Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kinder'

Von der Hilflosigkeit zum Schrei zum Schöpfer

Es gibt ein paar Übungen, um ein Gebet zum Schöpfer zu erreichen. Zuallererst ist es notwendig zu erkennen, dass wir wirklich eine Verbindung mit der höheren Kraft haben, und wir uns im Bereich ihrer Wirkung befinden. Ansonsten sind wir wie Kinder, die aus Naivität nicht einmal vermuten, dass die Mutter sie ständig beobachtet und denken, dass sie sich selbst überlassen sind. Die Gruppe muss uns immer das Gefühl geben, dass wir uns im Kraftfeld des Schöpfers befinden.
In Wirklichkeit füllt der Schöpfer die ganze Welt aus, aber dieses Gefühl ist vor uns verborgen. Dennoch sind Freunde und die Gruppe fähig, uns ein solches Gefühl zu geben. Und obwohl ich selbst meine Abhängigkeit vom Schöpfer nicht fühle, seine ununterbrochene Wirkung, wodurch er meine Existenz sichert, die mich lenkt und führt, kann die Gruppe diese Empfindungen in mir erwecken.
Wir müssen dem Freund zeigen, dass er eine Verbindung zum Schöpfer hat – und das ist das Wichtigste, alles andere ist lediglich ein Hilfsmittel. Dies führt zum Gefühl der eigenen Abhängigkeit von der höheren Kraft, zunächst noch egoistisch, für sich selbst, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Danach fange ich an zu denken, um für „uns“ etwas besser zu machen, denn allein ist es unmöglich, den Schöpfer zu erwecken, sondern nur im Zehner.
Je mehr Zehner daran arbeiten, desto größer ist unsere Wirkung, unsere Chancen, die höhere Kraft zu erwecken. Wir fühlen, wie der Schöpfer sich uns nähert. So entwickeln wir nach und nach unsere Empfindungen, darin ist unser ganzes Leben, ganze spirituelle Entwicklung.

Aus der Morgenlektion 06/26/2018

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Ein Kind verändert das Schicksal der Familie Teil 1

Frage: Warum ist jedes Kind in der Familie etwas Besonderes und anders als die Geschwister?

Antwort: Das hängt von der Vorbestimmung des Menschen ab, von der Aufgabe, die er im Leben erfüllen muss. Aus diesem Grund nimmt er einige Eigenschaften vom Vater, von der Mutter, möglicherweise vom Großvater und der Großmutter an. In der Regel werden bei der Vererbung drei Generationen berücksichtigt. So wird die richtige Kombination von Eigenschaften erreicht, die außerdem von Ereignissen in seinem Leben beeinflusst wird. In Abhängigkeit davon kann er sich selbst entwickeln und formen.

Frage: Und unterscheidet sich die spirituelle Komponente, in Ergänzung zu den Genen des Vaters und der Mutter, bei den Geschwister in einer Familie oder nicht?

Antwort: Die spirituelle Komponente ist völlig unterschiedlich, weil sie von einer anderen Wurzel kommt. Es spielt keine Rolle, dass sie denselben Vater und dieselbe Mutter haben. Ein Bruder kann eine sehr hohe spirituelle Wurzel haben, und ein anderer hat eine sehr „hohe“ materielle Wurzel. Man kann nicht sagen, dass ihre spirituellen Wurzeln in keiner Weise miteinander verbunden sind, aber diese Verbindung ist für unsere Forschungen verborgen und unerreichbar.

Frage: Beeinflusst die Geburt eines neuen Kindes irgendwie das Wesen der Familie?

Antwort: Das neue Kind verändert das Wesen der Familie völlig, so als ob alle darin neu geboren würden. Das Kind verändert die gesamte Struktur der Familie, weil es eine neue spirituelle Kraft in die Familie einbringt, und sie beginnt sich anders zu verhalten. Man kann sagen, dass es das Schicksal der Familie ändert.
Auch in der Tierwelt die hat die Geburt von Nachkommen einen starken Einfluss auf die Familie, aber wir können ihn nicht verfolgen, weil sich bei den Tieren die Männchen in der Regel sofort von dem weiblichen Tier trennen, und sie haben keine Verbindung mit den Zöglingen.
Und nach einer Weile ist auch die Mutter von den Welpen getrennt und hat auch keine Verbindung mehr zu ihnen. Das liegt daran, dass es bei Tieren keine seelische Entwicklung gibt, sie begleiten den Menschen nur, und deshalb sind längere Beziehungen für sie nicht charakteristisch.

