Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Bildung&Erziehung'

Der Tod des Körpers sollte wie ein Haarschnitt sein

Frage: Was bedeutet es, die Natur zu enthüllen?

Antwort: Die Natur zu enthüllen, bedeutet, das allgemeine Naturgesetz zu enthüllen, in welches wir eingeschlossen sind, und uns in einem anderen Zustand zu erkennen. Um es anders zu sagen, bedeutet es, die Wirklichkeit in ihrer wahren Form zu enthüllen, im Gegensatz zu ihrer Wahrnehmung mit unseren fünf körperlichen Sinnen, wo wir uns nicht von Tieren unterscheiden.

Was uns von den Tieren unterscheidet, ist unser egoistisches Verlangen, die gesamte Natur zu unserem Vorteil zu benutzen, für einen geringfügigen und begrenzten Vorteil. Doch müssen wir lernen, uns über diese egoistische Kraft in uns zu erheben.

Wenn wir diese egoistische Kraft in die Kraft zu Geben und der Nächstenliebe umwandeln können, werden wir uns über unsere Natur erheben, das Geben lernen und uns dem Schöpfer angleichen, was die allgemeine und Höhere Kraft der Natur ist. Dies wird dann in jedem „den Schöpfer verwirklichen“ genannt. Dadurch enthüllt jeder die Höhere Eigenschaft – das Geben – in sich und empfängt ewiges und vollkommenes Leben, so wie der Schöpfer und unsere gesamte Natur.

Auch wenn man seinen materiellen tierischen Körper verliert, hat man nicht das Gefühl, dass einem etwas fehlt, weil das physische Leben die kleinste, schlimmste und unbedeutendste Lebensform ist.

Rabash nahm das Beispiel vom Nägel- und Haare schneiden, weil die Nägel und Haare den pflanzlichen Teil des tierischen Teils im Körper darstellen und ein Mensch keinen Schmerz spürt, denn die pflanzliche Stufe liegt unter der tierischen.

Auf die gleiche Weise, wenn wir uns über die tierische Stufe der Natur zur Stufe des Schöpfers erheben, werden wir auch aufhören, den Verlust unseres körperlichen Lebens als wichtig und bedeutsam zu empfinden. Doch bis wir zu dieser höheren Stufe aufgestiegen sind, werden wir dem weiterhin Bedeutung beimessen.

Doch erst wenn wir auf diese höhere Stufe gelangt sind, werden wir merken, dass der einzige Zweck unseres Lebens darin besteht, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten. Dazu gehört der Bedarf nach dem Geben wollen, wobei diese Gelegenheit weiterhin existieren wird. Wenn das nicht notwendig wäre und unser physischer Körper sterben müsste, würden wir unseren Tod wie einen Haarschnitt oder wie Nägel schneiden empfinden.

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Kabbala ist die Wissenschaft über die Korrektur der Welt

Frage: Vor zwei Monaten sprach mein Rabbi mich bezüglich meiner Rede vor der Gemeinde über die Kabbala in unseren wöchentlichen Gottesdiensten an. Normalerweise sind 10 bis 15 Personen in unseren Gottesdiensten. Wir sind eine sehr kleine reformierte Gemeinde in Nordost-Pennsylvania. Können Sie mir bitte in dieser Angelegenheit ein wenig Anleitung geben?

Antwort: Sie sollten ihnen erklären, dass die Kabbala die Wissenschaft von der Korrektur der Welt ist. Heute ist die Welt dabei, zu entdecken, wie verkehrt sie ist und deshalb wird die Kabbala der Welt zum ersten Mal in der Geschichte enthüllt. Alles, was in der Vergangenheit über die Kabbala gesagt wurde, war eine Lüge, aber niemand wusste davon, da die Kabbalisten darüber geschwiegen haben.

Der erste, der diese Tatsache enthüllte, war Baal HaSulam. Vor ihm sprachen die Chassidut über die persönliche Korrektur, aber sie sagten wenig und in einer verhüllten Form. Anstatt die innere Korrektur durchzuführen, fingen die Menschen an, sich auf die äußeren Handlungen und Rituale zu konzentrieren.

