Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Mann und Frau'

Frauen ansehen verboten!

Frage: Warum ist es verboten, Frauen anzusehen?

Meine Antwort: Es gibt ein Verbot, Frauen im Allgemeinen anzusehen Ddes gilt aber natürlich nicht für die eigene Frau. Es handelt sich dabei um ein spirituelles Verbot. In unserer materiellen Welt geschieht alles nur auf der tierischen Ebene. Ein Mann mag es, Frauen anzusehen, aber eine Frau hat eher weniger Genuss daran, Männer anzusehen.

Sie zieht Genuss daraus, wenn sich die Männer richtig verhalten und in der Lage sind, etwas zu korrigieren und Handlungen im spirituellen Sinne durchzuführen. Ein Mann andererseits genießt es schon, wenn er den Körper einer Frau nur betrachten kann.

Frage: Und was ist schlecht daran?

Meine Antwort: Dass er sich auf dem tierischen Niveau damit beschäftigt und nicht auf dem spirituellen. Es lenkt ihn vom Ziel ab. Und dies ist der alleinige Grund für dieses „Verbot“.

Aus der Lektion in Russisch, 24.04.2016

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Liebe auf den ersten Blick

Frage: Laut amerikanischen Psychologen gibt es die Liebe auf den ersten Blick nicht. Sie behaupten, dass Liebe auf den vierten Blick beginnt. Sie sagen, um ein emotionales Gedächtnis zu bilden, sollten mindestens drei Treffen stattfinden, während dem vierten Treffen kann die Liebe entstehen (Deacon Chronicle).

Antwort: Ich weiß nicht, was Psychologen genau damit meinen, wenn sie sich auf die Liebe beziehen. Ob es sich um eine emotionale Anziehung handelt, um einen hormonellen Reiz, eine intellektuelle Anziehung oder um das Zusammenbringen von zwei Herzen.

Frage: Sie behaupten auch, dass wahre Liebe wächst und durch angenehme und positive Gedanken über den Partner stärker und nachhaltiger wird. Dies bedeutet, dass ein gewünschter Eindruck gegenüber einer bestimmten Person erstellt werden soll. Sie glauben, dass dies während des vierten Treffens geschieht.

Antwort: Das sagen sie heute; morgen werden sie etwas anderes sagen. Was die menschlichen Gefühle betrifft, so sind das nur chemische Reaktionen, die auf der tiefsten Ebene unseres Unbewusstseins stattfinden.

Es ist ein Spiel der Hormone, welches wir Liebe nennen. Es gibt viele Gründe und unterschiedliche Bedingungen dafür, dass sich ein Mensch plötzlich zu einem anderen hingezogen fühlt. Er selbst kann sich nicht erklären, wie und was mit ihm geschieht. Es ist daher unmöglich, ernsthafte wissenschaftliche Schlussfolgerungen zu diesem Thema zu ziehen. Es gibt nur eines, das ich dazu sagen kann: Die Liebe ist eine Verpflichtung, eine Abhängigkeit, ein Gefühl der Dankbarkeit. Es ist eine gegenseitige Bedingung zwischen Menschen, die das Ausmaß ihrer Verbindung verstehen, was sie füreinander getan haben und wie viel mehr sie noch füreinander tun können. Diese gegenseitige Abhängigkeit und Unterstützung, diese große Nähe, in der sich beide ergänzen, heißt Liebe.

Es hat nichts mit Sex, Leidenschaft oder gegenseitiger Anziehung zu tun. Genau das sagt uns die Weisheit der Kabbala und wir Kabbalisten bilden die Menschheit dementsprechend seit Jahren. Liebe ist ein Zustand, in dem ein Mensch die Wünsche des geliebten Menschen anstatt den eigenen erfüllt. In der reinen Liebe übernimmt ein Mensch die Wünsche des Geliebten und erfüllt sie, auch wenn sie seinen eigenen Wünschen entgegengesetzt sind. Dies ist eine Beziehung auf einer ganz anderen Ebene.

