Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Familie'

Nicht von der Welt fliehen

Frage von Facebook: Meinen Sie wirklich, dass alle ihr Business aufgeben sollten, ihre Arbeit, alles verkaufen sollten, so wie Sie das gemacht haben, um nur noch Kabbala zu studieren? Und derjenige, der das nicht macht, ist „ein Mensch zweiter Klasse“?

Meine Antwort: Auf gar keinen Fall! Ich hatte keine andere Wahl. Niemand hat mir dazu geraten. Meine innere Stimme hat gesprochen und ich konnte nicht anders handeln. Das ist das Schicksal, das dich nach vorne lenkt.

Frage: Also, wenn sie darüber erzählen, ist das kein Beispiel für uns?

Meine Antwort: Natürlich nicht! Ich weiß selber nicht, ob ich das noch mal machen würde oder nicht. Das ist von alleine so gekommen.

Frage: Das bedeutet, dass der Mensch seine Arbeit, sein Business nicht aufgeben soll, um Kabbala zu studieren?

Meine Antwort: Umgekehrt! Die Kabbala fordert dazu auf, dies alles zu tun: arbeiten, Familie gründen…

Ich habe meine Arbeit nicht verlassen. Ich habe sie gewechselt, damit ich studieren kann und mich nicht mit Gedanken herumschlagen muss, wie ich die Steuern bezahlen soll, etwas organisieren und die Verantwortung für mein Business tragen soll. Ich wollte mich nur um mich selber kümmern. Ich wollte arbeiten, nur um die Familie zu unterhalten, und die ganze übrige Zeit dem Studium zu widmen.

Frage: Was raten Sie dem Kabbala Studenten? Wie soll er in dieser Welt leben: mit Arbeit, Familie und so weiter?

Meine Antwort: Der Mensch soll auf keinen Fall von dieser Welt fliehen. Er denkt, dass er eine riesengroße altruistische Handlung unternimmt, eine Opfergabe. In Wirklichkeit ist das überhaupt nicht der Fall. Der Mensch soll seine Arbeit behalten und alles weiter so machen wie bisher.

 

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 01.05.2018

[228200]

Spirituelle Erlangung der Frauen

Frage: Männer gehen durch die Reinkarnation der Seelen. Und was ist mit den Frauen? Hat eine Frau eine unsterbliche Seele oder wird sie einfach ausgelöscht und das wars?

Antwort: Es gibt keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen. Mehr noch, wenn eine Frau ihr Ego überwinden und sich mit anderen Frauen in gegenseitiger Unterstützung verbinden kann, dann können sie die Männer in ihrer spirituellen Erlangung  überholen.

Ich würde sagen, dass der Schöpfer Frauen mehr liebt als Männer.

Aus dem Unterricht in Russisch, 14.01.2018

[#226216]

Feingefühl für Spiritualität

Frage: Seit dem Jahr 1995 hat die Kabbala mit ihrer Enthüllung an die breiten Massen begonnen. Bedeutet dies, dass die Kinder, die nach 1995 geboren wurden, auf einem höheren spirituellen Niveau sind als wir und für die Spiritualität empfänglicher sind? Oder tragen sie einen noch größeren Egoismus in sich, was es für sie noch schwieriger macht sich zu korrigieren?

Meine Antwort: Es spielt keine Rolle welchen Egoismus sie in sich tragen, ob er größer, kleiner oder von welcher Art auch immer ist… Jede weitere Generation ist jedoch empfänglicher für abstrakte Begriffe als ihre vorangegangene.

In unsere Welt steigen immer niedrigere Seelen ab. Anderseits erreichen sie, indem sie sich korrigieren, sogar noch höhere Gipfel.

 

[#222309]

Liebe zur Liebe

Frage:  Liebe ist das stärkste Gefühl, wofür es sich zu leben lohnt. Wie fühlen Sie sich dabei?

Antwort:  Positiv. Für eine Weile füllt es den Menschen.

Frage: Also kann die Liebe nicht der ewige Sinn des Lebens sein?

Antwort: Natürlich nicht. Das Leben endet und die Liebe endet auch. Hormone verändern sich und es verändert sich das Objekt der Liebe. Jeder Mensch kann im Laufe des Lebens viele solcher Hobbys haben.

Frage:  Ist die Liebe das größte Vergnügen, stärker als  Macht und Geld usw.?

Antwort: Kommt darauf an, manche lieben mehr das Geld, manche die Musik und andere lieben mehr die hormonelle Liebe; es geht dabei um den inneren Wunsch des Menschen.

