Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bildung&Erziehung'

Über den Beschränkungen dieser Welt

Frage: Welche Ziele kann das Bildungssystem der Zukunft anbieten?

Antwort: Es muss nur ein Ziel geben: Die Verbindung möglichst vieler Menschen in ein integrales System. Die Motivation dazu liegt darin, dass wir uns genau in diesem integralen System über unser tierisches Leben erheben. Wir entdecken dabei komplett neue Ziele der Menschheit, die sich aus dem Verstehen des Systems herauskristallisieren.

Es ist nun so, wenn ich mich in ein solches System einfüge und mich in ihm als ein integraler Bestandteil fühle, dann verändert sich meine Wahrnehmung der Realität, weil ich dies bereits mit den anderen – integralen Augen betrachte, mit integralen Wahrnehmungen. Ich nehme nicht mich selbst wahr, sondern ich werde zu diesem System – nicht zu den Menschen, mit denen ich integral verbunden bin.

Ich zerrinne, „zergehe“ sozusagen in ihnen. Bei mir entsteht eine ganz andere Denkweise, eine andere Sichtweise und Wahrnehmung. Die ganze Natur, das ganze Leben nehme ich aus einem komplett anderen Gesichtspunkt wahr. Momentan kann man sich nicht vorstellen, was das ist. Dabei sehe ich alles, was über den Beschränkungen dieser Welt liegt, über den Beschränkungen des Egoismus, weil ich auf die nächste Stufe aufgestiegen bin.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“ 30.01.2018

[#220236]

Im Einklang mit der Natur

Frage: Welche Eigenschaften soll in Zukunft ein Fachmann haben?

Meine Antwort: Wir gehen zu einer völlig neuen Lenkung der Menschheit durch die Natur über. Das ist eine globale, integrale Lenkung, die sich nicht auf das einzelne Individuum bezieht, sondern auf alle zusammen. Diese Lenkung verlangt von uns die Übereinstimmung mit ihr. Es wird so kommen, dass wir genauso integral und global sein müssen wie die Natur selbst.

Wir werden bestimmt dahin kommen. Heute allerdings zerreißt uns der menschliche Egoismus und entfremdet uns voneinander. Der Erfolg besteht nicht im Widerstand, sondern in der Übereinstimmung, in der Annäherung, in der Kommunikation. Deswegen schadet uns unsere heutige falsche Nutzung der Medien.

Der Erfolg von allem hängt nur davon ab, wie das Kollektiv verbunden ist, wie es sich einer für alle und alle für einen verantwortlich fühlt.

Diese Eigenschaft muss man in den Menschen erziehen, angefangen im Kindergarten. Wenn wir uns so wahrnehmen werden, unsere Gesellschaft, die Realität, unser Verhältnis zur Natur, dann werden wir wirklich eine integrale Gesellschaft bilden, ein Kollektiv, eine Familie und auch alles weitere. In diesem Fall ist uns der Erfolg gewiss, weil wir in Übereinstimmung mit der Natur arbeiten werden.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“  

[#219905]

Hin zur Harmonie mit der Natur

Frage: Was ist Ihre Vorhersage bezüglich der Klimaregulierung? Was erwartet uns? Gibt es etwas, worum man sich bemühen kann?

Meine Antwort: Ich sehe keine besondere Lösung in den von Klimatologen vorgeschlagenen Maßnahmen. Ich glaube nicht, dass der menschliche Egoismus eine Gelegenheit ermöglichen wird, entstehende Probleme irgendwie zu verhandeln und zu lösen, das betrifft insbesondere die Regierungsebene, die moderne Welt und die gegenwärtige Politik. Daran glaube ich überhaupt nicht.

Im Gegenteil, wir sehen, dass von Jahr zu Jahr die Regierungen verblüffter sind. Sie sind nicht in der Lage, die stattfindenden Prozesse zu verstehen und zu steuern. Daher sehen wir wachsende Probleme.

