Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kinder'

Ein Wunsch – zwei Absichten

„Und die Kinder stießen sich miteinander in ihrem Leibe“ (Tora, Bereschit, 25:22).

Man spricht hier über die Absichten. Der Schöpfer hat den Wunsch zu genießen geschaffen, wobei in diesem Wunsch in Wirklichkeit keinerlei Veränderungen geschehen.

Um uns zu helfen, sich selbständig zu behaupten, bleibt der Wunsch der Genüsse von uns verborgen. Er wird „in uns“ nur in jenem Maß gezeigt (obwohl wir ihn „vor uns“ empfinden), in welchem wir ihn beherrschen können.

Mit dem Wunsch zurechtzukommen – bedeutet, den „Esau“, d.h. die egoistische Absicht, die von der schlechten Umgebung herbeigerufen wird, durch den „Jakob“, durch die altruistische Absicht, die von der guten Umgebung herbeigerufen wird, zu ersetzen. Unsere Wahl ist die Wahl der Umgebung. Und der Wunsch bleibt derselbe.

Um, sagen wir, 10 Gramm des egoistischen, in mir aufwachenden Wunsches zu korrigieren, benutze ich alle Mitteln, die mir von oben geschickt werden: ich komme aus der schlechten Umgebung heraus in die gute, und stelle mich unter die Einwirkung der Gruppe, der Bücher und des Lehrers, bis sie für mich zum Schöpfer werden.
Mit anderen Worten, ich sehe dahinter die Höhere Kraft und beginne zu verstehen, dass es niemanden, außer dem Schöpfer gibt.

Und dank dieser Umgebung, wenn ich darin den Schöpfer enthülle, korrigiere ich die Absicht. Früher bekam ich etwas, oder gab etwas für das Erhalten zurück.

Jetzt mache ich die Beschränkung (Zimzum) auf die Absicht, und auf den Wunsch, der unter dieser Absicht gilt. Mit Hilfe des Lichtes beginne ich, für das Geben zu geben, und dann für das Geben zu erhalten.

Somit fallen auf einen Wunsch zwei Absichten an: entweder für sich zu bekommen, oder dem Nächsten zu geben. Gerade deshalb wird der Kampf geführt, worin die Umgebung alles entscheidet.

Wer wird in mir aufwachen: Esau oder Jakob? Die Absicht des Erhaltens oder die Absicht des Gebens? Sie kämpfen für einen Wunsch, für einen Menschen, „stoßen sich miteinander“.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel von Rabasch, 01.11.2010

 

Kabbala Akademie

 

Eine Kerze im Herzen

Frage: Auf welche Art kann der Wille zu empfangen, geben? 

 Antwort: Der Mensch hat die Möglichkeit, mit seinem Willen zu empfangen zum Geben hin, für das Wohl des Nächsten, zu arbeiten. In unserer Welt gibt es Zustände, in denen ich meine wechselseitige Abhängigkeit zu anderen empfinde und versuche, ihnen einen guten Zustand zu verursachen, entweder für einen direkten Zweck, um Probleme zu verhindern, oder weil ich den anderen als Teil von mir wahrnehme, z.B. wenn vom Kind oder Geliebten die Rede ist. In diesem Falle geniesse ich es, dieser Person Genuss zu bereiten wie mir selbst, und sogar noch mehr. Dies ist eine der Formen der Einwirkungen des höheren Lichtes, das uns ein solches Gefühl bringt.

Im Gegensatz dazu senkt der Mensch sein Wesen zu Boden, wenn das Licht weggeht, so dass er die gesamte Verbindung verliert, die ganze Zugehörigkeit, sogar zu seinen nächsten Verwandten. Wenn man das Gefühl der Nähe von uns wegnimmt, bleibt nur der Wille, für sich zu empfangen, netto, ohne Mitgefühl, und ich berücksichtige nichts, außer dem Schaden, den ich mir möglicherweise selber zufügen könnte.

