Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Ein Gespräch über Liebe

Ich führte ein Gespräch, das unter dem Titel „Liebe” aufgezeichnet wurde. Mein Gesprächspartner war Oren Levi, Leiter unserer hebräischen Verlagsabteilung.

Ein Gespräch über Liebe

Wir analysierten, wie die spirituelle Eigenschaft des Schöpfers, die „Liebe zum Geschöpf”, in der Handlung ausgedrückt wird - „Schenken und Erfüllung”. Da das Geschöpf jedoch egoistisch und dem Schöpfer entgegengesetzt ist, interpretiert es dies als Liebe zur Erfüllung und zum Empfang. Das Geschöpf strebt danach, andere zu benutzen und zu erniedrigen, um sich erfüllter als sie zu fühlen. Mit anderen Worten: seine Liebe manifestiert sich in völlig entgegengesetzter Form zur spirituellen Qualität der „Liebe”. Gemäß dem Gesetz von „ Ursache und Wirkung” bezeichnen wir dennoch beide Qualitäten mit dem selben Wort.
Sobald das Geschöpf jedoch eine Angleichung der Form an den Schöpfer erreicht - sobald es das Streben zur Eigenschaft „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst” erlangt, welche nur durch den Einfluss des Höheren Lichts erreicht wird, das während des Studiums der Kabbala herabsteigt - beginnt es die wahre Bedeutung der Thoraworte und der kabbalistischen Begriffe zu begreifen, einschließlich „Schenken” und „Liebe”

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So werden kleine Genies geboren!

LaitmanEine Frage, die ich erhielt: Ich hörte Ihrer Unterhaltung mit Professor Gregory Brechmann über Schwangerschaft und Geburt zu. Nun mache ich mache mir Gedanken darüber, wie alle in letzter Zeit über die Aggression und Gewalt unter Kindern in Panik geraten und die Selbstmordrate unter Kindern ständig steigt. Laut Ihrem Gespräch mit Dr. Brechman wäre dies den Schwangeren anzulasten, die ständig darüber nachdenken, ob sie „abtreiben” oder mit dem Geschöpf in ihrem Leib „Erbarmen haben” sollen. Denn solche Gedanken impfen dem zukünftigen Kind eine sehr kraftvolle Lebensangst ein.

Sollte man nicht irgendetwas wegen dieser Gedanken der unkorrigierten Eltern tun? Denn je weiter wir kommen, desto schlimmer und egoistischer werden sie in ihrem Denken und jede neugeborene Generation wird grausamer und aggressiver. Wenn unsere Gedanken während der Schwangerschaft wirklich die Art, wie ein Mensch sein wird, beeinflussen, was sollen wir dann denken, damit Kinder Genies werden? Und kann ein Mann die Gedanken seiner schwangeren Frau beeinflussen?

Meine Antwort: Es ist egal, in welchem Zustand sich das Geschöpf befindet: ein Samentropfen, ein Embryo, ein Neugeborenes, ein Kind oder ein Erwachsener und ob es bereits seine übergeordnete Existenz erreicht hat oder noch nicht - egal, als Reschimo wird es immer von einer Kraft beeinflusst, dem Schöpfer. Und im gesamten Universum gibt es nichts anderes ausser diesen beiden - den Schöpfer und die Schöpfung!

Das Reschimo entwickelt sich unter dem Einfluss des Lichts und beginnt zu spüren, dass es von irgend jemandem empfängt. Es fängt an, jemanden wahrzunehmen, wie es ein Neugeborenes tut. In anderen Worten ist unsere gesamte Entwicklung mehr qualitativ als quantitativ - es ist die Entwicklung unserer Beziehung mit dem Höheren (dem Licht, dem Schöpfer) oder unserer Einstellung Ihm gegenüber.

