Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Mann und Frau'

Der Bund für die Geburt der Seele   

Die gesamte Realität wird durch die Verbreitung des Lichtes erschaffen. Das Licht hat das Verlangen „aus dem Nichts“ erschaffen und hat es dann entwickelt. Ausgehend vom Urknall wird das Verlangen immer gröber, ebenso die Wellen, Gase und die unbelebte Materie.

Danach entstehen auf der Erdoberfläche die Pflanzen, Tiere, der Mensch, der viele Etappen der Entwicklung durchläuft bis er die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreicht.

Es ist interessant, dass das Licht und das Verlangen im Geschöpf als zwei Eigenschaften eingeprägt sind: männliche und weibliche Eigenschaften, nach dem Beispiel der zwei spirituellen Parzufim: Aba (der Vater) und Ima (die Mutter). Chassadim und Chochma verbinden sich miteinander und gebären eine neue Generation, mit männlichen und weiblichen Eigenschaften.

Die Verbindung zwischen Mann und Frau ist deswegen so besonders, weil sie einerseits einander entgegengesetzt sind, andererseits spüren sie, dass sie ein Ziel haben. Das gemeinsame spirituelle Ziel verbindet sie so stark, dass sie zusammen handeln und Nachwuchs gebären. Hieraus wird klar, woher der Begriff „Familie“ kommt und das natürliche Streben, als Paar zusammen zu leben, sich fortzupflanzen und Kinder zu gebären und zu erziehen.

Wir sind alle eine Familie. Nicht nur die Großeltern, Vater und Mutter, Kinder usw., von Generation zu Generation, sondern ganz allgemein sind alle Männer und alle Frauen eine Familie, die Nachkommen von Adam und Eva. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Spiritualität.

Die Folge unserer Verbindung, das Kind, welches wir gebären können, heißt „die Seele“. Wenn wir uns in dieser Verbindung dem Schöpfer nähern, gibt Er uns dafür den Geist des Lebens. In dieser Seele, wie in der korrekten Verbindung zwischen uns, erreichen wir die Verschmelzung mit dem Schöpfer, wie geschrieben steht: “Der Mann und die Frau und die Shechina zwischen ihnen“.

Das Wichtigste ist zu wissen, dass unsere Verbindung miteinander dem Erbauen der Seele dienen soll. Das bedeutet, dass ich ohne die Freunde keine Seele erlangen kann.

Wenn ich mich mit den Freunden mit meinem Verlangen zu empfangen verbinde, ist ihrerseits das Verlangen zu geben beteiligt und umgekehrt, wenn von ihrer Seite das Verlangen zu empfangen auftaucht, kommt dann von meiner Seite das Verlangen zu geben. Wir handeln zwischen uns immer als Sachar (die männliche Eigenschaft) und Nekewa (die weibliche Eigenschaft), die beide in jedem Geschöpf vorhanden sind.

Das Wichtigste ist, die Verbindung zwischen uns, in deren Folge wir die Seele gebären, zu organisieren. Das erwarte ich ständig von meinem Freund und genauso von mir selber. Bei jedem Kontakt: bei einem Gespräch oder irgendeiner Zusammenarbeit bauen wir in jedem Augenblick unsere Seele, also den Platz für die Offenbarung des Schöpfers, damit das Höhere Licht unsere miteinander kommunizierenden, gemeinsamen Verlangen füllt.

 

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Könnte das Buch Sohar von zehn Frauen geschrieben worden sein?

Frage: Könnte das Buch Sohar theoretisch von zehn Frauen geschrieben worden sein?

Antwort: Hypothetisch, ja. Wir sind jedoch so organisiert, dass das Streben nach spiritueller Verbindung zwischen den Menschen bei den Männern liegt, während die Kraft der Frauen in der Unterstützung und der Vereinigung der Männer besteht.

Deshalb ist unsere Welt anfänglich in die entgegengesetzten Qualitäten unterteilt: männlich und weiblich, Geben und Empfangen.

In der Kabbala wird dies sehr ernst genommen, denn es ist ein Eckpfeiler unserer Beziehungen untereinander.