Aus Kab TV „Neues von Michael Laitman“ 24/8/16

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Die Kraft der Schöpfung ist die Kraft der Frauen

Frage: Warum gibt es auf der Welt Männer und Frauen?

Meine Antwort: In der spirituellen Wurzel der ganzen Schöpfung gibt es eine männliche Kraft (die Kraft des Gebens) und eine weibliche Kraft (die Kraft des Empfangens). In unserer Welt spielt die männliche Kraft die Rolle des Schöpfers und die weibliche Kraft spielt die Rolle der Schöpfung. Aber im Grunde sind das nur Symbole.

Wenn wir Männer und Frauen in der Sprache der Zweige untersuchen, der spirituellen Wurzeln unserer Welt, dann sehen wir ihre Verwirklichung hauptsächlich hier in der physischen Welt, in welcher ihr Verdienst dabei vollkommen gleichwertig ist. Jedoch erfüllt eine Frau eine wesentlich wichtigere Rolle als ein Mann. Sie wird mit der Schöpfung identifiziert und ihr obliegen Gebären und Erziehen der Kinder, Haushalt und Familienleben.

Genauso ist es in der Weisheit der Kabbala, weil unsere Welt so eingerichtet ist, und materiell exakt nach dem spirituellen System aufgebaut ist. Wir müssen nur die Verbindung zwischen diesen Parallelwelten verstehen. Daraus folgt, dass sich die weibliche Kraft auf einer höheren Stufe befindet als die männliche Kraft. Sie trifft die Entscheidungen. In der Weisheit der Kabbala stabilisieren sich Auf- und Abstiege der Schöpfung auf verschiedenen Stufen, gemäß der Stufe der Korrektur der Wünsche.

Man kann sagen, dass die Welt ihren Anfang nahm, als Eva Adam in den Abstieg führte, in das Eintauchen in den Egoismus. Aber auf der anderen Seite wird die Welt auch durch sie korrigiert. Sie gebärt, erzieht und bringt voran.

Die Frauen erheben die Welt in einen höheren Zustand – mithilfe der Männer! Auf diese Weise führen sie die Männer. Obwohl es so erscheinen mag, dass sich der Mann als Familienoberhaupt auf einer höheren Stufe befindet, wird tatsächlich alles durch die weibliche Fähigkeit, seine Handlungen korrekt auszurichten und zu leiten, bestimmt.

In der Weisheit der Kabbala gibt es eine sehr präzise Abstimmung zwischen der männlichen und der weiblichen Kraft, rechts und links. Wenn sie schließlich zusammen arbeiten, entsteht eine Kraft zwischen ihnen. Folglich müssen wir die geeignete gegenseitige Zusammenarbeit unter uns finden, bei der sich weibliche und männliche Kraft ausgleichen, und beide arbeiten und funktionieren in vollkommener Harmonie.
Aus der russischen Kabbalalektion 3/6/16

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Die Kraft der Frauen ist die Kraft der Schöpfung

Frage: Warum gibt es auf der Welt Männer und Frauen?

Meine Antwort: In der spirituellen Wurzel der ganzen Schöpfung gibt es eine männliche Kraft (die Kraft des Gebens) und eine weibliche Kraft (die Kraft des Empfangens). In unserer Welt symbolisiert die männliche Kraft die Rolle des Schöpfers und die weibliche Kraft die Schöpfung. Aber im Grunde sind das nur Symbole.

Wenn wir Männer und Frauen in der Sprache der Zweige untersuchen, entsprechen den spirituellen Wurzeln unserer Welt, dann sehen wir ihre Ausprägung hier in der physischen Welt; ihr Verdienst ist vollkommen gleichwertig. Doch erfüllt eine Frau eine wesentlich wichtigere Rolle als ein Mann. Sie wird mit der Schöpfung identifiziert, deshalb hängt alles von ihr ab: Geburt und Erziehung der Kinder, Haushalt, Familienleben. Sie weist ihren Mann an, was zu tun ist, denn das allerwichtigste ist doch immer noch, in unserer Welt zu existieren.

