Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Welt erwacht

Frage: Überall auf der Welt erwachen die Menschen und beginnen über Gemeinschaft zu sprechen. Was ist passiert?

Meine Antwort: Das hat seine Ursache in der inneren Wahrnehmung. Jemand kann bereits 10 Jahre studieren, über die Wichtigkeit der täglichen Verbindung hören und noch immer ist alles vergebens. Wenn er keinen Bedarf verspürt, wird er nichts hören.

Doch plötzlich beginnt er es auf ganz natürliche Weise von innen her zu verstehen. Ganz unerwartet merkt er, dass wir alle gemeinsam verbunden sind, dass wir soziale Gerechtigkeit und gleichmäßige Aufteilung brauchen und dass wir alle Balance zwischen uns und der Natur erreichen müssen. Andernfalls ist unser Leben zu Ende.

Heute beuten einige tausend verrückte Menschen die letzten Ressourcen der Erde aus und mit Hilfe der Werbung. zwingen sie uns alles auf, was sie produzieren, um ihren Bankkonten eine weitere 0 hinzuzufügen. Und wir folgen ihren Anweisungen wie ergebende Sklaven: Wir laufen materiellen Gütern nach.

Genug davon, alles fällt zusammen. Wir entwickeln uns, denn unser Wunsch zu empfangen wächst täglich und während dieser Entwicklung fragt er sich „Wofür lebe ich? Was passiert mit mir? Warum leide ich? Warum kann ich keine Erfüllung erlangen?”

In den Vereinigten Staaten ist die Arbeitslosigkeit riesig angestiegen; unter anderem trifft es hauptsächlich junge Menschen, die nur sehr schwer Arbeit finden. Es gibt eine große Kluft zwischen den reichen Menschen, die an der Wall Street arbeiten und der jungen Generation. Im Alter von 20 - 25 Jahren sieht eine Person keine Zukunft vor sich. Ohne Job wollen weder er noch sie heiraten und Kinder bekommen. Welche Zukunft erwartet ihre Kinder, wenn die eigenen Perspektiven trostlos sind?

Spontanes Erwachen macht sich breit. Menschen gehen aufgrund ihrer inneren Impulse zu Demonstrationen; sie können einfach nicht still in ihren Häusern sitzen. Es ist pure Anarchie: Eine Person weiß nicht, was ihr morgen oder sogar in der nächsten Sekunde widerfahren wird, und so beruhigt und befreit sie sich von negativen Emotionen. Ihr Naturell verpflichtet sie dazu. Leute beginnen zu protestieren, ohne einen klaren Blick über die Situation und Wissen über ihren Grund, oder ein Programm vorbereitet zu haben. Sie fühlen sich einfach schlecht.

Schritt um Schritt werden sie durch die Auf und Abs des Lebens gezwungen, klüger zu werden und sie beginnen zu verstehen, was sich zur Zeit tatsächlich abspielt.

Heute erwacht die gesamte Welt. Wir werden noch sehen, was sich in China, Japan und Indien abspielen wird …… Die Welt wird „rund”. Die Menschen verlangen natürlich eine Veränderung. Sie spüren intuitiv, dass sie sich verbinden, dass sie untereinander und mit der Natur im Einklang sein müssen. Auf diese Art und Weise enthüllt sich die allgemeine Natur selbst. Unbewusst spüren wir plötzlich, dass uns genau das fehlt.

Und dann werden alle beginnen, gegen Ungleichheit zu opponieren und Ansprüche erheben: alleinerziehende Mütter, Pensionisten, Ärzte und Lehrer. Das ist kein Zufall. Es ist ein genereller Trend, ein gemeinsames Verlangen nach Balance. Jemand fühlt sich gut, ein anderer schlecht und wir wollen, dass jeder seinen gleichen Anteil bekommt. Die Kraft der Gemeinschaft und eine neue Betrachtungsweise, die uns dazu verpflichtet, so zu denken, werden in unserer globalen, integralen Welt enthüllt.

Die Frage ist, wie erreichen wir dieses Stadium? Nur die Weisheit der Kabbala bietet eine Lösung an. Sie erklärt, wie man faire Aufteilung erreicht, Balance erlangt und wie die Schäden, die durch unseren Egoismus verursacht wurden, kompensiert werden.