Meiner Ansicht nach werden die Menschen beginnen zu erkennen, dass sie keine andere Wahl haben, als sich bei Entscheidungen einander näher zu kommen. Dies wird die Machthaber und Regierungen dazu zwingen, ihr Verhalten zu ändern, und vielleicht werden sich dann Länder und Regierungen einander annähern. Und vor allem wird aus all den Problemen und Leiden das Bewusstsein in den Menschen wachsen, dass die Vereinigung die einzige Rettung ist.

Aber nicht nur, weil es gut ist, dass wir einander helfen, sondern weil wir uns durch die Vereinigung harmonisch mit der Natur verbinden. Schließlich ist jeder Teil der Natur, mit Ausnahme der Menschen, harmonisch und vollständig miteinander verbunden. Nur die menschliche Gesellschaft widersetzt sich der Natur mit ihrem Egoismus.

Wenn wir in unserem Innersten erkennen, dass dies die Ursache aller Probleme ist, wird uns diese Erkenntnis zur Harmonie mit der Natur führen. Und alles wird ausgeglichen sein.

Damit dies geschehen kann, müssen wir die Bildung von Menschen als integralen Bestandteil der Welt einführen. Ich halte dies für eine Notwendigkeit.

 

[213153]

 

Eine schlanke Figur: Schönheit oder Schaden für die Gesundheit?

Frage: Welche spirituellen Wurzeln haben die stark verbreitete Propaganda und das Verlangen der Frauen, eine sportliche, schlanke Figur zu haben? Wieso ist es für einige leicht dieses Ziel zu erreichen und andere tun sich sehr schwer damit?

Meine Antwort: Das ist der Frauen-Egoismus, welcher sie auf diese Weise unterstützt. Deswegen ist das Streben der Frauen nach Schlankheit in einen besonderen Rang erhoben worden. Dafür arbeiten die kosmetische und die pharmazeutische Industrie, die Friseure und viele andere.

Mein Bekannter hat einen Schönheitssalon. Er hat mir erzählt, welchen „Krieg“ es um die Kunden in dieser Branche gibt, welche enormen Summen an Geld dabei in Bewegung gesetzt werden.

Replik: Einst war das Bild des gesunden Menschen anders als heute.

Meine Antwort: Ja. Wenn früher die Idealmaße „90/60/90“ waren, so sind sie heute viel kleiner. Das hat mit der Gesundheit nichts zu tun. Alle diese Richtlinien sind absolut nicht überlebensfähig. Im Endeffekt schaden sie der Gesundheit. Sowohl die Frauen als auch die Männer müssen einen normalen Körperbau haben.

Ich hoffe, dass wir letztendlich dazu kommen, die Menschen nach ihrem sozialen Engagement zu bewerten und danach wie vertraut und angenehm uns die Kommunikation mit ihnen ist. Und wenn jemand von ihnen 10 kg zu schwer ist, wird es uns nicht abschrecken. Uns werden die inneren Eigenschaften des  Menschen anlocken.

Natürlich muss der Mensch auf sich achten, aber nicht um irgendwelchen phantastischen, völlig unnötigen Standards zu entsprechen.    

 

Aus dem russischen Kabbalaunterricht 8/20/17

[#218245]

Seminar im Kreis und die praktische Kabbala Teil 2

Frage: Worin verbirgt sich der Sinn des Seminars, der Besprechung im Kreis, als die Methode der praktischen Kabbala?

Meine Antwort: „Seminar“ ist eine gemeinsame Handlung zwischen zehn Männern oder zehn Frauen, welche Übungen durchführen. Diese Übungen wurden von den kabbalistischen Quellen empfohlen und werden unter der Leitung des Lehrers, wie die Sportler unter der Leitung des Trainers, durchgeführt.

Das sind keine physischen Übungen wie im Sport, sondern innere Übungen. Sie basieren auf den inneren Anstrengungen, sich miteinander bis zu einem Grad zu verbinden, damit sich innerhalb dieser Verbindung der Schöpfer offenbart.

Es wäre gut, wenn man das in einer Handlung realisieren würde. Normalerweise aber braucht man viel Übung über mehrere Monate oder sogar Jahre. Solch eine Übung mit dem Ziel, zwischen uns eine besondere Verbindung zu erschaffen, innerhalb welcher wir die höhere Kraft des Gebens und der Liebe spüren werden, heißt „Seminar“.

