Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Egoismus'

Der Feiertag des ersten Sieges über sich selbst

Unser egoistischer Wunsch heißt „die Griechen“ oder das „Wissen“, was bedeutet, dass wir mittels unserer Vernunft und unserem heutigen Gefühl vorankommen wollen. Denn worauf können wir uns eigentlich noch verlassen oder stützen? Nur darauf, was wir schon haben. Hier entsteht aber ein Problem, weil wir mit diesen Kelim nicht die spirituelle Welt betreten können.

Aber die spirituelle Welt befindet sich hier und jetzt und es existiert keine Entfernung, die wir überwinden müssen, sondern nur eine Dimension, in der wir sie begreifen müssen.

Wir begreifen die spirituelle Welt in unseren zusätzlichen Sinnesorganen, die wir über dem eigenen Wissen und der Rationalität entwickeln müssen, d.h. über dem Ego, das wir hierzu richtig vorbereiten müssen, um darin zum ersten Mal zu beginnen, die spirituelle Welt wahrzunehmen.

Der Krieg ‚Makkabäer ‚beschreibt diesen Prozess symbolisch und der Sieg in diesem Krieg heißt Chanukka, was „sie blieben hier stehen“ oder „Chanu Ko“, die Erholung auf dem Wege bedeutet. Dieser Zustand heißt „Chafez Chessed“ (nichts für sich zu wünschen) oder Bina, die als Offenbarung des Schöpfers oder die erste Korrektur des Egos verstanden wird.

Auf dieser Etappe erhebt sich der Mensch über sein Ego und beginnt, die zusätzliche Empfindung zu entwickeln, die mit „dem Geben“ bezeichnet wird. Mit ihrer Hilfe beginnt er, die spirituelle Welt zu empfinden. Obwohl der Mensch die spirituelle Welt empfindet, verhält er sich in dieser Realität immer noch passiv, wie der Embryo im Fruchtwasser.

Es heißt „die Erholung“ eben, weil der Mensch in Wirklichkeit noch nicht bereit ist, über das klare Wissen und die Wahrnehmung zu verfügen, die „das Begreifen“, die Klarheit und die Offenbarung beinhalten, wonach er zum Schöpfer wird und die ganze spirituelle Welt lenkt. Wenn man diesen Zustand und die Situation mit dem Gast und dem Gastgeber gegenüberstellt und den wachsenden Wunsch zu genießen nicht beachtet, befindet man sich dann auf der Stufe von Chanukka, wo der Mensch auf das Empfangen verzichtet. Es ist schon eine geistige Arbeit des Menschen, d.h. er möchte nichts bekommen, an der Spiritualität nicht aktiv teilnehmen, sondern darin nur anwesend sein.

Deshalb ist es an diesem Feiertag verboten, das Kerzenlicht zu benutzen und es nur anschauen. Dazu wird es angenommen, dass zur Chanukka ein Wunder geschieht, weil der Ausgang aus unserem Ego nach draußen erfolgt, anders gesagt das Wunder des Sieges über die Selbstsucht, nach dem Auszug aus Ägypten: die Befreiung von den Wünschen und den Gedanken, die uns in dieser Welt festhalten und nicht zulassen, die spirituelle Welt zu empfinden.

Kabbala Grundkurs

Der Lehrer ist ein spirituelles System

Frage: Was bedeutet die Annullierung vor dem Lehrer?

Antwort: Es ist die Annullierung in Bezug auf das, was der Lehrer erklärt – auf die von ihm weitergegebene Botschaft. Vielleicht könntest du es selbst in dem Buch enthüllen, doch er gibt es in einer lebendigeren Art und Weise an dich weiter. Theoretisch kann man auch ohne Lehrer studieren, doch es ist unwahrscheinlich schwer. Du wirst so oder so die Seele erwecken müssen, die in der Hierarchie vor dir steht. Wenn sie sich jedoch nicht neben dir in irgendeiner materiellen Form befindet, ist es viel schwieriger.

Der Lehrer ist ein ganzes System und kein „Mensch“. Es ist ein System, welches die Methode, die Lehre, das Licht an dich weitergibt, in dir Schwierigkeiten und Probleme hervorruft, an dir und an deinen Freunden arbeitet. Es ist die Arbeit eines Mentors, der sich um die Gruppe kümmert und in ihren Mitgliedern Verlangen und spirituelle Bedürfnisse weckt, der sie durcheinanderbringt und sie auf diese Weise vorantreibt, damit sie möglichst schnell die Lösung finden. Er darf sie jedoch nicht der Freiheit des Willens berauben und aus ihnen blinde Verehrer oder Chassidim machen – das ist das Wichtigste.