Anmerkung: Der Wunsch des Menschen geliebt zu werden ist stärker als selbst zu lieben.

Antwort: In unserer Welt wird die Befriedigung von hormonellen Wünschen Liebe genannt. Alles beginnt und endet mit dem Menschen. Es geht nicht um jemanden außerhalb.  Wenn ich bezüglich dieses „Externen“ einen hormonellen Wunsch habe, dann bin ich davon angezogen, und wenn nicht, dann nicht.

Daher hat die Liebe auf der materiellen Ebene nichts mit dem Spirituellen zu tun. In der Kabbala ist die größte Freude die Liebe zum Schöpfer.

Frage:  Wenn nach der Kabbala der Sinn des Lebens darin besteht, die Eigenschaft der Liebe für den Nächsten zu erlangen, bedeutet das, dass die Liebe der Sinn des Lebens ist?

Antwort: Nein. Der Sinn des Lebens ist das Verstehen der Liebe zur eigenen Wurzel. Und dies geschieht durch die Liebe zum Nächsten und weiter von der Liebe zum Nächsten zur Liebe zum Schöpfer.

Den Schöpfer zu lieben heißt zu genießen, dass er dich füllt.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 28.01.2018

[225974]

Wie löst man Konflikte in der Familie?

Frage: Sie sagen, Glück bedeutet die Lösung von Konflikten. Wie können Familien diese lösen, um Streit zu vermeiden?

Antwort: Dies ist ein sehr interessantes System: wenn Sie zusammen mit ihrem Ehepartner Fehler entdecken, nicht in Ihnen, sondern in Ihrer Beziehung, kommen Sie zusammen, um sie zu lösen.

Es ist immer „zwischen uns“ und „wir sind zusammen“: sowohl in negativen als auch in positiven Zuständen. Zuerst halten wir zusammen und dann fangen wir an zu entdecken, wie wir unsere Beziehung noch effektiver führen können. Wir arbeiten daran, indem wir herausfinden, was uns zu einer noch größeren Verbindung fehlt. Solche Handlungen müssen ständig durchgeführt werden, weil wir auf diese Weise permanent spirituell wachsen werden. Geistig! Es geht nicht um den Kontakt der Körper oder der Herzen.

Frage: Nehmen wir an, ich habe einen Konflikt in meiner Familie. Was soll ich tun?

Antwort: Umarmen Sie zuerst Ihren Ehepartner und erreichen so eine Art Kontakt, gegenseitiges Verständnis. Wenn Sie das erreichen, initiieren  Sie den Konflikt zusammen, um noch größeres, gegenseitiges Verständnis zu erlangen.

Das heißt, man muss zuerst den Kontakt aufbauen und dann langsam die Konfliktsituationen herbeiführen, so dass sie  einen noch größeren Kontakt erlangen.

Frage: Wann ist der Moment wahren Glücks?

Antwort: Wenn man daran arbeitet. Wenn man zusammen daran arbeitet, sowohl im Guten als auch im Schlechten, werden Sie ein Gefühl dauerhaften Glücks fühlen. Der Prozess selbst bringt Freude.

 

Aus der russischen Kabbalalektion 17.12.17

[224227]

Die gute Absicht entscheidet alles

Es ist so wie bei dem reichen Mann, der seinen alten Vater nicht unterstützen wollte. Er wurde vor Gericht gebracht und ein Urteil wurde erlassen, dass er seinen Vater mit Respekt an seinem Tisch zu versorgen hat, in keinem geringeren Maß als er seine Hausangehörigen versorgt. Andernfalls wird er streng bestraft.
Selbstverständlich nahm er seinen Vater in sein Haus auf und musste ihn bestmöglichst versorgen. Aber sein Herz füllte sich mit Kummer. Sein Vater sagte zu ihm: „So oder so, du gibst mir alle Köstlichkeiten der Welt von deinem Tisch. Was für einen Unterschied macht es für dich und was wirst du verlieren, wenn du dabei auch eine gute Absicht hast, eine die  für jeden anständigen Menschen annehmbar ist, nämlich glücklich darüber zu sein, dass du die Gelegenheit hast, deinem Vater gegenüber Respekt zu zeigen, der seine ganze Kraft in dich investiert und dich zu einem angesehenen Menschen gemacht hat?
Warum plagst du dich damit so hartnäckig? Kannst du dich irgendwie davon befreien? „
So ist der Stand der Dinge. Letztendlich führen wir Handlungen des Gebens an die Gesellschaft durch, und nur die Gesellschaft profitiert von unserem Leben, denn jeder Mensch, von klein bis groß, stockt  das gesellschaftliche Lager auf und bereichert die öffentliche Kasse.
Wenn der Mensch Leid und Genuss, die er erhält, selbst abwägt, wird das Ergebnis ein großes Defizit sein. Folglich führst du Handlungen des Gebens an den Nächsten durch – aber mit Schmerz im Herzen, mit großen und bitteren Leiden. Welchen Unterschied macht es also für dich, wenn du dabei eine gute Absicht haben wirst? (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“)

