Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Warum weiß die Menschheit überhaupt nichts über die Kabbala?

Frage: Die Kabbala ist eine Methode, wie die Menschen angemessen miteinander kommunizieren können. Die Menschheit hat sich über Tausende von Jahren entwickelt. Warum weiß die Menschheit am Anfang des 21. Jahrhunderts überhaupt nichts über diese Methode?

Antwort: Das hat nichts mit der menschlichen Intelligenz zu tun, sondern es hängt davon ab, ob das Bedürfnis, den Grund für seine Existenz zu enthüllen, in ihm aufgetaucht ist. Wenn er ein Bedürfnis danach hat, dann kommt er zur Weisheit der Kabbala.

Frage: Aber warum weiß das der Mensch nicht? Wir haben so viele Dinge in unserer Welt entdeckt, wir haben so viele technische Neuerungen erfunden, aber wir haben keinerlei Grundwissen über die Weisheit der Kabbala.

Antwort: Ein Mensch braucht nicht zu wissen, was er noch nicht wissen soll. Deshalb wurde die Kabbala den Menschen bis ins 20. Jahrhundert nicht enthüllt, ausgenommen den individuellen Kabbalisten.

Sogar heute haben viele Menschen noch kein Bedürfnis, etwas darüber zu wissen; nur diejenigen, die den Wunsch haben,  die Weisheit der Kabbala erreichen zu können. Das nächste Zwischenstadium wird eintreten, wenn jedermann nach kabbalistischem Wissen strebt.

Aus der russischen Kabbalalektion 1/29/17

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„Zieh ihm den Schuh vom Fuß“

Tora, Deuteronomium 25: 7-10
Wenn der Mann aber seine Schwägerin nicht heiraten will und seine Schwägerin zu den Ältesten ans Tor hinaufgeht und sagt: „Mein Schwager will dem Namen seines Bruders in Israel keinen Bestand sichern und hat es deshalb abgelehnt, mit mir die Schwagerehe einzugehen“, wenn die Ältesten seiner Stadt ihn dann vorladen und zur Rede stellen, er aber bei seiner Haltung bleibt und erklärt: „Ich will sie nicht heiraten“, dann soll seine Schwägerin vor den Augen der Ältesten zu ihm hintreten, ihm den Schuh vom Fuß ziehen, ihm ins Gesicht spucken und ausrufen: „So behandelt man einen, der seinem Bruder das Haus nicht baut. Diese Familie soll in Israel genannt werden „Die Familie desjenigen, dessen Schuh entfernt wurde“.

„Mein Schwager hat sich geweigert, den Namen seines Bruders in Israel zu bewahren, fortbestehen zu lassen“ keinen Bestand sichern“, das bedeutet, dass er nicht die Fähigkeit besitzt, den Namen seines Bruders wieder in das System der gemeinsamen Seele aufzunehmen. Er kann das nicht tun, weil er fühlt, dass sein Schirm nicht angemessen ist, um die Frau seines Bruders zu korrigieren.

Und deshalb verweigert er sich; er muss eine anders geartete Korrektur ausführen. Das hat mit der Tatsache zu tun, dass diese Frau zu den Älteren geht, das heißt, dass sie zur nächsten Stufe aufsteigt, sie verbindet sich mit den Älteren, und sie bürgen für sie. Sie zieht ihm die Schuhe aus, naal (vom Wort „nael“, was geschlossen oder verschlossen bedeutet), was die Vervollständigung dieser Stufe symbolisiert.

Frage: Warum hat man von den Juden verlangt, Schuhwerk zu tragen?

Antwort: Alle Teile des menschlichen Körpers müssen immer bedeckt sein; dafür spricht die Tatsache, dass ein Mensch innerhalb eines Systems von zehn Sefirot existiert. So werden wir als Ebenbild und Abbild des höheren Systems erschaffen, und deshalb ist das die Art und Weise, wie wir uns selbst in unserer Welt erhalten müssen.

