Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Absicht des Schöpfers erkennen.

Frage: Haben Sie mit der Verbreitung für das Volk begonnen, weil die Tatsache besteht, dass wir die letzte Generation sind?

Antwort: Die Worte meiner Lehrer, dass wir die letzte Generation sind, ist für mich ein Ausgangspunkt, eine Tatsache, auf deren Basis ich verpflichtet bin zu handeln. Deshalb handle ich. Was daraus wird bin nicht ich, sondern der Schöpfer. Ich weiß nicht wie es funktionieren wird, es interessiert mich auch nicht besonders, ich muss tun was ich kann.

Es gibt keine Mysterien der Tora, keine Geheimnisse des Universums, keine geheimen Kräfte, Zaubereien und andere Dinge. Es gibt eine Methode, in dem alle Menschen der Welt, in dem System Adam, in dem wir einmal waren, vereint sind. Ich sehe nichts Falsches daran. Ich muss mich nicht schämen und nichts befürchten.

Anmerkung: Hier gibt es ein Geheimnis zu dem wir immer zurückkehren- wir können uns nicht verbinden. Wir können uns nur anstrengen und das Licht, welches zur Quelle zurückführt erledigt den Rest.

Antwort: Das ist bereits eine Technik! Es ist unsere Pflicht, alle Völker aufzufordern, die Absicht des Schöpfers zu erkennen. Wir haben diesen Zustand erreicht und können ihn nicht ignorieren, wenn wir mit dem Schöpfer verbunden sein möchten. Die Grundlagen dafür zu schaffen, ist genau das, was ich in meinem Leben wollte.

Aus dem Fernsehprogramm“ Die letzte Generation“ 09.05.2018

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New Life #94 – Gesundheit und Ernährung

New Life #94 – Gesundheit und Ernährung
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

 

Zusammenfassung

Die Qualität der Verbindung zwischen den Menschen bestimmt auch die Qualität der Lebensmittel, die sie essen. Wenn wir ein Schnitzel essen, „trinken“ wir die Einstellung desjenigen, der es für uns zubereitet hat. Alles, was wirklich aus dem Herzen eines Menschen heraus geboten wird, kann dem Körper nicht schaden. Selbst die durch Fast Food verursachten Schäden können durch eine positive Einstellung neutralisiert werden. Wenn eine Person nicht korrupt wäre, würde die Tomate auch nicht verrotten. Die Nahrungsmittelkrise wird das Ende der Nahrungsmittelwirtschaft bedeuten, und die Nachfrage von Arbeitskräften in der Landwirtschaft und gesünderen Lebensmitteln wird vorherrschen.

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Aus KabTVs „New Life #94 – Health And Nutrition“, 30.10.12.

New Life #95 – Gesunder Lebensstil und Gesundheitsvorsorge

New Life #95 – Gesunder Lebensstil und Gesundheitsvorsorge
Dr. Michael Laitman im Gespräch mit Oren Levi und Nitzah Mazoz

 

Zusammenfassung

Eine echte Gesundheitsvorsorge muss alle Bereiche unseres Lebens umfassen, einschließlich der Reduzierung von Stress und Luftverschmutzung, mehr öffentliche Verkehrsmittel in den Städten und Balance der Beziehungen zur Umwelt. Darüber hinaus können positive Programme im Fernsehen ausgestrahlt, Übungen zum Lachen am Arbeitsplatz angeboten, der Druck in Bildungseinrichtungen verringert und Workshops zur Entwicklung positiver Beziehungen am Arbeitsplatz organisiert werden. Der beste Sport ist das Wandern für eine Stunde am Tag. Männer brauchen ein Gefühl der Geborgenheit, wie sie es von einer Mutter bekommen würde, während Frauen Wärme, Zuhören und Verständnis brauchen. Wenn wir die Beziehungen zwischen uns ausbalancieren, wird es keine Ursachen mehr für Krankheiten geben.

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Warum war Kabbala verboten?

Frage: Warum haben Kabbalisten das Studium der Kabbala noch bis in unsere Zeit hinein verboten?

Antwort: Das Studium der Kabbala war für breite Massen aus mehreren Gründen verboten:

1. Die Seelen Israels, die sich in spiritueller Erkenntnis befanden, dann aber bis zur Ebene dieser Welt hinabgestürzt sind, haben sich an die anderen Seelen, von denen sie getrennt wurden, angeglichen, um sich mit ihnen zu vermischen, und die sich seit den Zeiten von Babylon nicht verändert hatten. Das ist der Grund für den Abstieg der Seelen Israels, weil sich durch die Vermischung aller Seelen die Möglichkeit bietet, sich zu korrigieren.