Die Kabbala wurde im alten Babylon von Abraham enthüllt, um die Menschheit zu korrigieren. Damals erkannte die Menschheit, dass sie an einem Ort vereint war, doch dann trennten die Menschen sich und zerbrachen die Verbindung. Heutzutage wird diese Verbindung abermals in globalem Maßstab enthüllt und darum werden die Menschen es zwangsläufig verstehen – entweder bewusst oder durch Leiden. Dann werden sie die Kabbala nutzen, um den Egoismus der Menschheit zu korrigieren.

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Ein Eseltreiber für die ganze Menschheit

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Art. „Der Eseltreiber“, P.74: „Ein Mensch ging ihnen nach und führte ihre Esel“ – d.h. lenkte (richtete) ihre Esel.

„Rabbi Aba sagte: „Lasst uns die Tore der Tora öffnen, denn ihre Stunde und die Zeit unseren Weg zu korrigieren ist gekommen“. „Esel zu führen“ bedeutet sie zu „stechen“.

Und dieser Name wurde für den Eseltreiber genommen, denn seine Funktion besteht darin, die Esel mit der Stockspitze zu stechen, damit sie sich beim Laufen mehr beeilen.“

Die ganze Schöpfung muss zur Verschmelzung mit dem Schöpfer gebracht werden. Alles, was in der Realität geschieht, einschließlich das Drehen von jedem Atom, bewegt sich nur zu diesem Ziel. Es gibt keine anderen Handlungen auf der Welt, außer solchen, welche die Geschöpfe, mit ihrer Zustimmung oder auch ohne, zu der Verschmelzung mit dem Schöpfer bringen sollen. Und wir werden zu diesem Ziel durch eine besondere Kraft von oben geführt, die der „Eseltreiber“ genannt wird. Wenn wir uns dem Wissen angleichen, von dem uns der Sohar erzählt, werden wir gemeinsam mit dem „Eseltreiber“ gehen und er wird uns auf unserem Weg helfen.

Wenn nicht, wird der gleiche „Eseltreiber“ unsere „Esel“ bzw. unser Verlangen zu Genießen mit seinem spitzen Stock stechen. Das sind gerade all die Leiden, denen die Welt ausgeliefert wird, wenn sie zum Ziel nicht bewusst, mit einem Verständnis, gehen möchte.

Aus einem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 10.1.2011

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Neues Leben # 11 – Neue Bildung

Neues Leben # 11 – Neue Bildung

Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi

 

Um die nächste Stufe unserer Entwicklung zu erreichen, muss sich die Menschheit auf einen integralen Bildungsprozess einlassen, der unsere Natur von gegenseitigem Hass und Ausbeutung zu Liebe und Rücksichtnahme verändert. Die Methode der Verbindung, das heißt das integrale Bildungssystem, soll uns nicht nur vor allem Bösen bewahren, sondern auch zum Guten führen. Es wird uns ermöglichen, mit der Triebkraft in Kontakt zu bleiben, die den gesamten Entwicklungsprozess steuert, die größte Kraft, die in der Natur zu finden ist: die Liebe. Zuerst müssen wir die Menschen dazu erziehen, durch Denken, Reden und Handeln eine ausgeglichene Gesellschaft aufzubauen. Auf diese Weise beenden wir alles Leiden , erreichen ein Gleichgewicht mit der Kraft der Natur und leben in perfekter Harmonie. 

Aus KabTVs „New Life # 11 – Neue Bildung“, 09.01.12

Siebe das ganze Tierische aus

Frage: Wenn der Mensch in sich das Böse offenbart, wird es dann für ihn noch schwieriger sein, die Nächstenliebe zu empfinden?

Antwort: Du enthüllst das Böse gerade in Bezug auf die Liebe, auf die Einigkeit mit dem Nächsten. Das ganze übrige Übel gehört zum tierischen Niveau.

Es gibt beispielsweise Hunde, welche beißen, und außerdem gibt es die guten, netten Haushunde. Die Tiere können eben auch verschiedene Charaktere haben. Wir sprechen jedoch nicht über das gute oder das schlechte Gemüt, sondern darüber, wie der Mensch das wahre Böse offenbart, nachdem er sich mit seinem Nächsten verbindet. Gerade dann, in der inneren Abstoßung des Ziels – zeigt sich der wahre böse Trieb.

