Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Erziehung'

Sich zu einem Menschen erziehen

Frage: Wenn ich versuche zu spielen, so dass ich hinter allen Objekten die höhere Kraft sehe, muss ich mich dann fragen, wofür ich sie enthüllen möchte?

Antwort: Selbstverständlich! Du erziehst dich! Wofür, warum, wie? Du machst das nicht, um einen schönen Abend zu verbringen oder etwas zu genießen. Es ist nicht die Hauptsache, sich hier und jetzt gut zu fühlen. Nein! Kabbala klärt, was die Wahrheit ist. Für sie bin ich bereit, meinen gegenwärtigen, fortlaufenden Genuss zu opfern und gegen ihn anzutreten. Das ist mein Kampf. Ich wäge immer ab, was für mich wichtiger ist: Wahrheit oder Genuss? Dann stelle ich den Schirm über mein Verlangen auf und handle im Namen des Gebens. Wenn ich gegen den Genuss arbeite, spüre ich, dass es im Geben 620 Mal mehr Genuss gibt als im Empfangen. 

Frage: Hat ein Mensch die Fähigkeit, seine Verlangen zu kontrollieren und Berechnungen durchzuführen?

Antwort: Es macht alles das höhere Licht! Wir müssen nicht weise sein. Das einzige ist, dass wir nicht schüchtern sein dürfen, sondern versuchen sollen, alles in der Gruppe korrekt und konsequent umzusetzen. Die Gruppe ist das größte Hindernis. Der Mensch möchte sich den anderen nicht annähern. Er kann sich nicht vorstellen, dass genau dies so ein erstaunliches Ergebnis hervorbringt. Natürlich gibt es Menschen, die bereit sind, sich anzunähern, aber für sie ist das eine irdische Annäherung. Die spirituelle Annäherung ist praktisch für jeden schwierig. Deshalb gibt es weder den Größeren, noch den Kleineren, Besseren oder Schlechteren. Jeder muss diese Phase durchschreiten. Die Zähne zusammenbeißen, in einer Gruppe arbeiten, versuchen, sich ihr anzuschließen, etwas zu tun, ohne dabei die Gruppenaktionen zu meiden. Es ist die Anstrengung entgegen dem Verlangen, welches nach und nach Ergebnisse hervorbringt.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 13.05.2018

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Alle Menschen sind ein Teil des gemeinsamen Systems

Frage: Warum soll ich Menschen näher kommen, die in ihren Bedürfnissen und Interessen Tiere gleichen? Wie ist das möglich, wenn sie kein Interesse an dem haben was mich bewegt?

Antwort: Alle Menschen sind genau wie du, wichtige Elemente eines gemeinsamen Systems. Jeder von ihnen hat seinen eigenen Anteil. Während du an dir selbst arbeitest, musst du dich ihnen nah fühlen. Du musst ihnen die wichtigsten Informationen erteilen und ihnen die Möglichkeit geben, sich damit zu verbinden. In dem Maß, in dem wir uns in das System „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ einschließen, erheben wir unsere Welt auf die nächste Stufe.

Ich glaube nicht, dass es Menschen Organisationen, Religionen oder Methoden in dieser Welt gibt, die sich dagegen stellen, seinen Nächsten zu lieben. Schließlich verstehen wir Tag für Tag mehr das die Welt integral, miteinander verbunden ist und wir etwas mit uns selbst tun müssen.

Wenn wir weiterhin so zersplittert und zerrissen sind, werden wir unsere Welt in eine Katastrophe führen. Wenn wir versuchen, uns wie in einem lebenden Organismus, dessen Zellen richtig funktionieren zu verbinden, dann werden wir in diesem gesunden Organismus ein höheres Leben auf einer spirituellen Ebene empfinden.

Aus dem russischen Unterricht 22.04.2018

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Dalai Lama, alles ist nicht einfach …

Bemerkung: „Der Dalai Lama teilte das Geheimnis des Glücks. Er sagte: Ein Mensch, der in einem System der materiellen Werte aufgewachsen ist, wird immer mehr und mehr wollen. Das bringt
niemandem Glück. Glück kommt, wenn der Geist in Ruhe weilt, wenn in der Seele Frieden herrscht. Wenn du die anderen mit Mitgefühl und Altruismus behandelst, wird es in Ihnen viel weniger Bosheit, Neid und Konkurrenz geben und viel mehr Glück“. 