2. Die Menschheit musste alle Stufen bis zur völligen Enttäuschung über ihre egoistische Entwicklung durchlaufen, um sich leer, nichtig und an der Schwelle des Zusammenbruchs all ihrer Systeme zu sehen, mit deren Hilfe sie erhofft hat, das Glück zu finden.

3. In dieser Zeit hat sich der Mensch innerlich, intellektuell, in seinem Egoismus entwickelt, und das hat ihm die Möglichkeit gegeben, sich mit den abstrakten Formen, die sich oberhalb der Zeit, der Bewegung und des Raumes befinden, beschäftigen zu können.

Erst im 20. Jahrhundert hat man damit begonnen, über diese Dinge zu reden. Denn, obwohl das Buch Sohar bereits vor fast zwei Jahrtausenden darüber erzählt hat, dass die Erde eine Kugel ist (Sohar, Wajikra, 142), wurden Menschen noch vor 500 Jahren für solche Behauptungen verbrannt.

Es benötigte Zeit, bis sich die Menschheit von Verstand und Gefühl her entwickelt hat, um sich dem Verständnis dessen anzunähern, worüber die Wissenschaft der Kabbala spricht, nämlich über die höhere Dimension.

Selbst jetzt ist es nicht einfach, dies wahrzunehmen, doch die nächste Generation wird eine andere Sicht der Welt haben, wenn die Basis dafür geschaffen wird.

Die nächste Generation sind jedoch wir selbst in unserer neuen Inkarnation, wir sind bereits in der Lage zu einer solchen Wahrnehmung.

Die heutige Entwicklung hat alle auf eine Stufe gestellt, die Wissenschaft der Kabbala kann von allen gleichzeitig enthüllt werden, mit dem Kabbala-Studium beginnen Menschen in aller Welt.

Doch um sie wirklich verstehen zu können, müssen wir uns verbinden. Anfangs können wir mit unserem egoistischen Verstand und unseren egoistischen Gefühlen verstehen und spüren, wovon die Kabbala spricht.

Doch später beginnt die Erkenntnis, die nur durch die Verbindung der Seelen möglich ist. Diese Verbindung bringt ein neues Organ einer neuen Wahrnehmung hervor – die Seele.

Wenn wir uns verbinden, wird die gegenseitige Durchdringung jedem seine Seele schenken, damit er die höhere Welt wahrnehmen kann.

Wenn Baal HaSulam keine Anweisung von oben bekommen hätte, hätte er die Wissenschaft der Kabbala nicht enthüllt. Ein Kabbalist steht im Kontakt mit dem Schöpfer und führt Seine Befehle aus, er ist ein Bindeglied zwischen dem Schöpfer und der Menschheit.

Aus diesem Grund geht die Entscheidung der Kabbalisten, die Wissenschaft der Kabbala entweder geheim zu halten, oder zu enthüllen, aus der Notwendigkeit hervor, aus der für sie offensichtlichen Verbindung zwischen dem höheren Licht und der Bereitschaft des menschlichen Verlangens zu Korrektur und Wahrnehmung.

Auch heute gibt es Einschränkungen. Oben gibt es Möglichkeiten, den Strom der höheren Weisheit zu vergrößern.

Doch die Menschen sind noch nicht bereit dazu. Ich spüre, welcher Widerstand gegen die neue Information entsteht, weil sie dem Egoismus entgegengesetzt ist, wir wollen sie nicht.

Deshalb existiert in der Kabbala das Gesetz: „Das Verlangen muss der Erfüllung vorausgehen“. Das Wichtigste ist, das spirituelle Gefäß zu erschaffen und das höhere Licht kann sich dann jederzeit in ihm enthüllen.

Kabbala Akademie

Können wir von unserer Welt aus die höhere Welt beeinflussen?

Frage: Sind die Parallelwelten miteinander verbunden? Können sie sich gegenseitig beeinflussen?

Antwort: Der einzige Mensch der von unserer Welt aus die höhere Welt beeinflussen kann, ist ein Mensch der sich in einer Gruppe und in Verbindung mit den Freunden befindet. Wenn er nach und nach die Verbindung anregt und stärkt, beeinflusst er dadurch die höhere Welt.

Uns beeinflusst ausschließlich die gute Verbindung zwischen uns. Diese Verbindung ist bereits spirituell, da wir uns von der Stufe dieser Welt, der höheren Welt angleichen möchten.