In derselben Zeit kann mich das höhere Licht so beeinflussen, dass es in mir plötzlich zu einem Phasenwechsel kommt: Ich möchte, dass es dem Anderen gut geht. Nicht, weil mir das einen Nutzen bringen würde, nicht in egoistischer Weise, sondern ich möchte einfach, dass es ihm gut geht.

Wie so etwas möglich ist, wissen wir nicht. Aber die Kabbalisten erzählen über diese Möglichkeit, und mehr noch: sie sagen, dass alle diesen Zustand erreichen müssen. „Ihr habt keine andere Wahl. Wenn ihr nicht auf unsere Stimme hören wollt, werden Leiden über euch hereinbrechen, so dass ihr es auf jeden Fall wollen werdet.“

So oder anders, nur das höhere Licht kann ein neues, integrales Verhältnis zum Nächsten vermitteln. Ich selbst werde das niemals schaffen können.

„Dann mach, dass das Licht mich beeinflusse!“
Man sagt mir: „ Nein, es wird dich nur unter der Bedingung beeinflussen, dass du das willst.“
„Aber wie kann ich das wollen, ich bin doch Egoist?“

Dafür wurde dir der Punkt im Herzen gegeben, um etwas über deinem Verlangen zu empfangen, ein Körnchen Verständnis. Du erkennst an, dass das Geben etwas Spezielles ist, und diese Kerze, die nicht durch dich entflammt wurde, brennt in dir und erweckt dich.

Und außerdem fließt das höhere Licht durch diesen Punkt oder diese Kerze durch dich und bringt dich zur Gruppe, zum Studium, und platziert dich in einem Umfeld, welches dir ermöglicht, dich der Handlung des Gebens, der Form des Gebens ähnlicher zu machen. Du bist wie ein kleines Kind, das die Erwachsenen nachahmt. Dir wurde ein wenig Verlangen gegeben, also verwende es. Dadurch wirst du das Licht einladen, welches stark auf dich stärker auf dich wirken wird, und plötzlich wirst du neue Eigenschaften erwerben. Dann wird dir der Nächste wichtiger sein als du dir selbst, und das sind die Freunde, die Menschheit, die Natur und der Schöpfer.

All dies mach das Licht, wenn wir eine Bitte um Korrektur erheben und gute Taten vollbringen. Das heißt, wir spielen miteinander, so als wollten wir das Geben wirklich, und dadurch kommen wir zum Gebet, zum Verlangen: „Wir haben so viel getan, und wo sind die Resultate?“ Und dann beginnen wir zu beten, so dass wir verstehen, dass nur das Licht und die Form des Gebens helfen wird. Und so schreiten wir voran.

Heute hast du keinerlei Verbindung mit dem Geben außer diesem Spiel. Um durch das Licht geben zu können, muss man ihm ähnlich sein. Dies ist nur durch die Verbindung und die Einheit in der Gruppe möglich. Dies ist die einzige Form des Gebens, die du ausdrücken und in dieser Welt demonstrieren kannst, um dich dem Licht anzugeichen und es zur Wirkung auf dich einzuladen.

„Gut, wir reichen uns die Hände, wir wollen uns wirklich vereinigen. Und wie weiter?“
Das ist nicht genug, weil ihr euch nicht wie in einer Fußballmannschaft verbindet. Ihr wollt die Notwendigkeit des Gebens spüren, ihr senkt eure Häupter voreinander und vereint euch. Und wofür? Um zum Geben zu kommen. Zu diesem Zweck müsst ihr den Weg kennen und euere Beziehungen in der richtigen Form zu ihm aufbauen. Deshalb nehmt bitte ein Buch und lest nach, wie das gemacht wird. Ihr wollt groß sein? Lest, was die Großen darüber schreiben, wie sie sich verhalten, wie sie Handlungen des Gebens an den Schöpfer vorbereiten.

