Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Worum am Grabe eines Kabbalisten bitten

LaitmanFragen, die ich dazu erhalten habe, ob ein Mensch die Gräber der Rechtschaffenen besuchen sollte und worum man an diesen Stellen bitten sollte:

Frage: Ich würde gerne die Gräber der Rechtschaffenen auf dem Berg Miron besuchen. Die Reise, an der ich interessiert bin, findet nachts statt und der Reiseorganisator sagte, gemäß Kabbala könne man den Umlauf des Mondes dafür benutzen, zu berechnen, was die beste Zeit für eine Bitte um Heilung von Krankheit wäre. Ich hörte jedoch auch die Meinung eines anderen, der Kabbala studiert. Er sagte, man solle das nicht machen. Ich würde gerne herausfinden, ob man das machen kann und warum gerade nachts?

Meine Antwort: Niemand besucht jemals Gräber bei Nacht. Die einzige Ausnahme ist die Nacht von Lag BaOmer, in der Menschen in ganz Israel und auch am Berg Miron, am Grab von Rashbi, dem Autor des Buches Sohar, Freudenfeuer entzünden. Dies ist ein antiker Brauch. Jedoch bei Vollmond um die Heilung von Krankheiten zu bitten hat nichts mit Kabbala, sondern nur mit Mystizismus und Schamanismus zu tun.

Rabash und ich gingen gewöhnlich für zwei Tage in der Woche nach Tiberias und manchmal besuchten wir das Grab von Rashbi auf dem Berg Miron. Rabash respektierte diesen Ort. Jedoch sah er diesen nicht als einen Ort an, um nach der Lösung von körperlichen, egoistischen Problemen der Menschen zu bitten, sondern vielmehr nur als einen Ort, um nach der Gleichheit mit dem Schöpfer zu bitten. Wenn ein Mensch dort ist, sollte er um die Fähigkeit bitten, seinen Nächsten zu lieben, anstatt sich mit dem eigenen tierischen Körper zu befassen, mit dessen Heilung oder anderem Nutzen.

Die Kabbala ist per Definition die Methode der Enthüllung des Schöpfers (die Eigenschaft der Liebe und des Beschenkens) an einen Menschen in dieser Welt (in diesem Leben). Die Kabbala birgt keine Beziehung zum Empfangen für sich selbst. (Lesen Sie die Definition im Artikel „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala”)

Zwischen den Jahren 1979 und 1991, als ich Rabash kannte, besuchte er die Klagemauer nur einmal, 1983. Er ging nur 2 - 3 Meter an der Mauer vorbei und kam dieser nicht einmal nahe, ganz zu schweigen davon, dass er sie berührt hätte. Er besuchte das Grab des Ari einmal in zehn Jahren.

Baal HaSulam sagte einmal, dass es ihm wirklich egal sei, wo sie den Sack mit seinen Knochen beerdigen würden. Als er verschied und seine Studenten nicht wussten, wo sie ihn begraben sollten, erinnerte sich ein Student daran, dass Baal HaSulam gerne auf einem bestimmten Hügel spazieren ging und dort begruben sie ihn.

Einmal fragte ich Rabash um Erlaubnis, das Grab von Baal HaSulam zu reparieren, es zu kalken, einen Platz für Kerzen zu schaffen usw. Rabash sagte mir, dies anderen zu überlassen, da es wichtigere Dinge zu tun gäbe. Rabash bereitete auch kein Grab für sich selbst vor, obwohl dies ein Brauch unter Religiösen ist. (In der Vergangenheit wurden die Körper nicht bestattet, sondern in einer Höhle eingeschlossen, welche für diesen Zweck ausgehoben wurde. Dort wurden die Körper für einige Zeit belassen, bis nur noch die Knochen übrig waren und diese wurden in ein Gefäß verpackt.)

Kabbalisten achten nichts Körperliches. Jeder Mensch achtet was ihm wichtig ist und woran er hängt - den Körper oder die Seele. Für Kabbalisten ist der Körper dazu gedacht, Arbeit zu verrichten wie ein Tier (wie z.B. Rinder). All seine Aufmerksamkeit ist auf die Entwicklung der Seele gerichtet - den Teil des Schöpfers im Menschen, die Eigenschaft der Liebe und des Beschenkens.

