Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Analyse und Synthese in der Wissenschaft der Kabbala

Jede Wissenschaft besteht aus zwei Maßnahmen: Analyse und Synthese, oder Trennung in Teile und deren Wiedervereinigung. Wir nehmen etwas auseinander, wenn wir wissen wollen, wie es konstruiert ist, so wie ein kleines Kind sein Spielzeug zerlegt. Wir bauen Teilchenbeschleuniger und versuchen, tief in das Innere eines Atoms einzudringen und es in kleinste Teile zu zerlegen. Wir glauben dadurch, in der Lage zu sein, unsere Wurzeln zu finden.

Man setzt enorme Mittel ein, weil man sich erhofft, endlich dieses letzte Teilchen zu finden, woraus alle Materie entstanden ist und dadurch das Geheimnis des Lebens zu offenbaren und herauszufinden, woher alles kommt. Wie sich herausstellt, ist dies genau die gleiche Weise, auf welche wir kabbalistische Texte studieren. Wir wollen sie in kleine Teile zerlegen und jedes Wort und die Verbindung zwischen den Wörtern verstehen. Dies ergänzen wir dann durch unsere eigenen Worte, um den Text dann im Gegensatz dazu zu reduzieren, damit es leichter wird, ihn aufzunehmen.

Ein Anfänger liest die Texte in einer Sprache, die ihm vertraut ist, aber irgendwie lassen sich die Worte nicht zu Sätzen verbinden. Dies geschieht, weil kabbalistische Texte über Vorgänge sprechen, die nichts mit unserer Welt zu tun haben und daher nicht von unserem Verstand begriffen werden.

Deshalb liegt die Arbeit mit dem Text darin, ihn zu zerlegen und zu verallgemeinern, so dass wir am Ende zu einer Methode geführt werden, welche kurz, klar und einfach zu handhaben ist. Diese Methode muss den Mensch mit der ursprünglichen Quelle verbinden.

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