Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Frau'

Sammelklage gegen Google

In den Nachrichten (NPR): Systematisch bekommen Frauen eine geringere Bezahlung als Männer. Ihre Beförderungen gehen viel langsamer vonstatten und man verweigert ihnen Chancen.

„Dies sind die Behauptungen in einem Prozess gegen Google, am Donnerstag in San Francisco im Namen von drei weiblichen ehemaligen Beschäftigten festgehalten.

„Sie streben den Status einer Sammelklage an, um im Namen aller beschäftigten Frauen bei Google während der letzten vier Jahre in Kalifornien zu klagen. ´Der Prozess zeigt sich als der Erste, bei dem mit einer Sammelklage wegen geschlechtlicher Vorurteile Ansprüche gegen Google geltend gemacht werden, laut Reuters“.

Mein Kommentar: Wir sind alle unterschiedlich. Wenn wir über Gleichheit sprechen, dann löschen wir die Individualität eines Menschen aus.

Ich weiß nicht, was das Problem da drüben ist. Ich möchte nicht hineingezogen werden; es ist ihre Angelegenheit. Aber wenn Männer und Frauen in irgendeiner Hinsicht gleichgestellt sind, dann denke ich, wäre das für beide Geschlechter eine Beleidigung.

Versuche einer Frau auf dieselbe Art und Weise ein Kompliment zu machen, wie du einem Mann ein Kompliment machen würdest: „Hey, du siehst heute normal aus…“ Kannst du dir vorstellen, das zu einer Frau zu sagen? Eine Frau fühlt sich gut, wenn du ihre einzigartigen Vorzüge betonst, und nicht solche, die auch Männern eigen sind, und in dem Punkt ist sie genauso wie ein Mann. Du musst ihre weiblichen Eigenschaften bewundern.

Frage: Mit anderen Worten, sie ist Mutter, Heim, Zärtlichkeit?

Antwort: Ja. Generell ist sie alles. Sie verlangt Aufmerksamkeit und Respekt, weil das die Natur einer Frau ist. Alles kommt aus dem männlichen und weiblichen Egoismus. Eine Frau hat, als ein Wunsch zu empfangen, als Malchut, dieses Bedürfnis. Es ist notwendig, dies zu respektieren und zu verstehen; das bringt die Natur mit sich. Wir werden erwachsen, Männer und Frauen, und wir müssen die Natur genau verstehen und uns entsprechend zueinander verhalten.

Frage: Anders gesagt, wir können dann die Schlussfolgerung ziehen: es gibt keine Gleichheit und es kann sie nicht geben?

Antwort: Von Anfang an kann es keine Gleichheit in der Natur geben. Wenn wir möchten, dass es sie gibt, dann müssen wir die Menschen zu einer Stufe erheben, wo sie nach diesen Kriterien gleich sein können.

Darum geht es in der Kabbala; sie stellt jeden gleich. Wenn ich mich in Liebe mit der ganzen Menschheit verbinde, dann bin ich genauso wie jeder andere.

 

Aus KabTV´s „Neues mit Michael Laitman“ 8/10/17

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Die perfekte Frau auf dem Kongress

Frage: Wie soll eine Frau auf dem Kongress sein, um ihre Rolle perfekt zu erfüllen?

Antwort: Die perfekte Frau schließt alle Frauen unserer Welt-Gruppe in sich ein. Alle Frauen verbinden sich miteinander durch Aufhebung des eigenen Egoismus, den Wunsch zum Klatsch, Kritik, gegenseitige Abneigung.
Und nicht, weil sie sich die Mängel gegenseitig vergeben, sondern weil sie wirklich spüren, dass sie ein Körper sind. Unser Geist und unsere Gefühle trennen uns und führen uns von diesem gemeinsamen Organismus weg; sie geben jedem die Illusion, dass er von den anderen getrennt existiert.

