Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Gesellschaft'

Könnte das Buch Sohar von zehn Frauen geschrieben worden sein?

Frage: Könnte das Buch Sohar theoretisch von zehn Frauen geschrieben worden sein?

Antwort: Hypothetisch, ja. Wir sind jedoch so organisiert, dass das Streben nach spiritueller Verbindung zwischen den Menschen bei den Männern liegt, während die Kraft der Frauen in der Unterstützung und der Vereinigung der Männer besteht.

Deshalb ist unsere Welt anfänglich in die entgegengesetzten Qualitäten unterteilt: männlich und weiblich, Geben und Empfangen.

In der Kabbala wird dies sehr ernst genommen, denn es ist ein Eckpfeiler unserer Beziehungen untereinander.

Wie verbinden sich Männer überhaupt miteinander? Einer ist in gewisser Weise für einen anderen ein Mann und der andere ist für den Ersten irgendwie eine Frau. Wir sprechen offensichtlich nicht über Physiologie oder Psychologie, noch über etwas, das mit unseren weltlichen Vorstellungen zu tun hat, sondern nur über spirituelle Eigenschaften. Jede spirituelle Unterscheidung, die wir in uns offenbaren, besteht aus einem männlichen und einem weiblichen Teil. In unserer Welt haben die Männer natürlich einen Vorteil, solange bis wir in die Stufe der höheren Welt eintreten. In der kabbalistischen Gesellschaft werden sie als wichtig und vorrangig betrachtet.

Die Frauen bilden Gruppen um die Männer, um die spirituellen Eigenschaften durch sie zu empfangen. Die Männer schaffen darin den Durchbruch, wie in allem anderen in dieser Welt; sie sind immer Entdecker, Erbauer, und Zerstörer, die Frauen folgen ihnen.

Wenn die Durchbrüche der Männer von den „Bataillonen“ der Frauen gefolgt werden, ist das Ergebnis die Schaffung der spirituellen Eigenschaften und die Entwicklung neuer Seelen. Es gibt eine Aktivierung der weiblichen Vorzüge, die nicht nur ergänzen, sondern sehr wesentlich sind. Sie treten in den Vordergrund und beginnen damit, auf der spirituellen Ebene zu arbeiten.

Frage: Kommt also die grundlegende Forderung von den Frauen?

Antwort: Ja, in der Tora heißt es oft, dass du deiner, einer Frau zuhören musst. Die Tora ist sehr interessant geschrieben; trotz der Tatsache, dass es sich scheinbar um Männer handelt, gibt es immer irgendwo eine Frau, die sie persönlich leitet, wie eine Frau in einer Familie.

Ein Mann gilt als das Oberhaupt der Familie, aber in Wahrheit, gleichgültig in welchem Teil der Welt ich je war und wen ich gefragt habe: die Indianer in Südamerika oder sonst wen, ganz zu schweigen von den europäischen Ländern, oder die Afrikaner, immer ist die Frau die Grundlage des Lebens, die Grundlage der Welt. Das Gleiche gilt in der Kabbala.

Der Durchbruch geschieht jedoch durch die männliche Kraft, die von der weiblichen Kraft gefolgt, unterstützt, gedrängt, beeinflusst und sogar gelenkt wird.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 4/6/17

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Was ist, wenn ich benutzt werde?

Frage: Wie kann ich den eigenen Egoismus und den der anderen erkennen, oder wenn ich benutzt werde? 

Meine Antwort: Wenn ich die Ähnlichkeit des Schöpfers erlangen will, um die nächste Stufe der Wahrnehmung der ganzen Wirklichkeit, der Natur, der Schöpfung zu erklimmen, dann ist es mir unwichtig, ob ich benutzt werde oder nicht. 

Ich muss ein völlig anderes Konzept annehmen: Alles, was in der Natur existiert, mich eingeschlossen, wird von einer Einzigen Kraft erschaffen und erhalten, dem Schöpfer. Und es interessiert mich  nicht, was andere Leute denken, und was in der Welt passiert. Dieses wird vom Schöpfer gelenkt.