Der Mensch will nach wie vor mehr sein als der andere; er will etwas erreichen, aufsteigen. Wenn wir also alle einen Zustand erreichen, in dem jeder nur das Notwendigste erhält, was kommt dann für uns als nächstes? Wie können wir die Menschen für das, was sie verloren haben, entschädigen. Die Kabbala erklärt, dass dies nur durch spirituellen Aufstieg möglich ist, wenn unser weltlicher Körper nur das erhält, was er tatsächlich benötigt und der Rest zur Entwicklung der Seele verwendet wird.

Aus dem 5. Teil des tägl. Kabbala Unterrichtes vom 10. Juli 2011 „Ein Gebot (Vorschrift)”

Der langersehnte Zusammenbruch des globalen liberalen Systems

Meinung (Alexander Dugin, aus dem neuen Buch “Die Krise, das Ende der Wirtschaftstheorie”): Diese Krise ist keine Wirtschaftskrise. Das liberale Modell des Wirtschaftssystems ist zusammengebrochen. Das ist der Zusammenbruch des globalen kapitalistischen Systems - alle sind auf der Suche nach einer Rettung, und wir sollten uns wirklich auf das Schlimmste vorbereiten.

Wir müssen auf Zeit spielen, damit die Menschen den ganzen Ernst und die Unumkehrbarkeit der ablaufenden Prozesse realisieren können und damit ein alternativer Rettungsplan, ein neues Wirtschaftssystem, erarbeitet werden kann.

Alle bisherigen Wirtschaftspläne sind auf der Logik des unumkehrbaren Wirtschaftswachstums aufgebaut worden. Für diesen Beweis haben die liberalen Wirtschaftswissenschaftler Robert Merton und Myron Scholes den Nobelpreis bekommen, wobei sie bereits 1997 bewiesen haben, dass die Krise, die heute aufgetreten ist, unter keinen Umständen hätte passieren dürfen und das Wachstum des Finanzmarktes endlos sei.

Obwohl die Erwartungen nicht erfühlt wurden, existiert bis heute noch nicht einmal ein Entwurf eines neuen Plans. Es wird immer noch versucht, das liberale Modell zu verteidigen, obwohl dieses nicht mehr existiert. Die aktuelle Krise ist viel gravierender als die Große Depression von 1929. Wir befinden uns im Zeitalter der Apokalypse; das System, welches als einzig wahr und effektiv galt, ist zusammengebrochen.

Kommentar: Die Wirtschaft ist ein Spiegelbild der menschlichen Natur und der sozialen Beziehungen. Das frühere Wirtschaftssystem funktioniert nicht, weil wir, ohne es zu wissen, zu neuen gesellschaftlichen Beziehungen übergegangen sind - die Natur hat uns in das System der globalen und integralen Beziehungen eingeführt; deshalb funktionieren unsere alten egoistischen Verbindungen nicht mehr.

Wir müssen die Eigenschaften der neuen gesellschaftlichen Beziehungen studieren und die Menschen zum Leben in einer neuen Welt erziehen. Der Aufbau von guten Beziehungen zwischen uns wird uns zum Gleichgewicht mit der Natur führen - und dann werden alle unsere neuen Pläne in Erfüllung gehen!

Die Rettung der EU hängt von der Einheit der gesamten Welt ab

Meinung: (Harald Schumann, einer der führenden deutschen Experten auf dem Gebiet der Globalisierung): Die Eurozone braucht eine gemeinsame Wirtschaftspolitik und eine gemeinsame Wirtschaftregierung. Ansonsten werden die nationalen Bilanzen, die sich voneinander unterscheiden, das ganze Projekt platzen lassen.

Wir müssen eine aufeinander abgestimmte Wirtschafts-, Sozial- und Steuerpolitik erschaffen, ansonsten ist der Euro zum Scheitern verurteilt. Momentan befinden wir uns in einem Stadium, in dem die Deutschen, die Franzosen und die Holländer begreifen müssen, dass keine Exportüberschüsse angestrebt werden dürfen, während die anderen Staaten sich verschulden.

Die deutschen Wähler müssen begreifen, dass ihre Einkommen darauf basieren, dass andere Länder - Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Italien - Schulden machen. Und ein Teil dieser Mittel sollte zurückfließen. Aber dafür braucht man Zeit, damit die Menschen es verstehen und akzeptieren können. Und auf dem Weg dahin wird eine aufeinander abgestimmte Wirtschaftspolitik aufgebaut.