Der Lehrer muss sich vor dir öffnen und sich dir so präsentieren, dass du dich nicht völlig unterwirfst und nicht vor ihm verschwindest. Er muss dir Platz für deine eigene Anstrengung lassen, indem er dich in ständigen Zweifeln in Bezug auf sich, in dem Gefühl der Ablehnung, der Verachtung, der Finsternis hält. Anderenfalls ist es eine schlichte Anbetung, und du wirst keine Forderung nach dem Schöpfer entwickeln können.

Der Lehrer eröffnet dir das Wissen, sich selbst öffnet er aber nicht, sondern zeigt sich gerade umgekehrt, um dir die Möglichkeit zu geben, nach dem Schöpfer zu verlangen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 02.10.2011

Vereinter Marsch der Eltern in Europa

Kinderlose Führungskräfte und die soziale und politische Polarisierung  

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg. Einhundert Jahre später läuteten die Glocken am Fuße des Arc de Triomphe in Paris, als Oberhäupter der rund 70 Länder auf dem Platz Schulter an Schulter marschierten und dem Waffenstillstand gedachten, der den Krieg beendete.

Führungskräfte wie Macron, Putin, Merkel, Trump und Netanyahu liefen über das Schlachtfeld, auf dem erbitterte Kämpfe stattfanden, Millionen Soldaten getötet wurden und infolge des grausamen Krieges zwischen den Nationen viel Blut vergossen wurde.

Aber zeigt diese beeindruckende Demonstration, dass wir uns endlich dem wahren Frieden nähern? Stehen wir kurz davor, ein Dach des Friedens und der Einheit auszubauen, dass alle europäischen Nationen abdecken wird?

Solange die wirtschaftliche Ungleichheit in den meisten Ländern immer weiter eskaliert und die Zuwanderungswelle das demografisch-kulturelle Gefüge Europas ständig erschüttert, ist eine wahre Einheit nicht in Sicht. Diese Krisen sind das Ergebnis einer ultraliberalen Ideologie, die an Kraft gewonnen und sich auf dem ganzen Kontinent verbreitet hat.

Diese beiden Krisen vertiefen jeden Tag die soziale und politische Polarisierung. Die Reichen werden reicher, die Armen werden ärmer, und Einwanderer bringen Religionen und Gebräuche mit, die die einheimischen Europäer aufhetzen. Infolgedessen stärkt sich die extreme Rechte in ganz Europa, und solange die Öffentlichkeit in den europäischen Ländern gespalten ist, sollte keine wahre europäische Einheit erwartet werden.

Eine solche spektakuläre Zeremonie bringt nur die Lücke zwischen der von der Führung vorgebrachten idyllischen Fassade und der täglichen Realität in Europa zutage. Die europäischen Staatsoberhäupter stellen einen Versuch an, der nicht die egoistische und entfremdende Natur des menschliches Egos berücksichtigt. Der Versuch, alle an der Grenze willkommen zu heißen und einen gemeinsamen Markt zu schaffen, auf dem alle gewinnen, erfordert die Gründung einer soliden Umerziehung, um eine echte Integration zwischen den Menschen zu schaffen. [Rest des Beitrags lesen →]

Hat ein herzloser Mensch eine Seele?

Frage: Kann ein Mensch, der im kabbalistischen Sinn eine Seele hat nach menschlichen Gesichtspunkten herzlos und skrupellos sein?

Antwort: Nur der Mensch der eine Verbindung mit der gemeinsamen Seele erreicht hat, hat eine Seele. Seine Eigenschaften gehen über den Rahmen des alles absorbierenden Egoismus hinaus. Er will im Gegenteil geben und verbreiten. So ist er durch gegenseitige Verbindung mit der gemeinsamen Seele verbunden.

Frage: Kann er von außen betrachtet, scham- und herzlos wirken?

Antwort: Nein, da er mit der gemeinsamen Seele verbunden ist. In den Augen der Egoisten mag er sehr seltsam und vielleicht unhöflich wirken, da er ihre kleinlichen egoistischen Konzepte nicht befriedigt.

Aus dem russischen Unterricht, 10.06.2018

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Sich zu einem Menschen erziehen

Frage: Wenn ich versuche zu spielen, so dass ich hinter allen Objekten die höhere Kraft sehe, muss ich mich dann fragen, wofür ich sie enthüllen möchte?