Wir kommen zum Kongress, um die Wahrheit zu offenbaren und mit klarem Blick zu erkennen, dass die ganze Welt ein System ist. Es gibt nur das Material, das der Schöpfer „aus dem Nichts“ geschaffen hat, in dem seine Macht „Existenz aus Existenz.“ herrscht. Nur die Liebe und Verbindung herrschen in der Welt. Und die Tatsache, dass wir es anders sehen, liegt nur daran, dass wir selbst nicht so sind. Wenn ich mich verändere, um mich mit anderen zu verbinden, werde ich die Höhere Welt hier und jetzt fühlen. Nichts mehr ist notwendig – nur die eigene Wahrnehmung ist zu ändern.

Die ideale Bnei Baruch Frau  fühlt dieses Höhere System, schlisst sich ihm an und sieht die Welt durch korrigierte Augen. So stelle ich mir die perfekte Frau vor!

Frage: Wie können wir das Maximum schaffen? Auf was sollen wir unsere Aufmerksamkeit in der inneren Arbeit konzentrieren, um so schnell wie möglich dieses Idealbild zu erreichen?

Antwort: Wir fangen damit an, dass wir alle in der Gruppe vorhandenen, privaten Probleme wie ein gemeinsames Problem in der Familie wahrnehmen und korrigieren. Und wir sind noch mehr als eine Familie – wir sind ein Leib. Baal Sulam schrieb noch vor 100 Jahren, dass die Welt eine Familie sein soll, ein gut funktionierendes auf Liebe basierendes System. Doch bis jetzt ist noch nicht viel davon zu sehen.

Lassen Sie uns hoffen, dass sich unsere Gruppe endlich in eine vereinigte Frau und einen vereinigten Mann verwandelt. Und dann können diese beiden Hälften in einer großen Fusion verbunden werden, in der der Schöpfer sich enthüllt. Wir sind schon sehr nahe an diesem Zustand, lassen Sie uns unseren Aufstieg zu Ihm beschleunigen.
Ich erwarte, dass wir alle als Folge der Kongresse wachsen werden. Und die Frauen spielen dabei noch eine größere Rolle als die Männer. Wir wissen, dass die Frau die ganze Ordnung unseres Lebens definiert, ohne dass wir es merken.

Deshalb hoffe ich, dass die Frauen uns helfen werden, bei jedem Kongress zu wachsen. Wir treffen uns nach dem Kongress schon auf einer anderen Stufe. Ich wünsche allen viel Erfolg!
Aus dem TV Programm für die Vorbereitung auf den Kongress, 24.01.2014

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Eine Frau, die sich mit der Weisheit der Kabbala beschäftigt

Frage: Wird das Licht auf den Ehemann einer Frau wirken, die regelmäßig die Weisheit der Kabbala studiert, mit ihrem Mann über alles redet, was sie liest, und die ihre kabbalistischen Erfahrungen mit ihm teilt? Und wird er schließlich ein Kabbalist werden? Wenn ein Mann die Tatsache akzeptiert, dass sie Kabbala studiert, er aber mit Arbeit und Sorge um die Familie beschäftigt ist, wird dann ihr Studium seinen materiellen Erfolg beeinflussen?

Antwort: In der spirituellen Arbeit gibt es keinen Unterschied zwischen Mann und Frau; alles hängt nur von den spirituellen Handlungen eines Menschen ab. Der Mann kann sich um die Familie kümmern, und sie kann sich für den spirituellen Teil einsetzen.

Zum zweiten Teil der Frage kann ich sagen, dass ihr Studium den materiellen Erfolg ihres Mannes nicht beeinflusst, wenn sie ihn nicht stört. Sie sollte ihn nicht verärgern, indem sie versucht, ihm hartnäckig die Grundlagen der Weisheit der Kabbala beibringen zu wollen.

Sie muss ihn sein Leben in Ruhe leben lassen.
Aus der russischen Kabbalalektion 6/26/16

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Das Leben erleichtern oder erschweren?