Wenn du das wirklich willst, spiel es wie ein Kind, das danach strebt, sich dem Erwachsenen anzugleichen. Vereint euch mit den Freunden ebenso, so das ihr gemeinsam die gegenseitige Bürgschaft erreichen wollt, strebt nach oben, um dem Schöpfer zu geben, benutzt die Quellen und geht gemeinsam in Richtung Ziel.

Dann werdet ihr den Einfluss des Lichts, das zum Guten zurückführt, empfangen, und ihr werdet das Gewünschte erlangen. Ohne das Licht wird nichts passieren. Du erweckst lediglich ein möglichst richtiges, effektives und intensives Verlangen, bis das verlangte Maß an Anstrengung erreicht ist, so dass das umgebende Licht (Or Makif) zu innerem Licht (Or Pnimi) wird. In anderen Worten wird es die Eigenschaft des Gebens in die Verlangen bringen, und dieses Gefühl wirst du als eigentliches Licht, als Lebensenergie wahrnehmen.

Wenn man dir das Gefühl des Gebens jetzt gäbe, würde es dir wie die Hölle erscheinen. Der ganze Unterschied liegt darin, dass du, weil du dich selber korrigiert hast, nun dadurch bereit sein bist zum Geben. Freude kommt, während dir das heute nur Leiden und Dunkelheit, ähnlich dem Tode, bringen würde. Or Chochma, das nicht in Or Chassadim eingekleidet ist, ist wie ein Messer, welches dein Leben abschneidet.

Ein kleines Maß von diesem Licht verursacht uns Abstiege, und weckt uns dadurch auf, eine Möglichkeit zu suchen, zu Chassadim aufzusteigen. Du wirst nach oben gezogen, verlange von den Freunden und vom Licht ein kleines Bißchen der Eigenschaft des Gebens, verlange, dass sie dich aus dem Abstieg herausziehen, denn dadurch bittest du um Chessed (Gnade), um Einkleidung des Lichtes Chassadim. Wenn es ankommt, empfängst du etwas Lebenskraft und wirst den Abgrund verlassen.

Daher wird das Licht, das zum Guten zurückführt, vom Licht, das nicht zum Guten zurückführt, unterschieden, indem es dir den Massach gibt, das heißt, die Bereitschaft, das Geben zu erleiden und es sogar als wahres Leben zu empfangen.

Kabbala Grundkurs

Die Menschheit ist ein geschlossenes System

Frage: Wir sind alle in einem System von Seelen als eine Einheit verbunden. Doch wie gelingt es uns, einen positiven Einfluss auf das kollektive Bewusstsein zu haben, welches voller Hass ist?

Antwort: Um dies zu erreichen, müssen wir spüren, dass wir keine Wahl haben und dass wir uns der Selbstzerstörung nähern, zu einem Leben, das schlimmer als der Tod ist und dass wir dieses nicht vermeiden können. Dieses Gefühl wird die Menschen dazu bringen, sich mit anderen zu verbinden. Die Natur der Menschen, das egoistische Verlangen, Genuss zu empfangen, wird sie dazu treiben. Die Menschen werden dies wollen, weil es der einzige Weg zum Wohlfühlen ist.

Auch jetzt sind wir nur in der Lage „zu geben um zu empfangen“, beispielsweise wenn wir im Geschäft für etwas bezahlen, das wir brauchen. Sogar diese einfache Transaktion ist ein kleines Opfer. So etwas gibt es nicht im Tierreich oder bei kleinen Kindern. In anderen Worten, dies kommt nicht aus unserem Instinkt.

Jeder Mensch muss jedoch begreifen, dass wir die Verantwortung haben, uns richtig mit den anderen zu verbinden. Und die Menschen sollten sich sehr anstrengen, alles über die korrekte Verbindung zu lernen. Die Menschheit ist ein geschlossenes System und wie in jedem solchen, muss alles auf Unterstützung, Gleichgewicht und Harmonie ausgerichtet sein. Wenn diese Faktoren unterbrochen sind, dann wird jedes Mitglied des System leiden. Einem Teil kann es nicht auf Kosten des anderen gut gehen.