Es gibt hier nichts Überflüssiges, kein „Pro“ und „Kontra“. Ein Mensch muss ständig angezogen sein, sogar beim Schlafen. Es gibt hier nichts, was man irgendwie anders deuten kann. Deshalb gingen die Juden gesetzmäßig in Schuhen herum, was praktisch in anderen Nationen nicht existiert hat bis zu den modernen Zeiten. Erst in den letzten 200-300 Jahren wurde das Tragen von Schuhen weit verbreitet, aber zu jener Zeit ging jeder barfuß und empfand dabei kein Unbehagen.

Übrigens, die Füße des Menschen sind so eigentümlich, dass sie bei ständigem barfuß gehen eine so raue Haut bekommen, dass der Mensch noch nicht einmal fühlt, wenn er auf spitzen Steinen steht. Er kann in ein Feld rennen und über scharfe Gegenstände stolpern ohne es zu fühlen, so als würde er Schuhe tragen.

Aber im antiken Israel und im Verlauf der Jahrtausende gingen die Juden in Schuhen, was die Loslösung eines Menschen von der Erde (vom Willen zu empfangen) symbolisiert.

Aus Kab TV’s “Geheimnisse des Ewigen Buches” 11/2/16

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„Ihr sollt alles tun, was euch die Priester der Leviten lehren“

Tora, Deuteronomium 24,8: …Ihr sollt alles tun, was euch die Priester der Leviten lehren…

Die Priester (Cohens) und die Leviten waren damit beschäftigt zu lehren, zu erziehen und der Bevölkerung zu dienen. Sie haben sich nicht hingesetzt und darauf gewartet, dass die Menschen kommen, um einen Segen zu empfangen. Sie reisten quer durch das Land und brachten den Menschen lesen und schreiben bei.

Deshalb gab es keine ungebildeten Menschen im Volk Israel. Nachdem Moses die Tora empfing, war jedermann verpflichtet, sie zu lernen. Und die Juden empfingen ihre Bildung von Abraham, nachdem sie Babylon verlassen hatten.

Es war das Fehlen des Analphabetismus, was die Juden vor anderen Völkern auszeichnete. Es gab den Glauben, dass ein Mann, der seinen Sohn nicht unterrichtet, sich zum Dieb macht.

Jeder musste wissen, welche Gesetze in der Tora beschrieben sind, wie man sie umsetzt und wie man mit anderen Menschen interagiert. Die Juden erlernten das Rechts- und Steuersystem, weil sich jeder daran beteiligen musste.

Darüber hinaus mussten sie die Gesetze der Tora nicht nur auf der inneren Ebene, sondern auch im täglichen Leben umsetzen: die Gesetze von Kashrut, die Kultivierung des Landes usw.

Die Juden kannten die Tora, die Schriften (Ketuvim), die Mischna und den Talmud auswendig. Jeder von ihnen lebte darin. Sie wurden den Menschen ohne irgendwelche Textbücher beigebracht, weil lediglich der Tanach (Tora, Neviim, Ketuvim) auf Papier niedergeschrieben war, alle übrigen nicht.

Dieses Wissen war ein täglicher Lebenscode für die Menschen, und sie wussten wie sie mit anderen interagieren mussten. Deshalb war das Ziel der Priester und Leviten, jedermann zu unterrichten.

Im Alter von zwei Jahren wurde einem Kind das Alphabet beigebracht, mit drei  lesen, mit fünf  die Tora und Mischna, und mit neun Jahren kannte es bereits alle Gesetze, und mit dreizehn musste es alles wissen, was es fürs Leben braucht.

Aus KabTVs  „Die Geheimnisse des Ewigen Buches“ 10/26/16

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Worte, die aus dem Herzen kommen

Frage: Es wurde gesagt, dass  Israel die Zeit beschleunigt. Wie können wir das effektiver und produktiver machen? Mithilfe der Verbreitung? Der Absichten? Der inneren Analyse?

Antwort: Mit dem Weg der inneren Arbeit und äußeren Verbreitung. Die innere Arbeit ist die Verbindung zwischen uns. In der Verbreitung müssen wir unsere Botschaft noch verständlicher machen, für uns und auch für die Anderen.