Frage: Wir Frauen versuchen, unseren Kindern und Männern das Leben zu erleichtern. Wir schaffen ein gemütliches Heim, führen den Haushalt, organisieren Feste, Ausflüge, Urlaube, und übernehmen überhaupt ziemlich oft zusätzliche Verpflichtungen. Vielleicht sollen wir es anders machen und das Leben unserer Männer „erschweren“, so dass sie mehr leiden und dadurch schneller erwachen?

Meine Antwort: Man sollte dem Mann das Leben nicht schwerer machen. Ganz im Gegenteil, die Frau soll ihrem Mann helfen, ihn unterstützen, beide sollen für einander sorgen und gemeinsam eine komfortable Existenz aufbauen. Man braucht keine zusätzlichen Schwierigkeiten erschaffen.

Die Schwierigkeiten, die man auf dem spirituellen Weg zu überwinden hat, sind innere, spirituelle. Und wenn die Frau rummeckert, schimpft oder mit dem Geschirr schmeißt, wird das dem Mann auf dem Weg der spirituellen Entwicklung nicht helfen. Und sie schadet vor allem sich selbst damit.

Es ist wichtig, den Mann zu unterstützen, die nötigen Bedingungen für ihn zu schaffen und ihn geschickt in die richtige Richtung zu lenken.

Aus der Lektion auf Russisch.

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Wenn eine Frau Kabbala studiert

Frage: Wenn sich die Frau ernsthaft mit der Kabbala beschäftigt, ihrem Mann über das Gelesene erzählt und mit ihm ihre kabbalistischen Erlebnisse teilt, wird das Licht dann auch auf ihn wirken? Wird er zu einem Kabbalisten werden? Wenn der Mann mit ihrer Beschäftigung einverstanden ist, aber die Familie versorgen muss, wird es seinen materiellen Erfolg beeinflussen?

Meine Antwort: Es gibt keinen Unterschied in der spirituellen Arbeit zwischen Frauen und Männern. Alles hängt von den spirituellen Aktivitäten des Menschen ab! Der Mann kann die Familie versorgen und die Frau kann sich mit spirituellem Teil beschäftigen.

Um den zweiten Teil der Frage zu beantworten, kann ich sagen, dass ihre Beschäftigung den materiellen Erfolg ihres Mannes keinesfalls negativ beeinflussen wird, wenn sie ihn durch ihr Studium nicht stört. Sie darf ihn weder mit kabbalistischen Studien belästigen noch bei jeder Gelegenheit versuchen, ihm die Grundlagen der Kabbala beizubringen! Auf keinen Fall! Sie soll ihm ermöglichen, sein Leben ruhig weiter zu leben.

Aus der Lektion in Russisch, 26.062016

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Such die Frau!

Frage: In alten Zeiten sagte man: „Such die Frau!“. Warum waren „freie“ Frauen so oft im Laufe der Geschichte eine Quelle der Zwietracht, Kriege, Konflikte und Probleme?

Meine Antwort: Das hängt von den Männern und nicht von den Frauen ab. Eine Frau hat natürlich ihren eigenen Charakter; sie ist listig und will einen Mann besitzen, um ihn zu benutzen. Dies ist ein rein egoistisches Verlangen der Frauen, das in jedem von uns vorhanden ist, auch in den Männern.

Daher liegt die Korrektur, auch in unserer Welt, mehr auf dem männlichen Teil. Bei den Menschen gibt es sowohl einen weiblichen Teil (Egoismus) wie auch einen männlichen Teil (die Möglichkeit, diesen Egoismus zu korrigieren). Und bei den Frauen unterscheidet sich die Ausrichtung der Kräfte zwischen der rechten und der linken Linie, zwischen dem Verlangen zu empfangen und der Absicht zu geben.