Es gibt viele verschiedene Arten von Seminaren. Üblicherweise aber werden sie als Vorbereitung zum Studium der Kabbala durchgeführt. Im Seminar überprüfen wir die Verbindungen zwischen uns, inwieweit sie mit der Natur des Schöpfers (dem Geben und der Liebe) übereinstimmen. Nachdem wir im Seminar dieses Geben und die Liebe erreichen, oder umgekehrt nicht erreichen können, sondern unsere Entgegengesetztheit offenbaren, kommen wir zum Studium.

Dann, mit Hilfe des Studiums, erbitten wir von oben die Kraft des Gebens, das Licht, das zur Quelle zurückführt. Also die Kraft, die in der Tora steckt. Das bedeutet die Tora zu studieren, worüber es heißt: “Ich habe den bösen Trieb erschaffen“, welcher uns im Zehner trennt, „und als Gewürz dazu habe Ich die Tora erschaffen, das Licht, welches zur Quelle zurückführt“.

Wenn wir im Zehner Kabbala  studieren, um uns einander anzunähern und uns dadurch miteinander zu verbinden, dann können wir die Kraft der Tora nutzen. Während des Studiums erlernen wir was es heißt verbunden zu sein. Wie sind die spirituellen Objekte (Parzufim) aufgebaut, die Welten, die Leiter der spirituellen Stufen, wie wird das alles verbunden und bindet uns darin ein?

In diesem Fall ziehen wir auf uns eine besondere Kraft heran, welche „die Tora“ heißt, „das umgebende Licht“ oder „das Licht, das zur Quelle zurückführt“, welches auf uns einwirkt und uns einander annähert.

So bilden wir ein Netz der Verbindungen, in welchem wir letztendlich diese besonderen Ereignisse sehen. Sie sind Ausdruck der höheren Kraft, der Offenbarung des Schöpfers.

 

Fortsetzung folgt…

Aus dem 885. Gespräch über das Neue Leben  20/07/2017

[#214910]

Die kommende Formation  – die Vereinigung der Menschheit

Frage: Die materielle Arbeit, die uns ernährt, wurde vom Schöpfer erschaffen. Hat dies Geltung, um den Egoismus des Menschen, den bösen Trieb, zu korrigieren?

Meine Antwort: Natürlich, materielle Arbeit wurde vom Schöpfer erschaffen und im Laufe der Evolution weiterentwickelt, um uns der Korrektur näher zu bringen. Die Korrektur besteht jedoch nicht in der physischen Arbeit. Im Laufe der Evolution ist die Menschheit durch verschiedene soziale, politische und staatliche Entwicklungen gegangen, um zum jetzigen Zustand zu gelangen, wo die Welt zum ersten Mal seit tausenden Jahren ihre egoistische Entwicklung erlebt.

Aber heute geht es zu Ende. Geld wird allmählich seine Macht verlieren. Arbeit verliert ihren Wert, und es wird immer weniger Arbeit geben. Dementsprechend wird die Grenze zwischen Reichen und Armen, Starken und Schwachen verschwinden und  Hierarchien nehmen ab. Alle möglichen Ausschreitungen, die der Egoismus in der menschlichen Gesellschaft erschaffen hat, werden verwischen und an Wert verlieren. Darum wird die gewichtige Bedeutung von „Arbeit“, die auf Selbstsucht aufgebaut war, verschwinden.

Frage: Wird es weiter Arme und Reiche geben?

Meine Antwort: Nein. Jetzt gibt es noch diese Unterteilung der Bevölkerung, dass  aus der ganzen Menschheit vielleicht nur mehrere Tausende Menschen reich sind, und alle anderen arm. Das heißt, eine kleine Gruppe von Menschen wird an der Spitze sitzen und die restlichen Milliarden ganz unten. Aber die Menschheit wird  so nicht leben können.