Wenn der Mensch selber nicht weiß worüber er spricht, soll er lieber schweigen. Er wird anderen bestimmt keinen Nutzen bringen. In diesem Fall wirken unsere Worte wirklich nicht, sie fliegen in ein Ohr rein und aus dem anderen Ohr heraus. Das hängt damit zusammen, dass sie nicht mit dem Herzen verbunden sind.  Wir „schwadronieren“ nur, wir sind noch nicht in unseren Empfindungen und Verlangen (dieser Worte) eingetaucht. Das, was wir gehört oder gelesen haben, das sprechen wir auch aus.

Wenn du dich in deine Worte einbringst, in deinen inneren Wunsch, wenn sie aus diesem Verlangen ausgehen, damit sie sich danach in die Form der Formulierung einkleiden und beim Zuhörer ankommen, dann verbreitet sich diese Kette von deinem Verlangen zu anderen. Dem ist so, weil das Verlangen die Grundlage der Schöpfung ist. Wenn aber deine Worte ihren Anfang aus dem Höheren nehmen und ihre Wurzeln nicht bis zum Haupt greifen, dann kommen sie auch auf der anderen Seite nicht zum Ziel. Dann verschwinden sie ohne in einem Menschen einen Abdruck zu hinterlassen.

Genau deswegen ist unsere Verbreitung so schwach.

Frage: Wie können wir dann erreichen, dass unsere Worte direkt aus dem Verlangen fließen, aus dem Herzen?

Antwort: Du hast es dir selbst beantwortet, sie müssen aus dem Herzen heraus kommen, vom Herzen zum Herzen. Wenn du nicht das fühlst, worüber du sprechen willst, sag lieber nichts. Wenn du aber fühlst, wird sogar jeglicher Unsinn funktionieren. Weil darin das Gefühl brennt, die Aufmunterung, und dein Gegenüber wird dabei die ausgehende Wärme verspüren. „der Mensch kann sich vielleicht nicht ausdrücken, aber er lebt darin“, er wird nachdenken. Das wahre Gefühl wird geachtet und die leeren Worte lassen die Menschen gleichgültig, egal wie laut sie ausgesprochen werden.

 

Aus dem Unterricht „Die Willensfreiheit“ 

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Erziehung am Beispiel

Frage: Gibt es eine Rolle als persönliches Vorbild in der Bildung?

Antwort: Ja, alles wird durch das persönliche Vorbild unterstützt. Zeig einem Kind, was ein Vorbild ist. Sag, was du gerade tust, behandle es wie einen Freund. Und dann wirst du sehen wie alles zu ihm fließen wird.

Frage: Wenn ich dem Kind gegenüber eine freundliche Haltung einnehmen muss, wie kann ich es dann für einen Verstoß bestrafen?

Antwort: Du musst erklären, warum du das gerade tust. Du sagst ihm beispielsweise: „In dir drinnen sitzt ein kleines Teufelchen, das in die Schranken gewiesen werden muss. Was wollen wir damit machen? Gib mir irgendeinen Rat, was zu tun ist, um dir zu helfen, über diesen Dämon zu herrschen und ihn nicht frei zu lassen“.

Aus der russischen Kabbalalektion 1/8/17

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Altruismus, Teil 2

Frage: Warum reagiert das System auf das menschliche Verhalten so kompliziert? Ein Staat agiert auch nicht integral und das System schlägt ein anderes Volk. Alles ist so verwirrend, es ist schwierig voranzuschreiten.

Antwort: Tatsächlich wird der Fortschritt nicht entsprechend unserem Verstand und unseren Gefühlen gemessen, sondern in Übereinstimmung mit der Ursache und dem Sinn für die höhere Stufe, die als „Glaube über den Verstand“ bezeichnet wird. Schließlich schreiten wir aufgrund der höheren Naturkräfte voran. Warum ist es so organisiert, dass wir auf diesem Weg nichts sehen können?