Antwort: Er hat absolut Recht, aber wie kann das erreicht werden?

Bemerkung: Im Prinzip ist es klar was der Dalai Lama meint: das ist eine spezifische Sicht der Welt, der Meditation …

Antwort: Diese Methode ist gut für Menschen mit einem wenig ausgeprägten Egoismus. Ihn gab es in der Menschheit vor Tausenden von Jahren.
Heute wird dies auch angewendet, aber nur in einigen Teilen der Welt, in der es angeboten und akzeptiert werden kann.

Frage: Wie erreicht man heute den Zustand des Glücks?

Antwort: Dafür muss man den Menschen korrigieren, damit er die Welt verändert. Die Welt soll nicht hinter hergeholten Zielen herjagen,
sondern alles im Gleichgewicht mit der Natur und miteinander halten.
Das ist möglich, jedoch nicht mit einer Methode, bei der wir sitzen und uns glücklich fühlen.

Frage: Sie sagen, dass Egoismus sich entwickeln und wachsen wird und davon nicht weglaufen kann. Was macht man mit dem Egoismus, der wächst und mich umbringt?

Antwort: Ich habe das schon oft gesagt. Solange wir den Menschen nicht zeigen das dieser Endzustand uns zur Zerstörung führt, dass es stattdessen einen ewigen und vollkommenen Zustand gibt, den wir im Jetzt und Heute in dieser Welt erreichen können; solange wir die Menschheit von dieser Möglichkeit nicht
überzeugen, können wir nichts tun.

Frage: Wie kann man das erreichen?

Antwort: Ausschließlich durch unsere Arbeit an uns selbst können wir uns zu einem Zustand bringen, in dem wir ein Beispiel für die richtige zwischenmenschliche Beziehungen geben, das Glück finden und zu einer höheren Eigenschaft gelangen.

Frage: Wie müssen unsere Beziehungen sein?

Antwort: Es muss die Liebe zwischen uns geben. Darüber spricht auch der Dalai Lama. Nur das muss erreicht werden. Das ist nicht einfach und
wird durch eine enorme Anstrengung und eine ernsthafte Methode erreicht, die das Unmögliche mit dem Gewünschten verbindet.
Muss man das erreichen? – Es ist notwendig. Ist es möglich? – Es ist schwer, aber möglich. Hier müssen wir die Natur des Menschen verändern.

Frage: Wie verändert sich die Natur des Menschen?

Antwort: Ausschließlich unter dem Einfluss der Offenbarung der höherer Kraft. In den Versuchen, uns zu vereinigen, offenbaren wir diese Kraft. Wir wollen, dass sie uns verändert- ausschließlich sie! Nicht so: Ich will gut sein – und ich bin bereits gut.

 

Aus der Fernsehsendung „Neuigkeiten mit Michael Laitman“, 20.06.2018

[# 232415]

Was bietet die Kabbala?

Frage: Warum fällt es Menschen mit
Depressionen leichter, sich selbst zu erschießen, als ihre Weltanschauung, die
zur Depression führte zu verändern?

Antwort: Sich selbst zu erschießen ist kein Problem. Wir wissen, dass ein Mensch dieses Leben gut beenden kann, da er sich auf diese Weise von seinen Leiden befreit. Deshalb müssen wir darüber nachdenken, wie wir uns über
diese Leiden erheben können.Die Kabbala bietet dir an, noch in diesem Leben, in diesem Proteinkörper zu der Empfindung der nächsten Stufe des Lebens zu kommen, welche „Seele“ genannt wird, d.h. zur Eigenschaft des Gebens zu gelangen. Jeder, der das hört, hat unabhängig von seinem Alter diese
Möglichkeit.Lasst uns einander helfen, es schnell umzusetzen.All das steht in
unserer Macht.

