Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Davoser Forum: ein ungeahnter Optimismus

 

Beim Weltwirtschaftsforum in Davos herrscht ein ungeahnter Optimismus. Die führenden Politiker und Magnaten prognostizieren ein Wachstum für die Weltwirtschaft und sie sehen keine ernsthaften Gefahren für 2018. Der Grundgedanke des Forums ist: „Schaffung einer gemeinsamen Zukunft in einer zersplitterten Welt“.

Man kann die Teilnehmer ganz gut verstehen. Sie feiern wirklich ein Fest in „ihrem Dorf“: im vorigen Jahr sind ca. 82% der geschaffenen Reichtümer an 1% der reichsten Menschen der Welt gegangen. Sie saugen die Welt immer mehr aus und die Wirtschaft wächst, vor allem für sie, während der reale Lebensstandard der Mehrheit der Weltbevölkerung allmählich sinkt.

Die Eliten sind sich darüber einig wie sie die Welt uneinig machen und aufteilen können. Genau darin sehen sie ihre gemeinsame Zukunft. Ihre Redner versprechen, dass auch für die anderen genug Krümel übrigbleiben. Wir sehen aber in Wirklichkeit, dass dies nicht geschieht. Im Gegenteil, sie profitieren von der zerbrochenen Welt. Sie verbinden sich in dieser Welt und werden noch stärker, noch reicher.

Was kann man da machen, der Egoismus ist nicht im Stande das zu teilen, was er in seinem Besitz hat. Als Resultat verschlimmert die Versammlung der Egoisten nur noch alles.

Das Problem liegt nicht in diesen Menschen selber, sie können nicht anders. Alles befindet sich in der menschlichen Natur. Wenn wir nicht wollen, dass die Natur uns einen steinigen Weg führt, müssen wir den Egoismus in uns korrigieren, in uns allen. Ansonsten wird er uns zerstören.

 

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In Verbindung mit dem Schöpfer

Frage: Was ist die Angst vor Veränderungen im Leben?

Meine Antwort: Die Angst vor Veränderungen im Leben ist ein kleines egoistisches „Tierchen“, das existiert und fürchtet, aus seinem Nerz herauszukommen. Alles ist gut für es, zumindest ist ihm alles vertraut. Es ist von schlechten Nachrichten schon ermüdet. Das ist die Angst vor Veränderungen.

Und bei einem Kabbalisten ist es umgekehrt, wenn ich meine Augen zumache und sage, dass alles vom Schöpfer kommt, habe ich keine Angst vor Veränderungen, egal,  wie sie sein werden. Ich verbinde mich mit dem Schöpfer, von dem alles kommt, und alle negativen Veränderungen sind nützlich für mich. Indem ich mich über sie erhebe, verbinde ich mich noch fester mit Ihm. Dabei mag und wertschätze ich jene Veränderungen, die sich in mir vollziehen.

Frage: Heißt das, dass ich sie sogar will?

Meine Antwort: Natürlich. Und wie kann ich mich als ein Egoist mit dem Schöpfer ohne negative Einflüsse verbinden? Ich werde mich Ihm niemals nähern, wenn ich nicht vor etwas Negativem weglaufen muss.

Frage: Das heißt, ein Kabbalist nimmt alle Veränderungen, Störungen und Probleme als eine Herausforderung des Schöpfers wahr?

Meine  Antwort: Nein. Da ich weiß, dass dies von Ihm kommt, habe ich keine Angst vor irgendetwas, es sei denn, dass ich schlechte Taten begehe. Man muss nur verstehen, wie und warum man uns erlaubt, so zu handeln.

Da alles im Voraus vom Schöpfer stammt, wo liegt das Problem, solange du nur ständig mit Ihm verbunden bist? Darin liegt unsere Rettung, unser Wohlergehen, unser gutes Leben.

Wenn du mit Ihm in Verbindung bist, wirst du dich die ganze Zeit in einer anderen Welt,  in einem anderen Zustand, in Verbindung mit der höchsten Kraft empfinden. Und deswegen wirst du alles, was vor deinen Augen, Ohren, Empfindungen in dieser Welt geschehen wird, als etwas Nebensächliches fühlen, als jenes Bild, über dem du mit Ihm die ganze Zeit verbunden sein musst.

Du erlebst die größten Empfindungen in der Verbindung mit Ihm. Und das Bild unserer Welt wird allmählich neblig, unwirklich, bis es vollkommen verschwindet, und es bleibt nur die Verbindung des Menschen mit dem Schöpfer. Das ist schon der ewige Zustand.

 

Aus dem russischen Unterricht, 13.08.2017

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