In der Parabel geht es darum, dass wir die Einstellung von Verachtung, Hass, Distanz und Ablehnung  gegenüber allen Menschen auf der Welt in Liebe umwandeln müssen. Unter der Fürsorge für den Vater ist die Fürsorge für die ganze Welt gemeint, für den Menschen, der dir am nächsten steht.

Jeder weiß, dass die Tora verlangt, „deinen Nächsten wie dich selbst zu lieben“, aber bis heute reißt sich niemand  darum, diesem einen Gebot nachzukommen, weder in einer Religion, noch in irgendeiner Zivilisation. Alle sprechen flammende Worte über die Liebe, und dann stechen sie ein Messer in den Rücken des Nachbarn. Daher gibt es keinen Nächsten für den Menschen. Der einzige Nächste für jedermann ist er selbst.

Frage: In der Parabel sagt der Vater: „Du kannst dich darüber freuen, eine Möglichkeit zu haben, deinem Vater Respekt zu zeigen.“ – Wie kann man plötzlich zur Freude kommen?

Antwort: Es ist notwendig, die Tiefe dieser Geschichte zu verstehen. Man macht eine Berechnung: „Wenn ich, um den Garten Eden zu betreten, gegenüber meinem Vater Respekt zeigen muss, dann lohnt sich die Sache, denn wie lange hat mein Vater noch zu leben … Ich werde formell ihm gegenüber Respekt zeigen – über das Herz hat man aber keine Macht.

Möglicherweise kann man diese Macht doch gewinnen, denn wenn ich beginne, mir jeden Tag vorzustellen, welche „Paradiespaläste“ mich im Jenseits erwarten, dann werden sich sicherlich bei mir bestimmte Gefühle zum Schöpfer einstellen, weil ich diese Paläste durch Ihn verdiene.

Aber in jedem Fall ist dies keine einfache Übereinkunft, selbst im egoistischen Sinn – denn all dies wartet auf mich in der zukünftigen Welt, mich einsetzen, mich opfern, muss ich aber in dieser Welt. Dazu sind wirklich nur wenige fähig. Wo sind sie, diese Menschen, die anderen Gutes tun würden, um das Paradies zu erreichen? Ich möchte sie sehen, mich unter ihnen befinden, mögen sie durch mich das Paradies verdienen.“

Der Mensch wurde so erschaffen, dass keine Tricks, keine Überredungskünste auf seinen Egoismus einwirken können. Es ist für ihn sehr schwierig seine Einstellung zu ändern, sogar gegenüber den eigenen Eltern, Verwandten und Nächsten, geschweige denn gegenüber der Gesellschaft  – gegenüber den unterschiedlichen Fremden, ihm entgegengesetzten Menschen, einschließlich seiner Feinde. Eine Veränderung der Absicht wird ausschließlich mit Hilfe der Wissenschaft der Kabbala erreicht.

Baal HaSulam schreibt: „Welchen Unterschied macht es also für dich, wenn du eine gute Absicht haben wirst?“ Wenn ein Mensch dahin kommt zu verstehen, was es bedeutet, seine Absicht zu ändern, sieht er, wie schwer das ist, weil Handlungen keine Bedeutung haben, die Absicht entscheidet alles.

