Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bildung&Erziehung'

Gleichheit in der Spiritualität

Frage: Eine der wichtigen Regeln des Workshops ist die Gleichheit: „Im Kreis gibt es keine mehr oder weniger wichtigen Teilnehmer“. Auf welche Weise sind wir alle gleich?

Antwort: Jeder ist in Bezug auf die Einheit gleich. Das Höhere und das Niedere können sich nicht vereinen. Sie müssen auf der gleichen Ebene sein.

In der Spiritualität ist Verbindung nur im Maß der Ähnlichkeit möglich: du mir und ich dir gegenüber. Einmal – ich dir gegenüber, deshalb bin ich höher und du bist niedriger. Ein anderes Mal – du mir gegenüber, deshalb bist du höher und ich bin niedriger. Als Ergebnis sind wir gleich.

 

Aus der russischen Kabbalalektion  10/22/17

[221630]

Die Times von Israel: „Internationaler Frauentag 2018: Geschlechtergleichheit aus der Sicht der Kabbala“

Die Times von Israel veröffentlichte meinen neuen Artikel „Internationaler Frauentag 2018: Geschlechtergleichheit aus der Perspektive der Kabbala“.

Im Licht des internationalen Frauentages wurde ich gebeten, meine Sicht der Geschlechtergleichheit aus der Perspektive der Kabbala mitzuteilen.

Die Idee, Männer und Frauen zu vergleichen, ist ebenso falsch wie der Vergleich von Äpfeln und Orangen. Die Natur gestaltet Männer und Frauen als unterschiedliche Lebewesen, sowohl biologisch als auch psychologisch. So wie unsere Körper auf sehr unterschiedliche Weise arbeiten, so denken, fühlen und nehmen wir die Welt anders wahr.

Der Versuch aus Männern und Frauen ein und dasselbe zu machen ist völlig unnatürlich. Indem wir versuchen, Männer und Frauen nach den gleichen Maßstäben zu beurteilen und sie so stark wie möglich angleichen zu wollen, ist es so, als wollten wir die Natur „reparieren“. Die Natur braucht das nicht.

Anstatt zu versuchen, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen auszugleichen, müssen wir lernen, sie anzunehmen. Wir sollten nach Harmonie, nicht nach Gleichheit streben. Das bedeutet, dass wir unsere Sicht der Geschlechtergleichstellung auf einen ganzheitlichen Ansatz umstellen müssen, um zu sehen, wie gerade unsere Unterschiede uns in die Lage versetzen, einander zu ergänzen, um Harmonie zu schaffen.

Auf diese Weise funktioniert die gesamte Natur – einzigartige und entgegengesetzte Qualitäten werden verwoben, um Leben zu schaffen – Plus und Minus, Kontraktion und Expansion, Hitze und Kälte, Ebbe und Flut, männlich und weiblich. Ich glaube tatsächlich, dass Frauen dies viel besser verstehen als Männer, da sie generell sensibler gegenüber der Natur als Männer sind.   

Praktisch gesehen, sage ich nicht, dass Männer und Frauen in den gleichen Rollen der Gesellschaft nützlich sein können. Beispiele wie Magret Thatcher und Angela Merkel beweisen, dass sich eine fähige Frau in einer Position, die typischerweise von einem Mann besetzt wird, befinden kann. Eine Frau in eine bestimmte Position zu bringen, nur weil sie die Dinge „gleich“ erscheinen lässt, ist dumm und wird für die Gesellschaft nicht gut sein.

Wenn zum Beispiel ein Führungsausschuss gebeten wird die gleiche Anzahl von Männern und Frauen zu haben, um „Gleichheit“ zu erreichen, ist das eine kindliche Wahrnehmung von Gleichheit. Sie zielt eher auf politische Korrektheit als auf optimale Ergebnisse ab. Ein Führungsausschuss könnte eine Mehrheit von Männern oder Frauen haben, abhängig davon, was der Ausschuss erreichen soll und was jeder Mensch mitbringt – nicht wie wir ein Plakat für Gleichheit machen können.