Die Kabbalisten erklären es so: Hätten wir die Möglichkeit, alles zu sehen, würden wir niemals zu einer höheren Stufe aufsteigen. Wir würden nur den materiellen Horizont in unserer Stufe verlängern. Um die nächste Stufe zu erreichen, ist es notwendig, unser inneres Arbeitsprogramm, unsere Wünsche, Absichten und Gedanken, zu verändern. Es ist unmöglich, dies mit den herkömmlichen Wahrnehmungen und Motiven umzusetzen. Wir müssen Kraft von oben erhalten und uns ständig mit dieser Hilfe verbessern.

Mit den Werkzeugen, die wir derzeit haben, können wir keine spirituelle Entwicklung empfangen. Wir können uns nur materiell entwickeln. Es gibt schlaue, dumme, starke, schwache, erfolgreiche Menschen und Verlierer; nichts bezieht sich auf die qualitative Entwicklung.

Die qualitative Entwicklung ist der Übergang zur nächsten Stufe. Es ist wie der Unterschied zwischen der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe oder wie zwischen einem Fisch, einem Käfer, einem Hund und einem Mensch. Das bedeutet, es gibt eine qualitative Entwicklung in der Wahrnehmung der Realität oder genauer gesagt an die Annäherung an die höhere, alles lenkende Kraft. Solch eine Entwicklung nähert die aktuelle Stufe mehr und mehr an die höhere Stufe an, daher können wir den qualitativen Aufstieg nicht durchführen.

Wir verstehen und spüren die höhere Stufe solange nicht, bis wir zu ihr aufgestiegen sind. Ein Stein fühlt nicht, wie eine Pflanze lebt. Es gibt eine Verbindung zwischen den Stufen, aber nicht in unserem Verstand und Gefühlen. Gerade wenn ich meinen Verstand und meine Gefühle annulliere, kann ich einen kleinen Vorgeschmack auf die nächste Stufe erhalten. So wie der Stein eine Pflanze und eine Pflanze ein Tier nicht fühlt, so kann auch ein Mensch die höhere Kraft nicht bemerken. Nur wenn wir daran arbeiten, uns der höheren Kraft anzunähern, verursachen wir eine Reaktion und werden schließlich in Kontakt mit ihr kommen. 

Der Mensch erklimmt zum ersten Mal in der Geschichte die höhere Welt, die Leiter der Natur. Der Unterschied ist hier nicht derselbe, wie zwischen einem Stein und einer Pflanze, sondern ist von viel größerer Qualität.

Aus dem 3. Teil der täglichen Morgenlektion vom 12/1/17

(201040)

Altruismus, Teil 1

Wir befinden uns in dem speziellen System, das „Natur“ oder „Schöpfer“ genannt wird, was ein und dasselbe ist.

Dies ist ein geschlossenes, perfektes und konstantes System. Die Menschheit empfängt davon Reaktionen und Einflüsse und entwickelt sich dadurch immer weiter. Das System arbeitet an uns. Es versucht uns in Übereinstimmung mit sich zu bringen, damit wir das Gefühl bekommen, durch unsere bewusste Entscheidung und Arbeit der Natur ähnlich und ein integraler Teil davon zu werden.

Ein Mensch sollte ein Meister dieses Systems sein – alle Menschen als ein Geschöpf. Um ein vollkommenes System der Natur zu werden, müssen wir uns zu einem Ganzen verbinden. Gegenseitiges Geben, gemeinsame Verbindung und Unterstützung, liebe deinen Nächsten wie dich selbst, ist das Gesetz dieses einzigen Systems. Es arbeitet an uns, um uns zu seinem Zustand zu bringen.

Aus diesem Grund ist das Gesetz der Nächstenliebe ein zwingendes, dessen Entwicklung unabhängig von unserem Wunsch oder Widerstreben auf uns wirkt. Die Weisheit der Kabbala lehrt uns, wie wir dieses Gesetz erfüllen können und wie wir einen guten Weg der Übereinstimmung zwischen Schöpfer und Geschöpf finden, um voran zu schreiten. So wird unsere Entwicklung rasch und angenehm sein.

Früher oder später nähern wir uns – ob durch einen guten oder schlechten Weg – immer näher an die Eigenschaften dieses Systems der Natur an. Wir sehen, dass sich die Welt ständig verändert. Jedes Mal , wenn wieder aufgedeckt wird, dass die fortgeschrittenen Staaten die festgelegten gesetzlichen Bedingungen endlich erfüllen sollten. Altruismus ist eine allgemeine Verbindung, die sich über alle Unterschiede hinwegsetzt und die Basis der Natur bildet. Es sollte genauso auf die Menschen übertragen werden.

