Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Bis zur Ewigkeit reicht nur der Augenblick…

Eine Frage, die ich erhielt: Wann erreichen wir die maximale Wirkung unserer Absicht, sich zu verbinden?

Meine Antwort: Ich sitze im Unterricht und bemühe mich, an unsere Vereinigung zu denken, um das Licht, das im Buch Sohar verborgen ist, an uns heranzuziehen, damit ich folglich empfinde, dass wir verbunden sind.

Kaum fühle ich mich mit allen verbunden, offenbare ich in diesem Netz sofort die spirituelle Welt.

Kaum fühle ich die Einigkeit zwischen uns, empfinde ich in dieser Einigkeit die Spiritualität! Es ist der Ausgang aus Ägypten. Mehr braucht man nicht! Und es ist so nahe.

Aber ich bin nicht fähig, mich lange in dieser Absicht, in diesem Streben aufzuhalten. Warum? Weil die anderen nicht daran denken! Ich brauche die Unterstützung der Umgebung.

Und die Umgebung denkt über alles Mögliche nach: der eine über seine Großmutter, die er bald besuchen wird, der andere über die Probleme in der Arbeit, der dritte ist sogar eingeschlafen usw. Jeder mit seinen eigenen Problemen. Und niemand denkt an die Vereinigung …

Deshalb kann ich entscheiden, dass ich jetzt an unsere Einigkeit denke, mich darum sorge und „diese wunderbare Eigenschaft“ (Sgula) fordere, damit ich offenbare, dass wir zusammen verbunden sind, uns in der Eigenschaft des Gebens befinden.

Ich will, dass die allgemeine Eigenschaft des Gebens, diese höhere Eigenschaft über mich herrscht! Aber außer dieser Entscheidung, kann ich nichts machen, weil ich keine Unterstützung von der Umgebung bekomme. Was macht man dann?

Hier fehlt es an den allgemeinen Bemühungen und der gegenseitigen Verpflichtung der Freunde, dass sich jeder bemüht, in dieser Absicht zu sein. Diese Verpflichtung zwischen uns heißt „die Bürgschaft“.

Und wenn wir nur daran denken, wie die Einigkeit zwischen uns offenbart wird, dann wird das Licht kommen und alles machen! Wir sind nicht fähig, uns zu verbinden. Aber wir sind fähig, daran zu denken.

Anderenfalls beeinflussen wir einander nicht, zeigen einander keine Größe, nicht die Wichtigkeit des Ziels.

Wir sollen nur an diesem Punkt arbeiten. Außerdem haben wir nichts. Alles befindet sich hier, vor uns, so nahe, und wir öffnen die Ewigkeit, die Vollkommenheit, die ganze Geisteswelt …

Nur unter der Bedingung, dass wir die Entscheidung treffen, dass sich jeder um den anderen kümmert, damit niemand diese Absicht vergisst.

Nur die Einigkeit ist notwendig! Damit das Licht uns verbindet, und sich in unserer Einigkeit der Schöpfer enthüllt! Wir werden Ihm geben, und Er wird uns geben. Alles geschieht in unserer Vereinigung. Dort werden wir die spirituelle Welt, den Schöpfer, die Unendlichkeit empfinden.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 19.11.2010

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