Deshalb versuche ich durch alles, was in den kabbalistischen Büchern steht, eine Verbindung mit dem Schöpfer zu finden, um in Allem Ihn zu sehen und nicht die anderen Menschen mit ihren Verlangen und Gedanken. Es ist alles weit hergeholt. In Wirklichkeit existiert nichts davon.

 

Aus der Lektion in Russisch, 11.06.2017

[#213098]

Wie reagiert man auf etwas Falsches?

Frage: Wie reagiert man auf eine unverschämte und zynische Lüge, der gegenüber man sich vollkommen machtlos fühlt? Wie verhält man sich in solchen Situationen?

Antwort: Zu allererst versuche ich, mich mit einer Person, von der ich etwas Falsches gehört habe, nicht mehr zu befassen.

Wenn wir in speziellen Geschäftsbeziehungen in unserer Welt stehen, ist es besser, sich von solchen Menschen fern zu halten. Gleichzeitig muss ich gegenüber dieser Person keinen Hass oder Feindseligkeit empfinden, oder versuchen Rache an ihr zu üben.

Ich befasse mich nur mit dem Schöpfer, weil Er derjenige ist, der diese Situation für mich durch diese Person arrangiert hat. Deshalb sind meine ganzen Handlungen nur darauf ausgerichtet, eine Beziehung mit dem Schöpfer herzustellen, damit Er mir „Geschenke“ wie diese nicht mehr schickt.

Frage: Warum sollte ich meine Beziehung mit dieser Person nicht aufrecht erhalten? Schließlich spricht der Schöpfer durch sie zu mir, und ich arbeite mit diesen Dingen.

Antwort: Nein. Wenn dies durch eine solche Person geschieht, dann bedeutet das, gemäß ihrer Natur, gemäß ihrer Rolle in der Welt, d. h. so wie sie ist.

Frage: Bedeutet das, dass das Leiden keine Mizwa (Gebot) ist?

Antwort: Du sollst nicht leiden! Du solltest sofort versuchen zu klären, wie sich der Schöpfer  in jedem Augenblick zu dir in Beziehung setzt, und du solltest alles nur Ihm zuschreiben.

Frage: Bedeutet das nun, dass wir in unserer Welt so handeln sollten wie es üblich ist, gemäß den Gesetzen unserer Welt? Wenn mich jemand anlügt, und das ist zum Beispiel schädlich für mein Geschäft, sollte ich dann zu einem Rechtsanwalt gehen, eine Klage beim Gericht einreichen, usw.?

Antwort: Natürlich. Auf der inneren Ebene verstehst du, dass das der Schöpfer ist, und daran arbeitest du. Aber in der äußeren Welt handelst du so wie es hier üblich ist. Dies bedeutet, dass du auf der Stufe unserer Welt ebenfalls versuchst, diese gegenseitigen Beziehungen zu korrigieren. Also gehst du zu einem Rechtsanwalt.

Frage: Wenn ich jemanden, der mich unverschämt angelogen und mir geschadet hat, vor Gericht bringe, korrigiere ich ihn dann?

Antwort: In einem von Baal HaSulams Briefen heißt es, dass der Schöpfer für alle Gesetze unserer Welt gesorgt hat, damit wir mit ihrer Hilfe den höheren Eigenschaften näher kommen möchten. Und was wir im Inneren nicht korrigieren können, das vervollständigen wir in unserer Welt durch äußere Handlungen wie diese.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 5/1/16

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Der Begriff “Gott“ in der Kabbala

Frage auf Facebook: Einen zentralen Platz in allen Religionen nimmt der Begriff „Gott“ ein. Was ist Gott in der Kabbala?

Meine Antwort: Gott in der Kabbala ist die allgemeine Kraft der Natur, außer der nichts anderes existiert.