Frage: Warum gibt es Schwangerschaftsprobleme, Fehlgeburten?

Antwort: Normalerweise tritt eine Fehlgeburt auf, wenn nicht genug Verlangen vorhanden ist, keine Notwendigkeit für die nächste Stufe. Schließlich muss das Leben vor allem aus dem Verlangen kommen. Und wenn es kein Verlangen gibt, dann gibt es eine Abtreibung. Und möglicherweise ist für die Erschaffung besonderer Wesen ein besonderes Verlangen erforderlich, und deshalb können sie sich nicht reproduzieren. Das wichtigste hier ist die Lebenskraft in einer Frau.

Frage: Warum gibt es in letzter Zeit so viele Probleme mit Schwangerschaften, Fehlgeburten und Unfruchtbarkeit?

Antwort: Vielleicht ist dies eine Konsequenz des Lebensstils, den moderne Jugendliche führen, die in promiskuitive sexuelle Beziehungen eintreten. Dies beeinträchtigt die Fähigkeit der Frau, schwanger zu werden. Denn der weibliche Körper ist sehr feinfühlig  arrangiert und schließt sich dem Mann an. Wenn eine Frau einen Ehemann hat, dann passen sich all ihre Systeme im Körper ihm an.
Wenn sie die Männer wechselt, verirrt sich ihre Physiologie und sie bekommt ein Problem.

Fortsetzung folgt…

Aus dem 953. Gespräch über Neues Leben, 23.01.2018

[#221852]

Feingefühl für Spiritualität

Frage: Seit dem Jahr 1995 hat die Kabbala mit ihrer Enthüllung an die breiten Massen begonnen. Bedeutet dies, dass die Kinder, die nach 1995 geboren wurden, auf einem höheren spirituellen Niveau sind als wir und für die Spiritualität empfänglicher sind? Oder tragen sie einen noch größeren Egoismus in sich, was es für sie noch schwieriger macht sich zu korrigieren?

Meine Antwort: Es spielt keine Rolle welchen Egoismus sie in sich tragen, ob er größer, kleiner oder von welcher Art auch immer ist… Jede weitere Generation ist jedoch empfänglicher für abstrakte Begriffe als ihre vorangegangene.

In unsere Welt steigen immer niedrigere Seelen ab. Anderseits erreichen sie, indem sie sich korrigieren, sogar noch höhere Gipfel.

 

[#222309]

Niemand ist näher dran als ein Kabbalist

Deswegen wird der Mensch, der den Kontakt mit dem Schöpfer erreicht, natürlicher, er wird einfach und bescheiden. Man kann sagen, bevor er würdig wurde, war dieser Mensch genau wie die Massen, er befand sich außerhalb der einfachen Natur.
Jetzt aber ist er ihr gleich und natürlich, er versteht alle Menschen, indem er mit ihnen eine enge Beziehung pflegt. Es gibt keinen, der natürlicher und Ihm näher wäre als er und man muss ihn lediglich lieben, weil es keinen Bruder gibt, der Ihm näher steht als er.
(Baal HaSulam „Die Letzte Generation“)

Der Mensch, der die Menschen, die Gruppe, die Menschheit anführt, ist für sie der wichtigste und größte auf der Welt. Weil er für sie die Verbindung mit dem Schöpfer sichert, er erklärt ihnen das höhere Wissen. Er offenbart nichts neues, sondern erlaubt den Menschen ihre Möglichkeiten zu erweitern, durch ihn wird das höhere Wissen geleitet.

Frage: Was bedeutet es, dass der Mensch, der für den Kontakt mit dem Schöpfer würdig ist, gleich und natürlich wird?

Meine Antwort: Damit er mit der Menschheit und mit dem Schöpfer in Kontakt treten kann, muss er nach den Gesetzen der Kommunikation einerseits den Massen gleich sein, andererseits muss er mit der höheren Sphäre verbunden sein.