Aus dem russischen Unterricht 29.04.2018

Die spirituelle Pyramide der Weltgruppe

Frage: Existiert eine Wechselwirkung der spirituellen Pyramide innerhalb des Weltklis (der Weltgruppe BB)?

Antwort: Das spirituelle System ist ausschließlich auf der Stufe zur Annäherung zum Schöpfer aufgebaut. Aus diesem Grund besetzt jeder Mensch in diesem System seinen bestimmten Platz. Diese Stufe ist in eine rechte, linke und mittlere Linie aufgeteilt. Darin gehen sehr komplizierte Prozesse vonstatten, da das System ein integrales System der Wechselwirkung zwischen allen zerbrochenen Teilen der Seele darstellt.

Das gesamte System ist verbunden, deshalb können die untersten das Geschehen bei den höchsten Elementen bestimmen und umgekehrt: die Oberen können auf die Unteren und Mittleren einwirken und so weiter. Das ist kein einfaches lineares System, welches bestimmt, wer vom Schöpfer am weitesten entfernt ist und wer Ihm nahe steht. Hier existiert eine integrale, sehr komplizierte Abhängigkeit, eine komplexe Verbundenheit zwischen den Elementen.

Demzufolge, existiert eine Pyramide der Interaktion innerhalb des Weltklis/des Gefäßes und in ihr befinden sich Menschen und Gruppen, die der spirituellen Offenbarung nah und fern stehen. Aufgrund unserer Handlungen zwischen uns, bestimmen sie sich gegenseitig.

Die gesamte Menschheit ist miteinander verbunden. Es sind diejenigen eingeschlossen, die sich offensichtlich nicht in dieser Welt befinden, das heißt die ehemaligen und die kommenden Kabbalisten, auch die Seelen, die sich noch nicht vollkommen auf der Erde gezeigt haben. In unserer Welt gibt es keine neuen Seelen, da sich schon alle mehrmals in den niederen und höheren Dimensionen befanden. Wir kommunizieren in einem integralen Gefäß. Dieses Gefäß heißt Malchut, die Welt der Unendlichkeit. Infolgedessen bestimmen wir gegenseitig unsere Zustände.

Die spirituelle Pyramide bestimmt nicht nur das Niveau das sich weiter und weiter bewegt, sondern jeder von uns bestimmt im Maße der gemeinsamen Verbindung den anderen. Folglich ist es gut möglich, dass auf dem anderen Ende der Welt, zum Beispiel in Costa Rica eine Gruppe von Menschen existiert, die ebenfalls zeitgleich nach der Spiritualität strebt, oder aber auch umgekehrt, sich in einem noch niedrigerem Zustand befindet als gestern oder vorgestern.

Mit uns geschehen alle möglichen Auf- und Abstiege. Wir hängen sogar von den Menschen ab, die wir überhaupt nicht kennen, die sich aber in irgendeinem Bezug zur spirituellen Entwicklung befinden.

Die ganze Welt befindet sich gegenüber der spirituellen Bewegung in einem klaren Wachstum. Das bedeutet, dass die spirituelle Pyramide existiert. Ihr Zustand wird von allen zusammen bestimmt, und die Bewegung in ihr ist überproportional.

Es hängt alles von den jeweiligen Anstrengungen jeder Gruppe ab. Abgesehen davon, dass es stärkere und schwächere Gruppen gibt, hängen wir alle vollkommen voneinander ab. Insofern wünschen wir uns, alle nach oben zu bringen. Wir möchten die gesamte Menschheit hochziehen, damit diese spirituelle Pyramide sich harmonisch entwickelt und allmählich die Form von einem Kreis annimmt. In diesem Kreis werden alle gleichberechtigt sein, obwohl jeder von uns seine eigenen persönlichen Eigenschaften, Möglichkeiten und Bedingungen besitzt. In der spirituellen Welt wird das alles in Betracht gezogen. Wenn jede Gruppe alle nur möglichen Anstrengungen unternimmt, wird das genügen, um alle anderen Gruppen zu unterstützen und sich in alle einzuschließen.

