Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kommunikation durch ein einziges Gehirn des Universums

Aus den Nachrichten (Daily Mail):

„Professor Moran Cerf von der Northwestern Universität sagt:
„Die Wahl der richtigen Freunde ist wichtig, weil unsere Gehirnwellen denen ähneln, mit denen wir die meiste Zeit verbringen…

Das heißt, man beginnt, sich ihnen anzugleichen und ihre erstrebenswerten Verhaltensweisen sowie ihre Ansichten und Wege, die Welt zu sehen, aufzunehmen, ohne sich dessen bewusst zu sein.“

Je mehr wir die Verbindung studieren, sehen wir immer wieder, dass es ausreicht in der Nähe von bestimmten Leuten zu sein, dass sich deren Gehirne tatsächlich angleichen, sagt er.

Das bedeutet, dass die Menschen, mit denen man Umgang hat, tatsächlich einen Einfluss auf die Verbindung zur Realität haben, über das hinaus, was man erklären kann. Und eine der Auswirkungen ist, dass man sich einander angleichen wird.

Forscher haben zuvor behauptet, dass diese „neurale Kopplung“ ein Schlüsselelement der Kommunikation ist. Wenn wir mit jemandem auf derselben Wellenlänge sind, können wir vorhersehen, was er sagen könnte und ihn deshalb besser verstehen. Das wiederum hat einen evolutionären Vorteil, da wir dadurch besser und schneller im Team arbeiten können.

Mein Kommentar: Tatsächlich kommuniziert unser Gehirn mit der allgemeinen Intelligenz des Universums. Wir sind wie Modems damit verbunden. Es gibt ein gewaltiges System zwischen uns und jeder empfängt dadurch Informationen.

„Direkte“ Kommunikation ist häufig eine Illusion. Was ich sage und was beim Zuhörer ankommt, ist nicht dasselbe. Der Haupteinfluss der Umgebung durchläuft verschiedene Kanäle.

Deshalb möchte ich, dass meine Studenten nach einem System, aus denselben Quellen lernen, meinen Blog, Twitter usw. lesen. Nur so kommen wir uns näher.

 

Aus Kab TV`s „Nachrichten mit Dr. Michael Laitmann“ 13.3.18

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Freude an Fehlern

Wenn ich in etwas einen Fehler sehe, freue ich mich darüber. Es ist schließlich ein Zeichen dafür, dass ich eine Korrektur vorgenommen habe, da ich einen neuen Fehler entdeckt habe. Das heißt, ich bin über meinen vorherigen korrigierten Zustand glücklich. Ich bin auch über meinen gegenwärtigen Zustand glücklich, da ich jetzt eine Gelegenheit habe, eine Korrektur durchzuführen und das genießen kann. Es stellt sich heraus, dass ich in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, zu jeder Zeit und in allen Zuständen freudvoll bin.

Die Vollendung steht über dem Wissen und der Empfindung. In den Gefühlen fühle ich Ärger und Probleme, nach einer genauen Überprüfung, warum, woher und aus welchem Grund sie kommen – freue ich mich darüber. Das sind zwei unterschiedliche Stufen.

Es kommt alles von einem großartigen System, welches mir Probleme und Schwierigkeiten gemäß meiner Fähigkeiten offenbart. Ich muss meine Einstellung ihnen gegenüber korrigieren. Dieses System steht vor mir. Wenn mir Verdorbenheit gezeigt wird, ist das ein Zeichen, dass ich eine Korrektur vornehmen muss. Außer meiner Einstellung gibt es nichts zu korrigieren.

Ab dem Moment, in dem ich die Verdorbenheit sehe, denke ich darüber nach, woher sie kommt und wer sie zu welchem Zweck geschickt hat. Ich arbeite dann daran und korrigiere es. Ich bin die ganze Zeit glücklich. Die höhere Kraft, die sich um mich sorgt, baut meine Seele auf. Ich muss versuchen, mich an den Handlungen des Schöpfers festzuhalten, gleichgültig ob sie mir als schlecht oder gut erscheinen.