Die westliche Gesellschaft benötigt mehr Aufklärung darüber, wie man durch verschiedene Systeme der Natur  Harmonie erreichen kann, wenn Unterschiede aufeinandertreffen. Wir werden dann sehen, dass das, was wir in der Gesellschaft anstreben sollten, die gegenseitige Ergänzung ist. Das bedeutet, dass die einzigartigen Eigenschaften von Männern und Frauen hervorzuheben sind, dass sie verwoben werden, um das Beste aus beiden Welten zu erreichen. Ich lade Sie ein, unseren kostenlosen Kabbalakurs zu belegen, damit Sie lernen können, wie Sie Ihre einzigartigen Qualitäten zum Wohle aller entdecken können.

 

(223155)

Bildung in der Gesellschaft der Zukunft

Frage: Wie soll das Bildungsumfeld in der Gesellschaft der Zukunft aussehen?

Antwort: Es wird nur aus Zehnern bestehen müssen, in denen Menschen lernen, sich miteinander zu verbinden und alle Probleme zu lösen und alle Themen gemeinsam zu studieren.

Frage: Die klassische Struktur des Bildungssystems besteht aus Schülern, Lehrern und dem Thema des Studiums. Wie passen diese drei Komponenten in das Konzept der Zehn?

Antwort: Der Lehrer ist der Organisator, der den Schülern eine bestimmte Anzahl von Fragen stellt und ihnen ein bestimmtes Maß an Informationen gibt. Die Schüler müssen dann mit Hilfe dieser Informationen und ihrer Verbindung die Fragen lösen.

Zuerst üben sie sich miteinander zu verbinden. Nehmen wir an, sie müssen ein Thema in Physik studieren. Bevor sie anfangen zu lernen, verbinden sie sich miteinander, so dass sie zu einer Einheit mit einem Wunsch und einem Geist werden. Sie können dann anfangen, Physik richtig zu studieren.

Natürlich werden sie das Thema nun auf eine völlig neue Art erleben.

Frage: In den Gruppen gibt es normalerweise Unterscheidungen: einer schreibt besser, ein anderer liest besser usw. Sind Unterscheidungen im Zehner erlaubt für das Erreichen des  gemeinsamen Ziels?

Antwort: Natürlich. Das steht sogar im Buch Sohar geschrieben. Der eine liest, der andere schreibt, der dritte diskutiert, der vierte bereitet Lösungen, Auszüge, Zitate usw. vor. Die Fähigkeiten jeder Person werden zu einem einheitlichen Ganzen zusammengeführt.

Außerdem wird niemandem vorher gesagt, was zu tun ist. Es gibt keine festgelegten Grenzen oder bestimmte zugewiesene Rollen. Allein durch ihre Verbindung finden die Schüler ihren individuellen Platz für den maximalen Beitrag zur Gruppe.

Frage: Legen Sie Wert auf Wissen?

Antwort: Die neue Ebene des Wissens ist kein egoistisches Wissen, sondern das was aus dem offenbarten, ganzheitlichen, spirituellen System gewonnen wird. Dieses Wissen übersteigt die Grenzen von Einsteins Theorie.

Frage: Also, es gibt zehn Studenten, die das Problem kennen, das sie lösen müssen. Formulieren sie das Ziel selbst, entscheiden welche Fähigkeiten benötigt werden, um dieses Ziel zu erreichen, delegieren sie Aufgaben und bewegen sich auf dieses Ziel auch durch gemeinsame Entscheidungen zu?

Antwort: Sie müssen alle Probleme nur aus ihrer Einheit lösen. Sie werden einen neuen Geist haben, neue Empfindungen, neue Verbindungen – eine Zehn als gemeinsame Struktur.

Innerhalb dieser Struktur der Verbindung, nennen Sie es „Matrix“ oder „Parzuf“, werden sie die Lösung für jede Frage finden: technische, biologische Fragen, was auch immer. Andere Methoden zum Finden von Lösungen existieren nicht.

 

Aus KabTVs „Die Letzte Generation“ 17.8.17

[220986]

Gruppe oder Individuum?

Frage: Wie kann das Bildungssystem der nahen Zukunft aus Sicht der „Gestaltung einer Persönlichkeit“ aussehen? Wonach wird das Ergebnis der Bildung im künftigen Bildungssystem bewertet?

Antwort: Dafür muss man ein System ausarbeiten. Die Ausbildung muss man in Gruppen realisieren, und den Menschen muss man danach beurteilen, inwieweit er koordiniert, sich mit der Gruppe verbindet, mit ihr verschmilzt.