Wir sprechen nicht über Sozialismus, Kommunismus, Gegensätze und dergleichen, denn die Natur wird uns selbst zur Verbindung treiben. Deshalb durchleben wir die Zustände der unterteilten Menschheit, damit wir verstehen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Gemäß der Wissenschaft der Kabbala wird uns die Natur zur Erkenntnis bringen, dass die nächste Formation, die nächste Entwicklungsstufe, die Vereinigung der Menschheit ist, zu gleichen Bedingungen, weil Vermögen, Ego, Gehalt, nicht als Maß für den Erfolg stehen werden.

Für den Erfolg werden andere Rahmenbedingungen gelten. Er fließt aus der Hierarchie heraus nicht von unten nach oben, sondern von außen nach innen. Derjenige, der mehr für die Verbindung arbeitet, wird eine höhere Energie aus der Natur empfangen, einen besonderen Zustand, Harmonie, die Ähnlichkeit mit der Höheren Natur.

Diese Menschen werden wirklich groß, mächtig und reich werden. Aber das geschieht nur dann, wenn sie verstehen, dass der Reichtum die  Verbindung zwischen ihnen bedeutet. Die Aufmerksamkeit des Menschen wird sich auf die Arbeit für die Verbindung fokussieren. Und das wird eine echte Arbeit sein.

Frage: Aber der Wert, ob man glücklich ist oder nicht, bleibt?

Meine Antwort: Auf jeden Fall! Darüber hinaus bleiben die Höheren und die Niederen. Aber sie werden nach anderen Kriterien bewertet, danach, wie viel man in die Verbindung investiert.

Frage: Und dann werden sie glücklicher sein?

Meine Antwort: Sie werden nicht nur glücklicher sein, sondern auch respektiert und verehrt. Und dies wird zur Konkurrenz antreiben.

Frage: Was ist mit der Filmbranche, Theater, bleibt das?

Meine Antwort: Selbstverständlich. Alles bleibt, was in sich ein spirituelles Potenzial tragen kann, einschließlich der Kunst, die die inneren Impulse des Menschen zum Ausdruck bringt.

Und alles andere wird nur in dem Maße existieren, dass wir genug zum Anziehen haben, unseren Körper gut versorgen und ihm Schutz geben können.

 

Aus der Lektion auf Russisch, 18.12.2016

[#205361]

Seminar im Kreis und die praktische Kabbala Teil 1

Frage: Die Methode der Kabbala erlaubt uns die Natur des Menschen so zu verändern, dass er anstatt sich um sich selber zu kümmern, anfängt sich um die anderen Menschen zu kümmern. Für die Realisation dieser Methode benutzt man die Seminare in Kreisen, „die runden Tische“. Was ist „der runde Tisch“?

Meine Antwort: Der runde Tisch ist eine Gruppenhandlung, an welcher Männer, Frauen und Kinder teilnehmen. Kabbala ist die Methode der Offenbarung des Schöpfers den Geschöpfen in dieser Welt. Und dies ist nur unter der Bedingung des Gleichheit der Eigenschaften möglich. Das bedeutet, dass wir die Eigenschaften erlangen sollen, die der höheren Kraft ähneln. Dann werden wir diese Kraft offenbaren können. Genauso wie jedes Ortungsgerät dafür bereit sein muss, die Erscheinungen die es orten soll, zu erfassen.

Zum Beispiel ist ein Dampfdetektor darauf aufgebaut, dass er auf den Dampf reagiert und nicht auf einen süßen, sauren oder bitteren Geschmack. Genauso hier, wenn ich die höhere Kraft offenbaren möchte, muss ich in mir ein Gefühlsorgan bilden, welches der Natur des Schöpfers entspricht. Dann kann ich den Schöpfer finden, wie ein Spürhund, der einen Geruch aufgenommen hat. Ich brauche nur „den Geruchsinn“ um zu orten, wo sich der Schöpfer verbirgt.

Die Kabbalisten sagen, dass der Schöpfer sich zwischen uns verbirgt. Wenn zwischen uns die guten Verhältnisse herrschen und die gegenseitige Anteilnahme, Liebe zu den Freunden, als ob wir ein Mann mit einem Herzen wären, sagt uns das, dass wir uns wirklich als Ganzes fühlen wollen.