Ich erinnere mich daran, woher die Probleme kommen. Ich folge ihnen nicht in dem Wissen und den Empfindungen, die sie in mir wecken. Ich bleibe stattdessen auf einer Stufe über ihnen und begreife, dass alles zu meinem Vorteil geschieht. Ich möchte mich an den anheften, der mir den Schlag gab und möchte die Hand, die mich traf, küssen. Ich möchte mich trotz der Schläge an den Schöpfer anheften. Wenn mir das gelingt,  kann ich mich von der körperlichen Stufe entfernen und in Verbindung mit der spirituellen Stufe  über der körperlichen Stufe existieren.

Ich freue mich über die offenbarten Mängel, da sie bereits vorher existierten, jedoch verborgen waren und ich dadurch dachte, dass ich perfekt sei. Wenn ein Mangel aufgedeckt wird, ist es eine Erlösung, da dadurch ein Mensch die Möglichkeit erhält, zu korrigieren, was er korrigieren kann.  Ich begrüße alle Probleme und Störungen, die der Schöpfer mir bringt, da er sie nur wegen der Korrektur schickt. Er bestraft uns nie. Der Schöpfer gibt zu, dass er den bösen Trieb geschaffen hat. All unsere Probleme kommen vom Egoismus. Es gibt keinen Mangel, der mir persönlich gehört. Meine einzige Schuld ist die, dass ich nicht das getan habe, was ich erfüllen konnte – das ist meine ganze Untat.

Alle Probleme existieren nur, damit ich meine Einstellung ihnen gegenüber korrigieren kann, indem ich feststelle, dass sie vom Schöpfer kommen und ich ihm dafür dankbar bin. Es wird nichts anderes benötigt. Alle Korrekturen werden innerlich, durch eine Änderung der Einstellung vorgenommen. Man muss in einen Zustand kommen, in dem mir die ganze Welt zeigt, wo ich meine Denkweise korrigieren muss, dann wird alles gut.

Materielle Handlungen sind ein Kinderspiel. Die wahren Handlungen sind unsere Einstellung gegenüber den Handlungen des Schöpfers an uns. Das wird die Arbeit des Schöpfers genannt. Freude äußert sich, indem ich gemäß der Empfindung in meinem Wunsch zu empfangen Schwierigkeiten habe. Gemäß der Empfindung im Glauben (das erworbene Verlangen zu geben) befinde ich mich in einem Aufstieg. Die Kluft  zwischen den beiden Wünschen gibt mir die Freude. Ohne den Schlag, den ich für das Verlangen zu genießen bekomme, würde ich keinen neuen Wunsch zum Geben entwickeln.

 

Aus dem 1. Teil des täglichen Kabbalaunterrichts, am 17.05.18 , Shamati Artikel 40

Wer ist ein wahrer Freund?

Frage: Wer ist für mich ein wahrer Freund?

Meine Antwort: „Freund“ (Chawer) kommt vom Wort „Verbindung“ (Chibur). Ich meine damit nicht die Freunde, die sich verbunden haben, um zusammen Spaß zu haben: im Stadion oder in der Bar. In der kabbalistischen Gruppe nennt man einen Freund denjenigen, mit dem ich mich verbinde, damit ich zwischen uns ein gemeinsames Verlangen zum gegenseitigen Geben erbaue. Aus diesem Verlangen heraus wollen wir das offenbaren, was sich altruistische Eigenschaft nennt.

Danach, wenn wir erfahren, was die Eigenschaft des Gebens bedeutet, können wir unser Gefäß erweitern und vertiefen, wir können nach der höheren Kraft innerhalb der zwischen uns offenbarten Eigenschaft des Gebens suchen. So ein Fortschreiten verbindet uns miteinander: die Seele mit der Seele! Wir erfahren, dass wir einem System angehören, und dass sich unsere Seelen nahe stehen. Es ist eine Verbindung von Teilen einer einzigen Seele, deswegen sind wir zusammen gekommen, aus diesem Grund hat uns das höhere Licht in einer Gruppe versammelt.