Sie sind mehr auf die Natur bezogen und von ihr anhängig. Männer sind in ihrer spirituellen Arbeit mehr abgelenkt, wenn sie sich mit Frauen abgeben. Wie man weiss, ist das größte Verlangen des Mannes sein sexuelles Verlangen nach einer Frau. Speziell nach der Zerstörung des Tempels. Bei den Frauen rührt die Ablenkung wiederum von ihrer Abhängigkeit nach dem Mann her. Also sind die Gründe der Ablenkungen unterschiedlich. Sie sind vermischt, voneinander abhängig, aber unterschiedlich.

Frage: Was bedeutet es,  dass die Frauen an die  Männer gebunden sind?

Meine Antwort: Eine Frau braucht einen Mann, sie sucht ihn, möchte sich an ihn anhaften, möchte mit ihm verbunden  sein. Schließlich sie hat einen Wunsch nach einer Familie und einem Heim.

Frage: Das gilt für Single Frauen.. Und wenn sie schon verheiratet ist, welche Hindernisse hat sie dann?

Meine Antwort: Wenn sie nur an die Familie und ihre Kinder denkt, keine. Sie ist beschäftigt. Aber heutzutage gibt es so viele andere Probleme. Es gibt viele andere Arten von Hindernissen, weil wir uns dem Ende der Korrektur nähern. Aber im Allgemeinen sind die Hindernisse auf dem spirituellen Weg unterschiedlich und wirken sich daher auch unterschiedlich bei Männern und Frauen aus.

Von der russischen Kabbalalektion, 24.4.2016

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Die Frau – Ein geheimnisvolles Geschöpf

Die Frau ist ein Geheimnis in der Natur, da sie unser Verlangen zu empfangen symbolisiert. Ein Verlangen, das in uns verborgen ist und sich nur in dem Maß offenbart, wie wir den Schöpfer enthüllen. Wenn wir also die Enthüllung des Schöpfers anstreben, offenbaren wir den weiblichen Teil in uns.

Wir werden das Konzept „Frau“ solange nicht verstehen, bis wir diese Wahrheit erlangen, denn der weibliche Teil ist das einzige, das der Schöpfer erschaffen hat. „Und Gott erschuf die Frau“ – der männliche Teil unterscheidet sich wenig vom Schöpfer und existiert in der Welt nur, um den weiblichen Teil zu befruchten und ihn zu erfüllen, um letztendlich ein Kind hervorzubringen, das in sich das Verlangen zu empfangen des weiblichen Teils mit dem Verlangen zu geben des männlichen Teils kombiniert. Das Kind symbolisiert somit den korrekten gemeinsamen Zustand.

Dieser Prozess beginnt, wenn der weibliche Teil bereit zur Korrektur ist. Der männliche Teil erfüllt hier eher die Rolle eines Vermittlers. Das Verlangen zu empfangen – die Frau – ist daher voll von Geheimnissen, die der Kabbalist stufenweise enthüllt. Er erkennt, wie sehr der weibliche Teil in ihm dem Schöpfer entgegengesetzt ist und in welchem Ausmaß er diesen Teil dem Schöpfer anzugleichen vermag.

Aus der russischen Kabbala Lektion vom 24.4.2016

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Neues Leben – Ewige Schönheit

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

Zusammenfassung

Unser Wunsch nach Unsterblichkeit ist natürlich. Das Streben nach Schönheit, Macht und Anerkennung motiviert uns, da wir soziale Wesen sind. Das Ego entwickelt sich ständig. Heute wird uns durch die Altersvorsorge und Schönheitspflege anhaltendes Glück vorgegaukelt. Die Investition in Anti-Aging Produkte bringt uns jedoch keine ewige und vollkommene Zufriedenheit.