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Neues Leben # 1019 – Persönliche Fähigkeiten in einer vernetzten Welt

Neues Leben # 1019 – Persönliche Fähigkeiten in einer vernetzten Welt
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Tal Mandelbaum ben Moshe

 

Zusammenfassung

Wenn Sie versuchen, sich mit anderen zu verbinden und dabei scheitern, dann müssen Sie den Grund dafür untersuchen: Was will die Natur von Ihnen? Jeder Mensch kann sich an Trends in der Entwicklung der Natur anpassen und lernen, sich richtig mit den Menschen zu verbinden. In Zukunft wird es notwendig sein, sich mit der gesamten Menschheit verbunden zu fühlen, so wie ein kleines Dorf in der Vergangenheit verbunden war. Wir werden eine spezielle Ausbildung benötigen, um zu lernen, wie wir mit der gesamten Gesellschaft, der Natur und der Realität als Ganzes kommunizieren können.

 

Aus KabTVs „New Life # 1019 – Persönliche Fähigkeiten in einer vernetzten Welt“, 5.6.18

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Neues Leben # 70 – Geld und Kontrolle, Teil 2

 
Neues Leben # 70 – Geld und Kontrolle, Teil 2
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Zusammenfassung

Die Welt befindet sich in einem Übergang von der Struktur einer Pyramide zur Form eines Kreises und dies ist der Grund für den globalen Zusammenbruch. Wenn wir uns wie Mitglieder einer Familie verbinden, schaffen wir es, Glück, Sicherheit und Frieden in der Gesellschaft zu erreichen. Die Preise müssen gesenkt werden, und die Arbeitnehmer müssen Zeit erhalten, um die Verbindungsmethode und die gegenseitige Bürgschaft zu studieren. Integrale Bildung wird bereitgestellt, um die Herzen der Arbeiter wie eine Familie zu verbinden.

 

Aus KabTVs „Neues Leben # 70 – Geld und Kontrolle, Teil 2“

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Gemäß den Gesetzen unserer Welt

Frage: Wenn jemand mich in unserer Welt verletzt, ist es notwendig, den Konflikt mit Liebe zu lösen?

Meine Antwort:  Nein. In dieser Welt handeln wir nach deren Gesetzen. Die Handlung ist der Gegenwirkung gleich. Eine Person muss erzogen werden, andere nicht zu verletzen. Die Tora sagt: „Auge um Auge, Zahn um Zahn“.

Viele Menschen hatten Schwierigkeiten während der Wanderung durch die Sinaiwüste, und Moses bestrafte sie immer. Die Korrektur durch Bestrafung dauerte 40 Jahre, bis die Generation vollständig durch eine Neue ersetzt wurde, bereit, in das Land Israels einzutreten. Die Tora spricht nicht von Vergebung. Und wir sehen das nirgendwo auf der Welt! Das sind alles nur schöne Worte und Lügen! Weshalb sollten wir uns so verhalten, wenn unsere Natur es überhaupt nicht akzeptiert?

Frage: Was bedeutet dann der Satz: „Das Gute lieben und das Böse hassen“?

Meine Antwort:  Genau, wir müssen das Gute lieben und das Böse hassen. Aber das bedeutet nicht, dass, wenn man auf eine Wange geschlagen wird, die andere hinhalten soll. Dies wird ein Individuum niemals zu einer Person machen. Man selbst schadet ihm. Er wird sehen, dass er eine Belohnung für schlechte Taten erhält und genauso weiter handeln.

 

Aus dem Kabbala-Unterricht auf Russisch 12/10/17

[227386]

Neuer Lebensstil

Wir haben die Gelegenheit, die Bedingungen der Letzten Generation als einen Zustand des Friedens in der ganzen Welt zu betrachten, in dem die gesamte Menschheit ihre Einzigartigkeit nur in Form von „dem Nächsten zu geben“ und nicht um „für sich zu bekommen“ genießt.
Wir sollten ein Leben aufbauen, das auf der Qualität des Gebens basiert. Dies sollte als einziger Maßstab dienen und in das Bewusstsein der Menschen eintreten. Vielleicht ist es das wert und wir sollten in unserer Generation den Versuch machen, dem Leben in dieser Form zu ähneln. ( Baal HaSulam, „Frieden in der Welt“)

Wir müssen kleine Gemeinschaften bilden, die die individuellen Prinzipien der nächsten Generation demonstrieren können. Es ist notwendig, sie zu bewerben, sodass die Menschen kommen, studieren und Kurse absolvieren. Sie sollten versuchen, diese Prinzipien in die Praxis umzusetzen und mit ihren Familien für mindestens ein paar Monate in solche Gemeinschaften ziehen.

