die sich für Kabbala interessieren, hervorstechen und wirklich tief begreifen wollten, nach zwei-drei Jahren plötzlich eine Abstoßung fühlen.

Das geschieht in keiner anderen Wissenschaft. Studieren mit Original-Quellen, ernsthafte Studenten, echte Spezialisten in der Kabbala, Menschen, die plötzlich das Gefühl haben, dass sie es nicht akzeptieren und nicht weiter wollen. Und so verlassen sie das Studium und noch mehr, gehen mit einem negativen Eindruck weg von der Kabbala.

Frage: Es ist interessant, dass andere Formen der Kabbala, in welchen es Mystik und Magie gibt, viel Interesse bei den Menschen anziehen. Warum sind diese Formen so beliebt?

Meine Antwort: Es gibt aber keine „andere Formen der Kabbala“, diese sind überhaupt keine Kabbala. Irgendwelche mystischen Lehren, die auch Worte wie „Parzufim“ und „Sefirot“ nennen, kleiden sich mit dem Namen „Kabbala“. Im Wesentlichen kam die gesamte Philosophie aus der Wissenschaft der Kabbala als Produkt des ungenauen Verständnisses.

Die Natur einer Person widersteht der Wissenschaft der Kabbala. Auch wenn sie sich mit dieser Wissenschaft vertraut macht, gibt es viele, die Mehrheit, die plötzlich Widerstand entdecken, die das Studium ablehnen und verlassen. Ich sah viele ähnliche Beispiele, genau so wie es geschrieben steht: „Tausend betreten das Klassenzimmer und nur einer tritt in das Licht“.

Das heißt, diese Reaktion ist natürlich; Es ist kein besonderer Fall und bedeutet nicht, dass der Lehrer schlecht ist. Menschen verlassen sich nicht, weil sie schlecht gelehrt wurden, sondern weil 999 von 1000 zum verlassen bestimmt wurden und einer zu bleiben bestimmt wurde.

Frage: Aber warum gehen die Leute nicht einfach, warum werden sie feindlich und Feinde der Kabbala?

Meine Antwort: Wirklich, warum ist die Wissenschaft der Kabbala nicht wie Physik oder Mathematik, wo eine Person Interesse verliert und einfach geht? Die Sache ist die, dass die Kabbala das innere Wesen eines Menschen berührt, sich auf seine Wünsche, Freuden, Abstoßungen, Gefühle und auf die Tatsache fokussiert, dass die Person sich über ihre Gefühle erheben, sich selbst studieren und eine „offene Herzoperation“ an sich selbst durchführen muss.

Er muss sein Herz, seine Gefühle und seine Vernunft öffnen und beginnen, sich mit einem Skalpell zu sezieren, als würde dies von einem Fremden gemacht werden, indem er seine Wünsche und Gedanken völlig objektiv, wie ein äußerer Beobachter, untersucht. Diese Art und Weise ist eigenartig für unsere Natur und deshalb nicht leicht zu akzeptieren.

 

Von KabTV’s „Ursprünge der negativen Reaktionen auf die Kabbala“, 19.07.17

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Es kann keine Leere geben!

Frage: Nach dem Kongress kommt oft die große Leere. Wie kann man sich darauf vorbereiten? Oder sollen wir uns vielleicht keine Sorgen darum machen?

Meine Antwort: Man sollte sich nicht darum sorgen und über die große Leere nachdenken. Es kann keine Leere geben. Umgekehrt, wir werden sie ständig offenbaren und erfüllen, offenbaren und erfüllen.

Wenn ihr mit anderen Freunden verbunden seid, werdet ihr keine Leere fühlen. Entweder füllt ihr sie ständig oder sie füllen euch, denn ihr habt in eurem Zehner eine Zirkulation und ihr werdet euch nie leer oder überfüllt fühlen.

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Die Welt verändern!

Frage von Facebook: Warum klagen alle über das Leben, wollen aber nichts ändern?