Letztendlich erkennen wir, dass wir unsere Seele entwickeln müssen, um ewig jung zu bleiben. Es ist sehr wichtig, um unsere körperliche Gesundheit besorgt zu sein, aber Interesse an Schönheit ist etwas anderes. Es gibt eine innere und eine äußere Schönheit. Die spirituelle Quelle der weiblichen Sorge um Schönheit und Aussehen entspricht einer Ausstrahlung von Licht, eine gute Haltung anderen gegenüber. Anstatt Schönheitsoperationen hinterher zu laufen, ist es lohnender in eine „innere Operation“ zu investieren, die eigene Einstellung zu anderen zu verbessern.

Wenn Sie eine innere Haltung von Wärme und Liebe ausstrahlen, wird sich auch Ihr äußerer Ausdruck verbessern. Grundsätzlich sollte ein Mensch sich selbst so annehmen, wie die Natur ihn geschaffen hat. Das Erscheinungsbild spiegelt seine inneren Kräfte. In dem Maß, wie ein Mensch gut und selbstlos mit anderen umgeht, wird er von den anderen als schön angesehen, ähnlich wie in der Beziehung des Kindes zu seiner Mutter. Ein Mensch, der seine innere Haltung gegenüber anderen zur Liebe korrigiert, wird sich jünger fühlen.

Versuchen Sie, sich auf andere so zu beziehen, als wären Sie deren Mutter, strahlen Sie Liebe und Vertrauen aus. Die anderen werden Sie sofort als viel schöner ansehen.

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Von Kab TV „Neues Leben 581- Ewige Schönheit“, 2/6/15

Die Kraft der Frauen ist die Kraft der Schöpfung

Frage: Warum gibt es auf der Welt Männer und Frauen?

Meine Antwort: In der spirituellen Wurzel der ganzen Schöpfung gibt es eine männliche Kraft (die Kraft des Gebens) und eine weibliche Kraft (die Kraft des Empfangens). In unserer Welt symbolisiert die männliche Kraft die Rolle des Schöpfers und die weibliche Kraft die Schöpfung. Aber im Grunde sind das nur Symbole.

Wenn wir Männer und Frauen in der Sprache der Zweige untersuchen, entsprechen den spirituellen Wurzeln unserer Welt, dann sehen wir ihre Ausprägung hier in der physischen Welt; ihr Verdienst ist vollkommen gleichwertig. Doch erfüllt eine Frau eine wesentlich wichtigere Rolle als ein Mann. Sie wird mit der Schöpfung identifiziert, deshalb hängt alles von ihr ab: Geburt und Erziehung der Kinder, Haushalt, Familienleben. Sie weist ihren Mann an, was zu tun ist, denn das allerwichtigste ist doch immer noch, in unserer Welt zu existieren.

Genauso ist es in der Weisheit der Kabbala, weil unsere Welt so eingerichtet ist und materiell exakt nach dem spirituellen System aufgebaut ist. Wir müssen nur die Verbindung zwischen diesen Parallelwelten verstehen. Daraus folgt, dass sich die weibliche Kraft auf einer höheren Stufe befindet als die männliche. Sie trifft die Entscheidungen. In der Weisheit der Kabbala stabilisieren sich Auf- und Abstiege der Schöpfung auf verschiedenen Stufen, gemäß der Stufe der Korrektur der Wünsche.

Man kann sagen, dass die Welt ihren Anfang nahm, als die Frau Adam einerseits in den Abstieg führte, in das Eintauchen in den Egoismus – aber auf der anderen Seite wird die Welt auch durch sie korrigiert. Sie gebärt, erzieht und bringt voran. Die Frauen erheben die Welt in einen höheren Zustand – mithilfe der Männer. Auf diese Weise führen sie die Männer. Obwohl es so scheinen mag, dass sich der Mann auf einer höheren Stufe befindet, weil er das Familienoberhaupt ist, wird tatsächlich alles durch die weibliche Fähigkeit, seine Aktivitäten korrekt auszurichten und zu leiten, bestimmt.