Genauso ist es in der Weisheit der Kabbala, weil unsere Welt so eingerichtet ist und materiell exakt nach dem spirituellen System aufgebaut ist. Wir müssen nur die Verbindung zwischen diesen Parallelwelten verstehen. Daraus folgt, dass sich die weibliche Kraft auf einer höheren Stufe befindet als die männliche. Sie trifft die Entscheidungen. In der Weisheit der Kabbala stabilisieren sich Auf- und Abstiege der Schöpfung auf verschiedenen Stufen, gemäß der Stufe der Korrektur der Wünsche.

Man kann sagen, dass die Welt ihren Anfang nahm, als die Frau Adam einerseits in den Abstieg führte, in das Eintauchen in den Egoismus – aber auf der anderen Seite wird die Welt auch durch sie korrigiert. Sie gebärt, erzieht und bringt voran. Die Frauen erheben die Welt in einen höheren Zustand – mithilfe der Männer. Auf diese Weise führen sie die Männer. Obwohl es so scheinen mag, dass sich der Mann auf einer höheren Stufe befindet, weil er das Familienoberhaupt ist, wird tatsächlich alles durch die weibliche Fähigkeit, seine Aktivitäten korrekt auszurichten und zu leiten, bestimmt.

In der Weisheit der Kabbala gibt es eine sehr präzise Abstimmung zwischen der männlichen und der weiblichen Kraft, rechts und links. Wenn sie schließlich zusammenarbeiten, entsteht eine Kraft zwischen ihnen. Folglich müssen wir die geeignete gegenseitige Zusammenarbeit unter uns finden, bei der die weibliche Kraft die männliche Kraft ausgleicht und umgekehrt; bis  beide in vollkommener Harmonie arbeiten und funktionieren.
Aus der russischen Kabbalalektion 3/6/16

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Mann Und Frau – Zwei Unterschiedliche Welten, Teil 1

Die Frau ist von ihrer Natur aus monogam. Sie schließt sich dem Mann an, zu dem sie eine vertraute Beziehung hat. Der Mann ist polygam und bindet sich meistens nicht an die Frau, mit der er Sex hat. Diese Eigenschaften kommen von der tierischen Stufe. Die Natur regelt das sorgfältig für die jungen Menschen.

Nur Frauen verfügen über das besondere Merkmal der Jungfräulichkeit als Zeugnis dafür, dass sie noch nie mit einem Mann zusammen war. Männer haben dieses Merkmal nicht. Es hat für Frauen einen bestimmten Nutzen, nur einem Mann anzugehören. Jeder Mann, der eine Beziehung mit einer Frau hat, hinterlässt Gene in ihr. Wenn eine Frau zehn Männer hat und ein Kind von dem elften bekommt, besitzt das Baby psychische, physische und spirituelle Informationen von den vorangegangenen zehn Männern. Quasi als Erinnerung an die intime Beziehung mit jedem Mann. Beides, Materielles und Spiritualität verbleiben in der Frau.

Wir sprechen nicht über einfache Erinnerungen, jedoch über Gene, Hormone, innere Abdrücke, die in ihren Körper eingeprägt sind. Wenn sie ein Kind gebärt, sind anschließend alle Gene der vorangegangenen Männer in dem Kind manifest. Wenn ein Mann ein Kind möchte, das ausschließlich seine Eigenschaften bekommt, müsste er eine Jungfrau wählen.

Frage: Häufig geschieht es, dass ein Mann seine Position und Macht nutzt, um mit einer Frau intim zu werden. Es herrscht die Meinung, dass es sich hierbei nicht nur um sexuelle Lust handelt, sondern das Sex auch ein Weg ist, um Macht und Autorität auszudrücken.

Meine Antwort: Besitzdenken ist in Sexualbeziehungen bekannt. Wir sehen das bei Tieren und Menschen; so werden wir immer wieder Zeuge von Skandalen bei Polizei, Regierung und anderen Teilen in der Gesellschaft.