Meine Antwort: Weil man darüber klagen kann, dass man etwas nicht hat und verlangt: „Gib es mir!“. Und ändern bedeutet, dass ich etwas von mir selbst geben muss. Wie soll das  gehen? Ich will die Welt so umkehren, dass ich nichts tun muss und doch alles habe.
So wünscht es sich unser Egoismus. Und dem kann man nicht entkommen.
Deshalb ist es nur natürlich, dass sich der Mensch über die Welt, das Schicksal, den Schöpfer und über alles Mögliche beschwert.
Selbstverständlich über den Schöpfer, denn er bestimmt alles.
Der Mensch fühlt sich als einzigartig existierende, außergewöhnliche Schöpfung. Das Gefühl der Einzigartigkeit ist eine einmalige Empfindung in jedem von uns, wenn es mir scheint, dass nur ich existiere und die anderen wie Schatten um mich herum sind.
Und wenn jemand sich ändern sollte, dann der Rest, nicht ich. Ich bleibe „ich“!
Ein Mensch muss sich so ändern, dass sich die Welt um ihn herum ändert. Willst Du die Welt verändern? Sehr gut. Nur ändere dich selbst so, dass diese Veränderungen die Welt beeinflussen. Und das ist machbar. Du kannst dich jede Sekunde ändern, und die Welt um dich herum wird sich ändern.

Frage: Wie kommt ein Mensch zu dieser Entscheidung?

Meine Antwort: Erst wenn er beginnt zu verstehen, dass es in der Welt nur ihn und den Schöpfer gibt, und die Welt als eine Art illusorisches Gefühl zwischen ihnen.

Frage: Fühlt man sich nicht überheblich bei dem Gedanken, dass nur der Schöpfer und ich existieren?

Meine Antwort: Nein, denn indem man sich verändert, um die Welt zu verändern, reduziert man allmählich den eigenen Egoismus, und dann verändert sich die Welt. Er schließt sich in die anderen und andere in sich ein und erlangt so die Eigenschaft des gegenseitigen Gebens.

Frage: Wann kommen wir zu diesem Verständnis?

Meine Antwort: Nicht alle Menschen kommen zu diesem Verständnis, sondern nur diejenigen, die einen sogenannten „Punkt im Herzen“ haben. Sie können die inneren Eigenschaften der Welt spüren und erkennen, dass die Welt nur eine Vorstellung unserer inneren Eigenschaften ist, eine Spiegelung unseres Selbst auf das höhere Licht. Daran gibt es nichts auszusetzen.  Beschwere dich über dich selbst, das wäre richtiger. Alle Erscheinungen in unserer Welt, die unbelebte, pflanzliche, tierische Natur und vor allem die Menschen, sind alles deine inneren Eigenschaften, die du außerhalb von dir siehst. Es können an niemanden Ansprüche gestellt werden, außer an dich selbst.
Nur wenn du dich änderst, wirst du die Welt verändern: vom Besseren – zum Besseren, vom Schlechtesten – zum Schlechtesten. Also entscheide selbst, welche Richtung du wählst. Und was kann dir helfen? Es gibt nur ein Mittel – die Wissenschaft der Kabbala.
Viel Glück damit!

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 12.06.2017

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Die absolute Freiheit

rav_laitman_017Frage: Was bedeutet der Begriff: der freie Bürger der „Letzten Generation“?

Meine Antwort: Ich wähle eins von beiden: entweder den Pharao (den Egoismus) oder den Schöpfer (den Altruismus).

Ich habe permanent die freie Wahl und sie geht nicht von mir fort. Auch wenn ich mich zu 100% für den Schöpfer entschieden habe, habe ich immer noch die freie Wahl, weil mich der Zustand der Versklavung in meinem Egoismus ständig begleitet und ich radiere das nicht aus. Deswegen macht mich die Existenz zwischen dem Schöpfer und Pharao absolut frei von den beiden (vom Schöpfer und vom Pharao).  