Frage: Rashbi ist auf dem Berg Miron begraben und tausende von Leuten besuchen jedes Jahr sein Grab. Ist dies etwas, was der Schöpfer ihnen auftrug zu tun oder kommen diese Anweisungen von religiösen Führern, welche die Menschen beeinflussen wollen und über diese Macht haben wollen?

Meine Antwort: Die Kabbala befürwortet dies, da es Menschen näher zur Kabbala und zu deren Respektierung bringt und sie somit daran Interesse finden.

Verwandtes Material:
Blog-post: Nur das Höhere Licht kann unser Schicksal ändern
Blog-post: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst
Blog-post: Immer bei mir
Blog-post: Das Körperliche hat keine Auswirkung auf das Spirituelle
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Wissenschaftt der Kabbala

Spirituelle und physische Babys

LaitmanIch habe viele Bitten um eine Erklärung der Beziehung zwischen der Entwicklung eines Babys in dieser Welt und der Entwicklung der Seele in der Höheren Welt erhalten. Hier ist eine Erläuterung:

Das grundlegende Buch der Kabbala, der Talmud Esser HaSefirot, mit über 2000 Seiten von schwierigem Text, beinhaltet ungefähr 300 Seiten, die über die intrauterine Entwicklung der Seele in der Gebärmutter (der AHP) des Höheren Parzuf (die Mutter - Ima, Bina) berichten. Diese Entwicklung kann für sieben, neun oder zwölf Monate anhalten, doch gewöhnlich dauert diese neun Monate. Darauf folgt die Geburt und dann 24 Monate des Stillens, welches ebenfalls über 200 Seiten von sehr schwierigem Text beschrieben wird.

Was bedeuten diese langatmigen, komplexen Beschreibungen in einfacher Sprache? Die Seele beginnt ihre Entwicklung mit dem Punkt im Herzen, wenn ein Mensch fragt: „Was ist der Sinn meines Lebens?”. Danach fängt ein Mensch an, seine Seele zu entwickeln, indem er das Höhere Licht zu diesem Punkt heranzieht. Zuerst geht er durch die vorbereitenden Phasen, welche die einfache und doppelte Verhüllung genannt werden und betritt dann einen Zustand, welcher Empfängnis (Ibur) genannt wird. In diesem Zustand hängt er sich an den Höheren Parzuf an, gesetzt den Fall, dass er trotz aller Schwierigkeiten zustimmt, mit Diesem zu verbleiben! Und die Schwierigkeiten verstärken sich weiterhin, doch indem er seine Verbindung mit dem Höheren - trotz der Schwierigkeiten, die vom Egoismus erschaffen werden, welcher ihn immer wieder zurückzieht - verstärkt, nimmt er fortwährend die Eigenschaften des Höheren an, welche Liebe und Beschenken sind. Dieser Prozess setzt sich fort, bis er all die Eigenschaften des Höheren, mit Hilfe seiner Selbstannullierung, erreicht. Diese Annullierung hindert ihn auch daran, eine Störung oder ein Fremdkörper im Höheren zu werden.

Wenn er alle Eigenschaften des Höheren aufnimmt, schließt dies die Periode des passiven Aufnehmens der Eigenschaften des Höheren ab, d.h. die Entwicklung in Form eines Embryos. Ein Embryo entwickelt sich, indem er auf passive Weise Licht erhält und deshalb wird dieser auch als Blut (Dam, von dem Wort Domem - unbelebt) gekennzeichnet oder als passive Annahme der Eigenschaften des Höheren.

Anders dargestellt endet der Zustand der Schwangerschaft, wenn ein Mensch danach verlangt, von der Selbstannullierung zur aktiven Interaktion mit dem Höheren überzugehen. Dies zwingt den Höheren, ihn wegzudrücken, um die vorige Art der Interaktion zu beenden - ähnlich dem, wenn ein Embryo zu lange in der Gebärmutter verbleibt und Abstoßung hervorruft. Der Höhere drückt den Niederen von Sich weg und zwingt den Niederen, mit Ihm aktiver zu interagieren, um ihn zu stillen. Der Höhere tut dies, indem er Bedingungen erschafft, die den Niederen befähigen, das Licht von Chassadim (Milch) zu erhalten. Jedoch verwandelt sich die Milch im Niederen immer noch in Blut (Dam).