Kommentar: Schumann hat eine sehr hohe Meinung von den Menschen - versteht außerdem das Böse unserer Natur nicht, welche absichtlich so geschaffen wurde, damit wir, sofern wir uns nicht korrigiert haben, keinen Erfolg erzielen können. Denn das Ziel des Schöpfers ist nicht ein gutes Leben für Egoisten, sondern der Aufstieg vom Egoismus zum Altruismus, bis hin zum vollständigen Geben und der Liebe, wie Er selbst.

Und die Krisen sind lediglich für die Erkenntnis des Egoismus als böse für uns bestimmt. Darum ist alles, was Schumann aufführt, richtig - wir müssen einen wahrhaft gemeinsamen Raum erschaffen; doch dies wird nur möglich sein, wenn wir wirklich zu einer Einheit werden. Übrigens - die Europäische Union wird es auch nicht schaffen, sich alleine zu korrigieren, sondern nur mit der ganzen Welt zusammen. Doch diese Entdeckung steht der EU noch bevor.

Wer nach Einheit sucht, geht mit uns den gleichen Weg

Frage: Abgesehen vom Licht als einer korrigierenden Kraft - wodurch unterscheiden wir uns von anderen Organisationen, die anerkennen, dass nur die Vereinigung der Menschheit helfen kann?

Meine Antwort: Durch nichts. Mehr als das - warum sollten wir mit diesen Organisationen nicht zusammenarbeiten? Wenn sie tatsächlich die Menschen vereinigen wollen, können wir mit ihnen Kontakte knüpfen.

Wenn diese oder jene Organisationen - ob religiös, weltlich oder international - den Kurs auf die Einheit halten, selbst wenn es sich nur um eine kurzfristige Perspektive handelt, und wenn das kein Ablenkungsmanöver ihrerseits, sondern ein echtes Ziel ist, sind wir selbstverständlich mit ihnen; denn - das ist bereits ein Weiterkommen.

Ich weiß nicht, ob es solche Organisationen gibt. Bei jenen, die ich gesehen habe, wird hinter den schönen Fassaden ein reger Handel geführt. Wenn es sie aber gibt, dann würden wir uns über eine Zusammenarbeit freuen. Denn von der Einigkeit hängt der Erfolg der ganzen Welt ab, insbesondere in einer Zeit der sich verschärfenden Krise. Es gibt keine Probleme darin, die Kräfte mit denjenigen zu vereinigen, die bereits eine Lösung sehen.

Zu seiner Zeit war Baal HaSulam nach Polen gefahren, um sich mit den Proletariern zu verbinden, die sich zum Kampf erhoben haben. Sie strebten nach Einheit, nach Sozialismus, nach Kommunismus - und er wollte prüfen, ob es nicht möglich wäre, sie ein wenig zu korrigieren, in die richtige Richtung zu lenken, damit ihr Zusammenschluss wahre Züge annimmt. Du denkst doch nicht etwa, dass er für die Treffen mit den Vertretern der Arbeiterklasse die Werke von Ari mitgenommen hat. Selbstverständlich nicht. Auch hatte er nicht vor, die Befolgung der Tora und der Gebote auf der materiellen Ebene von ihnen zu fordern.

Wozu ist er dann gefahren? Was wollte er in einem Volk finden, das dem Bild eines religiösen Juden doch so gegensätzlich ist? Er wollte ein wenig mehr erklären, ihnen seine Kraft verleihen, damit ihr Wunsch nach Vereinigung eine möglichst richtige Gestalt annehmen könnte. Wenigstens ein kleines Stückchen.

Diese Reise aus Jerusalem nach Polen ist ein Beispiel, welches wir noch nicht verstehen können. Wir schreiben Baal HaSulam Naivität zu, ohne dabei die spirituelle Komponente zu sehen. Hier gab es eine Möglichkeit, auch wenn sie nicht realisiert wurde. Dazu gibt es Oben eigene Berechnungen. Er ist aber gefahren, weil die Möglichkeit wirklich bestand.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „ Die Gabe der Tora”, 11.07.2011

Damit der Euro gerettet wird, soll sich die Krise weiter verschärfen.

Meinung: ( A. Kaletsky, Kommentator „The Times”): Es gibt nur zwei Möglichkeiten, die griechische Krise zu regeln: entweder erklärt Griechenland seinen Staatsbankrott und verlässt den Euro-Raum oder die EU übernimmt eine gesamtschuldnerische Verpflichtung über die Schulden von Athen.