So sieht die Weisheit aus, die wir allen Menschen lehren müssen. Jeder auf der Welt muss die neuen Verhaltensregeln lernen.

Kabbala Grundkurs

Die Unmöglichkeit von Fairness in unserer unkorrigierten Welt

Ich verstehe, dass, wenn ich keine Wahl habe und etwas von mir geben würde, ich nichts zurückbekommen würde. Andere Menschen wollen ebenfalls leben und wenn ich weiter nur bekomme, sind sie verpflichtet, zu mir zu kommen und alles mit Gewalt zu nehmen und mich möglicherweise zusammenzuschlagen.

Es ist eine Tatsache, dass unsere ganze Aufgabe darin besteht, die goldene Mitte in unseren Beziehungen zu finden, die Gleichgewicht (Frieden)zwischen empfangen und geben heißt. Wenn wir das verstehen würden, würden wir uns anders zur Natur beziehen und unser Leben würde besser. Das Problem ist, dass wir unfähig sind, aufrichtige, vorurteilsfreie und gleichberechtigte Beziehungen untereinander aufzubauen. Die Menschheit hat In jedem Zeitalter versucht, diese Art von Übereinkunft miteinander zu erreichen, hatte jedoch bisher keinen Erfolg. Die Folge davon ist, dass es zu einer allgemeinen, globalen und facettenreichen Krise gekommen ist.

Wir sind unfähig, zu bestimmen, wer die Geber sein sollten und wie viel sie geben sollten, noch wer bekommen sollte und wie viel sie bekommen sollten. Letzten Endes müssen wir in der Lage sein, das Gesamtbild der Realität zu sehen, wenn wir diese Aufgabe durchführen wollen, einschließlich aller individuellen Möglichkeiten, Gesundheit, Verlangen und so weiter. In Wirklichkeit haben wir keine Ahnung, mit welchen Möglichkeiten und Vermögen ein Mensch geboren wurde, noch welche Erziehung und Bildung er bekommen hat, mit welchen Gesundheitsproblemen er konfrontiert ist oder welche Launen ihn täglich beeinflussen.

Deshalb können wir uns nicht mit einem echten Maßstab für den Zustand eines Menschen an ihn heranmachen. Stattdessen fordern wir von allen gleich und beurteilen sie nicht nach ihren Fähigkeiten. Um das beängstigende Ungleichgewicht zwischen den Menschen zu vermeiden, baute die Menschheit ein System auf, dass für die Schwachen einen Ausgleich schafft.

Die Gesellschaft nimmt daher ein klein wenig mehr von ihren fähigeren Bürgern und gibt diesen Gewinn an die Schwachen, Armen und Kranken weiter. Wenn dies nicht geschah, kam es zu Bürgerkriegen und Revolutionen, wegen der Tatsache, dass die Reichen einen Teil ihres Einkommens an die Armen geben wollten. Tatsächlich nutzte ihre Geste ihnen selbst, da sie eine Umgebung mit mehr Sicherheit hatten.

Diese Regel ist in den Regierungen aller Nationen eingebaut. Wenn es um eine parlamentarische, demokratische Struktur geht, werden jene, die am lautesten verkünden, dass sie alles gerecht verteilen wollen, gewählt. Was nicht erkannt wird ist, dass es in Wirklichkeit weit schlimmer für alle wäre, wenn es wahrhaftig „gerecht“ wäre.

Kabbala Grundkurs

Der Feiertag des ersten Sieges über sich selbst

Unser egoistischer Wunsch heißt „die Griechen“ oder das „Wissen“, was bedeutet, dass wir mittels unserer Vernunft und unserem heutigen Gefühl vorankommen wollen. Denn worauf können wir uns eigentlich noch verlassen oder stützen? Nur darauf, was wir schon haben. Hier entsteht aber ein Problem, weil wir mit diesen Kelim nicht die spirituelle Welt betreten können.