Wir sollten verstehen, dass dies ein natürliches Phänomen ist, welches teilweise durch die richtige Organisation am Arbeitsplatz verhindert werden kann. Es ist unmöglich, solche Fälle auszuschließen, da wir dieses Verhalten von der tierischen Stufe geerbt haben. Ein Mann, der einen gewissen Status in der Gesellschaft hat, sieht Frauen, die unter seinem Management arbeiten, als ihm zugehörig an.

Daher ist ein geeignetes Bildungssystem notwendig, um die Beziehungen zwischen uns zum Positiven hin zu verändern. Wir müssen zu einer Gesellschaft gelangen, in der wir, ungeachtet dessen, das wir völlig verschieden sind, alle auf der selben Augenhöhe sind. Unser Ziel wird eine Gleichberechtigung und Verbindung sein, in der es keine Kleinen, Großen, Vorgesetzte oder Untergebene gibt.

Der Zustand „Mann und Frau und die Shechina zwischen ihnen“ ist nur dann möglich, wenn sich die Geschlechter nicht gegenseitig dominieren wollen, sondern wenn beide gleichgestellt sind. Das bedeutet, dass Mann und Frau entgegen ihren natürlichen Egoismus arbeiten und sich gegenseitig unterstützen müssen, um sich zu ergänzen, bis keine Unterschiede mehr zwischen ihnen bestehen. Dies dient dazu, die Höhere Kraft zu enthüllen. Das wird das Wichtigste für sie werden. Die Enthüllung der Höheren Kraft zwischen ihnen ist der Grund für alle Korrekturen, die sie durchführen müssen.

Von Kab TV „Ein Neues Leben“ 31/3/16

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Kampf der Geschlechter – Teil 4

Spirituelles Nest

Frage: Heute bekommen  Mann und Frau einen Genuss, wenn sie über einander herrschen und sich gegenseitig dominieren. Wie können wir denn unsere Gleichheit genießen und uns gegenseitig ergänzen?

Meine Antwort: Nur dann, wenn wir einander ergänzen, kommen wir auch zum wahrhaftigen sexuellen Genuss. Wenn sich die Partner über die tierischen, sexuellen Genüsse stellen und sich auf der korrigierten spirituellen Stufe verbinden, dann verwandeln sie sich in einen spirituellen Mann und eine spirituelle Frau, die einander ergänzen, um die Höhere Kraft zwischen sich zu offenbaren und ein ewiges Leben zu erlangen.

Diese Lebenskraft offenbart sich zwischen den Zweien in dem Maße, in dem sie bereit sind, die Korrektur vorzunehmen: „Mann und Frau, die Shechina zwischen ihnen“. So bauen sie die höhere Welt auf und existieren darin, und sie existiert in ihnen.

Frage: Was müsste eine Frau machen, damit sie sich dem Mann gleichgestellt fühlt und es möglich wird, einander zu ergänzen?

Meine Antwort: Die Frau sollte dem Mann helfen, und der Mann sollte der Frau helfen, sich tatsächlich gleich zu fühlen: Gleich in Bezug auf die Korrektur und die Verschmelzung mit der Höheren Kraft. Wir werden nie in einem anderen Sinne gleich sein. Nur durch die Offenbarung des Schöpfer zwischen ihnen, wenn sich alle Verlangen von Mann und Frau gegenseitig ergänzen, erlangen sie den vollkommenen Zustand, den “Garten Eden“.

Um dies zu erreichen, muss man an einander denken und einander helfen, das richtige spirituelle Verhalten zu erreichen. Wobei eine Frau hierbei eine viel wichtigere Mission als ein Mann hat. Schließlich soll sie ihm zeigen, was sie von ihm erwartet, und zwar, dass die Offenbarung des Schöpfers für ihn viel wichtiger sein muss als über seine Frau zu herrschen, sei es im Spirituellen, Materiellen oder Sexuellen.