Es ist notwendig, die zweite Variante vorzuziehen, da das Zerbrechen des Euro-Raums undenkbar ist, und der Staatsbankrott Griechenlands, sowie die Geldentwertung eine Kettenreaktion hervorrufen werden: Alle EU-Länder werden ihre Ersparnisse in deutsche Banken bringen, was ihre Nationalbanken zum Bankrott führen wird.

Für die Euro-Rettung sind die kreditwürdigen Staaten Europas gezwungen, die Verantwortung für die Schulden Griechenlands, Irlands, Portugals (500 Mrd. Euro) auf sich zu nehmen. Aber dafür wird die EU ein einigendes Finanzministerium für alle Länder der EU gründen müssen.

Aber der Egoismus stellt ein Hindernis dar: Die reichen Länder wollen nicht zahlen, und die armen wollen ihre Souveränität nicht verlieren. Deswegen werden sich sowohl die Kreditoren als auch die Schuldner der einzig möglichen Lösung der Euro-Krise widersetzen, bis sie alle sonstigen Möglichkeiten ausgeschöpft haben.

Paradox, aber Tatsache, dass die nicht schwächer werdende Gefahr der Krise - eine notwendige Bedingung der vorübergehenden Finanzstabilität Europas darstellt . Für den Übergang zum „fiskalen Föderalismus”, der von der Krise heilen wird, soll sich die Krise noch verschärfen.

Die europäischen Führungsspitzen hoffen, dass die Krise sich allmählich beilegt - aber die Zeit arbeitet gegen das Überleben des Euro. Die Schulden-Länder verstehen ihre Macht: Deutschland, Frankreich und die EU sind bereit, alles Mögliche zu zahlen, um Griechenland oder Irland zu besänftigen, wenn sie mit Default drohen werden.

Wenn europäische Politiker tatsächlich den Euro retten wollen, dann sollen sie einen qualitativen Sprung zur fiskalen Föderation machen, und das möglichst schnell.

Kommentar: Wie einfach sehen alle diese Pläne aus, wenn man alle Geschehnisse in zwei Kräfte überführt - die egoistischen Kräfte von Menschen, den Staaten, der Welt und die altruistische Kraft des Schöpfers/Natur. Sie befinden sich im Gegensatz - und die Natur lehrt die Menschen geduldig die Unumkehrbarkeit des Entwicklungsprozesses und die Notwendigkeit des gegenseitigen Nachgebens, Erreichen einer Übereinstimmung, Vereinigung, gegenseitige Bürgschaft, Liebe.

Nun, die zwei Lager, stark und schwach, lehren einander Zugeständnisse, zeigen, wie sehr sie einander brauchen - bis zu dem Maße, dass sie die Notwendigkeit erkennen werden, sich voll über alle Unterscheidungen zu verbinden. Die Natur wird sie zwingen!

Was Menschen fordern, wenn sie in die Strassen strömen

Frage: In den vergangenen Wochen konnten wir erleben, wie in verschiedenen Ländern die Menschen hinausströmten, um gegen ihre Regierungen zu demonstrieren, als ob sie gegen ihre Unfähigkeit protestieren würden, an der Regierung ihres Landes teilzunehmen. Wie können wir Ideen der Kabbala über ganzheitliche Einheit an sie übermitteln, so dass sie spüren können, dass dies eine Lösung bieten kann?

Meine Antwort: Dies ist eine sehr wichtige Frage, die heutzutage stufenweise mehr und mehr lebenswichtig wird. Es ist die Frage der Einheit, welche die Menschen im Wesentlichen fordern. Mit anderen Worten, ein Mensch fragt: “Wie kann ich, als ein normaler Mensch, der von zwei Dollar am Tag lebt (wie beispielsweise die Massen in Ägypten), irgendetwas in diesem Leben entscheiden?”

Sie können die Strasse nicht verlassen und nach Hause gehen, weil sie ansonsten zu diesem Leben der extremen Armut zurückkehren werden, welches mit zwei Dollar am Tag belohnt wird.” Vorerst jedoch, solange sie protestieren, haben sie das Gefühl, als könnten sie etwas kontrollieren, etwas tun. Sie fühlen diese Macht in ihren Händen und nicht in den Händen der Regierung.