Frage: Was wird man als Folge der Bildung für wichtig halten: individuelle Errungenschaften des Menschen oder in der Gruppe?

Antwort: Individuelle Errungenschaften zählen überhaupt nicht, ausschließlich die in der Gruppe. Der Mensch muss sich maximal von individuellen Merkmalen oder Errungenschaften distanzieren. Die Gruppenerrungenschaft ist eine maximale Annäherung zwischen allen, in einem Verlangen und in einen Verstand, das werden die Menschen klar wahrnehmen.

Das Leben stellt bereits heute pragmatische Aufgaben, die wir von einem integralen Zustand aus lösen müssten.

 

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“

 [#220428]

Meine Gedanken auf Twitter 17/03/2018

Wenn der Schöpfer nicht den guten Pharao durch den bösen ersetzen würde, das heißt unser Bewusstsein ändern würde, um die Sinnlosigkeit in einem Leben des Überflusses zu sehen, dann würden wir Ägypten, diese Welt niemals verlassen. Aber der Egoismus entwickelt sich und setzt neue Werte, „der Sinn des Lebens“, der die „Hungersnot in Ägypten“ verursacht.

Hawking: Es gibt keinen Gott. Alle Vorgänge in der Natur können wissenschaftlich erklärt werden. Gott ist die Summe der Naturgesetze.
Kabbala: Gott in der Kabbala ist die allgemeine Kraft der Natur und nichts existiert außer dieser Kraft.

Hawking: Alles, was existiert, kann unser Verstand erfassen, und wenn der Mensch die Vorstellung von Gott nicht erfassen kann, gibt es keinen Gott.
Kabbala: Gott ist eine abstrakte Vorstellung. Der Mensch muss jedes Phänomen nach dem Prinzip „Ein Richter hat nicht mehr als das, was seine Augen sehen“ erforschen.

Hawking: Nur eine Weltregierung kann die Menschheit retten.
Kabbala: Eine Weltregierung muss vereint sein, Erziehung und Vereinigung per definitionem, Erziehung der Menschheit zur Einheit über ihrer egoistischen Natur.

Hawking: Die Menschheit braucht andere Aktivitäten, einen höheren Sinn, damit sie nicht sich selbst überlassen bleibt.
Kabbala: Erlösung liegt in der Erziehung des Menschen und schafft eine Gesellschaft, in der wir einander wertschätzen und bereichern, in der auch Unterschiede und entgegengesetzte Eigenschaften aufblühen, während man für die Einheit arbeitet.

Geistige Hungersnot inmitten totaler materieller Fülle
Der Wunsch wuchs qualitativ und fordert nun die Füllungen der oberen Welt anstelle von „Fleischtöpfen“. Der Schöpfer verdirbt das Leben.

Jemand, der Kabbala studiert, beschleunigt den Abstieg und geht, wenn er sich nicht auf die Freunde verlassen kann!

 „Ihr seid wenige unter den Völkern“, was bedeutet, dass nur wenige Menschen in der Welt einen Punkt im Herzen haben, ein Bestreben, den Schöpfer zu offenbaren. „Tausende kommen herein, aber eine Handvoll enthüllt das Licht“. Beleidigt? Nimm es mit dem Schöpfer auf! Die Leute gehen wieder, weil sie nur ein kleines Verlangen haben …

Es heißt: „Das Herz des Menschen ist stolz auf dem Weg zum Schöpfer“ – man muss gegen seinen Stolz arbeiten, die Größe der spirituellen Arbeit versus dieses Leben, den spirituellen Stolz über den materiellen Stolz stellen. Man muss ständig danach streben, die Wichtigkeit des Ziels zu erhöhen – den Schöpfer in Einheit zu enthüllen.

Die Bedingung „Das Herz des Menschen ist stolz auf dem Weg zum Schöpfer“ verhindert, dass jemand sein Ego überwindet und er verlässt die Kabbala. Er kann sein Ego nicht erniedrigen, sich nicht zum Geben über das Empfangen erheben (Glaube über dem Verstand), Freunden ein Beispiel der Einheit geben, ein Beispiel des Gebens an die Freunde, und dann geht er.