Antwort: Selbstverständlich! Du erziehst dich! Wofür, warum, wie? Du machst das nicht, um einen schönen Abend zu verbringen oder etwas zu genießen. Es ist nicht die Hauptsache, sich hier und jetzt gut zu fühlen. Nein! Kabbala klärt, was die Wahrheit ist. Für sie bin ich bereit, meinen gegenwärtigen, fortlaufenden Genuss zu opfern und gegen ihn anzutreten. Das ist mein Kampf. Ich wäge immer ab, was für mich wichtiger ist: Wahrheit oder Genuss? Dann stelle ich den Schirm über mein Verlangen auf und handle im Namen des Gebens. Wenn ich gegen den Genuss arbeite, spüre ich, dass es im Geben 620 Mal mehr Genuss gibt als im Empfangen. 

Frage: Hat ein Mensch die Fähigkeit, seine Verlangen zu kontrollieren und Berechnungen durchzuführen?

Antwort: Es macht alles das höhere Licht! Wir müssen nicht weise sein. Das einzige ist, dass wir nicht schüchtern sein dürfen, sondern versuchen sollen, alles in der Gruppe korrekt und konsequent umzusetzen. Die Gruppe ist das größte Hindernis. Der Mensch möchte sich den anderen nicht annähern. Er kann sich nicht vorstellen, dass genau dies so ein erstaunliches Ergebnis hervorbringt. Natürlich gibt es Menschen, die bereit sind, sich anzunähern, aber für sie ist das eine irdische Annäherung. Die spirituelle Annäherung ist praktisch für jeden schwierig. Deshalb gibt es weder den Größeren, noch den Kleineren, Besseren oder Schlechteren. Jeder muss diese Phase durchschreiten. Die Zähne zusammenbeißen, in einer Gruppe arbeiten, versuchen, sich ihr anzuschließen, etwas zu tun, ohne dabei die Gruppenaktionen zu meiden. Es ist die Anstrengung entgegen dem Verlangen, welches nach und nach Ergebnisse hervorbringt.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 13.05.2018

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Die Matrix, in der sich der Schöpfer  befindet.

Frage: Unsere Gedanken müssen in Liebe und Freundlichkeit immer beim Schöpfer sein. Wie können wir zu diesem Zustand gelangen und darin die ganze Zeit verweilen?

Antwort: Dafür brauchst du eine Gruppe, sonst wirst du dich vom Schöpfer abtrennen. Wenn man versucht dies selbstständig umzusetzen, wird man  ausgestoßen, da man nichts hat, woran man sich festhalten kann.

Es gibt keinen Schöpfer, an dem ich mich anheften kann. Daher ist eine Matrix, ein System notwendig, indem Er sich befindet und wodurch ich mit Ihm in Verbindung bleiben kann.

Der Schöpfer hat dieses System aus 10 Sefirot geschaffen, die sich aus einem zerbrochenen Zustand miteinander verbinden. Da wir kein solches System besitzen, brauchen wir eine Gruppe. Wenn wir dieses System   wiederherstellen möchten indem wir verschiedene Versuche unternehmen, uns zu verbinden, fühlen wir was der Schöpfer ist und was das für eine Eigenschaft ist, die wir erlangen müssen damit sie uns füllt.

Hier gibt es viel Neues zu erforschen. Darauf basiert die ganze Wissenschaft der Kabbala. 

Aus der TV-Sendung „Die letzte Generation“ 22.03.2018

Dalai Lama, alles ist nicht einfach …

Bemerkung: „Der Dalai Lama teilte das Geheimnis des Glücks. Er sagte: Ein Mensch, der in einem System der materiellen Werte aufgewachsen ist, wird immer mehr und mehr wollen. Das bringt
niemandem Glück. Glück kommt, wenn der Geist in Ruhe weilt, wenn in der Seele Frieden herrscht. Wenn du die anderen mit Mitgefühl und Altruismus behandelst, wird es in Ihnen viel weniger Bosheit, Neid und Konkurrenz geben und viel mehr Glück“. 

Antwort: Er hat absolut Recht, aber wie kann das erreicht werden?

Bemerkung: Im Prinzip ist es klar was der Dalai Lama meint: das ist eine spezifische Sicht der Welt, der Meditation …

Antwort: Diese Methode ist gut für Menschen mit einem wenig ausgeprägten Egoismus. Ihn gab es in der Menschheit vor Tausenden von Jahren.
Heute wird dies auch angewendet, aber nur in einigen Teilen der Welt, in der es angeboten und akzeptiert werden kann.

Frage: Wie erreicht man heute den Zustand des Glücks?

