Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

„Aus meinem Fleisch heraus werde ich den Schöpfer sehen“

Das Buch Sohar. Das Vorwort. Der Artikel „Während der Brautnacht“: „Die Korrektur von Jessod ist der Bund der Beschneidung [Brit Mila].Daraus folgt, dass das Zeichen des Bundes unserer Hände Arbeit genannt wird. Denn wir tragen die Vorhaut von Jessod ab, und das ist unserer Hände Arbeit. Und das ist nur bis zur Endkorrektur“.

Bis zur Endkorrektur (Gmar Tikun) handeln wir in den zehn Sefirot unserer Seele. Als erstes müssen wir Malchut abtrennen – das Verlangen, welches der Korrektur nicht unterliegt, von der Arbeit ausschließen. Außerdem trennen wir die Verlangen bis zu Jessod ab und arbeiten nur mit jenen Kelim, die darüber liegen – in dem Maße, in dem wir sie in Bina einschließen können. Genau das ist der „Bund der Beschneidung“: wir schalten jene Verlangen ab, die bis Gmar Tikun nicht benutzt werden können. Sie werden erst am Ende der Korrektur korrigiert. Und in alle anderen Kelim von Keter bis Jessod können wir das Licht um des Gebens willen empfangen.

„…wie geschrieben steht: „Aus meinem Fleisch heraus werde ich den Schöpfer sehen“. Buchstäblich „aus meinem Fleisch“, denn jedes Mal wenn jemand in diese heilige Inschrift jenes Bundes geschrieben wird, sieht er den Schöpfer aus sich selbst heraus“.

„Aus dem Fleisch“ heißt aus den empfangenden Kelim. Oben, bis zur Mitte von Tiferet, befinden sich die gebenden Kelim, und darunter, bis zum Zeichen des Bundes, befinden sich die empfangenen Kelim, die als „Fleisch“ und „Haut“ bezeichnet werden. Der Schöpfer, d.h. das Licht Chochma, kann nur in den empfangenden Kelim gesehen werden, jedoch nur auf der Ebene des „Fleisches“ (Bassar), die „Haut“ rühren wir nicht an. Anders gesagt, machen wir im dritten Stadium (Fleisch, Bchina Gimel) Halt und setzen das vierte Stadium (Haut, Bchina Dalet) nicht ein.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 17.11.2010. Das Vorwort.

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