Europa als „Zentrum der Welt“ ist vorbei. Es gibt Interdependenzen und Schwächen der Euro-Staaten. TNCs teilen die Welt auf. Die Politik setzt auf Gewalt. Die Digitalisierung des Lebens führt zu Veränderungen im Bewusstsein. Eine vereinigte Welt gründet auf der Einheit über dem Egoismus. Dazu ist nur die Kabbala fähig.

Kabbala Akademie auf Twitter

Wie echte Wissenschaft zusammen mit Hawking starb

Der Tod des weltbekannten Astrophysikers Stephen Hawking kann als weiterer Nagel im Sarg echter Wissenschaft gesehen werden.

Hawkins ehrliches Herangehen an die Wissenschaft wurde durch seine Bereitschaft, seine Fehler zuzugeben, beispielhaft aufgezeigt. In seinen 70ern  gab er zu, dass ein Glaube, den er früh in seiner wissenschaftlichen Karriere formulierte, falsch war. Diese Form der wissenschaftlichen Untersuchung ist jedoch in der heutigen wissenschaftlichen Welt eine Seltenheit geworden.

Seit den 1960er Jahren beobachten wir die allmähliche Korruption und den Niedergang der Wissenschaft. Der allgemeine Beifall für die Wissenschaft verschlechterte sich und wurde durch Wirtschaft, Hollywood und Sport ersetzt. Bedeutsamer ist, dass die Wissenschaft selbst mit anderen Zielen als die Natur der Realität zu verstehen, durchdrungen wurde. Sie wurde zunehmend als Mittel benutzt, um den Wohlstand, die Macht und den Respekt der Menschen in die Höhe zu treiben.

Zusammen mit dem Rückgang der Wertschätzung echter Wissenschaft kamen die Bedürfnisse der Wissenschaftler auf, die Interessen ihrer Förderer zu erfüllen. Es ist heute üblich, dass Regierungen Wissenschaftler für die Weiterentwicklung ihrer politischen Agenda einsetzen und dass Unternehmen Wissenschaftler nutzen, um ihre Gewinne zu steigern. Eines der offensichtlichen Ergebnisse ist, dass „wissenschaftlicher Fortschritt“ und „technologischer Fortschritt“ als ein und dasselbe verwechselt wurden, seit die wissenschaftlichen R&D (Research and development) Institute bei der Entwicklung der heutigen Technologien so prominent genutzt werden.

„Zusammen mit dem Rückgang der Wertschätzung echter Wissenschaft kamen die Bedürfnisse der Wissenschaftler, die Interessen ihrer Geldgeber zu erfüllen.“

Profitgesteuerte Initiativen kommen nicht der Menschheit zugute

Es ist so schwierig geworden, ein aufrichtiger Wissenschaftler zu sein, einer, der die zugrunde liegende Ordnung der Natur entdecken will. Stattdessen ist es viel leichter ein Wissenschaftler zu sein, der zu profitablen Hightech-Unternehmen beiträgt. Die Überschattung der Wissenschaft, die die Wahrheit sucht, mit der Technologie-entwickelnden Wissenschaft, gewann öffentliche Unterstützung. So wurde es eine gemeinsame Überzeugung, dass neue Technologien entstehen, um der Menschheit zu nützen.

Aussagen wie „Erneuerbare Energie ist besser für die Umwelt“ und „Soziale Medien verbinden Menschen“ wurden zu modernen Axiomen im öffentlichen Diskurs und schaffen eine Wahrnehmung, in der jedes neue Gerät die Probleme der Menschen löst und die Welt zu einem besseren Ort macht.

Ein genauerer Blick auf dieses Phänomen zeigt jedoch das Gegenteil. Zum Beispiel haben Elektroautos wie der Tesla, der im Volksmund die Marke „gut für die Umwelt“ erhielt, mehr Verschmutzung verursacht als 8 Jahre alte kohlenstoffausstoßende Autos; und soziale Medien haben, trotzdem sich die Menschen technologisch verbinden, gefährliche soziologische und negative psychologische Auswirkungen gezeigt.