Unbelebte Materie, Pflanzen und Tiere haben keine Wahlfreiheit. Ein Mensch muss dieses Gesetz verstehen und damit einverstanden sein; selbst wenn er die Möglichkeit hat, etwas anderes zu wählen, sollte er trotzdem das altruistische Gesetz der vollständigen Verbindung mit anderen bevorzugen. Der Altruismus ist der Endzustand, zu dem wir durch die Evolution gelangen werden. Auf dem Weg dorthin passieren wir immer zwei Zustände, zwei Linien. Wir betreten die linke Linie und empfinden Leiden und Schwierigkeiten; dann verstehen wir, dass dies erforderlich ist, um uns rasch mit der rechten Linie zu verbinden.

Die Menschheit bewegt sich auf diese Weise: Manchmal entstehen brutale Regimes, ein anderes Mal freundlichere und barmherzigere. Nach und nach löst sich Böses und Gutes ab, bis man schließlich nach all den Leiden zum Zustand gelangt, wo es reicht und man endlich fähig wird, sich vollständig zu verbinden.

 

Aus dem 3. Teil der täglichen Morgenlektion vom 12/1/17

(201040)

Die perfekte Frau auf dem Kongress

Frage: Wie soll eine Frau auf dem Kongress sein, um ihre Rolle perfekt zu erfüllen?

Antwort: Die perfekte Frau schließt alle Frauen unserer Welt-Gruppe in sich ein. Alle Frauen verbinden sich miteinander durch Aufhebung des eigenen Egoismus, den Wunsch zum Klatsch, Kritik, gegenseitige Abneigung.
Und nicht, weil sie sich die Mängel gegenseitig vergeben, sondern weil sie wirklich spüren, dass sie ein Körper sind. Unser Geist und unsere Gefühle trennen uns und führen uns von diesem gemeinsamen Organismus weg; sie geben jedem die Illusion, dass er von den anderen getrennt existiert.

Wir kommen zum Kongress, um die Wahrheit zu offenbaren und mit klarem Blick zu erkennen, dass die ganze Welt ein System ist. Es gibt nur das Material, das der Schöpfer „aus dem Nichts“ geschaffen hat, in dem seine Macht „Existenz aus Existenz.“ herrscht. Nur die Liebe und Verbindung herrschen in der Welt. Und die Tatsache, dass wir es anders sehen, liegt nur daran, dass wir selbst nicht so sind. Wenn ich mich verändere, um mich mit anderen zu verbinden, werde ich die Höhere Welt hier und jetzt fühlen. Nichts mehr ist notwendig – nur die eigene Wahrnehmung ist zu ändern.

Die ideale Bnei Baruch Frau  fühlt dieses Höhere System, schlisst sich ihm an und sieht die Welt durch korrigierte Augen. So stelle ich mir die perfekte Frau vor!

Frage: Wie können wir das Maximum schaffen? Auf was sollen wir unsere Aufmerksamkeit in der inneren Arbeit konzentrieren, um so schnell wie möglich dieses Idealbild zu erreichen?

Antwort: Wir fangen damit an, dass wir alle in der Gruppe vorhandenen, privaten Probleme wie ein gemeinsames Problem in der Familie wahrnehmen und korrigieren. Und wir sind noch mehr als eine Familie – wir sind ein Leib. Baal Sulam schrieb noch vor 100 Jahren, dass die Welt eine Familie sein soll, ein gut funktionierendes auf Liebe basierendes System. Doch bis jetzt ist noch nicht viel davon zu sehen.