Es heißt, dass der Kontakt erst dann zustande kommt, wenn die Massen „ihn lediglich lieben, weil sie außer ihm keinen Bruder haben, der Ihm näher steht.“ Das bedeutet, dass die Massen eine Haltung wie die des Kindes dem Vater gegenüber haben sollten: manchmal ist es Liebe, manchmal Hingabe, manchmal Gehorsam und manchmal auch anspruchsvoll zu sein. Die Gesamtheit aller Zustände.

Replik: Der Maggid aus Witebsk hat einmal gesagt, dass er vor allem denjenigen dankt, die ihn antreiben.

Meine Antwort: Es ist so, dass der Mensch dank seinen Hassern aufsteigt. Und umgekehrt, diejenigen, die ihn verehren, schwächen ihn.

Ich finde, dass es für einen Kabbalisten unmöglich ist, sich für die Massen zu offenbaren und sich in ihren Augen zu erheben. Nur dann, wenn es notwendig ist, sie aus großen Problemen rauszuholen. Damit sie auf ihn hören, ihm folgen, buchstäblich hinter ihm her rennen, und sich so von den Leiden entfernen. Dann kann er sich erlauben in einer begrenzten Art zu zeigen, welches die Träger der besonderen Kräfte ist. Ansonsten ist es nicht möglich.

Diejenigen, die sich neben dem Kabbalisten befinden, spüren ihn ein wenig, sehen etwas, beginnen zu ahnen, zu spüren, das sind aber Mikrodosen.

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass der Kabbalist alle Menschen versteht und mit ihnen eine enge Beziehung pflegt. Wird hier die innere Annäherung oder die Beziehung im materiellen Sinne gemeint?

Meine Antwort: Der Kabbalist benimmt sich bei der Kontaktaufnahme mit den Schülern, mit den Verwandten, mit jedem betont einfach. Er hat ausschließlich wegen ihrer gemeinsamen Interessen Kontakt mit ihnen.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“, 10/09/2017

[#224780]

Die Umerziehung der Erwachsenen

Frage: Wie soll die Struktur der Integralen Erziehung aussehen? Wie können wir uns mit der Erziehung der Erwachsenen beschäftigen?

Meine Antwort: Natürlich muss man den erwachsenen Menschen erziehen, aber die größte Zuwendung muss man der Erziehung der Kinder widmen, weil es sehr schwer ist, die Erwachsenen zu ändern.

Einerseits spüren sie die Verdorbenheit der heutigen Gesellschaft, in der sie leben und würden sie gerne ändern. Andererseits bedeutet, die Gesellschaft zu ändern, den Menschen zu ändern. Und das ist sehr kompliziert. Aber indem wir uns um unsere Kinder kümmern, d.h.um diejenigen, die uns am Herzen liegen, werden wir uns dabei selber ändern.

Wir alle sind Eltern. Indem wir uns um den Aufbau einer völlig anderer Gesellschaft für unsere Kinder kümmern werden, wie man sagt:“ wenn nicht wir, dann wenigstens unsere Kinder!“, indem wir uns um die nächste Generation kümmern und sie erziehen, werden wir uns dabei gleichzeitig mit unserer eigenen Umerziehung beschäftigen.

Replik: Sollte dann in einen Erwachsenenkurs auf jeden Fall ein Kurs für die Vorbereitung von Kindererziehern integriert sein?

Meine Antwort: Unbedingt! In diesen Kurs sollten Interaktionen integriert werden -zwischen Eheleuten, zwischen Mensch und Gesellschaft, Mensch und Vorgesetztem, und Untergeordnetem, mit Kindern (Erziehung der Kinder).

Der Mensch muss integral mit allen verbunden sein.

 

[#66135]

Der Bund für die Geburt der Seele   

Die gesamte Realität wird durch die Verbreitung des Lichtes erschaffen. Das Licht hat das Verlangen „aus dem Nichts“ erschaffen und hat es dann entwickelt. Ausgehend vom Urknall wird das Verlangen immer gröber, ebenso die Wellen, Gase und die unbelebte Materie.

Danach entstehen auf der Erdoberfläche die Pflanzen, Tiere, der Mensch, der viele Etappen der Entwicklung durchläuft bis er die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erreicht.

Es ist interessant, dass das Licht und das Verlangen im Geschöpf als zwei Eigenschaften eingeprägt sind: männliche und weibliche Eigenschaften, nach dem Beispiel der zwei spirituellen Parzufim: Aba (der Vater) und Ima (die Mutter). Chassadim und Chochma verbinden sich miteinander und gebären eine neue Generation, mit männlichen und weiblichen Eigenschaften.