Alles andere ist in unserer Welt materiell und hat nichts mit Spiritualität zu tun. Unsere Welt gibt es in Wirklichkeit nicht. Sie erscheint uns nur in unseren Wahrnehmungsorganen als solche. In diesem Sinne ist sie absolut eingebildet und illusorisch.

Aus dem russischen Unterricht, 19.08.2018

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Mit dem Schöpfer Verstecken spielen

LaitmanFrage: Warum ist Er verborgen? Manchmal bringt mich dieses Versteckspiel zur Verzweiflung… Ich versuche mit all meiner Stärke in Richtung der Eigenschaft des Gebens und der Enthüllung des Schöpfers voranzukommen, doch mein irdisches Leben behindert mich wirklich und bringt mich oft zum Fluchen. Wie kann ich die Tatsache akzeptieren, das alles was von oben kommt mir dabei hilft, dem Schöpfer näher zu kommen, wenn Er mir weiterhin Schläge schickt? Ich weiß, dass Er das aus Liebe tut, doch dies drängt mich weg, anstatt mit anzuziehen. Ich habe all diese Spiele und Lügen bereits satt! An wen kann ich mich wenden, wenn Er der einzige ist, der dies alles für mich arrangiert?

Antwort: Es gibt niemanden an den man sich wenden kann, außer an die Kraft (Licht), welche Sie korrigieren kann, wenn Sie dies wollen. Diese Kraft existiert in der Natur und sie wird Sie in dem Maße beeinflussen, wie Sie danach streben sich von einem „Empfänger“ zu einem „Geber“ zu verändern. Außerdem gibt es niemanden auf den man fluchen müsste. Das ist alles die Natur! Die Kraft, die Sie verändern kann, ist nur in einem Studium der Kabbala (Studium in einer Gruppe und Verbreitung) zu finden, in dem die Bücher von Baal HaSulam verwendet werden. Diese Kraft wird Or Makif (Umgebendes Licht) genannt. Streben Sie also danach!

Kabbala Akademie
 

Blitz Antworten eines Kabbalisten

Frage: Wie betrachtet ein Kabbalist die Schrecken, die in der Welt geschehen?

Wie nimmt er persönliches Unglück, z.B. den Tod eines Angehörigen wahr?

Antwort: Ein Kabbalist ist selbst ein Mensch, der alle möglichen Empfindungen erlebt. Tatsache ist, dass er alles etwas anders wahrnimmt – etwa den Tod anderer und seinen eigenen. Er hat, wie ein spirituell entwickelter Mensch, eine erweiterte Wahrnehmung.

Frage: Kann man, wenn man Kabbala studiert, die Stufe von Baal HaSulam und eine noch höhere Stufe erreichen?

Antwort: Eigentlich gibt es bei Niemandem Einschränkungen. Möchtest du die Stufe des Schöpfers erreichen? Bitte. Jedem ist alles zugänglich. Schließlich muss jeder diese Stufe erreichen. Erst dann kann man sich richtig und vollkommen erkennen.

Frage: Wie kann unser Egoismus für den spirituellen Fortschritt genutzt werden?

Antwort: Wir brauchen unseren Egoismus, um in die Gruppe zu kommen und dort richtig zu handeln. Heute realisieren wir alle Wünsche von Baal HaSulam und Rabash. Heute setzen wir all das in unserer Welt um. Wir vereinigen uns mit unseren Freunden um herauszufinden wie Verbindung zwischen uns funktioniert, was unser Egoismus ist usw. Das ist die Umsetzung der Kabbala.

Frage: Wie schaffen wir es, nicht nur zu sitzen und ihnen zuhören, sondern aktive Schritte zu unternehmen, um in die spirituelle Welt vorzudringen?

Antwort: Wir müssen für eine innere Verbindung, für Verständnis und Unterstützung, ständig maximale Bedingungen an uns stellen. Das ist die spirituelle Handlung, die wir ausführen, um das Kli (Gefäß) für die Offenbarung des Schöpfers vorzubereiten.

Frage: Warum will der Schöpfer, wie zur Zeit von Moses, kein Wunder vollbringen, um mehr Menschen für die Offenbarung des Schöpfers zu gewinnen?

Antwort: Das wäre ein erzwungenes Verlangen. Es wäre nicht im Menschen angelegt und entwickelt.

Frage: Wenn alles um mich herum der Schöpfer ist, wo ist dann der böse Trieb, der Egoismus?