Antwort: Dafür muss man den Menschen korrigieren, damit er die Welt verändert. Die Welt soll nicht hinter hergeholten Zielen herjagen,
sondern alles im Gleichgewicht mit der Natur und miteinander halten.
Das ist möglich, jedoch nicht mit einer Methode, bei der wir sitzen und uns glücklich fühlen.

Frage: Sie sagen, dass Egoismus sich entwickeln und wachsen wird und davon nicht weglaufen kann. Was macht man mit dem Egoismus, der wächst und mich umbringt?

Antwort: Ich habe das schon oft gesagt. Solange wir den Menschen nicht zeigen das dieser Endzustand uns zur Zerstörung führt, dass es stattdessen einen ewigen und vollkommenen Zustand gibt, den wir im Jetzt und Heute in dieser Welt erreichen können; solange wir die Menschheit von dieser Möglichkeit nicht
überzeugen, können wir nichts tun.

Frage: Wie kann man das erreichen?

Antwort: Ausschließlich durch unsere Arbeit an uns selbst können wir uns zu einem Zustand bringen, in dem wir ein Beispiel für die richtige zwischenmenschliche Beziehungen geben, das Glück finden und zu einer höheren Eigenschaft gelangen.

Frage: Wie müssen unsere Beziehungen sein?

Antwort: Es muss die Liebe zwischen uns geben. Darüber spricht auch der Dalai Lama. Nur das muss erreicht werden. Das ist nicht einfach und
wird durch eine enorme Anstrengung und eine ernsthafte Methode erreicht, die das Unmögliche mit dem Gewünschten verbindet.
Muss man das erreichen? – Es ist notwendig. Ist es möglich? – Es ist schwer, aber möglich. Hier müssen wir die Natur des Menschen verändern.

Frage: Wie verändert sich die Natur des Menschen?

Antwort: Ausschließlich unter dem Einfluss der Offenbarung der höherer Kraft. In den Versuchen, uns zu vereinigen, offenbaren wir diese Kraft. Wir wollen, dass sie uns verändert- ausschließlich sie! Nicht so: Ich will gut sein – und ich bin bereits gut.

 

Aus der Fernsehsendung „Neuigkeiten mit Michael Laitman“, 20.06.2018

[# 232415]

Wie komme ich zum Gebot der Liebe.

Frage: Ist es möglich, unseren dreistündigen Morgenunterricht als ein großes Gebet darzustellen, das 612 Gebote enthält? Wirbeln wir ständig zwischen den Gebeten, um zum Gebot der Nächstenliebe zu kommen?

Antwort: Ja. Die konsequente Umsetzung der Gebote bedeutet, dass wir die Stufen von Jakobs Treppe hinaufsteigen.

In uns findet eine ständige Erweiterung und Vertiefung des Egoismus statt. So werden wir auf einer immer höheren Stufe miteinander verbunden. Jedes Mal, wenn der Egoismus größer wird, erfüllen wir das Gebot der Verbindung, bis zur Liebe untereinander.

Frage: Gibt es auf jeder Stufe 613 Gebote?

Antwort: Natürlich. Wir sollen es aber nicht in Betracht ziehen, da wir von Anfang an so geschaffen wurden. Unser Kli besteht aus 613 Teilen.

Durch die Ausführung von 612 Hinweisen („ Eizot “) habe ich einen Einfluss auf das höhere Licht, welches mich korrigiert. Es heißt „ pkudot (aus dem Wort „Picadon „ – „Beitrag“). Ich arbeite es folgendermaßen aus – korrigieren, ausführen, korrigieren, ausführen

Frage: Gibt es auf jeder Stufe eine Trennung zwischen den 612 Geboten und dem 613.?

Antwort: Ja, da das 613. Gebot selbst nicht existiert, kann ich das Gebot der Liebe nicht erfüllen. Ich kann nicht verpflichtet werden, einen anderen zu lieben. Wenn ich durch die Erfüllung der 612 Gebote das höhere Licht für meine Wünsche empfange, werde ich gleichzeitig liebevoll und gebend.

 

Aus dem Fernsehprogramm „ Die Letzte Generation“ 15.03.2018

(233050)

Wofür braucht man den Verstand?

Alles, was mich vom Schöpfer entfernt wird „das Böse“ genannt. Wo stelle ich fest, dass dies das Böse ist: im Herz oder im Verstand?

Warum gab uns der Schöpfer den Verstand, welcher oberhalb der tierischen Stufe liegt, wenn dieser anulliert werden muss, indem wir im Glauben über dem Verstand arbeiten?