Ich sehe keine Gesichter, ich schaue nicht darauf, wer mir gefällt und wer nicht, ob ich mich dementsprechend jemandem annähere oder ihn abstoße. Ich nehme alle an! Denn wenn er gekommen ist, muss er ein Teil dieses Puzzles sein und dadurch steht er uns nahe. Wir können ohne ihn dieses Puzzle nicht zusammenbauen. Mit jedem dazukommenden Menschen ergänzen wir das Puzzle, den Aufbau der gemeinsamen Seele.

Derjenige wird Freund genannt, mit dem wir uns seelisch verbinden und die gemeinsame Seele zwischen uns ergänzen. Nach der Annullierung des Egoismus, der uns trennt und uns daran hindert, unsere Puzzleteile zusammenzukleben, können wir uns aneinander „festkleben“. Das ist ein wahrer Freund.

Natürlich werden wir Aufstiege und Abstiege erleben und uns gegenseitig helfen. Ich verstehe den Freund, ich nehme ihn wahr, wenn er absteigt und Hilfe braucht. Irgendwann werde auch ich fallen und seine Unterstützung benötigen. Es ist alles erlaubt außer Zynismus gegenüber der Gruppe und dem spirituellen Weg. Wenn meinen Freund plötzlich so ein zynischer Geist erfasst hat, ist das ein Problem. Die Probleme auf dem Weg sind aber unausweichlich und wir überwinden sie zusammen. Deswegen werden wir Freunde genannt.

 

Kabbalalektion zu einem Artikel von Rabash 03.07.2013

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Die Beziehung von persönlicher und allgemeiner Lenkung

Frage: Es gibt eine persönliche und eine allgemeine Lenkung. Wie passen sie zusammen?

Antwort: Die allgemeine Lenkung kommt auf das Volk und die Welt herab, die persönliche Lenkung dagegen auf den Menschen oder seine kleine Gemeinde. Dabei können beide Arten der Lenkung untereinander in Konflikt geraten.

Bemerkung: Sie haben gesagt, dass sich der Schöpfer in keiner Weise auf den Menschen persönlich bezieht, sondern ausschließlich auf die ganze Menschheit.

Antwort: Es spielt keine Rolle. Wenn der Schöpfer auf einen Menschen einwirkt  oder Menschen sich gegenseitig beeinflussen wollen, dann ist dies eine persönliche Einwirkung. Wenn wir zum Beispiel eine gegenseitige Bürgschaft (Arwut) aufbauen, dann möchten wir selektiv auf unsere Freunde einwirken.

Gegenüber einem Menschen hat der Schöpfer keine persönlichen Ansprüche. Der Mensch ist das Produkt seiner Umgebung und deshalb behandelt ihn der Schöpfer als Teil dieses Umfeldes.

Frage: Unser Körper besteht aus Milliarden von Zellen. Könnte man sagen, so wie ich keine persönliche Einstellung gegenüber jeder Zelle habe und sie nicht einmal voneinander unterscheiden kann, so schaut uns auch der Schöpfer an ohne uns zu sehen? Sieht er ausschließlich das Gesamtbild?

Antwort: Tatsache ist, dass das Gesamtsystem komplett determiniert und miteinander verbunden ist. In ihm gibt es nichts, was der Beobachtung auserwählter Zellen bedarf.

Wir befinden uns in einer idealen Welt, die uns schadhaft und egoistisch vorkommt. Das Problem der Lenkung besteht darin, uns zu zwingen, diese ideale Welt enthüllen zu wollen. Daher stehen die allgemeine und die persönliche Lenkung miteinander in Zusammenhang.

 

Aus dem Unterricht in Russisch, 10.12.2017

[#227421]

Überprüfe dich selbst: Fühlst du die Größe des Schöpfers?