Die richtige Absicht ist nämlich der Übergang von unserer Welt in die spirituelle Welt, dies ist die Offenbarung der Höheren Welt.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“, 10/09/2017

[#224231]

Niemand ist näher dran als ein Kabbalist

Deswegen wird der Mensch, der den Kontakt mit dem Schöpfer erreicht, natürlicher, er wird einfach und bescheiden. Man kann sagen, bevor er würdig wurde, war dieser Mensch genau wie die Massen, er befand sich außerhalb der einfachen Natur.
Jetzt aber ist er ihr gleich und natürlich, er versteht alle Menschen, indem er mit ihnen eine enge Beziehung pflegt. Es gibt keinen, der natürlicher und Ihm näher wäre als er und man muss ihn lediglich lieben, weil es keinen Bruder gibt, der Ihm näher steht als er.
(Baal HaSulam „Die Letzte Generation“)

Der Mensch, der die Menschen, die Gruppe, die Menschheit anführt, ist für sie der wichtigste und größte auf der Welt. Weil er für sie die Verbindung mit dem Schöpfer sichert, er erklärt ihnen das höhere Wissen. Er offenbart nichts neues, sondern erlaubt den Menschen ihre Möglichkeiten zu erweitern, durch ihn wird das höhere Wissen geleitet.

Frage: Was bedeutet es, dass der Mensch, der für den Kontakt mit dem Schöpfer würdig ist, gleich und natürlich wird?

Meine Antwort: Damit er mit der Menschheit und mit dem Schöpfer in Kontakt treten kann, muss er nach den Gesetzen der Kommunikation einerseits den Massen gleich sein, andererseits muss er mit der höheren Sphäre verbunden sein.

Es heißt, dass der Kontakt erst dann zustande kommt, wenn die Massen „ihn lediglich lieben, weil sie außer ihm keinen Bruder haben, der Ihm näher steht.“ Das bedeutet, dass die Massen eine Haltung wie die des Kindes dem Vater gegenüber haben sollten: manchmal ist es Liebe, manchmal Hingabe, manchmal Gehorsam und manchmal auch anspruchsvoll zu sein. Die Gesamtheit aller Zustände.

Replik: Der Maggid aus Witebsk hat einmal gesagt, dass er vor allem denjenigen dankt, die ihn antreiben.

Meine Antwort: Es ist so, dass der Mensch dank seinen Hassern aufsteigt. Und umgekehrt, diejenigen, die ihn verehren, schwächen ihn.

Ich finde, dass es für einen Kabbalisten unmöglich ist, sich für die Massen zu offenbaren und sich in ihren Augen zu erheben. Nur dann, wenn es notwendig ist, sie aus großen Problemen rauszuholen. Damit sie auf ihn hören, ihm folgen, buchstäblich hinter ihm her rennen, und sich so von den Leiden entfernen. Dann kann er sich erlauben in einer begrenzten Art zu zeigen, welches die Träger der besonderen Kräfte ist. Ansonsten ist es nicht möglich.

Diejenigen, die sich neben dem Kabbalisten befinden, spüren ihn ein wenig, sehen etwas, beginnen zu ahnen, zu spüren, das sind aber Mikrodosen.

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass der Kabbalist alle Menschen versteht und mit ihnen eine enge Beziehung pflegt. Wird hier die innere Annäherung oder die Beziehung im materiellen Sinne gemeint?

Meine Antwort: Der Kabbalist benimmt sich bei der Kontaktaufnahme mit den Schülern, mit den Verwandten, mit jedem betont einfach. Er hat ausschließlich wegen ihrer gemeinsamen Interessen Kontakt mit ihnen.

 

Aus dem Fernsehprogramm „Die Letzte Generation“, 10/09/2017

[#224780]

Wie ist die Haltung der Kabbala zum Alltag und seinem Luxus?

Frage: Wie ist die Haltung der Kabbala zum Alltag und seinem Luxus?

Meine Antwort: Ein Kabbalist ist ein einfacher Mensch. Er möchte alles um sich herum einfach und bequem arrangiert haben. Ich sah dies an meinem Lehrer und anderen Kabbalisten. Sie hatten nichts Überflüssiges: einfaches gesundes Essen, einfache Möbel, bequeme Kleidung.

Gleichzeitig unterliegt er keinen Beschränkungen. Er hat alles, was ein Mensch braucht: Essen, Sex, Familie, Arbeit, etc. Es ist absolut verboten, sich den elementaren Füllungen unserer Welt zu verweigern, dadurch würde nämlich die Durchführung des Schöpfungsprogramms gestoppt werden. Du musst ein erfülltes Leben in beiden Welten gleichzeitig leben: materiell und spirituell.

Frage: Heißt das, wenn mir der Schöpfer eine Menge Vergnügen gab, dass ich alles ausprobieren sollte?

Meine Antwort: Nein. Du musst von dieser Welt soviel nehmen, um normal zu funktionieren und die obere Welt zu erreichen. Die obere Welt ist das Ziel, und diese Welt das Mittel zum Zweck.