In diesem Streben fangen wir an, wie ein Hund mit seiner Spürnase die Anwesenheit des Schöpfers zu fühlen. Wir suchen nicht nach Ihm irgendwo in anderen Welten und Räumen, sondern wir verbinden uns miteinander noch mehr, damit wir herausfinden wo und wie wir den Schöpfer offenbaren können.

Es ist klar, dass wir, indem wir freundliche Wechselwirkungen zwischen uns aufbauen, darinnen die höhere Kraft offenbaren. Das Netz der Verbindungen zwischen uns, der maximal guten Verbindungen, bis hin zur Liebe, heißt Shechina. In ihr wollen wir die Anwesenheit des Schöpfers finden, der Shochen heißt.

Daraus folgt, dass keine Notwendigkeit dazu besteht sich in einen anderen Raum zu versetzten. Wir brauchen zwischen uns nur das Netz der  Wechselwirkungen, die gegenseitige Liebe und das Geben, die Umarmung, die Einheit bis zu so einer Stufe korrigieren, bis wir uns innerlich so nahe sein werden, dass sich innerhalb dieser Verbindung der Schöpfer offenbart.  Das Einzige worum wir uns Sorgen machen müssen, ist unsere Verbindung. Alles andere wird sich innerhalb dieser offenbaren.

Für den Aufbau solch einer besonderen Verbindung wird die Arbeit in der Gruppe von zehn Menschen, die die höhere Kraft offenbaren wollen, durchgeführt. Wenn diese Menschen den Anweisungen der Kabbalisten folgen, offenbaren sie allmählich diese Kraft.

Es ist wünschenswert, dass dieser Zehner sich jeden Tag für das Studium der Wissenschaft der Kabbala versammelt und sich auch bemüht alle Freunde miteinander zu verbinden indem man über die Verbindung redet, die kabbalistischen Artikel liest und eventuell Übungen macht.

Das alles geschieht dafür, dass man unter den Freunden solche Beziehungen aufbaut, innerhalb derer sich ein Netz der Verbindungen zwischen uns offenbart. Dieses Netz existiert auch jetzt schon, wir sollen es aber aus seinem Versteck herausholen als ob wir ein Fischernetz aus der Tiefe der See holen. Wie die Fischer den Fisch mit dem Netz herausziehen, werden wir mit diesem Netz auch den Schöpfer herausziehen und offenbaren.

Das Seminar in dem Kreis ist eine Handlung, die uns erlaubt den Eigenschaften der höheren Kraft ähnlich zu sein. Darin verbirgt sich die ganze Wissenschaft der Kabbala, die von der Erhebung des Menschen von unten nach oben spricht.

Es existiert ein Teil in der Kabbala, welcher den Aufbau des Alls, das von der Welt der Unendlichkeit nach unten absteigt, erklärt. Ein anderer Teil der Kabbala lehrt darüber, wie man aus dieser Welt zurück in die Welt der Unendlichkeit aufsteigt und den Schöpfer offenbart. Diese Arbeit geschieht mithilfe des Seminars im Kreis.

Fortsetzung folgt…

 

Aus dem 885. Gespräch über das Neue Leben 

[#214705]

Die Wirtschaft der Letzten Generation

Frage: Wie ist die Wirtschaft in der Letzten Generation nach Baal HaSulam?

Die Antwort: Nehmen wir an, wir sollen absolut alle Menschen mit allem Nötigen versorgen. Ihr macht eine Liste und zählt die 20 bis 30 notwendigsten Sachen für den Menschen auf, angefangen mit der Kleidung, Haushaltgeräten, Essen und bis zu Schulutensilien für die Kinder. Nehmt diese Liste und seht was ihr benötigt.

So eine Planungsökonomie kommt aus der Notwendigkeit: “Was braucht ein Mensch im Prinzip?“. Er beschäftigt sich nur damit, dass er über die innere spirituelle Verbindung mit anderen nachdenkt und darin immer größere Niveaus des höheren Zustandes offenbart. Was ist alles nötig, was braucht er alles für seine Existenz.    

Man sollte ihn deswegen damit versorgen, weil wir nicht auf den Wolken leben, wir sind  realistische  Menschen. Der Mensch soll seine Kalorien bekommen, seine Kleidung, seine Elektroenergie, Licht, Wasser, Gas.