Frage: Ist das die mittlere Linie? Wenn ein Mensch über den beiden Naturen ist?

Antwort: Ja, natürlich. Und er befindet sich dabei in ständiger Wahl. Wenn ich aber in der mittleren Linie stehe, fühle ich etwas, was nicht zum einen und nicht zum anderen gehört. Ich beginne den Zustand zu spüren wo ich die beiden besiege: sowohl den Pharao als auch den Schöpfer. Ich bestehe aus beiden. „Meine Söhne haben Mich besiegt“. So etwas ist dem Geschöpf vom Schöpfer gegeben!

 

Aus dem Programm „Die Letzte Generation“

[#211178]

Das Gesetz der Weltlenkung

Der Europäische Kongress „Die Zukunft beginnt jetzt“, Unterricht 1

Wir können unsere Verlangen nicht weiter vergrößern, jetzt müssen wir ihre Nutzung ändern. Die Menschheit versteht das aber nicht und dementsprechend wundert sie sich über unsere Zustände.

Wir sind in eine Periode eingetreten, wo wir keine großen Verlangen mehr brauchen. Deswegen ist die heutige Generation so müde und enttäuscht darüber wie ihre weitere Entwicklung aussieht. Die jungen Leute streben nicht mehr nach Karriere und Familie, sie möchten nicht über die Zukunft nachdenken. Sie ist für alle unklar.

Dies alles sieht deswegen so aus, weil statt dem linearen Wachstumsgesetz des Egoismuswachstums, bei dem jeder alleine agierte, ein neues Gesetz zu wirken beginnt. Das ist das integrale Gesetz, das von uns die Verbindung untereinander verlangt. Ab jetzt wird die Entwicklung der Welt von der Kraft unserer Verbindung abhängen, wie bei den Zellen eines Organismus. Je mehr Güte und Anteilnahme es in unseren Wechselwirkungen gibt, desto weiter werden wir voranschreiten.

Wir sehen genau so eine Tendenz in der Technik: je komplizierter die Programme und Mechanismen werden, je mehr innere Komponenten sie beinhalten, desto vollkommener sind die Geräte. Der Fortschritt geschieht nicht mithilfe der Vertiefung in einzelne Details, sondern mithilfe ihrer größeren gegenseitigen Verbindung. Die ganze Entwicklung der Technik in den letzten Jahrzehnten ist auf dem Erschaffen neuer Verbindungen zwischen den Elementen aufgebaut.

In der menschlichen Gesellschaft sind wir nicht im Stande so eine Entwicklung durchzuführen, weil wir selber seine Elemente sind. Wir wollen uns aber nicht miteinander verbinden. Deswegen verstehen wir nicht, was dieses Gesetzt der Entwicklung von uns will. Das ist das größte Problem der Menschheit heutzutage, welche aus dem Unverständnis kommt, dass wir in die neue Epoche eingetreten sind. 

Baal HaSulam nennt diese Periode „die letzte Generation“, weil die Menschen anfangen zu verstehen, dass die individuelle Entwicklung, die egoistische Entwicklung beendet ist und der weitere Progress ist nur dank der Entwicklung der richtigen Verbindungen zwischen uns möglich. Wir sind verpflichtet zu verstehen, dass wir einem System angehören, in welchem das Gesetz der gegenseitigen Anteilnahme herrscht, des gegenseitigen Verständnisses.

Alle Menschen müssen sich als die Zellen oder Organe eines Organismus fühlen. Sie müssen sich auf richtige Weise verbunden fühlen. Sobald wir solch eine Verbindung erschaffen, spüren wir in ihr die gemeinsame Kraft, welche die gesamte Natur durchdringt. Diese Kraft heißt „Schöpfer“. Wir erschaffen diese Kraft selber mit unserer richtigen Verbindung. Und wir offenbaren sie in dieser Verbindung.