Antwort: Verwirren sie sich nicht. Es ist alles sehr einfach. Wenn wir unseren Egoismus, unterschiedliche Widerstände und unfreundliche Gedanken die wir von anderen Menschen haben entfernen, werden wir anstelle dieser Hindernisse den Schöpfer offenbaren. Versucht diese Übung zwischen euch auszuführen.

Aus dem russischen Unterricht

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„Ich“ und „nicht ich“

Frage aus dem Blog: Kann man sagen, dass das Licht des Schöpfers eine illusorische Grenze vor mir verbirgt, eine die mich von der Außenwelt trennt? Wenn man die Lücke zwischen „Ich“ und „nicht ich“ genau betrachtet, gibt es keine Trennung.
In welchem Alter bekommt man die Illusion, sich in „Ich“ und „nicht ich“ aufzuteilen? Geschieht das im Erziehungsprozess eines Kindes oder ist das von Geburt an in uns angelegt?
Antwort: Ich möchte nicht darüber sprechen, was der Embryo im Mutterleib empfindet. Das ist nur verwirrend und kann falsche Eindrücke hinterlassen. Ich glaube nicht, dass dies notwendig ist.
Je kleiner unser Egoismus ist, desto weiter ist der Raum um uns herum. Den kleinsten Egoismus hatten wir im Mutterleib.
Der universelle Egoismus, der zum Altruismus wird ist größer als wir selbst. Er manifestiert sich, wenn wir um uns herum eine Art Mutter-Natur aufbauen, mit der wir verschmelzen.

Unsere Realität treibt uns jetzt dazu an die ganze Natur, in der wir uns befinden, als etwas Integrales, Riesiges wahrzunehmen, als eine große Gebärmutter, in der wir uns entwickeln können.
Um dies umsetzen zu können, müssen wir zwischen uns eine vollständige Verbindung erreichen. Die ganze Menschheit muss ein einziger Organismus sein, ein Embryo, der sich in der Mutter-Natur befindet.
Wenn wir das erreichen, dann befinden wir uns in einem absolut komfortablen Zustand. Ein Zustand, in dem wir alles wissen. Es wird gesagt, dass „der Embryo im Mutterleib die Welt von einem zum anderen Ende sieht“- er sieht absolut alles. Das ganze Licht ist in ihm, durchdringt ihn und überschreitet alle Grenzen.
Diese Möglichkeit besteht nur, wenn wir uns gemeinsam als einen spirituellen Körper wahrnehmen, der sich in der spirituellen Natur befindet.

Aus dem TV-Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 05.09.2018

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Die Methode der Lehre der Kabbala

Die Gruppe der Gleichgesinnten

In jeder zeitgenössischen Wissenschaft ist jede seriöse Errungenschaft die Handlung der Arbeit von der großen Gemeinschaft der Wissenschaftler.

Das Studium über die Höhere Welt ist praktisch unmöglich, wenn ihr Forscher nicht in der Gruppe der Kabbalisten ist und sich ohne ihre Unterstützung mit der Offenbarung beschäftigt.
Das gewonnene Wissen wird weitergegeben, bereichert und aktualisiert und stellt somit eine kabbalistische Wissenschaft dar.
Die Hauptsache in der Arbeit sollte der Wunsch sein, die egozentrische Wahrnehmung der Welt zu verändern, was das Verständnis des wahren Bildes des Universums einschränkt.
Das Weltbild ist ein einziges spirituelles Modell der gesamten Menschheit. Physische Körper und materielle Objekte existieren nur als Reaktion auf Informationen, die mithilfe unserer Wahrnehmungsorgane gewonnen werden.
Die innere Essenz eines Menschen, seine Wünsche und Gedanken stellen ein riesiges System von Zusammenhängen dar, ein Energiefeld, das vom Schöpfer, der Höchsten Kraft, gesteuert wird.

Ein Mensch allein wird die Fülle des Bildes nie begreifen können, da er in sich selbst verschlossen ist und nur seine eigene kleine Welt fühlt.

Gemeinsames Lernen ist eine sehr wichtige Voraussetzung, ohne die sich alles Lernen auf nicht mehr als mechanisches Einprägen von Begriffen reduziert, aber nicht auf Gefühl und Verständnis.

Ernsthafte Forschung auf dem Gebiet der Kabbala sollte nur im Team durchgeführt werden, obwohl die Einarbeitungsphase individuell überwunden werden kann.

 

Interaktion zwischen Lehrer und Schüler

In der Kabbala ist die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler wichtig, während es in anderen Wissenschaften genügt, vom Lehrer lediglich Wissen zu bekommen.