Der Schöpfer empfindet ein enormes Vergnügen daran, dass Ihn seine Geschöpfe genießen, um so zu werden wie Er. Wenn wir mit Ihm in Verbindung sind, müssen wir versuchen, Ihm diese Freude zu bereiten.

Ich muss mich selbst, meine Stimmung überprüfen, ob ich die Größe des Schöpfers spüre oder nicht? Wenn mir die Tatsache fehlt, dass ich in der Welt des Schöpfers lebe, der mich und alles um mich herum erfüllt, dann fehlt mir immer noch seine Größe.

Es gibt kein größeres, tieferes oder unendlicheres Vergnügen, als das, welches aus der Offenbarung des Schöpfers kommt. Dies erfüllt den gesamten Horizont eines Menschen, der nichts anderes mehr sieht, als diesen Hintergrund. Heute müssen wir versuchen, in diesem Zustand zu sein: Der Schöpfer ist der konstante Hintergrund, der die gesamte Realität ausleuchtet und wir müssen die ganze Wirklichkeit mit Ihm verbinden. Wir müssen die Realität als Mittel zur Offenbarung Seiner Größe sehen. Die Größe des Schöpfers entfernt uns von allen Problemen, Störungen und Hindernissen. Die ausnahmslose Freude und Erfüllung stammen ebenso von der Größe des Schöpfers ab. Gleichgültig an welchem Ort, wird jeder Mangel durch den Mangel an der Größe des Schöpfers hervorgerufen, der nur dadurch korrigiert wird, wenn wir die Realität mit Ihm ausfüllen. Ich lösche die Probleme nicht aus, denn wenn sie verschwinden, verliere ich das Bedürfnis nach der Größe des Schöpfers.

Mein egoistisches Verlangen wäre erfreut, denn so würde ich nichts brauchen. Wie kann ich dann die Dunkelheit erwecken? So wie geschrieben steht: „Jeder wird seinem Nächsten helfen“ – wir bilden zwischen uns neue Bedürfnisse gegenüber der Größe des Schöpfers. Aus diesem Grund geschah das Zerbrechen, damit wir durch die Verbindung zwischen uns die Wichtigkeit zur Offenbarung des Schöpfers schaffen können.

 

Aus dem 3. Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes „Die Lehre der Kabbala und ihr Wesen“  27.5.18

Die Welt außerhalb von dir wahrnehmen

Frage: Einerseits existiert das Prinzip „es gibt nichts außer dem, was die Augen des Richters sehen“, andererseits wurde gesagt, dass um uns herum nichts existiert außer dem weißen Licht, das alles erfüllt. Wie kann man die beiden Aussagen miteinander verbinden?

Meine Antwort: Wenn ihr das offenbaren wollt, haltet euch an das einfache Prinzip: verbindet euch in den Gruppen und versucht, die anderen nach der Methode der Kabbala wahrzunehmen. In ihnen beginnt ihr die spirituelle Welt zu fühlen.

Nehmen wir an, jetzt nehme ich nur mich wahr. Wenn ich mit meinen Sinnen aus mir heraustrete, in die Freunde, dann mache ich eine Einschränkung (Zimzum Alef) auf die Verlangen „für mich selbst“ und komme in die Eigenschaft des Gebens. Dann beginne ich jeden Freund außerhalb von mir wahrzunehmen, wie ein spirituelles Geschöpf, wie eine „Sefira“. Und alle zusammen werde ich als „Parzuf“ wahrnehmen, der mit dem Licht, welches „der Schöpfer“ heißt, gefüllt wird.

Und danach werde ich das alles außerhalb meines Tieres „Ich“ wahrnehmen: das Licht, der Schöpfer und die Summe der Sefirot wird dann „die Seele“ genannt. Daraus folgt, dass ich zusammen mit meinen Freunden meine Seele erschaffe. Und das macht jeder von ihnen in Bezug auf den andern.

Frage: Was werde ich dann in dem Zustand „außerhalb von mir“ sehen?