Lassen Sie uns hoffen, dass sich unsere Gruppe endlich in eine vereinigte Frau und einen vereinigten Mann verwandelt. Und dann können diese beiden Hälften in einer großen Fusion verbunden werden, in der der Schöpfer sich enthüllt. Wir sind schon sehr nahe an diesem Zustand, lassen Sie uns unseren Aufstieg zu Ihm beschleunigen.
Ich erwarte, dass wir alle als Folge der Kongresse wachsen werden. Und die Frauen spielen dabei noch eine größere Rolle als die Männer. Wir wissen, dass die Frau die ganze Ordnung unseres Lebens definiert, ohne dass wir es merken.

Deshalb hoffe ich, dass die Frauen uns helfen werden, bei jedem Kongress zu wachsen. Wir treffen uns nach dem Kongress schon auf einer anderen Stufe. Ich wünsche allen viel Erfolg!
Aus dem TV Programm für die Vorbereitung auf den Kongress, 24.01.2014

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Die Kunst des Gleichgewichts

Frage: Wie sieht die Definition von gut und böse aus?

Antwort: Das Gute ist Gleichgewicht, Harmonie und Verbindung zwischen allen Naturkräften. Das Böse dagegen ist Ungleichgewicht und Leere. Und der Ausbruch einer der letzteren Kräfte führen zu Krieg oder Katastrophen.

Mit anderen Worten ist das Gute ohne das Böse auch schlecht. Ein Tag mit Sonnenschein erscheint uns besser als einer mit Unwettern. Zuviel davon jedoch kann in Gluthitze und Dürre enden. 

Das Gute verbirgt sich daher im Gleichgewicht. Das bedeutet, dass man die Balance auf drei Ebenen meines Daseins unterstützen muss: Da ist die körperliche Ebene („tierisch“ genannt), die menschliche Ebene und die spirituelle Ebene.

Die körperliche Ebene umfasst Gesundheit, Haushalt, gesunden Sex und empathisches Verhalten gegenüber der Familie. Der Mensch muss das alles erlernen, denn im Gegensatz zum Tier erfolgt bei ihm nicht alles aus dem Instinkt heraus.

Die menschliche Ebene beinhaltet die Wechselwirkungen mit der Gesellschaft und der Umgebung.

Die spirituelle Ebene betrifft die persönliche spirituelle Suche nach dem Ziel des Lebens, nach der Wahrnehmung der Wirklichkeit und die Vorstellungen über die Höhere Kraft.

Diese drei Ebenen müssen im Gleichgewicht sein. 

Frage: Wie erbauen wir das Gleichgewicht auf der menschlichen Ebene, in den Wechselwirkungen mit der Umgebung?

Antwort: Wir spüren keine Unterschiede zwischen uns, wir gehören zu einem menschlichen Organismus, zu einem System. Wir möchten zwischen uns ausgeglichene Beziehungen schaffen: Letztendlich trennt uns nichts, wir sind Eins. Wir sind voneinander abhängig, spüren aber diese Abhängigkeit nicht, da man auf alle Anfragen sofort Antwort erhält. Man bekommt also das, was man benötigt und gibt den anderen das, was diese brauchen.

Das wäre Gleichgewicht in der menschlichen Gesellschaft, die Wechselwirkung, welche auf den beiden entgegengesetzten Kräften basiert. Und jeder von uns verfügt über diese Kräfte. Einer für alle und alle für einen

Frage: Wie gehen wir aber diesen Weg? Wie hält man die richtige Ausrichtung auf das Ziel?

Antwort: Als erstes müssen wir das erlernen. Wenn man auf diese Weise sein Leben in der Familie und in anderen Kreisen organisieren möchte, beginnt man, die Balance zwischen sich und der Umgebung zu spüren. In dieser näheren Umgebung offenbart sich eine gemeinsame Kraft, die gut und Gutes tuend ist.

Einerseits erschaffen wir sie und anderseits ist sie in der Natur enthalten, sie ist über uns. Eigentlich erbauen wir diese Kraft nicht selber, sondern wir schaffen vielmehr die Bedingungen für ihre Offenbarung. So sind wir daran beteiligt. Diese Kraft erfüllt uns und wir formen sie mehr und mehr. Bis vollkommene Harmonie zwischen uns und dieser Kraft entsteht.

Das ist das Ziel des Menschen „die absolute Güte“.