Diese Forderung kann nicht erfüllt werden, indem ein extra Dollar pro Tag für ihre Bedürfnisse hinzugefügt wird. Es ist notwendig darüber nachzudenken, was diesen Millionen von Menschen gegeben werden kann, so dass sie spüren können, dass sie die Macht zu regieren erhalten haben und Veränderungen machen. Und heutzutage ist es wirklich ein universales, globales Problem, das immer mehr Massen in der Welt umfasst.

Die Regierungen beginnen nachzusinnen: Was sollen wir tun? Politische Führer sind bereit, von ihren Posten zurückzutreten und verschiedene Veränderungen einzubringen, jedoch werden sie niemals ihre Leute zufriedenstellen. Wir werden noch viele Demonstrationen und Revolten zu sehen bekommen, bis die Bestimmung letztendlich an die Oberfläche kommen wird. Wir müssen sicherstellen, dass auch der allerletzte, einfachste Mensch zu spüren bekommt, dass er Verantwortung trägt, und dass er Ehre, Macht und Selbstrespekt besitzt.

Die Menschen wurden erwachsen! Sie treten in die Strassen und spüren, dass sie die Situation beherrschen. Wenn sie auf diese Art fühlen, ist es unmöglich, sie mit Geld zu bestechen, denn ein solcher Status genügt ihnen nicht. Und sie werden weiterhin aufwachen, was eine sehr bedrohliche Zwickmühle erzeugt. Ich weiss nicht, ob die Regierungen imstande wären, sie zu kontrollieren.

Selbst wenn eine Regierung durch eine andere ersetzt wird und die Repräsentanten des Volkes akzeptiert, genau dann, wenn diese an die Macht gelangen, werden sie sich selbst von der Macht entfremden. Sobald sie handeln und beginnen werden es als angenehm zu empfinden, oben zu sein, wird ein Mensch, der in seinem urbanen Slum oder abgelegenen Dorf lebt, sie nicht mehr als seine oder seinen Repräsentanten empfinden.

Wir werden diese Tendenz in nächster Zukunft in der politischen Entwicklung finden. Letzten Endes wird keine andere Alternative verfügbar sein. Die Menschheit wird in eine Lage geraten, in der sie einer Frage gegenübersteht: Was können wir tun, damit wir alle gleich sind? In Wirklichkeit, kann, nur wenn jedermann sich gleich fühlt, ein Mensch spüren, dass er oder sie, das Haupt des Staates ist, Entscheidungen trifft und wichtig ist.

Das bedeutet nicht, dass man direkte Macht über andere besitzen muss, jedoch benötigt man, es so im Innern zu fühlen. Und das ist nur durch die Vereinigung der Menschen zu erreichen, auf welche wir uns hinbewegen.

Soziologen sind mit diesem Phänomen noch nicht vertraut, und sie entwickeln sehr vorsichtige, oberflächliche Prognosen. Jedoch denke ich, dass in den Ländern, in denen dieser Prozess bereits gestartet hat, er nicht mehr gestoppt werden kann. Eine Regierung sollte die Menschen fürchten, die bereits ihre Fähigkeit gekostet haben, etwas zu verändern und zu übernehmen. Sie werden keinen Frieden finden, bis sich nicht jedermann mit jedem anderen als gleich verspürt. Und darauf steuert die Welt zu.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichts vom 17/02/2011, “Einführung in das Buch Panim Meirot uMasbirot”

Auf der Suche nach dem Wichtigsten

Solange die Einheit nicht dringend notwendig geworden ist, wird sie keine Gestalt annehmen. Entweder erhöhen wir in unserer Mitte die Wichtigkeit der Vereinigung oder alle unsere übrigen Handlungen, außer der Vereinigung, bringen dennoch das Licht, das zur Quelle zurückführt, es wird jedoch eine negative Wirkung auf uns haben – es wird uns zeigen, wie sehr wir von einander getrennt sind. Dann werden wir uns aus der Notwendigkeit heraus, infolge von Schmerz und Leiden, dennoch verbinden.

Zum Beispiel, will ich mich nicht um meine Gesundheit kümmern und zerstöre dadurch allmählich meinen Organismus, bis ich spüre, dass es schlecht um mich steht. Und dieses Gefühl zwingt mich, mit der Heilung meines Körpers zu beginnen.

Genauso kümmern wir uns in der Gruppe nicht um die spirituelle Gesundheit – wir sorgen nicht für die Vereinigung. Und dennoch studieren wir, verbreiten die Kabbala und führen verschiedene andersartige Handlungen aus. Diese Handlungen ziehen das Licht an, das zur Quelle zurückführt, und letztendlich wird es uns zeigen, wo das Problem ist. Würden wir das nicht machen, würden wir nicht spüren, dass etwas nicht stimmt. Also gibt es doch einen gewissen Nutzen: dadurch erkennen wir, dass uns das Wichtigste fehlt.