Für den Menschen ist das ein abstrakter Begriff. Wir können nicht über etwas reden, was sich außerhalb unserer Wahrnehmung befindet. Keiner hat das je wahrgenommen. So ein Zustand des Schöpfers ohne einen Bezug zu uns, d.h. wenn diese höhere Kraft selbständig existiert, kann von uns auf keinen Fall offenbart werden und deswegen heißt diese Kraft „Azmuto“, also Er an Sich.

Alles, was wir wahrnehmen und das, was uns zu offenbaren gegeben wird, sind die Handlungen der höheren Kraft an uns. Die Kabbala befasst sich mit den Offenbarungen dieser Handlungen an den Menschen.

Wir nennen diese höhere Kraft „Schöpfer“, weil Er den Menschen erschaffen hat. Er hat im Menschen alle Eigenschaften erschaffen. Innerhalb dieser Eigenschaften nehmen wir unsere Welt wahr und wir können durch unsere Empfindungen den Schöpfer selber (der uns erschaffen hat) wahrnehmen. Wir können erforschen wieso Er uns mit solchen Eigenschaften erschaffen hat, mit solchen Beschränkungen oder umgekehrt mit solchen Möglichkeiten, und das was der Schöpfer von uns will.

Indem wir uns in diese Richtung entwickeln, beginnen wir Ihn selbst zu offenbaren, also den Schöpfer. Nicht Azmuto, nicht Ihn an Sich, sondern den Schöpfer gegenüber uns. Auf diese Weise erforschen wir Seine Handlungen, wie Er unsere Welt und andere Welten erschaffen hat, also ein bestimmtes System der Verbindungen zwischen Sich und uns.

Ein solches System der Verbindungen, allmählich absteigend zu unseren Stufen, heißt „die Welten“. Dieses System nimmt auf uns Einfluss.

Bei der Erforschung dieser Welten erforschen wir den Schöpfer, erforschen wir uns selbst, wir verstehen in welchen Zuständen wir uns in der Verbindung mit Ihm befinden. Wir können im Einklang mit diesen Zuständen handeln und unser Verhalten, unsere Handlungen ändern, damit wir uns noch mehr zu noch höheren Verbindungen erheben können. Mit dem Schöpfer unmittelbar verbunden zu sein, bedeutet wortwörtlich – Gesicht zu Gesicht.

Mit anderen Worten, wir können sehen, welche unserer Handlungen welche Reaktionen in Ihm hervorrufen und umgekehrt, welche Seiner Handlungen welche Reaktionen in uns hervorrufen und wir können eine absolut vollkommene, offene und gegenseitige Verbindung erreichen.

Sobald wir diese Möglichkeit zu offenbaren beginnen, sie allmählich offenbaren und erreichen, ändern wir natürlich unser Verhalten, das geschieht in der Übereinstimmung mit dem, was wir offenbaren. Dabei treten wir auf eine völlig andere Stufe unserer Entwicklung, indem wir uns hin zum Ebenbild des Schöpfers ändern. Unsere Welt und wir selber werden dabei radikal verändert und unser Zustand wird immer sicherer, angenehmer, richtiger, wahrhaftiger.

Frage: Wen nenne ich Gott, wenn ich Kabbala studiere?

Meine Antwort: Gott nenne ich die allgemeine Kraft der Natur. Sie heißt auch „Elokim“. Der Zahlenwert (Gematria) dieses Wortes ist „Tewa“, “der Natur“ gleich. Die gesamte Natur, welche ich offenbare, alles, was mich von außen beeinflusst, nenne ich Schöpfer. Und alles, was sich in meinem Inneren befindet, nenne ich die Ableitungen des Schöpfers.

Das Ziel unserer Arbeit, des Studiums und der unterschiedlichen Handlungen besteht darin, das absolute Ebenbild des Schöpfers in den Verlangen, Absichten und Handlungen zu erreichen, und so erreicht man auch eine vollkommen harmonische Verbindung.