Wie verbinden sich Männer überhaupt miteinander? Einer ist in gewisser Weise für einen anderen ein Mann und der andere ist für den Ersten irgendwie eine Frau. Wir sprechen offensichtlich nicht über Physiologie oder Psychologie, noch über etwas, das mit unseren weltlichen Vorstellungen zu tun hat, sondern nur über spirituelle Eigenschaften. Jede spirituelle Unterscheidung, die wir in uns offenbaren, besteht aus einem männlichen und einem weiblichen Teil. In unserer Welt haben die Männer natürlich einen Vorteil, solange bis wir in die Stufe der höheren Welt eintreten. In der kabbalistischen Gesellschaft werden sie als wichtig und vorrangig betrachtet.

Die Frauen bilden Gruppen um die Männer, um die spirituellen Eigenschaften durch sie zu empfangen. Die Männer schaffen darin den Durchbruch, wie in allem anderen in dieser Welt; sie sind immer Entdecker, Erbauer, und Zerstörer, die Frauen folgen ihnen.

Wenn die Durchbrüche der Männer von den „Bataillonen“ der Frauen gefolgt werden, ist das Ergebnis die Schaffung der spirituellen Eigenschaften und die Entwicklung neuer Seelen. Es gibt eine Aktivierung der weiblichen Vorzüge, die nicht nur ergänzen, sondern sehr wesentlich sind. Sie treten in den Vordergrund und beginnen damit, auf der spirituellen Ebene zu arbeiten.

Frage: Kommt also die grundlegende Forderung von den Frauen?

Antwort: Ja, in der Tora heißt es oft, dass du deiner, einer Frau zuhören musst. Die Tora ist sehr interessant geschrieben; trotz der Tatsache, dass es sich scheinbar um Männer handelt, gibt es immer irgendwo eine Frau, die sie persönlich leitet, wie eine Frau in einer Familie.

Ein Mann gilt als das Oberhaupt der Familie, aber in Wahrheit, gleichgültig in welchem Teil der Welt ich je war und wen ich gefragt habe: die Indianer in Südamerika oder sonst wen, ganz zu schweigen von den europäischen Ländern, oder die Afrikaner, immer ist die Frau die Grundlage des Lebens, die Grundlage der Welt. Das Gleiche gilt in der Kabbala.

Der Durchbruch geschieht jedoch durch die männliche Kraft, die von der weiblichen Kraft gefolgt, unterstützt, gedrängt, beeinflusst und sogar gelenkt wird.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 4/6/17

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Ist Treulosigkeit ein Grund für eine Scheidung?

Frage: Nehmen wir an, dass in einer Familie ein Fall von Treulosigkeit aufgetreten ist, und dabei es ist nicht wichtig, von welcher Seite. Was sagt die Kabbala darüber? Muss man die Familie beibehalten?

Antwort: Natürlich. Der Ehemann und die Ehefrau müssen versuchen, sich gegenseitig zu verstehen, und obwohl das nicht einfach ist, sogar sehr bitter ist, sollte man aber die Familie beibehalten. Die Neigung fremd zu gehen, ist bei den Männern wie bei den Frauen gleich. Ich habe viele Menschen auf meinem Weg gesehen und ich denke nicht, dass dies ein Grund für eine Scheidung wäre. Es gibt nichts Egoistischeres als sich zu trennen und die Kinder zu Waisen werden zu lassen.

Am meisten leiden bei einer Scheidung die Kinder. Deswegen ist es für beiden Seiten empfehlenswert, geduldig zu sein, eine Psychotherapie zu machen, zu verstehen und einzusehen, dass das alles zum Leben dazugehört.

Frage: Gibt es unter den Kabbalisten solche „amoralischen“ Persönlichkeiten?

Antwort: Es gibt keine amoralischen Menschen. Es existieren einfach Egoisten, welche korrigiert werden müssen und damit beschäftigt sich die Kabbala, aber das geht sehr langsam und stufenweise. Deswegen lebt ein Mensch 70 bis 90 Jahre, um sich zu korrigieren.