Die Periode des Stillens dauert 24 Monate und während dieser Zeit, erreicht der Niedere aktive Eigenschaften des Beschenkens (Bina, Galgalta Einaim). Diese Stufe befähigt einen Menschen dazu, im ganzen Umfang der Höheren Welt zu existieren und völlig unabhängig von seinem Egoismus zu sein und das Höhere Licht wahrzunehmen und von Ihm zu lernen.

Das Wissen über die Gesetze, welche in unseren Wurzeln agieren und wie die Höheren Kräfte agieren, gibt uns ein absolut präzises Verständnis darüber, wie ein Kind ideal und auf völlig korrekte Weise erzogen und behandelt wird, wie mit einem Fötus und mit einem Neugeborenen interagiert wird, sowie mit einem Jugendlichen und einem Halbwüchsigen. Dies befähigt uns ein korrektes System der Wechselbeziehungen zu erbauen und die Bedingungen für die optimale Wahrnehmung der Möglichkeit, die wir in diesem Leben haben, zu erschaffen, d.h. den Sinn unserer Erschaffung zu erlangen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Geburtsvorbereitung - Ein Gespräch
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt

Noch eine gegenstandslose Konferenz der Weltführer

LaitmanNachrichtenartikel (übersetzt aus www.ynet.co.il): Die Führer der G8 Industriestaaten haben sich in Japan versammelt, um die globale Erwärmung zu diskutieren. Diese reichen und entwickelten Länder sind sich über viele Dinge uneinig und keiner will der erste sein, der nachgibt und verliert. Die Führer lächelten für die Fotografen und gingen dann ihren eigenen Wege. Auch dieses Mal werden sie die Welt nicht retten. Es ist immer wieder die gleiche Geschichte. Die Führer treffen sich zu einer Diskussion und nichts kommt dabei heraus. Inzwischen lachen selbst die Journalisten darüber. Was muss geschehen, dass die Führer sich tatsächlich zusammensetzen und über die Veränderung der Dinge sprechen?

Meine Antwort: Die Führer haben keine Macht dazu, irgendetwas zu verändern. Dies kann nicht durch deren mentale, moralische oder physische Kraft geschehen, da die Welt von oben regiert wird und unsere gesamte Geschichte zeigt uns, dass wir die Dinge nur verschlimmern können. Da wir nicht den Gesetzen der Natur folgen, fühlen wir, anstatt uns wohl zu fühlen, die negative Reaktion der Natur, welche sich in unerwünschten Phänomen auf allen Ebenen der Natur äußert: auf der unbelebten Stufe (Tsunamis, globale Erwärmung, Überschwemmungen, Erdbeben, Wirbelstürme), auf der pflanzlichen Stufe (Trockenheiten, Wassermangel, Ernteausfälle), auf der belebten Stufe (Rassensterben, eine gestörte Balance, Ausbreitung von Krankheiten) und auf der menschlichen Ebene (Krieg, Depression, Drogen, Selbstmord, Angst).

Die Korrektur der Welt hängt von der Korrektur des Menschen ab, von seiner Balance mit der Natur. Und um diese Balance zu erreichen, müssen wir die Kräfte kennen, die uns regieren. Die Natur hat alles auf diese Weise arrangiert, um uns auf die Stufe der herrschenden Kräfte, des Schöpfers zu erheben (entweder unter Zwang oder bewusst und bereitwillig). Und wir können nur korrigiert werden, indem wir uns wünschen, der Höheren Welt, den lenkenden Kräfte der Natur, dem Schöpfer ähnlich zu werden.

Kabbala erklärt die Struktur und Gesetze der Höheren Welt. Das ist, was für uns heute notwendig ist - es ist unsere einzige Rettung. Was all die Führer in dieser Welt anbelangt - sie sind nichts weiter als Marionetten in den Händen des Schöpfers.

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Blog-post: Mit dem Finger auf Al Gore zeigen (anstatt auf uns selbst)
Blog-post: Frauen als Führungskräfte der Nationen
Blog-post: Je mehr man weiß. desto besser schläft man