Die Beziehung zwischen dem Lehrer und dem Schüler hängt nur von den Bedürfnissen des Schülers ab. Es wird durch die Fähigkeit des Schülers bedingt, das innere Wesen der kabbalistischen Quellen vom Lehrer wahrzunehmen.

Der Lehrer führt den Schüler allmählich, ohne strenge Anweisungen, zu unabhängigen Schlussfolgerungen darüber, wie er sich an die Wahrnehmung der geistigen Welt einstellen kann.

 

Ein Lehrer gilt als der wahre Lehrer, wenn:

Wenn er sein spirituelles Wissen von einem anerkannten Kabbalisten erhielt.

Er bildet seine Schüler auf original kabbalistischen Quellen aus und ersetzt sie nicht durch eigene Texte.

In keinem Fall zieht er die Aufmerksamkeit der Schüler auf seine Persönlichkeit.

Leitet seine Schüler an den Schöpfer, d.h. um Seine Eigenschaften zu erwerben.

 

Die Rolle des Lehrers in der Kabbala

Der Lehrer muss dem Schüler das Material so geschickt erklären, dass er noch mehr Fragen hat. Das heißt, der Inhalt der Antwort sollte den Studenten für die weitere innere Entwicklung vorbereiten.

Der Schüler ist nicht in der Lage, die Wahrheit direkt wahrzunehmen, also sagt der Lehrer, was der Schüler hören will, aber in dieser Antwort befinden sich Informationen die notwendig sind, um das Verlangen nach dem Ziel ständig zu erhöhen.

Der Lehrer ist verpflichtet, dem Schüler das Wissen über die Struktur der geistigen Welten, den historischen Entwicklungsprozess der Gesellschaft, die innere Arbeit des Menschen zu vermitteln.

 

 

Kabbalistische Bücher

Alle kabbalistischen Werke enthalten eine Beschreibung des Beziehungssystems zwischen dem Schöpfer und seinen Geschöpfen.

Kabbalisten beschreiben alle Zustände des Abstiegs vom höchsten Punkt der Verschmelzung mit dem Schöpfer bis zur unserer Welt.

Die Bücher enthalten Informationen über alle möglichen potenziellen Zustände, die die Menschheit und jeder Mensch in seiner eigenen spirituellen Entwicklung durchlaufen sollte.

Alle spirituellen Zustände oder Welten (die Welt kommt vom Wort  „Verhüllung“ (häbr.) werden in unseren Verlangen gespürt, die mehr oder weniger den höchsten Gesetzen der Natur oder des Schöpfers (Natur = Schöpfer) ähneln.

 

Kurze Beschreibung der Schriften von Baal HaSulam

Vorworte, Artikeln („die Bürgschaft“, „der Frieden“, etc.) sind speziell für Anfänger geschrieben und leiten sie zur Selbsterkenntnis, zur internen Erforschung ihrer Natur.

Briefe werden in der Regel nicht für das allgemeine Studium geschrieben, sondern in privaten, engen Anwendungen eingesetzt. Die Briefe werden selektiv studiert, je nach den inneren Zuständen des Studenten.

„Die Lehre der Zehn Sefirot“ ist ein grundlegendes Kabbala-Lehrbuch, das die gesamte spirituelle Arbeit einer Person beschreibt, die die Phasen der Korrektur ihrer Natur durchläuft und auch eine Quelle des Einflusses auf die inneren Eigenschaften eines Anfängers ist. Man beginnt mit dem Studium dieses Buches nach dem Artikel „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ in der folgenden Reihenfolge: 4,6,8,8,16,3,15,1,2,7 9,10,11,12,14,13,5 Teile.

 

„Das Buch Zohar“, mit einem Kommentar von Baal Sulam, ist eine Erklärung für die spirituelle Arbeit nach der Methode der drei Linien. „Das Buch Zohar“ kann nur von Menschen wahrgenommen werden, die sich bereits auf einem bestimmten geistigen Niveau der Wahrnehmung der Höheren Macht befinden. „Das Buch Zohar“ wird nach Baal Sulams Artikel „Vorwort zum Buch Sohar“ und dem Artikel „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala“ untersucht.

 

Drei Faktoren des Fortschrittes eines Schülers

Lernen von wahren kabbalistischen Quellen. Ein Team von Gleichgesinnten. Ein Lehrer.

Der Lehrer gibt Anweisungen und erklärt die Forschungsmethoden.

Eine Gruppe von Gleichgesinnten ist ein Ort der Forschung.

Die Bücher sollten nur echte, wahre Kabbala-Quellen sein – das „Buch Sohar“, Werke von ARI, Baal Sulam und Rabash.