Wenn du den Schöpfer enthüllen willst, dann musst du an den „Ort“, an das Verlangen denken, in dem Er sich enthüllt. Es gibt kein Licht ohne Kli.

Auszug aus dem Unterricht über einen Brief von Rabash, 24.12.2010

Ich möchte den Machsom überqueren!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn wir den Machsom ueberqueren, machen wir das gemeinsam oder jeder zu seiner Zeit?

Meine Antwort: Machsom ist eine potentielle Grenze. Wenn ich anstrebe, mich mit meinen Freunden zu verbinden und von der Trennung zwischen uns zu einer groesseren Verbindung kommen moechte, wenn ich mit all meiner Kraft diese Trennung vernichten moechte, aber dazu nicht in der Lage bin, rufe ich den Schoepfer zu Hilfe und ueberquere den Machsom.

Mit anderen Worten, mein Ego bleibt mir, abe ich erhebe mich darueber. Auf vorigen Etappen wollte ich das nicht wirklich und war mit seiner Existenz einverstanden.

So war es vor dem Machsom. Nach dem Machsom existieren zwei Verbindungsformen: Geben um des Gebens willen - Stufe von Bina, und Empfangen um des Gebens willen - Stufen Chochma und Keter.

Wo kann ich den Machsom umsetzen? Ich setze ihn in der Verbindung zwischen uns um. Und hier bin ich nicht von unseren äußeren Handlungen oder Sympathieäußerungen abhängig. Hier ist nur die innere Arbeit notwendig.

Ich bin verpflichtet, sich in unseren Wünschen zu verbinden, damit alle unsere Funken des Gebens sich zusammenschliessen. Sobald dies passiert, überquere ich den Machsom.

Aber alle unsere egoistischen Eigenschaften bleiben. Denn wir haben unser Ego noch nicht korrigiert, sondern haben uns darüber erhoben, in dem Versuch, unsere leidenschaftlichen Verlangen nach Spiritualität oder nach der Eigenschaft des Gebens zu vereinigen.

Und wenn unsere Funken des Gebens sind miteinander verbunden haben, ist das schon ein fertiges Gefäß für das Licht Chassadim, denn solch ein Gefäß hat die Eigenschaft Chafez Chessed (sich über dem Egoismus befinden). Dann beginnt der Mensch, das überall herrschende höhere Licht zu empfinden.

Unter dem Machsom erfuellt das gleiche höhere Licht die ganze Realität, aber wir empfinden es nicht. Und sobald sich unsere Punkte im Herzen zu verbinden beginnen, spüre ich in dieser Verbindung, in dieser Dichte, in der Kompression zwischen ihnen das alles erfüllende Licht. Und sie haben es schon entdeckt, sind zum Detektor des Lichtes geworden.

Wir befinden uns in dem gleichen Zustand. Wir müssen nicht zu anderen Galaxien, oder in höhere Dimensionen fliegen.

Das Licht befindet sich zwischen uns, und es fehlt uns nur an der Empfindsamkeit ihm gegenüber, an dem Sinnesorgan. Und je mehr wir uns einander mit unseren Herzen annähern, desto mehr enthüllen wir das Licht, das sich zwischen uns befindet. Wir kommen dazu im gegenseitigen Geben und wünschen uns, dass dies passiert…

Aus der zweiten Kongresslektion, 09.11.2010

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Tief bis in die Unendlichkeit

Eine Frage, die ich erhielt: Was wird von mir auf dem Kongress verlangt? Mich vor Schmerzen der eigenen Geburt zu krümmen oder mich vor Schmerzen der Geburt eines Freundes zu krümmen?

Meine Antwort: Weder das Eine noch das Andere. Jeder soll darauf bedacht sein, sich in die Umgebung einzufügen. Dadurch annulliert sich der Mensch und wird vom Verlangen der Freunde durchdrungen. Wenn jeder das tut, treten wir automatisch in eine tiefere Schicht unserer gegenseitigen Beziehungen ein.

Stell dir einen mehrschichtigen „Kuchen” vor. Oben sehe ich Kongressteilnehmer, tiefer Freunde und noch tiefer vereinte Funken.