Die Verbindung zwischen Mann und Frau ist deswegen so besonders, weil sie einerseits einander entgegengesetzt sind, andererseits spüren sie, dass sie ein Ziel haben. Das gemeinsame spirituelle Ziel verbindet sie so stark, dass sie zusammen handeln und Nachwuchs gebären. Hieraus wird klar, woher der Begriff „Familie“ kommt und das natürliche Streben, als Paar zusammen zu leben, sich fortzupflanzen und Kinder zu gebären und zu erziehen.

Wir sind alle eine Familie. Nicht nur die Großeltern, Vater und Mutter, Kinder usw., von Generation zu Generation, sondern ganz allgemein sind alle Männer und alle Frauen eine Familie, die Nachkommen von Adam und Eva. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen in der Spiritualität.

Die Folge unserer Verbindung, das Kind, welches wir gebären können, heißt „die Seele“. Wenn wir uns in dieser Verbindung dem Schöpfer nähern, gibt Er uns dafür den Geist des Lebens. In dieser Seele, wie in der korrekten Verbindung zwischen uns, erreichen wir die Verschmelzung mit dem Schöpfer, wie geschrieben steht: “Der Mann und die Frau und die Shechina zwischen ihnen“.

Das Wichtigste ist zu wissen, dass unsere Verbindung miteinander dem Erbauen der Seele dienen soll. Das bedeutet, dass ich ohne die Freunde keine Seele erlangen kann.

Wenn ich mich mit den Freunden mit meinem Verlangen zu empfangen verbinde, ist ihrerseits das Verlangen zu geben beteiligt und umgekehrt, wenn von ihrer Seite das Verlangen zu empfangen auftaucht, kommt dann von meiner Seite das Verlangen zu geben. Wir handeln zwischen uns immer als Sachar (die männliche Eigenschaft) und Nekewa (die weibliche Eigenschaft), die beide in jedem Geschöpf vorhanden sind.

Das Wichtigste ist, die Verbindung zwischen uns, in deren Folge wir die Seele gebären, zu organisieren. Das erwarte ich ständig von meinem Freund und genauso von mir selber. Bei jedem Kontakt: bei einem Gespräch oder irgendeiner Zusammenarbeit bauen wir in jedem Augenblick unsere Seele, also den Platz für die Offenbarung des Schöpfers, damit das Höhere Licht unsere miteinander kommunizierenden, gemeinsamen Verlangen füllt.

 

[#222020]

Die Erziehung in der Gesellschaft der Zukunft

Baal HaSulam, Die Schriften der Letzten Generation: Sie enthalten viele wissenschaftlichen Lehrbücher und auch  Bücher über Ethik, welche die Großartigkeit und Erhabenheit des Gebens an den Nächsten beweisen, bis zu dem Punkt, wo die ganze Nation, von Klein bis Groß, diese Bücher mit ganzem Herzen studiert.

Die Rede ist nicht von der gewöhnlichen Ethik, die zur Psychologie oder Philosophie gehört. Es sind keine „schönen Worte“ oder unterschiedliche Verhaltensprinzipien, welche die Menschheit bis zu gewissen Höhen gebracht hat und verlangt, dass wir auf ihrer Stufe sind, sondern es geht um das, was wir unter dem Einfluss der verborgenen Kraft der Natur erreichen sollen.

Vor allem muss unser Verhalten von den richtigen organisatorischen Anstrengungen ausgehen. Mit diesen Anstrengungen erwecken wir das umgebende Licht: eine besonders gute Kraft der Natur, die uns formt, verbindet und zum Zustand der wechselseitigen Einbindung ineinander bringt. Es wird alles Persönliche von uns verloren gehen. Dann werden wir die anderen mehr als uns selbst fühlen, höher und wichtiger als uns selbst.

Wie eine Mutter sich zu ihrem Baby verhält, das für sie wichtiger als sie selber ist, so muss auch der Mensch dazu kommen, dass diese Kraft, welche das Verhältnis zwischen Mutter und Kind formt, auch uns formt. Darum müssen wir um diese Kraft bitten, nach ihr verlangen und sie fordern.