In der Weisheit der Kabbala gibt es eine sehr präzise Abstimmung zwischen der männlichen und der weiblichen Kraft, rechts und links. Wenn sie schließlich zusammenarbeiten, entsteht eine Kraft zwischen ihnen. Folglich müssen wir die geeignete gegenseitige Zusammenarbeit unter uns finden, bei der die weibliche Kraft die männliche Kraft ausgleicht und umgekehrt; bis  beide in vollkommener Harmonie arbeiten und funktionieren.
Aus der russischen Kabbalalektion 3/6/16

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Mythen über die Kabbala, Teil 1

Höre auf Sarah

Frage: Menschen behaupten, dass es nur den Juden erlaubt was, die Kabbala zu studieren, stimmt das?

Meine Antwort: Ich habe eine andere Frage: Wer sind diese „Juden“? Ursprünglich wurden diejenigen, welche die Weisheit der Kabbala studierten, Juden genannt. Menschen, die sich um den Vorvater Abraham versammelten, nannten sich selbst Juden. Er brachte sie vom altertümlichen Babylon in das Land Canaan. Das Volk von Israel stammt von dieser Gruppe „Juden“ (Yehudim), entstanden von dem Wort „Einheit/Verbindung“ (Yehud) ab. Dies ist der ursprüngliche Sinn des Begriffs „Jude“, er meint jenen, der sich der Kabbala verpflichtet hat.

Frage: Was ist, wenn ein türkischer-Muslim die Kabbala studiert?

Meine Antwort: Es spielt keine Rolle, wer er ist. Es gab viele Stämme und verschiedene Gemeinschaften im historischem Babylon. Diejenigen, die sich Abraham anschlossen, wurden „Juden“. Im Wesentlichen gehört ein Jude keiner Nationalität an. Es kann einer Franzose sein und ein Jude sein/werden. Um eine Jude zu sein muss man nicht von bestimmten Eltern abstammen, sondern vielmehr einer Idee angehören, die das Bestreben hat, den Sinn des Lebens mit der Absicht sich zu entwickeln, zu finden.

Jude ist ein spiritueller Begriff, deshalb kann jeder Mensch ein Jude sein. Ein Franzose oder Deutscher, der sich der höheren Kraft zuwendet (dem Schöpfer, der Gut und Gutes tuend ist), dem nichts anderes bleibt, außer sich nach dieser Kraft, dem Gesetz von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu widmen, ist ein Jude. Dies wird als das Judentum (Yehudiut) bezeichnet.

Frage: Kann eine Frau Kabbala studieren? Gab es in der Vergangenheit kabbalistische Frauen?

Meine Antwort: Sicher! Alle jüdischen Urmütter und Prophetinnen waren Kabbalistinnen. Bis zu der Zerstörung des Tempels, besaßen Männer wie Frauen des israelischen Volkes spirituelle Kenntnisse. Sie lebten gleichzeitig in der Empfindung der zwei Welten in einer Gesamtheit.

Frage: Heißt das, dass es in der Kabbala keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen gibt?

Meine Antwort: Es gibt einen Unterschied. Wie in unserer Welt gibt es zwischen Mann und Frau einen Unterschied betreffend die Wahrnehmung der Wirklichkeit und das Verhalten. Allerdings erfahren beide in Bezug auf die Höhere Kraft und das Schöpfungsziel die gleiche Lenkung. Jeder Mensch kann Kabbala studieren, unabhängig von seiner Nationalität und seinem Geschlecht. In früheren Jahrhunderten gab es Prophetinnen wie Huldah, Deborah, Miriam und die Urmütter der jüdischen Nation. Ihre spirituellen Stufen waren nicht geringer als die der Männer, sogar höher. Der Schöpfer sagte nicht grundlos zu Abraham „Höre auf das, was dir Sarah sagt“.

Aus dem israelischen Radioprogramm 103 FM, 28/2/16

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