Ich verbinde mich mit dem Nächsten, um das Ziel bzw. den Schöpfer zu erreichen. Nur in der Bestrebung auf das Ziel können wir das Böse offenbaren. Und ohne Verbindung mit dem Ziel wird unser Böses nicht gezeigt. Möglicherweise, habe ich einen schlechten Charakter, bin ungeduldig und reizbar, jedoch wird es nicht als „Böse“ bezeichnet und bezieht sich nicht auf das Spirituelle.

Wenn ich mich bemühe, die Liebe zu den Freunden zu erreichen, um die Liebe zum Schöpfer zu empfinden, und offenbare inwiefern sie mich anwidert, dann ist dieses Maß der Abstoßung, der Abtrennung das wahre Übel. Die Abneigung zur Einheit ist das Böse!

Siebe durch den Filter alle Eigenschaften des Menschen durch und sondere das ganze Tierische ab. In uns befinden sich „die Hunde“, „die Hasen“, „und die Esel“, lasse sie alle in Ruhe, rechne mit ihnen nicht. Die Propheten haben darüber folgendes gesagt: „Ich kam und fand keinen Menschen“. Das Übel bezieht sich nur auf die Vereinigung, die auf den Schöpfer gerichtet ist.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash „Was bedeutet das Brot des Mißgünstigen in der spirituellen Arbeit“, 11.01.2011

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Die Fotos im Herzen 1 (14)

Bild könnte enthalten: Bruder Jörg

                                 Die Fahrten nach Norden 14

Damals waren wir nicht so angespannt mit der Verbreitung wie heute. Wir hatten keine großartigen Verbreitungsaktionen gehabt. Obwohl ich alle anderen Schüler dazu ermutigt habe Kurse aufzumachen, Lektionen an verschiedenen Stellen zu führen, damit man noch mehr Schüler holt. Es war aber sehr schwer auf sie Druck auszuüben. Sie wollten das nicht so richtig tun. Nach dem Institut vom Berg hatten sie scheinbar die Lust verloren die wahre Wissenschaft der Kabbala zu verbreiten. Und so blieb es auch. Bis zu heutigem Tag sehen wir, dass sie keinen Hang dazu haben zu verbreiten.

Deswegen hatten wir auch keine besonderen Ereignissen außer, dass wir einmal im Jahr nach Norden gefahren sind. Einmal im Jahr war im besten Fall, danach sind wir noch viel seltener gefahren.

Wir sind mit dem Bus nach Tiberien gefahren, sind vorbei am Rav Meir Baal Nes Grab, danach zu Miron und dann zurück nach Hause. Das war eine kurze Reise, nur ein Tag.

Frage: Sind Baal HaSulam und Rav auch zu Miron gefahren?

Natürlich. Baal HaSulam und Rav waren dort, weil Baal HaSulam eine sehr große feierliche Mahlzeit bezüglich des Abschlusses des Kommentars zum Buch Sohar „Sulam“ veranstaltet hat. Er hatte damals eine große Rede gehalten. Aus dieser Rede hat man einen Artikel zum Abschluss des Buches „Sohar“ gemacht.

Aus diesem Grund waren sie oft im Norden zusammen. Und auch im Hebron, in der „Machpela“ Höhle. Außerdem fuhr Baal HaSulam alleine dort hin.

Rav hatte eine besondere Beziehung zu Miron und zum Grab von Rav Shimon (im Vergleich zu anderen Stellen). Er hat keinem anderen Platz irgendeine Wichtigkeit gegeben, außer diesem Platz. Sogar dem Grab von Baal HaSulam nicht. Ich war mehrmals mit ihm am Grab von Baal HaSulam und ich habe nicht gesehen, dass er diesem Platz eine Bedeutung gegeben hätte. Er war dort, weil er verpflichtet war einmal im Jahr dort zu sein (am Todestag).

Als ich ihn gefragt habe: “Soll ich vielleicht diesen Platz streichen? Weil das nicht so schön aussieht“. Er hat geantwortet: “Überlass das den anderen. Befasse dich lieber mit der inneren Arbeit“. Das erinnert mich daran, was Baal HaSulam über sich  sagte: “Es ist mir egal wo mein Knochensack begraben wird“. So hat er sich gegenüber seinem Körper verhalten. Weil der Körper keine Bedeutung nach dem Sterben hat und die Seele hat keine Möglichkeit sich mit Hilfe dieses Körpers noch ein bisschen zu erheben. Wo liegt dann der Nutzen?