Eine Frau möchte sich an den spirituellen Mann anhaften. Und ein Mann sollte eine entsprechende Erziehung bekommen, in der er die Wichtigkeit des Schöpfers erkennt. Und weil er nicht im Stande ist, das Ziel ohne die Frau zu erreichen, braucht er sie, ihre innere Kraft und ihre Unterstützung.

Er braucht eine Frau, die ihn unterstützt und gemeinsam mit ihm ein spirituelles Nest aufbaut – nicht für die körperliche Verschmelzung, sondern für die spirituelle. Die spirituelle Verbindung zwischen Mann und Frau nennt man Verschmelzung, wo jeder sich einbringt, um das Ziel zu erreichen.

Es geht nicht um die Macht des einen über den anderen, sondern um eine besondere gegenseitige Ergänzung jenseits des eigenen und des gemeinsamen Egoismus. Der gemeinsame Egoismus bringt eine körperliche Verschmelzung, als würde man zu einem Körper werden. Aber das ist nur die physische Verbindung. Sie wollen sich jedoch spirituell verbinden. Wenn ein Mann und eine Frau so einen Zustand erreichen, gelangen sie tatsächlich zu einem vollkommenen Leben.

„Neues Leben“, Folge Nr. 708

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Krieg der Geschlechter, Teil 3

Küchenschlacht

Frage: Warum streiten Männer und Frauen immer miteinander?

Meine Antwort: Weil wir nicht verstehen, dass wir genau aus dem Grund unterschiedlich erschaffen wurden, um uns gegenseitig zu vervollständigen. Anstatt den Ursprung dieses Problems zu erkennen, laufen wir vor ihm davon wie die Kinder. Als Folge davon wächst es weiter und belastet uns so sehr, dass Familien auseinander fallen.

Wir bewegen uns voneinander weg und wollen weder heiraten noch Kinder haben. Wir verstecken uns vor dieser Herausforderung, weil wir die wahre Lösung nicht kennen; wir realisieren nicht, dass diese Erkenntnis das wichtigste ist. Kämen wir zur Lösung der gegenseitigen Vervollständigung, würden wir ein ewiges und perfektes Leben erreichen. Das sind nicht nur schöne Worte. Unsere irdische Existenz würde sich drastisch verbessern und wir würden den Himmel hier und jetzt spüren.

Aber momentan befinden wir uns eher in einer Art Kriegszustand, anstatt uns gegenseitig zu vervollständigen. Wir möchten das andere Geschlecht kontrollieren. Etwas anderes erlaubt uns unser Egoismus nicht – auch dann nicht, wenn wir unseren Partner lieben. Vielleicht ist man dazu bereit, sich zu beugen und die Autorität des Partners zu akzeptieren, aber nur unter der Bedingung, dass letzterer versteht, in welcher Weise er seine Verantwortung wahrnehmen soll. Darin läge eine besondere Freude, ähnlich der eines Kindes, das sich in den Armen seiner Mutter wärmt.

Frage: Was will Mann und Frau in diesem Geschlechterkampf gewinnen?

Meine Antwort: Sie sind beide Egoisten und wollen mit allen Mitteln das andere Geschlecht dominieren. Eine Frau will, dass der Mann ihr dient und umgekehrt. Beide drücken das lediglich in einer anderen Form aus. Ein Mann fordert alle notwendigen Dinge für Zuhause ein, weil die Frau das Zuhause ist. Und eine Frau fordert von dem Mann, dass er immerzu an sie denkt und ihr vollkommen ergeben ist, als wäre sie die Königin der Welt.

Das ist einfache, irdische, egoistische Psychologie, der jedes Paar folgt, vom liebenswertesten bis zum erfolglosesten. Beide sind Egoisten, die sich auf demselben Territorium befinden, und um dieses wird gestritten. Ein Paar ist durch gemeinsame Kinder, Eigentum und sozialen Status miteinander verbunden. Deshalb kämpfen beide auf unterschiedliche Art und Weise um ihre Unabhängigkeit in der Familie. Eine Frau ist es noch eher gewohnt, vom Mann abhängig zu sein, aber sie erwartet auch Zuwendung und Anerkennung von ihm.