Meine Antwort: Du wirst die Kräfte sehen, die das gesamte Weltall lenken und die auf eine riesengroße Anzahl von höheren Gesetzen einwirken; ihren Anfang, ihre Handlung, die Folge und ihr Ende. Diese Logik geht durch dein Verlangen hindurch und erfüllt es. Du nimmst die Erfüllung wie einen großen höheren Genuss deiner ewigen Existenz wahr.

 

[#227373]

Kläre alles mit dem Schöpfer

Frage: Sollte der Schüler der Gruppe voll und ganz zustimmen? Oder gibt es hier einen Platz für seinen inneren Kampf?

Antwort:  Selbst wenn der Schüler der Gruppe nicht zustimmt, muss er verstehen, dass seine Meinungsverschiedenheit vom Schöpfer kommt.
Warum sollte er die Gruppe bekämpfen? Er muss mit dem Schöpfer kämpfen, mit den Hindernissen, die von Ihm kommen!

Alles kommt vom Schöpfer! Ich muss alles mit Ihm regeln. Warum gibt Er mir solche Hindernisse? Damit ich den Kontakt zu Ihm aufbaue. Ich muss ihn mit Ihm aufbauen und nicht mit der Gruppe.

Der Schöpfer erweckt im Menschen alle möglichen negativen Eigenschaften. In der linken Linie nimmt er die schlechten Eigenschaften auf und in der rechten Linie die Guten. Deswegen bezieht er sich zur Gruppe in der Weise, dass beide Linien in ihm der Schöpfer sind, in der entgegengesetzten und in der direkten Form.  Er sollte beide in die Gruppe bringen und sie darin einschließen, um ihr die richtige Ausrichtung zu geben.

Und so arbeiten wir: es gibt zwei Linien und die Dritte wird aufgebaut, wenn man bereits in Kontakt mit der Gruppe ist und dem Schöpfer in ihr.

Die Menschen müssen sich ständig selbst kontrollieren, um nicht zu vergessen, dass all ihre Gedanken und Gefühle vom Schöpfer kommen, der ihnen die ursprünglichen Parameter und die Verlangen von jedem gibt. Mit diesen Gedanken und Gefühlen werden wir uns richtig zum Zehner verhalten und so den Schöpfer in ihm offenbaren.

 

Aus KabTV’s “Die Letzte Generation” 10/30/17

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Sind wir für unsere eigenen Gedanken verantwortlich?

Frage: Ist ein Mensch für seine Gedanken verantwortlich?

Antwort: Verantwortung für sich selbst und den Schöpfer, ja. Verantwortung für den Rest der Menschheit, nein, denn bis die Gedanken zu Taten werden, haben wir keine Probleme mit anderen Menschen. Aber im Prinzip sind unsere Gedanken unsere Handlungen.

Fragen: Und wenn ein Mensch von seinen Gedanken entsetzt ist?

Antwort: Das ist nicht wichtig. Es sind seine Gedanken und er muss sie korrigieren.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch 1/7/18

[226061]

Der Geschmack für Schönheit bleibt

Frage: Warum hat der Schöpfer so viel Interessantes, Wundervolles und Schönes in dieser Welt erschaffen? Der Mensch hat den Wunsch, alles auszuprobieren und zu kosten. Der Schöpfer gab ihm sowohl Möglichkeiten als auch Wünsche. Warum sollten wir dagegen angehen?

Antwort: Man braucht nicht dagegen angehen. Aber wenn sich ein Mensch seine höhere Mission zu eigen machen kann, wird alles andere für ihn uninteressant. So heißt es: „Große Fische fressen kleine Fische auf“.
Wenn ich also den Sinn des Lebens studiere und verstehe, dass ich auf bestimmten Wegen zu ihm kommen muss, dann ist alles andere auf dem Weg nicht mehr als ein Mittel.

Frage: Wird dabei dem Menschen nicht der Geschmack für die Schönheit in dieser Welt genommen?