So wie ich offenbare, dass alle Eigenschaften des Schöpfers das Geben und die Liebe sind, genauso erhebe ich mich zu diesen Eigenschaften. Das alles wird durch die Gefühle wahrgenommen, weil der Mensch ein fühlendes Geschöpf ist. Der Verstand wurde uns gegeben, um diese Gefühle zu lenken und sie zum Ebenbild des Schöpfers zu formen.

Wir sind nur dafür erschaffen. Damit wir aber zu dieser Erkenntnis kommen, zu dieser Folgerung und Handlung, müssen wir sehr lange Etappen der Geschichtsentwicklung durchlaufen: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich.

Jetzt sind wir zur letzten Etappe der menschlichen Entwicklung gekommen. Wir sollen nur den Schöpfer offenbaren und uns zu seinem Ebenbild erschaffen. Dann werden wir, die Menschen, uns „Adam“ (übersetzt bedeutet das „Ähnlicher“) nennen.

 

Aus dem TV Programm „Neuigkeiten mit Dr. M. Laitman“ 

[#215232]

Von Antidepressiva zu Gras

In den Nachrichten (Time): Die Verschreibung von Antidepressiva hat sich nach den erhobenen Daten der Zentren für Krankheitskontrolle und –prävention (CDC) seit 1988 um nahezu  400% erhöht. Die Studie findet heraus, dass mehr als einer von zehn Amerikanern über 12 Jahren zur  Zeit Antidepressiva nehmen, und zugleich nehmen zwei Drittel derjenigen mit ernsthaften Symptomen einer Depression überhaupt keine Antidepressiva.

„Die neue Forschung, geleitet von der CDC Epidemiologin Laura Pratt, gründete sich auf Antworten von etwa 12.000 Menschen, die an einer nationalen jährlichen Gesundheitsumfrage von 2005-2008 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch als Kurzinformation vom Nationalen Zentrum für Gesundheitsstatistiken veröffentlicht“.

Frage: In den letzten Jahrzehnten ist der Gebrauch von Antidepressiva auf 400% hochgeschnellt.

Es wird berichtet, dass Wissenschaftler einen ansteigenden Gehalt von Antidepressiva im Gehirn von Fischen im Niagarafluss gefunden haben. Das bedeutet, dass die Wasserklärungssysteme diese Substanzen nicht blockieren, und sie gelangen in die Wasserversorgung. Das bestätigt wieder einmal wie alles miteinander verbunden ist.

Was hast du dazu zu sagen? Wie lange wird das noch so weitergehen? Wie werden wir ein für allemal realisieren, dass das alles ein System ist?

Antwort: Tatsächlich atmen wir, essen wir und wir nehmen das alles in uns auf.

Frage: Folglich nehmen alle Leute, die diesen Fisch essen, Antidepressiva?

Antwort: Das ist nicht nur beim Fisch so, das ist bei allem so, einschließlich der Luft und dem Wasser. Alles was wir künstlich herstellen und mit künstlichen Mitteln erfinden, ist um uns herum und in uns drinnen. Aber das beunruhigt mich nicht. Unser Problem besteht nicht darin, wie wir unser Leben besser leben. Wenn es eine Fortsetzung unseres Lebens gibt, dann ist es sinnvoll, um alles zu kämpfen. Aber wenn nicht, dann lass uns dafür sorgen, dass wir für eine bestimmte Anzahl von Jahren so gut wie möglich leben, und dann friedlich die Welt verlassen.

Frage: Wohin drängt uns dies alles? Wohin will es uns bringen?

Antwort: Antidepressiva werden uns nicht helfen. Gerade jetzt ist Gras und Cannabis in Umlauf und dies entwickelt sich sehr schnell weiter. Es wird in jeder Form und Dosis erlaubt werden, wie und wo auch immer, den Leuten gefällt das. Du wirst es in jedem Laden kaufen können und zwar so viel wie du möchtest. Und du bekommst es in jeder Form, die du möchtest: Pillen, Kaffee mit Cannabis, Coca Cola mit Cannabis usw. Jeder wird es konsumieren. Jetzt wo wir darüber sprechen, ist das schon alles vorbereitet. Tatsächlich wurde deshalb die Großflächenkampagne gegen das Rauchen inszeniert.