Dem Mann jedoch ist es unmöglich, diesen Wunsch zu erfüllen. Sein ganzes Leben lang soll er sich der Sorge um die Familie widmen. Er ist zu einem gewissen Maß an Fürsorglichkeit bereit, aber gleichzeitig möchte er sich unabhängig und ungebunden fühlen. Und hier taucht naturgemäß der Konflikt auf.

Der Mann erwartet von der Frau, dass sie sich um die Kinder, das Haus und ihn widmet, ohne seine Freiheit einzuschränken.

Aus KabTV “Neues Leben” 3/31/16

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Krieg der Geschlechter, Teil 2

Mann und Frau kehren in den Garten Eden zurück

Frage: Geht der Krieg der Geschlechter weiter, um uns schließlich zur vollständigen gegenseitigen Ergänzung zu bringen?

Meine Antwort: Einer kann nicht ohne den Anderen existieren. Am Anfang schuf der Schöpfer Mann und Frau, zwei Kräfte, plus und minus, damit sie einander ergänzen. Wir können ohne einander nicht existieren. Wir müssen selbst diese gegenseitige Ergänzung anstreben und uns das ganze Leben darauf konzentrieren.

Wäre Verbindung kein Grundelement unseres Lebens, gäbe es kein Leben auf diesem Planeten und jeder würde für sich alleine leben.

Der Sinn des Lebens besteht darin, zu lernen, wie man sich in perfekter, idealer Weise mit anderen verbindet; wenn wir uns einander angleichen, erreichen wir einen perfekten Zustand, wie geschrieben steht: „Mann und Frau und die Shechina zwischen ihnen“. Das bedeutet, dass die Höhere Kraft zwischen Mann und Frau unter der Bedingung enthüllt wird, dass die beiden sich korrekt miteinander vereinen.

Es geht nicht um einen speziellen Mann oder eine spezielle Frau, sondern um die Vorstellung eines zusammengesetzten Bildes, das männliche und weibliche Eigenschaften einschließt. Wenn sie korrekt miteinander verbunden sind, enthüllen sie genau in dieser Form die Höhere Kraft, das vollkommene und ewige Leben.

Dadurch wird offensichtlich, dass wir einem gewaltigen Problem gegenüberstehen, für dessen Lösung die ganze Welt erschaffen wurde.

Aber meistens versuchen wir, vor diesem Spiel wegzulaufen, weil wir nicht verstehen, was wir damit anfangen sollen. Jeder versucht in seinem Privatleben, diesen Konflikt zu verschleiern uns so zu tun, als wäre alles in Ordnung; in Wirklichkeit verbergen sich in vielen Familien aber tatsächlich menschliche Abgründe.

Wir wissen noch nicht einmal, was die ideale Beziehung zwischen Mann und Frau ist. Wir sind so gegensätzlich zueinander, dass eine Lebenszeit nicht reicht, um alle Wünsche des anderen Geschlechts zu erfüllen. Ein Mann hat im Allgemeinen wenig Verständnis für die Belange einer Frau und kann ihr deshalb auch nicht auf halbem Weg entgegenkommen.

Und hier sollte die Korrektur ansetzen.

Auch eine Frau kann mit ihren Erwartungen an einen Mann sehr anspruchsvoll sein, weil sie ihre Abhängigkeit von ihm spürt. Das erfordert ebenfalls eine Korrektur. Nicht unter der Bedingung, dass sie sich von ihm distanziert, sondern indem sie ihre Forderung in einer anderen Form vorbringt. Sie hat dabei das Ziel im Blick, das zu erreichen ist.

Frage: Durch die ganze Menschheitsgeschichte hindurch versuchen die Frauen eine Art Gleichgewicht in der Beziehung zu Männern zu erreichen. Deshalb kämpfen sie für Unabhängigkeit und Gleichheit. Müssen beide Seiten Unabhängigkeit erreichen, um sich nachher miteinander zu verbinden?