„Unter der Fassade,  dass die Technologie letztendlich die meisten unserer Probleme lösen und unser Leben verbessern wird, schlummern neue Erkenntnisse, die zeigen, dass diese neuen“ Lösungen „tatsächlich unserem Wohlergehen abträglich sind, weil sie unsere Probleme nicht an ihrer Quelle lösen.“

Der Grund dafür ist einfach: Wir können keine echten, dauerhaften Lösungen für unsere Probleme erwarten, wenn die angebotenen Lösungen aus egozentrischen Profitmotiven entstehen. Mit anderen Worten, alles, was wir erschaffen, kommt aus einer destruktiven Berechnung, weil unsere Eigeninteressen für uns wichtiger sind als der Nutzen aller Menschen. Stephen Hawking selbst gab einmal das Beispiel, wie Computerviren die destruktive Qualität der menschlichen Natur widerspiegeln, und sagte, dass „die einzige Lebensform, die wir bisher geschaffen haben, rein destruktiv ist“.

„Wenn wir weitere Fortschritte auf dem Weg zur Entdeckung der Naturgesetze machen und diese zum Nutzen aller nutzen wollen, müssen wir unsere Wahrnehmung und Beziehung zur Realität verändern.“

Die Wissenswissenschaften müssen noch aus der Natur extrahiert werden

Wissenschaft und Technologie, die aus unserer egozentrischen Wahrnehmung der Realität resultieren, werden mit ihren Fähigkeiten, der Menschheit Gutes zu tun, in eine Sackgasse geraten. Wenn wir jedoch unsere Wahrnehmung der Realität dahingehend umändern, dass wir das Wohlergehen aller über egoistische Interessen stellen, dann werden wir phänomenale Durchbrüche in Wissenschaft und Technologie erleben: Sie werden funktionieren, um unsere Probleme wirklich zu lösen, und sie werden die Welt tatsächlich zu einem besseren Ort machen, da die Wahrnehmung, von der sie gelenkt werden,  frei wird von ausbeuterischen, manipulativen und gewinnbringenden Motiven.

Interessanterweise hat die Wissenschaft selbst im 20. Jahrhundert eine 180-Grad-Wende vorgenommen, da sie ein Ergebnis der menschlichen Wahrnehmung ist. Es begann mit der Newtonschen Sichtweise, dass die Realität unabhängig von unserer Wahrnehmung existiert. Dann machte sie durch Einstein einen Sprung und bewies, dass die Realität relativ zu unserer Wahrnehmung ist, und endete mit der Quantenmechanik, die besagt, dass Realität durch unsere Wahrnehmung erschaffen werden kann.

Deshalb hat die Wissenschaft selbst zu einem entscheidenden Moment des menschlichen Verständnisses geführt: Wenn wir weitere Fortschritte auf dem Weg zur Entdeckung der Naturgesetze machen wollen und sie zum Nutzen aller nutzen wollen, müssen wir die Art und Weise ändern, wie wir die Realität wahrnehmen und uns in Beziehung zu ihr setzen. Die zugrunde liegenden Motive von egoistischem Profit und Macht in diesem Sektor müssen zu altruistischen Motiven umgepolt werden, die wirklich den Nutzen der Gesellschaft suchen.

Einen Neubeginn der Menschheit finden

Um solch eine grundlegende Veränderung der menschlichen Wahrnehmung zu erfahren, müssen wir uns als Forschungsobjekt ins Labor begeben. Das heißt, wir müssen aktiv experimentieren und herausfinden, wie wir unsere Beziehungen zueinander durch pädagogische und soziale Aktivitäten in Gruppen verbessern können. Das Ziel solcher sozialen Aktivitäten und Experimente wäre die Entwicklung einer altruistischen Linse, durch die wir das ganze Bild der Realität betrachten können.

Aus meiner Sicht der Zukunft wird die Erforschung der Struktur und des Verhaltens der Welt durch eine verbesserte menschliche Verbindung den großen Wandel bewirken, den unsere Wissenschaft braucht, um wirklich nützlich für die Menschheit zu werden. Letztendlich würde es unsere Augen für eine ganz neue Art von Wissenschaft öffnen, die näher an dem inhärenten Gleichgewicht und der Harmonie ist, die in der Natur existieren.