Aber die spirituelle Welt befindet sich hier und jetzt und es existiert keine Entfernung, die wir überwinden müssen, sondern nur eine Dimension, in der wir sie begreifen müssen.

Wir begreifen die spirituelle Welt in unseren zusätzlichen Sinnesorganen, die wir über dem eigenen Wissen und der Rationalität entwickeln müssen, d.h. über dem Ego, das wir hierzu richtig vorbereiten müssen, um darin zum ersten Mal zu beginnen, die spirituelle Welt wahrzunehmen.

Der Krieg ‚Makkabäer ‚beschreibt diesen Prozess symbolisch und der Sieg in diesem Krieg heißt Chanukka, was „sie blieben hier stehen“ oder „Chanu Ko“, die Erholung auf dem Wege bedeutet. Dieser Zustand heißt „Chafez Chessed“ (nichts für sich zu wünschen) oder Bina, die als Offenbarung des Schöpfers oder die erste Korrektur des Egos verstanden wird.

Auf dieser Etappe erhebt sich der Mensch über sein Ego und beginnt, die zusätzliche Empfindung zu entwickeln, die mit „dem Geben“ bezeichnet wird. Mit ihrer Hilfe beginnt er, die spirituelle Welt zu empfinden. Obwohl der Mensch die spirituelle Welt empfindet, verhält er sich in dieser Realität immer noch passiv, wie der Embryo im Fruchtwasser.

Es heißt „die Erholung“ eben, weil der Mensch in Wirklichkeit noch nicht bereit ist, über das klare Wissen und die Wahrnehmung zu verfügen, die „das Begreifen“, die Klarheit und die Offenbarung beinhalten, wonach er zum Schöpfer wird und die ganze spirituelle Welt lenkt. Wenn man diesen Zustand und die Situation mit dem Gast und dem Gastgeber gegenüberstellt und den wachsenden Wunsch zu genießen nicht beachtet, befindet man sich dann auf der Stufe von Chanukka, wo der Mensch auf das Empfangen verzichtet. Es ist schon eine geistige Arbeit des Menschen, d.h. er möchte nichts bekommen, an der Spiritualität nicht aktiv teilnehmen, sondern darin nur anwesend sein.

Deshalb ist es an diesem Feiertag verboten, das Kerzenlicht zu benutzen und es nur anschauen. Dazu wird es angenommen, dass zur Chanukka ein Wunder geschieht, weil der Ausgang aus unserem Ego nach draußen erfolgt, anders gesagt das Wunder des Sieges über die Selbstsucht, nach dem Auszug aus Ägypten: die Befreiung von den Wünschen und den Gedanken, die uns in dieser Welt festhalten und nicht zulassen, die spirituelle Welt zu empfinden.

Kabbala Grundkurs

Die Gebote der Natur = Die Gesetze des Schöpfers

Michael LaitmanBaal HaSulam schreibt in seinem Artikel „Der Frieden„ den Absatz „Die Notwendigkeit vorsichtig mit den Naturgesetzen umzugehen“:

Es ist lebensnotwendig für uns, die Gebote der Natur zu studieren und zu wissen, was von uns verlangt wird, ansonsten wird sie uns gnadenlos bestrafen. Die Natur verpflichtet den Menschen, ein gesellschaftliches Leben zu führen und wir müssen die Gebote untersuchen, die wir laut der Anordnung der Natur in unserer Gesellschaft einhalten müssen. In der Tat gibt es nur zwei gesellschaftliche Konzepte, die man einhalten sollte: „Empfangen“ und „Geben“.

Dies bedeutet, dass die Natur jedes Mitglied der Gesellschaft zu Folgendem verpflichtet:

1. Seine Bedürfnisse von der Gesellschaft gedeckt zu bekommen und
2. durch seine Arbeit der Gesellschaft zum Wohlsein zu nutzen.