Meine Antwort: Auf diese Weise entwickeln wir uns auseinander und rennen vor dem Problem davon. „Unisex“ zu sein und die Familie zu vernachlässigen sind mittlerweile modern. Wir wollen nicht verstehen, dass wir durch die richtige Beziehung zwischen uns ein ewiges, wunderbares Leben erreichen können. Stattdessen nehmen wir Beziehungen als Probleme wahr, vor welchen wir mit allen Mitteln davonlaufen.

Das Ergebnis ist eine enorme Anzahl von alleinlebenden Menschen – Singles. Wir treffen uns, wenn uns danach ist, egal wann, wie und mit wem. Wir reduzieren die Wichtigkeit der Verbindung von Mann und Frau auf die alleinige Befriedigung sexueller Bedürfnisse. Aber das ist falsch.

Es muss ein System von sinnlichen, gefühlvollen Beziehungen geben, durch welche wir mithilfe der gegenseitigen Ergänzung zu einer Seele werden. Wir müssen uns auf ein ganz anderes Niveau begeben und das tierische, das sich ganz auf die Befriedigung körperlicher Bedürfnisse beschränkt, verlassen.

Ich bestreite nicht die Notwendigkeit der sexuellen Beziehung – ein normaler Mensch kann ohne sie nicht sein. Aber wir müssen die Verbindung zwischen Mann und Frau auf die Stufe der Seelen erheben, damit die Shechina, die Höhere Kraft, unter ihnen weilen kann. Wir müssen uns für dieses Ziel vereinen, weil wir nur durch die korrekte Verbindung zwischen uns das ewige Leben erlangen können.

Zu Anfang im Garten Eden waren Mann und Frau wie ein Mensch, so wie sie der Schöpfer erschuf. Aber dann verbannte Er sie aus dem Garten Eden, indem Er sie voneinander entfernte. Deshalb stiegen sie voneinander getrennt vom Garten Eden in unsere Welt hinunter. Wenn wir uns wieder korrekt miteinander wie ein Mensch mit einem Herzen verbinden, werden wir erneut zum Garten Eden aufsteigen und zu einem Zustand gelangen, wo wir unser Leben als ewig und vollkommen empfinden werden!

Genau das ist der Weg zum Himmel. Ich verstehe nicht, warum die Leute glauben, dass es verschiedene Methoden gibt, um dorthin zu kommen. Die Menschen irren sich gewaltig, wenn sie denken, dass sie den Himmel erlangen können, indem sie religiöse Rituale ausführen. Wir müssen korrekte Beziehungen jetzt und hier auf diesem Planeten aufbauen, und genau dadurch, so steht es in der Tora geschrieben, werden wir in den Himmel zurückkehren.

Was ist der Garten Eden? Er ist ein Mann und eine Frau, die wieder zu einem Menschen geworden sind. Sie leben in einem gemeinsamen Wunsch. Darin verweilt die Höhere Kraft – der Schöpfer.

Aus KabTV “Neues Leben” 3/31/16

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Krieg der Geschlechter, Teil 1

Freiheit und Instinkt

Frage: Der Krieg der Geschlechter ist ein faszinierender Kampf, der schon in frühester Kindheit beginnt. Bereits im Alter von 5-7 Jahren sehen wir zwischen Jungen und Mädchen einen großen Unterschied. Konfrontationen und Konflikte zwischen diesen beiden Gruppen stehen an der Tagesordnung, andererseits fühlen sie sich voneinander angezogen. Wie können wir dieses Spiel erklären, das sich durch das ganze Leben hindurch fortsetzt?

Meine Antwort: Der Mensch ist der fehlerhafteste und elendste Teil der Natur. Schließlich verhalten sich die ganze unbelebte Natur, Pflanzen und Tiere gemäß ihrer innewohnenden Instinkte. Der Löwe und die Löwin, oder der Elefantenbulle und die Elefantenkuh hinterfragen nicht, wie sie miteinander umgehen. Alles ist für sie klar und alles geschieht nach den Naturgesetzen, die sie kontrollieren. Alle wissen, was zu tun ist und handeln innerhalb ihres Systems. Ihr Leben ist viel einfacher als das eines Menschen.