Studieren die Eltern daher Kabbala, die Verbindung mit dem Höheren, bereiten sie -über den informativen Level - ihre Kinder bereits für eine spirituelle Entwicklung vor. Und dieser Einfluss wird immer wichtiger, während sich das Kind im pränatalen Zeitraum entwickelt, dann nachdem es geboren ist, später in der Vorschulzeit usw., bis es erwachsen wird. Die Seele hat kein Alter und egal welche Form ihre körperliche, äußere Schale hat, ist jeglicher Einfluss auf die Seele positiv.

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So lesen Sie die Thora richtig!

LaitmanHier ist eine Anleitung, wie man die Kapitelzusammenfassungen der Thora liest, die auf diesem Blog gepostet werden:

Die Thora legt die Grundlagen der Theorie und Praxis des Erreichens eines spirituellen Lebens aus. Weder Adam noch Abraham empfingen die vollständige Methode, um den Schöpfer zu erreichen - nur Moses. Alle anderen Texte sind Kommentare, das heißt, andere Erklärungsweisen zur Erreichung des Schöpfers oder Beschreibungen Seiner teilweisen Erreichung.

Thora stammt von den Worten Or (Licht) und Ora’a (Anweisungen). Sie ist in der Sprache der Zweige geschrieben, welche spirituelle Kräfte mit den Dingen benennt, die sie in unserer Welt erzeugen. Selbst wenn wir also denken, dass sie unsere Welt beschreibt, beschreibt sie tatsächlich spirituelle Kräfte, denn in der spirituellen Welt sind sie nur Kräfte ohne Materie.

Warum brauchen wir diese Beschreibungen der Höheren Welt?

1. Durch das Lesen werden wir den Einfluss des korrigierenden Lichts (Or Makif) auf uns ziehen.
2. Nachdem wir uns selbst durch das Licht korrigiert haben, werden wir von Ihm in dem Grad erfüllt, wie wir korrigiert sind.

Wenn es diese Methode nicht gäbe, würden wir für immer auf dem tierischen Level der Existenz bleiben. Wir wären nicht in der Lage, den Level der Unendlichkeit, Perfektion und Gleichheit mit dem Schöpfer zu erreichen.

1. Die Sprache der Zweige (welche die Höheren Kräfte mit Hilfe ihrer Auswirkungen oder Zweige beschreibt) hat vier Modifikationen oder mit anderen Worten: es gibt vier Sprachen der Zweige:

2. Die Sprache von Tanach - historische Schilderungen, wie sie in den hier veröffentlichten Kapitelzusammenfassungen der Thora verwendet wurden;
3. Die Sprache von Halacha - Gesetze;
4. Die Sprache von Hagadot - Legenden;
Die Sprache der Kabbala - diese Sprache ist den spirituellen Wurzeln am nächsten und die genauste aller Sprachen. Mehr dazu in Baal HaSulams Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala.”

Mein Rat: Wenn Sie die Thora lesen, beginnen Sie sich vorzustellen, dass sie über den Egoismus spricht, das Verlangen, das korrigiert werden muss, so dass es anstatt für das eigene Wohl, für das Wohl des Nächsten (oder den Schöpfer, was dasselbe ist) benutzt wird. Diese Korrektur passiert allmählich, stückweise. Alles teilt sich in die Kraft des Schenkens (den Schöpfer) und die Kraft des Empfangens (die Schöpfung) ein. Der Teil der Schöpfung, der korrigiert ist oder die Korrektur durchläuft, wird Israel genannt (Isra-El - direkt zum Schöpfer). Es gibt auch Teile, die Menschen, Herrscher, Sklaven (der Verlangen), Leiter (der Korrektur), Leviten, Kohens u.s.w. genannt werden. Testen Sie sich selbst und finden Sie heraus, inwieweit Sie in der Lage sind, hinter den „dramatischen” Szenen, die Sie lesen, die Handlungen der Kräfte zu erkennen, die unsere Welt beherrschen.

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Kabbala Heute Artikel, März 2008, Seite 7: Kabbala erklärt die Bibel