Antwort: Dem Kabbalisten wird nichts weggenommen. Im Gegenteil, er hat noch mehr Geschmäcker, Wünsche und Verlangen. Ich liebe immer noch gute Musik, schöne Natur und Reisen. Ich schaue gerne den Kanal „National Geographic“, Tierwelten, Ethnographie und die Kulturen der Völker der Welt.

Aus dem Unterricht in Russisch, 28.01.2018

[# 227784]

Der Sinn des Lebens besteht darin, seinen Sinn zu erlernen

Frage: Gibt es außer dem Hauptziel, die obere Welt zu erreichen, noch andere höhere Ziele, die mit natürlichen Begabungen und Eigenschaften eines Individuums zusammenhängen, die verfolgt werden sollten, obwohl sie noch nicht das Verlangen für die Suche nach der oberen Welt entwickelt haben?

Antwort: Und warum sollte sich das Individuum von irgendetwas verwirren lassen? Um ein großartiger Musiker zu sein? Sagen wir mal, ich beginne 12 bis 14 Stunden pro Tag mit dem Üben eines Musikinstruments, um schön spielen zu können. Ist das der Sinn meines Lebens?!

Was erreiche ich damit? Eine große egoistische Erfüllung. Sie verbeugen sich vor mir, respektieren mich, ich werde bekannt, ich verdiene viel Geld, ich gehe auf die Bühne, alle stehen auf und applaudieren!

Anmerkung: Nicht nur das. Die Leute hören der Musik zu und werden in gute Stimmung versetzt.

Mein Kommentar: Ja, die Leute schreien vor Freude, das ist schön und was dann? Am Ende werden ich und meine Zuhörer dennoch sterben und damit endet alles. Ist das der Sinn des Lebens?

Alle sind in einer solchen „Mausefalle“ gefangen. Aber es gibt Menschen, Kabbalisten, mit einem ungeheuren Verlangen, das Wesen der Existenz zu erfahren. Sie sagen: „Wir müssen den Schöpfer erreichen, weniger werden wir nicht akzeptieren! Den Sinn des Lebens, die Erlangung des Punktes, aus dem alles entsteht, und nicht weniger“.

Frage: Und wenn wir die Wissenschaftler berücksichtigen würden, die zum Beispiel Kriseninterventionen entwickelt haben, die Leben retten. Die Menschheit benutzt sie seit Jahrhunderten. Gibt es darin keine Bedeutung?

Antwort: Sie verbessern einfach das tierische Leben der Menschen. Es gibt keinen Sinn in unserer Welt, es besteht keine Notwendigkeit, danach zu suchen! Wir sehen was wir sind und wie alles endet. Menschen werden geboren, leben und sterben, und dies über Generationen, solange die Erde uns trägt. Es gibt nichts anderes. Ist es also sinnvoll, die Bedeutung der Existenz von Proteinen auf diesem Planeten zu diskutieren?!

Frage: Es stellt sich also heraus, dass der Sinn des Lebens darin besteht, seinen Sinn zu erfahren? Kabbalisten sagen, dass dieser in der Anhaftung an den Schöpfer besteht.

Antwort: Natürlich. In diesem Leben. In dieser Welt.
Du musst den Schöpfer erreichen, Ihn offenbaren, Ihn erfahren. Währenddessen erreichst du den Zustand der Ewigkeit und Vollkommenheit, ohne zu sterben, ohne dich mit dem Körper zu identifizieren, der als ein absolut unnötiger Teil übrig bleibt, ein gebrauchter Teil einer Rakete.

Du bist dazu verpflichtet, dies zu erreichen und es klar und deutlich zu erleben, wie ein Kind, das alles in den Mund steckt, denn nur durch den Geschmack kann es erfahren, was es ist. Deshalb wird dies Taamei Tora genannt, „Geschmäcker von Licht“.

 

Aus der Kabbala-Lektion in Russisch 1/28/18

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