Darin besteht die Berufung des Menschen in dieser Welt und dazu verpflichtet uns unsere Zeit. Die Menschheit ist verpflichtet sich zu diesem Zustand zu erheben. Je schneller wir diese Etappen begreifen und sie realisieren wollen, desto gütiger und angenehmer wird unsere Entwicklung sein. Wir werden verstehen, welches Ziel sich vor uns befindet und wir werden die richtige Reaktion der Natur auf all unsere Handlungen sehen.

Der Endzustand existiert bereits in der Natur und wir sind ideal darin miteinander verbunden. Solch ein System heißt „Adam“, der erste Mensch, (vom hebräischen Wortstamm Dome abgeleitet  „ist ähnlich“) welcher der Naturkraft ähnlich ist.  Die Naturkraft ist die Kraft des Gebens und der Einheit. Die richtige gegenseitige Verbindung heißt die Liebe. Dabei erkennt jeder die Bedürfnisse des Anderen und kann richtig mit ihnen in Wechselwirkung treten.

Zu lieben heißt zu wissen, wie man dem Anderen das sicherstellt, was er benötigt und er seinerseits kann mir das geben, was mir fehlt. Auf diese Weise realisieren wir den allgemeinen integralen Mechanismus der gesamten Menschheit. Man muss verstehen, dass in der Welt nichts Überflüssiges erschaffen wurde. Wenn wir das System kennen, finden wir einen  geeigneten Platz für jeden und diesen Platz muss man lediglich ausfüllen.

Wenn ein Kind Legosteine zusammenbaut, bleiben bei ihm oft die angeblich überflüssigen Detailsteine übrig. Das ist nur deswegen so, weil es das ganze System nicht kennt. Derjenige, der dieses System aber erschuf, wusste genau, wohin man jedes seiner Teile ankuppeln muss und welche wahre Funktion es hat.

So auch wir, wenn wir uns mit dem System bekannt machen werden, werden wir verstehen, wie wichtig jeder von uns darinnen ist. Daraus werden wir den richtigen Bezug zueinander finden, weil in der Natur nichts Überflüssiges erschaffen wurde.

Wenn wir verstehen, dass in Wirklichkeit das System der Natur integral ist, vollkommen ist, ideal verbunden ist, wir das aber nicht sehen können, so heißt die Devise: „Glaube über dem Verstand“.

Das bedeutet, dass ich mich nicht von dem was ich sehe leiten lasse, wie das Kind, welches das Puzzle nicht zusammenbauen kann. Ich versuche stattdessen den richtigen Ankupplungsplatz für jedes Detail zu finden, damit ich sie zu einem vollkommenen System verbinde. Das nennt sich die Arbeit „über dem Verstand“.

Deswegen lernen wir, befinden uns ständig auf der Suche, erlernen die Gesetze der Natur, versuchen uns gegenseitig kennenzulernen, und wie wir uns in irgendeiner Form verbinden können. Dabei entdecken wir unsere Unterschiede. Genau wie die Kinder, die Puzzleteile drehen und sie nicht zusammenfügen können.  

Dabei muss man verstehen, dass all diese „Puzzleteile“ bei jedem Menschen in unserer Zeit für den Endzustand schon entwickelt sind. Er kann sich nicht weiterentwickeln. Wenn wir auf ihn Druck ausüben, ihn zwingen werden sich wie früher zu entwickeln, kommen in ihm Mutationen und bösartige Formen zutage.

Das ist genau das, was wir in unserer Gesellschaft und in unseren Kindern sehen, weil wir ihnen nicht die richtige Form der gegenseitigen Verbindung geben. Und das muss unsere nächste Etappe sein. Nur wenn wir die Gesetze der richtigen Wechselwirkungen zwischen uns erlernen, werden wir daraus die Gesetze der Weltlenkung verstehen und wir werden im Stande sein unser Leben zu verbessern.

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