Deswegen müssen wir eine gewisse Anstrengung unternehmen, damit die höhere Kraft uns dann gegenüber vollkommen Fremden verändert; und danach auch die ganze Welt. Angefangen in einem kleinen Kreis, welcher uns im Verständnis der Spiritualität am nächsten steht, bis hin zu den allerentferntesten äußeren Kreisen, welche sich noch in keinem Kontakt zu uns befinden.  

Baal HaSulam hat betont, dass die Lehrbücher für das gesamte Volk „von Klein bis Groß“ bestimmt sind, d.h. auf allen Ebenen. Hier ist nicht die Rede vom Alter des Menschen, weil man den Säugling oder ein Kleinkind und sogar einen Jugendlichen nicht verpflichten kann, die Erhabenheit der höheren Kraft und die Mittel  ihrer Erlangung zu begreifen.

Darum müssen wir miteinander arbeiten und die heranwachsende Generation in den Kindergärten und Schulen vorbereiten, damit sie im Jugendalter beginnen, den Wert ihres Verhaltens in der Gesellschaft zu verinnerlichen.

 

Aus KabTV´s „Die Letzte Generation“ 6/26/17

[#211461]

Generationskonflikt Teil 2

Frage:  Jede Generation zeichnet sich durch unterschiedliche Werte aus: einige durch den Geldwert, andere über Wissen. Jede nachfolgende Generation wird diese Werte immer weniger schätzen, sondern wird zunehmend nach inneren Werten suchen.

Der Konflikt zwischen den Generationen ist so groß, dass es unklar ist, wie heute Eltern eine Generation in einer für uns völlig nicht familiären Welt aufziehen kann. Immerhin sind wir in der alten Welt aufgewachsen, die vielleicht schon in die Geschichte eingegangen ist.

Antwort: Das ist richtig bemerkt. Stellen Sie sich vor, ein Dinosaurierpärchen hätte einen Affen geboren, welcher eine neue Ära kennzeichnet, die viele tausende von Jahren voraus ist. Diese Dinosaurier schauen auf den Affen und wissen nicht, was sie damit anfangen sollen. Es ist noch nicht einmal klar, was der Affe isst, wie man mit ihm spielt, worüber man mit ihm spricht.

Heute fühlen wir uns oft so, wie in der Rolle der Eltern-Dinosaurier, deren Affenbaby tausendmal schlauer geboren wurde als wir. Ebenso sieht ein Kind seine Eltern an und versteht nicht, was sie von ihm wollen. Seine Eltern verstehen ihn nicht und haben keine Verbindung zu seiner Welt. Sie sind mit ihm nur finanziell verbunden, also wartet er darauf, gefüttert zu werden, Geld zu bekommen und alleine gelassen zu werden.

Immerhin will er sich, wie jede Generation,  im Leben verwirklichen, um seine Wünsche zu erfüllen. Diese Wünsche sind nicht die seiner Eltern. Die Eltern wollen sich gut anziehen und der junge Mann denkt nicht über Kleider nach.

Die Eltern genießen klassische Musik und das Kind bekommt davon Juckreiz und versteht nicht wie man so etwas anhören kann. Die gesamte Kultur der Eltern ist der Kultur der Kinder so entgegengesetzt, dass es kein Verständnis zwischen ihnen gibt.

Manche können den Anderen nicht verstehen. Sie begegnen sich nur auf der Ebene von Nahrung und Geld – soweit körperliche Verlangen betroffen sind. Es gibt auch in den körperlichen Verlangen Unterschiede zwischen uns; was wir essen ist nicht dasselbe, die Auffassung von Arbeit, Geld und Karriere, in der für uns vertrauten Weise, ist für die jüngere Generation nicht mehr vorhanden.

Das Kind folgt seiner eigenen Natur und möchte sich nicht an die Natur seiner Eltern anpassen. Es denkt, da ihn seine Eltern geboren haben sind sie jetzt verpflichtet, für ihn zu sorgen, möglicherweise bis zum Ende des Lebens.

Die Eltern haben sich beeilt einen Beruf zu bekommen, zu arbeiten um eine Familie zu gründen. Ihre Kinder haben diese Gedanken und Beweggründe nicht; sie sind bereit, ihr gesamtes Leben im Haus ihrer Eltern, in ihrem Zimmer, mit ihrem Computer zu verbringen.

Frage: Was raten sie den Eltern, in dieser Situation zu tun?