Aus dem Webinar auf dem zahav.ru 10.02.2016

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Altruismus, Teil 1

Wir befinden uns in dem speziellen System, das „Natur“ oder „Schöpfer“ genannt wird, was ein und dasselbe ist.

Dies ist ein geschlossenes, perfektes und konstantes System. Die Menschheit empfängt davon Reaktionen und Einflüsse und entwickelt sich dadurch immer weiter. Das System arbeitet an uns. Es versucht uns in Übereinstimmung mit sich zu bringen, damit wir das Gefühl bekommen, durch unsere bewusste Entscheidung und Arbeit der Natur ähnlich und ein integraler Teil davon zu werden.

Ein Mensch sollte ein Meister dieses Systems sein – alle Menschen als ein Geschöpf. Um ein vollkommenes System der Natur zu werden, müssen wir uns zu einem Ganzen verbinden. Gegenseitiges Geben, gemeinsame Verbindung und Unterstützung, liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist das Gesetz dieses einzigen Systems. Es arbeitet an uns, um uns zu seinem Zustand zu bringen.

Aus diesem Grund ist das Gesetz der Nächstenliebe ein zwingendes, dessen Entwicklung unabhängig von unserem Wunsch oder Widerstreben auf uns wirkt. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir dieses Gesetz erfüllen können und wie wir einen guten Weg der Übereinstimmung zwischen Schöpfer und Geschöpf finden, um voran zu schreiten. So wird unsere Entwicklung rasch und angenehm sein.

Früher oder später nähern wir uns – ob durch einen guten oder schlechten Weg – immer näher an die Eigenschaften dieses Systems der Natur an. Wir sehen, dass sich die Welt ständig verändert. Jedes Mal , wenn wieder aufgedeckt wird, dass die fortgeschrittenen Staaten die festgelegten gesetzlichen Bedingungen endlich erfüllen sollten. Altruismus ist eine allgemeine Verbindung, die sich über alle Unterschiede hinwegsetzt und die Basis der Natur bildet. Es sollte genauso auf die Menschen übertragen werden.

Unbelebte Materie, Pflanzen und Tiere haben keine Wahlfreiheit. Ein Mensch muss dieses Gesetz verstehen und damit einverstanden sein; selbst wenn er die Möglichkeit hat, etwas anderes zu wählen, sollte er trotzdem das altruistische Gesetz der vollständigen Verbindung mit anderen bevorzugen. Der Altruismus ist der Endzustand, zu dem wir durch die Evolution gelangen werden. Auf dem Weg dorthin passieren wir immer zwei Zustände, zwei Linien. Wir betreten die linke Linie und empfinden Leiden und Schwierigkeiten; dann verstehen wir, dass dies erforderlich ist, um uns rasch mit der rechten Linie zu verbinden.

Die Menschheit bewegt sich auf diese Weise: Manchmal entstehen brutale Regimes, ein anderes Mal freundlichere und barmherzigere. Nach und nach löst sich Böses und Gutes ab, bis man schließlich nach all den Leiden zum Zustand gelangt, wo es reicht und man endlich fähig wird, sich vollständig zu verbinden.

 

Aus dem 3. Teil der täglichen Morgenlektion vom 12/1/17

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Die Wissenschaft über die richtigen Beziehungen der gesamten Menschheit

Frage: Kann die Weisheit der Kabbalah Menschen dazu erziehen, dass sie sich als Teil der menschlichen Gesellschaft und für die Spiritualität aller Völker verantwortlich fühlen, oder wird dieses Merkmal nur vom Schöpfer an Individuen gegeben?

Antwort: Kabbalah ist für die individuelle und die kollektive Erziehung der Menschen bestimmt. Durch sie dringen wir in das System ein, durch welches unsere Welt geleitet wird. Wir spüren, wie sie mit Hilfe zweier Kräfte, positiv und negativ, gelenkt wird. Das bedeutet, dass wir uns im Verhältnis zu diesen Kräften in den richtigen Zustand bringen müssen. Auf diese Weise regen wir die rasche Entwicklung der Welt und von uns allen an.