Frage: Das ist der erste Schritt. Und was wird folgen?

Antwort: Die Natur will uns zeigen, dass wir nicht in der Lage sind, uns auf diese Weise zu beruhigen. Es erscheint uns so, dass uns das helfen wird, uns zu beruhigen. Das denkt jeder. Aber wir werden uns nicht beruhigen, weil wir uns zu den nächsten Schlägen weiter entwickeln werden. Und sie werden wiederum noch sehr viel stärker sein als die Vorangegangenen. Tatsächlich werden sie so stark sein, dass wir noch nicht mal in der Lage sein werden, Drogen zu nehmen.

Drogen sind der Menschheit immer zugänglich gewesen, aber wir haben sie nicht benutzt. Wir können uns nicht in Schlaf versetzen. Dann wird uns die Natur auf so eine Weise leiten, dass ich ein Beruhigungsmittel bei mir habe, aber ich werde es nicht nehmen können. Ich bin nicht in der Lage dazu, meine Hände reichen nicht soweit. Ich werde lieber leiden, wie wahnsinnig herumrennen, aber ich werde es nicht nehmen.

Dies wird so weiter gehen bis wir uns klar machen, was der Grund für unseren Zustand ist. Dann werden wir uns weiter zur Korrektur entwickeln. In der Zwischenzeit werden uns Drogen wie Cannabis dabei helfen, zu dieser Einsicht zu gelangen. Aber  dies sind schwache Drogen, solche die uns nicht töten, sondern uns scheinbar helfen, ein bisschen abzuschalten. Und wir begreifen, dass das unser Problem nicht löst.

Frage: Also will man dann nicht mehr abschalten?

Antwort: Nein, weil die Natur uns leitet, wird sie uns nicht erlauben abzuschalten oder nur halbbewusst zu sein. Im Gegenteil, sie wird unseren Verstand und unsere Gefühle durchschütteln, damit wir die Situation besser beurteilen können.

Das heißt, dass diese Drogen gegen sich selbst arbeiten werden: sie werden uns nicht in Schlaf versetzen, sondern sie werden uns beruhigen, um unseren Egoismus zu beruhigen, und dann werden wir in der Lage sein, nüchtern, objektiv, über dem Egoismus, zu beurteilen wo wir sind, wofür und wie wir sind. Wir werden unseren Egoismus beruhigen und wir können korrekt und besonnen urteilen.

 

Aus KabTV´s „Neuigkeiten von Michael Laitman“ 9/7/17

[215323]

Der Unterschied zwischen der Angst und dem Zittern

Frage: Ist es normal, dass der Mensch die Kabbala aus Angst studiert?

Meine Antwort: Der Mensch macht alles aus Angst. Die Menschen pumpen ihre Muskeln auf, verdienen Geld, organisieren die Mafia, festigen die Armee und so weiter … und das alles aus Angst.

Kommentar: Zum Beispiel  haben die religiösen Menschen Angst, dass sie um Gottes Willen das eine oder andere Gebot nicht erfüllen.

Antwort: Natürlich! Weil sich alle Religionen an der Angst vor Bestrafung in dieser Welt und in der kommenden Welt festhalten.

Die Frage: Und wie unterscheidet sich die Kabbala davon?

Meine Antwort: Der Unterschied ist der, dass du in der Kabbala das alles offenbaren möchtest. Die Offenbarung aber geschieht dank der Erlösung vom eigenen Egoismus. Deswegen bekommst du nicht für dich selber Angst,  sondern um anderen zu geben, um andere zu erfüllen, sie zum Zustand der Vollkommenheit zu bringen. So ein Zustand heißt nicht Angst, sondern Zittern.

Frage: Es ist wahrscheinlich schlimmer, Angst um andere zu haben?