Der Schöpfer hat den menschlichen Verstand geschaffen, damit wir gegen unseren tierischen Verstand arbeiten können. Andernfalls werden wir überhaupt nicht zwischen dem Bitteren und dem Süßen unterscheiden können. Wir ersetzen unseren Verstand durch den Verstand des Höheren. Wir sollten mit irgendetwas anfangen, daher gibt uns der Schöpfer den tierischen Verstand. 

Auf diese Weise schafft der Schöpfer das Verlangen zu genießen. Wir empfinden so zuerst das Empfangen als süß und das Geben als bitter. Man könnte fragen, warum der Schöpfer seine Schöpfung ursprünglich so geschaffen hat, dass sie Ihm entgegengesetzt ist? Dies bezieht sich schon auf die Frage: Warum hat Er Seine Schöpfung zerbrochen? Und die Antwort ist:  der Vorteil des Lichtes wird aus der Dunkelheit verstanden. 

Aus dem Gespräch in Island, 23.05.2018

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Der Unterschied zwischen den Zielen der Kabbala und der Psychologie 

Frage: Die Ziele der Kabbala und der Psychologie sind verschieden. Das Ziel der Kabbala ist die Offenbarung des Schöpfers, das Ziel der Psychologie ist ein besseres Zurechtkommen in unserer Welt. Aber die Mittel sind ziemlich ähnlich, beide nutzen die Gruppenarbeit, die Einwirkung der Umgebung usw. Was gibt es in der Kabbala, was es in der Psychologie nicht gibt?

Antwort: Die Gruppenpsychologie befasst sich mit dem Studium, wie alle Menschen in einem einzigen Kollektiv verbunden werden können. Das wird überall gebraucht: in Unternehmen, Schulen, Regierungen und sogar in der Familie. Aber sie beschäftigen sich mit der Verbindung auf dem Niveau der gewöhnlichen Psychologie.

Erstens fordert die kabbalistische Psychologie, dass es in der Gruppe nicht mehr als zehn Menschen gibt. Zweitens ist es wünschenswert, dass die Gruppen nach dem Geschlecht arrangiert werden: entweder Männer oder Frauen. Drittens, die Vereinigung  der Menschen wird nicht durch eine typische Gruppenpsychologie, sondern mit Hilfe des höheren Lichts erreicht.

Eine solche Vereinigung geschieht auf einem ganz anderen Niveau, nicht auf dem psychologischen, sondern vielmehr auf dem spirituellen Niveau.

Der Unterschied liegt darin, dass die Verbindung auf dem psychologischen Niveau auf dem Vorteil beruht, den man durch die Vereinigung mit anderen Menschen erhält, da eine solche Verbindung dem Menschen helfen kann hinsichtlich Entspannung, Sicherheit, Unterstützung, Gesundheit, einem besseren Familienleben, einer besseren Arbeitssituation, in der Schule und so weiter. Dies kann im Leben eines Menschen einen großen Unterschied machen und sein Leiden mindern.

Auf der andern Seite ist die kabbalistische Psychologie nach einer anderen Methode aufgebaut: auf der Anziehung des höheren Lichtes. Wir versuchen nicht, uns miteinander zu verbinden, vielmehr rufen wir das höhere Licht an, das uns über unserer Selbstsucht in altruistische Beziehungen miteinander verbindet.

Das heißt, ich  verbinde mich nicht mit dir, damit wir unser kleines Business miteinander machen. Wir bauen die gemeinsame Vereinigung über uns mit Hilfe des höheren Lichtes, der besonderen spirituellen Energie, die in unserer Umwelt existiert. Wir rufen sie mit  bestimmten Handlungen herbei, damit diese Energie, das sogenannte Umgebende Licht (Or Makif), das unsichtbar ist und von uns nicht wahrgenommen wird, auf uns einwirkt und uns über unserer Selbstsucht vereinigt.

Dann wird unsere Vereinigung altruistisch, spirituell und darin werden wir beginnen, die höhere Welt und den Schöpfer zu empfinden.

Frage: Welche Empfindung hat ein Mensch, wenn er das höhere Licht anruft?

Antwort: Wie gesagt: „Wir leben ohne die Erde unter uns zu spüren…“ Du dringst in deine Freunde ein, hängst an ihnen. In ihnen ist deine Rettung vom Egoismus, aber wenn das eintritt, bist du schon kein Egoist mehr.

Die Kabbala und die Psychologie unterscheiden sich nicht nur im Ziel, sondern auch in den Mitteln seiner Erlangung. Wir nehmen nichts von dieser Welt.

 

Aus dem russischen Unterricht vom 03.09.2017

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