Die Kabbalah ist die Wissenschaft über die richtigen Verbindung zwischen den Menschen. Es ist für moderne Menschen, die den enormen und unbegrenzten Egoismus entdecken, welcher dringend ausgeglichen werden muss; sie ist eine pädagogische Methode.

Aus dem russischen Kabbalaunterricht, 3/7/16

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Eine Frau, die sich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigt

Frage: Wird das Licht auf den Ehemann einer Frau wirken, die regelmäßig die Weisheit der Kabbala studiert, mit ihrem Mann über alles redet, was sie liest, und die ihre kabbalistischen Erfahrungen mit ihm teilt? Und wird er schließlich ein Kabbalist werden? Wenn ein Mann die Tatsache akzeptiert, dass sie Kabbala studiert, er aber mit Arbeit und Sorge um die Familie beschäftigt ist, wird dann ihr Studium seinen materiellen Erfolg beeinflussen?

Antwort: In der spirituellen Arbeit gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau; alles hängt nur von den spirituellen Handlungen eines Menschen ab. Der Mann kann sich um die Familie kümmern, und sie kann sich für den spirituellen Teil einsetzen.

Zum zweiten Teil der Frage kann ich sagen, dass ihr Studium den materiellen Erfolg ihres Mannes nicht beeinflusst, wenn sie ihn nicht stört. Sie sollte ihn nicht verärgern, indem sie versucht, ihm hartnäckig die Grundlagen der Weisheit der Kabbala beibringen zu wollen.

Sie muss ihn sein Leben in Ruhe leben lassen.
Aus der russischen Kabbalalektion 6/26/16

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Wer ist der Weisheit der Kabbala näher?

Frage: Wer ist näher an der Weisheit der Kabbala, Männer oder Frauen?

Antwort: Männer. Frauen fühlen es instinktiver, während Männer dieses Wissen durchlaufen und über Kopf, Geist und Gedanken übertragen müssen. Ihr Bedürfnis nach der Korrektur des Egos ist viel größer als bei Frauen. Somit kann eine Frau ruhig weniger studieren. Sie braucht nicht um drei Uhr morgens für eine Lektion aufstehen, während dies für Männer Pflicht ist. So hat uns die Natur erschaffen.

Das männliche Ego unterscheidet sich vom weiblichen Ego, es erfordert eine größere Korrektur. Wenn es vom Weg abweicht, wird es in Stücke gerissen. Frauen sind den Männern nicht unterlegen. Ihr Ego ist im alltäglichen, praktischen Sinn erdiger. Sie sind korrigierter als die Männer. Regierte eine Frau die Welt, wäre die Welt besser.

Kommentar: Manchmal werden Frauen immer noch von Männern geleitet.

Antwort: Wenn die Frauen überall das Zepter in die Hand nähmen und die Männer fischen gingen, wäre es besser für alle.

Aus dem Webinar oanzahav.Ru; 10/2/16

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Das Leben erleichtern oder erschweren?

Frage: Wir Frauen versuchen, unseren Kindern und Männern das Leben zu erleichtern. Wir schaffen ein gemütliches Heim, führen den Haushalt, organisieren Feste, Ausflüge, Urlaube, und übernehmen überhaupt ziemlich oft zusätzliche Verpflichtungen. Vielleicht sollen wir es anders machen und das Leben unserer Männer „erschweren“, so dass sie mehr leiden und dadurch schneller erwachen?

Meine Antwort: Man sollte dem Mann das Leben nicht schwerer machen. Ganz im Gegenteil, die Frau soll ihrem Mann helfen, ihn unterstützen, beide sollen für einander sorgen und gemeinsam eine komfortable Existenz aufbauen. Man braucht keine zusätzlichen Schwierigkeiten erschaffen.

Die Schwierigkeiten, die man auf dem spirituellen Weg zu überwinden hat, sind innere, spirituelle. Und wenn die Frau rummeckert, schimpft oder mit dem Geschirr schmeißt, wird das dem Mann auf dem Weg der spirituellen Entwicklung nicht helfen. Und sie schadet vor allem sich selbst damit.

Es ist wichtig, den Mann zu unterstützen, die nötigen Bedingungen für ihn zu schaffen und ihn geschickt in die richtige Richtung zu lenken.