Meine Antwort: Natürlich ist das schlimmer. Weil du sie als sieben Milliarden „deiner Kinder“ in der Welt bekommst. Früher hast du nur um dich Angst gehabt, jetzt aber kommen noch sieben Milliarden hinzu. Das ist der Zustand des Schöpfers.

Frage: Wohin steuern wir dann?

Meine Antwort: Letztendlich werden wir die Vollkommenheit des Systems genießen.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 21/5/17

[#214091]

Die Erfindungen über die Kabbala

Frage: In Wikipedia steht geschrieben, dass die Kabbala (vom Wort „das Empfangen“, „das Annehmen“, „ die Saga“) eine religiös-mystische, esoterische Bewegung im Judaismus ist. Was können Sie dazu sagen?

Meine Antwort: Die Kabbala ist eine Wissenschaft, die von jenen Menschen studiert wird, die die höhere Welt fühlen und sie haben ihre Offenbarung nicht mit Hilfe von mystischen Handlungen, sondern mit Hilfe von bestimmten inneren Handlungen in sich selber erreicht. Diese Menschen erlernen die Gesetze des höheren Aufbaus, der höheren Kräfte, die sich auch jetzt um uns herum befinden. Wir spüren sie nicht, aber die Kabbalisten offenbaren sie.   

Diese Kräfte heißen höhere Kräfte, weil sie in der Sphäre des Gebens existieren, das sind die Kräfte der Eigenschaft des Gebens und nicht der Eigenschaft des Empfangens. Deswegen deuten und definieren wir sie so.  

In der Kabbala gibt es nichts Religiöses, Mystisches oder Esoterisches. Die Kabbala ist eine reine Wissenschaft. So haben die alten Philosophen, die diese Weisheit bei den Kabbalisten im antiken Israel gelernt haben, über sie geschrieben, genau wie die Wissenschaftler im Mittelalter und bis zu unserer Zeit.  

Diese Wissenschaft hat keine Verbindung zum Judentum. Das Judentum ist viel später entstanden. Es ist aus der Kabbala entstanden und stellt die Anwendung der Kabbala bei den alltäglichen Handlungen in unserer Welt dar.

Die Menschen, die in unserer Welt eine Beziehung mit dem Schöpfer „aufnehmen“ wollen, haben aus der Kabbala rein äußerliche Beschreibungen entnommen und haben daraus ihre Religion erschaffen. So wurde die spirituelle Lehre durch den wachsenden Egoismus die Grundlage des Judaismus und anderer Religionen.

Kommentar: In Wikipedia steht geschrieben, dass die Kabbala im XII. Jh. entstanden ist.

Meine Antwort: Das ist auch falsch. Die Kabbala ist vor fast 5777 Jahren entstanden. Dieses Datum feiern wir als das jüdische Neujahrfest.

Die Entstehung von Adam und seiner Offenbarung des Gesetzes der Natur, innerhalb welchem wir uns befinden, deutet auf die Geburt der Wissenschaft der Kabbala hin. Da beginnt auch unsere Zeitrechnung.

Ab dem XII. Jh. aber beginnt die Verbreitung der Kabbala, welche bis ins XVI. Jh. als ihre offizielle Offenbarung für alle anhält.

Folglich ist der einzig richtige Punkt in Wikipedia, dass die grundlegende Verbreitung der Kabbala im XVI. Jh. angefangen hat. Alles andere ist erfunden, weil die Kabbala keine Philosophie, keine Mystik, keine Religion und kein Judaismus ist. Dabei verwirren sich absolut alle, die religiösen Juden eingeschlossen. Sie erklären die Kabbala zu einem Teil ihrer Religion.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 1/22/17

[#206052]  

Die Möglichkeit, dein Schicksal zu wählen.  Teil 3

Frage: Ist mein ganzes Leben wirklich vorprogrammiert, und ist in diesem Programm jede Lebensminute detailliert vorgegeben?