Und es ist verpflichtet, beide Gebote richtig einzuhalten, denn wenn es eines von ihnen bricht, wird es gnadenlos bestraft.

Wenn der Mensch gegen das Gebot des Empfangens verstößt, erfolgt die Bestrafung auf dem Fusse, was jegliche Vernachlässigung auslässt und uns dazu zwingt, es einzuhalten. Doch bei dem anderen Gebot, dem Geben zur Gesellschaft, erfolgt die Bestrafung nicht nur sofort, sondern wird auch indirekt verabfolgt. Darum wird dieses Gebot nicht richtig eingehalten.

Die Natur ist ein kompetenter Richter, der uns je nach unserer Entwicklung bestraft, denn wir können sehen, wie sich die Menschheit entwickelt, so werden auch die Schmerzen und Schwierigkeiten für unsere Existenz zu sorgen immer mehr. Und das Leiden wird immer mehr, bis die globale Krise uns zeigen wird, dass die schöpferische Vorsehung geboten hat, mit aller Macht das Gebot des Gebens an andere mit äußerster Präzision einzuhalten.

Und solange wir nur nachlässig dieses Gesetz einhalten, so wird die Natur nicht aufhören, uns zu bestrafen. Und sie wird uns natürlich besiegen und wir werden dazu gezwungen werden – wie ein einziger Mensch – die Gebote mit allen erforderlichen Mitteln einzuhalten.

Kabbala Grundkurs

Von der Hilflosigkeit zum Schrei zum Schöpfer

Es gibt ein paar Übungen, um ein Gebet zum Schöpfer zu erreichen. Zuallererst ist es notwendig zu erkennen, dass wir wirklich eine Verbindung mit der höheren Kraft haben, und wir uns im Bereich ihrer Wirkung befinden. Ansonsten sind wir wie Kinder, die aus Naivität nicht einmal vermuten, dass die Mutter sie ständig beobachtet und denken, dass sie sich selbst überlassen sind. Die Gruppe muss uns immer das Gefühl geben, dass wir uns im Kraftfeld des Schöpfers befinden.
In Wirklichkeit füllt der Schöpfer die ganze Welt aus, aber dieses Gefühl ist vor uns verborgen. Dennoch sind Freunde und die Gruppe fähig, uns ein solches Gefühl zu geben. Und obwohl ich selbst meine Abhängigkeit vom Schöpfer nicht fühle, seine ununterbrochene Wirkung, wodurch er meine Existenz sichert, die mich lenkt und führt, kann die Gruppe diese Empfindungen in mir erwecken.
Wir müssen dem Freund zeigen, dass er eine Verbindung zum Schöpfer hat – und das ist das Wichtigste, alles andere ist lediglich ein Hilfsmittel. Dies führt zum Gefühl der eigenen Abhängigkeit von der höheren Kraft, zunächst noch egoistisch, für sich selbst, um sich selbst etwas Gutes zu tun. Danach fange ich an zu denken, um für „uns“ etwas besser zu machen, denn allein ist es unmöglich, den Schöpfer zu erwecken, sondern nur im Zehner.
Je mehr Zehner daran arbeiten, desto größer ist unsere Wirkung, unsere Chancen, die höhere Kraft zu erwecken. Wir fühlen, wie der Schöpfer sich uns nähert. So entwickeln wir nach und nach unsere Empfindungen, darin ist unser ganzes Leben, ganze spirituelle Entwicklung.

Aus der Morgenlektion 06/26/2018

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Ein Kind verändert das Schicksal der Familie Teil 1

Frage: Warum ist jedes Kind in der Familie etwas Besonderes und anders als die Geschwister?

Antwort: Das hängt von der Vorbestimmung des Menschen ab, von der Aufgabe, die er im Leben erfüllen muss. Aus diesem Grund nimmt er einige Eigenschaften vom Vater, von der Mutter, möglicherweise vom Großvater und der Großmutter an. In der Regel werden bei der Vererbung drei Generationen berücksichtigt. So wird die richtige Kombination von Eigenschaften erreicht, die außerdem von Ereignissen in seinem Leben beeinflusst wird. In Abhängigkeit davon kann er sich selbst entwickeln und formen.