Genauso hat auch Rav sich verhalten. Ich bin sicher, dass er so eine starke Verbindung mit Baal HaSulam hatte, dass er keine äußeren Bräuche mehr brauchte. Zum Rashbi-Grab hat er sich ganz anders bezogen, ich habe das gesehen. Es gab vieles, was sich vor meinen Augen abspielte und ich habe keine Fragen gestellt, weil ich wusste, dass man besser nicht nachfragt.

Frage: Wie viele sind mit euch normalerweise gefahren?

Es waren ungefähr fünfzig Mann, ein ganzer Bus.

Frage: War das im Herbst oder im Winter?

Wir sind zu Lag ba-Omer dorthin gefahren, aber nicht am Feiertag selber, weil ungefähr ab dem Jahr 1982-1985 die Menschen zum Miron gekommen sind. Sie haben Lag ba-Omer zu einem israelischen Festival umgewandelt und für uns gabs da keinen Platz mehr. Davor war da eine sehr pastorale Atmosphäre. Das ist ein kleiner und sehr stiller Ort.

Seitdem haben wir mit Rav aufgehört am Lag ba-Omer dorthin zu fahren. Und wenn wir mit Rav nach Tiberien fuhren, sind wir zu Miron gefahren. Er hat das Grab des Rav Shimon mit der Hand berührt, ist so ein paar Sekunden geblieben und ich neben ihm. Danach hat er gefragt: “Also, was hast du heute gespürt? Dieses Mal?“. Das sind die Minuten, aus welchen man viel lernen kann.

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Fotos im Herzen Teil 1 (13)

Bild könnte enthalten: Bruder Jörg

                                          Die Rabash’s Schüler 13

Frage: Sie waren die ganze Zeit mit Rav zusammen. Wie haben sich andere Schüler Ihnen gegenüber verhalten?

Ich war so stark von den anderen Schülern getrennt, sogar als ich mich zwischen ihnen befand, war ich nicht mit ihnen zusammen. Weil ich mit ihnen nur während dem Unterricht zusammen war und nicht in einer Gruppe von Schülern.

Rav hat eine besondere Gruppe organisiert. Da waren ich, Rav Drori, Miller, Dzhermy, Josy – das waren fünf, sechs seiner besonderen Schüler. Er hat uns gesagt: “Ihr werdet zusammen sein und nicht mehr“.

So waren die ersten Jahre. Danach ist nicht einmal ein Anzeichen an diese Gruppe geblieben. Wir haben uns nur 1 Mal die Woche versammelt und nichts mehr.

Mit anderen Schülern war ich fast überhaupt nicht verbunden, weil ich ständig mit  Rav zusammen war. Den ganzen Tag war ich bei ihm, bin mit ihm herum gefahren, habe ihn betreut, hab von ihm gelernt. Diese Jahre sind so vergangen, dass ich die anderen Menschen kaum vor mir sah.

Ich habe dem sogar keine Beachtung geschenkt, wie sich die anderen Schüler mir gegenüber verhalten. Da ich viele von ihnen selber zum Rav gebracht habe.

Nach dem ich zu Rabash kam, habe ich angefangen ihn zu fahren, ihn in der Klinik zu betreuen und ihn zu pflegen. Die alten Schüler und Chassiden haben sich damals gefreut, dass so ein junger Mann kommt (ich war ungefähr 30 Jahre alt), der den Rav betreuen kann. Rav war schon alt und brauchte Hilfe. Sie waren froh und haben mich geachtet.

Danach habe ich die neuen Schüler zu Rabash gebracht. Ich habe ein paar Lektionen bei dem Berg-Institut gelesen und sie kamen dank mir, dank diesem Unterrichten. Deswegen war ich nicht ganz auf einer Ebene mit ihnen, weil ich sie holte.

Ich habe nicht gespürt wie sie sich zu mir verhalten. Ich habe dem keine Beachtung geschenkt, habe das nicht erforscht oder gespürt, weil für mich nur eins wichtig war, mich auf Rabash zu konzentrieren.