Ich will meinen Blick so weit wie möglich in die Tiefe richten, in das uns verbindende Netz, welches durch alle Schichten bis zur Unendlichkeit gespannt ist. Und das hängt nur von mir selbst ab.

Man kann vor Ungeduld hochspringen oder still stehen, doch was man äußerlich auch tun mag, das Wichtigste ist, sich maximal auf das Verlangen, unsere innere Verbindung zu enthüllen, die zweifelsohne zwischen allen Geschöpfen existiert, zu konzentrieren. Wenn ich sie enthülle, enthülle ich alles in ihr.

Dafür sage ich mich von mir selbst los und versuche, immer tiefer einzutauchen, um zu einem Teil des gemeinsamen Netzes zu werden, darein zu fließen. Diese Absicht, diese innere Konzentration reicht aus, um anzufangen, die Realität, die Authentizität der allgemeinen Einheit immer klarer zu spüren.

In unserer Welt beobachten wir die Folgen der globalen Verbindung, ähnliche Gedanken und Erscheinungen, die in verschiedenen Menschen und an verschiedenen Orten entstehen. Es sind jedoch alles Resultate, „die Spitze eines Eisbergs”. Und dort, tief im Inneren, werden wir von einer untrennbaren, eisernen Verbindung zusammengehalten.

Gerade sie müssen wir enthüllen. Dieses Bestreben genügt bereits - in ihm drin entsteht der Rest: Verlangen und Enthüllungen, die uns tiefer eindringen lassen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 01.11.2010

Neigung zur Einheit

Alles in der Welt basiert auf dem Zusammenwirken von zwei Kräften: Anziehung und Abstoßung. Die gesamte Materie ist ihnen untergeordnet, seien es ganze Galaxien oder lediglich Mikropartikel.

Auf diese Weise zeigen sich auf unserer Ebene zwei spirituelle Kräfte: die Kraft des Lichts und die Kraft des Gefäßes, die Kraft des Schöpfers und die Kraft der Schöpfung.

Die Natur des Schöpfers ist die Kraft des Gebens, und die Natur der Schöpfung ist die Kraft des Empfangens. Das Schöpfungsziel ist es, die Kraft des Schöpfers zu erlangen und Seinen Zustand zu erreichen. Dies bestimmt das ganze Programm: die Reihenfolge der Entwicklung und deren Schritte.

Der Schöpfer hat uns erschaffen, „ohne uns zu fragen”, und uns lediglich mit dem Verlangen zu empfangen ausgestattet. Es fügt sich ein Funke des Verlangens zu geben hinein, und das baut eine Kette von Zuständen auf, aus denen wir begreifen, was der Schöpfer von uns will. Infolge dessen schließt sich die Schöpfung bewusst dem Prozess an und trägt zu ihrer Entwicklung bei.

Wenn in mir der Funke der zweiten Kraft erwacht, beginne ich zum ersten Mal die Geschehnisse zu verstehen, nachzudenken und Fragen zu stellen.

Dieser erwachte Punkt ist auch der Schöpfer. Er gibt mir die Möglichkeit, selbständig zu sein: während ich mich zwischen zwei Verlangen befinde, vergleiche ich sie und suche nach einer Gelegenheit, geboren zu werden, um selbst diese Kräfte auf dem Weg zum Ziel zu steuern.

Ich erlange die Freiheit der Wahl, und nun denke ich über den Sinn meines Lebens nach und nicht darüber, inwieweit es meinen Egoismus befriedigt.

Und da gerät die Kraft der Verbindung zwischen den Teilen der Schöpfung in mein Bewusstseinsfeld. Der Punkt, der im Inneren glimmt, beginnt, mich in Richtung Einheit anzutreiben.

Unterbewusst, ohne zu wissen warum, neigen die Menschen mit dem Punkt im Herzen dazu, die Welt als ein Ganzes zu sehen. Ohne der Mystik und den neuen New-Age-Bewegungen zu verfallen, wollen sie das Gesamtsystem der gegenseitigen Verbindung aller Teile der Realität durchschauen und erkennen.

Eben diese einzige Verbindung, die sie anstreben, ist auch das spirituelle Leben. Das integrale Zusammenwirken von Zellen und Organen lässt das Leben eines gemeinsamen Körpers entstehen, und er nimmt sich in dem Maße lebendig wahr, in dem seine Teile miteinander verbunden sind.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 29.10.2010

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