Wie kann man das alles gewährleisten? Dafür braucht man einen Wirtschaftsplan. Der Mensch aber soll  bei seiner Arbeit ständig darüber nachdenken, wie er einen größtmöglichen Nutzen dazu beitragen kann.

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen der Wirtschaft der Zukunft und der spirituellen Entwicklung?

Meine Antwort: Auf jeden Fall! Der Ansporn ändert sich.

 

Aus dem TV Programm „die Letzte Generation“ 

[#214098]

Das Instrument des Einflusses auf den Menschen

Aufklärungsarbeit ist die Beschäftigung der Menschen für die Verbreitung oben beschriebener (altruistischer) Prinzipien in der Gesellschaft. (Baal HaSulam, „Die Letzte Generation“).

Agitation und Propaganda sind sehr wichtige Instrumente des Einflusses auf den Menschen, auf seine Psychologie, auf sein Unterbewusstsein. Die Propaganda muss aber über viele Kanäle laufen: TV, Kino, die Verbreitung, die Ausbildung in den Schulen und anderen Bildungsinstituten. Die Agitation ist eine sehr breite Massenbewegung von den Lehrern zu ihren Schülern.

Kommentar: Baal HaSulam schreibt, dass man für die Aufklärung alle möglichen Spezialisten beschäftigen kann.

Antwort: Natürlich. Unter Aufklärung versteht man, dass du dich mithilfe aller möglichen alternativen Wege dem Menschen annäherst, damit seine Weltanschauung geändert wird.

Frage: Das heißt, dass der beschäftigte Agitator nicht auf dem niedrigen Niveau dieser Anschauungen sein muss?

Antwort: Das können Artisten, Preisträger (z.B. ein Nobelpreisträger) erledigen. Welche Rolle spielt das Wer und Was, wenn sie auf einfache Menschen Einfluss nehmen können?

Ich kann auf einen einfachen Menschen keinen Einfluss nehmen. Er nimmt mich nicht wahr. Wenn eine berühmte Persönlichkeit dagegen auftritt und zwischen den Anekdoten auf der Bühne manchmal etwas sagt, kann es sein, dass das bei den Menschen einen guten Eindruck hinterlassen wird.

Frage: Welche Beschränkungen haben die Agitatoren?

Antwort: Praktisch keine. Weil sie mit den Massen auf allen Niveaus der Entwicklung arbeiten sollen. Außerdem machen wir das für ihr Wohl. Deswegen kann man alle Mittel nutzen, nur damit wir sie retten können.

Frage: Heißt das, dass ihre Treffen mit Wissenschaftlern und Schauspielern von dem Grundgedanken der Wissenschaft der Kabbala geleitet werden?

Antwort: Ja. Wenn sie mir ein paarmal zustimmen, wird es im Gedächtnis der Menschen bleiben. Auf diese Weise werden wir in unserer Verbreitung voranschreiten.

Frage: Wo liegen die Grenzen der Aufklärung?

Antwort: Wenn ein Mensch sich für die systematischen Unterrichte bei uns einschreibt, bedeutet das, dass der Agitator diesen Menschen dem Lehrer übergibt.

Aufklärung und Propaganda sind Methoden, um den Menschen zu überzeugen, dass er das braucht. Er kann überhaupt nicht verstehen worüber gesprochen wird. Du hast ihn aber überzeugt sich für die systematischen Unterrichte einzuschreiben und er hat es gemacht. Das ist die Aufklärung.

Natürlich braucht man hier ein Einverständnis von dem Menschen. Es gibt aber solche Aspekte, mit denen du ihn überzeugst. Er braucht das für sein eigenes Wohl, er wird nicht enttäuscht sein. Du erklärst ihm, dass er dafür zwei Stunden in der Woche opfern muss und so weiter.

Kommentar: Nehmen wir an, die Agitatoren haben den Menschen animiert und er ist gekommen, um zu erfahren wie er sich besser in dieser Welt positionieren kann. Hier spricht man aber von etwas ganz anderem. Er wird enttäuscht sein.

Antwort: Die Gespräche, wie man sich in dieser Welt etabliert, gehören nicht zur Kabbala, sondern zur Psychologie und Philosophie.