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Jahrhundert des industriellen Fortschritts – Jahrhundert des Zusammenbruchs der Familie

Der Zusammenbruch der Ehe Institution begann aus rein pragmatischen, egoistischen Gründen der Industriellen. Welche das freie Leben zu propagandieren begannen. In der Tat, wenn zum Beispiel in Europa 300 Millionen Haushalte zu zählen sind, wird das Ergebnis durch die Scheidung auf 600 Millionen steigen. Es ist vorteilhaft für Produzenten, weil sie doppelt so viele Kühlschränke, Waschmaschinen, Wohnungen, etc. verkaufen können.

Allmählich schalteten sich die Medien dazu, die auch von den gleichen Leuten beeinflusst werden. Schließlich arbeitet alles für: Filme, Hollywood und den Rest.

Das ganze soziale System hat sich unbewusst  darauf eingestellt, so dass diese Lebensweise angenommen wurde. Natürlich hat der menschliche Egoismus dabei eine Rolle gespielt, weil alles aus egoistischen Gründen hervorging.

Und heute ist es sehr schwierig, die Menschen in das Familienleben zurückzuführen. Um dies möglich zu machen,  muss ein Umfeld geschaffen werden, welches es unterstützen, anregen, gut heißen würde und welches den Unverheirateten nicht als etwas Seltsames ansieht.

Ich habe die Erinnerung aus meiner Kindheit, dass es früher so war: Wenn jemand unverheiratet oder geschieden war – sah man das als einen Alptraum, als eine echte Tragödie an. Wie schnell sich alle veränderten.  Aber ich hoffe zum Besten, genauso schnell.

Auszug aus dem Programm „Aufbau des sozialen Umfeldes“, 24.09.2012

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Das 21. Jahrhundert ist entscheidend

Meinung (Michail Gorbatschow): Das 21. Jahrhundert wird entweder ein Jahrhundert der totalen Zuspitzung der todbringenden Krise oder ein Jahrhundert der moralischen Säuberung und spirituellen Heilung der Menschheit werden, ihrer vollständigen Genesung. Ich bin mir sicher, wir alle, das heißt alle vernünftigen politischen Kräfte, alle spirituellen und weltanschaulichen Bewegungen, alle Religionen sind so konzipiert bzw. sind dazu da, um diesen Übergang, den Sieg der Menschlichkeit und Gerechtigkeit zu unterstützen. Damit das 21. Jahrhundert das Jahrhundert der Wiedergeburt, ein Jahrhundert des Menschen wird.

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Die Fotos im Herzen Teil 1 (12)

Bild könnte enthalten: Bruder Jörg

                                      Die Schüler von Baal HaSulam

Frage: Wie hat sich Rav gegenüber den Schülern von Baal HaSulam verhalten? Und umgekehrt, wie haben sich die Schüler gegenüber Rabash als Rav verhalten?

Ehrlich gesagt, existiert in der kabbalistischen Umgebung immer das Problem, welches absichtlich von oben geschickt wird. Nach dem der Rav gestorben ist, zerstreuen sich normalerweise seine Schüler. So war es auch mit den Schülern vom Ari. Und wie uns bekannt wurde auch noch in manchen anderen Gruppen. Bis ein Chassidut gebildet wurde. Aber auch da erfolgte eine Teilung in mehrere Gruppen.

So wurden auch die Schüler von Baal HaSulam zerstreut. Sechs von ihnen besaßen die spirituelle Offenbarung, konnten aber dennoch nicht zusammenhalten. Jeder von ihnen hat sich von den anderen getrennt und Rav blieb auch allein. Es gab noch ein paar Schüler, die er unterrichtete in seiner Gruppe aus der Anwesenheit von Baal HaSulam. Natürlich blieben diese Schüler bei ihm.

Als ich zu Rav kam, ungefähr im Jahre 1979, hat er den Ilel Gelbstein als Lehrer für mich ausgesucht. Das war sein Schüler seit den Zeiten von Baal HaSulam. In seiner Gruppe befand sich auch Menachem Eidelschein. Es kam so, dass sie manche Unterrichte von Baal HaSulam besuchten, grundsätzlich aber bei Rabash studierten.