„Die Erforschung der Struktur und des Verhaltens der Welt durch eine verbesserte menschliche Verbindung wird den großen Wandel bewirken, den unsere Wissenschaft braucht, um wirklich nützlich für die Menschheit zu werden“

 

Dr.Michael Laitman auf KabNET (englisch)

Hacker Kongress

In den Nachrichten (Deutsche Welle):

Der Chaos Computer Club (CCC) ist einer der weltweit führenden White-Hat-Hacker-Treffen und Herstellermessen. Seine diesjährige Hauptversammlung in Leipzig war ein Fest der digitalen Kunst und Technologie-Stunts.

Was machen Hardcore-Computer-Hacker und Technologie-Freaks, wenn sie in einer großen Horde zusammenkommen? Der Ort hierfür ist Leipzig und die Zeit dafür ist jetzt. Dort findet vom 27. – 30. Dezember die 34. Jahrestagung der CCC unter der Rubrik „Tu etwas“ statt. Es werden rund 15000 Menschen an der ausverkauften Veranstaltung erwartet, etwa 3000 mehr als im Vorjahr. Für Deutschlands engagierte White-Hat-Hacker und Computer-Nerds ist es das größte, beste Festival des Jahres…

CCC beschäftigt sich unter anderem mit Informationsfreiheit, Privatsphäre, digitalen Technologien, Experimenten und digitaler Kunst, Kultur und Politik.

Frage: Ist es für eine Gesellschaft schädlich, Zugang zu allgemeinen Daten von einer Person zu haben? Wer darf diesen Zugang haben?

Antwort: Das ist ein Problem. Wäre die Gesellschaft korrigiert, wären alle Informationen zugänglich und offen, alles würde korrekt angenommen, verstanden und verdaut, wie in einem Fleischwolf, so hätten wir ein „nettes Schnitzel“. Wenn jedoch die föderalen Organisationen der Gesellschaft und der verschiedenen Länder ihre Anwälte, Gerichte und dergleichen nur darauf warten, alles zu zermahlen und zu ihren eigenen Gunsten zu formen, dann denke ich nicht, dass es diese Art des Zugangs wert ist, aufgedeckt zu werden. Ich bin der Meinung, dass sich in diesem Fall das Internet zu einem Abwasserkanal verwandeln wird.

Wenn wir das Internet öffnen und alles hineinschütten, dann wird es so wie mit unseren Ozeanen sein. Wenn du darüber fliegst, siehst du mitten im Ozean Berge von Müll. Das Internet ist auch ein Ozean. Es kann alles enthalten, aber letztendlich, auch wenn es endlos ist und keine Grenzen hat, werden sich darin Berge von Müll ansammeln. Das verlangsamt den Informationsfluss, Spam wird erzeugt und so weiter.

Ich bin deshalb nicht für absolute Freiheit, sondern für eine angemessene Freiheit. Wir müssen uns mit dem Individuum wie mit einem Kind auseinandersetzen und nur das zulassen, was seine Entwicklung fördert. Wenn wir einem Kind erlauben, absolut alles zu tun, könnten wir ihm Schaden zufügen. So ist es hier.

Die Menschheit ist ein irrationales Kind, das Bildung benötigt. Wir können alles im Internet entsprechend dem Ausmaß der Bildung, welche die Menschheit empfängt, zulassen. Allerdings nur entsprechend dem Bildungsniveau –  so dass der Einzelne nur das aus dem Internet bekommt, was ihm und der Gesellschaft tatsächlich nützt.

 

Von KabTV „ Nachrichten mit Michael Laitman“ 7/1/18

[221670]

Die Kenntnis über das Integrale System

Frage: Wenn man die Experten, die die Gesellschaft zur Letzten Generation führen sollen, darauf vorbereitet, wie tief werden sie verstehen was Begriffe wie „das Licht, das zur Quelle zurückführt“, „die Höhere Kraft“ bedeuten?

Meine Antwort: Sie müssen nicht unbedingt mit diesen Begriffen in Berührung kommen. Sie sollten sich der Wechselwirkungen in der Gruppe, zwischen den Gruppen und der Gruppe selbst, mit der Kraft der Natur bewusst sein.

Wir befinden uns in einem Mechanismus, der uns erzeugt, entwickelt und weiter auf uns einwirkt. Wir sind im Rahmen einer gewissen Matrix, eines Programms, das uns führt und uns entwickelt. Auch heute sehen wir, dass wir allein nichts tun können: alles was wir tun, wird zerbrochen. Wir verstehen nicht wohin wir gehen, wir entwickeln uns aber trotzdem, etwas passiert mit uns.