Frage: Ich entscheide also, abhängig von meinem moralischen Niveau, was ich brauche?

Meine Antwort: Nur wenn du damit anderen nicht schadest.

 

Aus dem Kabbala Unterricht in Russisch 1/7/18

[225515]

Einsamkeit ist nutzbringend

Replik: Gemäß den neusten Forschungen haben viele alleinstehende Menschen einen größeren Vorteil im Vergleich zu denen, die mit einem Ehemann oder einer Ehefrau leben.

Einzelgänger können besser auf ihr Aussehen achten, sind weniger anfällig für Fettleibigkeit,  sind also schlanker, haben einen erweiterten Kommunikationskreis in den sozialen Medien, und sie widmen mehr Zeit der gestalterischen Entwicklung ihrer Persönlichkeit.

Meine Antwort: Es ist wirklich so, dass in unsere Zeit, in Zeiten eines riesigen Egoismus, es natürlich vorteilhafter ist alleine zu leben, ohne sich mit anderen Egos zu konfrontieren und ohne sie zu bedienen. Die Teilung beginnt schon innerhalb der Familie. Heutzutage braucht jedes Kind sein eigenes Zimmer.

Das alles sind natürliche Attribute der Egoentwicklung. Wenn wir weiter diese Richtung einschlagen, wird es immer mehr Alleingänger geben.

Anderseits gibt es die Gesetze der Natur und sie wirken immer sehr gradlinig. Ich bin mir sicher, dass die Menschheit sich von all dem, was uns in unterschiedlichen Zimmern und Ecken der Selbstliebe voneinander trennt, zu befreien beginnt.

Die Zukunft der Menschheit sieht so aus, dass sich der Mensch absolut verbunden mit anderen Menschen wahrnimmt. Er findet in jeder Beziehung eine seelische Zufriedenheit.

 

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“ vom 13.02.2018

[#225847]

Warum wird das Leben schlechter?

Wissenschaftler an den Universitäten von Berkeley und Bar-Ilan haben mehr als tausend Menschen befragt und herausgefunden, dass die Wurzel aller menschlichen Leiden die Frauen sind.
Es stellte sich heraus, dass Frauen, Schwestern und Töchter die Hauptschuldigen für Komplikationen im Alltag sind. Es handelt sich dabei um die Fähigkeit, aus „einer Fliege einen Elefanten zu machen“, die, nach Meinung der Befragten, Frauen hervorragend beherrschen.
Tatsächlich erscheint es den Männern manchmal so, und das ist ihr großer Fehler.
Tatsache ist, dass Männer und Frauen völlig unterschiedliche Lebenseinstellungen haben. Ein Mann ist wie ein Junge, der im Laufe der Jahre sein Spielzeug wechselt. Eine Frau ist im Gegenteil dazu ein reifes Wesen, das die Welt sehr realistisch und verantwortungsvoll anschaut. Sie ist von Natur aus dazu erschaffen, Leben zu gebären, zu erziehen, sich zu kümmern und es fortzuführen.
Diese Berufung der Frau ist für Männer sehr schwer zu begreifen und wertzuschätzen. Was können wir tun? Wir können uns nicht in eine Frau hineinversetzen, verstehen und fühlen, dass ihre Forderungen von einem anderen, „näheren“ Realitätssinn herrühren.
Deshalb, was einem Mann als „Komplikation“ erscheinen mag, ruft ihn in der Realität dazu auf, erwachsen zu werden und einem geliebten Menschen zuzuhören, der das Leben besser versteht. „In allem, was Sara dir sagt, höre auf ihre Stimme“, sagte der Schöpfer zu Abraham. In allem, was eine reale Annäherung an das Leben betrifft, soll der Mann den Rat einer Frau einholen. Sie ist diejenige, die das Wirrwarr von Widersprüchen entwirrt, während die Männer es einfach zerreißen.
Wenn die Frauen die Welt leiten würden, wäre das zweifellos viel besser. Es gäbe keine Kriegsspiele, wir würden nicht miteinander konkurrieren, wer gegen wen… Und auf der anderen Seite geht es nicht darum, Frauen die ganze Macht zu geben.
Wir sollten alle wie eine Familie sein, in der ein gegenseitiges Verständnis herrscht, in der die Verantwortlichkeiten und Möglichkeiten richtig verteilt sind, in der sich beide Teile unserer Natur harmonisch vereinigen. Und eines Tages werden wir das lernen.

 

Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 30.01.2018

[#222369]