Antwort: Wie kann irgendein zufälliges Ereignis auftreten? In der Natur gibt es keine Zufälle, wir verstehen nur ein Prozent von dem, was passiert. Und deshalb schreien wir wie kleine Kinder, wenn wir einen Vorfall im System der Natur beobachten: „Es fiel von selbst, es zerbrach von alleine!“

Aber in der Natur gibt es klare Muster, und alles ist bis ins kleinste Detail vorgeschrieben. Es ist naiv zu glauben, dass etwas zufällig passiert. Und woher kommt das, wenn nicht aus dem Gleichgewicht der Kräfte?

Jedes Ereignis wurde von Kräften befehligt und war das Ergebnis seiner spezifischen Kombination. Wunder geschehen nicht. Nichts geschieht von selbst, ohne Ursache, ohne in der Natur vorgeplant zu sein.

Frage: Warum leben wir dann? Warum wird dem Menschen Leben gegeben, wenn alles schon bis ins letzte Detail festgelegt ist?

Antwort: Und warum leben Milliarden von Fischen im Meer und Millionen von Tierarten in der Natur? Aber die Menschen bekommen ein Leben, um einen Zustand zu entwickeln und zu erreichen, wo sie selbst an diesem Programm teilnehmen und die richtigen Änderungen vornehmen können, auf die das Programm wartet. Das Programm möchte die Menschen so weit entwickeln, dass sie es verstehen und in dem sie zu aktiven positiven Elementen werden können. Die Kabbala hilft dabei. Und dann fängt eine Person an, das Programm zu verstehen, sich ihm anzuschließen und über seiner eigenen Natur zu handeln, über dem Programm, das darin läuft.

Indem eine Person die Wissenschaft der Kabbala studiert und ihre Methode in der Gruppe verwirklicht, erhält sie die Macht, das Programm zu ändern, sich über ihr „blindes Schicksal“ zu erheben, programmiert von Anfang bis Ende, und sie beginnt, es zu kontrollieren. Sie wird zu einem besonders wichtigen Bestandteil dieses Programms und dies beeinflusst ihr eigenes Schicksal und das Schicksal aller Bewohner dieser Welt.

Frage: Warum ist eine Person nicht sofort in der Lage, ihr Schicksal zu kontrollieren, stattdessen muss sie zuerst mechanisch leben?

Antwort: Zunächst lebt eine Person wie alle anderen Tiere, die ihr ganzes Leben auf dem Gras weiden. Und plötzlich wacht sie irgendwann in ihrem Leben auf, schaut auf und sagt: „Nein, ich will nicht leben, indem ich meinen Kopf in einem Futtertrog vergrabe!“

Ich will wissen, woher die Macht kommt, die mich regiert! Ich möchte sie kennenlernen und mein Schicksal selbst regeln. Ich will keine einfache tierische Existenz. Schließlich sind das Gras und mein Körper immer tierisch. Und ich möchte mich so entwickeln, dass ich mich bewusst dem Programm anschließe. Es gibt ein Programm des Lebens, und ich möchte ein selbständiges Element werden. “

Fortsetzung folgt…

 

Aus KabTV’s “Ein Neues Leben” 7/25/16

[211719]

Die einzige Möglichkeit einen Krieg zu verhindern

Kommentar: Im Artikel „Die Letzte Generation“ schreibt Baal HaSulam, dass drei Grundlagen der Verbreitung der Kabbala existieren. Eine davon ist „die Beweise dafür, dass es für die Welt keine andere Form der Existenz gibt, vor allem in der Zeit der Atom- und Wasserstoffbomben.“

Antwort: Wir versuchen, die stärksten Kräfte der Natur zu beherrschen, sie befinden sich aber jenseits unseres Begreifens. Wir versuchen dies zu tun, damit wir unser Schicksal ändern, ändern dabei aber nichts, weil sich das alles in Einheit mit der höheren Kraft befindet und nicht mit der Kraft der Atom- oder Wasserstoffbomben. Deswegen hoffe ich, dass all diese „Spielzeuge“ nicht in Betrieb genommen werden.