Jeder muss das Wissen über das Integrale System haben und dass wir in einem riesigen, sozialen Bewusstsein miteinander verbunden sind. Jeder muss wissen wohin wir gehen, was mit uns geschieht und wie man das richtig realisiert. Jeder soll sehen, dass man genau auf diese Weise Probleme der Existenz in der besten rationalen Form löst: die persönlichen und sozialen Probleme, Lebens- und Familienprobleme.

Der vorbereitete Experte muss verstehen, dass die Menschheit keinen anderen Weg hat. Dies beraubt ihn nicht der individuellen Verwirklichung, sondern ist die optimale Verwirklichung seiner selbst.

Wenn das Ziel seiner Handlungen darin besteht, die Einheit von Mensch und Gesellschaft zu einem einzigen Ganzen zu machen, dann wird sich dieses Ziel verbreiten, weil es nicht gegen die Natur gerichtet ist. Es ist selbstverständlich, dass auf diese Weise der Mensch in seinen Handlungen vorwärts kommen wird. 

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“

[#222136]

Über den Beschränkungen dieser Welt

Frage: Welche Ziele kann das Bildungssystem der Zukunft anbieten?

Antwort: Es muss nur ein Ziel geben: Die Verbindung möglichst vieler Menschen in ein integrales System. Die Motivation dazu liegt darin, dass wir uns genau in diesem integralen System über unser tierisches Leben erheben. Wir entdecken dabei komplett neue Ziele der Menschheit, die sich aus dem Verstehen des Systems herauskristallisieren.

Es ist nun so, wenn ich mich in ein solches System einfüge und mich in ihm als ein integraler Bestandteil fühle, dann verändert sich meine Wahrnehmung der Realität, weil ich dies bereits mit den anderen – integralen Augen betrachte, mit integralen Wahrnehmungen. Ich nehme nicht mich selbst wahr, sondern ich werde zu diesem System – nicht zu den Menschen, mit denen ich integral verbunden bin.

Ich zerrinne, „zergehe“ sozusagen in ihnen. Bei mir entsteht eine ganz andere Denkweise, eine andere Sichtweise und Wahrnehmung. Die ganze Natur, das ganze Leben nehme ich aus einem komplett anderen Gesichtspunkt wahr. Momentan kann man sich nicht vorstellen, was das ist. Dabei sehe ich alles, was über den Beschränkungen dieser Welt liegt, über den Beschränkungen des Egoismus, weil ich auf die nächste Stufe aufgestiegen bin.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“ 30.01.2018

[#220236]

Im Einklang mit der Natur

Frage: Welche Eigenschaften soll in Zukunft ein Fachmann haben?

Meine Antwort: Wir gehen zu einer völlig neuen Lenkung der Menschheit durch die Natur über. Das ist eine globale, integrale Lenkung, die sich nicht auf das einzelne Individuum bezieht, sondern auf alle zusammen. Diese Lenkung verlangt von uns die Übereinstimmung mit ihr. Es wird so kommen, dass wir genauso integral und global sein müssen wie die Natur selbst.

Wir werden bestimmt dahin kommen. Heute allerdings zerreißt uns der menschliche Egoismus und entfremdet uns voneinander. Der Erfolg besteht nicht im Widerstand, sondern in der Übereinstimmung, in der Annäherung, in der Kommunikation. Deswegen schadet uns unsere heutige falsche Nutzung der Medien.

Der Erfolg von allem hängt nur davon ab, wie das Kollektiv verbunden ist, wie es sich einer für alle und alle für einen verantwortlich fühlt.

Diese Eigenschaft muss man in den Menschen erziehen, angefangen im Kindergarten. Wenn wir uns so wahrnehmen werden, unsere Gesellschaft, die Realität, unser Verhältnis zur Natur, dann werden wir wirklich eine integrale Gesellschaft bilden, ein Kollektiv, eine Familie und auch alles weitere. In diesem Fall ist uns der Erfolg gewiss, weil wir in Übereinstimmung mit der Natur arbeiten werden.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“  

[#219905]