Aber dem Menschen bleibt die Freiheit der Handlung, da er auf einer höheren Stufe der Entwicklung als das Tier steht. Der Mensch kann selbst entscheiden, wie eine korrekte Beziehung zwischen Mann und Frau sein sollte. Ebenso entscheidet er über viele andere Verhaltensweisen und Einstellungen gegenüber der Gesellschaft, der Natur, der Höheren Kraft und dem ganzen Leben im Allgemeinen. All das stört die Tiere nicht, und noch nicht einmal die Menschen, solange sie nicht eine gewisse Reife erlangt haben.

Entwickelte Menschen denken sehr wohl darüber nach, und in ihren Beziehungen folgen sie nicht ausschließlich ihren Instinkten. Wir müssen die Natur von Mann und Frau studieren, und uns über unseren gegenwärtigen Zustand und den Endzustand, den wir erreichen sollten, bewusst zu sein. Basierend darauf müssen wir selbst ein Beziehungssystem zur gegenseitigen Vervollkommnung zwischen Mann und Frau aufbauen, das den Gesetzen der Natur folgt.

Darüber müssen wir noch viel lernen, denn wir finden keine richtige Lösung, solange wir die Naturgesetze, die Natur des Menschen und das hohe Ziel unserer Entwicklung nicht richtig kennen.

Es ist notwendig, die Natur von Mann und Frau zu verstehen. Wir müssen herauszufinden, warum wir so sind, wie wir sind, und welche Formen gegenseitiger Beziehungen wir anstreben sollten. Es ist offensichtlich, dass wir uns einander ergänzen.

Aber es sieht nicht danach aus, dass die Leute das schon verstehen. Die Psychologie der Geschlechter ist ein junges Forschungsfeld in seinen Anfängen. Und außerdem wissen wir nichts über die allgemeine Natur und die innere Psychologie eines Menschen: Grundeinstellung, das eigene Selbst, Perspektive auf die Welt.

Wir haben keine Zukunftsvision von Männern und Frauen, wie und was sie in hundert oder tausend Jahren sein werden. Daher müssen wir überlegen, wie die ideale Beziehung zwischen Männern und Frauen in jedem Augenblick auf der Zeitachse aussehen sollte.

Da uns hier Wissen fehlt, können wir unseren Kindern keine richtige Erziehung zu diesem Thema geben. Auf den Stundenplänen der Schulen ist dieses Thema ebenfalls nicht zu finden. All das bringt Unordnung, Enttäuschungen, Probleme und sogar Tragödien in unser Leben.

Es ist klar, dass eine solche Erziehung notwendig ist und hierbei könnte die Weisheit der Kabbala eine unschätzbare Hilfe sein..
Aus KabTV “Neues Leben” 3/31/16

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Sprich mit deiner Frau

Frage: Warum sagen Sie zu Ihren Studenten: „Ein Student soll täglich 15 Minuten mit seiner Frau sprechen“?

Antwort: Ich möchte Sie um die Antwort bitten. In welcher Partnerschaft ist es üblich, mehr als 15 Minuten täglich, miteinander über die Beziehung zu sprechen? Meistens möchte eine Frau mit ihrem Mann sprechen, aber ihr Mann lehnt ab, da er glaubt, es handle sich um „weibliche Eitelkeit“.

Wenn ich meinen Studenten sage, dass sie sich täglich 15 Minuten mit ihrer Frau unterhalten sollen, meine ich, dass sie besonders über ihre Beziehung und über die Stärkung ihrer familiären Verhältnisse sprechen sollten, nicht über ihren Haushalt. Das ist eine Mitzva (Gebot), die niemand einhält.

Grundsätzlich überrascht mich der Wiederstand zu dem, was ich sage, nicht. Das menschliche Ego sucht nach verschiedenen Gelegenheiten, die Weisheit der Kabbala und die Kabbalisten zu verurteilen und zu kritisieren, um sein leeres Dasein zu rechtfertigen.

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