Frage: Und unterscheidet sich die spirituelle Komponente, in Ergänzung zu den Genen des Vaters und der Mutter, bei den Geschwister in einer Familie oder nicht?

Antwort: Die spirituelle Komponente ist völlig unterschiedlich, weil sie von einer anderen Wurzel kommt. Es spielt keine Rolle, dass sie denselben Vater und dieselbe Mutter haben. Ein Bruder kann eine sehr hohe spirituelle Wurzel haben, und ein anderer hat eine sehr „hohe“ materielle Wurzel. Man kann nicht sagen, dass ihre spirituellen Wurzeln in keiner Weise miteinander verbunden sind, aber diese Verbindung ist für unsere Forschungen verborgen und unerreichbar.

Frage: Beeinflusst die Geburt eines neuen Kindes irgendwie das Wesen der Familie?

Antwort: Das neue Kind verändert das Wesen der Familie völlig, so als ob alle darin neu geboren würden. Das Kind verändert die gesamte Struktur der Familie, weil es eine neue spirituelle Kraft in die Familie einbringt, und sie beginnt sich anders zu verhalten. Man kann sagen, dass es das Schicksal der Familie ändert.
Auch in der Tierwelt die hat die Geburt von Nachkommen einen starken Einfluss auf die Familie, aber wir können ihn nicht verfolgen, weil sich bei den Tieren die Männchen in der Regel sofort von dem weiblichen Tier trennen, und sie haben keine Verbindung mit den Zöglingen.
Und nach einer Weile ist auch die Mutter von den Welpen getrennt und hat auch keine Verbindung mehr zu ihnen. Das liegt daran, dass es bei Tieren keine seelische Entwicklung gibt, sie begleiten den Menschen nur, und deshalb sind längere Beziehungen für sie nicht charakteristisch.

Frage: Warum gibt es Schwangerschaftsprobleme, Fehlgeburten?

Antwort: Normalerweise tritt eine Fehlgeburt auf, wenn nicht genug Verlangen vorhanden ist, keine Notwendigkeit für die nächste Stufe. Schließlich muss das Leben vor allem aus dem Verlangen kommen. Und wenn es kein Verlangen gibt, dann gibt es eine Abtreibung. Und möglicherweise ist für die Erschaffung besonderer Wesen ein besonderes Verlangen erforderlich, und deshalb können sie sich nicht reproduzieren. Das wichtigste hier ist die Lebenskraft in einer Frau.

Frage: Warum gibt es in letzter Zeit so viele Probleme mit Schwangerschaften, Fehlgeburten und Unfruchtbarkeit?

Antwort: Vielleicht ist dies eine Konsequenz des Lebensstils, den moderne Jugendliche führen, die in promiskuitive sexuelle Beziehungen eintreten. Dies beeinträchtigt die Fähigkeit der Frau, schwanger zu werden. Denn der weibliche Körper ist sehr feinfühlig  arrangiert und schließt sich dem Mann an. Wenn eine Frau einen Ehemann hat, dann passen sich all ihre Systeme im Körper ihm an.
Wenn sie die Männer wechselt, verirrt sich ihre Physiologie und sie bekommt ein Problem.

Fortsetzung folgt…

Aus dem 953. Gespräch über Neues Leben, 23.01.2018

[#221852]

Feingefühl für Spiritualität

Frage: Seit dem Jahr 1995 hat die Kabbala mit ihrer Enthüllung an die breiten Massen begonnen. Bedeutet dies, dass die Kinder, die nach 1995 geboren wurden, auf einem höheren spirituellen Niveau sind als wir und für die Spiritualität empfänglicher sind? Oder tragen sie einen noch größeren Egoismus in sich, was es für sie noch schwieriger macht sich zu korrigieren?