Die Kabbala ist die Offenbarung der höheren Kraft. Damit beschäftigen sich keine Psychologen und keine Philosophen.

Frage: Wie soll sich der Lehrer verhalten?

Antwort: Der Lehrer soll sehr geschmeidig aber auch sehr überzeugend erklären, dass es einen großen Unterschied zwischen der Kabbala und den Mythen über die Kabbala gibt, dass es für die Menschen hier so angenehm sein wird, dass sie zuhause und mit Mitarbeitern darüber reden werden.

Der Lehrer erklärt, dass ein sehr besonderes, erhabenes Ziel existiert. Ihr werdet anfangen zu sehen, zu fühlen und euch mit der höheren Kraft zu unterhalten, so wie ihr euch untereinander unterhaltet. Diese Kraft ist ihr „Boss“, aber ihr habt zu ihr den Zugang. Ihr könnt euch an sie wenden und diese höhere Kraft wird sich an euch wenden.   

Ihr könnt diese Kraft alles fragen, von ihr erfahren, Erklärungen von ihr bekommen, was mit euch geschieht und geschehen wird. Also ihr werdet anfangen eine beiderseitige Kommunikation mit der höheren Kraft einzugehen, mit der Kraft, von welcher alles abhängt.

Alle anderen Methoden dienen nur der Verschönerung unseres verwirrenden Lebens. Hier aber ist es umgekehrt. Das Leben wird klarer und klarer. Ihr lokalisiert präzise alle Probleme und könnt sie lenken. Ihr werdet zum Partner der höheren Kraft.

Wenn aber der Mensch sich mehr für die anderen Methoden interessiert, schaltet er sich damit wieder in denselben Wirbel von unnützen Handlungen ein. Aber das ist die freie Wahl von jedem Einzelnen. Er muss nur wissen, was sich hier und dort abspielt.

 

Aus dem TV Programm „Die Letzte Generation“  10.07.2017

[#213612]

 

 

 

Warum ist der Schöpfer so grausam?

Frage: Warum ist der Schöpfer so grausam?

Meine Antwort: Ich verstehe Sie, ich würde es auch so empfinden. Aber der Schöpfer ist nicht grausam. Wenn wir Seine Güte in unserem Egoismus empfangen, empfinden wir dies als entgegengesetzt zu uns.

Ich erinnere mich, wenn sich meine Mutter in meiner Kindheit über meine schlechten Zensuren oder etwas anderes geärgert hatte. Es kostete Sie viel Nerven und Kraft. Ich empfand es als böse, aber sie handelte mir gegenüber absolut gut.

Der Schöpfer, das ist die altruistische Eigenschaft der Natur. Aber in dem Maß, in dem wir Seiner Güte entgegengesetzt sind,  empfinden wir die Welt und uns als schlecht. Er macht nichts Schlechtes. Er behandelt uns mit absoluter Güte, aber wir sehen die Welt als absolutes Übel. Wir müssen niemanden dafür  beschuldigen, nicht den Schöpfer und uns selbst auch nicht.

Frage: Aber wie kommt es, dass wir Seine Güte in unserer Welt als Gewalt empfinden?

Meine Antwort: Das machen wir selbst. Die Menschen machen die Welt durch ihren Egoismus schlecht. Der Schöpfer gab ihnen den Egoismus und die Möglichkeit, ihn zu korrigieren. Er bringt uns zur Korrektur. Wir sehen doch, was in der Welt geschieht.

Meinung: Aber Er gibt einem einfachen Menschen so viele Hindernisse, in dem Er das Böse erschafft, was man nicht rechtfertigen kann.

Meine Antwort: Ich stimme dem voll und ganz zu. Aber sobald der Mensch erkennt, dass alles vom Schöpfer kommt, hört er auf Ihn zu beschuldigen. Im Gegenteil, er empfindet tiefe Dankbarkeit. Aber jetzt versteht man das noch nicht, so wie man es in der Kindheit nicht verstanden hat, warum die Eltern mit einem schimpfen.

 

Aus der Lektion auf Russisch, 26.02.2017

[#209961]