 

 

Der Zweck des Kabbala-Studiums

Der eigentliche Zweck des Studiums ist es, den internen Zusammenhang mit dem zu untersuchenden Material zu identifizieren.

Der Einfluss des Lernmaterials auf die Veränderung der inneren Eigenschaften mit dem Ziel sie den Eigenschaften des Schöpfers anzugleichen. Die Bücher des großen Kabbalisten des 20. Jahrhunderts Baal Sulams sind am besten für unsere Generation geeignet.

Das Studium sollte nicht gezwungenermassen erfolgen, sondern dem Entwicklungsstand entsprechend. Jede Offenbarung in der Kabbala impliziert den inneren Wunsch, das Handeln des Schöpfers an sich selbst zu erforschen, und hier hängt alles von seinem eigenen Verlangen ab.

 

Lernprozess

Das Studium und Verständnis der Wissenschaft der Kabbala ist ein Mittel, um sich selbst zu verändern, die eigene egoistische Natur.

 

Ein solcher Ansatz des Lernens muss erreicht werden, wenn der Schüler es als Labor und sich selbst als Forschungsobjekt wahrnimmt, das er korrigiert, verändert und verbessert.

Der maximal pragmatischste Ansatz für den Lernprozess ist gefragt – anspruchsvoll und zielgerichtet.

Das Buch ist eine Quelle der Kraft, und die Ansammlung von Wissen ist eine Nebensache. Wir verwenden das Buch, um die Gesetze der höheren Welt zu studieren und damit ihre Wirkung zu erzielen.

Es ist sehr wichtig, morgens, vor der Arbeit, mindestens eine Viertelstunde lang zu beginnen.

Kabbalistische Bücher werden in viele Sprachen übersetzt. Sie können in jeder Sprache studiert werden, aber die grundlegenden Definitionen, und das sind ein paar hundert, müssen in der Originalsprache gelernt werden.

 

Lektion

Der vorbereitende Teil der Lektion dauert 10-15 Minuten und soll den Zweck der Anwesenheit des Schülers im Klassenzimmer klären.

Die erste Hälfte der Lektion (in der Regel etwa eine Stunde) wird durch die Fortsetzung der Vorbereitung, die Anpassung an die interne Arbeit, aber bereits spezifisch, je nach gewähltem Material, belegt. Es wird empfohlen, Artikel und Briefe von Baal Sulam, RABASH über spirituelle Arbeit zu lesen.

Die zweite Hälfte der Lektion ist das obligatorische Studium von Baal Sulams Buch „Lehre der Zehn Sefirot“ oder für Anfänger „Einführung in die Weisheit der Kabbala“.

 

Der richtige Ansatz für das Studium kabbalistischer Texte

Der Erkenntnisgewinn in der Kabbala ist ein mehrstufiger Prozess: Zuerst wird die obere Ebene aufgenommen, und die leichteste Ebene. Das ist das Gesamtbild.

Der zweite Schritt ist eine detaillierte Analyse jedes Details.

Der dritte Schritt ist die Verbindung von allen Details in das Gesamtbild.

Die Prozesse sind nicht spekulativ, sondern sinnlich.

Die Kabbala erfordert ein mehrfaches Verständnis des Textes, bis ein Eindruck entsteht, der dem zu untersuchenden Material angemessen ist.

Ein Schüler muss sich alle Definitionen merken. Er sollte keine materiellen Bilder und verschiedene materialisierte Bilder über die in den kabbalistischen Büchern studierten Objekte im Kopf haben.

All diese Arbeit ist notwendig, um sicherzustellen, dass jedes Wort eine entsprechende sinnliche und nicht nur spekulative Reaktion in uns hat.

Der Übergang von der mentalen Repräsentation geometrischer Figuren und Zeichnungen zum Wunsch, sinnlich an beschriebenen Prozessen teilzunehmen, erfordert eine genaue Kenntnis der Definitionen der einzelnen Begriffe.

Das Buch wirkt nicht auf eine Person, wenn sie das zu untersuchende Material lediglich verstehen will. Ich möchte zum Beispiel verstehen, warum diese Kreise auf diese Weise divergiert und nicht anders. Es ist nicht der richtige Ansatz, um Kabbala-Bücher zu studieren.

Das Buch arbeitet an uns im Maße unseres Verlangens, in diese Zustände einzutreten, ihren Eigenschaften zu ähneln.