Einerseits balanciert die Menschheit immer auf der Grenze. Auf der anderen Seite aber gibt es eine höhere Führung, welche (so hoffe ich) den Glücksrittern nicht erlaubt, auf den roten Knopf zu drücken.

Die einzige Möglichkeit Kriege zu verhindern ist die, wenn alle Völker für sich ein ideales kommunistisches Regime annehmen, also ein altruistisches Regime.

Es gibt keine Notwendigkeit zu sagen, dass heute, bei der Erfindung der atomaren Waffen und auch bei der Erfindung der Wasserstoffbombe, es keine Zweifel daran gibt, dass nach einem oder zwei solcher Kriege die gesamte Zivilisation und die Menschheit zerstört werden, ohne eine Spur von sich zu hinterlassen. (Baal Sulam, „Die Letzte Generation“)

Heutzutage ist es sehr schwer uns damit Angst einzujagen. Die Menschen haben sich an diesen Gedanken gewöhnt und sie leben so, als ob sie morgen nicht mehr existieren könnten.

Kommentar: Die Psychologen nehmen an, dass der Mensch ein irrationales Geschöpf ist, welches nicht von logischen Überzeugungen abhängt. Hier aber nennt Baal HaSulam ein Beispiel des Krieges als ein Argument für den Menschen.

Antwort: Das, was die Psychologen wissen, interessiert uns wenig. Ihr Wissen beeinflusst die Welt in keiner Weise.

Wir sind die Menschen, die sich zur Offenbarung des Schöpfers bewegen. Wir können vieles schaffen und wir können die Welt auf die positive Seite der Waagschale hin bewegen.

Frage: Erwähnt Baal HaSulam diese Kriege als Beweis oder gibt es einen tieferen Sinn von diesem Beweis?

Antwort: Die Menschheit hat die Möglichkeit das Leben auf der Erde auszurotten. Die Menschheit berücksichtigt aber nicht auf welche Weise sie funktioniert, wie in der Menschheit die Befehle der höheren Führung realisiert werden.

Dass wir uns zerstören können, ist ein Fakt. Die Menschheit hat sich aber daran gewöhnt, sie ist sich nicht bewusst wohin sie steuert.

 

 Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“

[#213396]

Die Wirtschaft der Letzten Generation

Frage: Wie ist die Wirtschaft in der Letzten Generation nach Baal HaSulam?

Die Antwort: Nehmen wir an, wir sollen absolut alle Menschen mit allem Nötigen versorgen. Ihr macht eine Liste und zählt die 20 bis 30 notwendigsten Sachen für den Menschen auf, angefangen mit der Kleidung, Haushaltgeräten, Essen und bis zu Schulutensilien für die Kinder. Nehmt diese Liste und seht was ihr benötigt.

So eine Planungsökonomie kommt aus der Notwendigkeit: “Was braucht ein Mensch im Prinzip?“. Er beschäftigt sich nur damit, dass er über die innere spirituelle Verbindung mit anderen nachdenkt und darin immer größere Niveaus des höheren Zustandes offenbart. Was ist alles nötig, was braucht er alles für seine Existenz.    

Man sollte ihn deswegen damit versorgen, weil wir nicht auf den Wolken leben, wir sind  realistische  Menschen. Der Mensch soll seine Kalorien bekommen, seine Kleidung, seine Elektroenergie, Licht, Wasser, Gas.

Wie kann man das alles gewährleisten? Dafür braucht man einen Wirtschaftsplan. Der Mensch aber soll  bei seiner Arbeit ständig darüber nachdenken, wie er einen größtmöglichen Nutzen dazu beitragen kann.

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen der Wirtschaft der Zukunft und der spirituellen Entwicklung?

Meine Antwort: Auf jeden Fall! Der Ansporn ändert sich.

 

Aus dem TV Programm „die Letzte Generation“ 

[#214098]