Alle Kräfte, die sich im Menschen, in der Natur und in der Welt um uns herum manifestieren, drängen uns dazu, über unseren Egoismus hinauszuwachsen und auf einer ganz anderen Ebene zu existieren – auf der Ebene des Schöpfers, der allgemeinen Kraft der Natur, dem Altruismus. Das Problem ist, dies zu realisieren.

Dafür gibt es in unserer Welt eine besondere Gruppe von Menschen, die Kabbalisten genannt werden, die dank ihrer besonderen und unabhängigen, inneren Entwicklung den Anstoß zu einem neuen Lebensstil erhielten.
Sie untersuchen, wie das System der Organisation unserer Welt funktioniert, wie wir dazu kommen können, es für uns selbst anzupassen, um uns entsprechend verändern zu können.
Daher müssen die Massen von den Kabbalisten lernen, ihre Technik übernehmen, denn Kabbalisten realisieren dies aus ihrer eigenen Erfahrung heraus.

Aber die meisten Menschen wissen nichts darüber, sie verstehen es nicht und reagieren stattdessen auf egoistische Weise. Es handelt sich um eine besondere Veränderung in unserer Natur, eine umgekehrte Welt – sich zu verändern vom „Empfänger, der nur für sich genießt“ zum „Geber, der an alle denkt, so wie an sein einziges geliebtes Kind, an das er ständig denkt.

Praktisch ist das für den Menschen unrealistisch und nicht wahrnehmbar. Jedoch wird die Natur uns mit großem Leid bedrücken, wenn wir uns nicht freiwillig darauf zubewegen.

Die Kabbala erzählt, wie man kleine Schritte zum biblischen Prinzip „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ machen kann. Versuche diese Prinzipien der Hauptgebote der Tora „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ und „die Einheit aller Menschen“ im Voraus zu lernen und in dir aufzunehmen, obwohl dies nicht aus deinem eigenen Willen kommt und es einen starken Widerstand dagegen gibt.

 

Aus der Fernsehsendung „Die Letzte Generation“, 23.10.2017

[#225021]

Die Umerziehung der Erwachsenen

Frage: Wie soll die Struktur der Integralen Erziehung aussehen? Wie können wir uns mit der Erziehung der Erwachsenen beschäftigen?

Meine Antwort: Natürlich muss man den erwachsenen Menschen erziehen, aber die größte Zuwendung muss man der Erziehung der Kinder widmen, weil es sehr schwer ist, die Erwachsenen zu ändern.

Einerseits spüren sie die Verdorbenheit der heutigen Gesellschaft, in der sie leben und würden sie gerne ändern. Andererseits bedeutet, die Gesellschaft zu ändern, den Menschen zu ändern. Und das ist sehr kompliziert. Aber indem wir uns um unsere Kinder kümmern, d.h.um diejenigen, die uns am Herzen liegen, werden wir uns dabei selber ändern.

Wir alle sind Eltern. Indem wir uns um den Aufbau einer völlig anderer Gesellschaft für unsere Kinder kümmern werden, wie man sagt:“ wenn nicht wir, dann wenigstens unsere Kinder!“, indem wir uns um die nächste Generation kümmern und sie erziehen, werden wir uns dabei gleichzeitig mit unserer eigenen Umerziehung beschäftigen.

Replik: Sollte dann in einen Erwachsenenkurs auf jeden Fall ein Kurs für die Vorbereitung von Kindererziehern integriert sein?

Meine Antwort: Unbedingt! In diesen Kurs sollten Interaktionen integriert werden -zwischen Eheleuten, zwischen Mensch und Gesellschaft, Mensch und Vorgesetztem, und Untergeordnetem, mit Kindern (Erziehung der Kinder).

Der Mensch muss integral mit allen verbunden sein.

 

[#66135]