 

Hausaufgabe

Die Hausaufgabe ist die Vorbereitung auf die nächste Lektion, die innerhalb eines Tages stattfinden muss. Eine 24-Stunden-Lücke wird dazu führen, dass Wochen oder gar Monate im Rückstand liegen.

Es macht keinen Sinn, das Material zehn Stunden hintereinander zu studieren und sich dann eine Woche frei zu nehmen. Es ist viel effektiver, eine Stunde am Tag zu lernen, aber jeden Tag.

Es ist sehr wichtig, tagsüber die kabbalistischen Quellen zu lesen und mit ihnen zu arbeiten. Der Zweck dieses Unterrichts ist die Vorbereitung auf die Arbeit während des Unterrichtes sowie der Aufbau einer inneren Datenbank mit allgemeinen Informationen, das Speichern der Begriffe und Definitionen.

 

Arbeit mit Text

Einige Beispiele für Textzuweisungen

Identifizieren Sie das Hauptthema des Artikels.

Schreiben Sie ein Resümee, indem Sie die Worte des Autors benutzen und versuchen Sie dann, ihn mit Ihren eigenen Worten zu beschreiben.

Bestimmen Sie, welcher der beiden folgenden Ansätze vom Autor des Artikels verwendet wurde:

 

Beschreiben Sie die Ursache-Wirkungs-Verbindung, mit der der Autor des Artikels uns zur Lösung des Problems führt.

Versuchen Sie, das gleiche Ergebnis zu erzielen, aber mit einer anderen Methode, Beispiele aus anderen Wissenschaften.

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Eine Kerze im Herzen

Frage: Auf welche Art kann der Wille zu empfangen, geben? 

 Antwort: Der Mensch hat die Möglichkeit, mit seinem Willen zu empfangen zum Geben hin, für das Wohl des Nächsten, zu arbeiten. In unserer Welt gibt es Zustände, in denen ich meine wechselseitige Abhängigkeit zu anderen empfinde und versuche, ihnen einen guten Zustand zu verursachen, entweder für einen direkten Zweck, um Probleme zu verhindern, oder weil ich den anderen als Teil von mir wahrnehme, z.B. wenn vom Kind oder Geliebten die Rede ist. In diesem Falle geniesse ich es, dieser Person Genuss zu bereiten wie mir selbst, und sogar noch mehr. Dies ist eine der Formen der Einwirkungen des höheren Lichtes, das uns ein solches Gefühl bringt.

Im Gegensatz dazu senkt der Mensch sein Wesen zu Boden, wenn das Licht weggeht, so dass er die gesamte Verbindung verliert, die ganze Zugehörigkeit, sogar zu seinen nächsten Verwandten. Wenn man das Gefühl der Nähe von uns wegnimmt, bleibt nur der Wille, für sich zu empfangen, netto, ohne Mitgefühl, und ich berücksichtige nichts, außer dem Schaden, den ich mir möglicherweise selber zufügen könnte.

In derselben Zeit kann mich das höhere Licht so beeinflussen, dass es in mir plötzlich zu einem Phasenwechsel kommt: Ich möchte, dass es dem Anderen gut geht. Nicht, weil mir das einen Nutzen bringen würde, nicht in egoistischer Weise, sondern ich möchte einfach, dass es ihm gut geht.

Wie so etwas möglich ist, wissen wir nicht. Aber die Kabbalisten erzählen über diese Möglichkeit, und mehr noch: sie sagen, dass alle diesen Zustand erreichen müssen. „Ihr habt keine andere Wahl. Wenn ihr nicht auf unsere Stimme hören wollt, werden Leiden über euch hereinbrechen, so dass ihr es auf jeden Fall wollen werdet.“

So oder anders, nur das höhere Licht kann ein neues, integrales Verhältnis zum Nächsten vermitteln. Ich selbst werde das niemals schaffen können.

„Dann mach, dass das Licht mich beeinflusse!“
Man sagt mir: „ Nein, es wird dich nur unter der Bedingung beeinflussen, dass du das willst.“
„Aber wie kann ich das wollen, ich bin doch Egoist?“

Dafür wurde dir der Punkt im Herzen gegeben, um etwas über deinem Verlangen zu empfangen, ein Körnchen Verständnis. Du erkennst an, dass das Geben etwas Spezielles ist, und diese Kerze, die nicht durch dich entflammt wurde, brennt in dir und erweckt dich.