Frage: Was bedeutet, dass diese Kraft der Güte mein „Kompass“ sein soll, welcher sich in jeder Wechselwirkung zwischen mir und der Umgebung offenbart?

Antwort: Genau zwischen uns. Wir sind gleich, verschwinden förmlich und hinterlassen nur das gemeinsame Verlangen, diese Harmonie im Gleichgewicht zu halten.

Gemäß diesem gemeinsamen integralen Zustand zwischen uns ergeben sich die Begriffe „gut“ und „böse“. Das Gleichgewicht nennt man „gut“ und Ungleichgewicht heißt „böse“.  

Ich wiederhole, der Schwerpunkt liegt in der Harmonie mit der Umgebung auf Basis der Wechselwirkung. Hier prallen „Plus“ und „Minus“ aufeinander, das Geben und das Nehmen. Es gleicht dem Stoffwechsel, es sind Wechselwirkungen von Gefühlen und Beziehungen. Es ist das Gleiche wie auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebene, aber hier auf der geistig-spirituellen Ebene.

Auf dieser Ebene entwickeln wir in uns „Spürsinn“ für das Böse. Wir können das Böse durch die universellen Kriterien begreifen. Gleichgewicht zwischen den Menschen, sowie die gegenseitige Liebe und Verbindung sind gut, aber die Abkehr von der Einheit und die Entfernung von der Verbindung sind schlecht.

Das muss die Grundlage in der Bildung des modernen Menschen sein. Weil er im Prinzip nicht mehr braucht als das. Das wird ihm den Erfolg im Leben sichern.

Aus dem 393. Gespräch „Neues Leben“, 03.06.2014 – 6.07.2014

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Wenn wir erwachen

Frage: In unserer Welt erziehen wir Kinder, arbeiten, studieren und spielen. Aber was macht die Seele?

Antwort: Alle Aktionen in unserer Welt erleben wir nur in unserem Bewusstsein. Deswegen stehtt geschrieben, dass wir nach unserer Rückkehr in die höhere Welt verstehen, dass alles, was wir in dieser Welt durchgemacht haben, wie ein Traum war.

Frage: Was werden wir tun, wenn wir erwachen?

Antwort: Aufzuwachen bedeutet, das wahre Bewusstsein zu erlangen. Dann werden wir mit der Erschaffung der Seele beschäftigt sein; wir werden erfahren, was Verbindung bedeutet, um das wahre Universum, die wahre Welt, die wahre Ewigkeit und den perfekten Zustand unserer Verbindung zu erlangen, als ein einziger Organismus, Adam genannt. Mit anderen Worten werden wir den wahrhaftigen Zustand über unserem Schlaf erschaffen.

Frage: Was ist der wahrhaftige Zustand? Was machen die Menschen dort?

Antwort: Nicht die Menschen, sondern die Seelen, deren Verlangen korrigiert wurden zum gegenseitigen Geben. Diese Verlangen fühlen die vereinte höhere Kraft,  die in ihnen existiert, den Schöpfer; sie werden zu einem einzigen Verlangen, indem sie sich über ihre egoistischen Neigungen erheben – „für sich selbst zu empfangen“ zur Absicht „alles den anderen zu geben“ – und so vollständig verbunden sind.

Wenn wir im Schöpfer eingeschlossen sind über unseren egoistischen Verlangen, die uns voneinander trennen, erreichen wir diese höhere Kraft, ihre Perfektion, Einheit und Ewigkeit und werden wie sie. Das ist das Ziel unserer Entwicklung. Unsere Seelen sind auf allen spirituellen Stufen nur mit der gegenseitigen Vereinigung beschäftigt.

Jetzt starten wir damit, diese Technik praktisch in den Zehnen zu meistern. Deswegen empfehle ich jedem, sich mit uns zu verbinden und keinesfalls die praktische Arbeit in den Kabbala-Gruppen zu versäumen. Das ist das Allerwichtigste. Nur deswegen lohnt es sich, 21 Stunden des Tages zu leben, um drei Stunden mit uns in unseren Gruppen zu verbringen. Denkt darüber nach und entscheidet. 

Aus der russischen Kabbala Lektion 6/11/16

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