Frage: Wie haben sie sich gegenüber Rabash im Vergleich zu Baal HaSulam verhalten?

Ich habe sie in dieser Zeit nicht erlebt. Sie haben sich voll vor ihm annulliert. Das heißt, dass alles, was er geschrieben hat, hat bei ihnen keinen Zweifel hervorgerufen, keinen Streit. Sie strebten nur dazu, so gut wie möglich das Geschriebene zu verstehen, zu realisieren und voll und ganz damit zu verschmelzen.

Und gegenüber Rav haben sie sich so verhalten, dass ich das nicht verstanden habe. Von Außen hat man keine Ehre oder Zittern gespürt. Ich bin mir sicher, dass es innerlich so war. Aber damals, in meinen ersten Jahren, konnte ich das nicht erkennen. Später stand ich Rav so nah, dass ich keine Aufmerksamkeit mehr dem Äußeren schenkte.

Man muss verstehen, dass ich in den ersten sechs Monaten bei Ilel Gelbstein und dann, nach zwei Monaten, habe ich die Unterrichte von Rabash gehört. Er hat mich zu seinem Unterricht eingeladen, obwohl ich nicht daran gedacht hatte bei ihm zu studieren. Weil Ilel die ganze Wissenschaft der Kabbala wunderbar unterrichtete. Wahrscheinlich hat Rabash in mir etwas gesehen, das er mehr entflammen konnte. Deswegen zog er mich an sich heran. Ich habe angefangen bei ihm zu studieren, zu ihm um 3 Uhr nachts zu kommen (aus Rechowot, wo ich damals lebte).

Ungefähr zwei Monaten danach hatte er die Probleme mit dem Ohr. Ich fuhr ihn zum Arzt und der Arzt hat uns sofort ins Krankenhaus verwiesen. Das geschah zufällig, nach dem Morgen Unterricht. Der Älteste von Beit Knesset hat mich gefragt, ob ich  Rav zum Arzt fahren könne und ich bin gefahren. Der Arzt sagte, dass etwas mit dem Ohr nicht in Ordnung sei und hat uns ins Krankenhaus geschickt. Da sind wir sofort hospitalisiert worden (ein Tag vor Schawuot).

Wir haben gefragt: “Können wir vielleicht in zwei Tagen wieder kommen, nach dem Schawuot? Weil zu diesem Fest viele Menschen kommen“. Die Ärzte haben uns diese Möglichkeit genommen. Deswegen war ich gezwungen mit ihm ins Krankenhaus zu gehen. Ihm wurde ein Zimmer zugewiesen und ich musste bei ihm bleiben. Ich war den ganzen Monat lang mit Rav. Genau dieser Monat hat die besondere Nähe zwischen uns erschaffen…

Nach dem Tod von Rabash mussten alle seine Schüler Beit Knesset verlassen. Er gehört der Familie und der Chassidim, die in der Nähe wohnten, sie kamen dorthin um zu beten. Alle Schüler haben im laufe der Jahre bei anderen Menschen „Zuflucht“ gefunden. Einige hier und andere dort. Die Mehrheit hat sich dem Abraham Gottlieb angeschlossen. Er war einer der Schüler, die mit ihnen bis zu heutigem Tag studieren. Mir ist auch bekannt, dass Abraham Sinai auch eine Gruppe gründete, die er die Gruppe „Sulam“ nannte. Ich glaube, er unterrichtet auch, obwohl er erst im letzte Jahr vor dem Tod von Rabash, zu ihm kam. Vor allem hat er nicht bei Rabash studiert, sondern separat als Anfänger (wie ich damals bei Ilel Gelbstein). Währenddessen ist Rabash gestorben und er hat von ihm nichts übernehmen können.

Es könnte sein, dass noch einige Gruppen existieren. Ich kenne sie aber nicht, weil ich in meine Sachen vertieft bin. Ehrlich gesagt, würde ich mich sehr freuen, wenn mehr und mehr Schüler neue Lerngruppen aufmachen würden, die, die Wissenschaft der Kabbala für die Massen offenbarten. Weil Baal HaSulam darüber so viel nachgedacht hat?! Wir hoffen, dass im Endeffekt dies alles geschieht. Wir haben aber kein Kontakt miteinander.

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