Und außerdem fließt das höhere Licht durch diesen Punkt oder diese Kerze durch dich und bringt dich zur Gruppe, zum Studium, und platziert dich in einem Umfeld, welches dir ermöglicht, dich der Handlung des Gebens, der Form des Gebens ähnlicher zu machen. Du bist wie ein kleines Kind, das die Erwachsenen nachahmt. Dir wurde ein wenig Verlangen gegeben, also verwende es. Dadurch wirst du das Licht einladen, welches stark auf dich stärker auf dich wirken wird, und plötzlich wirst du neue Eigenschaften erwerben. Dann wird dir der Nächste wichtiger sein als du dir selbst, und das sind die Freunde, die Menschheit, die Natur und der Schöpfer.

All dies mach das Licht, wenn wir eine Bitte um Korrektur erheben und gute Taten vollbringen. Das heißt, wir spielen miteinander, so als wollten wir das Geben wirklich, und dadurch kommen wir zum Gebet, zum Verlangen: „Wir haben so viel getan, und wo sind die Resultate?“ Und dann beginnen wir zu beten, so dass wir verstehen, dass nur das Licht und die Form des Gebens helfen wird. Und so schreiten wir voran.

Heute hast du keinerlei Verbindung mit dem Geben außer diesem Spiel. Um durch das Licht geben zu können, muss man ihm ähnlich sein. Dies ist nur durch die Verbindung und die Einheit in der Gruppe möglich. Dies ist die einzige Form des Gebens, die du ausdrücken und in dieser Welt demonstrieren kannst, um dich dem Licht anzugeichen und es zur Wirkung auf dich einzuladen.

„Gut, wir reichen uns die Hände, wir wollen uns wirklich vereinigen. Und wie weiter?“
Das ist nicht genug, weil ihr euch nicht wie in einer Fußballmannschaft verbindet. Ihr wollt die Notwendigkeit des Gebens spüren, ihr senkt eure Häupter voreinander und vereint euch. Und wofür? Um zum Geben zu kommen. Zu diesem Zweck müsst ihr den Weg kennen und euere Beziehungen in der richtigen Form zu ihm aufbauen. Deshalb nehmt bitte ein Buch und lest nach, wie das gemacht wird. Ihr wollt groß sein? Lest, was die Großen darüber schreiben, wie sie sich verhalten, wie sie Handlungen des Gebens an den Schöpfer vorbereiten.

Wenn du das wirklich willst, spiel es wie ein Kind, das danach strebt, sich dem Erwachsenen anzugleichen. Vereint euch mit den Freunden ebenso, so das ihr gemeinsam die gegenseitige Bürgschaft erreichen wollt, strebt nach oben, um dem Schöpfer zu geben, benutzt die Quellen und geht gemeinsam in Richtung Ziel.

Dann werdet ihr den Einfluss des Lichts, das zum Guten zurückführt, empfangen, und ihr werdet das Gewünschte erlangen. Ohne das Licht wird nichts passieren. Du erweckst lediglich ein möglichst richtiges, effektives und intensives Verlangen, bis das verlangte Maß an Anstrengung erreicht ist, so dass das umgebende Licht (Or Makif) zu innerem Licht (Or Pnimi) wird. In anderen Worten wird es die Eigenschaft des Gebens in die Verlangen bringen, und dieses Gefühl wirst du als eigentliches Licht, als Lebensenergie wahrnehmen.

Wenn man dir das Gefühl des Gebens jetzt gäbe, würde es dir wie die Hölle erscheinen. Der ganze Unterschied liegt darin, dass du, weil du dich selber korrigiert hast, nun dadurch bereit sein bist zum Geben. Freude kommt, während dir das heute nur Leiden und Dunkelheit, ähnlich dem Tode, bringen würde. Or Chochma, das nicht in Or Chassadim eingekleidet ist, ist wie ein Messer, welches dein Leben abschneidet.

Ein kleines Maß von diesem Licht verursacht uns Abstiege, und weckt uns dadurch auf, eine Möglichkeit zu suchen, zu Chassadim aufzusteigen. Du wirst nach oben gezogen, verlange von den Freunden und vom Licht ein kleines Bißchen der Eigenschaft des Gebens, verlange, dass sie dich aus dem Abstieg herausziehen, denn dadurch bittest du um Chessed (Gnade), um Einkleidung des Lichtes Chassadim. Wenn es ankommt, empfängst du etwas Lebenskraft und wirst den Abgrund verlassen.

Daher wird das Licht, das zum Guten zurückführt, vom Licht, das nicht zum Guten zurückführt, unterschieden, indem es dir den Massach gibt, das heißt, die Bereitschaft, das Geben zu erleiden und es sogar als wahres Leben zu empfangen.

Kabbala Grundkurs