Meine Antwort: Es spielt keine Rolle welchen Egoismus sie in sich tragen, ob er größer, kleiner oder von welcher Art auch immer ist… Jede weitere Generation ist jedoch empfänglicher für abstrakte Begriffe als ihre vorangegangene.

In unsere Welt steigen immer niedrigere Seelen ab. Anderseits erreichen sie, indem sie sich korrigieren, sogar noch höhere Gipfel.

 

[#222309]

Niemand ist näher dran als ein Kabbalist

Deswegen wird der Mensch, der den Kontakt mit dem Schöpfer erreicht, natürlicher, er wird einfach und bescheiden. Man kann sagen, bevor er würdig wurde, war dieser Mensch genau wie die Massen, er befand sich außerhalb der einfachen Natur.
Jetzt aber ist er ihr gleich und natürlich, er versteht alle Menschen, indem er mit ihnen eine enge Beziehung pflegt. Es gibt keinen, der natürlicher und Ihm näher wäre als er und man muss ihn lediglich lieben, weil es keinen Bruder gibt, der Ihm näher steht als er.
(Baal HaSulam „Die Letzte Generation“)

Der Mensch, der die Menschen, die Gruppe, die Menschheit anführt, ist für sie der wichtigste und größte auf der Welt. Weil er für sie die Verbindung mit dem Schöpfer sichert, er erklärt ihnen das höhere Wissen. Er offenbart nichts neues, sondern erlaubt den Menschen ihre Möglichkeiten zu erweitern, durch ihn wird das höhere Wissen geleitet.

Frage: Was bedeutet es, dass der Mensch, der für den Kontakt mit dem Schöpfer würdig ist, gleich und natürlich wird?

Meine Antwort: Damit er mit der Menschheit und mit dem Schöpfer in Kontakt treten kann, muss er nach den Gesetzen der Kommunikation einerseits den Massen gleich sein, andererseits muss er mit der höheren Sphäre verbunden sein.

Es heißt, dass der Kontakt erst dann zustande kommt, wenn die Massen „ihn lediglich lieben, weil sie außer ihm keinen Bruder haben, der Ihm näher steht.“ Das bedeutet, dass die Massen eine Haltung wie die des Kindes dem Vater gegenüber haben sollten: manchmal ist es Liebe, manchmal Hingabe, manchmal Gehorsam und manchmal auch anspruchsvoll zu sein. Die Gesamtheit aller Zustände.

Replik: Der Maggid aus Witebsk hat einmal gesagt, dass er vor allem denjenigen dankt, die ihn antreiben.

Meine Antwort: Es ist so, dass der Mensch dank seinen Hassern aufsteigt. Und umgekehrt, diejenigen, die ihn verehren, schwächen ihn.

Ich finde, dass es für einen Kabbalisten unmöglich ist, sich für die Massen zu offenbaren und sich in ihren Augen zu erheben. Nur dann, wenn es notwendig ist, sie aus großen Problemen rauszuholen. Damit sie auf ihn hören, ihm folgen, buchstäblich hinter ihm her rennen, und sich so von den Leiden entfernen. Dann kann er sich erlauben in einer begrenzten Art zu zeigen, welches die Träger der besonderen Kräfte ist. Ansonsten ist es nicht möglich.

Diejenigen, die sich neben dem Kabbalisten befinden, spüren ihn ein wenig, sehen etwas, beginnen zu ahnen, zu spüren, das sind aber Mikrodosen.

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass der Kabbalist alle Menschen versteht und mit ihnen eine enge Beziehung pflegt. Wird hier die innere Annäherung oder die Beziehung im materiellen Sinne gemeint?

Meine Antwort: Der Kabbalist benimmt sich bei der Kontaktaufnahme mit den Schülern, mit den Verwandten, mit jedem betont einfach. Er hat ausschließlich wegen ihrer gemeinsamen Interessen Kontakt mit ihnen.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“, 10/09/2017

[#224780]