Antwort: Nichts kann getan werden, wenn Eltern und Kinder nicht die gleiche Tiefe erreichen. Um das zu tun, müssen sie eine ähnliche Stufe einer inneren Entwicklung bekommen, damit sie eine Art von „gemeinsamen Nenner“ bekommen. Im Moment haben wir keinen gemeinsamen Nenner; es kommt auf die Zukunft an, wie die jüngere Generation ihre Seele entwickelt.

In jedem Menschen gibt es einen Teil, der ewig, nicht der Zeit unterworfen ist und sich nicht mit den Jahren verändert. Wenn ich jetzt mit siebzig Jahren anfange, mit meinem Enkel, der jetzt zehn Jahre alt ist, mit unseren Seelen zusammenzuarbeiten, werden wir einen gemeinsamen Platz haben, ewig und perfekt.

Für das Kind wird es sehr wichtig sein. In der Tat ist dieses Thema viel näher an der modernen Generation dran, als an den Vorangegangenen. Durch sie können wir Kontakt, Verbindung, gegenseitiges Verständnis und Unterstützung –  ein wirklich globales Leben erreichen.

Ich sehe, dass zwei meiner Kinder, wie ich selbst, in der Kabbala engagiert sind. Es gibt deshalb kein Missverständnis zwischen uns, da sie fühlen, dass die Kabbala über den Sinn des Lebens spricht, über ihre Absicht und Arbeit, die niemals veraltet.

 

Aus Kab TV „Ein neues Leben“ 18/4/17

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Erziehung am Beispiel

Frage: Gibt es eine Rolle als persönliches Vorbild in der Bildung?

Antwort: Ja, alles wird durch das persönliche Vorbild unterstützt. Zeig einem Kind, was ein Vorbild ist. Sag, was du gerade tust, behandle es wie einen Freund. Und dann wirst du sehen wie alles zu ihm fließen wird.

Frage: Wenn ich dem Kind gegenüber eine freundliche Haltung einnehmen muss, wie kann ich es dann für einen Verstoß bestrafen?

Antwort: Du musst erklären, warum du das gerade tust. Du sagst ihm beispielsweise: „In dir drinnen sitzt ein kleines Teufelchen, das in die Schranken gewiesen werden muss. Was wollen wir damit machen? Gib mir irgendeinen Rat, was zu tun ist, um dir zu helfen, über diesen Dämon zu herrschen und ihn nicht frei zu lassen“.

Aus der russischen Kabbalalektion 1/8/17

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Depression bei Jugendlichen

Heute führte ich Gespräche mit Eltern, die sich bei mir über die Depressionen ihrer Kinder beschwerten. Sie sind verwirrt, wissen nicht, was zu tun ist. Depression treibt junge Menschen zu dummen Taten, nur um die Melancholie zu beschönigen. Übrigens war ich nicht sofort bereit, meine Meinung zu äußern und ihnen Ratschläge zu geben.
Depression bei Jugendlichen ist ein internationales Problem. Man sagt, dass sich bis zu 15% der Jugendlichen in solchen Zuständen befinden, und in einigen Ländern ist diese Zahl sogar höher als 15%. Es ist sehr schmerzhaft, unsere Kinder oder Enkelin einem solchen Zustand zu sehen. Deshalb müssen wir versuchen, ihnen die Bedeutung der Existenz zu vermitteln. Schließlich ist das Leben so vielseitig, so kompliziert und tief!
Wenn wir „oben“ schweben, sind wir Verschmutzungen ähnlich, die aus dem Strudel des Lebens hochkommen. Und wenn wir uns im Wirbel befinden und erst den Boden erreichen, finden wir dort den Sinn des Daseins und das Programm der Erschaffung der Schöpfung, und wir werden feststellen, dass wir tatsächlich besondere Kreaturen im gesamten Universum sind. In unserem Leben steckt große Bedeutung! Wir können uns über die Sterne erheben, über Zeit und Raum steigen und einen unbegrenzten Zustand  erreichen!
Wir haben dieses Wissen zu offenbaren und zu verbreiten, nicht für uns selbst, sondern zum Wohle unserer Kinder und Enkelkinder. Wir wollen es zu Wege bringen, dass sie glücklich werden. Lassen Sie uns darüber heute nachdenken!

TV Programm „Weisheit des Tages“, 17.07. 2016.

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