Aus der Lektion auf Russisch.

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Frauen ansehen verboten!

Frage: Warum ist es verboten, Frauen anzusehen?

Meine Antwort: Es gibt ein Verbot, Frauen im Allgemeinen anzusehen Ddes gilt aber natürlich nicht für die eigene Frau. Es handelt sich dabei um ein spirituelles Verbot. In unserer materiellen Welt geschieht alles nur auf der tierischen Ebene. Ein Mann mag es, Frauen anzusehen, aber eine Frau hat eher weniger Genuss daran, Männer anzusehen.

Sie zieht Genuss daraus, wenn sich die Männer richtig verhalten und in der Lage sind, etwas zu korrigieren und Handlungen im spirituellen Sinne durchzuführen. Ein Mann andererseits genießt es schon, wenn er den Körper einer Frau nur betrachten kann.

Frage: Und was ist schlecht daran?

Meine Antwort: Dass er sich auf dem tierischen Niveau damit beschäftigt und nicht auf dem spirituellen. Es lenkt ihn vom Ziel ab. Und dies ist der alleinige Grund für dieses „Verbot“.

Aus der Lektion in Russisch, 24.04.2016

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Liebe auf den ersten Blick

Frage: Laut amerikanischen Psychologen gibt es die Liebe auf den ersten Blick nicht. Sie behaupten, dass Liebe auf den vierten Blick beginnt. Sie sagen, um ein emotionales Gedächtnis zu bilden, sollten mindestens drei Treffen stattfinden, während dem vierten Treffen kann die Liebe entstehen (Deacon Chronicle).

Antwort: Ich weiß nicht, was Psychologen genau damit meinen, wenn sie sich auf die Liebe beziehen. Ob es sich um eine emotionale Anziehung handelt, um einen hormonellen Reiz, eine intellektuelle Anziehung oder um das Zusammenbringen von zwei Herzen.

Frage: Sie behaupten auch, dass wahre Liebe wächst und durch angenehme und positive Gedanken über den Partner stärker und nachhaltiger wird. Dies bedeutet, dass ein gewünschter Eindruck gegenüber einer bestimmten Person erstellt werden soll. Sie glauben, dass dies während des vierten Treffens geschieht.

Antwort: Das sagen sie heute; morgen werden sie etwas anderes sagen. Was die menschlichen Gefühle betrifft, so sind das nur chemische Reaktionen, die auf der tiefsten Ebene unseres Unbewusstseins stattfinden.

Es ist ein Spiel der Hormone, welches wir Liebe nennen. Es gibt viele Gründe und unterschiedliche Bedingungen dafür, dass sich ein Mensch plötzlich zu einem anderen hingezogen fühlt. Er selbst kann sich nicht erklären, wie und was mit ihm geschieht. Es ist daher unmöglich, ernsthafte wissenschaftliche Schlussfolgerungen zu diesem Thema zu ziehen. Es gibt nur eines, das ich dazu sagen kann: Die Liebe ist eine Verpflichtung, eine Abhängigkeit, ein Gefühl der Dankbarkeit. Es ist eine gegenseitige Bedingung zwischen Menschen, die das Ausmaß ihrer Verbindung verstehen, was sie füreinander getan haben und wie viel mehr sie noch füreinander tun können. Diese gegenseitige Abhängigkeit und Unterstützung, diese große Nähe, in der sich beide ergänzen, heißt Liebe.

Es hat nichts mit Sex, Leidenschaft oder gegenseitiger Anziehung zu tun. Genau das sagt uns die Weisheit der Kabbala und wir Kabbalisten bilden die Menschheit dementsprechend seit Jahren. Liebe ist ein Zustand, in dem ein Mensch die Wünsche des geliebten Menschen anstatt den eigenen erfüllt. In der reinen Liebe übernimmt ein Mensch die Wünsche des Geliebten und erfüllt sie, auch wenn sie seinen eigenen Wünschen entgegengesetzt sind. Dies ist eine Beziehung auf einer ganz anderen Ebene.

Aus Kab TV „Neues von Michael Laitman“ 24/8/16

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